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Wiener Morgenzeitung · 1925-03-05 · Heft 2169 (5.3.1925) · p. Seite 4

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
7 (1925)
Issue
Heft 2169 (5.3.1925)
Date
1925-03-05
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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«dfc»_Wim. SdiinwWig Tagesbericht. Schwere Ldnamitervlofio« ta Deutschland. (Eigendienst der »Wiener Morgenzeitmsz".) 1V Lote, 38 Verletzte« Wittenberg, 4. März. .Heute vormittags ereignet« sich bei den Rheinischen Dynamitweicken in B teste r i tz (Kreis Wittenberg) eine schwere Dynarrtitexplosion. Bisher sind zehn Tote, sieben Schwerverletzte u^> 31 Leichtverletzte als Opfer dieser Katastrophe ftsttzestellt. Das Unglück hat sich in der LötübteÄury de- DerSeereignet, m der hauptsächlich Frauen rmd Mädchen b.schäftitzt sind. Es folgten sodann noch weite« zwei Explosionen. Die Detonation war so swrk, daß sie in den Dörfern und -Städten der Umgebung vernommen wurde und zahlreiche Fensterscheiben in Trümmer gingen. Der Betrieb der Dynamitwerike ist zmn T.ll stillgelogt. Die ursprüngliche Vermutung, daß eS sich mn ein Attentat handle, wurde durch die Untersuchung ausgeschlossen. Genaues über die Entstchmigsrrrfache der Katastrophe ist noch nicht bekannt. 50 Tote? Die Gerüchte, daß in den SprengstoffwerSen mindestens 50 Personen getötet worden ftien, wollen nicht verstummen. In den Krankenhäusern liegen noch sechs Schwerverletzte. Der von der Explosion heimgesuchte Teil des Werkes ist von: Erdboden verschwunden. Der Luftdruck, der meilenweit verspürt wurde, war so außerordentlich stark, daß mehrere über 200 Meter entfernte, mit hohen Schutzwällen umgebene JsolierwrrLe Zusiunmenstürzten rmd auch 'hier die Arbeiter unter ihren Trümmer« begruben. 2er Mord mt Amalia Stirer. Bisher keine Grundlagen für den Verdacht gegen Lorenz Leirer. Aus Budapest wird uns unterm 4. d. berichtet: Lorenz Leirer wurde gestern abedns und heute vormittags stundenlarrg verhört. Diese Einvernahmen haben keine bestimmten Grundlagen ergeben, aus Grund deren eine Ueberstevung des Verdächtigten an die Staatsanwaltschaft verfügt werden könnte. Leirer verteidigt sich klar und präzise gegen die Kreuz- und Querfragen, die ihn zu einem Geständnis bewegen sollen nnd weist mit Entrüstung den Verdacht von sich, seine Tochter ermordet zu haben. Die Hausdurchsuchung bei Leirer hat so gut wie gar kein belastendes Material gebracht. Auffällig ist, daß in der Wohnung Leirers nicht weniger als 85 Photographien seiner Tochter Amalia gesunden wurden, die alle Widmungen „An den geliebten Vater" trugen. Aus dieser bhowqraphiensarmnlung konnte geschloffen werden, daß Leirer vielleicht mit nicht bloß väterlicher Liebe an seiner in Budapest als Schönheit geltenden Tochter hing. Lorenz Leirer in Vorhast genommen. Heute abends verkündete der Vertreter der Staatsanwaltchaft im Polizeigvbände Lorenz Leirer den Bescheid, daß er angesichts schwerer Verdachtsmomente, die auf Mord und .Raub schließen lassen, in Vorhaft genommen werde. * Lebensgefährlicher Messerstich