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Wiener Morgenzeitung · 1925-01-29 · Heft 2135 (29.1.1925) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
7 (1925)
Issue
Heft 2135 (29.1.1925)
Date
1925-01-29
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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Wrltz 8 Wien. DoimerMg Sühne und Kunst. »Me« bei Rächt." V«« Hcllmesbergr «.Operette im Carl-Theater. Der Gedanke, eine ältere Operette aufzuftihren, erwies sich als überaus glücklich. HellmeSbergers „W ie n bei 'U acht" mit dem lustigen Libretto von Lindau und Wilhelm wirkte wie eine Premiere, tvas in erster Linie auf die flotte und m allen Teilen gediegene Aufführung zurückzusührcn war. Humor und feine Musik verbanden sich zu einer effektvollen Einheit. Frl. B e s e l y als Komtesse Mizzi, Frau W i l c z e k als Franlein Nemnayer. der siegreiche Tenor des Herrn N arid ent und die drastische Komik des .Herrn Körner und Ernst Rolle, der auch bk Regie führte, verhalfen der Operette zu einsm durchschlagenden ErsoLg. Es war ein Abend voll Tollheit und Heiterkeit. Kapellmeister Holzer sorgte für Tempo und Rhythmus. Als besondere Attraktion wiM« die Einlage im zweiten Akt, in welchem sich Prof. So stör ic Äs Flwgolhornvirtuose und Grete Groß als aparte Tangkünftlerm (DovffchtvaLbenwoilzer) auszeichneten. Das Wiener Publikum wird gewiß die veredelte Operettenkost banalen Schildern vorziehen. ' o. r. Für ein Madiger ivdlfcher Theater I« Wien. Dienstag den 27. d. fand eine Besprechung Wiener InkelleStueller und Financiers statt, in welcher beschlossen wurde, eine ständige jüdische Dich,re in Wien ins Loben zu rufen. Zu diesem Zweck wird ein Theaterverein gegründet, der die notwendigen Mittel zur Pachtung einer Bühne und zur Aufstellung eines Ensembles berertstellen wird. Außer den g"gmwärtig in Wien weilenden jüdischen Schauspielern werden einiMe hervorragende Darsteller auswärtiger jüdischer .Bühner eirgagievt werden. ' Man hofft, die Vorarbeiten innerhalb mehrerer A^chm zu Ende führen und im März dieses Jahres mit den ersten Vorstellungen beginnen zu. können. Das Repertoire wivd sich aus den dramatischen Werkon der Mischen Literatur und der gssamten Moderne zusammensetzen. Die oberste künstlerische Leitung und Regie soll der bekannte Regisseur der Wklnaer David H e r m a n übernchmen. Montag den 2. Februar findet in der Kanzlei des Rechtsanwaltes Dr. Dagobert Rybaezewski, 2. Bez, .Hollar.dstraße 14, um 3 Uhr nachmittags eine zweite Besprechung statt, bei der alle, a^ch nicht eiwge ladsne Interessenten zu Worte kommen werden. Bus de« Theater«. B u r g L b e a t e r. Morgen, 7 Uhr, „U e b e r a l l c n ZauberudieLieb c". Akademietheater. Morgen, %8 Uhr, „Der KrampuS". VolkSoper. Heute, l/a3 Uhr abends, „D i e B oh e m e". Morgen „D i e F l e d e r m a u 3". Kammerspiele. Die Uraufführung des Lustspiels »Die Herzogin v o n E l b a" mit Louise Kartoulch in der Titelrolle findet nicht Freitag den 30. d., sondern Samstag den 31. d. um lJt8 Uhr abends statt. Neues Wiener Stadttheater. Sonntag, 8 Uhr nachmittags, findet eine Aufführung des Tendenzstückes „Schatten d e r L i e b e* (§ 144) von