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Wiener Morgenzeitung · 1925-03-27 · Heft 2191 (27.3.1925) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
7 (1925)
Issue
Heft 2191 (27.3.1925)
Date
1925-03-27
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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Seite 6 Wiener Morgenzettnas. Nr. SM Wien» Freitag 27. Marz 1933 Serichtssaal. Lar Hakenfreaz im Schulbücherverlag. Geistern fand vor dom Bezirksgericht 1 ein El;rendeleidi- Zuwgsprazeß statt. den der Präsident -cs österreichischen SchuVbüchervcrlag.'L Dr. Wvttawa :>nd die Leiter des Institutes Regievun-gsrat Franz Lr-exler und dessen Bruder Qberrechnungsrat D r e x l e r gegen den Herausgeber verschiedener sportlicher Bücyer Emil Peogd und dessen Mutter Adekhebd Peege an^strengt harren. Wir haben uns mit den Zuständen im östervoichischen Bun-desverlag seinerzeit beschäftigt und konstatiert, daß dorr mir Steuergeldern antisemitische Propaganda getrieben wird. Die Vorgeichichtc ses seht in Frage stehenden Falles ist folgende: Enr.il Peege ist der Herausgeber eines Jahrbuches für Wintersport, das er im österreichischen SchuILücherverlag verlegen ließ. Rach der Ansicht der Leitung dieses Berlages war aber das Buch zur Weiterverbreitung nicht geeignet» weil es nicht für die Einführung des Arierparagraphen ei «trat» sondern diesen im Interesse des Sportes als verwerflich erklärte. Dem Herausgeber wurden nun vom Verlage alle möglichen Schwierigkeiten bereitet und die Drucklegung des Buches hittausgezogen. Begründet wird dieses Vorgehen von dein Verlage mit Geschäftsrücksichten, die cs n^cht opportun erscheinen lassen, ein Buch zu verlegen, das der angeblich herrsche nden Ansicht im Sporte, dis entschieden für die Einführung des Arierparagraphcn ist, widerspricht. Pecge wurde durch das Vorgehen der .Wäger nrareriell schtvcr geschädigt und gab seinen: Unmut in einer Anzahl von Eingaben an den Schuübücherverlag und das Bundesministermm für Unterricht Ausdruck. In diesen Schriftstücken wurden gegen Wottawa und Drexler nicht weniger als 17 EhrenbLleiLigungsfakten begangen. Es wurde den: Schulbuchs rvcrlag vorgeworfen, daß er Treu und Glauben in: Geschäftsverkehr verletz: habe, daß er vom Standvuntr eines kaufmän'.rischcn Betriebes geradetzu einen Mißbrauch des Amtes begangen halbe, daß er, Peege, ge nasführt wurde und daß der Verlag hakenkreuzlerische Tendenzen verfolge. Nicht nur P^ge fei es so ergangen, sondern auch dom Schriftsteller G: egel, der gezwungen wurde, seine Aeußerungen über H'akenkreuzlerei im Schulbüchcrverlag gurevozieren. Ter Privatklage schloß sich auch die Staatsanwaltschaft am Peege vor den Wahrheitsbeweis für alle inlriurm-ierten Eh reubeleidigungen an. Der Richter gab diesem Antrag statt und vertagte die Verhandlung. Sa« BerluftriM der RateuhSMer. Lrn Mai 1924 hatte die Private Marie Schneider .. tau Reiche n b a.ch, die Inhaberin eines Ratengeschäftes ist, einen Damenmantel um drei Millionen .Kronen gekauft. Frau Reicherckach hatte die Kunde zur Firma Ermt Brill geschickt, welche den Mantel nach Maß anfertigte. Sechs