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Wiener Morgenzeitung · 1925-04-01 · Heft 2196 (1.4.1925) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
7 (1925)
Issue
Heft 2196 (1.4.1925)
Date
1925-04-01
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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Sekk 6 Wie». Mittwoch A«r de« Theater«. Buratbealer. Morgen, 7 Uhr abends. „F enfce r\ Montag. 7 Uhr abends, „DieKatakom 6 en'. Akadem'etheater. Montag, 7C8 Uhr abends, „Unterwegs*. V o t k - o v e r. Heute 500. Aufführung von „Cavalleria rusticana* mit Pietro MaScagni am Dirigentenpult. Morgen „G r L f i n M a r i z a". Deutsches BolkStdeater. Sonntag nachuüttagS „DerGraf vonCharolais" mit Alexander Moiffi. Komödieubaus lExl-Büdne). Freitag Erstaufführung von „D e r R a d r o b a u e r* von Sans Sonnleitner. T h e a t e r a. d. W i e n. Wegen Vorbereitung zur Novität „Der O r l o w* unterbleibt die heutige und morgige Abendvorstellung. Das Geld für die bereits gelösten Karten wird °* den Tageskassen ruckerstattet. Sonntag, 3 Uhr nachmittags, .D i e s ch ö n e H e l e n a". Eine interessante Kunstauktion bei «Werl Kento. Mor- Zen findet bei Mbert Kende in der Kärntnerstraße 4 die Versteigerung von^drei Wiener Sammbnng-en statt, welche imrch langjährige SanUrrlertätigkeit Mtande getommer: find. Vovnshmlich wurden die alten Meister, da ruinier die niederländische Malerei des 17. Jahrhunderts, «un Gegonstand der Semmreltäti-gkeit gemacht. Eine Reihe erstklassiger KabinettsKcke kommt nunmehr aus dcn Markt. Unter den niederländischen Meistern fallen Werke von Jan Hackaert. Goyen, Douverman. de Bries -.nid Decker auf. David Teüiers der Jüngere ist mit ci-nom reizenden Gonrvbild vertreten. Interessante Stücke sind ferner ein spanischer Altar, -ein Frauenporträt von Tischbein und ein vorzüglicher Ban der Wer ff. Die österreichische Malerei ist durch Ruvoff Alt, Schindler, G a u e r m a n n, Lichtenfels, Hörmann und Jette! vertreten. Unter den großen Nanwn finden sich Spitzweg, Mensel und U h d e. Ueberaus reich ist auch die Samnrl-un'g wertvoller Objekte des älteren Kunsthandlverkes aus der deutschen, italienischen, französischen und orienlellischen Schule. Eine genaue NsbersiLt bvetet der reich rllnstrierte Katalog. Trauerfeier für Iüchat Erven. Aus New - Vork wird uns berichtet: In der Chatam-Soser-Lynagoge. deren Mitglied der in Wien verstorbene Schriftsteller Irzchak Ewen war, fand eine imposante Trauerfeier für den Verblichenen statt, an welcher mehr als 2000 Personen rellnahmen. T-en Vorsitz führte Jakob K i r s ch b a u m vom „Morning Journal", dessen Redaktionsstab Gwen angchört hatte. I>m Namen des I. L. Perez- Schreiber-Vereins sprach Da. Samuel M a r g o s ch e s. Nachrufe hielten ferner Vertreter des Verbandes der Galtzianer, der in N.'-w-Aork weilende Lob! Taubes aus Wien u. a. Sämtliche Redner würdigten die Bedeutung Ewens als Verfasser chassidischer Volks-!Agenden und als guten Menschen, an dom seine galizischrn Landsleirtc stets einen hilfsbereiten Freund und Berater hatten. Radioproaramm. Mttwoch den 1. April. 9 Uhr: Marktberichte. —. 