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Wiener Morgenzeitung · 1925-04-04 · Heft 2199 (4.4.1925) · p. Seite 7

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
7 (1925)
Issue
Heft 2199 (4.4.1925)
Date
1925-04-04
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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ßk. tm_ ««t, »!hih«<i<> ~ f 4tttb* «n& Restrsy» .Li» schlimme« S«»e« in b e r S ch »f <E auf, ferner morgen um 8 Uhr nachm-ttag« als KE von Kbarolai» und um V,6 Uhr abendall Dubedat in Shaw« Komödie ,D e r A r z t a m G ch e 1 d e w e Raimund-Theater. Allabendlich »Antonia" mit Sari Fedak. Heule. 9 Uhr nachmittags, im Rahmen der Kloflikeraufführirngen Schillers »Räuber*. Iotzann-Straaß-Tbeater. Mittwoch „D i e große Unbekannt e", Operette in drei Akten von ZutinS Wilhelm und Gustav Beer. Musik von Franz v. Suppe (musika- Asche Bearbeitung: Karl Pau«ve,tl) E.stauffübrunq. Rolandbühne. Donnerstag Erstanffübrung de! dreiottigcn Lustspiels von Hanl Kottow .H o f j « d e «*. Für das Schauspiel „Loyalstes" von John GalSwortby, Zeutsch von Lt'vn Schallt, das Diens ag tot Theatcr in der IostOadt in S-k-cne geht. wurde im Einverständnis mit dem Dichter und dem Uebersetzer der deutsche Titel eselisch a f t^ gewählt. Das Schauspiel, dal in London 700mal, in New-Porüber 500mal gespvclt wurde. gelangt in der Inszenierung Max Reinhardtzur Aufführuna. Die Tischler-Ausstellung in Vraq. Wie uni ouS Prag geschrieben wird, «rregen die im Kunstverein in einer KollektivauSstellung zu sehenden Bilder der -'kannten Wiener MalerS Viktor Tischler nicht nur die besondere Ausinerksamkeit deS Publikums. sondern finden mtch lebhafteste Anerkennung der Kritik. Die Blätter nenncn Tischler ein wirklich großes Talent, einen ernsten, suchenden Künstler, der es zum Modvmaler gebracht hat. Orchestermufikfest ln Prag 1925. Das zweite Orckestermusiksest der Internationalen. Gesellschaft für ,neue Musik findet in Prag von: 15. bis 20. Mal 1026 statt. Zur Aufführung getanen moderne Orchester- und Bühnenwerke. Die tsmecho-slowakische Regierung gewährt allen an,gemeldeten. Tellrvchme'n 50 Prozent Ermäßigung für . Visum und Fahrt sowie Borsor^ für Un'erkunft. Anmeldungen sind bis spätestens 14. d. an . das Sekretariat der Internationalen G^cll« schüft für neue Musik, österreichisches Komitee, Wien, 1. Dez., Elisabethstraße 13, zu richten. Gerichtssaal. Her Msiter Mord. Drei Hakenkreuzlex verurteilt. LEigendienst der „Wiener Morgenzeit,mg^.) Tilsit. 3. April. Mm Weihnachlsotbentz 1684 wurde, wie seinerzeit.von unS berichtet, der Mische HandlungSgctbisfe Julius Simon von Haken! re uzlern vor dem Tilsiter Bahnhof völlig grundlos so schwer mißhandelt, daß er se inen Verletzungen erlag. Gestern hat dos Tilsiter Schwurgericht gegen die Schirl-- digen. drei jun g e nationalsozialistische Ar-> beiter. die hakenkreuzlerischen Verbänden angehöten, das Urteil gefällt. Die Angeklagten "wurden zu drei und zw»i Ja h r e it; bezichungSweise zu einem I a h r G e f ä n g n i L verurteilt. , _. Ei« Kapitel über Damenhöschen. Mehrers bei einer ' Firma LefchLjtiat gewesene Arbeiterinnen hatten dir Ueber» «ähme