Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 7 (1925)
- Issue
- Heft 2182 (18.3.1925)
- Date
- 1925-03-18
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Ceite 6 Wien. Mittwoch Wiener Morftenzettung. 18. Marz 1926 Nr. 9168 Bühne und Kunst. Israel in Aegtzvten. (Aufführung -es Philharmonische« Chores.) Mit starker .Hand und mit stärksten musikalischen Impulsen führt Händel in seinem Oratorium die Israeliten aus Aegypten. Die Worte eines Schwärmers, .Händel zeichne hier als musikalischer Maler den lebendigen Strom der Sage, es sei die vielstimmige Sage selbst, die leibhaftig vor den.Hörer tritt, bergen ein Körnlein Wahrheit. Wie aus einer vielstimmigen Sage klingt es aus den vielstimmigen Thören, die alles, was Handel an Chormusik schrieb, an Großartigkeit erreichen oder über treffen. Die Chormasien beherrschen das Werk, die Sologesänge treten bescheiden in den Hintergrund. In gigantischer al-Fresoo- Mal-erei wird geschildert, wie Gott mit Blattern und» .mit Pest, mit Fröschen, Mücken und .Heuschrecken, mit Hagel, nckt Finsternls und mit dem Sterben der Erstgebornen die fabelnden Aegypter heims.uchbe. Gleich Keulenschllägen sausen die Bässe im Orchester nieder, di« Froschplage wird zur Hüpfenden Bewegung und lebendig surren die Mücken herum, ganz unbekümmert darum, bog sie eine „Serenata" des Komponisten Wessandro Stradella plagieren. Damals gab es noch keinen Schutz des geistigen Eigentums, ohne Skrupel übernahm Händel feine eigenen Melodien von einem Werk ins andere — so aus seinem .Israel" in sein englisches „Gelegenheitsoratorium" oder aus einer feiner älteren Orgelftrgen in einen Chor des Israel" — und mit dem gleichen Rechte entwendet er fremde Melodien — auch die idyllische Schilderung des Auszuges der Israeliten ist Stradella entlehnt —, welche durch den Hauch vom Geiste Handels gleichsam veredelt werden. Noch öfter greift HLndol in seinem Israel", unbekümmert um engherzige Recht§anschauungen, auf sich und aus andere Tondichter zurück, wohl wissend, daß nicht das „Was", sondern das ,Mie" der Musik Form und Inhalt verleiht.' Die schwierigen Chöre, welche auf Handels dramatische Vergangenheit Hinweisen, fanden in Viktor Zuckerkand!, dem Gastdirigenten des Philharmonischen Chores, einen strebsamen Interpreten. Er ist noch sehr jung, noch unfertig, noch nicht akademisch. Er ringt oft schwer mit den mächtigen Chovmassen, daß das eherne Zeitmaß ins Wackeln gerät, doch ehrliche Begeisterung und tiefe Musikalität sind auch nicht gering zu schätzen, und die hat der Kwnstjünger in reichem Maße. Der Philharmonische Chor und das Symphonieorchester, die Damen Sch rncidler, Krauß (sehr gut!) und Hei m, di« Herren Gallo's, Manowarda und Etil leisteten ihm freudig Gefolgschaft. flb. A»r den Theatern. Bvrgtheater. Morgen, 7 Uhr abends, „Der Wi derspe» st igen Zähmung". V o l k s o v e r. Heute „Gräfin Mariza". Morgen „H o f f m a n n s E r z L h l u n g e n". Deutsches Volkstheater. Freitag Shaws „Der Arzt am Scheideweg", neu einstudlert mit Alexander Moissi. Mittwoch den 25. d. Erstauffübrr'ng der Komödie „Die Wollust der Anständigkeit" von Luigi Pirandelto und Nestroys Burleske „Die. schlimmen Buben in der Schule" mit Alexander Moissi. Theater in der Josef st ad t. Dienstag den 24. d., 7a8 Uhr abends, Erstaufführung des Schauspiels „Der S cha t t e n f i sch e r" von Jean Sarmont. Johann-Strauß-Theater. Sonntag