Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 7 (1925)
- Issue
- Heft 2186 (22.3.1925)
- Date
- 1925-03-22
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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WM Mi lll (PoJcn7a0^ö^I Wien: Zum Abholen in der Expedition, II., Taborstr. 1-3, oder in einer Verschteisstelte 'Trafik) monatl. 5 Schilling Strassenverkauf in Wien durch die Kolporteure der Firma Qol dschmied, U Wollzeile 11 Mit Postversand für Wien und Oesterreich monatlich 5 Schilling M miMiiimnniinniiiini-rt SIRVMw azzothI Preis 2S*fli Wiener g send die besten s i, Bezirk, Roieufera^Mw 11 =j ~~ Telephon 47-7-17 “ 3 Erzeugt unter der Aufsicht des =s 3 weltberühmten orthodoxen Ober- S S rabbiners CMAIM JIZCHAK 3 JBRUCHBM aus Altstadt. SS ^iimiiiüiiLiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiu Tschecho-Slowakei: Mon. K22. Jugoslawien: Mon. Din. 60. Polen: Mon. 4 Zloty. D e u t s c h I a n d: Mon. Gm. 4, Frankreich, Belgien: Mon. Frcs. 18 NechsehloBgea bei Preis« er bAhanften Vorbehalten England: Mon. 4 Schilling, Ital i en: Monatl. 18 Life, Rumänien: Mon. 170 Lei, Bulgarien: Mon. 80 Lewa, Schweiz und das übrige Ausland monatlich Frcs. 5 Redaktion. Administration: Wien, II. Taborstr. I Telephone: 44-0-38,43-3-19 Ab 6 Uhr: 21-1Ö2, 25-2-82 IX., Universitätsstrasse 6-8 (Druckerd lg. Steinmann) Oesterreichisches Postsparkassen-Konto Nr. 150.693 Nr. 2188 Sie«. Sonntag. 22. Miki 1828 7. Fatirpiutfl Jas Mandat über krez Fstael. An Weißbuch der britischen Regierung. (Eigendienst der „Wiener Morgenzeitung".) London, 21. März. Das Kolonialamt veröffentlicht .soeben als Weißbuch dm ersten Jahresbericht über das Palast i>namandat, der von der engjlischotz Regierung dein Rate des Völkerbundes anläßlich seiner Tagung in Rom in: Dezember vorigen .Jahres vorgelegt iwuvde. Der Bericht enthält die Antworten der britischen Regierung als der Maudatarmacht über Palästina aus den vom Völkerbund vorge-legteu Fragelbogen, der die verschiedenen Punkte des Mandats enthält. - 1. Frage:' Welche Maßnahmen wurden getroffen, mn in politischer und ökonomischer Hinsicht sowie in den -Fragen der' Verwaltung jene Bedingungen im Lande zu iichaffen, die ' -' '' ' die Errichtung der nationalen Heimstätte für das jüdische Volk sicherstellen? Welche Erfolge hatten diese 'Maßnahmen? - Antwort: Die G-ofetzgebung -der palästinensischen Regievumg hatte das allgemeine Ziel vm Auge, für alle Gemeinschaften und Klassen die gle i che n Mögli ch keiten zu schaffen und ' 'Unternehmungen zu fördern. Im iJahve 1920 wurde ein Geisetz erlassen,' das die Ei n wand e ru ng nach Palästina .-regelnsollte. Das . . Gesetz bezieht sichni ch t a'usdrü.cklich auf dLe!üdi s ch e E i nw a n d e r ung, sondern bvstinmnt, 'daß ' ditz Frage dqr Einreise nach .PäKMa"M»otzT Kt•baiuftitnü dem ■ äls auch zu vorül ergehendem' Aufenthalt' von Zeit zu Zeit den Bedingungen und Bodürfnissen des Landes entsprechend d u r ch d e n Oberko m missär geregM werden soll. In der Fra-ge, der jüdische n Siedlu ngen im Lande nahm die Regieruug emc ähnliche Haltung ' ein wie hinsichtlich der Immigration; sie hob die von ' de« türlkrsch-eu Gesetzgebung auferlegtein. für die Juden ungünstigen Unterscheidungen aus und schuf so für jeden die gleichen Möglichkeiten, Land zu erwerben und ' aus seinen eigenen Namen eintragen zu .lassen.. Die Juden haben in den letzten bncii Jahren an Land erworben: vm -Jahve 1921 100.000 Dunam (etwa 26.000 Morgen) im Werte von 600.000 ägtzpt. Pfund;. 1922 45.000 Dunam im Werte von 700.000 ägypt. Pfund; 1923 34.440 Dunam. : ' Im Juni 1922 veröffentlichte die Regierung ein Weißbuch, welches eine Mittmlung übe« ihre Politik in bezug auf Palästiina enthiellt. Im Novemlber 1923 veröffentlichte sie ein weiteres Weißbuch mit der Korrespondenz mit dem High Commissioner für Palästina über den Dorschlag der B i l d u n g einer arabischen Vertretung. 