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Wiener Morgenzeitung · 1925-02-13 · Heft 2149 (13.2.1925) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
7 (1925)
Issue
Heft 2149 (13.2.1925)
Date
1925-02-13
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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Nr. M4S giert, st«itay Klmsrrenz Det jüdischen Studentenvereine Deutschlands. Aar 7. Februar fand in Berlin i-m LogsnihauS Kle-iMrahe die fvierliche Eröffrmny der dritten Jahreskonferenz der jüdischen 'Ztuidcn-- tenvereinig-ungen in Deutschland statt. Vs waten etwa 40 Delssti-erte aus feist allen Untv-ersttäts- Mdten Tontschlands foivie zghlwiche Gäste erschienen. Der Vorsitzende des Zentva-lkonriteeS, Herr Lub-o-wski, eroffnete die Tayumg, tvoraufhiir der zumr M)ren'üvljsitzeitL>en der Konferenz HewSGte jüd'sche Historiker Professor L. Dubnow eine Ansprache hielt, in der er imöfichrtc, den Ä-dischen Studenten! fei Las Exil nicht ftemd; schon Mr^e'N des Zarismus in N.u^land «mußte -der Jude ins Äl«u-sla>r>d 'wandern, umt ijbiit Streben nach Bildung zu 'befriedigen. Das ist auch jetzt wicht anders geworden, und auch Ln den 'twat* gebiLdeten Staaten legt mau dem Sl»'d'.'u,m der Juden Hindewifse in den Weg. Er ermathnte -die c'stjMschen Studerben, mutig -ihren Weg zu gehen. Hierauf sprach, stürmisch tkegrüßt, der Nestor der deutschen Sozialdeimoikratie, Eduard Bernstein, der daraus hmtvies, .daß .die jüdische studierende Jugend stets iu den ersten Reihen der Kampfer für. die Frvitheit finden war. Er sprach von donr Üc-techandneihnien des Äntisonl-rt-lS-mus und der Reaktion in bevschiedenen Ländern und ermähnte die Studenten, sich nicht einschüchtevn zu lassen und für die Fro'che-it im internationalen Leben e-rnAustehen. Ms Vertreter der Exekutive des Weltverba>ndcs Mi- .fcher. St^udenten berichtete .Herr Steinig (Wien) -Mer die Tätigkeit des Weltvevband-es feit .dem ersten Weltzkongneß jüdischer Studenten -in Antwerpen. Er teilte den VersannMten mit, daß der grosse ihebräische Dichter Bialik aus Jaffa emtFekÄt hat, daß er kberoit fei, die Würde eines GchrerDiHvPräsiidenten des Wellverba-ndes Zu 'ülbernehmen, dessen GhvenprLstde-nt Prof. Albert Einstein -ist. Er teilte ferner mit, eS bestehe nunmehr die Hoffmvlig, dass di« jüdischen StudentenvereLniguugen Amerikas Ln'nächster Zukunft dem Meltvevband lboitreten werden, was für dessen Entwicklung von gvc-ßer Bodeutuug fein wird. Herr Dr. S. G r o n c in a u n rief den Studenten zn, sie mögen immer jung bleiben und sich durch di« jetzt herrschende grauenvolle Atmosphäre des AntifemitiLmuS «nicht entnmtigen Lassen.. Hierauf begvühten die Konferenz Herr Dr. Ol schwanger mr Namen des WeLwerlbandes für jüdischen GofundheitSschutz „Ojie", Herr Dr. Linden im Namen der ou-rchÄischen Sbudente-nhilf«, Herr Afsaff im Nanven der pal-ästmenlsiischen Studenten, Herr Doktor M e i s l i t s ch im Namen des VerlkandeS ostfüdischer Organrsationen, Herr Blumberg für die Gruppe uud die .Zeitschrift „Die. Arbeit*. BegvüßmlgsischveLben irmrden