Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 7 (1925)
- Issue
- Heft 2187 (23.3.1925)
- Date
- 1925-03-23
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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TW13 : 7T JW'l I Polen; 30 trotrv I Wien: Zum Abholen intet Expedition. iIM Taborstr. 1-3, oder in einer Vcrscftleissf eil« 'TraHk» monatl. ö Schilling Strassenverkaut in Wien durch die Kolporteure der Ftf nia 0 0 I d sch mied, .. Wolfcelle M Mit Postversarid iür Wien und. Oesterreich monatlich 5 Schilling Tschfecho-Slowakei: Mon. R 22. Jugoslawien: Mon. Din. 60. Polen: Mon. I Zloty. Deutschland: Mon. Gm. 4, Frankreich, Belgien: Mon. Frcs. IS NachMhionjea ue> Pr«l> erhSltaaaen wrbeh»ll« wmmmmmmmmmm Ar. 2187 STROM azzoth ind dl« basten *H | 2. Betlrlt, Rotensfentjiasae II 1 A Telephon 47*7-17 M S Erzeugt unter der Aulsltht des a weltberQhttiten orthodoxen Ober- Z S rabbiners CHAIM JIZCHAK 3 g JRKUCHIM aus Altstad . I untt i iyJÄ-lC't —————— »ie«, Montag, 28. Mär, 1928 IPrei« aOflt England. Mon. 4 Schilling, dal len: MonatL 18 Lire, .Rumänien: Mon. 170Lei, Bulgarien: Mon. 80 Lewa, Schweiz tind das übrige Ausland monatlich Frcs. 5 Redaktion. Administration: Wien, II.Taborstr.1 Telephone: 44*0*38,43-3*19 Ab 6 Uhr: 21*102, 25-2*82 IX., Universitätsstrasse 6-8 (Druckerei ig. Steinmann' Oesterreichisciies Postsparkassen-Konto Nr. 150.693 7. SttjitgOttB Frankreich und Lstenwva. — Deutfchlandx KiNttitt in den Völkerbund. (Eigendienst der „Wiener Morgenzeitung".) Paris, 22. V!ärz. Miniiterpräisidciit Herr-iotempsiiing c5cftev.1t abenids den franizösischen- Bosschafter M London de F l c u r i e x. Noch de nt- ,,Echo Po vis" - werde dieser vier bis sü>yf Tage m Paris bleiben, damit der Standpunkt der frantzösischsn Regierung in den.' schwebenden wichÄgen Fragen geklart werden könne. >. „Petit iParisien" glaubt.als Grund der Reise des Botschafters nach Paris angeEen zu könaien, daß, die britische Regierung die Absicht habe,'die deutschen Anreg u n g e n i n der S i ch c r h e i t s f r a g e Kur Gru ndlage von Verihandiungen zn machen, ahne chrerseits neue Anregungen zu geben. ....... Die französische Regierung lehne die Ver- Handsung-Dbafis '. nicht ab, da sie. keine. VerständiglungHmö'glichkeit ousschließen wolle. Aber.die.beiden Regierungen bnilen Ungenauigkeiten'und' Lücken der deutschen Verbi'lnote ..über dem deutschen S : ch e. r h c i t s v 0 r s ch l a g 'gefunden.' Deshalb habe ein erster ' . , Meinungsaustausch zwischen Paris ijnd Berlin staitgesundeu, der ermöglicht ha'be.-ge-wi^e deutsche Formeln in befriedigender Meiss zu erweitern.-Trotzdem -bleibe das mWmvkg' fordern: Lcrndon tmd Prats. i'eM übrigens Harm dprijg, daß' einie 'G'r.itndbkd'rugivng für deü 'AbMuß''.tziqeL-^Ak'rhkitWOes der tNmt'M 'Ddütich-' lands ftt,.ben.^öl^baend nicht möglich, daß man z,ü Änech. Mioitzasschen'' DesieltschpM gelange wenn' mir gewisse Länder, Wie beesPielKwoisie H o lla ud, sernb'erben würden.' Gngilischersen'ts erhebe «mir ^-ccicot ein ' dewr-diges europäisches Pwtokoll.Evnwande im HiMick auf ' die deutsch-polnischen Schwierigkeiten. Am O-uai d'Orsay Heisse man,.sie ibyseitigen zu sännen/ Wenn die ofteu r 0 pä is chen Pr 0 ble m e rm-^elöst blieben, könne man annebmen, daß Frankreich z<war seinen osteuropäischen Alliancherpsl.ichtu.ngen treu blüi-bcn, alber den' Pakt ontichm e n 'werde, dem nux die we ste u röpä i sche n Mächte und Tentchland angehören. Frankreich werde sich aber gleichzeitig um ergänzende Abkommen bemühen, die den osteuropciichen Alliierten Frankreichs Genugtuung geben. Diese Frage sei gestern am Ouai d'Orsay geprüft worden, aber auch die Frage der Räumung der Kölner Zone, über die. ein grundsätzliches Uebereinkornmen zwischen L 0ndon un d Paris erfolgt sei und endlich auch die Frage der interalliierten Schulden. Leulschland tritt in den Völkerbund ei». (Eigendienst der „Wiener Morgenzeitung") Paris, 