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Wiener Morgenzeitung · 1925-03-26 · Heft 2190 (26.3.1925) · page 1

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
7 (1925)
Issue
Heft 2190 (26.3.1925)
Date
1925-03-26
Page
– (sequence 1)
Language
German
Belongs to
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Bezirk, Rotennlerntfaise 11 § •jg Telephon 47-7-1/ 5 Erzeugt unter der Aufsicht des g£ ss weltberühmten orthodoxen Ober- 2 rabblners CHAIM JIZCHAK 2 S JBRUCHEM aus Altstadt. 2 «lllH!!!ltllinilllll!|||||||ltllllllll!llimill!liüi 1 Preis 2 Ofl England: Mon. 4 Schilling, A a I i e n: Monatl. 18 Lire, Rumänien: Mon. 170 Lei, Bulgarien: Mon. 80 Lewa, Schweiz und das übrige Ausland monatlich Frcs. 5 Redaktion. Administration: Wien, ILTaborstr.l Telephone: 44*0*38,43-3-19 Ab 6 Uhr: 21-102, 25-2-82 IX., Universitätsstrasse 6-8 (Druckerei lg. Steinmann) Oesterreichisches Postsparkassen-Konto Nr. 150.693 mm Nr. 2190 Wien. Donnerstag. 26. Mrz 1929 7. üafitgang Lord “ " : in Jerusalem eingetroffen. manschende Svationen. — Sie ersten Feftgöfte zur Universitötreröffnung. — Eine Balfour- und Kinstein-Fakullat. (Eigcndienst der „Wiener Morgenzeitung".) I e t u f a l c m, 25, März. Lord Balfour ist, von Kairo kommend, heute vormittags in Jerusalem eingelangt. Den letzten Teil seiner Reise legte er im Automobil zurück. Er wurde vom Hberkommissär Sir Herbert Samuel im Namen der Palästinaregierung, von Professor Wcizmann, Oberrabbiner Dr. C h a j e s und Kolonel Kisch im Namen der Zionistischen Exekutive begrüßt. Lord Balsour hat im Regierungspalast als Gast des Oberkommissärs Wohnung genommen. Eine tausendköpfrge Menschenmenge empfing Balfour mit -brausenden Ovationen. Die jüdischen Gebäude find beflaggt. Einige christliche Arabern gehörende Geschästsläden sind heute geschlossen und man sieht Araber, die schwarze Bänder an ihrer Kleidung tragen. Dies ist die einzige Wirkung der von der Palästinensisch-arabischen Exekutive, deren Gebäude schwarz beflaggt ist, ausgegebenen Streikparole. In der Stadt herrscht vollkommene Ruhe. Die jüdische Bevölkerung feiert zu Ehren Balsours. Jerusalem, 25. März. (Reuter.) Anläßlich 'der Ankunst Lord Balsours blieben in den Teilen der Altstadt, die von Inden und Arabern bewohnt sind, die jüdischen. Läden geschlossen. In den Judenvierteln war etwa die Hälfte der Läden geschlossen. - Die Festgäste. Jerusalem, 24. März. Der Zustrom derFestgästc, die an der Einweihung der hebräischen Universität teilnehmen, hat bereits eingesetzt. Die Empfangskomitees in den .Hafenstädten und in Jerusalem sind in Permanenz, alle Uuter- Kunftsstätten bereits überfüllt. Die jüdische Bevölkerung -des ganzen Landes erwartet tu gehobener Stimmung den Festtag. Die englischen Behörden glauben nicht an Unruhen, 'haben jedoch' für alle Fälle Borbereitungen getroffen. Freitag sind hier Prof. Patrick Ged des, der mit Mr. Mears die Pläne für den Bau der Universität entworfen hatte, ferner Kolonel Kisch, der Leiter des politischen Departements der Palästinaexokntide, -und Herr I. N a i d i t s ch, Mitglied des zionistischen Finanz- und Wirtschaftsrates, angekommen. Die Judenschaft in H'a ifa empfing am selben Tage mit großer Feierlichkeit den Oberrabbiner von Frankreich Dr. Israel Levi, der gleich nach Jerusalem weiterreiste. -Ferner