Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 7 (1925)
- Issue
- Heft 2193 (29.3.1925)
- Date
- 1925-03-29
- Page
- Seite 16 (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite IC Wien, Sonntag Vereine. VortMe und Sersammlmlgeo. Gesellschaft der Freunde (Quäkers 1. Bez.. Singerstraße 16, 2. Stock. Mo-n.tag, 19 Uhr (7), spricht Pro Rudolf 33 o c cf über: „Die AuKbraidung der eivglischen A^oddrooke-Friedensl^voaun-a m Europa irob Amerika." ^edermann willkommen. — Z-i o n i st i s ch e Bezirkssektion Leopoldstadt. Montag, präzise hakb 9 Uhr Abends, im Cafe „Sächsischer Hof", 2. Dcg., Taborstraße 16 (Souterrain, Eingang Novarayasse 2), Vortrag Dr. N. M. Gelber: „Mcses Heß, der Soxalift — ein Vorläufer des Zionismus." Nach dem Vorträge gesEges Boisanmienstin, Re- Mation. — Z -i o n i st i s ch e Sektion Prater. Heute, 9 Uhr früh, Hevzl-Grabgang. Sämtliche Mitglieder toerden outf diesem Wege aufgefvrdert, cvn daneben zahlreich teilzunehmen. Dienstag. 8 Uhr abends, Plenarsitzung ein Heim, 2. Bez., Iungstraße 8. Mittwoch. 3 Uhr abends, feierliche Versammlung im Ko-dermaun-Saal anläßlich der Eröffnung der Hebräischen Universität. — Zionistische Bezirkssek- >tion Alsergr-und. Alle Mitglieder weoden ersucht, sich möglichst vollzählig am Herzl-Gvaibgang zu beteiligen. — Zionistische Bezirkssektion 6-8. Dienstag, präzise 8 Uhr abends, in unserem Vereinsheim Vortrag Poi-mararrzt Univ.-Prof. Dr. Julius Zappert: „Das nervöse Kind." — Jüdischer Frauenbund. 9. Bez., Liechtenstvmstraße 11-13. Dienstag, halb 8 Uhr abends, Bibelvovtrag (Das Hohe Lied 2) und Dortrag über: „Pessach-Hagga>da", Esther Rapaport-Mkeses. Zeromoniensaal des Müllner-Tem- _Miene* _ pels, 9. Boz., Müllneryasse A. Gäste wiRommen. ©to.rttö frei. Leopoldstädter VolkSheim, 2. Beg., Zirkusgasse 48. Heute, 7 Uhr, Festsaal: Vorlesung Hans Rodenbevg von, Deutschen Volkstheater: Vvarl Sternheim: Fairfaix (Eine Novelle). Szenen ans einer Komödie. Karten bis 10.V0V K. Der Verein Seudat Sabbat. Wien, 2. 93«., Kleine Pfarraasse 5, erlaubt sich hiemit aus seine unentgeltliche Armenauss-peisung höstichst ausmerksa-m zu machen. ES ist ein Werk von großer Bedeutung, das jenen Armen zugute kommt, die infolge wirtschaftlicher Krise H>r heruntergekommen sind nrrd kaum den Tag fristen können. Mit Rücksicht daraus, daß zu den herannahenden Pessachtagen die Leitung vor sehr großen Ausgaben stcht. appelliert sie an die Nächstenliebe der indischen Bevölkerung. diesem Hilfswevk ihre weitestgehende Unterstützung angedeihen zu lassen. Spendest werden an die Administration der „Wiener Morgenzeitung" oder auf daS Pos^parkasienkonto des Vereines (Nr. 150.891) erbeten. Nadioproqramm. Sonntag den 29. Marz. 11 bis 1 Uhr: Orchesterkonzert des Wiener Symphonieorchesters. — -1 bis 6 Uhr: Nachmit-tagskonzert. — 6 bis halb 8 Uhr: Kammermusik. Streichquartett Weißgärbor-Mayr (Dt-aatsoper). —' 8 Uhr: Konzertakodemie. Mitwirkend unter anderen: Staatsopernsän'gerin Maria Rasdl, Kammersänger Karl Aagaavd Oestvig (Staatsoper). _89. M°r, 1885_Nr, 8188 Mhne «ad Kunst. .-.er SchatteaMer.- (Theater in der Josessta-t.) Der Schattenfischer ist ein begabter junger Mensch, dev leider Gottes einen Klaps kriegte. Jean lebte lustig, liebte unglücklich und verlor eines schönen Tages das Gedächtnis. ühtit verbringt er, ein Gescheiterter, Arbeits-u»fähiger, seine Zeit mit dem Fischereisport. Er an-gelt' nach Schatten (zur Aufklärung: „Schatten" sind eine Art von Forellen), weiß, daß er krank ist. fühlt sich aber ans-onsten wohl. Weit wchler als die anderen Bewohner des gepflegten Hauses, in das unS der Dichter führt. Jeans Bruder ist auch ein Heimgesuchter Seine Frau hat ihn betrogen, er betäubt den Schmerz durch Arbeit. Und die Mutter der beiden, eine gewesene Sängerin, ist auch ein armes Hascherl. Die Bühnentrinmphe sind verramscht, daS Leben an der Seite des Gatten — er ist nicht mehr— war trostlos, und nun lebt sie mit diesen leiden unglücklichen Söhnen. Immerhin, ihre primadonnenhafte Oberflächlichkeit, ein Restchen Koketterie und eine gesunde Portion SelbstgesäMMt (der Dichter zeigt cs fein) läßt si« m * « n 0 P ( ß f R I ( H T ‘ * Dir ersten Voten der Krühjahrsmode. Nebelt dem Pelz