Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 7 (1925)
- Issue
- Heft 2181 (17.3.1925)
- Date
- 1925-03-17
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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"'TT t I Polen t i<i <>fom-1 Wl eo: Zum Abhoicn in der I Expedition, -U.. Taborstr. 1 *3, oder in einet VerschieisslcIIc 'Trafik' monatl. 6 Schilling Strassen verkauf in Wien durch die Kolporteure der Firma Gol dschtnicd,!.. Wollzeile 11 Mit Postversand für Wien und Oesterreich monatlich 5 Schilling Tsch echo-Slowakei: Mon. K22. Jugoslawien: Mon. Din. 60. Polen: Mon. 1 Zloty. Dcutschlan <1: Mon. Gm. 4, Frankreich, Belgien: Mon. Frcs. If* Nachzahlungen fiel Frei«' erböbnniten Vorbehalten Wiener i | 1 NMMMiiMMMMiL SJRUMi azzoths sind dieb«st*n:ibi — x. Bezirk, Rotenstern^aase fl 3g Telephon 17-7-17 3 Erzeugt unter der Aufsicht des ss wellberfihmten orthodoxen Ober- rabbiners CHAIM JIZCHAK 3 JBRUCHEM nur Altstadt. HinmiiitiiHinilliiifiiiiiiiiiitlllllllllllllllltrn I Prall 20 al England: Mon. 4 Schilling, Italicn: Monatl. 18Lire, Rumänien: Mon. 170 Lei, Bulgarien: Mon: 80 Lewa, Schweiz und das übrige Ausland monatlich Frcs. 5 Redaktion. Administration: Wien, ILToborstr.l Telephone: 41-6-38,43-3-19 Ab 6 Uhr: 21-102, 25-2-82 IX., Universitätsstrasse 6-8 (Druckerei lg. Steinmann) Ocsterreichisches Postsparkassen-Konto Nr. 150.693 Rr. 2181 Me«. Sien-tag. 17. MS« 1925 7. äaftranng erliiter ■ ■ Häuser!! % Wir kaufen und vermitteln, feelei« hen lastenfreie und belastete Grundstücke, übernehmen Verwaltungen zu ku’antesten Bedingungen „Felicia*1, Grundstückges. m. b. N.!| Berlin N 24, Friedrichstrasse 118 Üs§ Wiener Vertreter: W M. Münzer, Wien, l. Hessnasse 7 ssss ..in i————— — jwa ’ Sprechstunden: 10-12 vorm., 8—6 nachm. mm Die Steuer Zudeugemelnde und Palästina. str. Wie», 17. März. In seiner letzten Sitzung hat der Vorstand der Wiener Kultusg-enieinde seine Bereittvilligkeit kundgegeben, am Ausbau des jüdischen nationalen Heimes in Palästina mitzuarbeiten, und dem Palästinaansbaufonds zweihundert Millionen Kronen bewilligt. - Dieser Beschluß der Repräsentanz der drittgrößtenIndengemeinde der Welt hat grundsätzliche Bedeutung und weist, der-Arbeit für Palästina einen neuen Weg.. Bis nun hat sich die Arheit für die. Ausbringung der Mittel für das Palästinawerk im wesentlichen daraus beschränken müssen, das Individuum, den jüdischen. Einzelmenschen zu-erfassen. Es ist eine Arbeit von Mann zu Mann. Die Zionistische Organisation und ihr'Fonds'haben wohl nie gebettelt. Sie appellieren an das Pflichtgefühl und sind immer bemüht,, den Gedanken hevauszuarbeiten, daß Gaben für den Ausbau Palästinas keine Geschenke sirch, sondern Steuern, zu-deren Entrichtung jeder Jude, der sich dem jüdischen Volke /zugehörig fühlt und die Erhaltung des Judentums wünscht, verpflichtet ist. Aber dieses Aufsuchen, Erfassen, und Bearbeiten des einzelnen bringt notgedrungen alle Mängel mit sich, welche ivder Sammeltätigkeit anhaften. Lokale Stimmungen/ der stärkere oder schwächere Elan der. - Sammler, geringe Schwankungen im.Wirtschaftsleben-, üben allzu großen Einfluß aus und die Gefahr der Abstumpfung bei den Sammlern und den Gebern zieht der Entwicklungs- Möglichkeit des Systems Grenzen, welche nicht überwunden werden-können. Das Bild ändert sich mit einem Schlage, wenn an die Stelle des Sammlers, die mit denk materiellen und moralischen Besteucrnngsrecbte ausgostattete jüdische Gemeinde tritt. Hier ist der Wille der Gesamtheit maßgebend und nicht mehr die Laune, das Belieben des einzelnen. Es wird immer jüdische Menschen geben, loelche nicht bereit sind, ihrer jüdischen Verpflichtung nachzukommeu. Es ist aber ausgeschlossen.,daß sich ein jüdisches Gemeinwesen, eine jüdische Organisation auf die Dauer der Verpflichtung, au der Wiedererrichtung des