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Wiener Morgenzeitung · 1925-03-21 · Heft 2185 (21.3.1925) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
7 (1925)
Issue
Heft 2185 (21.3.1925)
Date
1925-03-21
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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Wt-ner Moraenzettunft. 21. M8^ 1525 Wr. 5188 Dfon, <&tü?lfo$ >»« - - ---- - »> - ----- — . Pflrckli'. Vorher DiÄussion über aktuelle mdischc Fragt». — Vskowinaer Zentralverband. S-mntag im Eafo Edison l«hem-il. Palast). 8. Bez., Alsevstraste 6, Gesellig-Ksabend. — Zionistische Lektion Prot'er, 2. Bei., Jnncktrafte 8 (Fraumgruve). Heute. 8 vhr abends, spricht Frau Dr. Hoffman» über Erziehung in Schü'e and Haus. Morgen» halb 4 Uhr Nia-ckmttnags, Plenarsitzung. Lämtliche K:r«n- .Haseffod-Mitckleder werdm auf dief-'m Weste zur Lianna einstelstd'N. Lountaa ob 9 Ustr früh sehen dre Mi'ar^itcr des Keren Hajesiod ihre Werbetätigkeit fort. — Jüdischer Tlternbunv im 2 Bezirk. Dicnsiaa. halb 8 vhx. im Fcst. saal des Gömerndehaufes. 2. B.'z., Ka-rmeli'-erpass«, Vortragsabend. Rofcrem Tr. Jüdor Klaber. Vorstand der Ifracki":- kchrn Klvllusgemeiude, über das Thema: „Die Jüdin''. Gäste willkmmnen. — Ztontstisch « OrtSgruvve Wien, Be-irk-sektion Alsergrund. Montan. 8 Mr abends, im Eafe Metropo», V. Ve?. Beraaasie 89, Bortraa des Herr» Ludwig B a t o über Erziehunysfraaen. — K » p eranu loeiedid actd. de Judioi'Sefar' d t m. Hoy horas S'-, de la noche tie dra Inx-sr en Ta E*perana. II. Novatag:. 27. una h bla de! Sr. Baruch benjaakob, escntor de Salonica sohre: ,La I st o* rla de loa Judios en Salonica“. Mlembros on rogados de apareser pumual. Hospedes bien Teni doi! Leopoldstädter BoltshF im, 2. Bez., ZirLris^asse Nr. 48. 7 Uhr: Wilhelm Biedermann: Nestroy „Na>g:vl und Handschuh". Karten zu 2Ö00 K.^ Urania. U niversitä tsprof..'ssor Dr. Alexander Pilcz wird Dienstag. dretviertel 8 Uhr. im straften Uraniasaal über „MorphiniSmu-S. Kokainismus nsw." iprechcn. Keren Kafemeth NJsroel. An alle Keren .^aienreth-Dü chsenmiha!>er in Graz. Di« Leerung der Sammckbüchsen in Graz findet am Dienstag d:n 24. d. uns am Mittwoch den 25. d. statt, «amtliche Vertrauensmänner sind mit einer Lsgirimation des Keven Kajomotlh versahen und stellen über den rovgosundcneu Detrao eine sort>la,»s.'nd numerierte Quittung m:s. Profeffor Ehrmann über den Aufbau Palästinas. Montag den 39. i>, um 7 Uhr abends veranstaltet di- Gesell'chaft der Palästinafreunde im Zeremonieniaale der H^nrg einen Vor« trag des Professors Dr. S. Ehrmann über den ..AEau Palästinas vom Standpunkte des Nicht zfonrsten und des Nichtfuden". Einladungen sind im Bureau der Gesellschaft der Palästinafreunde. 1. Bez.. Kärtnerftraße 26. erhältlich. Bühne und Kunst. Sie Wiener Mratermikere. Die letzten Erklärung des' Sta'ütrates B r e i t n»: r über die Ursachen der Theaterkrise haben den grössten Eindruck h.'rvorgeruse». Der Direktorenverband ist zu einer energischen Stellungnahme entschlossen. Eä verlautet, daß eine Toputatiou der Direktoren den Bürgermeister Seitz um Einberufung eiw.r Enquete ersuchen wird. Die Verhandlungen in der Volkso^er. Die Volksoper A.