verl-chrn von Professor E i n st e i n, dom Verein für die Wissenschaft dos Judentums, vr»n RalNbLnersemmar, dem Präsidenten des Weltverlöandes jüdischer Studenten Herrn Lauteripacht («London), vom Leiter der euwpäiifchen iMttziLuing der J-intiJva-JMndation, Herrn Dr. Bernhard Kahn, der der StuLentenschast Mfe versprach, sowie von Violen anderen Organisationen awd Perfärckichkeitery. Der WÄlverband der jüdischen Studentenischaft hat die ihm L-rpgöschlosfonen 18 Landesorganisatir-nen aufge- «sordevt, sofort «mit einer Büchersammela-ktion für die Icrusale.mer Universitäksbilbliothek gu ^beginnen. Die Akbi-on soll .so dnrchgesührt we'rden, daß die am 1. April zur feierlichen Eröffnung 'der Universität in Jerusalem Äntreffen'de Exkursion des MeAverlbandes der jüdischen Studenienischaft, bestehend aus 200 Studenten a,lls alle» Ländern, in die Lage komme, die Bücher a«ls Geschenk der gesäurten jüdischen Studentenschaft der Universitä.t-.'hMi's-hcik Zu übergeben. Wien, 18. Februar. * Auszeichnung. Für den Entwurf des griechischen PateMgosetzeü uud die Begründung der Gesetzesvorlage wurde vom Präsidenten des hellearschen Freistaates d?>m Gerichtssachverständigen fiir das Patentfach. Ing. Mft-ed Hamburger in Wien, 7. Bez., das Ritterkreuz des griechischen EvlösewrdenS verliehe,». * Tiebenuhrladenfverre und Lohnerhöhung. Wie die Korr-ospoudenz Horwoi berichtet, stellen im Ha.ndelSMwer>be schwere Vi>!}iiväim:'pfc bevor. Auf die Forderung der Angesbell-ten nach Erhöhung, der Mindeistlohnsätze nach dem GramiaDkolleklivvertrag' haben die U«n«l-2Hkvchnror sich bereit erklärt, eine JO p roge>n t i ge Erhöhung zu i^währe-n, sttoch mir unter -der Bedmgu-ng, daß an gäschäfjSwicht'iyen Tagen, -d.n'imter .natürlich an allen Samstagen «und jenen Werklagen, die Fsi-nita,gsn voransgeheu, sowie während der Wiener Messe nfw.'. die La den «sperre ans-7 Uhr abends vor- 'täugert wird. In dieissm Allbot cMicken die lauifmämbiischrn '.'ingeftelftrunicht nur eine A-b-lchrnumg ihrer materiellen Fondernngen, foll-dern auch einen An-grLff ans -ihre sozialpolil-ischen Ervu-ngellscha-ften, den ste nun -mit allen -ihnen zu Gc^bate stehenden -Dki-ttein abwchven »vollen. Für die nächste J'eit sind zahlvobche Ber'MmMngen der kcul.f-mä>nn'itschLN Angkistell't'Stt i-n Aussicht gvnonrnrerl. * Brand kn einem Ttadtgeschäft. Gest-errr w-g-eu S Uhr früh brach in den GchhäftsrS'ümen.«rr D?nvrnkonftt'>i.ous!sirma M'x SchlesLnaer, 1. Bez., Rotentuvmstvahe 11, ein Feuer aus. dtach drsistmrdiger Arbeit gelang es, dieses (yu loschen. Der Brand dürste ' durch ' Funkwckltiig von einer Dfenckbzugsvübve ervtstandotl sein. Der GarderoberLl'-ln samt den. davin ibefindli-chM Vorräten, ist dem Feuar MM Opfer Mailen. Wiener Msr-enMttnnn. * Ein Heldr-ndenkmal fiir die Wieder KrieaSgraber. Iu -er letzten Sitzung des Ge-mvindevatA«tssch!il.sses für WohlsahrtSalMlegenheitelr wirrde ein AMmg mrf Errichttma eines Heldendenkmales am Zentraffr'üdhof gerrhmigt. Der En'»«« hierzu stammt von dem Wiener B'ildhöüer Pwfessor Anwn Hanak. Die Kosten für die küMerischmk