Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 7 (1925)
- Issue
- Heft 2184 (20.3.1925)
- Date
- 1925-03-20
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 78% known words query
- IRI
…/2979076-2981191-2981269--22247-3009641- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Mb 1 Wm, KMg «ordechat Speltor srftarbea. Wie aus Rew Aork berich'et wird, ist Vorscllft 87j8hrig der bcrichmie jüdische Lchrststell^r Mordechai Lp«»' tor gestorben. Mit chm verliert -i»' jüdische Literatur einen der öedcutendsien Gestalter des jüdisch:« Lebens. Seine Nomine und Novellen baden Dpcklor u, die erste Reihe jener schöpferischen Geister der jüdischen Volles gerückt, die in d.r HaSkalo, der ostjüdischen Au..klärrmds«poche» wurz.ind, zusammen mit Mündel« Mocker Ssorim, L nctzki, Schotvm Aiejchem, Dnvesohn und Peroz die klassische Epoche der modernen jüdischen Literatur verkörpern. Im Jahve 1858 zu Umarr (Gouvernement Kiew) «lS Kind einer chasschischen Familie geboren und in der herr,ä-endrn jüdischen Tradition erzogen, geriet Dpcklor bereits in jungen Jahren unter den Ein.luü der Auft-ärung. Einer der Pro« layon^jten dieser Bewegung, Moser Zweifel, bestimmt« den jungen SpckMr, daß er sich, kaum zwanzigjährig. o«r schristsdell«tlschen Laufbahn widnteie. Im Jahre 1883 verbfsenttichi« Spektor in ZederbaumS ^Jüdiich m BolkSblarr" fein erstes großes Werk „Der Roman ohne Sam««* und «in Iah: später m dersrl-ben Zeitjchrrfr jen.n große» Roman „T e r j ü» dis che Muschit", welcher semen Namen populär macht«. Es war die Zeit, da der furchtbare äuß re Druck, welcher gegen das russische Judentum geübt wurde, in Verbindung mir der wirtschastllchen Zermürbung, der es unterworfen war, den Gedanken der landwirtjchaftttchen llmschichrmrg der Jubnt und der Kolonrsation Palästinas durch die Ehowewe Zion gebar. Diese Tendenz herrschte in Spekiorö ersten Werken, vor allein in fimem Roman vom jüdischen Bauern, vor und er gurg mit denselben Weg wie alle arrS der AuMärung hervorgegcrn" genen jüdisches Dichter, deren Werke ursprünglich von Tendenz getragen war. Nach einem kurzen Aufenthalt in Petersburg, wo <i der Redaktion des „Jüdischen Bolksblattztdgehvrre, m dom er «ne Reche von ErAhlrmgen, darunter eine senrer berühmtesten und wertvollsten Skizzen „Der Dtreiktzer Schnorrer" veröffenrlicht«, machte sich Spektor im Jahre 1887 in .Warschau ani'ässög. Dort gab er seine berühmten Lamme!» bücher unter dem» Titel „Der Hausfreund" heraus, in Venen alles» war in der jungen jüdisch-Ntcrarrschen Wel; Vrr damaligen Zeit Begabung besah, zu Worte kam. Darr verdiente sich I. L. P e r e z seine ersten literarischen Sporen, dort veröffentlichte Dinesohn eine Reche seiner feinsemimentalen Kindevgeschichten und DavL Pinski. der später SpektbrS Schwrogersohn wuvde, feine ersten geradezu revolutionär wirkenden Novellen. In diesen Sammelbüchern hat aber auch Spektor selbst sein reifstes, leider unvollendetes Werk vor« öffen-tlichr, den Roman „Der Baal°Schem'lou*, den «asten und bis heut« unerreichten Berspch, die Erscheinung dr3 Begründer» des ChasfidiSmuS dichterisch zu gestalten. In Warschau gab Spektor auch zusammen mit Perez die ^Jomro w -- B l ä 1 t e r" heraus, in denen er eine Reihe wertvoller FeftragSgeschichden publizierte. Bis zum Ausbruch des Weltkrieges war Doktor in Warschau rege literarisch tätig und alle Irrungen und Zeitschriften m der jüdischen