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Wiener Morgenzeitung · 1925-02-28 · Heft 2164 (28.2.1925) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
7 (1925)
Issue
Heft 2164 (28.2.1925)
Date
1925-02-28
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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Kr. Sitzt Dien, GamSkay Wiener Morzrnzeltunft. 28. Asbvuar 1SS5 Gern 8 * ttnW* ttttf OZemelndebauten. Beim Nouluin der Gc meinde Wien am Maroaretengürtel sind heute nachmittags drei Arbeiter und eine Arbeiterin von einem Gern st iH><k stürzt und erlitten mehrfache Verletzungen. Zwei Arbeiter «lichten ins Spital gebracht werden. — Am Neubau der Gemeinde Wien in der Drorygasse 83 auf der Landstraße ist der Malergchiste Moli Ullreich aus der Stiege gestürzt und erlitt eine Gehirnerschütterung und möglicherweise ein« Verletzung des Schädelgrundes. Die Rettung sgesellschast brachte ihn in das 3indolfsspit<rl. * Tanzinstitut Hermann Braun, 14. Bez.» Reiu-orsgasse 4L. Tel. 83-401. (Entgeltlich.) Vereine, VortrSge und Versammlungen. Zionistischer akademischer Verein 3 eti I a f» (ebem. PalLst nasektion des akademischen Vereines stidischer Mediziner). Heute. */*B Uhr nachmittags, in der bebrälscheu Schule. 2. Bez., Große Mohrengasse 16/22, H. Stiege, Generalversammlung — Zionistische Jugendgruvve Zwischenbrücken. Heute. 7*8 ttbr abends, im Vereinslokal, 20. Bez, Allerheiligenvlatz 3. CafL Bork. Vortrag Tr. Michael Gteinberg .Arbeiterfragen in Palästina". Erscheinen sämtlicher Mitglieder Pflicht. SevbardischakademischerVeretnEsperanza. Heute. '/,9 Uhr abends, im Verein-lokale, 2. Bez. Novaragasse 27, Vortrag des Herrn Dr. M. N. Gelber: „A u » der Geschichte der Srvbardim in Wien". Gäste willkommen — Elter n b u n d Menorah, Verein zur Errichtung von Ferienheimen für die jüdische u g e n d. Heute, Vs2 Uhr abends, Cafö Palace, 6. Bez., Marlabilferstraße 99. Ludwig Batü: .Die Juden im Vorurärz". Tann Gesangsvorträge, Kammermusik. Tanz. — Zionistische Organisation, Bezirkssektion Brigittenau. Dienstag findet in der Jüdischen Toynbeehalle, 20. Bez., Deuisgasse 33, um 7-8 Uhr abends eine SmolenSky- Feier statt. ES sprechen Dr. S. Fiukelstelu, Dr. N. Gelber und außerdem Oberkautor Altes. - Humanitärer Geselltgkeitsverein Gegenseitige Hilfe, 26 i e n VH. Heute. 8 Uhr abend«, Perez-SmolenSkn- Feier im Vereinshelm, Restauration Zitabof (OpoezbnSki). 7. Bez., Mariahilferstraße 88a. giednerr Herr Dr. Z. S. F i n k e l ft e i n. Gäste willkommen Eintritt frei. — Z i o n ittischeFrauenorganisation derwestlichen Bezirke. Heute, 8 Uhr abends, in den Räumen des Bezirksheimes, 8. Bez., Bennoplatz 1, Akademie mit Tanz zugunsten der Chakuzinisürsorge, mit hervorragendem künstlerischen Programm Eingefüirte Gaste willkommen. — Jugend gruppe der Zionistischen Sektion Zwischenbrücken. 20. Bez., Allerheiligenplatz 3, Cafe Park. Heute um 5 Uhr nachmittags Fortsetzung de« Geschichtskurses. Aufnahme neuer Teilnehmer. Anschließend daran um 7,7 Uhr abend» Vorlesung de» Herrn Schwager ans dem Jüdischen — Toynbeehalle, iO. Bez., DeniSgasse 33. Heute, 7 Uhr abends, Konzert. — Zionistische Kulturgruppe, 20 Bez.. Karl-Meißl-Sraße 5. Tür 1. Heute, 7*5 Uhr nachmittags, Vortrag Dr. Ch. T a r t a k o w e r. Gäste herzlichst willkommen. Morgen haben sich sämtliche Mitglieder zwecks Büchsenleerung präzise 9 Uhr vormittags im Vereinslokale einzufindeu. Ab 6 Uhr abends Schachabend. Gäste willkommen. Volksheim. Ab Montag an den Volkshochschulen (2 Bez.. ZirkuSgasse 48. 3. Be,., Kundmanngaffe 22. 