Mannheim
Compact Memory

Wiener Morgenzeitung · 1925-02-04 · Heft 2140 (4.2.1925) · p. Seite 6

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
7 (1925)
Issue
Heft 2140 (4.2.1925)
Date
1925-02-04
Page
Seite 6 (sequence 8)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
86% known words query
IRI
…/2979076-2981191-2981225--21840-3009191
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

«Me Ni«. MMsH -2^ und erzielt auch an dieser Stätte in der trefflichen Beizung der Erstanfführmw großen Erfolg, Goldfaden- „Sulamith". bekanntlich das berühnr teste Werk deS ostjüdischen Singspieldichters, wird gegenwärrig am Louise-Blaha-Tyeater in Budapest vorbereitet, wo diese jüdische Operette bereits früher mit außerordentlichem Erfolge in Szene ging. Der boykottiert« Musikkritiker. Di« Mitglieder des Düsseldorfer Opernhauses sowie Stadtverordnete haben gegen Otto Mbert Schneider, den Mavsikreferemen der ..Düsseldorfer Nachrichten". Stellung genommen und das Personal des Opernhauses hat erklärt, in Anwesenheit Schneiders nicht wieder zu spielen. Der Oberbürgermeister hat den als scharfsinnig und unbestechlich bekannten Kritiker g.gen die persönlichen gchässiizen Angriffe in Schutz genommen und die Reaktion secnes Martes erklärte, von oen Veranstaltungen des Opernhauses bis auf weiteres reine Notiz zu nehmen. Die Krrtik Schneiders, welche diese Gegenaktion hervorries, hatte sich «gen den Düsseldorfer Intendanten gerichtet, er für unfähig bält. David Frischmanns Witwe und Kinder in Rot. Aus Warschau wird nns berichtet: Die schreckliche Notlage, in der sich me hebräischen Schriftsteller in Polen Zegenwärrra'befinden, veranlagte den Schriftsteller Schalom Asch, die AufmeÄsamkeit der Juden rn Amerika auf diesen betrübenden UuHand zu lenken. In einer an das New-Aorker „Morning Journal" gerichteten Depesche wesst Schalom Asch darauf hin, daß ganz besonders die Witwe und die Waisen nach den» berühmten hebrässchen Schriftsteller David Frisch mann förmlich dem Hunger preiSgegeben ftnfo. Es wäre m der Tat die größte Undankbarkeit, wenn die Juden es zuließen, daß die Frgu und die Kinder Frsschmanns, der das Judentum mit so vielen geistigen Schätzen bereichert hat, durch dessen Schriften Verleger und Buchhändler sich Vermögen erworben, nach dem allzufrühen Tod ihres Ernährers nicht einmal vor dem Hunger geschützt wären. Sin Geschenk an «afere Leser. ,Die güdene Powe." Wir Hatzen mit der Leitung der indischen Klemkunstspiele ^Dve grldene Pawe" (1. Bez., Riemergasse 11) ein Uebewinkommen getrofjen, auf Grund dessen es unseren Lesern ermöglicht wird, die von der gesamten Kritik gelobten Aufführungen dickes Theaters zu billigen Prerson zu besuchen. Gegen. Vorweisung der untenstohendon Anweisung werden dem Urberbringer an der Theaterkasse, 1. Bez., Riemergasse 11 (bei der Wollzeile), vor der Borstellung zwei um 50 Prozent ermäßigte Karten ausgcjolgt. Die Auwsssurrgon gelten nur für den darauf vovgemerkten Tag/ „vis gildene Pawe“ (9s eia Freie jüMe Veiks&ülme) Kunstspiele, Wien, I. Riemergasse 11. Anweisung kür die Leser der „Wiener Morgenzeifung“. Gültig für die Vorstellung am Mittwoch den 4. Februar 1925, %8 Uhr abends auf zwei um 50 Prozent ermässigte Eintrittskarten. Die Karlen sind vor Beginn der Versteifung an der Kassa su beheben. Gut, gut, Herr Dub ist bereit, das Wort wegzulassen. )cachsichttg lächelnd versucht er Schc-me zu beruhig e-n. „Gut, gut,-also schreiben wir, „ist obige Erklärung von mir geschrieosn worden" ..." Aber in Schimc Kosiner ist der Verdacht erwacht, seine Erregung ist nicht mehr zu dämmen: „Gar nichts schreiben wir," — er zerreißt den Vertrag im Stücke — „was für ein ,/wurde"!" — er schlägt mit der Faust auf das Ladempuilt — „Sie haben mir ein „wurde" crnreden wollen, Sie Gauner, ja, ein Grüner sind Sie — kommt sich daher aus Prag mit seinem „wurde", so ein rothaariges Gigerl, schauen Sie, daß Sie hina-rrstominum . . „Aber, Herr Kosiner, bitte, bedenken Sie..." .