gegen dir Gattin. Der Mitfahrer Johann L a ck n c r. in Favoriten wohnhaft, versetzte gestern abends im Streit seiner Frau ein paar Ohrfeigen. Frau Lackner drohte dem Manne mit der Wache; darüber geriet er in solche Wut. daß er ein großes Küchemneffer ergriff, dcffen Klinge 20 Zentimeter mißt, und es seiner Frau nnt solcher Wucht in den Rücken st a ch, daß die Klinge des Messers abbrach und der größere Teil in der Wunde stecken blieb. Tie Frau brach blutüberströmt zusammen. Die Verletzung ist grsährlich. Lackner wurde verhaftet. Zer Raubmord an Simon Paataiemo». Die Ersparniffe d:s Ermordeten gefunden. Tie Untersuchung bezüglich der Täterschaft an dom Raubmord, dem der Hausierer mit türkischem Honig Simon Pantalemon in seiner Weingartenhütte am Abhange des Wllhelminenberges zum Opfer fiel, hat noch kein positives Ergebnis gebracht. Daß Pantalemon noch einige Tage nach dom Samstag den 21. Februar gelebt hat, wird immer mehr zur Gewißheit. Jetzt hat sich auch ein Postbeamter gemeldet, der am Dienstag den 24. Februar, voranittags, im Hause Lienfelderstraße 53. eine Zustellung zu besorgen hatte; «s ist das daS Haus, in dom der Konditor M i l a d i n wohnt und von dem Pantalemon jeden Morgen seinen Wagen abzrcholcn pflegte. Der Postboontte hatte den Pauta-leinon mit seinem Wagen bemerkt. Um so auffälliger ist es, daß gerade der Konditor Mlladin den Mann, der in dem Borraum seiner Werkstätte allabendlich den nicht verkauften türkischen Honig au-fzubewahren pflegte, seit dom S a m 2 t a g den 21. Februar nicht gesehen haben sollte. Ein Kriminalbeamter hat in der Hütte des Ermordeten nach Entfernung zweier Latten ein geheimes Versteck des mißtrauischen Hausierers gefunden. Darin befand sich ein Bündel in Leinen gchüllt. Es enthielt den lange vergeblich gefuchten Schatz des ermordeten Pantalemon. In dem Bündel lagen: Ter Reisepaß des Toten, in dem zusammengofaltet zwei Noten zu je 500.000 K. waren, ein Sparkassobuch der Äändevbank aus eine Einlage von etwa 7 Millionen Kronen lautend, aus das di« letzte Einlage am 4. November vorigen Jahres mit drei Millionen gemacht worden ist. Dann Staatsschatzscheine und Dokumente. Dem Raubmördr muß demnach kaum nennenswert« Bsute in die Hände gefallen sein. DoS Versteck der Ersparnisse Pantalemons hat er nicht gesunden. » «ksereee 6. Mrz IM fte. tttt Mitteilungen m» Bern Publikum. Koitus* und Justiz -Tnlnre nnd Barette erfüllten Sie vorrätig oder nach Maas bei der bekannten spezialfirma RUDOLF DOLDSTEIN, SS'jyTS Grosses Lager feiner Stoffe für Maaabestellangen WIIN, K. f ABORSWAStt 84 Sie östemichische Keren Hajeffod- «Mo». 8. bis 20. März 1025. . Das österreichische Bureau des Keren .Hajeffod hat die Vorarbeiten fite dies« großzügige Mir« mit wteSsnmer UmterMtzumg des Zwmstischen Land^L-omitees durchgeführt und bereits abgeschlossen. Ungefähr 400 zionistische Männer und Frauen hröben sich m den Dienst des Merkes ^stellt urä werden nach sinem gründlich durchs«!rbertcten Pl»n zunächst alle d'.ejomgfin pe-vsän'lich auHstichen, welch« sich auch isch.'m im Vorjahre für daS wichtigste Finanz'n'stvument