Johann F e rch. statt. R aimund-Tüeater. Dir morgen stattfindende Erstaufführung des Lustspieles „Antonia" von Melchior Lengyel, mttSariFedak in der Titelrolle, beginnt pünktlich um 7 Uhr. Sonntag und Montag, 3 Uhr nachmittags, „Aschenbrödel". Lustspieltheat er. Charlotte Ander hat ihr Gastspiel bis einschließlich Montag, verlängert. Die Premiere des Ainodramas „Die letzte Warnung" findet erst Dienstag statt/ Carl-Theater. Allabendlich. %8 Uhr. „Wien bei Nacht". Sonntag, 3 Uhr nachmtttags, „Die Tippmamsell". Freitag den 6. Februar beginnt das Jüdi'che Revuetheater unter Leitung des Oberregiffeurs Vage ein Gastspiel im Carl-Theater mir der Gesangsrevue „H a g a d a", die aus zwölf Blldern besteht. Johaun-Strauß-Theater.. Sonntag nachurittags „D i e C s a r d a S f ü r st t n". Roland-Bühne. Anläßlich des Gastspiels der Mitglieder der Volksover gelangt Sonnrag, nachmittags 3 Uhr, „D e r T r o u b a d o u r" zur Aufführung. Wechselgastspiel der Wiener und Budapester Oper. Wie der „P.ster Lloyd" erfährt, sind zwischen der Wiener und der Budapester Oper geführte BerhandlunMN soweit gediehen, daß wahrscheinlich zu Beginn des Frühjahrs w e ch f e l s e i t i g e Gastspiele erfolgen werden. Shmphoniekouzert im Apollotheater. Sonntotz den 8. Februar um 11 Uhr vormittags erstes Symvhonielonzert unter Mitwirkung des Volksopernorchosters. Dirigent Adolf Seccksiield. Kerichtrsaal. Waller Becke, der schiebende Hakenkreuzler. Natürlich freigespcocheu. Bor einem Schöffensenat unter Vorsitz des HofratoS Dr. Hotter hatte sich gestern der 25jährige Händelsangestellre Walter Becke wegen Verbrechens der gefährlichen Drohung zu verantworten, weil er am 2. Juli vorigen Jahres in der Liechtensteinstraße auf „unbekannte Leute" zwei Revolverschüsse abgefeuert hat. Nach Darstellung der Anklage kam es am 2. Juli um halb 11 Uhr nach:s in der Liechtensteinstriße m mehrfachen Zusammenstößen zwischen Nationalsozialisten, die aus einer Versammlung hcimkehrten. und Sozialdemokraten. Einige Nationalsozialisten, darunter Becke, marschierten bis zur Dereinsstiege, hier machten sie plötzlich kchrr und stürmten gegen die Gegner, die sich in die Waanergffse flüchteten. Becke und seine Begleiter folgten ihnen vis zur Kreuzung. Becke zog einen Revolver und fouerte den fliehenden Gegnern zwei Schüsse nach. Die Gegner waren um diese Zeit fünfzig bis sechzig Schritte von ihm entfernt. Durch die Schüsse wurde niemand geuoff::!. In der vl:;iuhv.' heiß: es weiter' Becke stell: in Abrede, eii'en Revalr>er nv) Schüsse abaesenert zu haben. Er WSkmt Wh*mn&äHm&_ gg. Mner im Ar. t!8B wird durch die AuSfaoe der Zeugen überwiesen. Eine Absicht Beckes, sagt die Anklage, die klebende» Gegner zu treffen oder tvenigstenS zu gefährden, küßt sich nicht Nachweisen. Jedenfalls ist aber mrt Rücksicht dartms. daß Becke nicht der Angegriffene, sondern der Verfolger war, und daß für ihn überhaupt kein Zwang «im Schießen vorlag, die Annahme begründet, daß er seine Gegner in Furcht und Unruhe versetze« wollte. Der Angek-l<mtie leugnete, geschossen zu haben. Er wuvde mangels an Bewerfen freigesprochen Das Gericht nahm an. daß nicht einwandfrei erwiesen sei, daß