Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 7 (1925)
- Issue
- Heft 2151 (15.2.1925)
- Date
- 1925-02-15
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Dekh I Dien, Sonntag BerfrShte KialMoaiqerLchte. Unter dem Titel „E ntlrüllung einer I frigne des GencralkommissärS Tr. I immer mann" meldete gestern ein Wiener Morgenblatt, daß Generalkommiffär Dr. Z i m m e r m o n dem früheren Finünzminister und chrrstlichsozialen Abgeordneten Doktor G ü r t l e r, dessen Beziehungen zur sozialdemokratischen Partei allgemein bekannt seien, angeblich über Wunsch deö Bolkcrbundrates nahegelegt habe, eine ch r i st l i ch. sozial-sozialdemokratische KoalitionSr e g i e r u n g z u bilden rr n d das Kanzleramt .n übernehmen. Dr. Gürtler beeilte sich, diese Meldung alS glatt erfunden zu dementieren. ES kann als bekannt vorausgesetzt werden, daß getvisse Bölkcrbundkreise und vielleicht auch Generalkommissär Doktor Z i m m e r m a n es nicht ungerne sehen würden, wenn das noch restliche Stück Weges der Sanierung von den Verden großen Parteien gemeinsam zurückgclcgt werden würde, da doch eine Reihe unpopulärer Maßnahmen, die im Verlaufe des Sanierungswerkes noch durchzuführen sind, nur reibungslos in Vollzug gesetzt werden können, wenn sie nicht Gegenstand eines leidenschaftlichen Partekenstreites bleiben. Mag sein, daß sich Tr. Z i m m e r m a n vor der Tagung dc8 Finanzkomitees des Völkerbundes in diesem Sinne geäußert hat, keinesfalls aber ist ihm zuzumuten, daß er etwa den Dr. Gürtler als Homo regius, so wie das früher einmal der König von Ungarn getan hat, mit der Kabinettsbildung betraut hätte. An dieser Unwahrscheinlichkeit krankt die oben erwähnte Meldung. Sie scheint in die Welt gesetzt worden zu sein, um in der Zeit, da Dr. Seipel infolge eitles neuerlichen Anfalles seines Leidens zu unfreiwilliger Muße gezwungen ist, ein Anspinnen von Fäden von rechts nach links und umgekehrt, von vorncherein unmöglich zu machen. Es ist auch der Versuch gemacht worden, diesen Ballon d'esiai in P r a g aufsteigen zu lassen. Kreise, die den Verbreitern dieser Meldung nicht ferne stehen, erzählten gestern vormittags, die Prager „Tribuna" habe schon vor einigen Tagen diese Nachricht gebracht. Das war nicht der Fall, wohl aber wurde der Versuch gemacht, sie dort unterzubriugen. Nur das eine scheint klar, daß im christlichsozialen Parteisekretariat am Schwarzenbergplatz nach dem Rezept des Geßmannschen Parteisekrctariats, das wegen ähnlicher Versuche, Politik zu machen, seinerzeit unter dem Spitznatueit „Gifthütte am Hamerlingplatz" bekannt war, Tr. Seipel das Kommando führt, daß er sich jetzt von der aktiven Politik nicht ganz freiwillig zurückziehen mußte, und daß er trotzdem die Entwicklung der Dinge in Oesterreich in seinem Sinne weiter beeinfluflen will. Eine neue schwarzrote Koalition läge nicht in seinen Intentionen, und vielleicht hat ein strebsamer Journalist vermeint, mit der von ihm konstruierten Nachricht sich Dr. Seipel g e- * ö I £ i g zu zeigen. fiSnbetfirafereiis. Tie kommende Woche wird mit wichtigen Beratunp.eu der Ländervertreter allsge füllt sein. Das Kabinett R a m e f, >däs als Exponent der SelbMndigkeitsbestvebnngcit der Bergländer ins. Amt