Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 7 (1925)
- Issue
- Heft 2160 (24.2.1925)
- Date
- 1925-02-24
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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I Polen i aOgrowl t^fj es bei reu m öd) die ine en.!ks. lttd Wie tu Zum Abhoien ln der Expedition, IL Taboratr. 1-3, oder in einer Verschleisstclle (Trafik) tnonatf. K 50.000, Strassenverkattf in Wien durch die Kolporteure der Firma Ö 6 I d s c H m i e d,‘ 1, Wollselle 11 Mit Postversand für Wien und Oesterreich monatlich K 50.000 Tsch echo-Slowakef: Mon. KM. Jugoslawien: Mon.Din. 60. Polen: Mon. 4 Zloty. Deutschland: Moni Om. 4, Frankreich, Belgien: Mon. Frcs. 18 PROLONGIERT i IFA-PALAST» KINO S ZII. TABORSTR. 1-3 § IPrri. K aoool England: Mon. 4 SchUHng, Italien: JVtonjatl. 18 Lire, Rumänien: Mon. 170 Lei, Bulgarien: Mon. 80 Lewa; Schweiz dnÜ das übrige Ausland monatlich Frt«. 5 Redaktion. Administration: Wien, n.Taborsir.l Telephone: 44-0-38,43-3-19 Ab 6 Uhr: 21-102, 25-2-82 IX., Universitatsstfasse 6-8 (Druckerei lg. Steinmann) NtdiMklmfai fcd erhShangcB ▼orbeWten Oesterreichisches Postsparkassen-Konto Nr.. 150.693 in.ii $cii i>rm •ei:. Nl' ft »fl r>Mt «nlirf ßClt itbc tei-* rteit nde : nper. b 1. Oi. >es der ine lle Tur C'i'I dir HM iltffl H'i; Oie tim ine jnii m Sk citt i.» is-- ölc, vie en Ilten, rch ttc t s, 07 es I of) U »• tvMi Kr. 2110 B erliiter 11 Wir kaufen und vermitteln, beleihen lastenfreie und beilastete arundstlicke, übernehmen Ver- . waltungen zu kulantesten Bedingungen „Felicia11, GruncfstUckges. m. b. N. Berlin N 24, Friedrichstrasse 118 Wiener Vertreter: M. HCInzer, Wien, », Hessgasse 7 MR Sprechstunden: I0—12 voritt, 3—6 nachm. am Au ungarisches Ratselfpiel. —y. Wien- 24. Februar. ' 'Herr Beniczky erklärt, er habe dem Grafen Bethlen Die 'Kamen der Mörder der R«dattrüre Sornogyi und. Bacso genamtt. Graf Bechlen 'Mstreiter dies. Herr Be-- mczky erklärt, wenn ihn Grast Bethlen vom Amtsgeheimnis enthebe, so' würde' et frei' aüHagen können. Graf'-Bethlen antwortet,. er.'werdedie notwendigen Schri tte e»uleiten. '.Herr Bemc.zkp sagt, vom Anitsgehemt-. nis könne ihn Nur der Könilg' undvWleicht noch der Reichsperweftr eWebeU^ Wr. MAE, der Reichsverweser wird'-'.sich^'Wett:'-Ünd7 ßstD' Äe gränsige Geschichte der zwei Toten, der ztsier nüter fo. vfelen tausenden. eine Angelegenheit-geworden, die Mischen dom jetzigen SUi-inisterpräsidenten u nd dein gewesenen Jnnenminisker erörtert wird. Jede Phase-dieser in Interviews geführten Diskussion wird in die Welt Hinaustelegraph io et. Da Ungarni ein Rechtsstaat ist, besitzt dort das Amtsgeheimnis offenbar ganz-besondere Heiligkeit. Das mag vielleicht auch damit Zusammenhängen, daß bei diesem Anlaß auch noch ganz andere Dinge ans Tageslicht kämen, die die Sippschaft um den.Horthy zn scheuen alle Ursache hat. Nicht so sehr des Eindruckes in Ungarn wegen, den man mit einigen Galgen abmildern könnte, als vielmehr wegen der Wirkung auf die europäische Knltnrtyelt, die sich immerhin dann über diese'Zustände doch gmiz kuriose Gedanken niäcl)en