11. Bez., Gottsckalkgafie 21, 16. Bez.. Koflerpark 7) über 300 neue Kurse aus allen Gebieten teS Wissens nebst Elementarkurlen und einigen Fertigkeiten. Der MitgliedSbeiirag von 24.000 K. nebst einer Einschretbegebühr von 3000 K. berechtigt zum unentgeltlichen Besuche aller Kurse Einschreibungen und ausführliche Arbeitspläne im 2. und 16. Bezirk täglich von 6 bis 9 Ubr, im 11. Bezirk Montag, Mittwoch, Freitag, im 8. Bezirk Dienstag, Donnerstag, Freitag. LeovoldstädterVolkSheim, 2. Bez., ZirkuSgaffe 48. 7 Uhr; Dr. Georg Pollitzer: Das Krebsproblem. II. Eintritt frei. Technisches Mukeum. Sonntag, 10 Uhr vormittag», im großen Hörsaal Lichtbildervortrag von Oberbaurat Architekt Alfred Kellert „Die größten Hochbauten". Ter Lesesaal ist frei zugängig. * I. A. B. Uuitas. Im A. H.--Bevband spricht am Diensden 3. Marz Herr Ludwig Vato über „Wiener Juden im Vormärz". Beginn 7,8 Uhr abends. Ort: Sluersvergstraße 21. Purimfeier. Die zionistische Bezivkssektion Alsergrund veranstaltet morgen um 8 Ubr abends in den Olympiasälen. 1. Bez., Rothgasse 3, eine Purimfeter unter Mitwirkung hervorragender jüdischer Künstler. Nachher Tanz, Kapelle Geiger. Karten zu 20.000 K. im Cafb Metropol, 9. Bez., Berggafie 33, nnd bei den Ausschußmitgliedern Ball zugunsten der jüdischen Taubstummen. Heute findet der 26 o b l t ä t i g k e i t 8 b a l l zugunsten deS israelitischen Taubstummeninstituts im Zeremoniensaal der Hofburg statt. Ausführung des neuen Palastinafilms. Morgen Sonntag findet um Uhr vormittags im Universum-Kino. 19. Bez.. Sievringerstraße. eine von der Zionistischen Franenorgani'otion und Bezirkssektion Döbling veranstaltete Vorführung des neuen Palästlnasilms „Das Land der Verheißung" statt. Restliche Karten an der Kasse. Ansprache Frau Anitta Müller- E oben. Wirner traft Wienerinnen! Samstag und Sonntag ist Sammeltag für die Barm- Brüder! Für das Spitall der Banichrrzipen Brüder sollen die nötigen Mit'ttl dsschaffl werden^ um den Spitalsvekriob anfrechderhatten nnd, wenn möglich, ausgestÄten zu tänueu. Es ist wohl uborsl-üfstq. di« Barmherzigen Brüder und ihr Spital mrd ihr segensreiches Wivk:n für die gesamde Bevölikerindg — ohne Unterschied der Kouscsisivn rmd dor Nationalität erst vorzustellen nnd zu erläutern. Wie den Stephansiuvm, wie die FreiwillM RettungSgosellschaft, so kennt doch jeder Wiener auch die Baimlserzr-gen Brüder und ihr Spital, nnd gar viole wißen aus eigener Wohvnchmmig 00,: der lietbovollen Aufnahme und der sorgsamen Pflege zu rzählen, die sie gelogen^ich dort gvsnndrn halben. Daher ist eS c.ruc Ghreripflicht für -alle, am heutigen Sammeltag jeder nach feinen Kräften sein Scherflem für den angestrebten, der Allgerneilcheit zugute bomnrrndrn Zweck behzutrogen. I-n jedem Hanse unser er Stadt, in den primsvollen Palästen der Reichen mtc in den Hütten der Arnren werden Sammel-bogen aufliegen. Wir sind fest übeMttgt, daß jcder>mo«nu seinm Namen nnd eilte« seinen Bechältnissen entsprechenden Betrag in diese Listen einzeichuen und derart mitheifrn wich, eines der edelste»! Werke der Nächstenl-iöbe zu evyalttn und zu fördern. Für das Kuratorium zur Unterstützung deS Spitals der Barmherzigen Brüder: Rosomarie Ah rer m. p. Dr. Jgnag Se ipei m. p. Bovsitzende de- Damenkomiteos. Präsident. Mitteilungen an, dem Publikum. krleäs llubia lukob keiner podvvloeryska Moßeiok» Vee lobte Wien. lm Pebra«r 1026 Julie Nieswiszky Rudolf Seiden Mödling dzt. Half« Verlobte Februar I92S Mirjam Spritzer Isidor Klein Wien, XX. Wien, XX empfehlen sich als Verlobte Wien, Itn Februar 1996 Herr Loopoid Gross hat neuerlich mit Bedauern erfahren, daß angeblich von ihm stammende Aeußerunaen über eine vernleintliche hakenkreuzlerikche und jndenfeindltche Gesinnung des Herrn Hoovafh in die Oeffentlichkeit gedrungen find. Er kann nur wieder all die» als unwahr und Tratsch bezeichnen. Wien, den 26. Februar 1925. Ganz Europa trinkt Tee Wiwolzky Moskau Oegr. 1849 Bühne und Kunst. »Der Slttenaftoftel." Komödienhaus. — Exl-Bühne. Den'!