33. März. Auf Grund von Informationen aus Berlin erfährt die AgeneeHavas, daß Deutschland die Absicht habe, um vorbehaltlose Zulassung zum B ölkerb und anzusnchen. Shamberkain ekköttek. . Lonhon, 22. März. (Reuter.) . Staatssekretär für LP'ßeres C hamberlain muß wegen Erkältung, die er sich in Gens zugezogen hat. das Zimmer hüten. Millerand kür die BaManvolttik. Paris, 22l März. (Wolfs.) Der ehemalige Präsident der Republik, Mil'lerand. der für die am 6. April im Seinedepartement stattsindende S e n a t S w a h l kandidiert, hat heute sein« Wahlpropaganda begonnen. In seiner Rehe vor den Delegiertey einiger Pariser Bororte erklärte Wkillerand, es sei ein Fehler des Kartells der Linken gewesen» die Sowjetregierung qnzuerbennen, wie eS ein Fehler g yxsen sei, die Aufhebung der Botschaft beim Batitan ins Auge zu fassen. HaS Kartell der Linken treibe Parteipolitik, während das Land eine Politik nötig habe, die gegenüber dtn Parteistreitigkelten die Mitte Halte. Millerand tadelte die von Herriot rm Elsaß verfolgte Politik, die es dahin bring«, daß unter dem Lächeln der Deutschen Beunruhigung in die beiden w'.edergewonnenen Provinzen getragen werd.'. Die finanziellen Schwierigkeiten sollte man dadurch lösen, daß man die Produktion hebe' und dem Lande die Möglichkeit einer ruhigen Arbeit schaffe. Echanzrr für eine» aVüemeinen euroviiischen Pakt. Rom, 21. März. Der ehemalige Minister des Aeußern Schanzer wendet sich im „Giornäle d'Jtalia" gegen das sogenannte Benesch-Projekt, in Europa zwei Mächtegruppen zu schaffen. Er erklärt, eine Garantie für die Erhaltung der derzeitigen Grenzen sei nur möglich durch einen allgemeinen europäischen Pakt nnd nach Regelung gewisser Streitfragen bezüglich dieser Grenzen. W türkischen VorkrregMulden. Genf, 22. Marz. (Schw. Dep.-Ag.) Der Schiedsrichter. der vom Völkerbund mit 'der Msgaibe betraut war, in der Frage der Auste tl ung de r 0tt0manischen öffentlichen Schuld unter die NachfolMstaaten des früheren.türkischem Reiches ein Urteil zu fällen. : hat gestern feine Arbeiten ibeendet. Der Schiedssipvuch wird "hrs>surn 20. Kvrtl.-derLMch. b^n LMrvML.'BerhNg. vorgeMeyM FrO.. bekanntgegeben werden. Dev Schüdds- “ richier hat unter anderen Dertvet-er Bulgariens,.der DürAei und Griechenlands e'invernoMWr., Die fasMsche Znternationale. (Eigcndienst der „Wiener Morgenzeitung".) Rom, 22. März. Ende dieses Monats tritt hier der große Faszistenrat zusammen, um die Frage der faszistischen Internationale zu Prüfen. Abgeordneter Bastianini, der Generalsekretär der faszistischen Verbände im Ausländ, wird den Bericht erstatten, in welchem er sich aber nicht so bedingungslos für die Internationale erklärt. Nach seinen Erhebungen bestehen in Deutschland 47 deutsch-faszistische Organisationen. Sn Kurdenausstand niedergeschlagen (Eigendienst der „Wiener Morgenzeitung".) Konstantinopel, 22. März. Tie letzte Kurdenoffensive ist mißglückt. Die Aufständischen wurden vollkommen zurückgeschlagen. Sie kommunistische Internationase. Moskau, 22. März. (Wolfs.) Hou-tc wurde hier die Vollversammlung des erweitertem Zentral-exekutivkomilees der ko m m u ni st i s ch e n I n te r n a tr 0 nal e in Anweseniheit von 240 Vertretern aller Länder eröffnet. Sin Svionagevrareß in Kiew. . Moskcm, 22. März. (Russische Te'egraphenagentur.) Vor dem Kiewer Kriegsgericht begann honte die Verhand-- lumg gegen 16 Mitglieder einer unter der Führung des ehemaligen zarisiischen Generals Be law in stehenden anlifowjetistischen Organisation, die der Kriegsspionage z u g u n st e n P 0 l e n s deschlt-Idigt werden. Fast alle Angeklagten sind ehemalige Offiziere d e r za r i st i s ch e n Armee, einige dienten auch in der Röten Armee. Nach der Auklageschrist hatte die Organisation daS Ziel, die Sowsiimacht zu stürzen. Die Mitglieder der Organisation verschafften dem polnischem Konsulat in Vharkcw militärische Geheimberichte, die ihnen bezahlt .wurden. :D'w