330 Uhr: Schtugrrme der W.ener Börie. — 4.10 bis 5 Uhr: Nachmiltagskonterr. Dovplerr Jlka, Ouvertüre. Strauß Josef: Delirien. Walzer. Coleridge: Othello, Suite. Gounod: Serenade. Cui Cesar: Berceuse. Bizet: L'Arlefienne, Suite H Micheli: Serenata napolitana. Micheli: Valencia, Paia doble Gilbert: Was jeder singt. Haupt: Tonkeiter-Sbimmy — 510' bis 6 Udr: Aus König DrosielbartS Reich. Lia Lanbi. Mitwirkend: Künstlerkavelle Silving. — 6.10 Uhr: Stunde der Frau. — 3/tS bis 7<0 Uhr: Englischer Sprachkurs für A»- iänger, gehalten von Prof. Th. W. Mac Collum. — 7.9 btS V4IO. Ubr: Povuläres Orchesterkonzert der Kapelle Haupt. 1. Karl Haupt: Edi-Marsch nach Motiven der Operette „Jagd-> fieber"; 2. Johann Strauß: Italienischer . Walzer.nach Motiven der. Operette „Der lustige Krieg"; 3. Ad. Adämr Ouvertüre zur Over „Die Nürnberger Pupve"; 4. G. Puccini: Phantasie aus der Oper „Madame Butterfly"; b a) NicholiS: Sahara, Sdimmv. b> Aben Silver: Satz it while doiminq, Foxtrott. 6. Leo Ascher: Große? Potpourri au? der Overette „Hoheit tanzt Walzer". — 7« 10 Uhr: Heitere Vorträae. Anton Amon (Deutsches Voikstheater). — 10 Uhr: Heitere Abendmusik. Serichtssaal. Die Luariierssrau erwürgt. Ei« Drama der Wohnungsnot. . Der 45jährige Schlossergchilse Ddichael Mühlhauser, der in Wtencr-Neustadt seine 79jährige Quartiers'rau Franziska Kar gl erwürg: hat. weil sie ihm gekündet hatte und er am nächsten Tog hätte, auszichen sollen, saß gestern aus der Anklagebank vor den Geschwornen des Landesperichtes 2. Am Abend des 31. Mai kam Müh ch aus er n-ach dein Genuß einer beträchtlichen Menge von Alkohol nach Hause, und als ihn die alte Frau daran erinnerte, daß er am nächsten Tage ausstehen müsse, geriet er derart in Wut. daß er sie bei der Gurgel faßte und erwürgte. Nach der Tat fand er keine Nutze, schrieb auf einen Zettel, daß an conr Morde eine Frau Kugler schuld sei, die ihn ausgLheyr habe, und stellte sich.sollst der Polizei. Dorr wurde festgeslellt. daß er nicht betrunken war. Zu seiner Verantwortung gab der Angeklagte an, daß er nicht daran gedacht habe, die Frau unrplbringen. Ec habe während der zehn Jahre, die er bei ihr wchnte, große Sebkat-urcn auszustehen gvbabt. Zu der kritischen Zeit fei er arbeitslos geiworden und außerdem ha-be ihm durch die Kündigung Obdachlosigkeit aedrchi. Durch d:e Herausforderungen der Frau Kavgl habe er sich Hinreisen lassen. Hand an sie m lagen. Der Gerichtspsqchiater Pros. Dr. Stelzer führte in seinen Gutachten aus, daß Mühlhauser intellektuell minderwertig sei und den Kümmernissen und Sorgen, die plötzlich aipf ihn einstürmten. nicht gewachsen war. Die Tat selbst war .'zweifellos eine Affekthandlung. Nach öurzer Beratung beantworteten die Geschwornen die auf das Verbrechen des 'Mordes lautende Hauptfrage mit 11 Stimmen %t j n und die Eventualfrage aus das Perbrechen des Totschlages mir 5 Stimmen Nein und 7 Stimmen Ja. Im Sinne dieses Verdiktes verkündete der Vorsitzeiwe wn Freispruch des Angeklagten. der sich vor dem Gerichlstzäfa und vor den ^Geschwornen dankend verneigte. Intimitäten aus einer verkrachten Bant. Vor dom Ober. kcmdrdger:chtsrat Dr. Weiß. Strafbastrksgericht 1. gelangte