nachmittags „D i e F l e d e r m a u 3". Theatnöirektor Züge gestorben. Gstwn i't hur im AL- A.mt.iWh Krantenyaus bc' Theaterdirektor Ad"ls Siege im Älter von 70 Jahren gestorben. Er hat einer alten Theate r - dynastie augehört, die seit dem Jahre 1811 in Deutschland und Oesterreich Theater leitete. Der jetzt Verstorbene hat eine große "Anzahl Provinztheater mit Verständnis und Geschick geleitft. So stand er durch etwa 15 Jahre an der Spitze des Theaters in Marburg, hat rn Budweis, Znadm, Krems gclwirkt und durch euva drei Jahrzehnte das Sommertheater in Tvenosm-Teplitz geleitet. Abel-Pann-Ausstellung in Budapest. Der Maler Abel Pam» aus Jerusalem. der vor kurzem die Bibel in Bildern mit überaus großem Erfolge herausgegeden hat, ist soeben in Budapest emfptroffen, wo die Zeitschrift für jüdische Kunst und Literatur „Mult es Jövö" im großen Nationalsalon, dessen Präsident Graf Julius Andrafsy sich Mer Abel Pann mit großer Beaeisterunt,; geäußert hat, eine Ausstellung seiner neuesten Bilder aus Palästina veranstaltet hat. Die Ausstellung Wurde vom Minister Grasen Kliebelsberg eröffnet. Dr. Josef P a t a i hat der Kamst A'bes Panns -im Zusammenhang mit -dem künstlerischen Leben des neuen Palästina ein Sonderheft -des „Mult es Jovö" gewidmet. „Der Vetter aus Hinterindien." Dilettantenaufsührungen von Stücken namhafter Autoren gehören meist nicht zu den Annehmlichkeiten des Lebens. Um wie viel weniger Dilettantenausführungen von Dilettantenstücken! Samstag sahen wir eine solche Operette, aber wir mußten beschämt dieses Urteil korrigieren. In den Kunstspielen „Pan" brachten junge Enthusiasten die Operette „Der Vetter aus Hinteri u d i e n" von Ernst Mayer, Text von Walter Kraus und Erw. R e r f zur Erstaufführung. Man muß sagen, daß von Dilettantismus keine Spur zu finden war. Wir sahen schon viel schlechtere Stücke auf unseren Operettenbübnen. Das Werk ist hiev- und stichfest und kann auch einer scharfen Kritik standhalfen. Von den Darstellern seien das herzige Fräulein Nosl Singer und Fräulein Margit Ernst und die Herren Leo Schmorak, Willy Lugert und St. Goldhammer hervorgehoben. Die von Direktor C. Wallner inszenierte Operette hatte großen Beifall und es gab unzählige Hervorrufe.und Blumen. Serichtssaal. vier Wochen Zollhinterziehung. Gestern begann vor einem Schöffensenat unter dem Vorsitz des Vizepräsidenten Hofrat Drögsler ein auf vier Wochen anberamnter Prozeß lvogen Zollhinterziehung gegen 22 Ang^bagte. Die von Staatsanwalt Dr. Sacher verlor tenc Anklage legt den Beschuldigten, teils Kaufleuten, teils Beamten der Speditionsfirma Ullmann u. Seligmann, zur Last, Waren, die für den Transit bestimmt waren, 4m Inland verkauft und dadurch den Staat um ein« Zolleinnahme von vier Milliarden geschädigt zu halben. Unter den Angeklagten befindet sich auch ein Kaufmann namens Ferdinand Rainer, der sich fälschlich als Erzherzog ausgDt, in Wivklichkeit aber ein Bruder des gleichnamigen christlichsozialen Abgeordneten sei« soll. Der ganze gestrige Tag war mit der Verlesung der umfangreichen Anklageschrift auStzeMt. Wie mau zum Selbstmord getrieben wird. Der Goldarbeiter Alexander Brawer hatte sich wogen Veruntreuung vor dem Emzelrichter OberlandeSgerichtsat Dr. Oslo zu verantworten. Vor mehreren Monaten hatte er von der Beamtin Grobe Hruzek eiinen aus 20 Millionen geschätzten Schmuck zur Verwertung