Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 7 (1925)
- Issue
- Heft 2154 (18.2.1925)
- Date
- 1925-02-18
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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HE KU PA*. m!X- » ,4] {§. W- [I I fff i w m Cefttt Mm. MfkwoH lifrwf» fffomnttlfttim. Rezitationen mt« bet Bibel. Anschließend geselliger Teil. — §1*ü» Ta ® etb 'H amidrasch. 2. Be-., Ferdinand», straße 23. Heute. 6 Ubr rbends. Lektor Dr. G. R u b t n r .Die RellqionSphilolophie des Josef Aldo". - Akademischer Landesverband. Die für heute angesetzte Sitzung findet nicht statt. italienischen Journalismus angeyliedert fei« wich. Diese ftvteressante AuSsteKMg, Vx erste dieser Art m Italien» wird eine Uebersicht Mer die hsstorffche EmwiE-umg des ZeiNrn^swesenS und AeitamgLdkenstes in J>Äien und in seinen Kolonien bieten mW von besonderem Interesse wind die Jl'lustraiionSabteiluuq sei«. *» alle Keren-Kajemefh-rJsrael-Büchseninhaber MötzNngs. Die Leerung der zkeren-KafemoH-Büchftn in MSdllim» suchet in der l-etziven - Februarwoche si'tt. All« Bertvauensmanner sind mit einer Legi-iimac-ion des Keren Kaiemeth l.IsraÄ verichen und stellen über den vorye>fi«chenen Betrag eme fortlaufend numerierte QuitÄmg aus. Der Ball des Jüdisch-akademischen Juristenvereins findet am 18. d. m den Räumen der Hofburg statt. Auskünfte «und Kaü-en »m Cafe Stad:park. JubilSm» Leoprld Slraßmayer. In Ehren Straßmayers, oes letzten der alten Wiener Kouttkeraarde. der iismfundfünszig Jahre bereits auf den Brettern steht, wurde Samstag den 14 d. eine inttme Feier >im Bürgertheater abgeihaften und dem Jubilar ein wertvoller Ehrenrin-g überreicht. Am Nachmittag trat LeopoSd Straßvrayer im Carl-Theater in Eyslers „Lach-ridem Ehemann* auf. einer Sondervorstellung. welche die Mitglieder des Büvizevcheaiers mit Fritz Wern er als Gast bestritten. Das volle Haus leierte stürmisch den greisen Künstler, der gerührt fiir die SvmpathMtndgelungen dankte. De, ReprLsenlatiousball des Buchenland. Schutzbund der Burowmaer in Ocsterreich. Vergangenen Samstag fand in den Sälen der Hofburg der R Präsentalionsball «s Schutzbundes der Dukowinaer in Oesterreich statt Nach Erfchcinen der Herren des Chrenschutzes: G. d. I. Auffenberg-Kom arow. Krieasmin ster a. D.. LandcSpräsident a. D. Doktor Etzdorf und Präsident beg Wiener Lande« erichtes Doktor Pieia, zogen di^ Ehrengäste in den Saal ein. worauf der Ball unter den Klängen des Walzers „An der schonrn blauen Donau" eröffnet wurde, litt;« den Erschienenen bemerkte man: Soktionsrat Dr. Kleinwachter, königl. rumän. Konsul Radoi samt Gemahlin, zahlreiche Vertreter der Wiener Presse und d« Künstlerwel, sowie anceve Ehrenr.'