des Aufbaues der jüdischen HeunstÄtte, für den Keren Haftffod. besteuert haben, um ihre Zeichnungen für daS Kalenderjahr 1925 einzuholen und diese bewährten Förderer dos jüdischen Paläst-mawevkcS mit Hinweis aus die Notwendigkeit des Ausbaues zu erhöhten Leistungen im Sinne des historischen Maasser- Prinzips zu veran-^affen. Die Leiter imnerhaW der einzelnen Bezirke 'haben diese Arbeit so einige teilt, daß sic innerhalb sechs Tagen boönLet sein muß. Die zweite HÄlsic der Aktion ist der Werbearbeit amd der Gewinnung neuer Keren-Hajesfod- Zeichner' Vorbehalten. Es ist unbedingt notwendig, die Za^ derer, weiche sich für den Keren Hajeffod freiwillig besteuern, in Oesterreich nvrt aller Brschleumgung und snhr aavsehnlich zu erhöhen. Die Quote, weiche bis jetzt in unserem Lande für den Keren Ha.ftffod aufgebracht wurde, steht auch unter Berücksichtigung der fchwievigen Wirtschaftslage -und des geringen Wertes unfern Valuta in gar keinem Verhältnis *u der Anzahl, Bedeutung und Leistungsfähigkeit der österreichischen Juden. * Sämtliche Mitarbeiter erhielten nebst Leg-itimativn, Werbeschriften und technischen Behelfen eine Instruktion ainHohmtdigt, deren genaue Lektüre allen Botei-ten dringendst zu enrpseHlen ist. In den ebnzo/n-en Bezirken haben unter dem Vorsitz der Bezirksleiler in den letzten Tagen Beratungen der Mitarbeiter stattgesunden, bei welchen die Arbeitsmethoden besprechen und der Arbetts'plan bis ms DetcvÄ fostgÄlegt wurde. * Heute findet als Einleitung der östrrr-oichischen Keren- Hasessod-Mten ein Presseempfang im Hotel Imperial statt. Der Präsident des zionistischen -Aktionskomitees, Herr Oberraibbi.wer Prof. Dr. Chajes, ferner Herr Adolf B ö h m, der Verfasser >der zwerbän-digen ,-Geschichte des Zionismus" und grun-dlegeivder Arbeiten über die zionistischen Fonds, ferner Frau Anitta Müller- Cohen, die eine Studienreise durch die Kolonien unternahm, werden über die Bedeutung imid die En-twickilung der jüdischen .Heimstätte in Palästina sowie über das Wesen nnd den Zweck des Keren Hajeffod Vorträge halten. * ‘ dbachstethend -rvcrden zur OviLN-üevtrng nechnmls die Namen derjenigen Damen und Herren veröffentlicht, die die Leitung der Aktion in den einzelnen Bezirken übernommen haben: 1. Bezirk: Fritz Zausmer, 1. Bez., Gonz«»gagaffe 11; Siegnnmd vl u b e l, 2. Bez.. Obere Doncmstraße 67. 2. Bezirk: David Nebenzahl. 3. Bez., Rasumofskygaffe 1, Televton Nr. 72-2-16 3. Bezirk: Dr. Albert Scharf. 8. Bez., Hießgaffe; Doktor D u l d t g, Bez. Waffergasse 28/6; Dr. Bertold H t r s ch l, 3. Bez., Taborsttaße 17. 4. und 5. Bezirk: Meier Schreier, 5. Dez., Spengergaffe 7 a. 6. trab 7. Bezirk: Bezircksra-t Movitz Koh«, 6. Bez., Stumvergasse 28; Beztrksrat Aurel Engel, 6. Bez., Stümpergaffe 6. 8. Bezirk: Dr. Alfred Löwy, 8. Dez., Mftrstraße 32; Max Hollenberg. 8. Be,., Tigergaffe 27. 9. Bezirk: Frau Dr. Sophie Löwenherz. 9. Bez., Nußdorferstraße 48: Frau Rebekka W e t n e r, 9. Bez., Ser» vitengaffe 13; Bezirksrat Dr. Georg Weiner, 9. Bez., Porzellangaffe 13. 19. und 11. Bezirk: Dr. Leopold Sofer. 