2. Frage: Wann und in welcher Weise wurde bic‘ Jewish Agency , offiziell anerkannt? . . - .' Antwort: Eine v on der ,Zi o nistischen Weltorganisation gewählte Kommission ha t i hren Sitz in Palästina und ift als beratende Körperschaft offiziell anerkannt, die in Angelegenheiten, welche die Errichtung einer jüdisch-nationalen.Heimstätte in Palästina berreffm, die Regiemng Geraten-und mit % zusammenarbeiten soll. . . 3. Frage: Hat diese Agency der Verwaltung iim vergangenen Jahre einen Rat erteilt, und wenn ja, in welcher Form und im Zufammenha-llg womit? Anckvort: Einem M-itglie-d -der Kommission wird allwöchent lich eine Unterredung im R egierungs Haus ^bewilligt, und die KbMmiss-ion korrespondiert in Ve rwaltu-ngsanges-egenhe'i ten mit den - Regie-vnngKdepartont-ents, ' 4. Frage: In welcher Weise und in welchem Ausmaß arbeitet die Ageney in wirtschaftlichen, sozialen und anderen Angelegenheiten mit der Regierung zusammen? Antwort: Die Kommission wird von der Verwaltung bei der Festsetzung der Anzahl der Einwanderer, denen die Einreise bewilligt wird, zu Rate gezogen und die Zionistische Organisation beteiligt sich durch ihre Bureaus in Europa an der Auswahl -derselben. Die Zionistische Kommission unterhält ein v o l lständiges E r z i« h u n g s w e r k für das jüdische . Volk. Die Ausgaben lbetrugen im - Jahre 1922-23 110.000 ägypt.' Pfund. Die Zionistische Organisation erhält mit einem jährlichen Kostenaufwand von 90.000 . ägypt. Pfund eine medizinische Vereinigung, . die Hadassah. ’ : 5. Frage: Welchen. Anteil hat die Agency an der Entwicklung des Landes? (Statistiken über die erzielten Resultats?) Antwort^ Die Zionistische Kommission hat verschiedene Abteilungen zur Unterstützung von landwirtschaftlichen -Siedlungen, van' Handel und Gewerbe. Indirekt .hat'sich'die, K-o-mmifsi-on an verschiedeMN, von der ' Regiorung unternonrmenen > öffentlichen BauarWte» sbeteifigt.'So. ^streckte/sie der RegieruiNg das Geld zum - Straße:vo«, welche' von der I a f f a ü u d I.LLU 'MN' 'Ortschaften 'R i'sch o ü -!l e - Z i o n - u n d R e ch ob o t h - a-bzwM und' den.oberstenTeil 'einer Landstraße bildet, die. nach Gaza geführt werden soll. Die jüdische Bauloiaperativgenosienschaft, eine' von'-ider Zionistischen ' Org>a>nisation unterstützte Körpersichast, Lewirbt sich um die Verträge für den Bau von Straßen und andere üffeMiche Arbeiten. Unter -den von' ihr für die Regievulng durchgeiführten Arbeiten nennen wir die Straße - .Trberias-Semäk und andere Straßen in Galiläa zum Gssam-tprsiis von. 150.000 ägypt. Pfund; ferner den Bau , einer Seitenlinie der E i s e n b a h n für die Armee in; Sarafand und einer Zweigibähn von Ras-el-Ain nach Petach-Tikvah; den Bau von Baracken in Jenin . und eines R.e g i e r u n g 's b u r e a u s in Raimleh. Der . Gefamiwert dieser RegieruiNgs- und Armeeverträa-e betrug bis Ende 1922 nahezu 200.000 ägypt. Pfund. 6. Frage: Welche.Schritte wurden ün Einvernehnten mit der Regierung Sr. Majestät unternommen, um die M i t a r b e i t a l l e r jener Juden zn sichern, die gewillt sind, sich an dem Aufbau der jüdischuatiionalen Heimstätte zu lbebeiligeu? Antwort: Die palästinenfische Regierung stcht in Berbi-nduing mit einer Anzahl Organisationen außer der Zionistischen Orga'Nisat>l>0'Ni, welche die Mitarbeit bei der Ansiedlung der Juden i>n Palästina zum Ziele haborr. Dies sind inslbesondere der Palest ine Economic Board, die ' Jewish Col o lt i sa t t o n Ass oeiatio n und der . Pale st ine Development Council, der von den Juden -der Bereinigten Staaten ins Leben gerufen wurde, ferner die Alliance Israelit« Universelle, die ihren.Hauptsitz in Paris hat, und das Joint Distribution Committee zur Unterstützrmg-von Kriegsopfern, idas jüdische Waisen m Palästina erhält. 