er geschossen habe. Der Hanserwerb rumänischer Staatsangehöriger in der Kriegszeit. Die Private Ido Kogainceauu, eine rumänische Sraatsanachorige, hatte im Juli 1917» zur Zeit deS Krieges, eine Billa m Hietzing um den Betrag von 85.000 K. getauft und wurde auch als Eigentümerin gmndbücherlich eingetragen. Einen Teil des Kaufpreises, und zwar P5.wr> K hatte sie sofort bezrhlt, der Restbetrag war als Hypothek auf der Realität gebucht worden. Fünf Jahre nach dem abgeschlossenen Kauf fochten die Erben der Verkäufer den Käufer;rag als vn- Ö an mit der Begründung, daß nach Kriegse tsbruch mit nken di« Gegensettigkevt auf dem Gebiete des Erwerbes von Liegenschaften nicht gegeben war, eine rumänische Staatsbürgerin dckher während deS Krieges in Oesterreich -eine Realität nicht erwerben konnte. In der beim Landc^geriLt für Zivelrechtssachen stattgehabter V-.rba-ndl'nrq hat'e der Vertreter der Besagten, Tr. Heinrich Schwamm, den Nachweis geführt, daß die Beklagte brreMigt w^r, auch als rtmäni-. sche Staatsbürgerin wahrend bei KmsgcS hier eine Realität & erwerben. Das LanoeSge. 'cht hat schließlich nach Durchrung unff"ngrcicher Beweis-: die Klage auk Feststellung der Ungültigkeit des erwähnten §l-us')'rtrages abgew'esen u-ud die Kläger zur Bezahlung der Pv^z:^kosten rnr Betrage von 12 Millionen Kronen dLru^eitt. Drs Landes?,ericht war auf Grund der Erhebung-» auf Grund der vorgelegten Verordnungen u"d gerichtlichen Urteile in d'rstr Frage ytr Uoberzeugung g^lenrm-n, daß Lst rveichische Swat5ang^hörige in Rumänien n'ch dam S^an^e der dortigen Gesepgebnug vom Juli 1917 in Ansehung des Erwerbes von städtischo-n Grn-ltdvesitz -nicht schlechter behandelt tvurdeu als rnnmnische Staetts- ^nrgehör'ae, daß daher die Betagte die erwähnte Billa in Wien zur fraglichen Zeit erwerben konnte. Gegen das Urteil hatten die Kläger Berufung erheben, die jedoch vom Oberlandesgericht ais « "begründet zu rückgewieseu wurde. „Die Verwaltung hat ihre Freuen mit den Aktien Bank bekleidet!" Drei Berwaltungsräte der in Ligurdaiwn befindlichen Wiener Ban k-A.-G., Max Stein, Rudcilf Stein mid Ernst Krüger, traten aest-ern beim Strafbezirksgericht 1 als Privat-kläger gegen den Rechtsauwalt Dr.^ Leopold Popper auf. Wie in der Klage ausaoführt wuvde, fand am 15. Dezember eine außerordentliche Gencrakversammlung der genanMen Bank statt, in der unter anderem auch ein Antrag auf Liq-uidatwn der Bank zur Msti-mmung gebracht wurde. Dr. Popper, -der eine große Anzahl von Aktionären vertrat, hielt in der Generalversammlung eme längere Rede, in welcher er nach Inhalt der Klage zahlreiche ehrenrührige Angriffe gegen die Verwaltung der Bank richtete. So wird von de« Klägern, -welche die Rede auf sich bezogen, inkriminiert, daß Dr. Popper folgende Aeußevungen im Laufe seiner Rede gemacht habe: In der Senkt ruhe des Verbrechens versinkt die gewissenlose Berwall-tung. Die wahre Ursache des Zusamenbruches der Bank fft, das Gaunereien und Durchstechereien vorgekondmen find. Die Verwaltung hat sich bereichert und chre Frauen und Maitressen mit den Aktien der Bank bekleidet. Die böhmischen Zirkel sind gestört worden. In der gestern vor dem Ober- Lmrdesgerichtsrat