Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 7 (1925)
- Issue
- Heft 2133 (27.1.1925)
- Date
- 1925-01-27
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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«flfc 8 ®!«n. Sisn'Stoj Radio-Lolin der „Wiener Margenzeiinng" im ..Hans dev Dame" Ergon A.-G., L. Bez.. Schwed.nplatz l. Vorführung der Wiener Sendung täglich von 11 bis 1 Uhr mittags und von 4 bis 6 Uhr nachmittags. E i ntritt frei. Kein Kaufzwang. Verkauf erstklassiger Radio - Avva rate und "Bestandteile. * Radwprogrnmm: ÄiwtStög, 27. Jänner. 11 Uhr: Vormittags m usik. (Programm nach Ansage) 12 bis 12 50 Hör: Konzert m Ehren eines IN Belgrad stattsindenden Festempsanges (Straug-^vorak. jugoslawisches Liederpotpourri). -- 16.10 bis 18 Uhr: Nachmittags-Konzert unter Mitwirkung von Professor Rosa Rosen, suppe: „Flotte Bursche", Ouvertüre. — Lanner: „Hoiballlauze" Walzer. — Frercrickseu: „Aus dem Nordlanoe — Deelhoven: „Andante con variazion," aus der *5^;lewnabc. — Mayer: „Serenade mnoureuse". — Tscharkowsky: „Pique-Dame", Phauwsic. — Kreisler: >Mdlternach:sqlocken" fVioliu-Solo). — Wagner: „Albunrvlat^' (Cello-solo). — Lehar: WAzerfinnle aus „Eva" — Ehrlich:^ „Saxophon-Shimmu". — 18.10 bis 19.30 il.hr: Zur E r rn n c r u n a an W. A. Mozarts G e b u r t stag. 27. Zauner 1766. 1. Aus: Mozart auf der Reise nach Prag. Dr. Fortner. Mitwirkend: Kräfte der Volksoper. — 20 Uhr: 2 p e r n - A u f f ü h r u u g: „Figaros Hochzeit". Ausgesnhrt von Mitgliedern der Volksoper sowie den Opernsängern Jerger und St eh mann. Musikalische Leitilngr Dr. Kaiser. Eerichtssaal. ^, Ekri Wohnungsstreit. Herr P. S. hatte anlässlich seiiier Ehescheidung zeiner Frau die Mietrechte au seiner Wchnnnq mtt einem gerichtlichen Vergleiche überlassen und der Hausbüilher W. W. hatte dir Zustimmuu.g mr Nebertraguug uitd Umzchrerbung der Wohnung ans die Klägerin zur Kenntnis genommen. Der Hausbesitzer hatte nun in einem späteren Zeitpunkte den .Herrn S., trotzdem dieser nicht „lehr Wrhnungsmhaber war. gekündigt. In einem gleichfalls gerichtlichen Vergleich harte sich Herr S. verpflichtet, die Wrlmung zu raumen. Ans Grund dieser Verpflichtung si'chrte der Hausbesitzer Exelurion und d:e Räumung der Wehnung wurde bewilligt. Knapp vor der Durch'ühruüa d:r Exekution brachte ber Vertreter der Frau einen Exzendstruuqsantrag ein, welcher auflschiebende Wirkung hatte. Frau S. klagte nun beim Bezirksgerichte Währing den Hausbesitzer auf Unzulässigerklärung der Exekution. Das Bezirksgericht Währing wies sowohl em Feftstellungsbeg.-hren der Klägerin, daß sie Mieterin der Wchnung sei, und ebenso die Klage auf Unzulässigkeit der gegen sie geführten Exekution aus dem .Grunde ab. weil nach der Exekutionsordnung der Widerspruch Dritter nur bei einer Exekution an einem Gegenstand zulässig erscheine, nicht aber bei einer Exekution, die sich auf Erwirkung von Handlungen und Unterlassungen, wie solche die Räumung einer Wohnung find, zulässig sei. Uw er die darüber erhobene Berufung erkannte das Zchil.landesgericht aiuf ZVbänderung des Urteffs. Das Berufungsgericht gab in seinem Urteile sowohl dem Foststellungsbegehren statt und erkannte auch die gegen die Frau geführte Exekution für rechtsunwirksa-m. weil die erworbenen Reckte der Inwohnerin nicht durch einen Dritten beseitigt werden können. Die Einhaltung der ehelichen Treue nicht möglich. Martin