getreten ist, 'hat bischer eine sehr geringe Aktivität gezeigt und auch das Parlament nur sehr wenig beschäftigt. Bei der Einbringung neuer Vorlagen befleißigt sich die neue -Negierung großer Vorsicht, sie will immer alle Interessenten vor der EinbrirrgunI anhören, um sicher zu gehen. Ein Betoeis ihiesür ist das GMlilanHengesetz, rissen Vorlage im Natioiralrat noch mrmer aussteht und erst nach reiflicher Ueberlcgumg und gründlicher Durcharbeitung ins Haus gebracht werden wird. Don derselben Vorsicht läßt sich Doktor Ramel und seine Ministerkollegen auch bei der Vorbereitung jener gesetzgeberischen Arbeiten leiten, di« er als „SlNttWimum." Eine »wlodranransche Allegorie von Henny Baue r, Musik von Wilhelm Kienzl. (Uraufführung im Operntheater.) In Ibsens dramatischem Epilog ,Menn wir Toten sprachen" schildert Bildhauer Rubek die Entstehung seiner plastischen Gruppe „Auferstehnngstag". Er wollte da das edeibste, reinste, idealste Weib der Erde schaffen, ,Hie Erbrachen de". Doch dann lernte er die Niedvigteiten des Lebens -kennen, 'das ideale Weib ttntrbe zur Episode einer weit größeren Gruppe erniedrigt, ein Stück der gewölbten berstenden Erde und allerlei Menschen mit heimlichen Tiergesichtevn traten hinzu. Ein immer toiederkehrendes tragisches Kompromiß zwischen Kunst und Leben! Der Künstler möchte auf dem Pegasus Hohenwarts fliegen, doch das Irdische mit seinen kleinlichen und niedrigen Sorgen zieht ihn hinab. So auch den Spiel mann in Kiertzls Melodram: Er rrägt das heilige Fetter in der Brust mit» rnöchte die göttliche Weise fomer Geige anvertrauen. Doch kein Mensch verlangt danach und seine Kinder schreien nach Brot. Ta macht er es den Gauklern und Possenreißern nach, nimmt Schellenkappe und Tschm-ellen. dreht sich, wild geigend, 31t einem gemeinen, albernen Tanz und wird dafür vom Bolkshaufen reich belohnt. Nun ist er der äußeren Sorgen ledig, doch die Wunde in feinem Innern brennt, da er das Allerheiligste seiner .Kunst entweiht hat, und bange Visionen bedrängen ihn, bis ihn der Sorgenloser Tod befreit. — Das Allegorische ist hier mit allerlei Mystischem und Volkstümlichem durchsetzt: Gaukler, Seiltänzer und Schlangenbändiger treiben ihr Unwesen, Jäger, Fischer uvd Schneider und das junge Volk treten zum Tanz an, ein Affe mit Schellenkappe, Spukgestalten und Wasserspeier, Naturgeister und heilige Frauen bevölkern die Szene, e'men weiten Matz vor Wiener Moraenzeitunn. 0 sind Dr. HO»8AUBM INTFlTtUNOSTABUTTUN von bester Wirkung, angenehmem Öeschmaek, vollständig uit« schädlich. Die Tabletten Stellet« eine sch’anke, erneiöse Figur her, ohne Diätewang oder Aenderung der Lebens* weise, prompte Gewichtsabnahmen. Keine Schilddrüse! r>«,p«. Kein Ahftthrsiittel! Apotheke HUGO BAYtR. Wien, I. WoSliell« 13/12 Vom VolksgMundhenjamt hcwtliigtNr.ztl Man»6littaufdtnKam?nDf. Hoffh^BSf unvollendetes Stückwerk von seinen Vorgängern int Amte übernommen hak. Es find dies vornehmlich die B e rfa ssu ng s- und V e rw a l tu n g's re so r m imd die Neuaufteilung der Sie »erquellen zwischen Bund und Ländern.. Diese Fragen werden nunmehr der am 18. d. -zusammentretenden Länderkonferen; vorgelegt werden nttd die Negierung verspricht sich von ihr wertvolle Anregungen für