zweier ihneir zur Roparatür üderMener i iDa'M e nhöschen abgelchnt, weil diese Wäschestücke n'ckü vorher ge^ reinigt worden seien. Der Hinweis der Firma, daß diese ele« ganten SpitzouhöSchen von je einer Dam« ans der allerbesten Gesellschaft, stammen, die ihre WS'che täglich wechseln. vermochte die Arbeiterinnen nicht von ihrem Entschlüsse'abzubringen. woraus sie von der Firma wegen Pflichtverweigerung ohne Kündigungsfrist entlasten wurden Dia Arbeiterinnen brachten nun beim Gewerbegerlcht die Klage auf Zählung der KündignngSentschrd.igung ein. da die Entlastung eine ungerechtfertigte gewesen lei. denn auch nur einmal getragene Damenhosen seien nicht mehr als reine Wüsche anzuisühsn. ES brauche eine Dame nur zum Schwitzen zu inklinieren «nd'daS Höschen ist nach einmaligem Gebrauch nickst mebr so rein, daß eine Arlbe'terin eS zum AuSbestern zu nbernehmeu braucht. Aus hygienisckien Gründen können aber Arbeiterinnen nur vorher gereinigte Wäschestücke -um AuSbestern übernehmen. Das Gewerbegericht schloß sich dieissm Standpunkt an und verurteilte die Firma zur Zahlung.der KHMgungsentschädigung an, die grundlos entlassenen Arbeiterinnen. Em Berufu-ngSsenat hat daS erstrichterliche Urteil bestätigt. . Der Abenteurer Psob ans Salzburg. Der in Hamburg geborene, nach SabOuvg zuständige Br.iesmarkqnlbardler Mwin Pfob. ein wegen Betruges vorbestrafter Msäthnger Mann, hatte sich vor einem EckMenlenat unter dem Vorsitz des HofrateS K u b e s ch wegen DiMahlS, BetxugeS. und Veruntreuung m verantworten. Die Anklage beschuldigte <Tm. dab tr am 28. November 1618 zur Nachtzeit in I g l s bei domRestaurateur Anion Diechtl in Gesellsckw.lt unbekannter Holser eingebrochen und silbernes Ta'elbesteck sowie Schmuck gestohlen hat. Er hat weiters ganze Sätze von Briefmarken, die ihm der Briofmarkenhänd.'er Ludwig Kaufmann in Wien zum komm>ssionSweisen Verkaufe Übergeben, veruntreut. Der Vorsitzende stellt aus dem Mt fest, daß Mwi-n Wo>b während der Anschluß« beweguna im Jahre 1918 und 1920 in Sal'burg und Tirol eins gewisse Roll« gotoiolt hat. indem er sich den-dortigen nationalen Vereinen als eifriger Parteigänger anbiederte und es dahin brachte, in der tirosischen VolkSa'bstimmung gleichsam die FMruna zu übernehmen. So ging unter semer Leitung ein Teilnebmer.zua zur Volksabstimmung nach Innsbruck ab. Der Angvklagte wurde zu fünf Jahren schweren Kerle s verurteklt. DaS Feuer auf der SellerstStte. Wie berichtet, brach am SS. Tezeinber 19S4 in den Abendstunden im Hanse Seilerstatte 16 ein Brand aus. der in kurzer Zeit den ganzen D a.ch st u h l des vierstöckigen Hanles e'»n äs ch e r 1 e «lvd vo» der Feuerwehr erst nach violstündiger lewerer Arbeit gelöscht werden kannte. DaS Feuer hat einen Schaden von mehr all einer Milliarde verursache. Nach den Angaben eines .Hausbewohners, welcher zn-erst das Feuer bemerkt batte, soll der Brand von dem Mansardenz'mincr dc-r Schneiderin Holen- Ora m auSasaangen sein'. Die Oram hatte gegen 4 llhr ihr Zimmer verladen. Der eiserne O-«en in kbrem Zimmer baste, als sie eS verließ, stoch ein wenig gebrannt Die Oram selbst hatte durch den Brai'd nahezu ihr ganzes Hab und Gut