>mwu Epl-Lenten ist c-s wieder einnnal <p.gjl!ückt. Hans Renz hat ÄMen eine Posse gezimnrert, in der sie alle ihre Künste spielen lassen konnten. Der Sittenapostel ist ein hagerer DorfschMchver (von Eduard K ö ck, der auch für die Rogie zeichnete, trefflich dar-gestellt), der seine garrze sittliche Entrüstung cnrs das neuer richtete FcrmAienseedad ergießt, snh aber ifiAgcheinr in dcnr „Süirdenipfuhl" ergötzt und sogar Photographien von mehr oder nriuder bekleideten Damen ans der Stadt herstellt. Aber auch jeder andere Dor-fbotvohiier, vom Bürgermeister augeifangen dis zimu komischen Gemeindediower (Fritz Friedrich), trägt sein Fernrohr in der Tasche. Darod sind ihre angetrauten Gastininen sehr erbost. Die. Komödie, die versteckte Seitenhiobe ans die politischen Zustände enthält, wurde außer den Genaimrren in den Haulptrollen vmr Ludwig An er, Pepc Gstöttner und Franz Ludwig flott gesipielt. Das Pnöliknnl war bcisallZfreudig >«iid der Autor konnte häufig vor der Rampe evschemen. R. S. Ans ften Aeatem. Burgtheater. Morgen, 7,8 Uhr nachmittag». „F l a ch 8 m a n n als Erzieher", 7 Uhr abends. „E i n S o m m e r » a ch t S t r a u m". Akademietheater. Morgen, 3 Uhr nachmittags, „Der Krampus", 7,8 Uhr abends „Bor dem S ü n d e n f a l l". Volksover. Heute »Boheme". Morgen nachmittag» „D er Freischütz", abends erste Aufführung von r a f i n M a r t z a". Deutsche» BolkStheater. Alexander Moist'i wird Samstag, 7. März d. I. in Schnitzlers „Paracelsus" und in Tolstois „Eristanallemschuld" svielen. Raimund-Theater. In der heute. 7,4 Uhr nachmittags, stattfindenden Erstaufführung das Zaubennärchens «Al adln und die Wunderlampe" gelangen orientalische Schleiertäuze in der Inszenierung des Ballettmeister» der Staatsoper, Karl G o d l e w s k y. zur Aufführung. Morgen, 11 Uhr vormittags, findet als. literarische Matinee die Uraufführung der Tragödie von Walter L t e b l e i n «Wunder" statt. Morgen. 8 Uhr nachmittags, geht mit Haust Niese «3 m weißen Nößl" in Szene. Tbeator in der Jofefstadt. Dienstag Erstaufführung von Schnitzler» «A n a t o l". Komödiendaus (Exl-Bühne). Im Monat März wird ein Schünberr-Zyklu». der sechs Werke de» Dichters umfaffen lvird, gegeben. Außerdem gelangt eine Neubearbeitung der Tragödie «D e r G ö tz e" von Rudolf Brix und dw Uraufführung vpn «D e r Radiobaue r von Han» Sonnte t t h n e r zur Darstellung. Moderne» Theater. Montag, 7,8 Ubr abend», deutsche Uraufführuna de» dreiaktigen Lustspiels »Fräulein Jeanne — unsere Geliebte" («La dame de chambre") von Felix G a n d e r a. Bon der StaatSoper. Kalpellmeffter Sdoibert Heger von der Münchener Staatsoper wurde durch einen mchrjöhriaen Vertrag an das Opernhaus verpflichtet. Die Direktion des OpernOeater» beaibsichtigt, noch im Laufe der heurigen Saison Walter B r a u n f e l s' in München und anderen deutscheil Dheotern mit Erfol-g gaqoveng Oper „Don Gkl von den grünen Häsen" .zur AuMhrunk zu bringen. tz WerbetAbonnentensürdie tz l „Wiener Morgenzeituug"; Kapellmeister Alwin contra Korngold Böker, und Sohn. Die Deinoilstvation in -er Staalsoper gepen Erich WolWaivsi Kvrngold anlätzlich der AMührnng seiner Oper .Hio lanta", die er sÄAt dirigierte, wird ein gerichtliches Nachspiel haben. Der ju.»ae Tondichier und sein Barer, der Kritik^'- Jralins Kovn-cpld, sollm sich geäußert had:n, die Mißfallskuel,- gebimaen seim von Kavelbmeiister Alwin vwa<oßr worden, il!ivd Korn.