gestern ein Ebronbeleidigungspto^eß zum Äbschbuß, den stver frMere Beamte der verkrachten A u tt r v - O r i e n t b a u t, der Direktor Josef Wieshaupt und der Prokurist Doktor R o losch gegen den gewesenen Bizepräs dentmr dieser Pank, Leavold' Meißner und den ehemaligen DireEtionsrat Doktor HonS Fuchs angestrengt hatten. Am 18. Fetzruar 1924 halte« tot beiden Kläger j« ein gleichlautendes Achrsitben des mwU gglcuet Wjwt*tmtUnn&. tionSrates erhalten, fit welchem ihne:: mitgetellt wurde, daß der Dirvktwnsrat beschlossen ha-be, gegen sie e'.ne Disstplinaruntevsuchung wegen versuchter Gebräuchmachung einer unter ihrer Mitivirkur^ gefälschten Urkunde und gegen WieSbauPt Werdies tvegen Schädigu-Ng eines Kommittenten der Bank «inzuleiten. In der Klage wurde inkriminiert, daß die Angeklagten gegen di« Kläger eine Strafanzeige wegen Mitwirkung an der Fälschung einer Prrvaturkunde erstattet hatten, errdlich, daß Vizepraifident Meißner in der am 20. Fübvuar 1921 stattgehatzten außerordentlichem Generalversammlung der Bank von einem Betrügertrifolium, bestehet^ aus Dr. Grundier. Wieshaupt und Dr. Rokosch, gesprochen hatte. Die Angeklagten Meißner und Dr Fuchs hotten für die gegen die Kläger erhobenen Düschuldigungen den B eweis der Wahrheit, bestehungsweüse den Betveis des guten Glauiberrtz anyeiboten. Sie hatten, um die Androhung der Einleitung einer DiSstplinaruntersuchung gegen die Kläger zu rechtfertigen, angeführt, daß die Kläger am Grund von Depotscheinen über den Evlag von Aktien ihren Namen, welch« Depotscheine scdoch nicht rechtsg rlr'g und oe.züglich des Datums gefälscht waren, versucht hatten, t« 12.500 Stück Srmdikatsaktien der Bank für sich in Anspruch z-.r nehm.'.n. Bezüglich des Klägers WieZhaupt wucd' nnt:r Brwürs gestellt, daß ^'eicr einen Kommittenten der nämlich een frühe-:en Minister Odehnal, der bei der Bank auk se:'r Konto M0.000 Stück M'kn der Bank liegen hatte, durch eigenmächtigen Verkauf dieser Aktien geschädigt hab.'n soll. Bestiglich der Aktien bis ehemaligen Ministers Odehnal hatte der Kläger WkeShuupt unter Beweis gestellt, daß ihm Odchnal den Verkauf der Aktien überlassen habe und daß er ihm dann für die Aktien, die Wieshaupt für die Generalversammlung gebraucht habe, schließlich einen wert höheren Betrag gazatzlt habe, als der Kurs di'ffer Aktien betragen hatte. Der als Zeuge vernommene ehemalige Minister Franz O d e h >n a l gab an, daß er dom Direktor Wieshaupt nicht als Privatmann die Aktien verkauft habe, sondern mit chm nur als Beamten der Bank unterharrdelt habe. Nach Einvernahme mehrerer Urtitern Zeugen verurteilte der Richter die Angeklagten Meißner und Dr. Fuchs bezüglich der in der Strasanzeige gegen di« Kläger echolbenvn Beschuldigung des Betruges sowie >den Angsklagten Meißner wegen seiner bei der Generalversammlung gonvachten Aeußerung z>u einer Geldstrafe von je 10 Schilling, eventuell -zu je 21 Sbitndcn Arrest. Von der Anklage der Ehrenbeleidigung. begangen durch die Verständigung von der Einleitung einer Disziplinär,Untersuchung wurden die Angeklagten freigesprochen. da nach Ansicht des Gerichtes' immerhin Anlaß vorhanden war. gegen die