Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 7 (1925)
- Issue
- Heft 2179 (15.3.1925)
- Date
- 1925-03-15
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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IPdient30 arom I Wien: Zum Abholen Inder Expedition, lL,taborstr, 1-3, oder In einet Verschleisstelle 'Traflki rnonatl. ü Schilling Strasscnvqrkaul ln Wien durch die Kolporteure der Finna Q ö I d sehmied, 1.. Wollzellc 11; Mit Postversand für Wien > und Oesterreich monatlich 5 Schilling Tseh echo «Slowakei: Mon. K22. Jugoslawien: Mon.Din. 60. Polen: Mon. 4Zloty. Deutschland: Mon. Offl. 4, Frankreich, Belgien: Mon. Frcs. 18; NtthuWoarta bd Pre 1 *- 1 erhlhattica tofb«lutt*a strvmX azzotHZ Wiener 3mnd die besten! "WU 9 r. Bestrir, ftoteastanucaase 11 g Z Telephon 47-7-17 g 2 Erzeugt unter der Aufsicht des s 8 weltberQhmten orthodoxen Ober* 3 Irabblnen CNAIM JI2CMAK S g JtftUeRKM aus Altstadt 3 9MNl»WiMiMMIlIiMNMiMMMMNn I Preis as tf England: Mon. 4 Schilling, Italien: Monatl. 18 Lire, Rumänien: Mon. 170Lei, Bulgarien: Mon. 80 Lewa, Schweiz und das übrige Ausland monatlich Frcs. 5 Redaktion. Administration: Wien, n.Taborstr.1 Telephone: 44-0-38,43-3-tr Ab 6 Uhr: 21-102, 25-2-82 IX., Universiiätsstrasse 6-8 (Druckerei lg. Steinmann i Ocsterreichisches Postsparkasscn-Konto Nr. 150.693 Sr. 217» Sie«. Sonntag. 1». «Sri 1925 7. riaUrgaag Minderheits- und Mandatssragen vor dem Völkerbund. Lie bulgarische Minderheit in Griechenland. — Ae Anleihen für die Mandatslander. — Re Session geschlossen. Genf, 14. März. (Schweiz. Dep.--Ag.) Der Völker- Hundrat behandelte heute das zwischen dem Völkerbund und Griecherrland von Politis vereinbarte Protokoll gum Schutze der bulgarischen Minderheit in Griechenland. 1 Der Rat nahm den Bericht Chamber!lains an, der die Tat-fache kritisiert, dag das griechische Parlament das Protokoll mit einer unzulässigen Begründung verworfen habe. An Griechenland werden drei schriftliche Fragen gerichtet, die über die bisherigen und die künftigen Maßnahmen zum Schutze ider Minderheiten Auskunft verlangen. Der Völkerbundrat hat ferner beschlossen, die Frage der Kompetenz des Rates zur Behandlung der Frage der Ausweisung de's ökumenischen Patriarchen dam iftänd.igen Gerichtshof zu unterbreiten. Sodolün wurde ein Bericht Seialojas angenomimett,' worin die RegierunISkommiffion des Saargeb i et e S chWächtigt wird, die örtliche G e n d a r m etie bis zum 31, März 1936 von 750 auf 1000 Mann Au erhöhen lyid ersucht, .wird, einen Bericht üb?r die .KrnsK- Heft des Saargebietes für Len Fall der Zurückziehung der fremdem Truppen zu übermitte-ln. Der Rat nahm hierauf eine Entschließung, -betreffend die Zustimmung zu denr Bericht der gemischten Kommiff'von über die Regelung der freien Ausübung des Rechtes der Militärkonirolle Ln Deutschland. Oeisterveich, Ungarn und Bulgarien durch Unterfuchungskonmiiffionen an und beauftragte den Generalsekretär mit der Prüfung der Frage, ob und in welchem Umfang die der Kontrolle uniertoorfenen Länder durch gesetzgeberische M a ß n a h m e n die Durch'ül'vung der Kontrolle ermöglichen müssen. Der Generalsekretär soll den genannten Ländern bereits jetzt von >dcr Organisation des Kontrollrechtes Kenntnis geben, damit sie die notwendigen Maßnahmen zur