K.. ein Witwer mit einigen Kindern, heiratete vor nngefälhr 20 Jahren eine um 22 Jahre ältere Frau. Heute ist er 54 Jahre alt, sie 76. Der kräftige Mann sieht nähen der Greisin wie ihr Sohn aus. Nun stehen beide vor dem Bezirksgericht Favoriten, da die alte Frau den Mann wegen Verletzung der ehelichen Trene gek'agt hat: er lobt mit einer anderen Frau in der Erlachgasse. Die Klägerin besteht ans Bestrafung. Ueberdies verlangt sie Alimentation. Die Verhandlung wind unter Ausschluß der OeffenÄichkeit geführt. Das vom Richter in öffentlicher Sitzung verkündete Urteil lautet: K, tmrd im Sinn« der Anklage zu 2 S ch i l l i n g. eventuell 12 Stunden Arrest veruilkeilt. In der Begründung führte der Richter unter anderem aus: Die Klägerin hat gesetzlich Wohl das Recht, von ihrem Gatten die Einhaltung der ehelichen Treue zu verlangen. Mail wird sich aber trotzdem nicht der Einsicht verschließen können, daß im gegenständlichen Falle die Einhaltung der ehelichen Trvue nicht möglich ist. Aus dem Beweisverfaihren ergibt sich auch, daß die Frau schon seit Jahren außerhalb jeder ehelichen Beziehung steht. Der Mann ist gesund, kräftig: er hat ein Bedürfnis nach geschlechtlicher Berätigung. und da ihm seine Gattin, die vermöge ihres hohen Alters außerhalb/jeder Sexualität steht, diese nicht gewähren kann, muß er sie aus. anderem Wege mchen. Um dem Gesetze aber Genüge zu leisten, hat das Gericht eine Geldstrafe von 2 Schilling verhängt. Finanzminister Schumpeter als Bantprasident. Die inzwischen verkrachte Wiener Kaufmännsbank hat beim Zivilllandcsger'cht den ehemaligen Finanzminister und derzeitigen Präsidenten der Biedermann-Bant Dr. Jcses Sch u mpeter ans Zahlung von 2,38 Milliarden Kronen geklagt. In der Klage.wurde ausgeführt. Doktor Schumlveter habe im April 1924 zusammen mit dem verkrachten . Gvündungsschwindler. Dr. Rudollf Maria Braun- S t am m f e st einem Syndikat für die Kavitalserhöhung der Glaslndm'trie-A.-kG. „Rudolsshütte" angchört. Dr. Schumpeter habe durch Braun-Stammfost der Kaufmannsbank Mitteilen. lassen, daß. ex den zur Umber,«chm« der auf ihn snt'allonden Aktien nötige.,! Betrag von 1 88 Milliarde „Kronen nicht besitze, und die Bank ersucht, ihn, dies: Snmtzle darsehensweise vorzustreiken. Dies geschah in der Weise, dass der Betrag formell dem' Ukbernahmtsyndikat, dem Schumpeter angehorte. vorgestreckt wurde. Schumpeter ,'hermitteste der Kaufmannsbank auch den mit seiner Unterschrift versehenen Zahlungsvevpflichkungsbrief. Dicsen Betrag und die hierfür aulgslgufeneu Zinsen und Tagaelder fordert jetzt die KaufmhnnSbank gerichtlich ein. Der Vertreter Schumpeters wendete ein. die Bürgschaft seines Klienten habe sich nur ans den Fall Gezogen, daß die Kaukmannsbank der „Rudr/sshütte" weite« Altzchkt« zum Ausbau des Werkes erteile, was jedoch nicht geschahen sei. Ferner wurde die Ein-wendmdg des Wuchers erhoben, da für vier Monate'von dem Betrage 500.000.000 K. an Zinsen verlangt werden. Der Vertreter der Kaufmannsbayt emiderteer müsse es als geradem, beschämend be» qeichnen. dass.Dr. Schumpeter als, Präsident einer. BÄnk,'Walchs dieselben Zinsen einhbbt wi« die hier ««forderten. dies als Wucher bezeichn«. Der Gerichtshof verta-.t e. di'e Verhandlung zur DurchMrung der angebotenen Bjweife und zur Vorladung eines Sachverständigen im Hhrsensach über die Frage, ob die Zinsen angemessen seien. Wiener Morftenzeriuna.