jüdiscl)en Natronalheims mit,zuwirke,i,entziehen könnte.Die jüdische Gemeinde, lvelche. einen Teil ihrer SieuereinEüufte für den Aufbau Palästinas bestimmt^ die jüdische Gemeinde als Stenereiunchmer im Aufträge Erez Israels ist das Ziel, welchem zugestrebt werden muß. In Wien ist der erste Schritt auf diesem Wege.gemacht worden. Die Gräfe des bewilligten. Betrages ist vorläufig von geringer Bedeutung. Das Grundsätzlicht' des Beschlusses ist maßgebend. Dem Beispiele Wiens werden sich andere Fudengemeinden nicht mehr lange verschließen können und in Wien selbst nmß es dahin kommen, daß die F-udeng'mernde nicht mehr 'Subventionen für den Palästinaanfban bewilligt, sondern mit der Steuer für lokale Zwecke die Steuer für Erez Israel einheben wird. Der Erfolg des Palästinagedairkens, welcher in dem Beschlüsse des Wiener Kultusvorstandes zum Ausdruck kommt, ist das Resultat "harter und langwieriger Arbeit der Wiener Zionistischen Organisation, und der weitere Ansbau dieses Erfolges hängt vom Bestände einer star- Sie Verteilung des Petroleums. Eine englisch-amerikttnisch-holländlfch-französtsche Veverninung zue Explottierung der Rohölfelder im Irak. London, 16. März. „Daily Mail" meldet aus Bagdad: Die türkische Petroleumkompagnie hat mit der Regierung des I r a k einen Vertrag zur A u s b e u t u n g aller Petroleumfelder des Irak, mit Ausnahme des Wilajets Basra, auf 75 «Ihre abgeschlossen. Die Frage, ob der Vertrag auch auf das PetroleumgebietdonMossul bezogen werden könne, werde von der Entscheidung des Völkerbundes über die Zugehörigkeit Mossuls z«m Irak abhängen. Die Petroleumgesellschaft wird ihre Tätigkeit auf 24 Distrikte von je acht Quadratmeilen ausdehnen und die Ausbeutung der übrigen Petroleumquellen im Konzessionswege vergeben. Man beabsichtigt den Bau einer Pipe Line durch die Wüste bis zum Mittelmeer. Die türkische PetroleumgeseNschast setzt sich aus vier Gruppen zusammen: 1. Der A n g l o-Persian. 2. Der Royal-Dutch and anglo-holländisch Shell. 3. Einer Gruppe der sieben bedeutendsten amerikanischen Gesellschaften, darunter die Standard Oil Cie. 4. Einer Gruppe von 67 sranzösi s ch e n Gesellschaften. Das «gesamte von den Gruppen gestellt^ Kapij^l beläuft sich -ns eine Miliarde Döllar. Rach der Genfer Tagung. Paris, 16. März. (Tel.-Komp.) Heute vormittags erstattete B r i a n d -dam Ministerprälsidenten H e r r i o t Bericht über die Genfer Tagung. Nachmittags omp.fing Herriot der Reihe nach den englischen Außenminister . Chamberlain, Painleve und den belgischen Ministerpräsidenten Thennis. Die Unterredung Herriot-(5stainber!nin. Paris, 16. März. (Havas.) Die Unterredung zwischen H e r r i o t und C h a m b e r l a i n dauerte bis 5 Uhr nachmittags. Herriot begleitete selbst Chamlöerlarn zurück, wobei sich beide in der herzlichsten Weise unterhielten. Bevor Cijamberlain von Herriot Abschied nahm, erklärte er: Das nächste Mak werden-wir uns in Lon don treffen. Gewiß, antwortete Herriot. Herriot und Chamberkain haben den Meiimngsaustansch über verschiedene Probleme der auswärtigen Politik, insbesondere über die Frage der Sicherheit, fortgeführt. Im Laufe der Besprechung wurden die w e s e n t l i ch e n P u n k t e der in Berhcmd- 'lung gestellten Probleme präzisiert. Die Verhandlungen werden auf d i p l o m a t i s ch e m Wege mit dem gleichen ftoundschaftlichen Charakter in Verbindung mit den anderen Miicvicn. fortgesetzt werden. Die deutschen Vorschläge. Ehumbevlaür erklärte gegenüber Pressevertretern, er. halbe mit Herriot die d e u t s ch c n Vorschläge geprüft. Die Zulassung Deutschlands zum B ö l k e r b u nd hänge vom'Deutschen Reiche ab. Es sei unmöglich, Europa ohne die Teilnahme Deutschlands am Völkerbund wiederauszn- ^richten. Chamberlain versicherte, ein eventueller Pakt zu f ü n f, Deutsch >l a n d i u b c g risse u, würde alle Grenzen, die bedroht werden könnten, schützen. Ae Getteidebaifse. New-York, 16. März. Auf Äon Getreidebörse« nmchte sich wieder eine stärkere Ab schwäch ung bemerkbar, besonders für Weizen-- und Maispreise, die 3,5 bls 4,25 Cents, beziehulrgswoise 3,62 Cents Pro Bnshels verloren. In Chikago büßten die Weizentermine bis zu 6 Cents, die Ma'.Lt^rnriue nahezu ' 4 Cents und die Roggentevm-me bis zu 5,75 Conts ein. In W i n n i p e g stellten sich die Gc rreiidePreist i" ähn'lichsnr Ausmaße niedriger. 