die AnSavbeüung der entsprechenden Regierungsvorlagen. Am Montag werden die chri'tlichsozialen Ländervertrcter gesondert beraten, am Dienstag werden sie mit den Großdeutschen gemeinsmn tagen, worauf dann am Mittwoch die allgemeine Länderkonferenz unter Zuziehung der sozialdcnnckrattschen Vertreter ihre Tagung beginnen wird. Die Mehrheits- Parteien sind über die'Prinzipien der Versassungs- und Ver»valtnngSreform n-och nicht einig: die Großdeutschen halten dafür, daß zunächst die Reform der Verwaltung in den Ländern ganz gesondert von der Ergänzung der Verfassung in Angriff zu nehmen sei. Ein vom chvistlichfoßialen Landes,hanptmann von Salzburg Dr. Rehrl ausgearbeiteter Dorentwurf ü'ber die Grundzüge der Reform der Verwaltung in «den Ländern hat bei den Großdeutschen Widerstand gefunden, da nach diesen: fast die ganze Beamtenschaft, mit Ausnahme der. Gendarmerie, der Post- und Telegraphenanstalt und des Finanzdienstes, verländert toerden sollen. Tas wollen die Großdentschen nicht zugoben, denn hiedurch würden sie jede Möglichkeit verlieren, ihre Leute in diesen Dienstzweigen ninterzubrrngen. Die leidige Abgabente iln ng's frag e wird irgendwie bereinigt werden nvüssen, wenn auch noch nicht ersichtlich ist, wie der neue Finanzminister Dr. Ah rer, der letzthin noch als Vorkämpfer der Wnderforderungen auftvat, feinen gemäßigten Föderalismus mit den Bedürfnissen des Gesamtstaates in Uebereinftimmnng bringen will. Jedenfalls ist die Finanzpolitik des Landes Wien bei der Neuordnung der Steuerko-mpetenzen e>in schwer zu nehmendes Hindernis, da Breitner amter keinen Umständen auf steigerunMäh!ge Steuern verzichten will. Ne-ben diesen, politischen Angelegenheiten wird sich die Lä'nderkonferenz auch mit dem Pläne Doktor Ahrers, der Errichtung eines zentralen Hypothek«rinstitut's und den unterschiedlichen Unleihebestrebungen der Bundesländer beschäftigen. - - Irr Fndex plus 1. Der amtliche Febmvavnchex wurde gestern E MS 1 festgestellt, da die paretätrische Kommission im MimsteriMN für soziale Berwälttmg die dnrchschnidMche Echöhung der Pvoise seit dom 1s. Jänner mit 0,97 Prozent errechnet hat. Am diesmaligen Gasamrckindex part.izi>pievt die Gruppe Ernährung mit PlrrS 1,1L Prozent, hauptsächlich mit Rücksicht auf die Erhöhung «res Mehl-preiseS, die mit 1000 K. für das K'Äogramm angenommen winde. Der Brolpre iS wurde als unverändert erachtet, und zwar mit Rücksicht auf den ander« ändevtm Preis des AukevbvoteS, dessen Absatz schr Augeuommen einer alten gotischen Kirche in Wien. SMt die höchste musikalische Instanz, die HMge Läclllie, muß—zun: wievielten Male in der Opernliteratur? — dem HÄden in seiner Sterbestunde beistrihen und am Schluffe „schütteln" — tvohl ob dieses phantastischen Mischmisch — ,-ein paar verschlafene Männlein und Miblein mit Zipfelmützen und Nachthauben verwundert detr Kops". Wir auch! Das Durcheinander, das Henny Bauer, die Lrbrettiftin uud Gattilt, anrichtet, vermag Wilhelm K t e n z l, der Gatte, mit seinem oft bewährten Bühnen-talent musikalisch hallbwegs zu ordnen. Seit jeher hatte er ja einen sicheren Theaterblick und eine feste Theatecha-rch. Und ist er auch in der Erfindung und in der Anlehnung an fremfce Meister nicht sonderlich