1. Biy., Äohlmarkt 10; Ing. Josef F i s ch m a n n, 10. Bez., Ouellenstraße Nr. 107. 12.. 14. und 13. Bezirk: Dt. Kurt Saxl, 18. Bgz., Kuppelwieiergasse 47. 13. Bezirk: Erich P o l l a k, 18. Bey-, Schöechrunncrstraße 332. 16. und 17. Bezirk: Leopold Sitz mann, 16. Bmnuengafs« 41; Dr. S. B o b t n, 17. Dez., Kalvanenberggasse 31. 18. Bezirk: Erna Pa-tat, 18. Beg., WelmErstvaße 22; Frau R a v v a v o r t, 16. Bez., Mefferschmidtgaffe 4v. 19. Bezirk: Pwf. Dr. WÄhÄm Stein. 19. Bez.. -Hardtlsse 0; Frau Dr. Fischer, l». Bez.. Jglo":egaffe 18. 89. Bezirk: E. M. Ni mb Luser, Al. Bez.. Mfaelrffe 1 u; Moritz Niwe s. 20 Bez.. Bäuerlegaffe 17; Mechel ipper, 80. Bez. Klosterneuburgerstraße 33; Dr. Z. F. ’intelftein, 9. Bez. Lararettgasse 29. St. Bezirk: Radb. Dr. Rosenmann, 81. Bez., Holzeist« aalle 1?: N. B r ä a e r. 21. Be». Am Sv-tz 2. Prater: Jnitus Katz, S. Bez., Wbsstraße SO; Ingenieur « ühlbauer. 2. Bez.. Bbbssttatze VS. 'nein Sreaiö, Set alte Sitte. Sr ist wieder M Hageudeck. Der al»e Löwe, das ist nicht der bet«mte ..MaffergoftE dem Cafe „Staglmmon", der dort immer den Muno Vau, fovlsi ober nichts „nimmt" nnd nur dann Ruh' gibt, wenn er im Lokal fein Nachtmahl cmspackt (manchmal läßt er sich sein« mstgübrachien „Naaber" vom Kaffeesieder heiß machen), Ober auch dann keine Zeitung fveigibt, der ekelhaft« Kvakck« mit den zwei linken Füßen, min, das ist mein gnter, alter vivrfütziger Freund, die Stzütze in Hagenbecks reichem EnsemAe. Er ist wieder da. Seine AnLttvft hat vr mir durch den bekaimten ausswrbendrn Dlanstmar« mgszeigt. Seinem Brief war eine Peomanenzkarte für den Zirbus beigtzlegt. Er hat es gut gemeint und nicht geahnt, daß sich um di« Kart« von den Kind:rn meines Hausmeisters angefangen bis zu der »m auch schon in Groschen rechnenven Toiletteftau meines Stamm oafts alles streiten wird. Ich habe settdsm schlaflos« Nächte trotz der sorgfältig angelegten Liste der Aspiranten. UeberdveS haben sich im Ztofammenhang mit der Karre auf einmal einige Dutzend mir bisher rrnbekcmn« Personen als Verwandte M erkenn:« gegeben. Stellen Die sich das vor! Affo, da nearich »Ne ich in die ZirSuSgaffe. GS war am frühen Morgen. Der GaSkafsier war fällig, weShaSb ich sehr zeitlich aus dem Haus ging. Bor dem FirSuSgebSüde herrscht schon reges Leben. Boi der zur Kaffe führenden Tür warten einige Personen geduldig. Nur vor dem Eingang zur DirektionÄanM ldrängt ein« stattliche Menge. Die Leut« schimpfen, tvM noch nicht geöffnet wird. Es sind die Freikarien-bowevber. Und davon soll dann dos Unternehmen leben! Na, der arme Direktor Savade ist auch nicht zu beneiden! Udber zwei hundert Lauke beschäftigt der Dettieb. Die Fürsorgoabgabe allein, nicht? Jetzt muß noch dazu ei« SpeziaLfachmann das ganz« in Schillingen ummchnen. Ja, wer sitzt denn dort bei der Keinen Türe und zeigt mir die schön: Reversfeite mit dom Ovigmalfchwoif? (Kein Papier, kein Stroh!) Ich schleiche hm und klopfe dam Kerl tuchttg auf die Schulter. Der Lowe — denn er ist es — fährt ovdenMch Kusammen nnd dreht sich um. „Servus, bin ich jetzt erschrocken! WaS ist das für eine Art? Sind wir denn im Urwatt>?" „Also, wie