«G ist damit einverstanden, daß, entgegen ihrem letzten Vorschlag, eine Schließung des Theaters nicht für zweieinhalb, sondern für zwei Monate stattfindct. In her Vollversammlung des darstellenden Personals wurde die Annahme des Ausgleichsanbotes einstimmig zum Beschluß erhoben. DaS Orchesterpersonal wird die Bevatungen heute weitersühren. Da Sänger und Arbeiter das Dpi-elen ans Teilung »wer keinen Umständen fort« setzen wollen, würde die Ablehnung des ÄuS^eichsaubokeS durch die Musiker die Schließung der Volksoper nach sich ziehen. Die abgesaKte Bühnenvereinsredonte. Donnerstag den 26. d. hätte in den Okhmpiasälen die oom Bühnenverern veranstaltete Redoufo stattfinden sollen, deren volles Bruttoerträgnis den Bühnenangestellten der notleidenden Theater zug"wendet werden sollte. In zwei Aussprachen mit Vertretern der Magistratsableilung 6, beziehungsweise mit Stadtrat Breilner, bemüht« sich, wie der Bühnenverein mitteilt, Vizepräsident Kur mann, «ine Er« Mäßigung der Lustbarkesisabgabe für diese Veranstaltung;u erzielen. Trotz des Hinweises auf den wohltäti^n Zweck der Veranstaltung und darauf daß es sich um jene Bühnenmitglieder handelt, deren Arbeitsstätten durch die 2 u st b a r« kcitsabgabc zerstört wurden, war man im Rathaus nur geneigt, statt der gesetzmäßigen 40vrozentigen Abgabe eine solche von zkrka 80 Prozent vorzuschreiden. Da unter diesen Voraussetzungen her Ertrag der Veranstaltung in Frage >gestellt ist, wird die Nedortte abgesagt. Aur den Tlieatern. Buratheater. Morsen, st,9 Uhr nachmittags. »Einen Jux will er s i ch m a ch en". 7 Uhr abends »Fenfte r*. Sl f (i b e nt{ « t 6 e <t t e r. Heute, 8 Uhr nachmittags. „2 i e Frau Ra t". Uhr abends „Der L i e bh a d t r". StaatSover. Mo taa. 7 Nbr abends. „Der Maskenball". D!en«taa, V,8 Uhr abends, „S a l o m e". Mittwoch. 7 Uhr abends. „F i d e l i o". N e d o n t e n i a a!. Dtantaa, Nbr abends, „D o n B a » q u a I e". Mittwoch, 7 Uhr abends, „F t g a r o 8 H o ch z e i t". V v l k s o v e r. Heute e'n'nakfoes Auftreten M a r i i ch« k a s in ,G r ä f i n M a r i z a". Ättoraen nachmittags bei bedeutend ermäßiaten Prellen „Margarethe" (F a u st). Abend« „Gräfin M a r t %» Det, ttcheS V o l k - r t> e a t e r. Morqen, 7 Uhr abend«, spielt M o t s s i den Faust und Montag im „A r z t am Scheideweg*. DlenStag den „Grasen v o u EharolaiS". Mittwoch Erstnufführnnq der Komödie „W o l ln ft derAnständigkeit" von Luini P i r ende l l o urit M o i s s i. In der angelügten Posse NestroyS „Die schlimmen Buben in der Schule" spielt der Künstler zum ersten Ma^e den Willibald. RaimundiTbeater. Montag 50. Auffribruna von „Antont a". Heute, J/a4 llbr ^nachmittag«, zum eriien Male die Mürchenvorstellung „Frau H o l l e", morgen, 5 Uhr nachmtltag«. „Im weisen R ö ß t" mit Hallst Riest. Theater i n der I o i e f st a d r. Tie Erstallst Wrung des Cchantpiels „D e r S ch a t t e n f i t ch e x" von Hem S « rm e u t wurde für Freitag b«n 27. b. an^-sttzt. Mittettllnsen ans dem Publikum. Bad Nauheim Hotel „Der Kaiserhof“ Vornehmes Haus allerersten Ranges, im eigenen Park gelegen, gegenüber den Bädern Fliessendes Wasser In allen Zimmern Fdnfzig neue Luxus«Badezimmer / Abgeschlossene Wohnungen / Besitzer: A. Eilermann-H. Hitzier Kultus- und Justiz-Tulure und Bürette erhalten Sie vorrätig oder nach Mass bei der bekennten Speeiatfirma RUDOLF GOLDSTEIN, Grot«ea Lager ferner Stoffe fOr Maasbestellungen To». 