81 Radic-Miindate annulliert. Die Opposition verläßt den' Verifikations» ausschutz. Belgrad, 10. ÜÜärz. (Tel.-Ke-mP.) Sofort nach -der Erössnung der Sitzung des V e r i f i k a t i o n sa u sschusses der Skupschtina um 9 Uhr abends erklärte-ein Mitglied der Spprsition, -daß die Angehörigen der Oppositionsparteien der heutigen Schlußsitzung des Ausschusses nicht beiwohnen wollen, da die Ausschußmehr-heit - keinen Antrag der Opposition berückst che. Daraus erhoben sich die zehn Mitglieder der Opposition und verließen korporativ den Sitzungssaal. In Abwesenheit der Opposition annullierte hieraus die 11 Mann umsassende Reg>cvun-gsmehrheit säm flsi ch e Mandate Radi c-Par t,ei aus Grund W Gesehes zum Schutze des Staates mit Ausnahme von sechs Mandaten der kroatischen Bereinigung, die auf Grund der Listen, der kroatischen repubkr-kauischou Pärtei gawählt worden waren. Es.wurden also 61 M a ndate der Radie-Pvrtai anwuMrt. - Außerdem wurde -beschlossen, im WaMezird-Bregatnioa in Südstrüien 5'e uwah le n auszuschreibeü und rm Wahlkreise Mavburg-Cill-i eine Untersuchung über die Vorgänge vor den Wahlen durch^ufühwn. Der deutsche ßisenbahnerftreik. Der Schiedsstrnch von den Eisenbahnern abgelchnt. Berlin,' 16. März.' (Wolfs.) In einer genteinsameu Beratung haben heute die E i s e n b a h n t a r i f o r g an i s a t-i o n e n, und zwar die Gewerkschaft deutscher Ersenlbahner, der deutsche EiseubahnL-rverbgud '.-nd der allgemeine Eisenba>hnervevba>nd, den Schiedsspruch des vom Rerchsa-rbeitAminäster eruanuten Schlichters am /13. d. mit der Begründung abgelehnt, daß die Lohuzülage den Erfordernisse der.Lebenshaltung nicht genügend Rechuung trage. Die Vorstände seien jedoch bereit, ' weiters in neue Verhandlungen, unter Mitwirkung des RoichLarbeitsnimisters oine-erträgliche .Regelmm zu suchen. Sie lluivsrsiMserWnung in IerufvSem. Lord Balfouv nach Jerusalem abgcrList. London, 16. März. (Reuter.) Lord B a l f o u r ist heute zur Eröffnung der neuen jüdischen Universität nach I c rv f a l c m abgereist. Die jüdische Völkerbundliga in der rschecho-Slowakei. Prag, 16. März. (I. T. A.) Am 29. d. findet in Prag eine Pleuarsitzuug des Jüdischen Naiiottalrates der Tschecho-Slcwakei statt. Am selberc Tage wird die K onstituierullg der jüdischen Völkerbu n dligg in der tschecho-slowakifcheu Republik stattfindeu. ken .Zionistischen Organisati-ou ab. Dessen mögen alle Zionisten -emgedenk sein. Es wäre der verhängnisvollste Irrtuul, wenn-angenvnm'wn würde, daß nunmehr alle Hindernisse überwunden siltd unb die zionistische Arbeit von selbst woitergeht und der Förderung und Stütze dllrch eilte festgeschtvsselle.'Organisation nicht mehr bedarf. Der Palästillagedanken kann sich in der Gelneinde nur dann auÄvirsen, Ivenri jn der Leitung der Gemeinde das zionistisch organisierte Element von ausschlaggebender Bedeutung ist. Diese Voraussetzung kann aber nur von einer starken Organisation, hinter welcher jüdische Wählermassen stehen, erfüllt werden. Der errungene Erfolg verpflichtet die Wiener Zionisten, mit verdoppelter Energie am AnAban und der Erlveiternng ihrer Organisation zu arbeiten. mummmmsm Frühiahrs-Neuheitea ÄÄM iriier Schiffmann WW>WM>tULEchM»WMM> II. Taborsfralie 48 TelonHqn 47»t»7t En grpo En detail \i <4 . i 74337 999999999999999999999