Dr. Fuchsig stattgehabten Verhandlung erklärte Dr. Popper^ daß er in Währung der ihm von einer Reihe von Aktionären der genannten Bank anvertrauten Interessen eine einsküudkge Rede gehalten habe, in welcher er dl« bei der Bank vorgokommenen Mißstände einer sehr scharfen Kritik unterzogen habe. Seine Vorwürfe hätten sich zunächst und hauptsächttch gegen di« alte Verwaltung gerichtet, nicht aber gegen die Klager, insbesondere habe er die Herren Rudolf Stein Md Ernst Krüger bei seiner Rede nicht im Auge gehabt. Dr. Popper betonte, daß in der Maae aus dsnr Zusamvvrchang» seiner Rede einzelne Stellen yerauögerissen erscheinen und daß er weit mehr gesagt habe als in der Klage lNkrvminiert wird. Der als Zeuge zum objektlven Tatbestand vernommene Rechtsanwalt Dr. Pirk gab an, daßer in der erwähnten Versammlung die Rede. des Dr. Popper stenooraphisch ausgenommen habe. Dr. Popper habe zunächst gegen die frühere Verwaltung losgezogen, dann aber auch ausführlich von der Acra Stein gesprochen und -unter anderem gesagt: „Ein Frevel nach dem anderen wurde bsMwgen, es wurden die größten Börsenschwindel verübt, es -stoffen riesige Backschische in die Taschen der Verwaltung und es wurden berhlte Depots nicht zuvückgostellt. Der Klagevertreter Doktor knks dehnte die Klage auch -ans diese in der Versammlung von den Klägern offenbar überhörten Aeußerungen auS. Dr. Popper erklärte sich bereit, auch für diese Äeußeru-ngen die Verantwortung zu übernehmen und hob hervor, daß er für sämtliche von ihm in der Versammlung erhobenen Beschuldigungen den Beweis des guten Glaubens, der zu seiner Exkulpierung genüge, erbringen werde. Verteidiger Dr. KrauS führte kurz aus. daß sich Dr. Popper zu seiner Exkulpierung hauptsächlich -aus die Statzendorfer Affäre, insbesondere.auf die Angelegenheit der Valeskagrube, ferner auf die Vorgänge bei der D i a n a b a d-A.-G. bevusen und nnter Beweis stellen werde, daß EffektendepotS, trotzdem sie bezaytt waren, bei der Bank ^uruckbehalteu worden seien. Der Richter evktarte, daß der Beweis des guten Glau'bens zur Erkulpierung deS Dr. Popper hinreiche und beschloß zur einheitlichen Durchsühvung sämtlicher Beweis« die Dechandlung zu vertagen. Im Kaffeehaus erschaffen. Gestern wurde der S8i<ihrige Monteur Franz P a n e k. der im Streite in einem Kaffechause in der Leopoldstadt den Kutscher Josef Schödl durch einen Revolverschuß tötete, abgeurtevlt. Die Geschwornen verneinten die aus das Verbrechen des Totschlages lautende Hauptfrage mit zehn Stimmen, erkannten oen Angeklagten dagegen des Vergehens gegen die Sicherheit des Lebens durch Notwehr- Überschreitung und der Uebertretung des Waffenpatentes emstiimmi-a und wogen fahrlässiger Uebertretung gegen die körperliche Sicherheit mit zehn gegen Mei Stimmen schuldig. Das Urteil lautete auf z e h n M o n a t e strengen Arrests und 200.000 K. Geldstrafe. Im Nichteinbringungsfalle auf weitere 14 Tag« Arrest. Die Untersuchungshaft , wird eingerechnet. Der Ange-klaate dankte den Geschwornen für das miloe Urteil. Bolkrwirt. tzle Anfwertnngrftage in Deutschland. Berlin, 28. Jänner. In der g:stri-gen Sitzung -ßeK Reichs tagsaus schu ffes gab