wählerisch, so wahrt doch feine Musik gute, ja vornehme Haltuteg. Ohne zu experimentieren oder musikalisches Nmland zu suchen, pflegt er das Volkstümliche, das Rührselige, er baut einschmeichelnde, auf Tonika und Dominante ruhende Melodien, hält das Orchester in ständigem Muß und ist auch gelegentlich um einen netten Einfall nicht verlegen: So die hübschen Geigemnelodien des Spielniaimes — di« fteilich behaglich, und geruhsant sich auLbreiten, statt toll und zügellos dahin-uwirbÄn,, doch ntan darf vom guten alten Kienjl einen mousiievenden heurigen Strawinskierwarten! — oder die schlichten Aufzüge und Tänze — {eit jeher Kienzls Domäne — der Jäger, Fischer und Schneider, letztere mit ihrem Meck! Mck! deutlich von Wagner inspiriert. Auch an Pueeini erwärmt sich sein Sentiment und :m Tanze der Wassergeister wird er zum Spielmamn von der „schönen blauen Donau", ohne jedoch den Johann. Straußschen Mälzer motivisch zu enilwicksln und Ezuwerten. Und die schönste, der heiligen Cäeilie zügele ilte Melodie ist dein alten Nameau eutnommeit, der ja in letzter Zeit durch Richard Sttauß zu neueir Ehren und in Mode gekommen ist. ' i 1«. Februar im 1h. «81 , , .■*— ,,.. ..." ... . 1 1. — mumm.. Var, rr-ährcnv sich die inzwischen e.mgetrEdem PveiSech^hmig das Brot der MwmWichen Kie.il«backereiörr beschränkt» die iwr wern-g Brotlaibe or-Mgen uttb haupjsöchlich bk Bevölke«»ng mit Kleiivwbäck versorgen. In der Gruppe GrnShvuug sind nnr noch Reis und Kaffee teuerer geworden, währen- Rindfleisch, Lchwe-mefett und Zucker ettvaS im Pv:<c .zurückgegangen smd. Kartoffeln sind etwas billiger geworden. In der Gruppe Bekleidung wurde mit Rücksicht auf das weitere Stvigear der Schrchpreks« einte Echöh mg von 0,5 Prozent festgestellt. Der Wohnungsaafwand ist gleich geb! iebvn. Beheiz u n g 11 n ö Beleuchtung w'^den mit plus 1,35 Prozent eingestellt, weil ldaS Holz tmrer geworden ist. Ae hohe Schule de» AMemM»««». Ärens höchste Bildungsstätte bot gestern den ihrer euesten Tradition würdigen Rahmen für den deutschen Seelen auf» schwnng, für den der Rektor die Aula Mr Verfügung stellt«. Ungefähr 200 hoffnungsvolle Jungmannen lauschten männiglich den Dorten des mittelgroßen, reiferen, diplomierten Kaust maimes Korber, dessen Mund überyiny von 'dem, wessen sein Her; voll war. Er vertrat trotz seiner schwarzgefärbten Locken das Hrrmmnifche Schönheitsideal. Aus feimm Busen brachen barsch die Belange: Gr hr«b an, gegen die „jüdische Presse" zu wettern. Nebenbei wurde gegen die Echöhung der Stuidiengabühren Stellung genommen und die Nolwendickeit der Wirrschaftsorganifation der StlUidentenfchaft bewnt. Den Wiener Blättern gab er «8 gut. Sie wogen es, sagte rr, sogar di« Fiihrsr der deutschen Studentenschaft, Spann und D 0 p s ch, anzatasten. Er verwahrte sich dagegen, mit der jüdischen Rasse, die doch zweifellos minderwertig fei und dem germanischen Schönheitsideal wett nachstehe, vermischt zu werden. In diesem Tom ging eS weiter. „Redner" zitierte zuletzt Richard Wagner: ,Das Judentum ist der Dämon, der die Welt vergiftet." Darm sprach ein Kommilitone iLber Studentenrecht. Man müsse mit dom Schlagwort der Staatsgrundgefttze arrsräurnen. Nur die deutsche Studentenschaft habe das Recht