Monate später erstattete dann die Schtderder da .ihr die Zahlung der Rate Schwierigkeiten breitete, bei der W:rtschafts>)wlizei die Anzeige wegen Preistreiberei mit dem Bemerken, daß sie einen ähnlichen Mantel, für den sie auf Abzahlung drei Millionen zahlen müsse, in. einem änderet: Geschäfte um 1,5 Millionen angeschrickben gesehen habe. Die Prelsprüfungsstelle erklärte in ihrem Gutachten, daß Frau Rerchenibach die iu ihrer Wohnung das Ratengeschäft betreibe und ein Warenlager nicht 'besitze, lediglich für ihre Vermittlungstätigkeit zu dom von ihr selber ' für den Mantel gezahlten^ Preis von 2,2 0 0.0 0 6 Kronen nur einen Zuschlag von 15 Prozent machen dürfe, daher der von ihr geforderte Preis von 3,000.000 Kronen offenbar übermäßig war. In der gestern vor dein Oberlandesgerichtsrat Sieber gegen Frau Reichenbach durchgeführten Berhandluarg erklärte der Verteidiger Dr. Witholm Schaffer, daß seine Klientin seit 30 Jahren ein War enkreditge schüft Habs, sie auch ein eigenes Warenlager in ihrer Wohnung besitze und nur Waren, die sie nicht am Lager halbe, für die KunMN bei anderen Personen besorgen lasse. Der Verteidiger hob hervor, daß seine^ Klientin Hauptsächlich ein WzaHlungshaus für Damen der Halbwelt habe, daher mit einem besonderen Verlnstrisiko rechnen müsse. An der Hand von Belegen wies der Verteidiger nach, daß Frau Reichenbach im letzten Geschäftsjahre nicht weniger als 74 Millionen Kronen durch ta* Nicht'bezahlen der Raten verloren habe. Gegenüber der Bemerkung der Pwisprüfungsstelle, daß der RatenhänÄler das Risiko ja dadurch verringern könne, daß er bei Auswahl seiner Kunden vorsichtig zu Werke gel)e, hob der Verteidiger hervor, daß Kunden, wenn sie die Ware beziehen, oft zahlungsfähig sind und nachher erst zahlungsunfähig werden. Der Verteidiger betonte auch, daß die Anzeige von der Kunde erst mehr als sechs Monate nach dem Bezüge des Mantels erstattet worden sei. Der Richter sprach die Angeklagte frei uvit der Begründung, daß Frau Reiche,rbach, wie sie nachgowieson habe, in ihrer Wohnung ein Warenlager habe, ein wirkliches Warenkreditgeschäft und nicht bloß eine vermittelnde DÄiakeit betreibe, daß sie daher berechtigt sei, zu dem Einkaufspreise einen Zuschlag von 50 Prozent zu machen. Ei» jüdischer Soldat von Mordjchuld sreigesprochen. Aus Äowno meldet I. T. A.: Am 22. d. ist der jüdisch« Soldat Zadikow nach anderthalbjähriger lintersuchungs- Haft von der Deschulidiguug. den Litauer A l e x a ermordet zu haben, freigesprochen worden. Mexa, der in einem Schiffscomploir «»gestellt war. wurde in seinem Atbeitsbureau in Gegenwart seiner Kollegen von einem Eindringling niedergeschossen. Dem Mörder gelang es, spurlos zu verschwinden. Es bestand kein Zweifel, daß es sich um einen Politischen Ra ch ea k r handelte, da Alexa früher der kommunistischen Partei angehört hatte. Die Kollegen des Ermordeten glaubten, in Zadckow den Mörder zu erkennen. Mithäftlings Zadikows behaupteten, Zadikow lstitte vor ihnen ei» Geständnis abgelegt, waL Zadikow entschieden bestritt. 