Arbeiten tv-erdon sich mvf Sl.CKX) Schilling stellen, während die Kosten für den Stein, die Fundierung nnd dir gärtnerische AusgestAtung imgLfahr &4.000 Schilling de tragen werden. Ms bm Zeulrakfrredhos sinv ttt eurer eigenen Abtetlnirg 16.866 MaMychcrfts- und 6M Ossizierslaichrn begraben. Datz noch -während des Krieges errichtete Holzkrsuq nrußte bekamet-Lich .wegen Gefähtzduiug der personsichöu Sicherheit abgetragen «werden. * Radio in d<« städtisch«» Wohlfahrtsanstalten. Der Ge.!nei«rdera lsausschuß für Wohrsahrtson-gele^nheiten hat in stincr llehten Sitzimg vcMossen, mr BersorKmKhetm unv im Spital der Stadt Wien m Lainz Radios.»lagen oimMrichten. Dia GefElkostei» werden etwa 17.700 Schillmg bstoagen. * Das Wetter. Die Bewölku»g hat etsoar zugenommen. Auf dm Bergen dauern die stünn-tzschen Südwesttvinde an. Dir zu erwartende Benichlechtevuwg «vrt Tomperat-urrüchgang wird -n-icht in Form eines Kälteebnibvuchs, somdem durch Äuifhören -der Föhirertvävmung vor sich sehen. —Die Voraussage meldet: Zunahme der BewöMvirg, stelleniweise Regen, Temperaturnückgang, aber »och mAd. * Die Lebensmittelmärkte. Trotz des mieMichen Ausfalles in den Fleisch orten während der letzten zwei Tage erlitten alle Fleischsorten, verläufig nur tm Großhandel, einen Preisrückgang. Dieser dürfte sich gegen Wochenende auch Im Detaikverkehre wahrscheinlich bemerkbar machen. Vorläufig zeigen die Klelnbandelsprelle keine Veränderung. Der Absatz bewegt sich anhaltend in engen Grenzen. Auch auf dem Natchmarkte, der gestern sowohl in Lezng auf Gärtneremeugniffe wie auch auf Importware günstig dotiert wurde, war me SSuferbeteiligüng, speziell im Detailverkehre, eine schwächere. Die Preislage ist noch immer eine stabile. Auf dem Obstmarkte waren Aepfel wie auch Orangen und Mandarinen in giSßeren Menge» vorrätig. Die Angebote in Butter und Eiern überwogen die Nachftage. * Erpresiungsversuch au ei««« Teiler. Zu dom in der Sechshausevstraße etMiertvu Trödler Isidor Gröschler kam am 11. d. der 24jähri^e Wehvnvrun JEiuS Drudik, überbrachte Hm einen gsschlosfenen Brief -uiM sagte, daß er namens 'seines AuiftraMsbers am Antwort tvarten müsie. In dem Briefe stand, daß der Trödler, falls er sich weigern sollte, dem Ue>berbringer einen Betrag von 6 Millionen Kronen -in einem Kuvert, daS verischilossen sein müsse, ausAlfobgen, ein« Anzeige m gewärtigen habe. DvudiL wurde verhaftet und -aoib bei seiner Einvernahme an. daß er von dem Inhalt des Bvieifes kein« Ahnung hatte und van einem nnbskannten Manne nur als Bote verwendet worden se-i. Er wurde gestern dem Landesgerichte. einigoliafert. * Die Lebensmüden. Gestern -nwchtK w-uvde die 32jährige imterstcunidSkose Hllssaribeitevm Kachavina H. -bewuhÄvs und der Wjähriye HMfLaübsiter Fritz B. mit schweren Bevatzmrgen im Halse mit Arlgeichrn einer L^olveW'tst«u«ng MifigsfiiMden. CZ handelt sich um einen Dovvelselvstmordversuch wegen Wohnungsnot. Beide wurden ins Spital gebracht. — Die postenlose Laborantin Stephanie H. hat sich bei der Brigtttabrücke in den Donaukaual gestürzt, wurde