Ermöglichung der Kontrolle ergreifen. In einer vertraulichen Sitzung wäWe der Rat den Schweizer Obersten de Locs jintt Präsidenten der Hasenbehörden in Danzig. Me Frage der PalMnaauleihe. London, 13. März. (I. T. A.) Der besondere Mitavbaiter der „Daily Mail" Mr. I. M. N. Je ff ries .veröffentlicht einen Artikel, in welchem or unter anderem schreibt: Der wichtigste Punkt der Tagesordnung der 63. Session des Bölkerbundrates ist die Frage der Anlelhesicherungen in den Mandatsländern. Der BAkerbundrat beschäftigte sich mit. den diesbezüglichen Denkschriften der Mandatarriiächte. Die Mmrdats-- boutmisiion 'des Völkerbundes zeigt sich sehr -betreffen über die Meinung gewisser Kreise, daß ein Mandat widerrufbar sei. Die Diskussion entstand infolge der Schwierigkeiten, die Kapitals kr eise dafür Zu gewinnen, Geld in den Mandatsterritorien zu investioven. Es wird auch behauptet, die Mandatar m ächte seGft scherten davor zurück, Geld in den Mandatsgebieten zu investieren, wert leine greifbaren Sicherungen existieren sollen. Der Bölkerbundrat hatte die Mandatarmächte ersucht, bei GeK>-- investievungen durch Kapitalisten Bürgschaft zu l e t ft c n und sich die Mandatstevritorien als Rückvevsichcrnng zu verpfänden. Bor jeder solchen Transaktion aber ruüsse die Meinung des Bölkerbundrates eingcholt worden. Die Antworten der betvefföndsn MandataMuder wurden am 10. d. veröffentlicht. Di« britische Regierung erklärt von sich aus, nicht vorz u schlage n, daß die Akandatare sich selbst die LRandatsländer verpfänden könnten. Ferner stimmt sie mit der -b e l g i s ch e u und japanischen Regierung darin überein, daß es nicht in die Kompetenz des Bölkerbundrates fällt, bei Anleihentransaktionen Mr die Mandatsländer mitzusprechen; diesbezügliche Entischerduugen könne nurdas Mandatarland nach seinem Gutdünken treffen. Mr. Jeffries schließt: Ein sehr wichtiger Punkt ist in diesem Zusammenhang die P a l ä st i n a f r a g e. Die britische Regierung steht auf dem StandPnM, daß sie zwar uicht die Absicht habe, Teile Palästinas als Pfandobjekt in Anspruch zu nehmen, daß ihr aber memand verwehren kann, dies zu tun, wenn sie es als entsprechend finden sollte, Diese Situation ist ungemütlich geworden, seitdem d ie K r o nage n ie ».Palästina'einige MUonen vorge-- ^schossest 'haben' auf. eine Änhr-^. bre:.nochnichtlausgÄ«.^ -sj^ >: Die' ÄssWsche -Antzwopt; "Itvrf''der^Äie enWM Regierung übereiustim-mt, sieht mit Bezug auf Palästina die Möglichkeit vor, mit Rutheuberg oder, anderen Personen Engagements z>u treffen, die unabhängig, sind von dcm weiteren Schicksal der. Mandate/ Deutschlands Eintritt in den Böllerbund. Genf, 14. Mar;. (Tel.-Komp.) Der Bölterbu>ndrar beschäftigte sich in seiner heutigen Sitzung auch mit -der Frage des Eintrittes Deutschlands in den Völkerbund. Zrr den Borbehalten des deutschen Schreibens vorn 12. Dezember 1924 bezüglich der Bestimmungen der Völkerbundsatzung über den Schutz gegen einen militärischen Gi-nlbruch stellt der Rat fest, es sei unmöglich, daß ein Mitglied des Völkerbundes und des Rates im Falle von Operationen gegen «inen -vertrags-brüchigen Staat eine Stellung cinnehmc, die seinen Staatsangehörigen die Freiheit läßt, sich den allgemeinen Verpflichtungen des Paktes zu entziehen. Es ist kauur