__ Volkswirt. Die neue tmIBfiinenfifdje «ilhrring. Jerusalem, 26. Februar. (I. T. A.) Die palästinensische Regierung hat ztvei Kommissionen ernannt, die die Namensbezeichnuug der in kurzem hcrattszugebenden neuen palästinensischen Währung ,n hebräischer und arabischer Sprache fostznstellen hckben sollen. Die Kommission, die über die hebräische Benennung eittscheiden soll, besteht aus den Herren: Dr. Josef Klausner. Professor K lein und G o rdon; letzterer ist der Leiter der Jerusalemer Abteilung der Anglo Paleftiue Bank. Der stellvertretende Werstkretär der Palästittaregierung, General Sir Ronald S t o r r s, ist der Vorsitzende der beiden Kommissionen. In palästinensischen Kausmannskreffen besteht Nnzu friadenheit darüber, daß die Einheit der neuen Währung ungefähr den Wert eines englischen Pfundes haben soll. Die I a f f a c r j ü d i s ch e H a n d e l s k a m ,n c r hat beschlossen, den Oberkonnnissär daraus aufmerksan, zu machen, daß das Pfund eine allzu hohe Wertcinheit für Palästina darstellt, und daß die Festsetzung einer niedrigeren Wevteircheit den Interessen des Landes förderlich sein würde. Solvparlliit der Hollandguldevs. A m st e r d a m. Ende Jä n ne r. 'Nach einer ganz kurzen Pause hat die N'iedo tzändische Bank ihren. Diskontsatz, welcher am 13. Dezember 1924 van 6 aus 1,5 Prozent herabgeetzt wurde, an, 15. d. «rnt einem weiteren Halden Prozeirt auf 4 Prozent ermäßigt. Die Direktion des niederlärddis-chen 9toteni,rstituts halte wohl bereits ,.m Dazem'ber eine Ermäßigung der Bank rate mit einem vollen Prozent ins Auge gefaßt, sie fand es damals jedoch ratsamer, ' ihren dlesbezügliichen Plan mit Rücksicht aus dir grösseren, Krcditbcdür'nisse im Zusammenhänge mit den, Jahreswechsel vorerst bloß teilweise ducchzuführen uno einstweilen, die weitere Eutroicklung der Verhältnisse ans dem Wechsel' und Geldmärkte abzuivartm. D:e Direktion wurde hrnsichtlich ihres Beschlusses durch eine Reihe wichtige: Erwägungen beeinflußt. Erstens oinrmal durch vic Ent-wickkm-g der internationalen Lage der holländischen Währung >im Lause der. letzten vier Wochen. Bekauntlich toies der holländische Gulden auch seit der vorigen Ermäßigung der Banikvate mr Derhältinisse zum Dollar m«d zu don anderen GoDtvichvlMgen sortwähreni) ein gewisses Agio aus. Ein abnormal hoher Gwldenkurs wird jedoch als ll-nertvünscht betrachtet. Es liegt auf der .Hand, daß der holländische Handel kein Interesse besitzt an ei-ner UeberWertung des Guldens a.us dem internationalen GolÄnrarkte u:i>) es ist klar, daß ein abnormal hchor Kurs keine geeignete Basis bilden kann für eine enidM-tüge Slabilisierung des Guldens, .welche mr Züanrmenha'Uge mit der beabsichtigten Wiederherstellung des Gold- Standards erfolgen müßte. Arrßerdenl ■ beschäftigt man sich in Holland, ähnlich wie auch in denübrigen Ländern, in welchen die effektive Goldwäh.nng «wt aktuelles Problem geworden ist, nnt der Frage, ob wicht die Gefahr bestehe, daß das Land durch einen Go.dimpori aus Zlmerika überschwemnn tverde. Die Nottvendigkoit, dieser Gefahr vorzübeugen,' wird im allgemoinen erkannt, ein Einfuhrverbot für Gold komntt hierbei als Abwehrmittel nicht in Betracht, da man .der Ansicht ist, daß der Gold- Standa d seine Fuukvion hinsichtlich der Förderung des Wolthandels durch stabile und gesunde Zustände auf dem internationalen GdlÄnrarkte nicht in vollem Umfange ausavben könnte, falls die wichtigsten Länder gleiichzenit'ig mit «der W'.ederherstellung der effektiven Gol>dwähr,Mg den freien into.