20 Personen. unter ibnen svobvn Christen, bekundeten, daß Zadikow am Tag-, da der Mord geschah, in dem Städtchen Petrasch«» weilte. Es war ein Rosch-Haschanah-Tag und er verbrachte ihn i'u Brthause und im Kreise seiner An^hörigen. Volkswirt. Vor die Lepelitmtaak »ei« «uMelden kaftigllonis M»? Aus ein- Anfrage des Abgeordneten Dr. Schönbauer betreffend die Einstellung des Strafverfahrens gegen Kamillo C-.rst: gl i oni hat Vizekanzler Dr. Waber eine Schriftliche Beanttvorttmg ausfevtrgen lassen, in der es u. a. heißt: „Die Amrahme, daß die Depositenbank zur Zeit des Ausscheidens Castiglionis aLitiV und lebensfähig war, stützt sich auf die Tatsachen, daß die Bank zu Ende 1921 und ebenso zu Ende >des Jahres 1922 einen bedeutenden Re i n gewinn ausgeltviesen hat und .somit bei Abschluß der Dissolntionsvevträge m: April 1922 nach Ansicht der Staatsanwaltschaft zftvcifellos hoch aktiv war. Demgemäß lag auch kein Anlaß vor, wegen des Zusammenbruches der Bank etwa eine Kridaunterfuchung gegen Castiglioni zu führen. Daher ist auch die An,rahme unrichtig, daß der von Castiglioni und der Depositenbank abgeschlossene Ausgleich auf die Erhebungen über den Zusammenbruch der Dank einen Einfluß gchabt habe. Nebenbei wird 'bemerkt, daß sich die strafgerichtki che Untersuchung der Geschäftsführung der Depositen - bank nicht, wie in der Aufträge bchauptet wird, nur gegen Goldstein richtet, sie >richtet sich violmchr gegen eine Reihe anderer für die Gebarung der Back? verantwortlicher Persönlichkeiten. In der Tatsache dos Vergleichsabschlnsses Tonnte nicht das Zugeständnis eines Verschuldens an den: Zusammenbruch der Doposftrubank erblickt lverden, umsÄveniger, als For>m und Ausdruckswoise 'dieses Vergleiches die Leistungen CastMrouis als durchaus freiwillig hinstelle,r. Bezüglich der Kapitalsvermehrungen der DepositenbanT wurde von keiner Seite die Behauptung eines Verschuldens Castigliouis ausgestellt und dasselbe gilt auch von den Kapitalsvermchrungen der von dieser ©auf abhängigen Mtieirgesillschaften. Auch die Dissolutionsverlträge, uvögen sie für die Depositenbank günstig oder ungünstig gewesen sein, ha'ben den Verdacht eines strafbaren Tatbestandes nicht gegeben. Tie Dissoltvtionsverträge sind Verträge privater Natur und bilden einen Bestandteil des noch nicht abgeschlossenen Strasvechahrens gegen die für den Zusammenbruch der Depositenbank veraMworÜichen Personen. Der erste Tag des freien Devisenverkehrs. Gestern fand der «vste freie Devisenhandel nach der neuen Devisenordnung an der Wiener Börse statt. Ohne besondere Schwierigkeiten wickelte sich der Verkehr ab Besonders stark wurden Dollar, tschecho-slowakische Kronen, Dinar, Lei und Lire umgesetzt. Die Unvsätze waren nicht allzu groß, da bloß der lokale Bedarf gedeckt wurde. Man hofft, daß auch m kürzester Zeit Aufträge aus den Nationalstaaten irchckge der dort herrschenden Devisenbeschränkuuyen in Wien i« größerem Maße einlangen dürsten. Bis drviviertel 1 Uhr wickelte sich der Berkehr im Borsensaale selbst ab. Um dreiviertel 1 Uhr begann der Clearing im kleinen, neueingerichteten Saale, welcher sich neben dem großen Börsensaale befindet. B^anntlich ist der Cloavinghandel