Volkssprache zählten chn zu ihrem Mitarbeiter, chnen allen schenkte er Perlen feiner streng realistischen, aber stet« vornehmen Erzählungskunst. Be: KriegSbegmn öbersiebel-le Spektor nach Odessa, und dort hatte er nach der Revolution reichlich Gelegenheit, olle Schrecken der Bolschewismus durchs kosten, di« fyu, wie fast die ganze jüdische und nichtjüdische Intelligenz Rußland», ins Ausland trreben. Spektor ging »ach Ncw-Dork, wo stn» Schchiegerjohn David PinSki feit dielen Jahren wohnt und schafft. Jenseits de» Ozeans begann er. wieder eine voiche literarische Produktion. In den letzten Jahren erschienen in New-Yorker Blättern seine „Geschichten aus Brozlaw", mit denen cr wieder zu jenem Milieu zurückkehrte, das fern vetfsteS Werk, der Daäl-SchvM'Roman, künstlerisch getaktet hatte. Sein letztes Werk find seine überaus wertvollen Memoiren, die in aufschlußreicher Weise über die klassische Epoche der neuen jiddischen Litera t-rr umerrichten, aber leider nunmehr unvollendet sind, da der Tod diesem schafftnssreudigen und von stärkstem künstlerischen Empfinden beseelten Dichter die Feder «rtwunden hat. Sie Bestattung Professor SBaffermam». Unter starker Beteiligung der wiffenschafklichen Kreise fand gestern vormittags im allen Krematorium in der GevichtSstraße in Berlin die Einäscherung der sterblichen Uoöerre-ste Prof. Dr. Wassermann'- statt. Sine kaum übersehbare Fülle von Kränzen war von Universitäten. wlssenfchMichen Instituten ustv. eingetroffen. Wr das von Wassermann zwölf Jahr« geleitete Institut für experimentale Dhewpie sprach Prof. Dr. N e u h e r a. für das Robert- Koch-Institut, dem der Verstorbene 22 Jahre angchört hatte» Direktor Geheimrat N e u f e l d. und für die Universität der Dekan der medizinischen Fakultät Gehe im rat L u h a r s ch. Situ Aadlo-UnIversitSt. Boston wird m kurzer Zeit die erste Radio» Universität der Welt aufMveisen haben. Es ha «doli sich bei diesem Plan nicht darum, die Kenntnisse de» Radio als Wissenschaft eimzuWren. denn diese Wissenschaft wird bereit» an alle» Universitäten gelehrt. Der Plan acht dahin, «ine Organisation zu schassen, die voMe«*rnen dam wissenschaftlich«» Aufbau einer Universität ähnlich ist. ithne aber Hörsäle zu besitzen. Die Hörsäle sind eben die ganze Welt, die mit Radioapparaten verbunden ist. Alk« Fakultäten Man galt» systematisch auHgebaut werden.. um dem PuMkum wissenschaftliche Borträge über alle Gebiet« de» Wissen» halten z« können. Die Hauptsache dabei ist. daß es sich nicht wie bei bisher schon bestehenden wisst'l-scknstUchen Vorträgen um ein-Äne Gebiete oder zu- Klktter 8R0fftt«t|ffftit& sttmmenhanglest Thenren handelt, sondern um dt« ganz systematische D u r ch f ü h r n n q eines wissenschaftlichen Planes nach dem Vorbild jeder Universität. ES sollen zu diesem Zweck die erforderlichen Gelehrten verpflichtet worden. ES wird ein ganz fccjiininti>;t StundenjÄan alägest:Ü: werden, so daß ^der einzelne Zuhörer die MvÄich'ert hat. das?hn intrreksicrenLr Dherna wgelmüßig zu der'o^geu. Man will dadurch die Wisse nfcsi'» ft in weit« Kreise -deS Volkes bringen. Dazu ist erf-r-rderiich. daß sie in n-öglich.st voickSinmlicker Weif? darc'.'stÄlt wird, da stnst der Ceiwiam der Zuhörer nur ^hr gering sein dürfte. Es wird sich also d-rautsichtlich um «in« Volkshochschule handeln, die durch Radio wirksam wird und aHrin-^ö eine BerbreitungSmö^ichkeit hat. wie sie andere DolksbochschuLen niemals -beschon können. Sie VslMms'«estzvte«.Mse der „Wiener Rorsenzettuag". Für die von der „Wiener Morgenzetlung" veranstaltete Palastina-Aegypten-Retfe, die vom 2. bis 28. April 1825 festgesetzt ist, gibt sich im Kreis« unserer Leser da» regste Interesse kund. Der ausführliche Prospekt und da» Programm sind bereit» erschienen und werde« jeden, Juterefienten koste«!»