«na''io« nalen Goldhandel durch EmsnhrvevbotL unmöglich machen würden. Man könnte wohl der Ansicht som, daß die Niederländische Bank, einen unerwünscht hohen Guldenkurs auch durch den Ankauf misländischer Devisen bskämpfen könnte und aus den jüngsten Ausweisen >der DaiE ergibt sich auch, daß d'es während der letzten Wochen tatsächlrch der Fall war. Zw'Pchen dem 5. nud 12. d. ist Zum Beispiel das ausländische Wechsolportofenitte der Nicde-vlänldischen Dank mit ungefähr 12,5 Millionen Gülden gestiegen. Eine anhaltende Jn>tervention M dieser R-ichtnng könnte jedoch zu einer unerwünschten Zunahme des Notenuiülau'es führen. Die Direktion der Nicdorsländischrn Bank hat dann auch den Weg einer weiteren- Ermäßigung der Bankrate gsioählt, zumal dir große F^üffiyko'.t auf dem Geldmärkte fortdans't und der N'iednigere Diskontsatz rm gegeMvärtigen Aüfangsstadium der Belebung des Haitis, in .welchem Holland sich jetzt befindet, für die Ber>bessee>u,»g der wirtschaftlichen Verhältnisse förderlich sein ka,m. Suschriften an die Redawo« sowie ««veesangs einlangenben Manuskript-« wolle man stets Rückporto dettege«, -a sonst eine Beantwortung, bezlehuagswerse Aücksendung aichl ersolge» kann. 27. Jänner 1925 Nr. 2188 Nationalbaukpräsident Dr. Reisch in Berlin. Gestern ist der Präsident der Oesterreichischen Nationalbank, Dr. Richard Reisch, in Brrliir eingetroffeu. lvo er mit den führenden Finanzkreisen Besprechungen abtzalten wird. Der A-ufen:halt dürste von kurzer Dauer sein. Tie Reise nach London ist erst für anfangs Diärz festgesetzt worden, da inan der Hoffnung ist, daß sich bis zu diesem Zeitpriuktc die Zinsfuß- und Ge I d „t a r k t v erhält,,! s s e in Tcsterrcich geklärt haben wenden. Forderung nach Einsühruug der Sommerszeit. Dem vielfachen Wunsch maßgebender kaufmännischer Körperschaften entsprechend hat die gestern unter Vorsitz des Vizepräsidenten I o s'e s V i n z l stattgefuudeue Bollveriaittüulii'ttg des Gremialrares der Wiener Kanfmannschaf: beschlossen,' neuerlich an das BnndeS'nlnisterium für Handel und Verkehr nüt dem oringendm Ersuchen heranzutrcten, bei der Bundesregiern-ng die Wiedereinführung der So m u, erszeit zu beantrag:,,. Die Einwendungen. welche bisher gegen die Einführung der Sommerszeit aus technischen Gründen gemacht wurden, sind so unentscheideno, daß durch sie di« ^Möglichkeit weitgehender und müheloser Ersparungen nicht beeinträchtigt werden darf. Insolvenzen. Der Kreditorenverern meldet folgende Jnsolve^zcu: Franz W ö h r e r. Gemischt,v-aren m Potienstein, Fabriksstraße 226: M. Weiß. Mariahilfer D.xtMoklei-dnugs- .gesellschast nr. b. H., 0. Bez., Mariahilferstraß« 105: Valentin Müllers Witwe, Klage,vfurt; Ernst Neuner u. Co., Völkermarkt; Hans Schickbauer, Kaufmann, Grieskircheu; Ludwig Simehberger u. Co., Müh.au; Josts Roidinger, Enns; Sic>'n,nnÄ Leuchter und Kredit,varenhaas Kaiser, Inhaberin Steffi Kaiser, Innsbruck; Josof Engter, Gumpoldskirchen; Johann Gerschlager. Ried am Mederberg; Franz M a t s ch l, Salzburg. — Das Ausgleichsverfahren wurde eröffnet über I. 2 i e g m e l h n. C o., 5. B z, Schöubrunnerstraße 79, Ueberjchuiduna 400 Millionen; üixr Morr Feit! u. Co., 7. Bez., Sbiflgaise 29; über H. Munk. 8. Bez., Lercheufc.derstraßc 91-98; über A. L. Vieler. Tuch un>d Textil, ö. Bez., Schönbrunu.rstraße 124; über Benno Oppenheim, Möbselhande-l. ls Bez., Naalereasst 8; über Arnold Kohlberg, 8. Bez., Zll'bertgasse 14: über I- Karanyi, 16 Bez., Ottakring'rstraße 53; über H. Kaufmann, 17. Bez, Wattgasst 7; über E. Schubert, Kn-c-pManufaktur, 16. Bez. Liens!.