^Bedenken! Gar -nichts' brauch ich zu bedercken, Sic Vagabund, Sic Wurde, Sie! Hinaus!" Zitternd mit geballten Fausten steht er «da. „Hinaus! Oder ich schlag Sie tot, Sie Wurde!" Kreidebleich drückt sich Herr Gustav Dub aus der'Tür ins Wohnzimmer. Er will Frau Kosiner ansprechen, ihr die Sache erklären, aber hinter ihn: evscheim Kosiner,. wutgerotet, augenrollend: „Hinaus, sag' ich! Hinaus aus moi-ner Wohnung, Sie roter Hund, Sie oder . . Herr Dub verschwindet. Simon Kosiner gcht in das Ge wölb zurück, und schlägt die Tür hinter sich zu. Aus dem Schrank nimmt er das Fragment der „Loreley". Er will weiterschreiben. . sie kämmt es mit goldenem Kamme", aber feine Hand bebt noch. Gr rennt zum Ladensenster. reißt es aitf, und schleudert ein Ki'logewicht, das auf der Wage lag. aus die finstere Landstraße hinaus, in die Richtung, in der Dub verschwunden ist. „Wurde," schreit er dazu. „Ich Word dir geben „wurde"." Dann geht er zu seinem Arbeitstisch. Sie käyrmt es mit goldenem Kamn'.e Und singt ein Lied dabei, Das hat eine wum-dersame, - Gewaltige Melodei .. Das ,-wurde" spukt ihm noch im Kopse und die DchnäM gehen ihm wicht von der HaUd, aber allmählich werden sie freier. >bei der Zeile von „Fischer u. Kahn" sind sie schon schön rund, die Änte-vschrift,Oimon Kosiner, Unhoscht, Post Kladno" hat vollkommen den Üblichen Schwung und nach M-onatsfvisi verkauft er den Minkeil seines Hofes am die Buschtiehrador WM gerichM-chen Schätztvert von Aweihundertfünfzrg Gulden, Wke«er MoeAM-eSmkA. I Gebvuar 1K3 M. N4V Serichtrsaal. Die straffreie Beleidigung durch das Telephon. Der ehemalige Baickgaschäftsinhabsr Dr. Reumann trat gestern beim Strafbezirksgericht 1 als Privatkläger .gegen den Rechtsanwalt Dr. S. K n a p p i t s ch ans. Nach Inhalt der zUagc soll der Beschuldigke in einoin mit dem Schwager des .Klägers, den Pensionierten Stabsarzt Dr. foctmamt Mayer, geführten Tslcphongespräch die Aaußerung gemacht haben, daß der Kläger fünf Jahre Zuchthaus verdient. In dm Mage wird benrerkl, daß das Gespräch auch von dorn Sohne des Stabsarztes, der die ziveite Tolephonmuschel ans Ohr nahm, geirrt wurde. Bor dem Oberlandesgericht Dr. Benesch erklärte, gestern Dr. Fritz Dauer als -Berterdiger des Angeklagten Dr. Knap- Pitsch, daß sein Klient im Lause eines TÄcPhongesPräches Mit dem 'Schwager -des Klägers unter anderem sich geäußert habe, daß der Mager für das was er getan habe, Zuchthaus verdiene. Der Verteidiger wendete ein, daß die Mage verjährt sei und erklärte sich übrigens bereu, den Wahrheitsbeweis anzulveterr. Der als Zeuge vernommene Dr. Hermann Mayer bestätigte den Inhalt der Klage und betonte, daß er, um einen Zeugen zu haiün. seinen Sohn das Tekephongespräch mitanhören ließ. Der Mchter lehnte alle Beweisanträge ab und sprach den An^klagten Dr. Kuappissch frei. In der Urteilsbegründung führte der Richter aus, daß Tcklevhongcspräche, von Person zu Person geführt, nicht öffentlich seien, es fei denn, daß auf seüen des Sprechers noch eine dritte Person beim Telephon zuhöre und es dem, Sprecher bewußt sei, daß aus seiten des Horchenden noch eine dritte Person, die das Gespräch belausche, anwesend sei. Der Mager meldete gegen den Frcsspruch die Berufung an. Der Monarchist Padajaunig. Bor einiger Zeit wurde, wie seinerzeit berichtet, der