-old. der Barer, soll überdies erklär' h»b:n. Alwin müffe von der StaatSoper entfernt wevd.'n. Professor Alwin hat nn.n gegen beide die Ehrenbeleidigungsklagr «rberrcicht. Ein mißglückter Sanierungsversnch. In der Boliksoper acnstierte Donnerstag eine der rerchsten Frrmen der Well, Gcsnina WalSka, als Butterfly. Sie rst Besi'evin zweier Theater in Chikago und P'-r:s, rst die Schiegerochter Rocke Slers, fft außerordentlich freigebig uerd kmrstlieboird — ver t aber nicht über die erforderlichen Stimmittel. Das Pu u.m protestierte heftig goa:n den „Gesang" der Dame. Dieser Sanverungsvers-nch der Volksopernbirektion dünste nick; erfolgreich sein. Gisela Werbebezirk, die ausgezeichnete Wiorrer CharÄter kam iker in. dürfte in der nächsten Zeit in Wien nicht airstroten. Die Künstlerin har sich entschlossen, ganq nach Berlin .zu übersiedebn und wird in den nächsten Jahren ausschließlich an Brr liner Bühnen wirken. Da» Mär^rogramm des Apollotheaters. Das Apollo choater hat für das Mär.zprogramm weder ganz hervorragerrde Ättvaktionen ans allen Weltteilen zukammengetragcu. Alb<i Tiberio, die Attraktion des Koloffeu-ms n London, ^'igt il)v Meisterschaft als Birtuosin aus verschiedenen Jnstrirmonten. Äs Scharfischützin. als Karikaturenzeichnerin nnd inklassischen und charaikteristilschen Tänzen. Die 8 Academy Girls »rachen ein imch ikal iss ch "vokal vsches Potpourri. Engbffch-amerrkanrschc Könnt zeigen Soamp urrd Scamp am Reck, die Paetzold Comp, auf ihren Rädern, 3 Swift Äs Keulewschwinger und vor allen Dingen die weiltbcrühmte Boganny-Truppe als lustige Bäcker. Beginn der . Vorstellung, wie bisher täglich 8 Uhr. Rudolf-Hawel-Gedcnkseier. In Bevbindu.irg mm -cui Rrrdolf-Halwol-DenkmÄkomrtce wird der Beremi^rug „Wiener Leben" veranstaltet die Urania Montag um dvewiertel 3 Uhr im Großen UraniafaÄ eine Mrdolf-Hawöl-Gedenkfcier mir Vorträgen und Chören, Gedichten und Balladen sowie eignen Szone aus dem Wioner Bolksstück „Mutter Sorge". 5bunstberische Leitung Oberrogisje'ur Kneidinger. Em TM des Erträgniffes fließt denr Rii-dolf-Hawol-DenÄnolkoniftee r». _ verichtrsaal. Das Fußballspiel als Beruf. Der Graveurigehrlfe Iosch K o l a r hat schon vor längerer Zeit durch Dr. Dalentm R o s e n f e l d gegen den Sportklirb Rapid nachstehende Klage an das Gewerbegericht gerichtet: „Ich bin Vertrags mäßig angestellter Spieler des beklagten Sportklubs seit November 1923. Während des ersten -Halbjahres 1924 hatte ich vereinbaMngsgemäß außer der üblichen Entlohnung Anspruch auf. 0.8 Prozent der Wettspieleinnahmen. Dieser Anteil betrnli mit Ertde April 1924 2,000.600 K. Als Spieler erhalle ich monatlich ein« Entlohnung von 2,000.000 K. Dieser Betrag wurde rnir vereinbavungsgemäß im nachhinein an jede«! Mon-atserston ausbezahlt. Die letzte Zahlung erhielt ich, am 1. September 1924. Mein Vertrag wmde mit Ende Sep tem-ber gelöst, so daß mir auch für den Monat Sep tcmber 1924 die Entlohnung gebührt: ich ha'be daher aus diesom Titel Anspruch auf einen Betrag von 2.000.000 K. Auf »reine Gosamtforderung von 4,000.600 K. Hab« ich von dem Beklagten an Vorschüssen 1,500.000 K. erhalten. Mein« RestforderuiKi beträgt daher 2,500.000 K. Da ich tvotz meiner Fordevung Zahlung nicht