aber rechtzeitig geborgen und auf das Wachzimmer Treustraße gebracht, wo sie einen TobsuchtSanfäll erlitt und sich mit einer Schnur zu erdrosseln versuchte. Sie wurde der psychiatrischen Klinik übergebe«. Als Motiv der Tat gab sie häusliche Zwistigkeiten . an. — Nächst der Floridsdorfer Brücke hat sich der pensionierte Kanzleiadjunkt Eduard B. i» die Donau gestürzt. Die Leiche wurde geborgen. Das Motiv dürfte Kränklichkeit fein. * Von der Straßenbahn getötet. Geste«» vomnttagS wurde der 83jährige Pfründner Frivdnvch Mmimm dem: Uäbergueven der DveStmerstraße ttt der Br-igittonau Hott «nein Strrcken-bahnzug erfaßt «und ein-vge Schrrttbe weit geschleift. Er ist noch vor Eintvcsfen der RetÄMigsgesellschüft femron Be-rlletzemgen eÄogen. * Die Keren-Hajessod-Aktion in St. PStten. Man schreibt -Ms «Ns St. Pölten: Im Nähmen der dvesjähvigen Karen- Haijessiod-Akdion fand am 31. Jänner ein von der Mmistsschen Ortsgruppe vevairrstabdeter VortvaHsahend statt, bei dem Herr ObevrabÄner Dr. Adolf Schächter über das Dhenva: „Die pol'vülschan Parteien im Judentum" emm Bort vag h'vÄt. In glänzend anfgebauter Rede gab der Vortragende ein prägnantes «und anjchauilches Bild von dem gegenwart-iaen Stand dervoiitischen Partoienbeiweguing int J-udm-ümm. Mvt besonderer Schär je chavartevisievtie er Wesen und Ziele der Vevschvedenen jüdischen StromunäM, wobei er inSbesonderS den Zion-iLmus in einochender Wetse würdigte. Ein« vernichtende Kv'.vik übte er a» der Assimilation, deren mneve Hohlheit er in mavkant-en Worten Merzeugemd aufdeckte. Den Schilnß der Rhetorisch «u«nd mhaltlich gleich vorzüglichen Rede bildet« cÄve Apotheose auf das Palästtittaaufbauwerk des Keren Hajeffod Mid ein wirkungsvoller Appell an die VersammÄttn, ihrer K«er«tt'->Hajessvd- Pfl-icht «wachjnikommen. DaS ^ahlvoich erschienerte Publikum 1'ipendetv dem Bortra-yen-den reichen Beifall. Durch di-ese Ber-> ernstEmg üvurde die diesjährige Keren-Hajesfod-lMion in St. Pötten unter gün-stlyen Älu«ilpizien eingolerte-t. * Frankreich für di« Hilfsaktion für jüdische Intellektuelle. Aus Paris berichtet I. T. A.: Der Miarister für öffeM-iche Arbeiten benachrichtigte den Präsidendrn des Hi'lfÄmmtieeL für jüdische Intellektuelle. Ba-ron Mfr-od Günsburg, daß er ve«ranbrtzt Katbe, daß döm Konntioe entbrechende Lotaletaden -für eine N ähstnbe zu«r Mvfügu«n>g «stäkt toerden. In der Nähstnibe, wavd-n Frauen jüdischer Jnteltek-t-uekle-v bofchäfttgt werden. Die Anstallt ist mit MbÄtsauftvägeir für eine -längere Zeit hinaus versorgt. Der 9iäT>ft«uibc ist ent Atelier -für Kn nstgew erb e, m weilchem Ebenfalls nur Emigranten beschäftigt sind, artgeMossem Der Minister -teilte ftnyor lmt, «daß jnd'ifchen Em-igrantenärzten ntehrere Stellen im französischen Kongo affen stthcm. * Tanzinstitut Hermann Brann, 14. Bez^, Reindorfgaffe 42, Tel. 83.401. _ iEnbgeltlich.) Settitte. SottrSge und Setsammlunge«. Z i o n i st i s ch e S e k t i o n P r a t e r. Heute, präzise */,8 Uhr abends. 