jetzt fakultativ. Wenn die emzolMN Firmen ihren Bedarf im freie« Verkehr nicht gedeckt, beziehungsweise ihre Devisen nicht verkauft haben, körmen sie diese nachher dem Clearing zur Verfügung stellen, der endgültig die Schlußkurse für die Devisen fixiert. Zwangsverkanf von Karpathen-Peträlenm-Attien. An der gestrigen Börse wurde ein Posten von 5000 Karpathen- Pctrolsmn-Mtien exekutiv verkauft. Der Verkauf erfolgte nach der vmen Versio« für Rechnung einer Brunner Firma, während von der anderen Seite die Wiener Bank--A.-G. als Verkäuferin genannt wird. Infolge dieser Abgabe tvar dieses Papier stärker rückgängig. Insolvenzen. Konkursanträge gegen sich feflbft haben gestellt: Stephan Navratil, slektroiechnische Großhandlung, 6. Bez., Gumpendorferstvatze iPaffiven 50o Millionen) und Schokoladenorseugunig Hafner u. Tuchseld, 3. Boz., Erdbergstraß« 67. Der KoMurs wurde erüfsnet über Gebrüder Nowotny, Autogarage und MxLschinenoaugssellschaft m. b. H.. 18. Be^., Eduardgasse 14. Uur Eröffnung des Ansgilaichsverfahre«s hat angesucht di« ,^urasia", Theater- und KvnzertgöseUchaft m. b. H., 9. Bez.» Wähviugerstratze 45. Üe-berfchuldun-g 800 Millionen. Das Aus gl« ich8verfahre« wurde ewffnet über Adälf Feßler, Cafotier, 8. Bsz., ZÄseifftädtevstvaße A. — Uckber Iosoj Ta b«r, 13. Bez., Kelchgass« 13. — Ueiber R. Bock, 10 Bez., Keplergass« 6. — lieber Hans Krvz, Autozugchör, 7. Bez., Kaiserstraße 103. — Ueber Eugen Würtzl«r, 3. Bez., Reunweg 6. Äs Mitinhaber der Firma WüMer u. CAneik, 3. B«., Ronnwoa 4. Ueberschuldung 2ov Millionen. — Ueber Joycvwn Nitsch, Pfaidlergewewe, Erzeugung von Milötärwäsihe, 16. Bez., NeulorcheufÄderstraße 83. NebevschüLdirna 300 Millionen. Ueber S. Lebonsbaum, 8. B^., Obere Donauftraße 30. — Die Textrbfirma S. Guttmann, 2. Bez.. Gwhe Mohrengasse 44, ersucht uns um die Mitteilung, daß sie den Antrag auf Eröffnung des MSgleichSverfahrrns bereits am 18. d. zurückge-Mn habe. Regiernngsmaßnahmen gegen Ziusfußüberschreitungen in Polen. Aus Warschau meldet Poln. Tcl.-Ag.: Der Fiuanzministor har eine Untersuchung eingeleitet, mit, festzustellen, ob die von den Banken für Kredit« eingehoibenen Zinsen nicht die normale Höhe überschreiten. Die Untersuchung batte das Ergebnis, daß die Bank von Polen sich veranlaßt sicht, ihren Kredit an vier Banken, b« denen Verstöße festgestellt wurden, ein zu schränken. Der ungarisch-polnische Handelsvertrag. Aus Budavast meldet Una. Tel.-Korr.-Bur.: Der nuqarijch-polnisch« HandÄsvertrag ist' heute mittags im Außemurmsterrnm unterzeichnet worden. -- Ter acstern iinterzeichnctc ungarisch-Hostnsche Handelsvertrag ist der erste Tarifvertrag, den Ungan . Egeschlosse,r hat. 'Er ist zum Teil auf Grund der Mevsiibegünsti'gug, zun: Teil auf Grund von Tarifennäßigungen? einzelner Zollsätze der ungarischen autonomen Zolldarifes zustande gekommen. Für unaarrfchc landwirtschaftliche Pwduktc sind wesentliche Zollbegünstigungen erreicht worden, die boispielsweisc bei Wein 90 Prozent, bei Paprika und ungarischer Sallann 40 Pwzenl, bei Fischen 50 Prozent der polnischen autonomen Zolltarifsätze Ms- »rachen. Demgegenüber gewährt Ungarn Eür/polnische Naphlhaprodukte eine Ermäßigung von durchschnittlich 33 Prozent des Zollsatzes, ferner bedeutende Zollermätzigungen für Benzin über 700 Grad, für Gas, Schmieröle, Paraffin, weiterbei Textilwaren für Rohbanmwollfäden und SchastvoUtoffc sowie Äeinere polnische Jindustrieartckc'l. Herabsetzung des Bndapester Wechsclcskomptes. Aus Budapest meldet Ung. Tckl.