äste. Das schöne ,>st. turs bei animierte Stimmung bis zum frühen Morgen dauerte, dürft« für den Verein ein Ansporn sein, weitere Geseüschafrs- -abende zu veranstalten. * Der Verein Ferienheim ««'sendet ab Mai d. I. in fern Heim nach B ö s l a u euwttnigs bedürftige jüdische 'ZmMinder -rm Atter von 6 bis 13 Jahren gegen aiüMtufte Beiwagsleisttma der Ettern. Das ^österreichische Seohospv; nimmt ebensolche. zur Tuberkulose neigende K'nder v.r-r Envserdung in das Se-chad Grado (Italien) gegen abg7stu.fte Bettvagslailstung der Einern aus. Nur schriftliche AmneDungen am das Bureau Feröeich., 9. Bez., Tüvkenstvaße 17. Bühne und Kunst. Perer-Smolenslk-Feler. DaS Zionistische LrudeSkomitee für Oesterreich vevanstoltat am Sonntag den 22. halb 11 Uhr vormittags, im HotÄ Cout-rnenta-l. 2. Bez., Talbovstraße, ansätzlich des -Ist. Todestages des großen hebräischen Schriftstellers Pevez SmolenSkr eine Gedenkfeier, bei welcher der PrästdMrt' des Aktionskomitees Herr Obervabbiner Dr. P. H. ChafeS, der Präsident deS■ Ziou'stischm Landcskonritees für Österreich Dr. Jakob Ehrlich, ferner die Herren DoLvr Dlesendruck und Dr. Gelber sprechen werden. 8m Srllodung einer ständigen Mische» Kstnftlertheaterr fiir fiuropa ln Wien. Wie wir erfahre«, hat die Gesellschaft zur Gründung des MMgm jüdischen Künstlercheaters in Wien bereits einen groß« KreiS von Interessenten herangezogen und die nötigen Vorarbeiten begonnen In der letzten Besprechung wurde beschlossen. ein GedenUmch anzulegen, in daS die Namen aller jener eingetragen werden, welche durch iutensive materielle und intellektuelle Unterstützung sich dieser eminent wichtigen nation a lku l tu re lke n Ausgabe als Gründer. Förderer und Initiatoren widmen werden. Das vorbereitende Komitee wird demnächst mit einem Ausruf vor di-e breite Oaffsntlichkeit treten. m # Die für gestern (Dienstag) an,beraumte Besprechung des vorbereitenden Komitees findet heute Mittwoch m den Kanzleiräumen des Herrn Dr..Dagobert Rybaczewsky, 2. Bez., Hollandstraße 14, um 8 Uhr abends, statt. Ans de« Theatern. ^Burgiheater. Morgen, 7 Uhr abends, „Rosen- «ontag". Akademietheater. Morgen. V,8 Uhr abends. „M a m a N t c o l e". B o l k s o v e r. Heute. x\fi Ubr abends, „K u hr ei g e n". Morgen jum ersten Male Massenets „W e r th e r". R a i m u n d - T b e a t e r. Als literarische Matinee kommt Sonntag den t. März das Schauspiel »DaS Wunder" von Walter Lkeblein, in der Inszenierung durch Hans Rodenberg, zur Auffübrung. Tanzmatinee Susi Mirfam. Ein neunjähriges Kind, das als TanKunftlerin auftritt — mit schamvollem Dangen erwartete ich das Hochgchon des Borhan,ges. die ersten Tanzschritte. Man kennt den forcierten Drill und die Schablone, di« wehmütig de« Zm'chauex angvnrst und chn zu vrdagoqischon Sentenzen anregt. Wie wundervoll die Ucberraschun.i! Sufi Mirfam abmt nicht die großen Tänzerinnen nach. Dic Neunjährige schon hat ihren Charakter und eine Anmut mif Ksuschhoit. die märchenhaft-Pnvl.'ch anmutet. Hier ist nicht eine Tan'schrittumdichtung der Mulik. ein Malen durch Rbnthnnrs. sondern eine eigene im Wesen des Tanzes begründete Welt, beruhend aus ein« tade>Tr-5en. reinen, mrman'r'ierten Dechnik und empovKtra.qen durch ein starkes, urwüchsstres Talen:. Der kindlichrunde Körper deutet mehr an als er vollführt, die Mrsik wird lebendig, der Geist der tänz«ischen Bewegung wird ''chtbar. Und noch mehr — auch schon die Pointen, also das Tragische und GroteSke bricht dich Bahn. Susi Miriam bat den Zug ins ganz Große in sich, keme Hoffnung, fast schon