einaebüßt. Bor Gericht stellte, lie gestern jedes stra,lbgre Verichu^den ihrerseits in 'Mrche. Sie erklärte, daß fle am kritischen Tag überhaupt nur sehr wenig im Oien geheizt halbe und daß un« , nWich die schwache Glut, die beim Vevlasten ihrer Wobnung noch im Oivn sich befand. daS Feuer verursacht haben könne, dies im so weniger, all der FuWrdsn jn 'd^n Mansardenzimmer mit Zoment angeworfen urch kein.Hylchrden ist. Der als Zeuge vernommene Branddirektor Ing Kar' Wagner gab an. daß es sich nicht.genau habe fcftffenen lasten, in welchem Raum« daS Feuer' äusgobrochen sei/ iedenfalls hotte ein Feuer durch daS Herans'allen der Glut aus dem Dosen in dem Zimmer der Frau Oram drn Brarch nicht Hervorrufen können. Der Richter sprach die Angeklagte mangels jeden strasbar«» BettckvldenS frei. IM«— —Ml—M«M| Bolkswttt. Ae «aMelle der «ateaeesWste. Starke Zunahme dev RatLrhandrlS. — El« trauriges Zeichen der «rtft. In der Tschecho-Slowakei ist soeben an'ätzlich der Beratung der Novelle zmn bürgerlichen Gesetzbuch auch das Geseis über die Raiengeschafte vibidieri wovden. Danach werden einzelne Bcstimmungen, di« bisher in Geltung standen, wesentlich geändert: So soll jeder Eigen tu m-Vorbehalt bei beweglichen Sachen ohne schriftliche Vereinbarung, ungültig fein: der Verkäufer wird vom. Geschäft zuvücktreten können, wenn der Käufer mit mindestens zivei aufeinanterfosgenden Anzahlungen im Verzüge ist. wvbn allerdings das Angeld und die geleisteten Raten samt den Zinsen zurückzuerstatten stnd. ' Diese wichtigen GesetzeSänderungen zeugen von dem Ueiberhandnchmen des RatengsschästeS in der Tfchecho-Gkowakei und lenken bi« Aufmerksamkeit aus die hiesigen Verhaltniste, die gerade in der Lctzien Zeit eine ähnliche Entwicklung genommen haben. Ratengeschäfte waren auch vor dem Kriege in gowisten Branchen üblich. Waremnangol und Kronensturz haben dem Teilzahlungsgeschäft «in rasches Ende bereit«t, bis es dann in letzter Zeit in ausfallender 28*1^ wieder stark überhand ge- «cmmen hat. Möbel, Automobil«, Klaviere, Näh. und Schreibmaschinen, Fahrräder wurden seit scher gegen Ratenzahlungen gekauft. Jn all diesen Fällen handelt cs sich durchwess um Maren, deren Identität leicht festzustelleu ist, da sie durch Nummern, bezichungstu.'ise Fabriksmarken gokennzeichnet oder, wie der Fachansdruck lautet, „individuell beschreibbar" sind. Die»se Waren können daher ohne besondere Gefahr unter Borbchalt des EigeykrmS abgegeben werden. Nebst dem EigentumSvorbehalt weist das Ratengeschäft noch einige andcve juristische Sonderheiten auf. Nach bürgerlichem Recht ist bekanntlich ein Kauf anfechtbar, wenn man für eine Ware mehr als die Hälft« de2 tatsächlichen Wertes gszahlt har. Auf dieses Recht der Anfechtung kann man verzichten, nur bei Ratengeschäften nicht. Es soll damit der Ratenkäufer g.'gen den wirtfchaftilich meist stärkeren Verkäufer geschützt werden. Aehnlich wirkt auch eine andere Destmvmung des Ratengesetzes. Cs ist nämlich untersagt, eine andere Strafe als die d:S Term iNverlusteS vertraglich festzufetzen, wobei Terminvevlust bedeutet, daß der Käufer verpflichtet ist, den ganzen Betrag sogleich statt in Raten zu