sind hrer angekommen: Prof. Richard G o t t h e il (New- Nork), David A. B r o w n, der Leiter d-r Keren-Hafessod- Kampagne in Rew-Aovk, Sol. C. Kraus aus Philadelphia, Großmeister des Ordens Brich Schal-om, Senator OsiasThon (Krakau) u. v. a. Die Mitteilung General Sarrails, des Oberkommissärs von Syrien, daß er zur UntversitätSfeier nach Jerusalem kommt, wurde in den leitenden jüdischen Kreisen mit großer Freude ausgenommen. Die französische Regierung hat Herrn Maugras, ihren Generalkonsul in Jerusalem, mit ihrer offiziellen Vertretung betraut. Herr M a u g r a s hielt bei einer zu Ehren des Herrn Fleischmann, Vorsitzenden der Nationalfondskommission für Frankreich, veranstalteten Feier 'eine Rode, in der er sich in begeisterten Wendungen über den Zionismus, den Aufbau Palästinas und die moralische Aufgabe äußerte, die dem jüdischen Volke in der Welt zukommt. So wie er an" denGenius des französischen Volkes glaube, glaube er an den der Juden. Rur weil er von der Bedeutung der überragenden Mission erfüllt fei, die die Juden in dieser Welt zu erfüllen hätten, sei er ein warmer Freund des zionistischen Ideals geworden. Zwei holländische Universitäten werden bei der Eröffnungsfeier repräsentiert werden: die von Amsterdam durch Prof. Lackmann,.die von Groningen durch Prof. Bohl, , , . ' Die. O x f o rd-Un r Vers t i ä t hat ■> Profeffor Gar st a n g, Direktor der Alterümtsabteiluttg bei der palästinensischen 'Regierung,.' delegiert. Cambridge hat Sir Ronald Storrs, Gouverneur von Jeusalem, mitseiner Vertretung betraut und die Universität Dublin Max Nu rock, den ersten Sekretär der palästinensischen Regierung. Auf Beschluß der Universitätskommission und der Zionistischen Exekutive wird am 1. April im unmittelbaren Anschluß an die Eröffnung -der Universität die feierliche Grundsteinlegung eines Gebäudes für die mathem a t i s ch e und für die physikalische Fakultät stattftnden. Die eine -Fakultät wird den Namen Lord Balfonrs, die andere den Prof. Einsteins tragen. Oberrabbiner De. Chajes. Jerusalem, 24. März. Am 18. März ist hier der Präsident des Zionistischen Aktionskomitees, Olberräbbiner Dr. Chajes, aus Kairo eingetroffen. Dr. Chajes war von Triest an überall Gegenstand herzlichster Ehrungen. In Triest wurde ex. vom Vorstand der jüdischen Gemeinde begrüßt. Ingenieur Stock zeichnete zu seinen Händen drei Stiftungs-Plätze für die Universität, die Berlassenschaft Morpurgo übergab zwei Plätze. Dr. Chajes wurde sodann zwischen einem Spalier von Kindern, die blau-weiße Fähnchen trugen, zum Schiff geleitet. Auch in Kairo wurde er von der jüdischen Gemeinde feierlich eingeholt. Der Univerfilätsgrund — Eigentum deS Jüdischen Nationalfonds. Jerusalem, 24. März. In der Vorwoche wurde der gesamt e Grund der 'Universität und ihrer Hrlfsinstitute als Eigentum detz Jüdischen National f o.u d s r e g i st r i e r t. \ Die Dendenz, .'den Boden der.jüdischen öffentlichen Gebäude in Palästina als Eigentum des Jüdischen N a t i o n a l f o n -b s einzutragen,; ist bekanntlich bereits beim Technikum in Haifa, dem hebräischen Gyninasium, der großen Synagoge in Del-Aw'iw und bei der Kunstgewerbeschule Bezal-el in Jerusale.nl zum Ausdruck gekommen..