2. Bez., Jungstraße 8. Midrasch-Vortrag (Wochenabschnitt) Dr. Ntsan G o l d st e i n. Morgen, %8 Uhr abends, im Heim Vortrag Über Augenhygiene. Radiopvoflvamm: Freitag d«n 13. Februar. 9 Uhr: Marktbericht. — 11 bis 1 Uhr rRvnzertSilvtng. — 1 Uhr b Vlln.: Uraniazeit. — 1 Uhr 20 Min: Wetteransage. — Vu4 Nhrr Wiener Börse. — 4 bis 6 Uhr rTeekonzert Silving. -- L Uhr : Vorlesung aus Hauffs Märchen. — 8 Uhr: Infolge BesetzungLschwierigkeiten bei der Aufführung der Oper »D o n B a 3 q u a l e" von Donizetti, sinder zur Erinnerung .ß« Richard M a g n e r S Todestag (gest. am 18. Februar 1888) eine Auffübnmg von Fragmenten and der Over i e Meistersinger von Nürnberg" statt. Mit» wirkend: Solokräfte, Chor und Orchester der BolkSoper. Dtusikallsöre Leitung : Dr. Ludwig Kaiser. 13. FrLmvr IMS § Mh«e und Kunst. »wer HM vmvtz f Modernes Theater. Tempo, Tempo! — Dieser „Wrt in d«i Ün* von M. H Harwood nach französischem Schwankrezept ge« arbeiret, Mg — hvffenÄich mir bei der ErstauWhrung — zu l.Mgsam und zu runständttch vor sich. Die Stteiche des MitzmädelS Emily wärm doppelt fo amüsant, wonn die Bevichtze über sic nur etwa halb so lange dauern würden. Die Howe Unischulb mtt den frvien Manieren nnd der gefährlichen Gosche« gibt Charlotte Ander. Die ist in ähr« herzhastM Fronde am Komöbionspi-el — die junge KimsÄetzin möchte womöglich in jeder Szene die ganze Tonleiter der Gefühle hinasLf- und htnuutevlcmfein — gar köstlich anguhövm und in chrer süßen Unbefangenheirt gar livbüch «mzufeihm (bis auf >das übortr’. bearc Augenmufreißen, von dem chr obzuraien ist). Eine jener Ausführungen, von denen der Besiuchee der Premiere woiß, daß sie nach der zehnten Mederholung glä»» zend sein wird. Otto S ch mole, der sich in sein« letzttm Burgcheaierzeir als trefflicher Bonvivant entpuppte, Molt diesmal besonders begagteEt und -sämtliche Mitwirkenden, ganz besann ders die Herren Ritter und Ley sowie Fvl. Schleiniitz. sind von guter Haltung. O. A. Sie »CoMefeie fratttaife“ ttn» ihre SocietSrc. Ne Pariser Blatter berichten von einem eigetrart-igsn Streit, der an der Comedie francaise zwsschm der Nrecktion und den .Docietären" an dieser Bühne ausgebwchen ist. Die Direktion hat Var e«iniger Zeit eine Dewrdnmtg erlassen, die den Mitgliedern des Theatre francaise die Üvlaubsrechtc anßerordentLich beschränkt. Diese Verordnung sicht mrter anderem vor, daß ein Schauspieiler eilten gewissen-Prozentsatz seiner Einnahmen ans Gastspieltourneen in die Kasse der Comedie, gewissermaßen als Schadenersatz für die dem Theater entgangene Leistung des Schauifpiolers, oinzuIchlen hat. Diese Verfügung der Direktion hat Mhasten Unmut unter den Societären der Comedie fvanocch'e. hervorgeruftn. Frau Segond-Beber nnd Frl. Falconett? haben gmt Zeichen ihres Protestes schon in der Vorwoche ihren Anstritt aus der Comedie angeamldet -und auch Madame Therese Pi erat (durch ihr vorjähriges Wiener GalstspieL hier bekannt. Die Red.) hat sich diesen beiden Schauspielerinnen . angoschlossen. Frmt Pievat begründete ihr AusscheDen aus dom Hause Malleres in einem Briese an den Diröktionsausschuß damit, daß sie» im Sinne der «lvouen