ans Vertretung Ihrer Belange. Me anderen Nationen seien nur Gäste und hatten sich dementsprechend zu 'benchnren. Schließlich wurde eine Resolution gefaßt, in der Angriffe auf die Press« gemacht werden, außerd.'m der akademische Senat ausiZefordert wird, das Studentenvecht rnt Sinne der Deutschen zu regeln. Neber das „Recht" der jüdischen Rasse, das Geld für die deutschen Belange zrr geben, ftirach der Kommilitone nicht. Krawalle im Lverutheater. Demonstration gegen Korngold. E. W. Korngold dirigierte gestern im Opevwcheaier seine Oper ,>VloIanita", worüber wir am anderer Stelle ^berichten. Bei seinem Erscheinen wurde er mit Schreien, Johlen, Pfeifen und lebhaften Abzugrufe» begrüßt. Als das Logenpublikum gegen die Ruhestörer Stellung nahm, erneuten sich die Kundgobumgen gegen Korngold im Stehpavterre. Fünf Perfomen wurden wegen prllizeiwidrigen Verhaltens avrekiert. Erst allmählich, als Kovv»- gow längst dirigiert», trat Benuhiguing ein. Die Forderungen der Jndustrieangesiellten. Donnerstag und Freitag versammelten sich die im Bunde der Jnvustrioangvstellten organisierten Werkmeister uud leitenden Angestellten, um zu den den Industriellen überreichten Fordernngen Stellung zu nehmen. In beiden Versammlungen wurden gleichlautende Resolutionen angenommen, welche besagen, falls die Unternehmer die Verhandlungen über diese Forderungen ablehnen oder in die Länge ziehen wollten, würden sich diese Angestrlltengrulppen den Teil der Forderungen, der für sie 'f Betracht kommt, erkämpfen. wmsssmmmsmmmammassmmmmmmmmmmssmmmm Ist das Melodram an sich eine zwiespältige GattunK die nur in kleinstem Umfange genießbar ist, so wiM es bei Kinzl durch Bastardierung mit der Pantommw nicht einheiAcher. Es führt Wohl nicht m das Sanctissimum, sondern nur in den Vorhof des Allerherligsten d^r Tonkunst ein! Diese Musik, stark geisützt und schwach gewürzt, bietet gewiß keine Lockspeise fiir musikailiische Feinschmecker, doch in ihrer soliden Volkstümlichkeit vielleicht gesunde Hausmannskost für die breiten Massen. Ob sie freilich auch zu sättigen vermag. . .? Auf der Bühne sah man ein schönes gotisches Kirchenportal -- frei nach der Kirche „Maria am Gesteh" —-, herkömmliche, von Ballettmeister K r ö 11 e t evnstudierte Tänze und Otto Treßler als Spieilmann, der mehr rvutiniert als eigenartig spielte, sprach rmd tanzte. In kleineren Rollen wirkten Fräulein LoitelSberger und die Herrn» Muzarelli und Madin, in einer großen Rolle Konzertmeister M a i r e ck e r. welcher das durchgehende Geigen, solo — man könnte e( frei nach Louis Tpohr „Violin-- konzert in Form einer melodramatischen nernten — sehr schön vortmg. Mit den Darstellern und Kapellmeister Reichenberger konnte der Kompon'ist für den freundlichen Beifall danken. * Stürnnscher und jugendlicher als im ,/Sanetissmrum*» dem Altersiverk d!>n>es um die österreichische Tonklmst verdienten Altmeisters, lodert das Theatertemperameitt in der kraftvollen „Biolanta", dem Jugendwerk Erich Wolfgang Korngolds, dessen Ausführung der Novität vovauSging. Korngold selbst am Dirigentenpult, die Damen Kappel und Anday. die Herren Schubert und Jerger in den Hauptrollen wirkten einträchtig zu einer glanzvoller; AuWbvmm tulammerv Erwin Felder.