Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 7 (1925)
- Issue
- Heft 2141 (5.2.1925)
- Date
- 1925-02-05
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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IPoi«n ZOtmnnl Wien: 2om Abholen in der Etpetfitfon, II. Tahoratr. 1*3. oder in einer Verschlei'sstelle (Trafik) monatl. K 50.00( Strasaenverkattf in Wien durch die Kolporteure der Firma Goldschmied, 1. Bez.. Wollzeile 11 Mit Postversand für Wien u Oesterr. monatl. K 50.00( Tacheeh o-S Iowalce Mon. K 22 lovoslawien Mon. DinaröO. P o I e n s Mon. 4 Zloty, Deutschland: Mon- Goldmark 4, Franke., Belgien? Mon. Freä. 18 IT Maabtah.«ot«a -W» be) PfltrMbmif «f> «wMmII«* orgenseitung s p-sl« K 20001 England: Mon.4 Schilling, Italien: Monat' 18 irr* Rumänien Mon. 1701 ei, Bnlvarien Mön. W I ewa, Schweiz nnH das übrige Ansland monatlich Frcs. 5. Redaktion a. Administration Wien II., Taborstr.t—3 Telephone: 44-0-38,43-3-19, AS6Uhr abds. 21 -102,25-282 IX. Universitätsstrasse 6—8 (Druckerei ^»emmann) Oesterreiciiisciiea Poetspar* kaasen- Konto Nr. 1 S(T 693 Sr. 2141 Wie«. Sonnentag, 5. Sebrunr 1928 7. SaAtnang Sesterreich-Ungar«. —y. Wien, 5. Febmar. 8!ve ruMche Anstase über die MimIttonskonttoMouferem. Beel in, 4 Februar. Die „Doffikche Zeitung" meldet aus Genf: Die russische Ge-ierung hat beim BSiKerbuudserretariat Auskunft über die am 4. Mai in Ge») beginnende internationale Konferenz für die K o n t r o l l e der Fakrlkation von Waffe« und Munition sowie des Waffenhandels verlangt. Es hat den Anschein, als ob die Moskauer Reaterung beabsichtige, sich bei dieser Konferenz, an der auch Deutsch lau d und die Bereinigte» S t a a ten teilnehmen, ebenfalls vertteLen zu kaffe«. Pole« und Sämig. Ne Snischeidmig des Völkerbundkommissärs im Postkottslilt. Laubig, 4.. Februar. (Tel.-Komp.) De-r Böllerbund- LmmrMchMae Donnell hat heute die Entscherduug rm Konflikt Machen der freien Stadt Danzig und Polen gefallt. Die.Entscheidung a nerk e nnt m allen Puirckten den S t a n d p unk t Danz i g s alsrechtmäßig und erklärt die erfolgte Einrichtung despolni sch e n P b st d i e n st e s auf - dem gesamten Gebiete des. freien Staates Mnizig als ^ÄtzL^2h^^Snts^-chüyg...deS. BöllerKimÄommiflariats vom Mai 1922. , Sfe dentsch'sraniMchen Wlrtschaftsverhandlangen. Deuischländ schlagt ein Provisorium vis Dezember vor. ..Paris, 4. Felbvuar. (Havas.) Der Borsitzende der deutschen, Handeilsabovdnung, v. TrendelenSurg, hat 'heute vormittags - dem Handelsmmister Rey naIdh die deutsche Antwort auf die französischen Vorschläge übergeben, «worin es unter anderem h ißt: Das Deutsche Reich halt, obwohl es . von den technischen Erklärungen befriedigt ist, seine -Vorbehaltehinsichtlich des endgültigen Regimes aufrecht, beabsichtigt aber nichtsdestoweniger, die Besprechungen auf Grundlage der'französischen Vorschläge, fortzusetzen. Die Note soll den Abschluß eines M odüSv ivendi, der bis zum Dezember gölten soll, anregen. HandÄsmm'ister R e h n a l d y machte den Vorschlag, morgen zueinr Vollsitzung zufammenzutreten, umso rasch als möglich zu einem ALschluß zu «kommen. Sein amerikanischer Kredit für die Berg* - ISnder. Die von den Bundesländern Oberösterveich, Steieraravk, Salzburg und Tirol eingeleiteten Verhandlungen zur Beschaffung von Krediten in Amerika sind, wie Las „dkouigkeits-Weltblast" mitteilt, als gescheitert zu betrachten. Die Länder haben - auch «daher «die am 1. d. abgelausene Vollmacht fiir ihren Unterhändler in Amerika, den Wiener Rechtsanwalt Dr. Käst, infolge der Aussichtslosigkeit 'weiterer Bemühungen nicht mehrer n e u e r t. Das Scheitern der Aktion hat seine Ursache vor