notwendig, zu -bemerken, daß andere Länder, deren militärische Kräfte ebenfalls durch Bestimmungen 'bestehender Verträge beschränkt sind, bei ihrem Eintritt in den Völkerbund die Verpflichtung des Paktes vorbehaltlos angenommen haben. Der Rat möchte Deutschland seinen aufrichtigen Wupsch aussprechen, daß es bald an seinen Beratungen teilnehmen und damit für die Organisation des Friedens die Rolle spielen könne, die seiuer Stellung in der Welt entspricht. Sodann nxurbe die 33. Tagung des Völ-kerbundrates unter -den üblichen Abschiedssormabitäten geschlossen. der Vertrag von Lausanne. Der Senat der Bereinigten Staaten gegen die Ratiflzierung. Washington, 14. März. (Wolfs.) Der Lansanner Vertrag zur Herstlllnng der normalen Beziehungen zwischen den Vereinigte u S taatc « und der Türkei wurde vonr Senat an den Ausschuß für auswärtige Angelegenheiten z u r ü ck g e w i e se u. Der Vorsitzende des Ausschusses, Borah, erklärte, diese Aktion sei unternommen worden, weil „wir nicht die Stimmen haben, um den Vertrag zu ratifizieren". fperllner >■ |D Häuser!! S Wir kaufen und vermitteln, balel« . §H teen lastenfreie und belastete 33 Grundstücke, übernehmen Ver« s Weitungen ^^^msntesieli^kedi^uing^ H sfFellc8a(<, Qrundstilckges. m, b. 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Die Abkehr von der Gewalt setzt ein weitreichendes Bekenntnis zu der - ethischen Idee des Friedens und zu der Solidarität' aller Menschen voraus. Erst wenn aus den breiten Massen Anhärrger und Verfechter der Schiedsgerichtsinstitution geworden sind, ist ein Druck auf die Regierungen möglich. Das will besagen, daß ein ungeheures Stück Erziehungsarbeit zu leisten ist und daß die nächste Generation schon heute mit der Gedankenwelt des demokratischen Pazifismus vertraut gemacht werden muß. In den Schulen muß das Werk beginnen und alles, was das heutige Geschlecht zu tun hat, ist, stets an die Erfahrungetr zu denken, die vor dem Krieg und im Krieg gemacht wurden, und diese Lehren der Jugend zu mbexgeben. Der Abscheu vor der Methodik des Militarismus, vor dem fabriksmäßigen Patriotismus der Grenzen, der Haarfarbe, der Abstammung muß mit der gleichen Suggestivkraft in die Massen getragen werden, wie sie der Jmperialisnms anwendet. Es gibt einen Imperialisrnus der Staaten und einen solchen der Klassen. Beide'wollen nur sich allein gelten lassen, und weil beide in der Theorie übereinstimmen, ist auch ihre Praxis die gleiche und zeitigt die gleichen Wirkungen. Die Staaten schließen sich zu Konzernen zusammen, die sie auf zeitlicher Interessengemeinschaft aufbauen, und die trotz aller Friedensbeteuerungen eine stete Drohung gegen die anderen sind, die dann gleichfalls zur Trustbildung schreiteir. Der Wandel der Dinge bringt es dann mit sich, daß mit den politischen Voraussetzungen auch die Gruppierungen ivechseln, und dies bedingt dann wieder die Unsicherheit in bcu Verhältnissen, die jeden ernsterr Versuch einer Sqnierung von Vorneherein der Sabotage durch die Nationalisten und Hetzer ansliefert. Der Jmperialis mus der Klassen, die die Macht im egoistischesten Interesse ans beuten und nicht aus der Hand geben wollen, Achen «a«. FrüWhrsneuheiten MÄÄ7ÄS Kann & Fried LA Unke Wien- (im Hof«) t ß 4848232348535323484823234853532348234848234853