- zugeschickt. r« amettkavische ßinwlmdenmss' «esest. Do« D«. Heivrich Frost. „Ainerica is öiof?d for severcck yenrs," „Ameri-Va vl-e-bt «uf mohrere Jahre gsfchlosien,- erkläviv oin hok>«r Funktionär des Wiener <rmenSa-nisch:n Koii'l-U'lats, als ich ihn cvsncht«, einem füdischrn Jmtelleknr-ellen di« Tor« Amerttas zu öffnen. T»:r Fall ist Mvar kein typischer, aber hlirler chm offenbart sich doch mir <all«r Grcnvsamke.it -re ontsctzliche Lage der iü-rschen Emigranten, bi«?Ev!gc Wabrhcit der europäische« Zustand«. Der Krieg har nwwtAcn «u.ropä«schen DöÄenr die politische ünalchangigksit gsbvachr, di« aber in einer nicht attjn liberalen Weif« gegen die Juden goboauchi wird. An Stelle der alten chüossischon Mauer gcht öS jetzt mehrere solche i« Europa. Krämergeist, .tklemlichkeit, Jntolermy und nicht sÄ-tan GesvÄvakrc vevLctihrn dem Europa der Nachkrisgkzeit «m uwjympachisches Gopräge. Im Osten wurden tausende J^uiden «ttcechiE. und zu Büngern zweiten oder gar dviüien Gnade» hevabgosetzt. Ban Budapest bis Leningrad warten jüdische Emigran/ten vengsbüch ans vine Arksloandeningsnröglichkert, ihr« letzt« Hasismung, um Schilarve n, Eni«bvhvrmgen, ja sogar der TobeSgofahr zu cnvgchen. Die europäische KA-ur eiweisi sich Äs ein« Lioge, wenn es sich -um anme Mische Enri-gvanten hcmbeLr. Uäberall begegnet dem VMrssmen Mischen Grnigran-Ven Haß m'o Öktoaft, ,md «5 spotto: jedet Besckweibrmg, welche Bchanvlung ihm zu-teirl wird. Die M^che Frage wird »n Europa je nach Bedarf als Stecken-! Pferd benützt, rn Polen werden di« Jntzen <Ü8 Doutsche behandelt, in Drrwschlan- -und in den deutschem Provinzen werben sie cÄ4 Polen Ävinwiert. Ver-goboirs verwahrt sich dar jüdische Emigvan-k. es wird ihm koim Gchör gefchentt. Bevge-beus weint die jüdische Waise und btttet vor dom Hau stör des Konsulats mn «ine Einreisobewilligumg, sic findet keinen Einlaß, vvrgübens floht eine arnre Misch« MMer um ein Wieder.schen mit Ähren Kindern. Alles vl-olbt sttmem und verschloflen. Amerika. die letzt« Ai»siiuchtsstätte, Reibt gosch'osscni Das ameri-amfche EnrwsrrdeMmgsgctsetz,. -er „Jwnrigrativn Act of 1934", hat zwm Zwecke die Eir^chränEuing der Einwanderung in die Bereinigten Staa»n. Das Gosetz will sänkt« liche Rariomrn gleichmäßig bchmrdoLn, in -er Tat trifft «8 aber Msnwntoen so sck-wer all» cbon di« Jmdnt. Der Absatz 12 d«S Einwondenungs-gösetzes bestimm:, daß sich die National'rtLt d«S Emigvcnkten -nach seinem Geburtsort richtet, Kinder unter Si chren gchören der Nation an. auif derorr Boden sich der Geburtsort des Vaters befindet. DaS^übc M von der Ehegattin. Ein ämer-:>kan'lscher Staatsbürger, der seine Staatsbüvgepfcharft verloren hat. ist Äs dort gckboren «manischen, wo er derzeit SiaatSbürger ist. Aus diese Weise wird ein Juvr, der österreichischer oder tschechp-ficwa-ttscher Staatsbürger ist, jedoch in Men gsbyren ivurde, a!» Pole 'botvachtet und in die polnische Ou-o-r-e c-ingercchnet. Da abvr 'die pÄn-isch? Otwte seit Jahr rrnd Lat erschöpft ist, besteht