müßte. Aber diese Privatunterhaltung Mischen dem jetzigen Minister and'dem getvesenenhat doch eine Seitedie hcrvorgehoben werden mnß. Schon wegen der Seltenbeit des Falles, der nur in Ungarn möglich ist. Da ist m» Februar 1921, also vor. vier Jahren, eine scheußliche Wt'ordtat geschehen. Die Oeffentlichkeit kam in Erregung. Die Polizei arbeitete mit allem Eifer, um Anlage und Täter ausfindig zu urachen. Sie. stellte die Wahrheit in allen Punkten fest und referierte an ihre Vorgesetzte Behörde, an den Minister, des Innern, eben den Herrn v. Bcnicziky. Der schritt nicht ein, weil bet Reichsverweser seine schlanke Gestalt, dazwischen schob. In den' Akten eines Militärgerichtes Verschtvand der Bericht, Avei der Mörder versclMrndcn ins Ausland, der dritte kriegte 3tst Tage Ziannerarrest. Die Wahrheit Wer die Affäre Versclrvand in der Brust des Herrn Ministers. Nun ist die Sache wieder aufgerollt.. Die. Demokraten und Sozialdemokraten fordern gemeinsam die Neuaufnahme des Verfahrens und berufen sich auf den Minister, der seinerseits wieder. erzählt, er habe dem Grafen Bethlen nicht nur diesen Fall, sondern 94 solcher Fälle vo.vgetragen. Er macht auch über einige sehr detaillierte Anoden, .aber keine über Somogyi. Hier ist das Amtsgeheimnis. Warum? ' Das ist ein ungarisches. Rätsel. Gibt es in einer kriminellen Angvlegeu-heit überhaupt ein Amtsgeheimnis? ' ' Nun'aber muß man doch fragen: Wozu braucht »um eigentlich diese ganze Prozedur,der Enthebung von der BersrlZviegenheit? Herr Benicjsiy hat doch nicht selbst recherchiert; seine Kenntnisse stammen aus einer Relation der.OderstadthaubtNmnnsckM. Wollte Gxas Bechlen das Notwendige erfahren, so wüßte er, mir den Akt ausheben lassen. Sollte der Akt nicht eruierbar sein Me«. Menrtag. 24. Kebrnar 1025 7. Jahrgang Ztalienlsche Truvvenkonzenttationen an der Sgtzpttschen Grenze. Der Grenzstreit zwischen Aegypten und Tripolis. (Eiflendienst der „Wiener Morgenzeituidg") London, 23. Februar. Die italienische Regierung hat an den ägyptischen Ministerpräsidenien Ziwar Pascha die Aufforderung gerichtet, das Grenzgebiet von D j a r a b u h an der Grenze zwischen Aegypten und Tripolis abzu treten. Gleichzeitig werden Konzentrierungen italienischer Truppen an der Westgrenze Aegyptens gemcVdet. In einem offiziellen Communique erklärt die ägyptische Regierung, -daß sie mit der italienischen Regierung in freundschaftlichen Unterhandlungen über die Festsetzung 'der Grenze gegenüber Tripolis stehe und daß gute Aussichten auf eine beide Seiten befriedigende Lösung bestündem Es geht bas Gerücht, daß eine Intervention der englischen Regierung in Rom stattgefunden habe, da die Form der italienischen. Forderung auf Abtrennung einer -Oase in London als den diplomatischen Gebräuchen zuwiderlaufend angoschen wurde. .Bekanntlich wünscht die italienische Regierung bereits seit langem eine - G r e n.z r e g u l i e r u ng zwischen Tripolis und:Aegypten, zu ihren Gunsten nnp motiviert dies mit der fvomdenseendlichen BewegNptz.unter'-hen an der Grenze leibenden S e n u s s ist ä m m e w Die Italiener halben ^bereits im' September - vorigen' iJcihre's ihre G a rnisonen an . der ägyptischen Grenize verstärkt.;• %1 '* *■ v LpC-- '-'<jY ,S.'