entrichten, wenn dies« nicht pünktlich gezahlt werden. In dieser Hinsicht schiebt sogar daS Ratengesetz den Strafbestimmungen, rwch einen weiteren Riegel hor< rptzcm eK'.hcstimmt, ^Laß "der. Mrkgüfer.. von seinem Rechte-^nur'--Äennder Käufer mit mindestenzwei unmittelbar aufeinander folgenden Raten im Verzug ist.'Dpch finden diese Bestimmungen auf Raten« geschafte nicht ÄMveudung, wenn der Käufer «in Kaufmann ist. Heute werden nicht mehr - bloß Möb.'k-, Automobile und Schreibmaschinen, sondern auch Kleider, Schuhe und Strümpfe, ja selbst Lebensmittel gegen Ratenzahlung ausgefolgt. Dieses Ueberhandnehmen des Ratengeschäftes ist ein ungesundes Symptom, «in Zeichen der Krise.'Er -ringt schädliche Folgen für . Käufer und Verkäufer. Für den Verkäufer bestehen sie darin, daß er sein Eigentum, das er in.fremde, Hände gibt, trotz der Möglichkeit zivil- und strafrechtlicher Detfolgung leicht verlieren kann. Auch wird seine.Kalkulation erschw.'rt, da er nicht sicher tveiß, wann er den Kaufpreis erhalten, wird. Schließlich macht das Ratengeschäft dem Kaufmann auch Spesen infolge der Ueberwachung, der Evibentzhaltung und des Jnkastos, die bei prompter Zahlung wegfallen. Schon aus' dieser Darstellung ergeben sich auch für die Gegenseite verschiedene Nachteile. Der Käufer muß natürlich dem Verkäufer eine. Gefahtenlprämie zahlen, ihm die besonderen Spesen und die Zinsen, die er selbst zahlen muß, ersetzen. Ferner wird der Käufer durch die Vereinbarung der Ratenzahlung leicht verlockt, für irgend ein Bedürfnis eine größere Dwmn« auszugebcn, als in seinem Budget vorgesehen und möglich ist. Allen diesen Erwägungen zum Trotz sind selbstverständlich Geschäfte auf Raten einem Zustand vollständiger Geschäftslosigkeit vopzuziehrn., \ . , '' („Der Handel.") Vokotkeum - Bankabteilung Wien, I. Dorothcergasse 17 Frankreichs Anftrensunaen am den Franken. In Frankreich wich ein weiterer Sturz des Franken befürchtet, da die Erklävungen des frarM.schen FinanMinisters, Frankreich wolle durch die Inflation sein« StaatSwirtschast sanieren, auch im Auslände einen äußerst ungünstigen Eindruck herhorgerufon hat. Jn Zürich senkte sich der Frgnkn gleich um einen halben Schweizer Franken. Während der französische Franken vorgestern noch 27.05 notierte, lautete gestern der Kurnur 26.45. Dies hat selbswörständlich auch di« französisch« Regierung zu einem Fallenlasien der JnflationSide« veranlaßt. Unter dom, Vorsitze des Präsidenten D o u m e r g u e und im Velfein des neuen Ftoanzminister» d« Monzie fand ein Kabinettsrat statt, -er. in großen Zügen den. Entwurf für den finanziellen Wiederaufbau festlogte. Dre Legierung scheint nunmehr bei der Msicht, dem Staatsschätze die notwendigen Mittel zu sichern, ertlfchlosseu, ans jede Vermehrung des Banknotenumlaufes zu verzichten. Wie verlautet, werde sie vom Parlament dis "4. ÄstE 1983 " Sei.