für die pMisch-Mischon Emi-! granttn, vb-war ihre Rot die drückendste ist, keine Möglichkeit, da» «mkerisaniffche Visum zu evlcmaen. Nicht nur den gu-oten» Mäßigen Gmigron-ten, auch den Emigrane^;« oußevhslö der Quosen, LelspiÄSwoise Besitchcrn, werben ephMsch' Schwierig-' leiten bei Evlangwng des B-ffumbereitet. Das Gesetz kennt fsine andevon Kriterien al» den Geburtsort, es unlerfcheider Nicht die Mischen Emigranten rvach Kotegorion r»nd kann daher «uf ihr« nnnatürliche Sage keine Rücksicht »ahmen. Bisher har da- Gesetz Äs Grundlage der Berechnung der Quote die ZusmnineiStellung a-uS dem Jahre sksil) angenommen. Die J-ahresPlyte beträgt nach Absny U des Eimvai'.derwirgögesctzes 2 ProMt pro Nation. Ab l. J-u. 1937 s,ll die jühvliche Quote aus einer anderen Basis berechn« werden. Es wirb nämilich ÄS Quote jene Zahl in Betracht kommen, welche in dernsvLben Vrvh8ltni< zu 150.000 ist, wi, die Zahl der Sinwchner der Beroinigten Staaten im Jahre 1920 »ach Nativnalrtäten zergliederr zur allgemeinen Bevölker-'.ntg-z.ihl der Vereinigten Staaten im selben JÄre war. Es wirhi erb.'i eine stajffrische Anfstelluwg 'orr Ein- und -ludmauderung und de Zunahme «der BevÄ'keruitgs)chl stach Jahrzchm«» M Richrschwur Vit-«»». Scho« in der letzten Zeit l>ahsn sich i-n Ui öffentliche« Moinrvng Amerikas Stimmen fit: ein« Milderklng des Ein- __m msg ms Ä-. «« wandcrMkE^des geltend gemacht. Sk wird dochcr Sache deb amcrl-a-niifck.'n JndeiMtm» sein, bei der Novellierung de» Emigran:«ngssetzes ein« Aendernng de» äußerst streng göhandhrbten G srtzeS in bezug aus di« Juden hevbeizuiführLn. Amerika war immer das Sand de» dsuwkraiffchen G^mÄeriS und hat bis mm mit den Mische» Emigranten die besten Erstchrangm gemacht. Die mnerÄanffchen JnLen sind auch stolz auf ihc« Sdavtsbüngerfchrfl und danSbrr dem Lande» dar ihnen stetvolle Gleichberechtigung gewährt. Amerika bleibt Vas Land det AbrahLm Lincoln, Jefserfon» Roosevelt und Corckivg:, welche die FreihcU vn>) den Wohlstand Lmer'^kaS »i"d der GchaiMchert stvL «n An-gc bchkel-en und die Recht« der Juden zu schütze« wußte». Man darf deShÄib doch hoffen, daß eine Am MÄderung der Tinwan-erimgLgosetz:S in DSD« «strtreten wirb. V« Nu-Iilor dl Kanada. Au» Toronto wirb der I. T. A. ker-chttck: Lä« Organrsatic'n der Ku-.K ux-Klan in Toronto -Mt awgeMch m.hr cklS 1000 M.i--gsie>der. ZwÄ Gesuche weyrn LeTÄrsiv» rnn-z der Orya-nisaiii-on wurden abschlägig Leschiedsn. Außer in Tc-ronto lestehen KuMux-Klan-OrAanisalvom» in den Niagaragebieten, in Hamrtton und Montveoil. Der Polizeikommrsiar A. I. Cuddy tei-'t in feinem Bericht an die Regierung mit, daß d« Orgamsai-oreu alle aus ve» Denoinigten Ssaalen nach Kana.da harübergÄow-mLn sind. Der Oberstaatkanwalt der Prcviuz Ontario Mr. W. N i tf I c teilte der Presse mit, er werde Ku-Klux-ckkla« niemals legalisieren, weil er deren Tätt^eit für landcSschvdl-ich ha^te. In dem gleichen Sinne äußert sich der Chef der Provinzpc^i,zoi, Gemval B. A. S. W r ll i a m S. Die im geheimLn bestthrnde Ku-Klux»KLan-DevwAung führt, eine he'.evvschc Propaganda gogen /-unerwünschte Fremde" und für eine SchÄeßmvg der EinwanderuugStore nach Kanada. Die B'nai-G'rith-'Ovgani,sLk:-on än Kanada LeschaiftegtL sich in ihrer letzten E-itzuniz mit der Angelegsniheit und -beschoß, fe-i-ne bcs-ondeven Schritte zu urtternehmen, sondern zuerst die EnÄvick.'mk.z abzwrvarten. Alle Anzeichen sprechen