Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 7 (1925)
- Issue
- Heft 2144 (8.2.1925)
- Date
- 1925-02-08
- Page
- Seite 10 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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Der Österreichische Kantorenverein veranstaltet am Donnerstag den 36. d. um 8 Uhr abends in Richters Saallokalitäten ,^uc weihen Rose", 2. Bez.. Prater, Kleine Zufahrtsstraße IW, ein WoHb tätigkeitskonzert nrcker Milwirrung der Oberkantoren Müller, Ma-rgulies, Postolow, Alter Kogan, Funke, der Opernsänger Striks und Reich sowie Konzertmeister Prof. I. Z i m b l e r. Smotensky-Gedenkschrift. Anläßlich der Wiederkehr des 4o. Todestages Perez SinolenSkhs erscheint in den nächsten Tagen unter Redaktion von A. W a r d i eine hebräische Gedenkschrift. zwei Bogen stark, mit Beiträgen von. Oberrabbiner Chases, Prof. S. Krauß, Dr. Kaminka, Dr. I. Süderbusch, Dr. M. Berkowiez, Mordechaj-beir-Hillel Hakohen, M. D. Brand st älter. Dr. M. T. Schnirer, A Wardi. und kurzen, kovnsbruchartigen Auszügen aus den Schriften SmolenAys. Das Heft enthält ferner ein bisher noch nidjt veröfferrtlichtes Dick Smolenskys nebst Faksmme seiner Unterschrift. Der Ertrag des Haftes — Preis pro Exemplar 10.000 K. — fließt dein Fonds zur Herausgabe der Smolenskyschen Werke zu. Mit Bestellungen wende man sich back an den Smolensky-Fonds, Wien, 6. Bez.. Gumpendorferstraße 71. 3. Stock. Der „Entfesselte Wotanvon Toller, der bar der Erstmvfstrhvung am Prager neuem deutschen Theater großen Erfolg fand, ist aus dem Spielplan verschwunden. Die Prager HakenkreuAler. haben der Direktion mit Skandaileu geweht. Lolkrwirt. Aufthintv« nnd KirttchaftrsMt». In dieser Woche ist ostWöS gemeldet wmben, daß das Strafverfahren gegen Eastiglioni eingestellt worden sei. Es hieß dort, daß nach genauer Untersuchung der Vorgänge bei der Deposit«,wank und der Spiritusaffäre erwiesen sei, daß sich Eastiglioni nicht» Straßbares habe zuschulden kommen lassen, und daß insolyebessm die Staatsanwaltschaft ihre Anklage zurückgezogen. wodurch sich der Untersuchungsrichter zur Einstellung des Strafvevsechvöns dermtlaht geschen halbe. Damit hat eine der traurigsten Finanzaffären Oesterreichs im vergan-genen Jahve ihr unrühmliches End« gesundend Als der Cast iAiani -R unrmel in den erstm Oktober tagen seinen Höhepunkt erreicht hatte, schrieb die „Morgenzoittmg" in einem Artikel Justiz ruck MrSschast" folgendes: „Da Iverdsn Affären anfgebauscht, die nachher wie ein geplatzter Ballon in nichts zerfallen. Es wird dabei nicht berechnet, daß dies nur der österreichischen Wirtschaft Schaden zufügt, daß die Sensationen, die nicht nur in Oesterreich verbreitet werden, ins Ausland hinausgehen imö die österreichische Wirtschaft dadurch in furchtbaren Verruf gerät." Der Ausgang der letzten Affäre zeigt, wie richtig diese Ausführungen waren. Die österreichische Wirtschaft wäre vor furchtbaren Schäden bewahrt geblieben, wenn bei Beginn dieses unerquicklichen Rummels die maßgebendem Faktoren ettvas vorsichtiger zu Werke gegangen wären. ES scheint aber, als ob Ueberleyumg der Konsequenzen ihrer Handlungen nie die starke Seite dieser Kreise gewesen wäre. Ls ist kein englisches, kein amerikanisches, deutsches, französisches oder italienisches