allem in den Nachrichten. die in letzter- Zoit im Aus-lar«d über die wirtschaftliche Lage in Oesterreich verbreitet sind und die ein« st a r k e Z u r ü ck h a l t u n g, zum Teil ein M >i ßtrane n bei den Kreditgiöbevu bervorgerufen haben. Es wird sich numnshr die M'tte des Monats in Wien zusammentreteitde Länderkonfere n z ebenfalls urit dem Problem der Beschaffung von A u slandsk r e d i t e n für die Länder und die Landeshhpo 1 hekenä n st alten befassen. Es wird dabei 'daran gedacht, diese Aktion unter Mitwirkung der Bnndesrogienring wieder aufzu nehmen. Las kriegslustige Griechenland. Kaufe von Kriegsmaterial. Mailand, 4. Februar. (Tel.-Komp.) Der „Secolo" meldet aus Athen: Unter Teilnahme des Ministerpräsidenten M i ch a l o k o p o l o s, des Kriegsministers und des Genera-lfta«bschefs fand ein K a b i n e t t s r a t statt, um' über große M u n i t i o n su n d Waf^enkä ü fe M entscheiden. Bei ausländischen i Firmen sind Bestellungen^ für Arti.lllerie und ändere'Kviegsttwffen gemacht worden. ' •- " 1: Rach hem Patriarchen der MWfche Groß? / 7' f:: rabbiner- : 7 LoiÄon, i. Februar. (LÄ.-Kornp.) .Ztvischen dem. französischen,' engl i s ch e n und i ta l i e n i s che « Auswärtigen'. Amte' fand gestern - ein M ei n.u n g s.a.u st a u sch über den t ü r k i s ch g r i e ch.r s ch e n Konflikt statt, ohne.daß.es-jedoch zu-einem Beschlüsse kam. „Daily Telegraph" will wissen,' daß sich RuMänien und Serbien als orthodoxe Staaten Gviechenllia'nd angeschlossen ha'ben,- um eine Intervention der Alliierten herbsizufühven. Auch die. xü d i sch c '■ Bevölerung der Türkei habe sich, für -das Pa t r iä r cha t erklärt, weil sie befürchtet, daß dem Patriarchen auch der G r o ß r a b b i n e r von Kousta-ntmopel ms Exil nachgeschickt l.vüvde. Hin Schritt der Machte in Angora- Paris, 4. Februar. <Tel.-KomP.) Der „Temps" heilt mit. ba% unter dem Druck des E i n s ch r e i L e n s der Mächte in Angora die türkische Regierung von der Ausweisung weiterer Mitglieder des Heiligen Synods ab «sehen werde., Das Blatt -warnt die griechische Regierung vor kriege rischen Unternehmungen, dswn - die Mächte feien entfchlosien, alle Komp^likatiolnen im nahen Osten zrr verhindern. - zlrkns Krone. Programmänderung Lei Mer. München, 4. Februar. Adolf Hitler wird sofort n«ach Aufhebung des Verbotes der nationaWfchen Bewegung in Bayern, -die schon in wenigen Tagen erfolgen wird, mit einer öffentlichen Versammlung im „Zirkus Krone", seinem früheren Versaium^ungslokal, wi-ödor in die Oeffentlichkeit treten. Hitlers Ziel ist «der Wiedc-ra-ufbau 'der von chm gegründeten nationalsozial i st i s ch e n Arbeiterpartei mit dem abgeä-nderten Programm: „Kampf gegen den Atarxisnrus und VerfoLguug allgemeiner vaterländischer Ziele." Hitler tritt -damit in Gegensatz zumvölkischen Block in Bayern -und zur „Nationalistischen Fvecheits- «bewegung Gvoßdeutschlands". General L ude ndorsf «dagegen ist in die Reichsführerschaft der „Nationalsozialistischen Freiheitsbewegung Großdeubschlands" eingetveten. Morgen beginnt in Genf die Aussprache über Oesterreich und Ungarn. Die Regierungen der beiden Staaten sind durch ihre leitenden Männer vertreten, die über die Maßnahmen zur Sanierung des Haushaltes Rechenschaft zu geben und hierbei durch die Genevalkommissäre des Völkerbundes in ihren Aussagen kontrolliert iverden. Was Oesterreich betrifft,-so wird offiziös versichert, daß seine Vertreter bei dieser Gelegenheit der unfreundlichen Preffekampagne entgegentreten werden, die im Ausland geführt wird. Soweit-wir wissen, haiwelt es sich um vier Zeitungsartikel, die in Paris, London und New-Dork erschienen sind und die