Erfüllung. Besonderes Lab der Frau Ada Steiner, die stilechte. berückende Kostüme entworfen hat. Es war ein großer, durchschlagender. ^<Vv fpvuchslcser Erfolg. _ 3. Gerichtssaal. ^Jbr seid polnisch« Saujuden!" „Die Hochzeit findet nicht statt!" Eine peinliche Srenc. dre zur Bevei-tbung einer Hochzeit in letzt« Minute goführt hatte. biDete gestern beim Stva^fbezrrksgevichte 1 den Grgenstand einer Ehveubcil'eidigungsklage. welche die Brüder Karl und Ferdinand Sperber gegen den Ingenieur Rudolf Lobl angestrengt hatten. Die Schwester des Bcschuldigterr war mit dem Ferdinand Sperber verlobt. Die Trauung sollte amr 25. Dezember um 4 Uhr nachmittags im Marialh'FertempÄ statt finden. Dem Bräutigam, der sich wiederholt durch Unpünktlichkeit gegenüber seiner Braut hervorgetan hatte, wurde am Vortage der Trauung erugeschävst. lonigstens um HM 4 Uhr nachmittags in der Wohnung der Eltern der Braut zu erscheinen, um von dort aus in den Tempel zu fahren. Der Bräutigam erschien erst fünf Minuten vor 4 Uhr mit seinen Brüdern in der Wohnung der Braut, die wie alle ihre Verwandten wegen des verspäteten Erscheinens des Bräutigams schr nervös war. Der Bruder der Braut. RvdM LNbl. ging dem Bräutigam entgegen und stellte ihn sowie feinen Bruder wegen des verspäteten Erscheinens zur Rede. Es kam m einer erregten Debatte, in dessen Verlaus der Jngvnienr LAS die Aeußermrg: „Solche polnische Saninden!" gemacht halben soll. Kavl Sperber nahm seinen Bruder den Bräutiaam. unter dem Arm. «Märte, die Hochzeit finde nicht statt und ehe sich die Braut und deren Verwandte in die Situation hineinsinden konnten, war der BrantigaM mit s«nem Bruder rm Auto davonigefabrsn. Aus diese Weise wurde die Hochzeit verrttelt und die Partie zwischen den Brautleuten Llöerhaupt gelöst. Der Erbräutigam Ferdinand Sperber' und dessen Bruder Sturl erhoben gegen den Jngemerpc Löbl wegen der Bezeichnung „polnische Samuden" noch die Chvenbeloidigungsklage. die gestern vor dem Landesgerichtsrat Dr. Frhda nur Verhandiung gelangte Der AngeMagte Rudolf Löbl erklärte, daß « sowehl wie die Braut und die anderen in dem Hau5e bereits vevsammelten Tvauunqsgäste über dasverspätete Evschemsn des Bräutigams sehr angeregt waren. Er habe deshalb den Bräutigam in höflicher Weile zur Rede gvstellt, worauf dessen Bruder erklärt habe' „Die Hochzeit fandet nicht statt." Gleichzeitig hatten Karl Sperber und sein Bruder Bernhard den Bräutigam unter dem Arm genommen und die Brüder seien, ebe sie jemand hindern konnte, mit dem Bräutigam davongefahreu. Ob er. AngeÄsaqter, in seiner Aufregung die inkvimnvierte Aeußevung gemacht babe. könne er nicht sagen. Der als Zeuge vernommene Bernhard Sperber erklärte, daß der Angeklagte in barscher Weise den Bräutigam u-nd die in seiner Bogloitung besiud''icken Brüder zur Rede gestellt und dabei die Aeußerung gemacht habe: ..Ihr seid polnische Sanjuden!" Der Angoklagre erklärte noch, daß er mit dieser Aeußerung, wenn er sie gebraucht habe. keineSwogs Herrn Ferdinanv Sperber, den daina-ligen Bräutigam seiner Schwester, der sich bei der ganzen Szene Passiv verhalten hatte, gemeint