übernommen. Die Nebergaibe erfolgte durch den Kaufmann Jakob Elkan, der vorher den Schmuck belehnt hatte. Brawer arbeitete einige Stücke des Schmuckes um. Als die Hruzek auf Rückgabe drängte, erstattete ihr Brawer den größten Teil zurück; zwei wertvolle Stücke hatte er verkauft. Da er den Erlös von 10 Millionen nicht bezahlen konnte, drohte ihm Elkan die Strafanzolge an. Aus Verzweiflrmg hierüber versuchte Brawer einen Selbstmord durch Leuchtgas. Dem Elkan hatte er folgenden Briöf geschickt: „Jetzt haben Sie erreicht, was Sie wollten, ich habe meinem Leben heute ein Ende gemacht." Brawer wurde von Freunden gerettet, die sich zur Schadensgutrnachung m Ratenzahlungen erbottz machten. Elkan lehnte ab, schloß aber einige Zeit spater mit Brawer doch einen Ausgleich. Bor Gericht erklärte sich der angeKagte Goldarbeiter als nichtschuldig. Er habe diesen Schmuck im Einverständnis mit der Eigentümerin umgvarbeitet, Teile davon dem Fräulein Hruzek übergeben und an Arbeitslohn und Material beiläufig 6 Millionen zu fordern. Emen mit 2,6 Millionen bewerteten Ring habe er der Eigentümerin, wenn auch nach erstatteter Anzeige, zurückgestellt, so daß sie noch insgesamt höchstens 1,4 Millionen Kronen zu fordern hätte. Verteidiger Dr. P l a s ch k e s verwies daraus, daß von einer Veruntreuung nicht gesprochen werden könne. Nach durchgestihrter Verhandlung erkannte der Richter den Angeklagten Brawer der Veruntreuung von 7,4 Millionen schuldig und verurteilte ihn zu sechs.Wochen schweren Kerkers. Der Verteidiger meldete die Berufung an. Bolkswirt. Sie Gbnncen der österreichischen Zuduflrke. In der GeneraLversommÄrng des Handels- und Gewerbe- Vereins erklärte Handelsminister Dr. Schürff u. a.: Wenn das österreichische Unternehmertum in der Bcwkriogszeit den Wettbewerb auf dem Weltmärkte vielleicht nicht allzu modern ausgenommen habe, so sei durch die Norrgestalbuing Europas darin gründlich Wandel geschaffen worden. DieS beweise übrigens auch die Statistik, die zunchmende Exporte in früher wollig oder gar nicht beschickte Länder ausweist. Oesterreichs Ausfuhr nach den Gobieten -der ehemaligen Monarchie lasse sich mit etwa 38 Prozent, jene in den Ballkan mit 12 Prozent und jene nach Deutschland, Alt serbien und der Schweig mit 28 Prozent des Gchamte-portes einlschätzen. Es entfalle daher ein Fü nft ol auf den WeltmaM 4m engeren Sinne (West- und Nordeuropa und Uelbevsse). Bedenkt man, daß neun Zehntel unserer Exportgüter industrielle Erzeugnisse darstellen, so find diese Ziffern ein untrüglicher Beweis für das ernstliche Beftrckben Oesterreichs; auf den Weltalbfatzmärkten festen Fuß gu fassen. Wenn ungeachtet der Verschiedenheit der Verhältnisse om Bsrgjleich statthaft sÄ, so betrage der Wert des österreichischen Ex- Portes an Fertigwaren 4m Jahre 1023 immerhin 836 Millionen GoAikronrn, dagegen jener -der Tschecho-Slowakei 028 Millionen Goldkronen. Bei Berücksichdignng der beiderseitigen Bevölkerungsziffevn zeige sich alltso, wie das um die Hälfte kleinere Oesterreich auf einen doppelt so starken Export augewieilen sei wie setin genannter Mchbarsttvat. Mer auch «nach der technischen Seite hat die österreichische .Industrie GrvßentwickluuAschcvnoeir. Oesterreich habe Auslaudsanfträge in Konkurrenz mit den Leistungen anderer Stauen in Qualität rvnd technischer Vollendung zu übernahmen vermocht. Im allgemeinen müsse unser industrieller