Bestimmungen, dreistigtauscnd Franken an die Kasse der Comedie francaise aus dam Titel «ihrer GosWickamnahmon ahzuifühven hätte. Ihr jährlicher Anteil an dÄt Einnahmen des Theaters, nebst den smrstSgen Zuwendungen, macht aber insgesamt nur 47.000 Franken aus, so daß ihr für eine achtmonatige DättMit an der Eamödie franoüise nur 17.00g Franken reines Eintzoanme»' Wrig blieben. __ Aus feen Theatern. Akad e m tetbeater. Morgen, V,8 Uhr abends „Der T o k a i t r* von HanS Müller. BolkSoper. Heute „R t g o l e t t o". Morgen „D i r Fledermaus*. Frl. Elisabeth Klepner von der Berliner StaatSoper mußte wegen Indisposition absagen. In der Konzerteinlage de» zweiten Aktes wirken Gusti Pichler und Willy Fränzl (StaatSoper), Fifi Mars uud Erna Haudeck als Gäste mit. Deutsches VolkStbeater. Alexander Moiffi spielt morgen und Sonntag, 7 Uhr abends, in Haüpttnanns „Der weiße Heiland*. Dienstag in Tolstois .Der l e b e n d e L e i ch n a m* »nd Freitag die Tstelrolle in Beer- HoffmannS .Der Graf vsu CharolaiS* (Spielleitung Beer-Hoffmann). R ä i m.u ud-Theater. Allabendlich bis auf weiteres „Antonia* mit Sari Fedak in der Titelrolle. Morgen, 3 Uhr nachmittags,- „Minna von B a r u h e l m*. Sonntag. 3 Uhr nachmittags, „Rotkäppchen*. Theater in der Jojefstadt. Sonntag beginnt „Ein Sommernachtstraum* wegen der Nachmittagsvorstellung des Kindermärchens „Prinzessin* ausnahmsweise u m ^/,8 U h r a b e » d 8. Morgen. Uhr, Nachmittags- Svorstellung der französischen Tanzkünstlerin Eve G e r v a l. Kammerspiele. Heute im Rahmen der Nachtvorstellung um 10 Uhr abends Erstanfführung von- „N a n a* nach dem Roma» von Emile Zola, von Felix Fischer und Theo Shall. Modernes Theater. Mttwoch den 18. d., lfttl Uhr abends, beginnen als Nachtvorstellungen die Einatter des Pattser „Grand-Guigno l*-Programmes. Theater af bet Wien. Die Premiere der Operette „DaSMilliarden-Souper* von Ernst Steffa« wurde für Freitag den 20. d., 7 Uhr, festgesetzt. Carl-Theater. Ab hmte allabendlich V-8 Uhr „W i e n b e i N a ch t*. KomödienbanS (Exl-Bühne). Heute Uv anffübrnng Von „S t e i l e B e r g e*, Tragödie in vier Atten, Von Hermann Heinz Ortner. Hedwig Keller, sine dor heworva>«nbs-ou Wiener Bühlwnki'mstleMbNSN, hat schwere Schavtacherkrandung üdevstandon. Frau Keller befindet sich gegenwärtig rwch aus der Jnfsktionsabteittrng des Frcmz-JMsfS-Spttals. Ihr Zw« grd hat sich jedoch schon so wett gwessovt, daß sie außer Ger ist und «yestonS wieder Hrv TäÄgkett am TÄltifchm lkSthea-ter wird «mfnchmm körmm. „Ans der Porzellanvitrine" betitelt sich der Zyklus von Tänzen, wÄche die nEjähvige Susi Mirjam Smmtag den 16. d., halb 13 Uhr, im Iofe>fstädto-r Theater Vorführer wird. Die klsitt« Künistleviin tcuqxt außerdem Schumann, Lanner. Martini, Roger, Cotrfre. „Dialog über Malerei." Max E-rmers — Ernst Wagn e r. morgen Samstag, dreiviertol 3 Uhr nachmittags, n «r Ausstellung Ernst Wagner. KuMamMvng Würthl«^ 1. Be>z., Werihburggasse 0, welche bis Ptt-ttwvch den 18. h. W», Lärvgert wu-rdr, ...

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