habe und daß er auch keinen Aniloß habe, seiner Ehre irgendwie nah« zu treten. Auf Grund dieser Erklärung zog Ferdinand Sperber den Strafantrag zurück, wcibrond Karl Sperber durch seinen Vertreter die Bestrafung des Angeklagten verlangte. Der Richter verurteilte den BEutT>igten Rudolf Löbl einer Geldstrafe von 25 Schilling, eventuell zu. 48 Sünden Arrest. Ms mildernd wu'de beim' Stra-kausmaße insbesondere die ganz besonders durch die Situation begreifliche und begründete Aufregung des Angeklagten zur kritischen Zeit angenommen. Modernes Tdeater. Heute fiudet im Rahmen der Nachtvorstellungen um X/*11 Ubr abends die erste einer Reihe von Soireen statt, die ausschließlich französischen Werken gewidmet ie'n werden. Komödieubaus (Exl-^sthneV Heute zum ersten Male „Notkennt keinGebot", Volksstück von Rudolf Christoph Jenny. R e n a i i s a n e e b ü b n e. Die Direktion de- LustspielcheaterS teilt mit, daß die Belebung des *itttfe8 «D i e letzte Warnung" unverändert bleibt. Tie Novität „Mein Mann, der großeKÜnstler" wird led^llch mit Mitgliedern der Nenaissaneebühne be etzt sein. Haust Niese gastiert in der weiblichen Hauptrolle. DieKildenePawe, 1. Bez.. Riemeraaffe 11. Die heutige Ausfühnmg entfällt aus technischen Gründen. Nächste Vorstellung Mittwoch den 25. d, 1/a8 Uhr abends. Ei« Dtckens^Museum in London. Die Dichens-Gsfellschaft Hai das Haus augekaust, in tveilchem Dickens als iustger sman« drei Jahre wohwbe. Dieses Herls in der Dough.street iHrvd in einigen Mon^'en als Dickens-Museum evössinet werden. Ein Mäzen hat «e'-ne überaus ums'ingveiche Sammlzmq von Büchern, wk Mon>:'skr>ip:en, es sind mehr als 1N0 Bände, zur Bevs-ÜW 'n gestellt. Das M'sm-m wird auch eme Povträtsammlnng enlthalten, welche 387 Nummern Zählt. Eine Sonderausstrllung des italienischen Journalismus. Im April wird zu Florenz die zweite inleM^limval« Buchmesse eröffnet, der eine Sondeva«sstell u ng des Eine Preistreibereigesch'chte. Bor d-m Einzolrickter Hofrat Dr. Hotter hatte sich Frau Lea Werner, die einen Großhandel wU Seife und auch Lcbonsmittelln betrieb, wegen PveistreSberei zu Verantwovte«. Sic soll mehrere hundert Kisten Seife von der Centra-A.-G. gekauft und an den Kaufmann Schön in Graz um einen bobvn. den büro-rlichen Gewinn übersteigenden Preis wekewevkauft halben Die Angeiklagte derontw"rtete sich dahin, sie habe bei dem Geschäfte so bedeutende Spesen gehabt, daß von einem Geüvi-nne überhaupt nicht gesprochen werden könne. Ans Gmnd von Berechnungen über den Anfchafifungspreis und den beim Wiederverkan>s errielten Preis erkannte der Richter die Angeklagte schüldig und verurteklte sie zu einem Monat strenaen Arrests, verschärft durch ein hartes Lager wüchent"ch, sowie zu einer Geldstrafe von 50 Millionen Kronen. Weiter wurde über die Beschuldigte, werk sie Ausländrin ist. die La ndesverweisck.ng auSgesProchrn. Sie berief ge-rien das Urteil. Bor einem'Senate unter Vorsitz des Hofrates Dr. Jacob, der über die Berufung der Berurt"ist-7n zu entscheiden hatte, führte Verteidiger Dr. I. Kurt R 0 s e n f e l d aus. es sei bedauerlich, daß über längst verstaubte Akten