Apparat M e'm guter, teiltveife sogar als «-in vorzüglicher b-etzvichnet werden. Weit ungünstiger machen sich die GMverhättniisse fWbar. Die Finantzievtvng des Produktionsprozesses fei angesichts der allenthalben laxen Jahttmgssitten und der von dey ausländischrn Abnchmern verlangten Kreiditgewährmtg iminer schwieriger und mit Rücksicht auf die bereitfchaft der ausländischen Konikurrenten Es kaprtalskräftigeren Ländern ein evllstes Hindernis freier Betätigung. Der dringendste Bedarf unserer Industrie gilt daher ausreichenden Betrie>bsk«d4len. Zu feiner Deckung muß vor allenr dvS JnlcmdSSapital herangezogen werden, das ja, wie die steigende Kurve der Spareinlagen zeigt, langsam wieder in die leg>itttnen Kanäle des (Midnwrttes zuriickftndet. Sie fttigfeit der MMaenstsche« Sangenostenschast Solel Äoneh. Einem Rechenschaftsbericht des Solel Bonch pro 31. De« zomber 1921 entnehmen wir fol-gende Angaben: H ä u s e r u n d S t r a ß e n b a n. In den letzten acht Monateir, von Mai bis Dezember 1924, -hat der SolÄ Bonch Arbeiten im Betrage von 127.930 ägypt. Pfund übernommen, wovoir am 1. Jänner noch Arbeiten ftir rund 65.000 ägypt. Pfurid airszuführen waren. Zusammen mit den Arbeiten des Misrad wahrend der viereinhalb Jahre seines Bestehens erreicht die Gcsanrts-umnre der kooperativen Bauarbeiten der jüdischen Arbeiter in Erez Israel einen Betrag von 880.930 ägypt. Pftrnd. Während der Monate November und Dezember überncchm der Solel Boneh Aufträge: in Jerusalem für 11.700 ägypt. Pfund, in Jaffa und Tol-Awiw sür 10.900 ägypt. Pfund, in Haifa und Umgebung für 6720 ägypt. Pfund, foinit insgesamt für 28.320 ägypt. Pfund. Von den bis 1. Jänner übernommenen Arbeiten sind außer Privatbauten rn Jerusalem, Haifa und Jaffa zu erwähnen: die Fortsetzung des Baues der Jcrusalomer Universität, der Bau von clektrischen Kraftstationen in .Haifa und Liberias, Bauten in den landwirtschaftlichen Arbeitersiedlungen im Galil und Judäa, in Balfouvia, Tiefbau- und Brunnen, arbeiten in Afulch und in Herzliah für die Zion Comnwnwoalth, ein« Reihe von Magazinen in der Jaffastwße -in Jerusalem wie auch verschiedene Straßenbauten. Davon waren reine Bauarbeiterr für 108.386 und Wogcbauten und Bohrarbeiten für 19.545 ägypt. Pfund. Die Aufträge stanrnrten von der Regierung und der Stadtgemeinde JerUfalein für 6800 ägypt. Pfund und von jüdischen Institution-eir, Güsellschaften und Privatpersonen für 131.130 ägypt. Pfund. Die Zahl der beim Solel Bonch in 25 bis 39 Arbeitsstätten beschäftigten Arbeiter betrug im Durchschnitt 1700. Stein Hauerei. Bvim Dorfe MiK>al Zedek wurde vom Solel Bonch ein Steinbruch in Arbeit genommen, woboi ein kleines Jndustriegeleise zur Eisenbahn Haifa—L-udd gelegt wurde. Seit sechs Monaten sind hi^er 20 gelernte Facharbeiter beschäftigt. Der Steinbruch liefert erstklassige Steine nach Dol- Awiw und den Straßenarbeiten in Judäa. Nach dem Eintveffen eines lbesonderen Fachmannes aus Italien wurden in den Steinibröchen in Jerusalem verschiedene wichtige Reformen durchgoführt und die ersten Arbeiten im Steinbvuch Amos Beth begonnen, der mit Mitteln des Keren Kajemeth l'Jsraol neu «rworben worden ist. Die verschiedenen in England bestellten Maschinen find bereits eingetroffen. Holz- und Zementarbeiteu. In der Tischlerei Dror in Tel-Awilv sind im Durchschnitt 50 Arbeiter beschäftigt. Sie liefert die verschiedensten