Beschuldigten «ine Disstpl'-n-ar- Untersuchung eiuzu-leite-n. Bollswirt. M gntoUtlana der totcraaltonalen Finanrmarttes. Die internationalen Finanzmärkte wiesen in der abgelausenen Woche keine großen Veränderungen auf. Bsmevkenswert waren allein die Schwankungen. des englischen Pfundes, die > sich jedoch ebenfalls in engen Grenzen hielten. Weitere Geldversteifung in Rrw-Aork 'bewirkte anfangs der Woche eine leichte Abschtvächung des Pfundes in N«w-Aorii, das sich aber dann gegen Wochenende, a>ls Amerika Pfundkaufe zur Beschaffung von Mitteln für eiw> in New-Dork gezeichnete japanische Anleche vovnatzm, wieder erholen konnte. Inzwischen dauert in.England der Streit um die Nützlichkeit der Einsührug der'Goldwährung for:. Der britische Jndustriaverhand fordert sie aus einen baldigen Zeitpunkt, jedoch nur durch internationale Vereinbarungen zwischen den Länder« mir annähernden! Goldstandard. Er verlangt im übrigen von der Negierung eine genaue öffentliche Vekannigabe ihrer währungspol'tifchen Pläne, da die Unkenntnis hierüber die industriellen Interessen sehr schädige.. Wie bereits a« dieser Stelle svwähnt, bleibt nun '.'-'.c englische Devisenpolitik. stark von der Entwicklung des amerikanischen Geldmarktes abhängig, der im allgemeinen ein« Tenderrz zur weiteren Bersteifrurg ausweist,, hauptsächlich infolge zunehmender langfristiger Aaprta-linvchitionen in der amerikanischen. Industrie, so daß weitere' Diskonterhöhungen nicht ausgeschlossen erscheinen. Berücksichtigt man auf der anderen Seite die sortschreiton'de Entspannung aus vielen europäischen Geldmärkten, so scheint sich' allmählich cm, wenn auch sehr langsamer, Ausgleich der jetzt noch schr weit auseinander liegenden Zinssätze vollziehen, ohne den, wie hier wiederhol: betont wurde, - <ai«c dauernde Währungsstabilitä! nicht zu erreichen ist. Die Geldentspannung hat besonders in Deutschland Fortschritte gemacht. Der Satz für tägliches Geld ist auf sieben Prozent herunter gbgangen und die Entwicklung des Privatdirrontderkehrs macht gute Fortschritte. Die Wirkung dieser größeren Geldflüssigkeit auf die Effektenmärkte bleibt jedoch vorläufig noch eine bescheidene, da die Neubildung von Kapital nur sehr langsam vor sich geht. Das Arslagebediu^nis des Sparkapitals bleibt somit gering und im Börsenverkehr überwie,gen daher die rein spekulativen Transaktionen, die zu rascher Realisation der Gewinne drängen, so daß auf jede Kurslrtssernng stets wieder schnell Reaktionen folgen. Relativ große Geldflüssigkeit zeigt H-olland mfoifce der guten Ergebnisse seiner Handels- und Bankunternehmungen. Der Privatdiskont harre sich Ende Februar bis auf 1,75 Prozent gesenkt. Nach den Diskonterhöhungen m sttoiv-Vork und London versteifte sich der Geldmarkt etwas und die Annahme, daß sich auch die Nisderländische Bcmk zur Verteidigung des Guldens gegenüber dem Dollar vielleicht zu einer Erhöhung des Diskontes wird entschließen müssen, war, wie bekannt, von keinem günstigen Einfluß aus die Begebung der Bundesbahnanleihe in Amsterdam, der nur ein mäßiger Erfolg beschieden war. DIm jüdhehe Haus I as jüdische Blatt 1. April 1925 _Är. »1ÜB Kein« Seh«s«cht «ach ton Effekte« tor tfmam* gebrochenen Banken. Wie pie Korrespondenz Herwei berichtet, zeigt sich so'vobl bei der Depositenbank, cklS auch bet der Oestcrreichlfchen kaufmännische» Bank diinteressante Ersckteinung, daß die Gläubiger, trotz der tviedecholten Aufforderungen, ihre Effektendepots nicht beheben. Diese Tatsache wird damit in Zusammenhang gebrachst daß die Gläubiger dieser beiden Banken sowie äue anderen Menschen h'ut,? nur Bargeld schätzen und in den Effekten kein richtiges Wertobjekt erblicken. Da die Verwaltung solcher Mengen von Effekten, große Kosten verursacht, sehen sich die Leitungen der beiden Banken gezwungen, Maßnahmen zur Abstoßung der Depots zn beschließen. Bei jenen Efßektendepwts, deren Iichaber den richtigen Namen und Adresse angegeben. haben ist es leicht, denn diese EfsektenbLsitzer kann man v.'ran lassen, ihre Depots zu bcheben. Schwieriger steht die Sache bei den Esfektenkontis, die aus DecknEN laute« und bei denen man nicht weiß, wem sie gchöre«. KapitalSerhöhungen. In der außerordentlichen Generalversammlung der ^.Apollo'^Fi-lm A.-G-, die für den 15. AprA dieses Jahres em&mtfcn ist, wird ein Antrag des BerwaltuntzSrates eingebracht werdeik, das Aktienkapital von 34 Millionen Kronen aus 40 Millionen zu erhöhen. — In der Generalversammlung der Wagtaler Szrnir-Afbchschleferfabrvk A<G. wurde der Beschluß gefaßt, das Mten?>apital von 4,000.0k>0 flchech. K. aus eine Million zu reduzieren mt$> das reduzierte Aktienkapital durch die Aufgabe von 25.000 Stück junger Aktien zn Nonrmale 200 tschech. K. ans 6,000.000 tschech. K. Zu erhöhen. Kompaßdank. In der letzte,: Sitzung des Vcrwaltungsrotes wurden die Herren Herbert White, geschäftsführender Vizepräsident der zum Konzern der Marconi Wiroleß Ltd. gehörenden R a d i 0 - A u st r i a - Ä.-G., und Dr. Friedrich Kamman, Rechtsanwalt in Wien, als Verwaltungsrät« kooptiert. Insolvenzen. Ilm die Eröffnung des Ausgleichs« her fahrens baden an^esucht: Kaufmann, Schmoller u. Co., G. m. b.' H., 9. Bez.. Liechtensteinstraße 199, und Os> mann Schaüer," Geschästsf-nhrer der Firma „Osma", (chemische Werke G. m. b. H.. 5. Bez.. Margarotensttaße 29 - In der Angelegenheit der A. Kachler u. So. A.-G., 1. Bep, Fichtegasse 2, wurde zum Ausgleichsverwcrlter Hans Barth, 4. Bez.. Rionößlgasse 22. bestellt. Ueberschüldung 113.000 Schllling. — In der Angcitegenheir Levante G. in. b. H.. 1. Pez^ .Habsburoergasse 10. ist Änsgteichsverwakter Viktor Hamburg, 9. Be;., Liechensteinstraße 131. Die Ausgleichstagsatzung der Donaulandischen Werke. A.-G. Gestern vormittags fand die Ausgleichs'agsahmrg' der Donauländischen Werke A.-G. im Handelsgericht unter dem Vorsitze des Hofrates Oberlandesgerichtsrat Laub statt. Die Aktiengesellschaft ist eine Gründung der I. Roth. A.