-5korr.-Bur.: Der General rat der' Ungarischen Nationalbank har den Wechseleskonrpte von 12)5 auf 11 und den Lon,bard;ir,sfnß von 13,5 auf 12 Prozent herabgesetzt. Ein« Filiale des Jnstallationsgeschäftes Kremeuetzky «.' Söhne in Haifa. Die Finna Kreme netz ky u. Söhne, Fabrikation elektrischer Lampen und Zubehöre, hat in Haifa eine Filiale für elektrische Installationen eröffnet. Eine Propagandaaktion für die österreichische Wirtschaft. Der ,^ o lizm a r k t", das führende Ho-lzfachÄatt Oesterreichs und der Nachsolgestaaten, gibt am 11 April eine große S o r: d o r u it >u m e r „O c sierrei ch" heraus. Diese Spezialausgabe stellt die erste großangelegte Propagandaaktion dar, die zur Wiederherstellung des erschütterten Vertrauens des Auslandes M der österreichischen Wirtschaft bvitrayen soll. ' Dse Sondernummer des ,<Holzinarkt" wird in zwo: vollkonrnlen sckkbständigen Ausgaben, und Mar in einer,deutschen und einer ifranzösischen, erscheinen. In jeder dieser beiden Ausgaben werden hervorragende in- und ausländische Persönlichkeiten^ von onropäischein Rang die interuationale Bedouttvng der österreichischen HölMirtischaft würdigen. Alle näheren Informationen erteilen Redaktion und B-erwaÄung des ,Hckl;nwrk^".. Wien, 1. Bez., Tegett'hoffftra^: 7—9, Tel. 76-0-76. Biehmiirkte iu St. Marx. (Eigenbericht der „Wiener Morgenzeiwng".) Rinder. Der gestrige Auftrieb belief sich cmf 988 Stück Schlachtvieh. Mangels Käufern st a g n L e r t e der Verkehr vollständig. Gegenüber Montag sind die Preise neuerlich um b bis 10 Groschen pro Kilogramm zurückgegangen. Es votierten je nach Qualität: Ochsen 0.95 bis 1.60 S., Stiere 1.— bis 1.40 S., Kühe 0.92 bis 1.30 S. und Beinlvich 0.60 bis 0.90 S. pro Kilogramm Lebendgewicht. Schweine. Auf getrieben wurden 1835 Schwevue, darunter 1636 Fleisch- und 189 Fettschweine. Verkehr in Fettschweinen aeschäftSlo s, Fleischschweine haben gegen LienStog 10 bis 15 Groschen nachgegeben. Es notierten je nach Qualität: Fettschweine 2.— bis 2.30 S. und Fleischschweine 1.70 bis 2.70 S. pro Kilogramm Lebendgewicht. Jungvieh. Die Gesamizufuhr belief sich auf 3237 Kälber, 1918 Weidnerschweine. 126 Weidnerschafe, 6b Ziegen, 857 Kitze und 101 Lämmer. Kälber tendierten trotz schwächerer Zufuhr flauer. Primasorte» haben 10, die anderen Qualitäten 20 Groschen pro Kilogramm im Preise eingebüßt. Fleischschweine erlitten gleichfalls einen Preisrückgang von 10 bis 20 Groschen und Fettschweine von 5 bis 10 Groschen pro Kilo- Sramm. Es notierten je «ach Qualität r lebende Kälber 1.80 iS 2.40 S., Weidner 2.- bis 3.10 S., Fleischschweine 2.20 bis 2.60 S., Fettschweine 2.40 bis 2.70 S.. Schafe im Fell 1.20 bis 1.80 S., ohne Fell 1.80 bis 2.70 S., Ziegen 0.80 bi- 1.40 S., Kitze 2.