.-7 ." -- ... London, 23. -Fe'bmvar.' (Reuter.) Aus .eine Anfrage.-im Urrtevhaus erklärte Aü'ßen-nrmister Chämberlain, die britische Regievimg werde' unter den gegeniwärtigell ll-mständerr keinen Botschafternach Moskauentsenden.-Er erinnerte an seine im Dktober gehaltene Rede, worin er erklärte, daß nach se i ner Diel mtng ■. der Augenblick zu neuen Schritten noch nicht gekominen sei, daß man aber.die Situation im Atlge behalten und den Ereignisien Rechnung tragen rmisse. Die englische FlotLenbnsis in SingaPore. Auf eine Anfrage wogen, des Baues der' englischen F l 01 t e n b a s i § i n Sin g g p 0 r e, erklärte B a l dw i n, daß ein gewisser Test der Oeffentlichkeit Japans glau'be, der Bau der Flottenbasis von Singapore sei ein Beüveis des britischen Mißtrauens gegen Japan. Di« offiziellen Kreise Ja^pans dagegen legten sich Rechnung davon ab, daß es sich boi der Frage von Singapore nur um die I n t'e r e s s e n der britischen F l 0 t t e n p 0 l i t i k handle. Die Distanz zwischen Singapore und Japan betrage 2300 Mellen, es könne daher von einer Bedrohung Japans durch England nicht die Rede sein. Japan und Erfand seien einig in dem Bestreben, denFriedenim Stillen Ozean ausre chtzuerhalten. Ae Moffulgrenze. Genf, 28. Februar. (Schweiz. Dep.-Ag.) Nach einem Teilegra>M'M aus türkischer Quelle hat die Bö.lkerbundkommission zur Durchführung der Untersuchung über di« Festlegung der Grenze zwischen Irak und der Türkei ihre Arbeiten in Mossrtl abgeschlossen. Ae Räumung Kölns und der Ruhr. Köln soll am 1. September, baS Ruhrgeblet am 15. August geräumt werden. Paris, 23. Februar. Der Brüsseler Korrespondent des „Temps" meldet, in autorisierten Kreisen glaube man, daß ein Zeitraum von sechs bis acht Mo.naten für eine zufriedenstellende Erfüllung der Äbrüstungsbedingungen durch Deutschland notwendig sein werde. Jedenfalls könne eine R 8 u m u n g d e r Kölner Zone nicht vor sechs Monaten, also nicht vor dem 1. S«ptember ins Auge gefaßt werden, und die Räumung der Ruhr Fönne etwa am 15. August erfolgen, wenn der Dawes-Plan pünktlich zur DuuhsiU'r::'»^ gelange. Brantings Zustand hostuuügslos. Berlin, 23. Februar. (Tel.-Konrp.) Wie aus S.tockholul berichtet wird, /hat sich nach 'dem ousgegcbeney--Bulletin das Befinden B r a n t i n g s im Laufe des gestrigen Tages von Stunde zu Stunde verschlimmert. Die Aerz-be wagen angesichts der Schwäche des Patienten nicht, die dringend notwendige Operation au szu führen. Durch K a m p f e r i n j e k t i 0 it e, n wird i<ct Kranke,. Hai Be-. wußtfein erhalten. Alle Familien Mitglieder haben sich am Krau>ken'belt versammelt. Man glaubt nicht, daß Branting bk n ach st « Nacht überleben wird. .. . Siert operiert. "' Berlin, 23. Februar. (Wölfs.) Reichspräsident E b e r t ist' an 'einer Min-davmen^unlduW^Ävaükt. ''Wd', muß sich einer Operü'tio«'unterziehen, ^ie.Pros.' Bitzr noch heute nachts vornehmen wird. Die verfassungAmäßige B-er t re t u ng des^ Reichspräsidenten ist dem. R e i ch sk a n z-l-«' -r' .