daNr, daß die Bewegung in Kanada ein kunstlrch'oS, von außen i-mportierteS ProdM ist und bal-d abflauen wird. > z« Lode gesteinigt. [ Relig'ö'e Kämpfe in Afghanistan. | In Kabul, der Hauptsivdt von AsghemlsSaat, wmd« kürzlich (wei Anthänger der krI-egSse>'vnÄ:chrn mcHammedemö. scheu Sekte Qua dran r zu Tode gestern-rgL Die lbe-.'den Männer, die jetzt, r-m Jahve 1928, noch aevs d'ese ba-vbariische Wei'e hmgerichivt wurden, waren Opfer religiöser Verfolgung. Ihr ganyeS Verbrvchrn heftand in ihren rotta>'.ösen Än'chammcen. Die Sekte der Ou-cvdxmt wurde 1699 von einean ReligionSIehrer in Ouad'an. rm Pandschab, gegründet. Die Mitglieder^ahl soll etwa ome MUlüm umfassen, deve« Hau ptmasse in Indien -u suchen ist. obwohl die Sekte auch Mifficmäre und verstroute MWieder i>u vielen Teilen der Welt besitzt. DaS jetzige Obechaupt ist Khalifa-tul-- M a s i h, der Sohrr des Gvütt'derS. Die Qu:dia>m sind Anhänger der Lehren des Mamö in ihrrr uir?pmnL'lichru und unverfälschten Form. Sie sind Verteidiger -der' veilig'Lsen DüD'amkeit und Gegner de» Dschihad, des heiligen Kriege». Die Geschichte der Sette Ln A^liha.nista>n ist höchst anevkwürdig. Noch 1902 wurde tmtt der Führer hvngevichtet und U'ch später wurde Abdul 8 a t i s. der oberste Priester de» Landes, der dem verstorbsmn Enttr gekwut hatte und später -u den Q'.'ad'ani llbevgvtreton war, lnS GefEniiS geworfen, gesoltvvt und als Ketzer zu Tod» gesteinigt. A^s der jctzia« Elmr 1919 aus den Thron scvm, erklärte er, daß er einte Politik -der religiösen Dulden:- koit ve.rfolgen werde. DavauMn entsandte die Sekte Mssionave nach Aiy'han'stain. Die Freiheit, die den Gemeinden der Ouadianise'ktL» gegeben war, stachelte die NnduldsamVeit des Volkeauf' und ein Auf ft and brach los, in dessen Folge zivei Dörfer der Sokte zierstart wurden. Gerüchte gingen mm, daß der Emir Mitglied der Sekt« geworden sei. war selbstverständlich falsch war. Daraufhin begamu der Emir die Verfolgung oder hieß die Verfolgung der Sekte stillschweigend gut. die seit dieser Zeit wieder au^am. Gegen di« barbarischen Urtei-te pro'eitert der Londoner Missionar dieser Sekte, G. F. M a l i k. Er betont, daß religiöse Verbrechen und Bergenen in Afghanistan dorr den Mullahs und den Deutern und Lehrern des Mr>bammedaniS-muS verhandelt u-erden. Dieke Jurn gibt den Befehl zur Vollstveckltng de'ö Todesurteils, Nrte-l jedoch muß d'r Emir vorcher unterzeichnen. Die Vollstreckung des Urteils liegt in den Händen der bardavischen Monge. Austritte au« dem gudeutum. N u b i n si «i n Aren», aeb 18. April 1901. Bukartst. Stut-entin. 1. Bez., Eßlinaaasse 1^. Halm Leopold, -ob. 2V. Jänner 1881. Wien. Geschäftsfabror. 8. Ve».. Stumver* oafls 0. Frie» Richard. a«b. 19. Auoull 1*93, Wir«, 9. B«z, Ltochtentbaleraasie 20. Reichmann Gistka. oeb. 84. IS«- «er 1897, 17. Vez.. Hevmlstr Hauptstraße 1S2. N o n b »t Allee, geo. H e r»k a. p«b. S. Avril 1*89. GekchLstSfabrer, 8. Best. Hamerllnavlatz 8. Kaiser Berta, aeb. 28. Februar 1892. Wien. Fedmllchmückerln. 14. Be».. Öelweinaalle 88. R avvaport Alkred Jakob, aeb. 90. Tezernber 1921. Wien. 9. Bez., Strobeckqasie 13. Benedict Otto» aeh. 7. Mai 1**8, 99««,, 9. Be,.. Larmonieoalle 10. Greif Edith, aeb 29. Mai 1V 0, Wien. 7. Ba».. Zittechokgasse 8. Stainer Leopold, aeb. 28. Drirmver 1908, Wien. 9. Be».. Rußdoriepstrabe 77. Steiner Rndolf, grb. 20. August IM. Wien, 8. Bez., Rußdorferstraße 77.