Verhältnisse Oesterreichs in einer Weise behandelten, die als scharf und überspitzt bezeichnet werden kann; aber von einer Kampagne zu sprechen ist falsch. Man ist in Wien sehr empfindlich und wenn einmal ein ausländisches . Blatt stgtt über den Operettentratsch oder die Eheirrungen einer Schauspielerin von den gefährlichen und ün schlechten Sinns seriösen Vorgängen spricht, die hier geschehen, dann ist das schon eine Pressekampagne. Die Wöllersdprfer Affäre, die Hakenkreuz-Wissenschaft, die Senfationsverhaftungen, diese Tatsachen schaden tausendmal mehr. Und wenn noch außerdem die Führer der kleineren Hälfte der RegierungSkoalition rtt dem nationalrsüschen Kreis Berlins. --- wie halben sie, einmal über die tschechischen -Moskaupilger gezetert! — Anschluß suchen, so ist dieser Akt für die Oeffentlichkeit der Kreditstaaten tausendmal inhaltsreicher als eine Zeitung? ■ Nachricht. Wenn ein amerikanvscheK»Iournal ,Oesterreich am Rarche des Abgrundes" sieht> so stl'gt es dcKnitnur.kürzer undpräziser-dasselbe, was Dinghoser uüd Frank in langen Interviews in Berlin äußerten. , Eines kommt den österreichischen Delegierten zustatten: Der U-mstand, daß sie gleichzeitig mit Ungarn - vor dem internationalen Forum erscheinen. Aus diesem 'Kontrast kann.Herr Ramek nur gewinnen. Er steht an der «Spitze einer vom Parlament gewählten Regierung, was'firr die Demokratie des Westens schon viel bedeutet. Graf Bethlen-ist der Vertreter eines Henkerabsolutismus-, der mit Hilfe - der Sozialdemokvatie konstitutionell angestric^n wurde. Die auf den rohesten Chauvinismus eingestellte Verwaltung hat nur das Ziel,' den'Jrredentismus wach zu halten, die Finanzkraft des Ändes «dem Militarismus zuzuführen; sie erstickt die letzten Reste demokratischen Empfindens in einer brutalen Gerichtspraxis, die den Namen einer Rechtspflege nicht einmal dem Schatten nach verdient. Menschenähnliche Kreaturen, auf die die ganze Welt mit den Fingern weist, .stolzieren im Schmucke ihrer Orden öffentlich umher und erfreuen sich der Gnade des obersten Herrn, der sich ihnen beugen muß, weil sie seine Vergangenheit zu genau kennen. In Ungarn ist das Idealbild der von den Hitlers Mr Deutschland angestrebten Gesellschaftsform. Säbel und Peitsche regieren, das Parlament ist kommandiert, die Wissenschaft zur Metze der amtlich vorgeschriebenen Staatsiidee herabgesetzt. Für die ehrenhafte Opposition gibt es nur Kerker oder Auswanderung. Und um dies alles für das Ausland recht gefällig zu kaschieren, um für alles die - juristisch-diplomatische Formel beizustellen, dazu existiert mit Bewilligung der maßgebenden Schreihälse eine Regierung. , Sie erfüllt ihre Aufgabe sehr gut und sie hatte es fast erreicht, als die Leitung eines wohlovganisierten Staatswesens zu gelten, wenn nicht immer tvieder die Le«bensäußerungen der Kameraderie das Konzept zerreißen würden. Die so gerühnrte tansendfahrige Geschichte des magyarischen .^erren^olt'es ist auf die Anfänge, auf den Einbruch der Steppenreiter zuvückqeschraubt worden und wenn es nicht in Ungarn außer der Heffas-Sippschast auch noch Unterdrückte gäbe, deren Lage vielleicht durch eine international angefaßte Hebung der Wirtschaft sich bessern könnte, so würde man fast wünschen, daß der Völkerbund die Hand zuvückzieht. Es ist nun chavakteristi^' daß die Londoner , Morning Post" knapp vor diesen Genfer De'batten den Borsch'sgg eines en'm^reu wirtschaftlicken ftmo »nmenMuffeS WWniB»-«'*a>«gWa>Wg>WW>WMeeOa0WWWWWWWW>WMM>WW>>>>W>Wg>WW>gM>WWWWWWWW»»MW0WMnWWWWWWWM WinterRäumungtver kauf an tlet reduzierten Preisen Im Warenhaus [Schiffmann II. TaborstraSe 48 vOlonHan 47*1"7B En groi ln «mtlil