Holzavbeiten, sowohl für den Solel Bonch wie auch für Privatleute. Die Tischlerei Karmel in Haifa wurde im Dezenvber wieder eröffnet. Die Zahl der Arlbeiter beträgt 20. Es liegen bereits Aufträge für mehrere Monate vor. In der Zementwevkstatt „Namilith" in Haifa arbeiten ständig 10 Mann. Die Anteilscheine der Gesellschaft. Eine Kampagne ftir Verkauf der Anteilscheine wurde durchgsführl rn Holland, Deutschland und der Tschecho-Slowakei. Insgesamt sind bis zum 31. Dezember 1924 für den Bevkauf von Anteilscheinen des Solvl Bonch eingegangen Es Palästina 2642 ägypt. Pfund und von der Zionistischen Organisaition und dem Absatz der Anteilscheine außechalb Palästinas 10.011 ägypt. Pfund. Som-it wurden insgesamt Anteilscheine für 12.653 ägypt. Pfund placiert. Nachteile Es unterlassener Meldung von Avrehändemn« gen. Besonders in letzter Zeit ereignen sich häufig Falle, daß Firmen ihre Adresse ändern, ohne alle diefen-igen Stellen, mit denen sie -in ständrae«n Bevkvhr stchen, rechtzeitig hiervon zu verständigen. So teM das Grontium der Wiener Ka-ulfm-annfchaft mit, daß häufig für -einzelne Firmen wichtige Schriftstücke nicht gugest-ellt -werden können; bis die neue Adresse ermitt-ol-t ist. ist diesen Fir-nien bereits -vielfach ein Schaden erwachsen. DaS Gremium der Wiener Kaufurannfchaft legt daher der: protokollierten -Firnren dringendst rrahe, werrigstervs dieses bei Adreßandevungen sofort zu verständigen, damit es im Falle eventueller Anftageu die Firnren vor deir durch die unlbekannte Adresse möglichen Nachteilen zu bcüvahren in der Lage ist. Die Stützung des Schweizer Frankenkurses. Die schwoizevische NatioualbEk hat erneut einen Teil ihres großen Goldbestandes zu InterventionsGvecken ftir. den Schweizer Franken verwandt. Nach dem Ausweis des Instituts vom 7. Februar ist der Goldbestand in der ersten Febvuavfvoche um 17P Millionen Franken zurückgog-angen; auf der anderen Seite zeigt der Ausweis einen Rückgang des Notenuntlaufts aus 20,86 Millionen Franken. % Keine Ermäßigung des englischen Postportos. — Herabsetzung der Einkommensteuer. Aus London wird uns gemüldet: Eine Tlitzovduung der britischen HaudolAkamm-em hat beim englischen Finairvzmmister Churchill vorgesprochen und um die Wiedereinführung -des Pen-uypovtos crfucht. Der Finanznlinister evkl-ärte der Aibordrumg, daß mit Rücksicht aus die gespaimte Sitna-tion des englischen Budgets vorläufig an eine Wieder-einführuldg des Pvlmyportos nicht gedacht tvcrden könne. Es bleiben, weiter die erhöhten Postportosätze in K r a >f t. Wohl aber will das FinanMinisteriunr verfttchen, 4» anderer Hinsicht dom englischerr Kmvsmounsstalrde zu helfen, »m-d beabsichtigt, die Ein ko mm e nst-e u e r um ein Drittel zu ermäßigen. Allerdings wird diese Ermäßignng mrr sttrfenweise vorgenonvinen werden. Sie soll im ersten Jalhre bis auf 18 Millionen Pfund, im -Meilen bis ans 39 Millionen Pfund herabges-etzt werdei». Die englische Rogi-ernng versckMßt sich nicht der Anschauung, daß in dieser Zeit der Krise dein Ka-uifsmannsstande nur dadurch geholfen -werden könne, daß der Sbou-erdruck eine kleine Ernväßignng erfahre. Tretet insgesamt an die ergebene Arbeit heran, die der Vergrößerung der Zahl unserer Schekelzahler gewidmet sein soll; denn durch den Schekel werdet ihr unser Volk organisieren und seine aktiven Kräfte für den Wiederaufbau unseres Landes gewinnen. I. T. Naiditfch.