und üb« oin Delikt, das als Fo^Ze krisenhafter Zotten entstanden sei, ein Gericht noch eimr«I «i urteilen habe. Es lasse lich doch nach Jahren — das Geschäft wurde im August 1022 abge- Mosseir — nicht mehr überpnül'en. ob d'e Angeklagte einen h'hen Gewinn erz'eiste eher nickt. Der Gerichtshof hch nach längerer Beratung das Urteil auf und sprach die Angeklagte mit der Begründung frei, daß nach Ablauf eines längeren Zeitraumes die Feststellunge'N über das Geschäft nicht mehr mit Sicherheit vovgonommen werden können. G HHRM ¥üsat*M*k£. 18. Fobwar 1925 _9t. 91M Volkswirt. Polnische Wirtschaftrwoche.. (Bon unserem polnischen M.-S.-Korrcspondcnfe«.) Der Abschluß der amerikani'.schen 60-Mill'ionen-Dollar» Anleihe muß der Regierung als großer Erfolg gutgcschriebev werden. Die Anlekhc tvuvdo durch di« Einnahmen aus de» Zuckersteuern sichergestellt, deren Abzahlung erfolgt m gleich« mäßigen Raten binnen 20 Jahren, die Bepsinfung bsträgt 8 Prozent jährlich, der Emissionskurs 86 für 100. Die Nachricht vom Abschluß der Anleihe und der Einzahlung der ersten Rat« in der Höhe von 35 Millwnen Dollar (der Rest im am 1. Juli zahlbar) wuvde von der gesamten Bevölkerung mit großer Fronde ausgenommen und bewegt auch die WivtschafrS. kreise zu einer frohen Ausschau in die Zukunft. Der emgelangte Dollavbetrag wird von der Regierung an die Bank von Polen abgetreten, die nun «nifprechende Zlotybeträge emittiere« wird. Die Regierung beabsichtigt nun, die ihr zu Gebote fte* hcnden n>:iuen Mittel wie folgt zu verwenden: Große Investitionen bei gleichmäßiger Verteilung an die Landesindusiris durchzuführen, die staatlichen Banken mit neuen Mittel« zu dotieren und so der Industrie zu evmSglichen. neue Kredtta anfizunehmen, und schließlich durch das Aufkäufen von Pfandbriefen der Bcdenkvcdltgefellschaften der Landwirtschaft auSzn« helfen. Ein so umfangreiches Programm, zu dessen Realisierung keine Mittel fehlen, mutz in absehbarer Zeit eine gründliche Besserung der wirtschaftlichen Verhältnisse herbeiführen. Während der ganzen Berichrswoche konnte die Hausse auf n polnischen Effektcnplätzen anhalten. Der Abschluß der Anleihe, die günstigen Aussichten für die Industrie tragen nicht wenig zur Festigung der AnswärtSbewegtlug bei. Die Kon^erm-rno sieht sich bereits gezwungen, alle ihre Engagements zu lösen, die Deckungskäufe schrauben natürlich di« Kurse intensiver in die Höhe. Das Publikum, welches sich durch längere Zeit von den Börsen ferngehalten hm, stellt sich langsam wieder ein, und nachdem auch aus dem Ausland polnische Werte stark gesucht werden, nracht sich ein fühl>barer Warenmangel gelten^ In maßgebenden Kreisen erachtet man den Zeitpunkt für gekommen, wo die Effekten die lang erwartete AuswertungShausfe durchmachen und endlich den eigentlichen Wert d«S Unt«rn:hmcns repräsentieren werden. Schon fttzt meldet uran aus allen Jndustriegentren «ine . Hebung der Industrie. Die Regierung hat i« Erwartung der Anleihe zchlveiche?liufträge ereilt, di« manche Industriezweige, wie die Maggonirdustrie, die Textil- und Hüttenindustrie, ruf Ilonate hinaus befchaft'ic..'n