erhalten kann, sehe ich mich zur Klage veranlaßt." — Bor dem Gewerbegericht hat zwar «ine Berhandlmrg stattgofunden, allein diese Verhandlung war nur von sehr kurzer Dauer, denn das Gewevbegericht hat sich in dieser Sache für unzuständig erklärt. Nunmehr wurde die Klage dem Bezirksgericht Fünfhaus überreicht. Gegenüber dieser Klage hat der Vertreter des Beklagten folgendes bei der BevhoMnng ausgesührt: Von einer offiziellen, vertragsmäßigen Anftelluiig ist im Fußballsport überhaupt erst seit 6. September 1924, d. h. seit E-iusührung des Professionalrsmus die Rede. Bis dahin ovhiotten die Spieler, und zwar nur dann, Ivenn si? wirklich spielten, freiwillige Zuwendungen aus Vereins - Mitteln, da sie keine A n g e st e Uten, sondern s p o r t ausübende Vereinsmitglied.er waren. So erhielt auch der Kläger derartige Zuwendungen bis zur Gesamdyöhe von 2.000.000 K. monatlich. Tatsächlich spielte der Kläger im September .1924 nicht mehr in der Rapid-Mannschaft und erscheint die Abmeldung daher ohn« rechtliche Bedeutun.g> Ueberdies sei das Verhältnis des Klägers zum beklagten Verein bereits Ende August 1924 gelöst worden, so daß ein Ent gelt für September 1924 überhaupt nicht in Frage kommt. Be züglich der Beteiligung an den Wettspieleinnahmen sei sol-geirdes bestimmt worden: Für jene Spieler, welche in das Profefiional-verhältnis übernommen werden und die eine bestmvmtc Zeit, und Ovar mindestens fünf Jahre, bei dem Vereine spielten, sollte ein Anteil an den Wettspiöleinn-ähmen Äs Pensionsfonds oder Abfe rtigungsbetrag .zurückgelegt werden. Da der Kläger niemals als Professional übernommen wurde, entfallen auch seine diesbezüglichen An fprüche. — Nackdem beide Parteien ihre Ansicht und ihre Anschauung über die Srreitfrage erschöpfend dar-gelegt hatten, regte der Jtichter einen Vergleich an. allein Dr. R i n g e r Vertreter Rapids erklärte^ eine Entscheidung über diese Frage, die für alle Fußballvererne von prinzipieller Dedoutmig sei, provozieren zu wollen. Der Richter vertagte hieraus zwecks Einvernahane von Zeugen die Verhandlung ans vovgestevu. Eine noue Berhandülng hat jedoch an diesem Tage nicht mehr stattgefuniden. denn Dr. Ringer erschien im GerkchtssaÄe und gab dem Richter bekannt, daß sich die Parteien aus einen: mittleren Ausgleichswege gefunden hatten. Der Kommunist mit dem Revolver. Der aus Rivnmnleii nach Wien geflüchtete Kommunist Johann Roth, rekte Barg«, hatte sich gestern vor dem Einzelr-ichter Oberlandes gerichtsra.1 Dr.' Hümmel gegen die Anklage der gesährlichen Drohung und der Falschmeldung zu verantworten. Roth har sich ein Jahr lang in Oesterreich umhergetrieben und unter verschiedenen Namen in Hotels in Wien und Baden gewohnt Roth ist eines $<Mte8 in der Wohnung 'be3 rnnränischen Bizc konsüls IacaueS Radoj erschienen und hat dessen Sctpvie'ger mutter, die 43jährige Frau Rosa Pip Parsberg, mit ei non: Revolver bedroht. Er suchte in Wien den Bizekonsnl ütadoj wegen eines Passes einige Male auk. traf ihn jedoch rrie zu Haufe an. Bei seinem letzten Besuch empfing ihn die Schwieger mutter. Frau Prppersberg, an der Tür rntfe sagte wieder, der Konfnl sei nicht anwesend. In seiner Aufregung und tveil er glmribte, man halte ihn znm Narren, m er den Revolver, ohne jedoch, die Absicht zu baden. fc«<* Frau »u bedrohen oder chr gar etwas anzutun. Der Richter erkannte den Angeklagten schuldig und verurteil:« ihn zu drei Monaten schweren Kerkers und zur Landesverweisung. Der Berteidmemeidet« di« Berufung an. 'S

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