4s.s n» WIEN, II. TABORSTAASSE 54 o««r, lass SPEZIAL-TEE iiiiiiimitinimmniimimii. noc yo ntr a nitirammitmnmirnminn W.Witiotzky IX. UochfcnstGlnstr« 87 V« Telephon 17-1-7 5 •WEINE ' ' •MILCH I.Spezerel«n Wien, ll. LeopeldtgasM 31 nee bv KB neben dem polnischen Tempell ^TILES-FIBHIK-, Telephon 6B-I-23 Telephon 69-1-23 I H. Knisbodier & Sötin", Win, i. leoisriasse 61 EXPORT NACH ALLEN STAATEH J BLAIMSCHEIN'* wj Pflanzen> Margarine Ii««n«n - 'Wti TERNO unerreicht in Qualität und Preis erzeugt unter streng ritueller Aufsicht Sr. Ehr würden des Herrn Oberrabbiners S. Fürst ncs in CARL BLAIMSCHEIN* Vereinigte Margarine- und Butterfabriken Wien, XIV. Diefenbachs. 59 Ramm erfpiele. Heute und die foiaenden Tage um 8 Uhr abends „Die Reise umdieHalbweltin 120 Minuten*. Neue Wiener Bühne. Heute und die folgenden Tage um */,8 Uhr abends „Oberst Redl, der Verrate r*. Moderne« Theater. Heute und die folgenden Tage um '/,8 Uhr abends „Professor W a u w a n, der H u n b c I 3 n t g". Xbeatcr.au der Wien. Sonntag um Ü Uhr nachmittags „D a s M i l l i a r d e n I o u p e r". Abends, '/,8 Uhr, wird unter der musikalischen Leitunq E. W. K o r n g o l d S die Straußsche Operette „Wiener Blut" gegeben. I o t, a n n » S t r a u ß - T h e a t e r. Dkorgen als Nachmittagsvorstellung „D i e F l e d e r m a n S*. Abends. V«8 Uhr. „PuSztaliebche u". Wiener Brirgertheater. Freitag Uraufführung der Operette „D i e b I o n d e S v h t n x* von tSustav Beer und Ennnerich F o l d e s. Musik von Mar Nieder» b e r g e r. Preisermäßigung in der Exk-Bühne. Nach den neuen Pri'issäven. di: Minwoch deu^Lf- 2. in Kraft treten, werben Sitzplätze von 1 bi* *,u 0 Schilling u haben sein. Die Sitzplätze im Preise von nu./- als 2 Schilling an Wochentagen und über 3 Schilling an Sonntagen ermäßige,: sich im Bowevkans um 25 Prozent. Hahdnö „Jahreszeiten". Sonntag den 5.?lvril, 7 Uhr abends. veranst r!: e t der euere ln „Freie Tvv o» g r a p h i a" i-n große" MufikvereinKfonle eine Aus* fschrnng von ^osei Handus „Die Jahreszeiten^. Dirigenl Herr Heinrich Schoos. Mirwirteude: Frau Klara Mns it. Herr Karl Falbl, Herr Josef Ba u mann, das Wiener S> v m p h o u i e o r ch e st e r. Restliche Karten an der Mnsikverelnslasse. Artur Schnitzlers „Das Märchen", ein drcnnatisthes Jngendtvcrk des Dichters, »och vor der „Liebclci" entstanden, er« lobte die arg verDtütete Berliner Ersmussüttrung am tzesslrtz.'''T<!-eal-er nn-b i:r-'.e starke Wirkung. Moses de» Maimoa. Soeben erscheinen big plüiokoptzi>- schen Werke M o s e l -e n M a i :n » n s, ins De'.usche über-- tragen und mit ertlareivden Aumertungei: veliehen von Doktor Adv!' Weiß, in d'oe» Büchern im Verlag von Ftstix Meiner, Telfo 8 Leipzig, und zwar all Band 184 a. b. e der Philosophischen Bibliothek des g<!na,mten Berlages. Dem Ziele der „Philosa* phischm Bibliothek", die philosch-hischen Klassik.r aller Zeiten »ich Kulturen in deutscher Sprache zu sammeln und mit