lversen Auh )rr berbsschugtr Ausbau des polnischen Eisenbahnnetzes wird gange Inrustries» dauernd bezchcftigen. Ne«e IndustrieplSne fSr fites Israel. ' Aus Jerusalem wird uns gemeldet: Um «Äsen Vegrift von den zahlreichen Industrien zu bekommen, die in Palästina von Juden geplant werden, muß man evmnal Vis Gesuche um Darlehen des Keren Hajessod betrachten, die bei der Abteilung für Handel und Industrie «der ziomstischen Palästinaexckutive einlauftn. Die meisten Antragsteller sind erst kürzlich mit eigenem Kapital ins Land gekommen und suchen nun um >kmanzi?lle Unterstützung an, uns ihre Avbett auf den verschiedensten Gobielen aufnohmen zu können. So befinden sich unter den Bewerbern Fabvikanten dort Hemden, Strümpfen und Baumwollwar'e». Da ist auch ein Interessent für eine Dampfwäscherei m Jaffa, lder in diesem Fache schon viele Jahre gearbeitet bat. Em fttt langen Jahren angesiedelter Kolonist wünscht seine Konservenerzeugung zu vergrößem; er besitzt langjähvige Erfahrung im Konservieren von Früchten und Äeurüsen. Die Kwuzah Ein Chaod möchte ein Darlchen non 500 Pfund Sterling, davon 100 Pfuud bar und 400 Pfund in Fovur einer Garantie, um einen Motor und Baumaterial zur Errichtung einer Fabrik von Gemüsennd Fruchtkonserven anzukausen. Ein Jerusalonver Kaufmann bittet mm ein Darlche» zur Etablierung eines Betriebes für Fischkonsewen. während ein anderer, gleichfalls in Jerusalem, Hilfe zur Entwicklung seines Handeils mit importierten geräucherten Heringen verlangt. Ein anderer Kaufmann in der alten Stadt braucht, um seinen Makkaronibetrieb aus eine gesunde Grundlage zu stellen, ein Darlehen von 250 Pfund Sterling für Maschinen. Unter den zahlreichen Bewerbern gibt es auch Wurst-- sabrrkanten. Arbeiter und Sachverständige für Raucher-- steif ch, Papier waren. Luxuslederwaren, (Sri. schränke, Holzgegcnstände, Töpfereien und andere Artikel jeder Art. Die Schillingrechnung bei den Bankinstituten. Wie uns mitgeteklt wird, plant die Oesterreichische Nationalharrk im Einvernehmen mit denr Finanzministerium die Schillingrechnung durchzusühven. Jni Zusainmenhaug mit diesen M-cßmchnren des Noteninstittttes dürften auch alle anderen Barikunternehtnüugen die Schillingrechnung ellvfühven, um ein« einheitliche Rsgelnug dieser Frage vorzunehrnen. Ms Zelt- Punkt dieser Einführung wird der erste März angsgobon, da auch zur fslben Zeit das Postsparkassonamt und die Eisenbahnverwältnngen mit der Sckillmgrecknnug beginnen. Festigung des französischen Franken. Die Jnterventimr der Banane de France zugunsten der französischen Währung hatte vollen Erfolg. Die Aukündignug währungSPolinschcr Maßnahnton von feiten der französischen Regierung hiolt die Dpüku'lation von tveitercn Angriffen.gogen den Fraltken ab. Er stieg in Zürich unr die Mittagszeit aus 27.27*/» und senkte sich dann wieder auf den Bortagskurs von 27.15. Die übrigen Rotiernngen waren größtenteils unverändert. Die Generalversammlung der Wiener Lombardnnd Eskomptebank. Die Generalvevsaninrlung der Wiener Lombard- Eä-ornpt?ha<Ä ist für den 5. März einbernfen. Auf der iA*-VWiA‘' *****■#■ sS--' E: r.mAiM*’.