Angeklagten wurden verhaftet, als ste nach Polen flüchten wollten. Die Sinkiaik-Konretfione». Moskau, 22. März. (Wolff.) Der Sinclair-Proztztz wurde heute wieder ausgenommen. Der Bertvcter des Obersten WtrtsckäftSrateS alS Kläger forderte die Aufhebung des Konzeffionsvertrage«und kündigte für diesen Fall eine ztveite Klage auf Schadenersatz am Er erklärte, daß die Berufung der Sinüair-Ge» -sellischaft darauf, daß ein Fall von höherer Gewalt yorliege. Nicht stichhältig fei, da die Gesellschaft von der B e s e tz u n g Sachalins durch Ja pan gewußt habe. Obwohl sie die Berpfllchtnng zur Aufnahme der Ansbeutuygsarbeiten binnen einem Jahr übernommen habe, habe sie sie doch nicht erfüllt. Die Vertreter der Sinclair - Gruppe, Professor Worms und M n r a w i e f f, lehnten alle Ansprüchi: de§ Klägers ab, indem sie bemerkten, daß höhere Gewalt vorliege. Der Vertrag enthalte nicht die Verpflichtung,, sou-dern ein Recht der Gesellschaft, innerhalb^'eines,Jahres mit d.r Ausbeutung zu beginnen. Die Gesellschaft hähe alles getan, um die Ansb.ntunig zu beginnen, woran sie' selbst sa am Meisten interessiert gewesen fei. Sie tschechischen BergarbeiterverbSnde. Prag, 22. März. (Tschecho-flcw. Prehbureäu.) Die Reicl'Skonferenz der Bergarbeiterverbändc beriet heute über die Lohnfrage und das weitere Vorgehen >des' Verbandes der koalierten Bergarbeiterverbande. Räch Rese. raten der Mgeovdneteu B r 0 z i k und Pohl wurde nach durchgoführter Debatte einstimmig eine Entschließung angenommen, tvorin es unter anderem Heißt: - Die ReichEonsirenz stellt «est. daß durch das "Stegen der Preise der LelenSbeid-ürfnisse ohne entsprechende Erhöhung der Löhne das Lebensniveau der 'Bergarbeiter . abermals eine bedeutende Berfchlechteruing erfahren ha.t-. Ob- . ivcihl im Hinblick auf diese Verhältnisse die 'Fordcr.n n g n a ch E r h ö h u n g der Löhnen voyk.ömmen berechtigt ist, erklärt die Reichskanserenz, haß.'sie -.in >der daryh. die 4 int. Ostrau - Kar Win e r Re to-t e r eingelei töten' Lohn^ hewegung, die die Ung ültlgkeit der Koll-e^t'iv- ' v e-r k r ä g e für besivmmte.- TE« 'dev-ArLeitetsHaß'^dieses Reviers erklärt, eine Bedrohung der Kolliektivverträge ün) der Interessen d e r B e r g a r b e i t e r a l l e r siF.e v i e r c erblickt. Die Reichskonferenz, macht ausdrücklich..die kommunistische Organisation für die Folgen dieser Akti'on verantwortlich. ' Nie Seikerreichische Rationalvank. Gestern vormittags wurde das neue Ge» ' bände der OesterreiMschen Nation.albank feierlich eröffnet. Präsident Dr. Reisch betonte, -atz das Institut einer Wiederkehr der Jnflationsperiode mit aller Entschiedenheit entaegengetreten werde. Er sagte unter anderem: Das neue Oesterreich hat sich; dank dem San iernn-s^rnaramm» das .iw Verein mit dem Völkerbünde entworfen, mit Hilfe der Garantiestaaten begonnen und durch ernste eigene Arbeit der Vollendung «uaeführt wird, früher . als zu erwarten war, aus diesem Währungselend gerettet und a^s erster unter allen in den Krieg verwirkest gewesenen Staaten fein Geldwesen stabilisiert und ans feste Grundlagen gestellt, auf denen es sich feit nunmehr fast zweieinhalb Jahren unerschütterlich behauptet. Dieser zunächst rein faktische Zustand ist durch das vor kurzem erkasseue S ch i l l i n g r e ch n u n as g e s e ü iänktioniert worden und wir hegen die feste Hoffnung, datz dieser befriedigende Anstand auch weiterhin erhalten» gefestigt und entwiikelt werden wird. Wir bearützen es hiebei als ein ft u tes Omen, datz unsere Uebersiedlnng zusammenfällt mit der Einführunft nnlerer neuen, auf den Goldstandard beruhenden S ch i l l i n g w ä h t u n g und hegen die feste Hoffnung» datz es binnen kurzem auch möglich fein wird, von diesem Hanfe ftttft unserer hartgevrüften Wirtschaft durch Grmätziauuft deb bisueriaeu drückenden ZinSfntzes und Wiederherstellung des freien Do» visenverkehrS läng ft ersehnte Erleichterungenzu hriuue«.