tauchen in der ersten Frühlings- Lonne die ersten Boten der Frühjahrs mode auf. Sie verschwinden zwar noch im Stadtbild, aber geben immerhin den Akkord zur Modemelodie. Wenn sich auch die Mode noch nicht auf ein bestimmtes Prinzip in Schnitt mnd Farbe festgelegt hat, so sind doch einzelne Typs bereits (bemerkbar. .Im Vordergrund steht natürlich das Trotteurkostüm. An die Stelle de's schweren Pelzvder Stoffmantels treten die leichteren Gewebe: Rips, Kafha, Ottomane und das immer moderne Covercoat, das sich als Material für das sogenannte englische Schneider- Aevd nicht verdrängen läßt. Ter Rock hat die enge und kurze Linie beibehalten als Fortsetzung zur langen glatten Jacke, die in Paletotform a la Herrenpaletot, mit vier Knöpfen (zwei echt, zwei als Atrappe) getragen wird. Hingegen macht sich beim K l e i d die Neigung zur Glockenform bemerkbar, 'das kleine Dekollete erscheint mit einem Spitzenkragerl oder einem Jabots kaschiert, die Aermel schließen sich der Armlinie eng an. Die allgemeine Modefarbe wird sich erst im Laufe des ersten warmen Monats hera-uskr-istallisieren. Vorläufig erfreuen sich ein dunkles Blau, Holzbraun und Terrakotta besonderer Beliebtheit, während das von Paris aus lancierte Lila nur in den Hüten oder in den kleinen Details, wie Hutaufputz und Veilchenbukett! zur Geltung kommen wird. Der kleine kecke Hut auf dom Bubikopf erscheint ihsurr mit reichem Band- und Blumenputz, auf dunÄerem Stroh ein bunter belebender Fleck, aber ohne die endlich abgestorbenen orientalischen DÜ>tive, wobei natürlich auf die Qualität des Strohmaterials 'besonderer Wert gelegt wird. Eine 'besondere Gattung repräsentieren neben den Strohhüten die einfarbigen Velourhüte, die größtenteils zuM Kostüm getragen werden. An die größere Hutform hat man sich noch nicht gewöhnt, aber sie wird sich. >da sie sich harmonisch dem Sommerkleid anpaßt, im Laufe der Saison bestimmt durchsetzen. Qis moderne Unie der Frühjahrsmode erreicht auch die üppigste Erscheinung durch FREGOU Aus bestem Material hergestellt, gibt FRE¬ GOU den festen Halt des Mieders und das wohlige Gefühl der Kombination. Ein Versuch im bekannten Miedersalon BLOCH V1L, Neubaugasse 26 wird auch Sie für FREGOU gewinnen. «<_ E Die altrenommierte Miedersirma Lsbowitsch, 7. 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Beim Ball der Bühnengenossenschaft wurde zum ersten Male diese Idee der duftenden Wände praktisch gezeigt. Die frische Lust der Anßenatmosphäre wurde durch den DuftfAter der „Leichner-Wände" geleitet und neben der Svmphcnie der Tön« empfand man auch di« Symphonie der Düste. Wie durch diese Erfindung des Parfümeurs Leichner Theaterräume a Tempo schlagartig durchdustöt werden, kann man jeden Abend im ^Ronacher-Theater" in der Oraugenszene angenehm empfinden. SAttANTIERT HANDA&6EIT 6DAUNGB*HEB.D EN HALS SCHUH SCHUHMODELIHAUS . ' LEOPOLD JEUJNCK VB. BUB.GQA55E 5.; 6e6EN0 6Eß. OEM DEUTSCH. VOUSThEÄfefc Lelchners Puder / Taschenpuder / Cremes / Schminken für Lippen, Augen und Wangen /NewCosmetlc und Blütenwasser sind überall erhältlich. Die Q u a 111 &t macht’» L. Leichner.« Barl In, SchQtsenstram 91 Wien. XVIII., Wlttheuerg. 17 KRZTLUH EHPFOHL6W! Hygienisch modern gearbeitet! 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Di« durch die Weiße Woche stark m Anspruch genommenen Warenvorräte wurden ergänzt, jo daß nunmehr die Wünsche der Kunden in bezug auf Auswahl und Preise restlos befriedigt werden können. Nach wie Vor ist die Gelegenheit pun praktischen Giukaus günstig, so daß man eigentlich auch für di« nächste Zeit von Okkasionstaigen sprechen kann. Aeußerst wichtig für das Frühjahr sind die neuen Kleider- und Blusenstoffe und di« fertigen Waschegarnitu ce n für Herren und Damen. Auch das Vorzüglich assortiert« Lager in Damast- und AilaSgrechel, m EhWonen und Bsttuchweben wird zahlreiche Interessenten finden. Die Brüder Schifimaun haben eS auch verstanden, sich di.> Hoteliers und Gastwirte als Kunden heranW-- riehen, was natürlich mit der Billigkeit der Preis« und der Qualität der Waren zusammenhangt. Der Sota-Qpfor, dae FABISSR KLODDH. 1SSS bei J. Nbeles & Sohn 2dIieder.Spesialitä.tezx U Röienturmstrasse Nr. XS (Qassenladen)