-G., Berliin. die wiederum: infolge des Barmat-Skandals mit ihren 22 Konzernnntevnvbmungen nmgefallen ist. Die Bilanz weist folgende Haupt-zrffer aus: Passiven über 29 Milliarden, davon bevorrechtete Forderungen 1.9 Milliarden, nich' bevorrechtete Forderungen 27,4 Milliarden. Aktiven 8.7 Milliarden. Die Llederschuldung beträgt zirka 20 Milliarden. Unter den Aktiven figurieren die Warenlager und Maschinen mit einem Werte von 7.5 Milliarden. Aus Grund dieses Belages ergibt sich eine Quote von 31 Prozent. Ditzse Quote war aber für die Gläubiger unannehmbar. Da einige Hauptgläubiger ihre Forderungen zurückgestM haben, ist es ge- ■ langen, den Ausateichsantrag zu verbessern und olc Quote aus 32/i Prozent, zahlbar in vier QuartalsratenteM-- fangend sechs Monate nach Beendigung des Ausgleichsver- - fahrens, zu erlhöhen. Dieser Antrag dürste angononzmerz '.vevdenl Die Barzahlungen bei der Allaemeiue« Depositenbank. Das österreichische Kreditinstitut ersucht uns um Aufnahme folgender Zeilen. Die in einem Nachmittagsblatte gebrachte > Nachricht über die Aufnahme der, Baizzahlungen an die kleinen Einleaer der Depositenbank ist nicht pttresfend. Diese Zahlun- - ■ gen können vielmehr erst nach Durchführung des Ausgleichsverfahrens erfolgen. Bei - den in den tetzten Tagen vorgenommenen Auszahlungen handelte cs sich um die Abfeetigimgsgelder brr ausscheideniden Angestellten. Aursbefestigung der frauzöstsche« Frauke«.. Nach den Kursrückgängen in der vorigen Woche war gestern ein neuerliches Steigen des französischen Franken auf den internationalen Devisrn-nrärkten zu verzeichnen. Die Devise Paris echöhte -sich m Zürich von-37,28 Ms 27,67. Fester wären auch die Devisen Brüssel, Mailand und Kopenhagen. Die Meldungen über eine aktive Handelsbilanz in Jugoslawien vermochten den Dinar, der in der letzten Zeit stark vernachlässigt blieb, von 8.835 aus 8,45 zu heben. Ohne Aenderungen blieben der Dollar und das englische Pfund. Freigabe der von England aus deutschem Besitz beschlagnahmten Aktien des I. C. T. Die Zionistische Bereinigung für Dewtschland teilt aus mehrfache Anfragen hin mit, daß die seinerzeit gemäß den Bestirnmungen «des Versailler Vertrages baschla-gnahmten und an England ausgsliof.'rten Aktien des Iowish Colonial Trust, soweit die einzelnen Eigentümer nicht mehr als zehn Aktien im Nominalbeträge von 10 Pfund Sterling besaßen, von der englischen Regierung nunmehr zurück-' gegeben jiito' nrrd durch die Einveicherbanken. den Besitzern z»rgesi'chrt 11*:^,. Fusion in der Pilsener Brauindustrie. Aus Prag, 31. Marz, wird gemeldet: Gestern fand in Pilsen unter Vorsitz des Präsidenten Dr. Richard Krofta die Generalvers-ammlung der bürgerlicher: Brauhaus A.-G. in Pilsen statt, in der der Antrag des Berwaltnngsrates aus Enverb der Mehrheit der Anteile der Prior-Pilsener Genossenschaftsbrauerei gvnchmigt wurde. Die Prior-Pilsener Gonvssrnschastsbrauerei wird in eine Mälzerei mngckvandelit unh die Biererzeugung eingestellt. Die Teideusabrikation in Palästina. Die Steiden-fahrik vor: Delsiner Hai vor kurze«', die ersten Seidenwaren fertigestellt. Nunmehr tourde auch der erste Export vo»r palästinensischer Seide nach Aegypten zur Aussührung gebracht. Ditz in Tol-Awiw hergestellte Seide ist um ungefähr 30 Prozent öllligtr als die ans dem Ausland eingoführte. Beim Farbprozeß wWdtz» die besonderen Aimatischrn Bechältnisse PÄäsiinaberück« sichtigt» so daß die Seide 'kemerlei Bleiche durch die S»nne er-> fahre» wird,

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