de» Hilfsmitteln modernster Terkknlir einwandfreie Ausgaben z» schaffen, ist auch die Maimvn-AuSgabc gerecht geworden. Mtiviftlsche Künstlergrupp«. Die ak'ivistische Künstler« gruppe „Ma", deren Führer der Mal r und Dichter Ladtvig Kassak »st. veranstaltet morgen den 22. d. um haK 6 Uhr abends ,m Saal" der Schwarzwald-Schule (1 Bez., RcglerungLgaffe 1) ihren ersten deutschen PropNandaabend. Milwirkende: Frau Schnabel-Hceflich, die Herren R.'giffeur Leo Ha.pern und <8. Hadaäk (Beer-Bühnen): Alt^nistllche Dichtung; Fräule« Mura Ztw.'wwitsch: Mod<?NM TonckompustNaox HttL Vant Tmerich: StrmvinÄY, Masiplero, AveS SerichtssM. Arte and amreffmu. Siu Londoner Skandalprozeß. London. L0. Mars Rach der Wäre des McharMchr Hart Singh unk vem Skandalvroffeß der Mrs. Den« n isto un hm di« Londoner Gesellschast er»« ne neSlandaI* afsäre m den vornehmen AdelSkreifen Englands. Geziem btoiann vor dem Londoner Gerichtshof der Prozeß, ten bre Wttwe nach dem Grohindustriellrn Krank Wat«rhonsa gegen den Kapitän Srr David WILjo»'Bark«r. deffen G a 11 i n Magdalen« und einen Mr. S h e l d o n anMvenO har. Mrs. Watechoufe Nagt Sir David und Lady Wll.san- Barker auf die Rückerstattung einer Betrsges von mehreren hunderttau,'end Pfund, weiche Summe dte Dame, angeblich mt Eittverstanduis mit ihrem Gatten, mr Laüfo der Zeit von dom verstavoenen Großindustriellen Av.echovse erpreßt haben foll, mit dem sie in der Zeit von 1914 bis M» Tods der Industriellen im Jahrs 1922 k intimen Beziehungen stand. .... «, . . . Das f:t'.isattrm:lle Moment ru drqem Pr^eß lrcgt dann, daß nach Behauptung der Klägerin der verstorbene Großindustrielle Watcrhouse im Verlauf seiner zehn &o;ve w-.;re»rdeu Liebschaft mit der Lady Wilson-Barker das Opfer einer regelrechten Erpreffungs« und 2lnsMmdLrunHskatNpaM: gcworoeit ist. Lady WiLson-Barker soll von Wa.-erhouse immer wieder riesige Geldbeträge mit der Drohung erpreßt ha'bm, daß eme dritte Persau — es soll dies dsr Mitbevlogle Mr. ShePdon s-rrn — omr den unevlaurbden Peziehu-ttgen des Paares wisse und davon dem Gatten der Lady WilsoiEarLer Dritteilmt-g machen werde. In Wirklichkeit soll diases Manöver a.uif, einer gc me rnsamen Verabredung des Kapttäns Sir Tvvw Wrlson- Barker. seiner Gatti« und des Shöldon beruht fyö&cn* die aus dies' Weise Waterhouse, einen alten Herrn, der gänzlich im Banne der schönen Iwu WÄsan- Parker staud, allmählich um sern ganzes riesiges Vermöge« brachten, fo daß Waterhouse, a.s er starb, seiner IamAre sozusagen nichts hmterließ. Der Vorsitzende in den: Sensattorrsprozeß, Richter Shearman, machte alle Anstvengung^, um einen außergerichtlichcn Vergleich Mischen den führenden Personen dickes Gesellschaftsskandals herbeizuführen, wobei er^da^-'f vtcs, daß dis osfrMiche Erörterirng des LiobesocvhAttnffrS des verstorbsnrn Ir-ank Waterhouse mit der Lady Wilson-BarEer und die damit verknüpfe schmutzige Erpreffungskampag-ne ge sinnet esi, dos Ansehen der hohen englösche^n Gesellsch .!cd det Ein Hakenkreuzlerüberfall. DaS C-afe Nordcap im drir« ien Bezirk wurde emes Nachts von einer Bande nicht ganz nüchterner HakrnLranzisrjiittfCinge mit ihrem Besuche beehrt. Da sich die Gäste die Aürrömpck'un.grn nicht gefall:» ließen, kam es zu einer Schlägerei, in deren Verlauf die Ha-kenkrenzler aus dem Kaffeehaus hinaus-edrängt wurden. Um diese Niederlage zu rächen, klagten fünf an dem Uobersall bcterligt.