§e 7 Einfghrung einer Vermögensabgabe verlangen, deren Zahlung auf den Zeitraum von zehn Iah« ken verteilt wäre, und auf die geplanten neuen fiskalischen Maßnahmen verzichten, die eine ftinszigprozentige Erhöhung der Einkommenstetker vorsahen. Im übrigen werde die Regierung über ihre endgültigen Absichten erst spület schlüssig werven. DK Errichtung einer österrelchlschrn ZentralhypochZl«»- bank. Wie die „Wiener Bank- und Börsenzevtung" erfährt, dürfte bereils in den nächsten Tagen di« von uns angekündigte Erteilung der Vorkonzession zur Errichtung einer Ientrolhypothokenollstalr an das Kreditinstitut für öffentliche Arbeiten, daS Dorotheum nnd an ein Komifte der ehemaligen Aktionäre der Otsterrrichisch-r-ngarischen Bank erfolgen. Gleich nachher soll mit auslänyischen' Gruppen wc,gen der Schcvffung einer breiten Basis in Verhandlung getreten werden, die nach dem Interesse, das sich für dieses Vrojekk im AuSla-nde zeigt, zu schließe«, wohl von Erfolg begleitet sebu dürften. Di« «nSgleichStagsatzung der „velge" vertagt. Gestern fand im HandklS^ericht unter dom Vorsitz deS HosrateS Laub sie AnSgseichSt0lgsatzuua der ..Belge", BelieferuneS- und Warenh^ndelSGesellschaft m. b. D. statt. Die Gesellschaft wurde mt August 1933 gegründot, Die Gesellschaft ist. spater to den Besitz des Herr« Na k>an K nß n i e r übev^saa^aen. CS wurden hauptsächlich Ratengeschäfte abaeschlossen. Dre Passiven betragen ^8 Milliarden, darom 895 Millionen Kronen bevorrechtete Forderungen. Die Aktiven beziffern sich auf 2,8 Milliarden Kronen. Bei neuerlicher Inveuturaufnahm« ergab sich eine Ueberschuldung von 1,5 Milliarden Kronen. Der Kreditorenverein torderte. eine Quote von 6g Prozenit, eine Kontrolle der Gläubiger und das Giro der Frau Kußnier. Schließlich errnäßigte d-er Kr:di1orenvereto vlese Forderungen auf 55 Prozent. Der Schuldner beantragte, statt der Kontrolle der Gläubiger einen Garanten zu stellen. Zu diesem Zwecke wurde dann die Tagsatzung nach langwierigen Vechcmd» tungen auf den 20. d. erstreckt. Insolvenzen. Die Freudenau er Kunstmühl« Josef Macher ist gestern in Zablungsschwiericckerten.geraten und wird um die Eröffnung deS AusgleichsverfahrenS ansüchen. Die Insvtoen; hat ihre Ursache in fchlgeschlagenen Getreidespekulationrn Die Ueberschuldung betrog; 3,5 Milliarden. Die Getreioefirma Emit Freund, 1. Bez., Dorotheergasse 7. befindet sich in Zalhumasschwierigkeiten. Für diese Firma wurden in den letzten Tagen eine Reihe von Exokutionen durchgeführt. Sie ist an einer Sendling von 20 Waggons in Triest lagernden Weizen und 10 Wago-onS Mais betemgt, die zum e r e t u tü v e n Perkaus gelangendürften. — Kürzlich wurde über die „W ela g" der Koukurs eröffnet. Gestern wurde dem dagegen eingebrachten Rekurs Folge-gegeben und der .Konkurs aufgehoben. — Bei donDynamowerken-A. G. wurde zum AuSgleichSvevwalter Direktor- 8 ö w e n fe ld bestellt, gegen dessen?lmtstätigkeit die Firma Sonnenthal durch ihren Vertreter Dr. Löw. den Rekurs eiugebracht hat. In der gestern darüber abaefü-brten. Verband!ungwurde der Rekurs abschlägig .beschieden. -7- Um Eröffnung des Ausgleichsverfahrens hat gestern angesucht die Inzersdorfer Eisengießerei^, m. b. H. Aktiven 62,000. Passiven 110.000 Schilling, Anbot 85 Prozent in vier Quartals« -raten. — Weiter die Firma-Mavr u. Co., Autoreparatur, Garage u^d Autobestondtelle.i Alleininhabe« -Karl'Mayr, ' 4. Bez.» Schelleingasse 10. Passiven ein« halbe Milliarde, Anbot 60 Prozent. Das