bekannte Monarchist Stephan Padaj a u n i g, vom Landesgerichte wegen Verbrechens der gefährlichen Drohung, begangen gegenüber bmr Herausgeber der „Fackel", Karl K r aus, zu einer kurzen Freiheitsstrafe vevurtortt. Einige Zeit später richtete Padajaunig cm den Staatsanwalt Dr. Tuppy, welcher die Anklage in der Angelegenheit Kraus vertreten hatte, eine offene Kvrvespondenzkarte nachstehenden Inhalts: „Meine Achtung vor dom Amte des öffentlichen Anklägers veranlaßt mich, Ihnen mein, Bedauern darüber auszudrücken, daß sie gezwungen waren, in einem Straf- . Prozeß wogen eines „Fackctl^-Krans als Charge d'Affa'ires des ro t e.u Ba nditenkonsorti u m s am FranZensring gogeu mich zu intervenieren." In denr Inhalte dreier Karte erblickte die Staatsanwaltschast eine Beleidigung des Gesamtministeriums, ferner eine Beleidigung des Nationalpates und schließlich eure Beleidigung der Staatsanwaltschaft als Behörde. Es wurde auch gegen Padasaunia in der erwähnten Richtung beim SlrasbezrÄAgoricht 1 die ÄMa,ge erhoben. In der gestern vor dem Oberlandesgerichtsrat ' Dr. F u ch s r g durchgeführten Verhandlung, erklärte der AngsklaKe, verteidigt von Dr. Hans Fuchs, daß er die inckriminierde Karte an den Staatsanwalt Dr. Tuppy ins „Graue Haus" aeschrielbeu häbe, — Richter zum Angeklagten: Sie worden die Staatssorm nicht ändern. — Angekl.: Ich allein nicht, viel-. 'leicht aber mit Leuten, die sich mir anschließen werden. Der Richter verurteilte den AugeAagteir wogen Beleidigung des NationalraLes und wegen- Verspottung öer- Staatsanwaltschaft unter Anwendung äußerster Milde zu 24 Stunden Arrest. Bei Begründung des Strafausmaßes hob der Richter hervor, daß trotz des notorisch leidenden Zustandes des Angeklagten von der Verhängung einer Gelldstrase Abstand genmnmen wurde, weil der Angeklagte aus Anlaß eines früheren Prozesses an dos Gericht eine Eingabe gerichtet hatte, in welcher er erklärt, daß er eine Geldstrafe überhaupt nicht zahlen wolle und daß es ihm lieber fei, im Arrest zu sitzen. Der Vevurtevl-te hielt sich'zur Ergrerftdng eines Rechtsmittels Bedenkzeit ossen. _ Polnische Wkrtschastswochr. - (Von unserem polnischen M.-S.-Korrespondonten.^ Die polnische Regierung widmet letztens dom Aushau der Handelsverträge Polens ein besonderes Augenmerk. Die Verhandlungen . mit der Tschecho-Slowcvkei nehmen eMich einen günstigeren Verlaus und es ist die berechtigte Hoffnung vorhanden, daß diesÄben in den ersten Wochen dieses Monats zum Abschluß gelangen werden. Der Vertrag mit Deutschland sst sertiggestellt und die letzten VevhandlungM dürften in den nächsten Tagen' ausgenommen wellden. Die Beschästigung der Industrie ist weiterhin nicht besonders günstig, obzwar in den letzten Tagen 10 Hochöfen wogen Mangels der Rohprodukte reaktiviert wurden. Davon gehören drei der Friedonshütte in Groß-Beuthen, zwei der Jalvahütte in Hafduki, zwei der Konigshütte, Mer den Werken irr Ostrowiec, einer der A.-G. Staporkow und ein Hochofen in Ezenstochau. Die Tex t i l i nd ust r i e loidet jedoch besonders an Absatzschwierigkeiten, und alle Versuche, einen größeren Export zu organisieren, weisen - keinen Erfvlg aus. Letztens fanden iit Berlin zwischen den Vertretern der Sowjetunion und der russischen Industrie einerseits und Vertretern der poilnsschon Textilindustrie andererseits wivtschaftlliche Berhartdlungen statt. Der Zweck der BevhaMungen war, für die polnische Industrie Rußland. als Ms-atzgebiot für Polnische Produkte zuröckzugswinnen. Es zeigte sich jedoch nn Lauf« der BcchanLlungen, daß die wirtschaMichen Verhältnisse in Rußland noch ümner nicht stabilisiert sind und daß