gcht's? Herr Löwe." „Man lacht." „Was macht die Frau Gamcchlin?" „Die ist i» Essen geblieben, im Hagenibcck-Gobaübe> „So, ist wieder was los?" „Nein, ich habe sie nicht mitgenommen, weil sie sich ohne mein Wissen envrn Bu'benkopf beigobogen hat, die blöde Gons. Aber gchrn tvir zu mir." Er führte mich in sein Privatgomach. An der Tür war eine Visilkarte: „Zmn Wüstenkönig": Wir tranken ein Gläschen. Mir hat es nicht geschmeckt. Später «- stchr ich, daß es Franzbranntwein war. Wie war die Reif:?" ftagte ich. „Bis Wien ganz .gut,.-, aber bis zur Zivkusgoffe hat cs sich schr gezogen. Erst wollte ich mi, der Straßenbahn hin. Aber dm Kerl wartet doch . nicht, bis man einstoigt, und zieht gleich die Glocke. So bm ich dann w einen 4o00er gestiegen." „Auch nicht schlecht." „Ja, aber unterwegs mmmt der Herr EhauGänr dra Tafel weg und ersetzt sie durch die Ziffer 8000. Auf meinen Bochall behauptet er, daß ab 12 Uhr mittags die neue Taxe gilt. Und fünf Minuten spater macht er aus der 5 ein 6." „Frechheit." . . Und momit, jetzt wäre gerade eine Chauffourverfammlung, am die 600ofache zu beschließen. Mso ich war wütend. Aus meinen Einwand, daß ich ein armer Löwe sei, zuckte er dir Achseln und sagte, es koste ihm selbst so viel. Anr Ziele awgolan.gt, ruft ich unseren Baron Redtwitz, den bekannten Tierbändiger, aber mit dem Lhauiffour ist auch er nicht fertig geworden. Feine Verhältnisse habt Ihr da!" Ich vevsnchte, meinen Frmvttd zu beruhigen. ^Jhr habt überhaupt gediegen« Sachen. Am T^e meiner Aivkunft gebe ich da wgondwo spazieren. Auf einmal sehe ich eine ganze Menge gut gsN:.ideter Menschen m ein Haus emtreten. Rach einer Wolle hört man die Ruft: „Gauner, Betrüger. Verbrecher!" Die Bovübvr-gch.'nden nehmen gar kerne Notiz davon. Ich frage einen, was da los ist. daraus sagt der: „Nichts, ein« Wänbige-rversamml-ung." „Das ist nichts Nsu«s." „Und was machen meine Wiener sonst?" „Pleite." Und wie beftnden sich . . .?" „Danke, nrsolvent." „Nnd davon lobt man hier?" „No, außerdem wird jede Woche über den Brvtpreis der» handelt." »Wh, so. Und, was macht man an Feiertagen?" „Skandal auf den Fußballplätzen." „Mit einem Wort, Ihr ftidt ftniert!" Er griff nach der Flasche; ich winkte ab. „Aber aus die Juden wird anscheinend nicht mehr ae» schimpft." «Dazrl muß man in den niedorösterveichffchen Landtag gchen." „Ah so. Und Wollersdorf?" „Daitcke. Die Gebäude stehen noch." Der Lau wurde nachdenklich. Wir gingen in die Manege. „Der gute Stallgeruch." sagte er. „LeDer kommt jetzt die Umsatzsteuer darauf." In der Manag? war eS noch still. Einige Fvauen machten alles ftin sauber. „Regiffeur Baron Redtwitz und Direktortellvcrtreter Grovert", stellte mir mein Fremvd zwei Herren vor. In die Manege kam Leben. Schlanke Re-iwrinuen, kamen aus Pftvdrn, sprangen ab und auf, übten, kdrvigierten, wiederholten.. Clowns lösten sie ab. Einer Übte Kopfftchen. „DaS Ist ein Wiener," sagten die ZittuSleuite. „Er bildet sich ein, ein bedeutender Poliliier O-esterveichs sein." Ich weiß nicht, warum mft der Name H r e t rfttffc(.

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