Ausgleichsverfabren wurde eröffnet über „Ingenius". Technische und Handelsgesellschaft G. m. b. H., 1. Bez., Schillevplatz 4. Englischer Sprachkurs. Die Kammer für Handel, Gewerbe und Industrie hat einen.für Angchörige der don ihr vertretenen Berufsstande, und zwar s.o«wr'hl Selbständige wie Angestellte, bestimmten englischen Sprachkurs eingerichtet, der jeden Dienstag und Donnerstag to der Bundcsgewerbeschule, 1. Bez., Schcllinggasse 13, abgeh alten wird. Anmeldungen dort« Dbst an jedem Kursabend vor halb 7 Uhr abends. Aufhebung von Einfuhrverboten in Deutschland. Die deutsche Regierung hat folgende- Waren zur Einfuhr frei-gegeben: Polsterhcdc un^ andere Faserstoffe (nicht zum spinnen), Edel- und Halbedelsteine, roh, Flachsabfälle von der Spinnerei, Holzs.panschachtÄn, Edslsteine, bear'beltet, ohne Fassung oder nur zu technischen Zwecken m Holz, Horn, Knoch?n oder unedlen Metallen gefaßt sowie Drahtzieheison in Verbindung mit gebohrten- Edelsteinen und Stsmmpfeifen. Hinsichtlich der Edelsteine, . bearbeitet (ge-schliffm uftv.), chne ^Fassung, zur Herstellung von Schmuck und Zierat geeignet, tritt diese Verordnung am 1. Mai 1925, hinsichtlich der übrigen Waren am 1. d. in Kraft; von diesem Tage an sind die oben angeführten Ware« ohne Bewilligung zur Einfuhr nach DeutschlMd zugelassen. - Einlösung polnischer Schahscheine. Aus Warschau wird telegraphier:: D« Zevtraistaaisk-asie wird in der Periode vom 1. d. bis einschließlich 30. September die achtvw^migrn Schatzscheme zweitep Sorte «mlösen. Urst rung-zeugnifle im Verkchr mit der Türkei. Entgegen anderlautenden Nachrichten, teilt die Kammer für Handel, Gewerbe und Industrie auf Grund authentischer Berichte auS Konstantinopes mit, daß derzeit nur solchen für die Türkei bestimmten Warensendun-en legalisierte Ursprungszeugnisse -beizuschließen sind, die auf Grund des österreichischtürkischen Handelsabkommens eine Z 0 l l b e g ü n st i g u n g ge-. nießen. Ab 1. Mai d. I. jedoch wird bei Warensendungen aller Art und jeglicher Herkunft die Vorlage emesi Ursprungszeugnisses von den türkischen Zollbehörden gefordert werdrrr. Sowjetrußland und Deutschland. Ter Vertreter deS oberst»« VMSWirrjchaftSrateS, Tololontzew. der in diesen Tagen aus Deutschland zurückgekchrt ist. hat in d'r Siyung des Industrie- und HandelSkongresseS über seine Deutschlandreise berichtet. Er führte unter anderem aus, daß die deutsche Industrie eine Annäherung an Rußland sucht und dieser Emdruck wurde durch seine Besprechungen mit den Leitern der größten deutschen Konzerne verstärkt. Wenn auch einige Industriezweige Deutschlands mit Aufträgen seitens des Auslandes,- und zwar der SchifrSda., seitens Amerikas und Schwedens und die Wa-ggoniabriken seitens Bulgariens versehen sind, bleibt die Lage der deurschen Industrie rm ganzen schr ungünstig. Da» Mindestkapital bei der Gründung von Akticngesellschäften in Ungarn. ÄuL Budapest wird gemeldet: Nach einem Entwurf des Finanzministers dürf.n in Ungarn in Hinkunft Aklicngesellschaften nur mit einem Grundkapital von mindesten» zwei Milliarden Kronen gebildet werde,:.

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