FinanMatt gewesen, das nicht die Castigkioni-Affäre zum Gegeirstand weitschweifiger Abhandlungen gemacht hatte. Der Rückschluß auf die österreichische Wirtschaft war nicht weitliegend und so brachten gerade all« diese Blätter auch ausgedehnt geratene Ansichten über, die ungünstigen Wirtschaft»- tzerichtssaal. Wegen Kritik am Prnscha-Prozetz verurteilt. Gestern hatten sich vor dem Eimzelrichter Hofrat Dr. Hotter der Verantwortliche Redakteur des „Tag". Josef Koller, und der Redakteur Hans Margulies gegen die vom Pressestaatsanwalt Dr. Schwarh vertretene Anklage wegen Uebertvetung des Artikels 8 der Strafgesetznovelle vom 17.' Dezember 1862 zu verantworten. Im „Tag" erschien noch während des Pruscha-Prozesses em von Margulies verfaßter Artikel, der sich mit den Beweismitteln des Prozesses befaßt« und in dem darauf hingewiesen wurde, daß das Beweismittel des Schlüsselbundes, der neben der Leiche gefunden wurde, eine wichtige Rolle zur Aufhellung des Falles s>p«le. Der Arweklagte Josef Koller hatte sich auch wogen eines Artikels desselben Jnhmtes, der nach der Urteilsverkündigung erschien, zu verantworten. Jni Laufe der Verhandlung kündigte der Pressestaatsanwalt Dr. Schwarh an, daß. er von num ab die Zeit-umgen nicht mehr ,/freuNdschasttich" warnen, sondern gleich gegen sie einschvoiten werde. Der Richter verurteilte Joses.Koller zu 2 Millionen Kronen Geldstrafe ruck Hans Margulies zu 1 Million, eventuell zu fünf Tagen Arrest. Becke Verurteilten meldeten die Berufung an. Nach der Auffassung des Richters würde er der Presse in Hrnkumfi nicht mehr möglich sein, über gefällte Urteile kritische Bemerkungen zu machen, da unter „Strafhandlumg" nach dem Gesetz vom Jahve 1862 die ganze Strafsache bis zur Erschöpfung, oll«. Rechtsmittel verstanden wird. Horthhs Preßfreiheit. Der Budapest« Strafgerichtshof hat den Chefredakteur des Blattes „BAag", Dr. Geza Feleky, wegen Vergehens gegen das Ansehen des ungarischen Staates und der ungarischen Nation, begangen durch einen Artikel anläUich des 10. Jahrestages der Kriegserklärung, zu acht Tagen Gefängnis und vier Millionen Kronen Geldstrafe verurteilt. Der Mordprozeß Hug. Der Prozeß gogeu den 19jährigen' Studenten Helmuch'Hug, der angeKagt istseine Tante, die pädagogische Schriftstellerin Dr. Her.min- Hug-Hngenthal ermordet und beraubt zu haben, sticket crm3. und 4. März vor dem Schwurgerichte unter Vorsitz des Hosrates Dr. R a m s a u e r statt. Der Rekord des ProzeßprofeflionalS. Der Handelsagent Moritz H. war seit Jahren den Gerichten sämtticher 21 Bezirke Wiens als ständiger Zivil- und Ghrenbeleckvgungskläger bekannt. Im Jahre 1923 tt er 180 Klage» eingemacht, anfangs November 1924 zcchlte man deren 150 für daS Jahr 1924. Ms er einmal im Kaffeehaus von der Kassierm eine Ohrfeige erhielt, klagte er die Kassierm. nicht mir wegen Ehrenbeleckigung. er brachte überdies beim Zivilgericht gegen sie eine Klage auf Schadenersatz für mehrere durch die Ohrfeige wacklig gewordener Zähne ein. Daß diese Zähne sich auf der linken Seite befanden, wahrend er di« Ohvfnge auf die rechte.Wange erhielt, erregte bei der Verhandlung viel Heiterkeit. Er klagte aber auch überdies den Cafetier, weil er die Kassierin in Schutz genommen, dörr Verteidiger wegen einer abfälligen