-.Der Nationalfonds hat in seiner letzten Sitzung beschlossen, ein geeignetes Terrain in der Nähe der Universität ans dem Scopusberge Garhazofim) für -das Gebäude der Nativnal'bibliothek zu erwerben und der Stiftung zur Verfügung zu stellen. Die Verwalter der W olffsoh n-Stiftung 'halben beschlossen, Errichtung einetz Ratio nalbibl eren Mittel (36.000 Psd. St.) für die Gebäudes für h-'e hebräische o t h e k in Jerusalem zu bestimmen, 1 Berliner ■ ■ 1 ° Häuser!! W Wir kaufen und vermitteln, beleis hen lastenfreie und belastete aas Grundstücke, übernehmen Ver- Wallungen 7.u kulantesten Bedingungen 1 „Felicia11, GrundsftUckges. nt. b. H. |§ Berlin N 24, FrBedrlchslrasse 118 Wiener Vertreter: Ü M. Münzer, Wien, I. Hessgasse 7 Sprechstunden: 10-12 vorm., 3—6 nachm. J.A.Baczewiki tiiiitifimiiiifiiiiiitiiniiitiiiiiiiiMiiiiitiiiiiti'mittiiiiiiiiiiiiiiiiiiimniiiiiiitiiiiiiii Schnäpse, Liköre Spezialität: Baczewski - Stanislauer Doppelt rektifi zier t und destilliert Seit 1782 weitbekannt die mit der hebräischen Universitätsbibliothek vereinigt werden" soll.' *' Ehasanowitsch* Büche«» Jerusalem, 24. März.' Dieser Tage langten hier 2132 Bände an, welche die letzten von dem Begründer der jüdischen Nativnalibibliothek, Dr. Josef C h a s a n owitsch, für die Bibliothek h'interlassenen. Werke darstellen. Die Bücher sind auf Kosten des Warschauer Vereines der F r e n n d e d e r Universität gebunden und transportiert worden.. Die von Dr. Chasanowitsch hinterlassenen Handschriften, unter anderem ein handschriftliches Buch des Begründers des Esperanto, Doktor Z a m e n h o f, werden von dem Präsidenten des Vereins, Herrn Stawski, gelegentlich der Eröffnung -er Universität persönlich überreicht werden. Ein Geschenk dev polnischen Regierung. Warschau, 24. März. (I. T. A.) Die polnische Regierung hat beschlossen, der Bibliothek der hebräischen Universität zu Jerusalem 9 0 00 Bücher judaistischeu Jnhalttz zuzuwenden. Die Bücher samt den speziell angestrtigen, künstle nsch ausgeführten Schränken werden demnächst durch einen speziellen Beamten nach Jerusalem trantzpdrtiert werden, i Die Kownoev Unidevfität. Kowno, 24. März. Der Vertreter der litauischen Universität bei 'der Universitätseröffnungsfeier in,Jerusalem, Prof. A w i s ch a n i s, ist bereits nach Palästina aibgeveist. Er führt mit. sich eine in drei Sprachen, hebräisch, litauisch und e n g l i s ch, abgefaßte Adresse, in der es heißt, 'das litauische Volk blickt mit Fronde auf die Tatsache, 'daß die jüdische Nation nach vielen Jahren Arbeit an fremden Hochschulen und Aka'demien nunmehr ihre eigene Hochschule baut, die Weishe it .und Wissenschaft in der Welt verbreiten wird.' Die Amsterdamer Gewerkschaftsinternationale. Haag, 24. März. (I. T. A.) Der Sekretär der Any'ter-» daimer Gewe r kschaftsi n te rnat ionale und Leiter ihrer Knlturabteilung, John W. Brown, tritt Ende Aiärz eine'Reise nach Palästina an, um der allgemeinen jü d i schen A rtb e it er orga n i sat i o n einen Besuch abznstatten. Bei dieser Gelegenheit wird Herr B r o w n als offizieller Vertreter der Amsterdamer Internationale der Feier der Eröffnung der Universität beiwohnen. Er wipd etwa drei Wochen als Gast der jüdischen Arbeiterschaft im Lande verweilen. Frühjahrs-Neuheiten Brüder Schiffmann II.Taborstra8e 48 Teloahon 47»l»7v Sa ir«i ln detail 2 534823234848484853534823532348232348532323

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