7. Frage: Welche Maßnahmen wurden getroffen, um die jü-difche Ginwanderuing zu erleichtern? Antwort: Es wird ans die Berichte über palästine Nsisch-e Verwaltung verwiesen. Außerdem wurde ein Beamter der Palastinensische-n Regierung dom britischen Konsulat in Triest zugewiesen, um bei der Auswähl -der Iinmigranten und der Beschaffung der Visa mitzühelfen. Dieser Beamte wurde jetzt nach Warschau versetzt, welchen Weg die Masse der AuLwaUderor nimmt, und das Bureau in Triest wurde gesperrt. ■■berliner B Häuser!! Wir kaufen und vermitteln, beleihen lastenfreie und belastete Grundstücke, übernehmen Verwaltungen 7U kulantesten Bedingungen „Felicia“, GrundstUckges. m. b. ff. Berlin N 24, Friedrichstrasse 118 Wiener Vertreter.: M. Münzer, Wien, I. Hessgasse 7 \ Sprechstunden: 10r-12 vorm., 3—6 nachm. F in J.A.Baczewiki Schnapse, Liköre Spezialität s BaczewskI Stanlslauer Doppelt rektifiziert und destilliert i# Seit 1782 weltbekannt ■.- -,8. Frage: Welche Maßnahmen wurden"getroffsn, uw Äie Rechte und die Lage der aUdere'u De ile der Bevölikerung -sicherzusteMn? '^^ Antwort: Di-e allgomeiüen Regeln für die Einwau- - devuug nach Palästina, die sich vach der -lvi.vtfchaftli.chen AüfnahmLlfähigkeit des Landes für'neue Siedler richten must, schützt die anderen Teile der Bevölkerung'vor ernstlichen Beeinträchtiguingen. der. wirtschaftlichen Verhältnisse. , Die Zahl der Arbeitslosen wird jeden Monat, durch Umfva-ge inallen - Bezirken . forgMig gusämmengestellt. Wenn sich aus den Ziffew ergab, daß eine, beträchtliche Anzahl von Amten ohne Arbeit war (einerlei, ob es sich um neue' Si-cdler oder alte Einwohner des Landes handelte), wurde die Ein- Wanderung für eine Zeitlang eingeschränkt, 9. Frage: Welche Maßnahmen wurden , mi 'Einvernehmen mit der Iewifh Agency getroffen, um die geschloffene Ansiedlung der Juden - im Lande zu fördern (Zählen!)? Die Antwort verweist auf die Berichte über/ tzik palästinensische Verwaltung von Juli' bis Tegember 1920, 1921, 1922, 1923. Bevollmächtigung der Zionisti- . schen Ovganibsatio-n, Immigrä-nben ins Land zu bringen; Anzahl der Immigranten; 4l-nAwandevnngsländer; Anstedlung auf de-m Lande. 10. Frage: Welches sind die Erfolge dieiser Maß- ,nuhmen? Statistik der Immigranten (Geburtsland, Religion, Raffe, Berns, Alter und Geschlecht). Geographische Perteilung innerhalb des Landes in -den städtischen Zentren und den LanÄbezirken. Einige statistische Daten über die Auswanderung. Autwovt: Genaue Daten über die Verteilung der Imnügranteu in den Städten und aus dem Laude st e h e n n i ch.t zur Vers ü g u n g, doch - hat bisher . die starke B a >u t ä t i g k e i t in den größeren Städten die große Masse der Einwanderer dorthin gezogsm Die gegenwärtige jüdische Bevölkerung verteilte sich nach-der Volkszählung von 1922 folgender^ matzen: In Stcidtbezirken 68.622, in Landbezixkcu 15.172. Boi einer ungefähren Zählung im Jahre 1920 -betrugen die Zahlen 56.200, bezilchungsweise 10.370. Näheres in den Berichten der Palästinaverlvaltung vom Juli 1920 bis Dezember 1921, 1922 und 1923. 11. Frage: Welches ist der < Text des Staatsbürgerschastsgesetzes? Antwort: Eine Verordnung über die Palästi neu« fische Stqatsibürgerschaft steht jetzt'zur Beratung. SSS FrühJahnneuheltsn hochfeine Herren« und Damenstoffreste in allen Längen — alle Seidenstoffe, Leinenwaren, «nerreicht preiswert bei Kann 4 Fried SA i I, i- .K “di' .. f amuM 235353482323485348530101232353232348482353535353484823 53535353895348485323232323 23484853532323484823485353234853535348