Aeußerung rrsw. Zu jedem Prozesse führte er 20 bis 30 Zeugen, von denen die meisten in sÄhr entfernter Beziehung zu dem Pvozeßchema standen. Ueber daS Motiv fein« Klagen gab der Rechtsanwalt Dr. WeNge r, der ihm häufig als Geklagtenvertreter gogenüberstand, bei der letzten Verhandlung vor dom Zivilbezirksgerichte Innere Stadt eme Auf- Aärung. H. klagte damals den Inhaber des Cafe Ankerhof auf Schadenersatz, weil er durch üble Nachrede es verursacht habe, daß H. von seiner Frau auf Ehescheidung geklagt wuicke, sowie aus Schadenersatz für das Verbot, das Kaffeehaus weiterhin zu besuchen. Dr. Wenger brachte damals vor, H. rechne bei seinen ZivLprazessen damit, daß die Geklagten die Summe, die sie für Stempel ausgoben müßten, ihm MB Aüsgleichssumme anbieten, daß er diesen AuSKeich annehme und sich ejuen kleinen Verdienst dadurch verschaffe. In einem Ehrenboleckigungsprazesfe habe er die Zurückztchung der Klage von einer an ihn zu leistenden Summe von einer Million Kronen abhängig gemacht. Es braucht wicht erst gesagt zu werden, daß H. auch dieser Vorbringen zum Gegenstand ein« Wronbeleidigungsklage machte. Dr. Weng« seinerseits bot den einer dieser Tagsatzu-ngen. die gestern stattfinden sollte, wurde es dem Gerichte bekannt, daß Moritz H. vor einigen Tagen plötzlich gestorben ist: « ist einem Schlaganfall erleg«. Durch den Tod dieses einen Klägers sind nun hundert Pwzesie gegenstandslos geworden. Verhältnisse Oesterreichs. Die WiEr Börse hat damals die Tiofstkürse anfgewiesen, weil weitgeheicke Wirkungen ans die österreichische Wirtschas-t befürchtet wurden und weil das Ausland massenhaft seine Effecktenbostärcke, die es in den Jnflationsjahven aufgekausi hatte, wieder albstieß. Wenn die österreichische Wirtschaft jetzt im gesamten Ausland keinen günfttgon Ruf genießt, wenn das ausländische Kapital trotz allen Aebeswevbrmgen der finanziellen Kreise sich weit« von Oesterreich ferrchält, wahrend es sich anderen Gebieten förmlich ausdrängt, wenn Oesterreichs Industrie unter der Kapitalsnot lecket, infolgedessen zu Betriobseinschränku-ngen genötigt ist, und die Zahl der Aibeitslosvn eine unverhältmsmäßige Höhe erreicht hat, so ist dieser Krisenzustand nicht zum geringsten Teil« durch die ungeschickte Auswertung der Castiglioni-Affäre mitverschncket worden. ES war gar nicht nötig, daß damals bi« Affäre so ftrrchtbar aufgebaroscht wocken' war. Gleich nach der Eröffnung des Gerichtsverfahrens haben einsichtige Dirtschastskreise der Meinuntz' Ausdruck verliehen, daß die gairze AngÄegorcheit im Sande Verlawfvn werde, da kein strafbares Vergehen Vorlage. Bon jenen Kreisen wurde das. betont, ivas der sozialdomokratische Abgeordnete Kr. Ellerchogen erst vor einigen Tagen erklärt hatte, „«ine Gerechtigkeit imter Vorbehalt, ein Gerichtsverfahren von der Art. daß man dem Beschuldigten eine Schstnge um. den Hals fegt und ^ste je nach Bedürfnis, wie es einer "Person oder emer Jnteresfentengruppe Passe, 'zuzieht oder nicht, stelle die allertiefft« Erniedrigung der Justiz dar". Zu dieser Erkenntnis ist aber der sozialdornokratische AbKordwete erst bei Besprechung der Wöllersdorfer Angelegenheit, bei welcher auch die Soziackenckkraten gar manches nritzuverantworten haben, gekommen. Ganz anders hat aber ihr Organ zu