ÄHeatvagen- .worden. ' ein ständiges Ttreikschledrgericht in PaiSsLina. Jerusalem, 23. -Fobvuar. (I.' T. - A.) Am .18, d. -fand in Jerusalem eine Konferenz stalstt,. die über Mittel' zur Vermeidung von Streiks und' ÄnSsperrungen beriet. Der Konferenz wohnten Vertreter der Arbeitgeber, der Arbeitnehmer,'des Waad Lesimi aiwb der Zionistischen Exekutive ^boi. Sie tagte den ga-nKem Tag über bis spät in die Nacht hinein. Die Konferenz loählte ein. st ä ndi.ge s S ch iedsgeti ch t? 0mitee, in beim Arbeitgeber, Arbeitnehmer, Vertreter der Zionistischen Exekutive und des Waad Leumi Sitz und Stiinme Habens Dieses Schiedsgericht hat die Ausgabe, bei . jeder Stvoikgefahr in Palästina zufammenzutreten mb die Differenzen zu schlichten. Das Komitee wird auch ein Ärbeitsstatut für Palästina ousavboitvn. Ae natnrallsterten Anden in den Dominion» stnd Bürger des britischen Weltreiches. Johannisburg, 33. Februar. (I. T A.) Der Innenminister der Südafrikaniischen . Union teilte dom jüdischen Deput i«r te nrat Südafrikas mit. er werde dem Parlament ein Gesetz unterbreiten, daß in Südafrika naturalisierte Fremde zugleich auch Bürger des ganzen britischen Reiches werden. (was ja in Ungarn möglich ist), so kann doch der Beanlte vorgeladen werden, der ihn geschrieben hat, falls es nicht ettva hei der Stadthauptmannschast eine Absä-rift gibt. Bor dem Kabinettschef, dem obersten Leiter der Berlvattung, kann cs doch keine Berschstviegenheit geben. Wozu also dieses Ziviegespräch zwischen Bethlen und Beniczky? Herr Beniczky ist doch in diesem Drama kein Hauplakteur! Ihm ist bange vor seinem Mut geworden und er Ivill trotz aller legitimistrschen Unversöhnlick-keit nicht der Regierung eine Affäre bereiten, die ihn der Rache «der Erwachenden und der.Offiziersbanden ansliefert, das Kabinett kompromittiert und vielleicht auch den. Horthy in das schärfste Licht setzt. Diesen Gefällen will Herr Beniczky nicht machen. Er droht seit Budaörs jeden Tag zweimal. Aber wenn er Por die Tatsachen gestellt wird — und welche Tatsachen sind das» — dann versteckt er einen Mord hinter der Amtspflicht. Graf Bethlen aber schnappt gexne nach dein Bissens den ihm Beniczky serviert. Amtsverschwiegenheit, König — dos sind Dinge, aus denen sich Prachtvolle staatsvecht« liche Reden znrechtsckmeidern lasten, mit denen das Publikum ausreichend beschäftigt werden kann-, so daß es.an den Anlaß der ganzen homagialen Auseinandersetzung vergißt, an die zwei Toten im Auto der „Move", an die vielen tausend Toten in Orgovany und Jszak und Siofok und Dioszeg. Das Publikum vergißt, die Demokraten, die Sozialdemokraten und das Parlament vergessen. Nur die Angehörigen der Toten können nicht vergessen. Aber die haben in Ungarn nichts zu sagen. u n alle UeiBworen zn sensationell billigen Preisen im Warenhaus li. TsborstraBe 48 TflauHsa Ir sros «a 7711137679300349243878768905^61038 485348532348532348534848535323535323235323232348482323 4848534853234823532353234853485348532348 5323534823534848535323485348535353234848