— bis 2.50 S. und Lämmer 1.50 bis 2.50 S. pro Kilogramm. _ Wiener Wese. Nach lustlosem Beginn — sreuMich. 'NLanaels iodtt Anregung eröffnet« der„gestvdge^ Verkehr «: abgeschwächter Haltung. Di« Bö^en'benchie aus Prag »md Budapest mckl-deten Berkaufsnefgung. wodurch die Ackbitra-gewerte ischecho-slowakischer und u-ngaviischer Provenienz mft Kurscinbußen. ewffneten. Diese Lustlosigkeit übertrug sich auch auf die heimischen Effekten, wobei bösondörs Anglobunk, Sraatsbcchn, Krupp und Elektrizitätswerte nachgaben. Karpathen ermäßigte sich infolge umfangreicher exeLrtiver Verkäufe. J,n wetteren B.'r!oufe des Verkehres ergäben sich nur geringe Ka:se:n:chränku:uzeu. Knapp vor Börsenschluß .langten mir den besserer Tenderzberrchten aus Prag zahlreiche Kaufaufträge für Alpine ein, welche von der Prager Kontermine zu DcckungsKvLckeu vorgcnommen wurden. Mpvn« besserten sich tum 12000 K. Die ibefjcic Tendenz übertrug sich aach auf andere in der Kulisse gehandelte Papiere. Ir: -der Kulisse gewannen unter anderem Unionbank 1300 K., Lombard 2200 K.. Alpine 9500 K.. Poldihütte 17.000 K., Felten 6000 K. Dagegen verloren Ung. Kredit 3100 K., Änglobank 6000 K.. Zivno 11000 K., Krupp 3100 K., Salgo 3000 K., Waagner 1600 K., Semperit Md Karpathen je 2000 K. nnd Brünner Maschinen 20.000 K. Die im S ch r a n k e « gehandelten Werte waren durchwegs schwächer. Dampfschiff ermäßigten sich um 10.000 K.. Nordbabn um 30.000 K., Dynamit um 16.000 K., Jungbunzlauer um 100.000 5C. Wiener Solo um 60.000 K.. Schraube« um 12.000 SL Brürer Kohle um 125/00 K.. Ung. Allg. Koble um 35.000 K.. Tarbouches um 10.000 K. nnd Nestomitzer um 18.000 K. Besser notierten Wienerberger um 15000 K.. Aussig Chemische um 5000 K., Mundus um 8000 K. und Urikany um 3000 K. Auf dem Anlagemarkte gingen die meiste« Renten zurück; Devisen Amsterdam Beterad* . Berlin . . Brüssel . . Budapest , Bukarest . London. Mailand . NewYork. Paria . . . Pra* vevlsenunk Balotenkurse vom 26. M« 1925. Geld 382.86 War*. 383.86 Sofia.. . Gew 6.1626 Ware 6.1026 PransOslaehc Noten . . Geld 37.13 Ware 87.43 11.217b 11.2676 100.90 191.60 Holländische Noten . , 231.60 283.60 188.86 168.46 Warschau . ZUrich . .. 136 16 138.66 Italienische Noten « . . 23.86 11.10 28.06 38.14 36.28 138.83 187.33 inxoshwische Noten . . 11.26 98.26 3.386 33.9376 9686 3.406 34.0676 Valuten Amerikanische Noten » 704 80 708.60 Polnische Noten , . . , itumUnlsche Noten . . . 'russische Noten (Roman.) 186.66 3 36 18Q.40 188.60 3.40 28 88 28.98 Belgische Noten .... •iulgar. Not. ..«•«# 3686 36.16 Schweizer Noten . . . 187.20 21.14 709.36 711.86 4.96 ' 6.04 Tschecho-slow. Noten . 21.02 37.20 37.36 Deutsche Noten .... 168 60 169 80 Türkische Pfund-Noten . 847.— 883.— 21.0476 21.1276 Bngllscbe Noten .... 33.87 34.03 ünaartsciie Noten . . . 96.05 83.86 Bon nun an notieren die Kurse in Schilliugen und Groschen, für 1 Pfund Sterling, bei ungarische» Zahlungsmitteln für 1 Million hundert Währungseinheiten. — Die Kurse verstehen sich bei englischen ungar. Kronen und bei alle» anderen WLuvungen für je

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