-» Burschen dsrr Cäff-tier Weiß wegen Körperverletzung und Chren'beleidlgung. Die Staatsanwaltschaft schloß sich dom.Klagobagchren ierlweise an. Eine vor kurzer Zeit stattgofuindene Gerichts-ver- - hrwdkung über dicke Angelea:nhevt mußt« vertagt^ werden, da ein Teil d.'r Zeugen nicht ersch'Lnen tvar. Temmber ein von >den -Klägern sls Zeuge geiführter Hakerkreuzler aus gutem Grunde, da er nämlich wagen Betruges bereits vorbestraft ist und auch' jetzt mit dem Gericht anschemend nich's zu tun haben will. Zu der gesttru vormittags im Beizirksaericht 1 unter dom Vorsitz des BestrkSrichterL Dr. N a r z stattgefundenen Verhandlung waren 14 Zeilgen vorgeladen. Der angeklagt« Cafetier Weiß stellt jedes Verschieden in Abrede und gbbt an, daß er sich lediglich auf die Zurücklu.'ffung der Anrempelung ftmer Gäste durch die Hcnkenkreuzlerge>ellschaft beschränkt ha'be. Der Beginn der Verhandlung regt der Richter elnsn AusAeich an. Eafetier Weiß erwidert vararrf, sich prinzipiell nicht au speichen m wollen, da er der angegriffen« Teil sei und svevicso die Staatsanwallfchaft die Anklage gegrn ihn mrsvechterhatte. Darauf bomertte der klägerische Arvivalt: „D a s i st w e u i g st on s ein ehrlicher Jude'." Der Amvabt des Beklagten fragt, wie diese Bemerkung zu verstehen fei, worauf der klägerische Anwallt meint, daß Weiß wenigstens 0G2N brkenne, daß er a42 größten Feind der Juden die Hakenkreuzler ansehe. Merkwürdig ist die Aussage des nächsten Zsttgrn, des Privatklägrrs Ma* ch'ua. Gr will irämlich gleichzeitig schwerverwun-det am Boden pÄogen und doch alle Vorgänge stehend gonau doobachtot haben. Nach ihm wurden bis mittels fünf Zeui«n eiwoernommen. die im wesenttichm enblasteird für den Eafetier auSsagen. Die Verhandüvng wurde schließlich ver-tagr. -bei einem Inländer ein« AnSwei-sumg nur aus dnn Bereiche des Land's auSsprechrn könne, jedoch keine weiteegehude. Der Artist und Maler Johann Kn iemoß wurde von der Polizei* dir^ktion wegen U'hertretung:n gcg.'n die Sicherheit für de* ständig ans dom Pollzeigebiete von Wien rmd Niederosterrerch ausgckvlefen. Die Ausweffung war durch den Bürgermeister als ÄÄdeShLUPtmann bestätigt worden. Der AusgKyickone hatte durch Dr Rand seine AuStversirng als ungesetzlich auch in>so- -ferne angefochren, a'.i der Landeshauiptznann von Wien die Ausweisung nur bezüglich des Landes Wien, nicht a'-er bezü-nttch des ganzen Landes Niederösterreich auSsprechrn durfte. D:r BevsassungsgerichlÄof hat nun m teilweisor Stattge bung der Bckchwerde ausgckvwchen, 'daß ds< stvSweisuva nur aus dem Land Wien zu Recht bostehe, daß der AuSshvwh bezüglich der AuAveifung aus ganz Nledsrösterreich ungesetzlich sei, toeil ein Landeshauptmann diesen Ausspruch mir, totveit es einen Bundesbürger betrifst. innerhalb der Grenzen B.<chwer-dckührer. rviedechvtt durch sein« ge"d sittlich ackährdete, mir Röcht -wogen sönltchen Sicherhett -au-tzülweffen war.

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