einer Zeit geschrirbon, als die Wellen des Rumnrels. reichlich'hoch gingen. Dama/ls war doch auch die Meinung verbreitet,. daß das ganze Verfahren nur deswegen einen etwas schärferen Verlaus gononcmen, um,Castigliowi, tvie sich , der sozialdemokratische Mgeordnete ausdrückt, „durch die Schwinge am Hälfe" zu stärkeren Konzessionen an die Depositerckairk zu brwegon. Sei dem wie imnver. Der Rurmwol ist vorüber. ES hat sich herausgestellt, daß man sich, ihn hätte wirklich evspar-en können. Das aber ist die Eigenheit der östervsichischen MenuMsom ffWBt j*der Abonnent dfr .,W»«nof Mo«onw]tv»»«'‘ Vorauszahlung der Bekugegebdhr IQr ein ganz*« Jahr Inelz’.,ieaktdle UM »n drei eleganten Halbleinenbftnden 9 POr Versandsoaaofi de« „Qreetz“ sind auseer 4*' JahresbezugsgebOHr noch 25.000 österr, K. zu entrichten talttät, daß sie einen Großgewordenen ans Reck begeifert, doch sich mit der Spmche erst dann richtig heroustvaut, wenn sie ihn im Sturze glaubt. Diesmal war es nicht anders. Es ist zweifelllos, daß Castiglioni, der noch vor einem Jahr eine der mächtigsten Kapitalsgrößvn Oesterreichs gewesen. durch die Krise schwer hava-viert worden ist. Er hat aber seinen Gegnern nicht den (Gefallen getan., den AusOeich oder ein anderes Mittel zur Schädigung seiner Glmtbiger anzuwenden. Er hat seine Schulcken auf Heller nick Pfennig bezahlt. Er nennt noch ein großes Vermögen sein eigen und da er durch den Ausgang des Untersuchungs-Verfahrens voMommeu rehabilitiert worden, ist es zwcifollos, daß or in kürzerer oder längerer Zeit wieder int wirtschaftlichen Leben eine Rolle spietlerr wird. Dich« Fall regt aber pmr Nachdenken an. Bon anstsentitischer Seite wurde der Fall Castiglioni besonders stark ausgeschrotet. Gr wurde als Arguineitt zur Dokraftigung des Judenhasses betont. Was ihm, dem Großen, passiert ist, geschieht seit Jahr und Tag einer Unzahl kleiner jüdischer Kauslonte. Äe werden nicht so glrntpflich behandelt. Sie verbringen oft Monate in Hcr't. Sie verlieren dadurch den Kontakt mit chroin Geschäfte. Es geht zugrunde. Ihre Frauen und Kinder hungern. Zum Schluß werden sie wegen Mangels an Beweisen freigespvochen oder schon vorher infolge des Fehlens jedes Substrats einer strafbaren Handlung entlafson. Sie kommen als Bettler heraus. Als Opfer irgend welcher mutwilligen, in Violen Fällen sogar antisemitischen Anzeige. Kein Mensch kümmert sich tvm ihr Schicksal mchr Sie proletarisieren, können sich schwer wieder aufvaffsn imd bleiben dann Wirtschaftskrüppel chr Leben lang. Dies alles deshalb, wie« vielleicht irgend ein Richter schon beim Einlangen einer von Anfang an völlig haltlosen Anzeige und beim Lesen des jüdischen Namens iitstinktiv der Meinung ist, daß. weil es sich um erneu jüdischen Kaufmann haM«, der vielleicht aus irgend ein« kleinen Ortschaft Böhmens, Mährens. Ungarns. Galiciens oder der Bukowina stamme, unbedingt eine strafbare Handlung vovliogen müsse. Sie sind die Opfer gewisser antisemitischer Instinkte, deren Träger, bar jeder Erkenntnis der Wirtschaftstatsachen, bloß aus antisemivifchvn Zeitungen ihre Erterrntnis geschöpft und, mit VovurteÄen behaftet» Handlungen gegen diese armen Juden begehen, die auf ihren wirtschaftlichen Unverstand zurückzu-führen sind. Ob die Justiz aus der Beendigung