die Sowjetunion als Absatzgeibiet nicht - in Erwägung gezogen werden kann. Auch in Polen setzte die Getveidchausse mit großer Vehemenz ein. Pie Machinationen der Spekulation führten dazu, daß der Preis für 100 Kilogramm Korn in Warschau die Höhe von 3-1. in Posen von 33.50, ln Krakau sogar de» Preis von 36 Zlory erreichte. Tie Regierurrg bereitet jetzt eine energische Gsgenccktion vor und beabsichiigt, alle Vorräte der M il ita r inde nda n i ur auf oen Markt zu werfen und so die Presse zu drücken. In Polen ist heute das Brot im Vergleich zu ganz Europa d»rs teuerste. Wenn dies in einem solchen Agrarlands, wie es Poien ist, der Fall fein kann, muß man der Regienmg die Schuld geben, daß sie es dazu kommen ließ. Trotzdem der Geldmangel mit unvermillderter Stärke andamrt, Lomrte sich die Hausse auf den polnischen E-ffektenplätzen auch in der Berichtswoche behaupten. Bor dom Ultimo-waren zwar leichte Kursabschwachungen zu verzeichnen, jedoch die ievhäfte Stimmung und die steigende Zahl der Transaktion deuten aus eine längere FestiAütsperiode. De; Hauptgrund des Slrmmirn-gswechsels ist der bevorstehende Ab« Muß der amerikonifchen Anleihe. Das Vertrauen des Auslandes wendet sich langsam Polen zu. Sogar der VAikerlbunc hat Polen ein« Anleihe augetragen, welches Anbot jedoch btc Regierung in Aubetra6)t der arnerrlanischorr Anleihe atzgelehnl hat. Gojwuüber ulttino De.zenGer weifen alle Effekten, mit Ausnahme dcr Aktion der A.-G. Tepogc, die sich von 2.10 aus 2.03 Zloty ermäßigten, nicht unbeträchtliche Kurserholungen aus. Die Warschauer Diskontobank notiert 6.70 (4 70), Hypothekenbank 0.57 (0.65), Malopolskibank 0.85 (0.32), Chybic 620 (5.60), Chbdorow 6.10 (4.60), Lomberger Brau 10.60 (8.25), Ralkszawa 2.0 (t.80), Zieleniülvski 9.30 (8.85). GaliMchc Montan 4.60 (4.30) Zloty. Die diotiernng der polnsschen sechsprozentigen Dollaranle'che aus dem Jahre 1920. die auf der Börse in Now-?)ork kotiert ist, hat sich dort in den letzten Wochen bedeutend gebessert uckd erreichte den Kurs von 73 bis 74 für 100, tvogegen der Kurs in Warschau mit die Höhe von 69 für 100 erreicht hat. Diese Anleihe wurde bis Ende 19&* auf die lSumme Von 18,446.280 Dollar emittiert. Neuerliches AnsgleicheverWre« bei der RMgera Petroleum A.-8. Ueber dies« Firma, welche sich bereits im Jänner voriges Jahres im Jnsol-venzstadmm besarrd, wurde neuerlich das Ausgleichsverfahren eröffnet, da die Erste Oesterr. Sparkasse, die eine größere Forderung hat, mit exekutivem Verkauf von bei ihr liegenden Effekten im Werte von 2,1 Milliarden gedvrht hatte. Diese Drohung vor Ersten Oesterrekchischen Sparkasse hat die Eröffnung des neuerlichen AusMeichsverfahrens als drin-- gend erscheinen lassen. In erster Lilvie sind siebzehn Banken bei der Rütgers A.-G. interessiert mit enwm Betrage von. 548.871 Dvllar, darunter die Oestervekchische Kreditanstalt mit einen, Betrag von rnnd zchn Milliarden Ävonen. Die Kreditanstalt als größte Glwnbigerm hat sich nun an das Handelsgericht gewendet und die Aufhebung der Goschüftsauifsichi gefordert mit der Begründung, daß nach den bisherigen Ersahrnngen es als ausgeschlossen erscheint, die Aah°. LungsunsähWeit der Rütgers A.