Finatt-zininister S ch l i e b e * eilt« entgehende Schilderung über die finanzielle Lage. Unter anderem führte er mls, daß durch das Kon-kingentievuirgssystem der Reichsausgaben es gelungen sei, die FinanAlvirtschaft in Ordnung zu bangen, so daß sogar dem Reiche ein rechnungsmäßiger Ueberschuß verbleiben werde, dem noch nicht erledigte Verpflichtungen gegennberstehen, die den Ueberschuß nur um 140 Millionen Mark übertveffen. In der A u f w e r t u n g s f r a g e ist der Fmrntzuri-nffter d-r Auffaffung, daß dies« Frage nicht allein von siItalischen Interessen beherrscht sein darf, fondernt -daß die ForÄ^rnngen sog-ia-ler Gerechtigkeit unter Wahrung bAJ Fortbestandes der wirtschaftlichen Kräfte ersäht sein muffen. Wie sich die Reichsvegievung die Lösung der 2'uftvertuugsfmzen denke, tverde aus dem dom Roichszngeheniden G.fetzenkwurf zu ersehen fein. Soweit Lo-ftungeu in Verbindung mit der Aufwertung der öffentlichen Anleiheu möglich seren, würden mit an erster Stelle solche Personen und Anstalten zu berücksichl'.g:n sein, die den: Vaterland zur Zeit der höchsten Not i-hve Ersparnisse und Mittel zur Verfügung gestellt haben. Unter diesen Personen würden diejenigen, die durch die Entwerttnyg in Not graten sind, besonders berüllsichtigt werden. Ten Anspruch auf Berücksichtigung Erde nunr ferner denen zuerkennen, die unter dem Zwange der Rechtsvorschriften in der Zett der Geldentw.'bring öffeMiche Anleihen erworben haben. weitere Kreditrefiriktiouen der Oesterreichischen Nationalba».k. Aus dom gestern verössentbichten Wochenbericht der Oeste r r ei ch i s ch e n Natioualbank vom 23. d. ist ersichtlich, daß die Krediteinschränlu-ngen bei dios-sm Institute Wester fortschreib-n. Das Eskompteportefenille ist um 121 Milliarden Kr-men gefunken und betragt derzeit 1312 Mstliardan. Wr.rn bedacht wird, daß das ESkampde!» Portefeuille gegon E.:de des vergangenen Jahres 1880 Milliarden betragen hat, so zeigt sich, daß das Wechseleskrmpte der Natiorva-kbanik in den letzten -drei Wochen sich um 268 Milliarden vermindert hat. Diese Mnahnve muß als rapid bezeichnet werden und ist uur -darauf zuvückzuführen, daß die KreditdvoffeLungspolii-ik der Nationalbank weiter «chält. Bemertanstvert ist auch di« Abnahme des Bankno te num lauf es. Er beträgt jetzt 7087 Milliarden Kronen gegenüber 8387 Milliarden Kronen zu Ende des Vorjahres. Er hat sich also in vier Wochen um nicht iveniger als run zirka 1300 MMarden verringert. Ebenso hat sich der Barschatz stärker vLMnindert. Er -beträgt jetzt 3299 Milliarden. Die Devise« aus dom Kostgeschälft haben eine kleine Minderung rrsahren und betragen 1162. Milliarden. Der Baukeudienst am 2. Februar d. I. Die Bankett werden am 2. Februar (Maria Lichtmeß) sowohl in den Zentralen ÄS auch in den Wechselstuben, Depositenkassen und Exposituven chve Schalter wie au Samstagen von 8 biö 12 Uhr geöffnet hatten. Die Liquidierung der früheren Südbahu. Die Generäldirektion der Oesterreichischen Bundesbahnen teilt mtt: In der Generaldiroktton der Oefterreichischen Bundesbahnen finde»! gegenwärtig internationale Verhandlungen über die Durchführung der Liquidierung gemäß dom Südbähnäbkommen von Rom statt. An