des Castiglioni-Rummols auch die richtigen Konsegue-NM für die Zukunst ziehen wird, ist fraglich. Sitte seNWMge Sirettiott der „Anker" in Kleinpolen. Der AiÄer, Allgemome Berfichevurigs-Akdren--Gsscll» fchaft in Wien, hat für das westliche Klovnpo^n eine selbständige Divektivn orvichtet. Mit der Lettuing dieser DivMon wurde Herr Isidor Eisen in Tarnow in Anierkenrmng der grohen Vevdionste, die sich der Genannte während seiner 35jähvige>n Tätighsit nm die Gesellschaft erworben hat, betraut mck unter eimem Min Direktor ernannt. (Entgeltlich.) Sine Wendnng ans dem Anlagemartt. Die Vorgänge cm der Börse in den letzten zwei Tagen er» wecken den Anschein, als ob die Spekulation auf dem Anlagomarkt aus einzelnen Gobieten zur beilwe'rsen Abrüstung schreiten würde. Schon gestern überschritt das Angebot die Nachfrage und auch heute bröckelte eine Reihe von Werten ab. Wertn auch gestern die Gewinnreallsationen eine gewisse Rolle gespielt haben dürften, st» scheint heute auch eine gewisse bewußte Agitation gegen die Spekulation aus diesem Markte eingesetzt zu haben, die sich bemüht, durch Mlenkung der Aufmerksamkeit vom Anlagemarkt das Interesse für den Jndustriemarkt zu erwecket!. Es ist unmöglich, über jedes einzelne auf dem Anlagsmarkt gehandelte Papi« sowie auch über dessen Valorrscvtionsaussichten ein abschließendes Urteil zu gelben. Es sind noch hier eine Unmasse Fragen zu lösen, bevor die Angelegenheit der Balorisation etwas durchsichtig« sein wird. Die Argumente für und wider halten sich in gewisser Hinsicht die Wage. Für Vermutungen ist der allerweiteste Spielraum gegeben, infolgedessen ist gerccke auf diesem Gebiet die Spekulation am riskantesten. Wenn sich infolgedessen einzelne Kimmen gegen diese Spekulation, wenden, so hat dies wohl manches für sich. Betrügerische Insolvenz. D« Kredttorenvnein von 1870 berichtet, daß über sein Betreiben im Zusammenhang mit der Verhaftung des Herrn Theodor Taussig nunmehr ein gewisser Franz Heinrich Dutka wegen Mitschuld an betrügerischer Krida vom La-n«desg«icht in Linz in Hoff genommen wurde. Nach dem Bericht d«8 Ausgleichsverwalt«s soll es de« Anschein haben, als ob hier ein Nest von dringend Verdächtige» aufgestöbert wurde, Insolvenzen. Die Zahlungen haben mit dem gestrigen Tage eingestellt: die Firma „Hemag" Oerlnvbs. G. m. b. jl, Handel mit Maschinen und Werkzeugen, 6 Bez., Papageuogasse 4; Möbelfabrik Richard Ludwig. 6 Bez.. Hofmühlgasse 4 (Passiven 2,7 Milliarden, Miven 1,1 Milliarden). DaS Ausgleichsverfahren wurde eröffnet über Ferdinand Rakuschan, 13. Bez.. Darcheltgasse 3. Ueberschulduna 160 Millionen — Gestern fand die AuSgleichStagsatzung der Dextilfivma Werner, 1. Bez. Neutorgasse 6. statt Da den Passiven von 13 Milliarden nach der Befriedigung der bevorrechteten Forderungen fast kein« nennenswerten Aktiven gegenüber stehen nahmen tye Gläubiger gegen den AusgletchSantvag Stellung. Zusammenbruch in der Beleuchlungsbranche. Es v«-> lautet, daß sich die Olso-Licht-Gesellschast Halbmahr u. Co. sowie die mit ihr in en.gerer BerbindMg stehende Olso, Oesterreich ische Beleuchtungs- und Beheizungsgesellschaft m. b. H., bocke 6. Bez.. Schönbrunnerstraße 66, in ZahlungSschwievß»- keiten befinden. Die Passiven werden mit zirka 20 Milliarden angegeben.