-G. in absehbarer Zeit zu behoben. Während der ersten Geschüftsaufficht hat die Aktiengesellschaft mit einer französischen Gruppe, die der Banque de Paris et Paysbas, SanierungSvechandlungen geführt. Dev hiesige Rechtsvertro.ter dieser fvairzösischen Gruppe war damals der jetzige Mmister des Aoußern Dr. Mataja. Die Bechandlnngen sind günstig vorgeschritten, oblvoihl der delegierte Sachvorstmrdige der ftaiHösiischen Gruppe feststellen mußte, daß die von der Firma ausgestellte Bilanz in mancher Hinsicht unrichtig und Ar optimistisch war. Doch wäre es nicht zu einem Schettern der Verhandlungen gekommen, wenn inzwssche« nicht nrerkwürdige Sachen vovgsfallen waren. Bald aber merkten die frarrzafsschen Unterhändler, daß sie durch den Vizepräsidenten OSkar Meitner in wichtigen, die Existenz des Unteritehmens berührenden Fragen rvvegesührt würderr. Dazu sst noch die Tatsache gekommen, daß auch der TantbparL der Gesellschaft, der auch eine beträchtliche Summe repräsentiert hat, verkauft wurde. .Unter solchen Umstande« hat die srangösssche Gruppe die Verhandlungen abgebrochen. Da diese Verhandlungen cndMtvg geschettevt sind, fchtte selbstverständlich der Gesellschaft das BetrielbSkapital, die Betriebe stehen alle stÄ, wodurch ihr Wert sehr -beträchtlich gesunken sst. Unter solchen Umständen war eine andere Mung als das Ausgleichsverfahven nicht möglich. Die gesamten offenen Buchschulden und Akzepte pepräseutieren den Betrag von 68.5 Milliarden Kronen. Darunter befinden sich folgende BankschuDen: Hermesbank rund 105.000 Dollar. Kreditanstalt 150.000 Doll-> lart Neue Wiener Bankgesellschaft 3000 Dollar, Banca Commerciale, Tviest, 13.000 Dollar, Wiener Barrkverem 4600 Dvl-- lar, Nene Wiener Bqnkgesellfchaft 9000 Dollar, Banca Com- Warschauer Diskvntoibank 1200 Dollar, Avbeitevbank 77.000 Dollar, Auspitz, Lieben. u. Co. 33.000 Dollar, Zentra'Vbank der deutschen Spavkassen 30.000 Dollar, ädompaßbank 1000 Dollar, Zentralbodeirkwdidbank 12.000 Dollar, Nagh n. Co. 13.000 Dollar, Hermes (Garcuttie für Photogen) 46.000 Dollar und Erste österreichische Sparkasse 21.000 Dollar. Der fließende Handel an der Wiener Börse. Geister« wurde an der Wiener Börse in einzelnen Schrankenpapiere« ber fließende Handel wieder eingeführt. Dies geschah, um die Arbitrage mit dein: Prager Markte zu heben da in Prag der fließende Haudel in den Schrankenwerten besteht, und dort chon um 12 Uhr die Schlußkuvse festgestellt werden, wahrend m Wien erst um 1 Uhr Bövseschluß sst. Ermäßigte Eifenbahngütertarife in Oesterreich mtb Italien. Wien, 3. Februar. In den -letzten Wochen fanden in R o m Verhandlungen zwischen Bertreieru der österreichischen urrd der italiensschen Ragiernng statt, die die Einführung direkter.Eifenbahngütertarife zjtvsscheu Oostörreich und Italien -unter Gewährung evnräßigter Frachtsätze für die wichtigsten AussuhrartikeL der ^beiden Staaten auf den Bahnen des anderen Staates zum Gegenstände hatten. Diese Verhandlungen, deren Jnangriffnahure bereits gelogentllich des Abschlusses des österreichisch-it-alie-nischen Handels- und Schifs- -fahrtsvertrages vere-inbar-t worden war, führten ' Zu einem beide Teile befriedigenden Ergebnisse. Die ita-lienss-che Regierung hat es überiwmmL», für eine Reihe wichtiger östevreichsscher Ausfuhrartikel, wie: Schnittholz, landwirtschaftliche Maschinen, Packpapier, Schrauben, Draht, Drahtseile, Sensen, SichÄn, Zellulose und Koalin, auf den italiemschen Bahrrelr nauchasi-e Frachtnachlässe zu gewähren, wogegen die österreichischen Rogiern irgSvertreter dl« Einräumung von ermäßigten Fvachssätzen für wichtige italienische Bodenprodukte zngesagt haben. Ferner wurde die eheste Einführung ein-eS direkten Esserckahlrgiitertarifes Ausscheu Betwdig und einer Anzahl wichtiger, nach diesen» Hafen gravitteren-de», österrelchk- >chen Stationen vereinbart. Das Regrerungsabtom-men soll, die Ratifikation durch die beiden Staaten. vorausgesetzt, mft 1. April 1925 in 5kraft treten -und -ourch ini-ndesk-nö zwei Jahre in Wirksamkeit bl-tzib«»».

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.