dieser Konferenz, die mtter dem Vorsitze des Generaldirektors der Oosterreichischen Bundesbahnen Dr. Mascha t stattfuck>et, nehmen Dologierte der beteiligten auswärtigen Regierungen, der Donau- Save-Adria-Eisenba-Hngesellschaft und der inter-effierten Cisenbahnverwaltungolr teil. Nach dem Akkord von Rom werden diejen-igen Staaten, die das auf ihrem Gebiete gölogone Netz der Gesellschaft tu Betrieb nehmen, die Liquidierung -besorgen, alle Schulden bezahlen und alle Forderungen eintreiben (einschließlich der Abrechmmgen mit den anderen Netzen), die aus der.Zeit vor dem 1. Jänner 1923 stammen und nicht den Obligationsdienst oder den Privatbesitz und die privaten Berpstichtungsn der Gesellschaft betreffen. Die Konferenz verfäl-gt den Zweck, die Ausführungsbestimmunigen für diese Liquidierung zu vereinbarenausolvenzeu. Das Ausgjleichsverfahveu wurde eröffnet ifela Grünberg, 12. Bez., Dunklergasse 18, Passiven. 300 MlÜiEn; über En gle r Le Schw artz, Konfektioiräve, 6. Bez., Mittelgasfe 37, Ueberschuldun'g 420 Millionrn; über Anna Wokialo, Aveininhaberin der Fimra A. Leiß, 17. Bez., Rötzergaffe 3, Passiven 200 Millionen. — Um Eröffnung des Ausgleichsverfahrens haben angesucht „Minerva". lKunstfilm, G. m. b. H., 18 Bez., Gentzaaffc 115/117. Paffiven l'h Milliarden, Anbot 50 Prozent ttt zwölf Monaten, und S. I. Ailbal v, 3. Bez.. Uugargaffe 30, Anbot 35 Prozent. Zufammeubruch einer Textilwarenfirma. Es verlautet, daß die seit etwa 30 Jahren brstchsnvr Tuch- und Manufakturwarerrfirma Sami Spiegel, Filiale Wien, 1. Bez. Goruaaa-- gaffe 19, sich in Zahlungsschwierigkeiten befinde. Die Gesamtpaffiven für Ware und Geld werden mit 2W.000 Dollar, das sind nahezu 19 Milliarden Krone», be-> ziffert. doch sollen auch beträchtlich: Aktiven vorhanden sein. Die Firma ist an einer Druckfabrik m Rybnik hervorragend 'beteiligt. Devisen AtiiBlerdstti i. i i-.oU, Gulden . Bc-lprad 1 Ulnar. i’erlin. Pri'ste' 1 belgischer Frank. . I’tulapeet 10« ungar. Kronen . l-'ukarest I Lei. London I Pfund Sterling , » Mailand l Lire........ Nev.-Yorlt l Dollar , . Paris I trank. Prag i ischecho-alow. Krone. SeHifen« «nd Solnlenfttrfe vom 28. Rnner 1925. Geld Ware L8550.- 28750., ll.‘8.- 1162.- 16850,- 1695*1. -689.- 2701. P8.40 (9.20?«g.- 371- 34(8oo.- 241800.- 3962,- 2974. 70935.- 71185,- 3842.- 3858.- 2104.— 2! 14,— OeH 4ofla l Lewa. ........ M#.- Stockholm 1 schwed. Krone . isioo. Warschau.. 13590,. ZUrlch I schwele. Hrank. . , 13685,- Ware 51»,- 1916«.- 13890.- 13735.- Valuten AmerfVai ische Noten .... lietglsche Noten 100 Franken. ilulearlscltc Noten eu lOOüLcva Deulsclie Noteif. liugiieciie Noteu ....... 7C40O.- 3680,— 496.- 16700— 339060— 708M.- 3eao.- S.4.- 16820- 340600.- Pranzäslsche Noten . . . . . Holländische Noten .. . . Hal-eniadie Noten ...... iuao*iawischo Noten. PolniaeH* Noten . .. KuniHnisehe Noten. itusslsche Noten iRoman.l. . Schweizer Noten 100 Pranken Tsehecho«8iow. Noten. . .« Tflrklsehe Pfund-Noten .... Ungarlechc Noten. Qeld Ware 38 V— 3860— 28300— 28500— 29F>— 29«,— 1151. 1167— 13520— 13660— 363— 367— 1355>— 13630— 2« 87— 2IIKI— 36701— 38300— 07,7U

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