>lder° gasse 54; über Karl Kurt Kr«saldo, 12. Bez. Tivoli-gasse 31; 'über Franz Paar, 8. Bez., Fuhvmannsgasse 18; über August Demel, 13. Bez., Hü.le.-dorfcrstrasse 98; über R. Karpel e s, 18. Bez., Kreuzgasfe 43. Ein amerikanischer Kredit für den Siemens-Konzern. Aus dd.'w-Vork, 26. d., meldet Woljs: Das Bankhaus Dillon, Re ad u. C o. gibt bekannt, das cs dem Siemens-Konzern einen Warenkredit von 10 Millionen Dollar bewilligt hat. Die Finanzlage Polens. Aus Wavjchan, 36. d., meldot P. T.-A.: In seiner Re.de über die finanzielle und wirtschastliche Lage Polens erklärte Ministerpräsident und Finanzmmister Dr. Grabski unter anderem: Die im Umlauf bosindl'ichen Geldmittel, Scheidemünzen und Pahiergeld inbegriffen, beliostn sich am 1. Jänner dieses Jahres auf 680 Millionen Zloty, demnach 25 Zloty auf den Kopf der Bevölkerung. Im Jahre 1924 -betrug die ausländische Verschuldung des Handels, der Industrie und der Banken 360 Millionen Zloty, wovon 200 Millionen durch die Regierung nicht garantiert sind; stur 50 Millionen des Zuckerkredils genießen eine staatliche Garantie. Das Zuströmen von Devisen auf Grund der Anleihen, der AuS- ' wandevcrüberweisungen und der ausländischen Kredite hat gegenüber den Ausgaben für Auslandsreifen und Schuldenzahlungen einen Mehrbetrag von 270 Millionen Zloty ergeben. Diese 270 Millionen hckben dazu gedient, das D e f i z i? der Handelsbilanz zu decken und die Devisenreserve der Bank von Polen zu vermehren. Die Zoh der Arbeitslosen ist bedeutend. Sie ist im Oktober und im Nodem'ber ein wenig zurückgegangen, im Dezember aber wieder gewachsen. Die Zahl dsr nnierslützten Arbeitslosenist zurückgegangen, dsejenizr der arbeitslosen qualiifizierten Arbeiter ist unverändert gebliobrn. Herabsetzung der Kohlenpreise in Polen. Aus Warschau meldet P. T.M.: Bon zuständiger Seite wird gomslde.:. daß die Vertreter der Kohlen industr-ie.n in Oberschlosien, die Mitglieder der „Schleisischrn Konvention" sind, zu einer Konferenz zusammentwten werden, um über eine H e r a b s e tz -u n q der Kohlenpreise zu beraten. Die geplante Preisherabsetzu-ng ist ein Ergebnis der infolge der gegenwävt'igen Stockung eingetretenen Konkurrenz. BiehmSrkte in St. Marx. (Eigenbericht der „Wiener Morgenzei'ung".) R indermarkt. Der gestrige Auftrieb belief sich acks 2407 Stück Scksiachtvich. Trotz einer M i n d e r z u f u h r von 750 Stück, an der auslschliesslich inländische Provenienzen partizipierten, wickelte sich der Verkehr in vorwiegend r u h i a e r Stimmung ckb. Reguläre Ware hat zwar stellenweise um 600 K. im Preise angezogen, der Absatz jedoch gestaltete sich schwerfällig. Stiere sind gegenüber der Vorwockie um 1000 K. und in einzelnen Fällen bis zu 1500 St, Kühe und Boinlvieh um 500 bis 1000 K. pro Kilogramm im Preise gestiegen. Es notierten: Ochsen, prima 16.500 b,S 19 500 K.. «xtrenr 21.000 bis 33 000 K., sttnuda 14.500 b'S 16.000 K.. iertia 11.000 bis 14 000 K.. Stiere 13.000 bis 17.500 (18.600) St. Kühe 11.000 bis 16 000 (19.000) K., Bcinlvich 7000 bis 11.000 K. und Büffel 9000 b's 10.000 K. pro Kilogramm Lebendgewicht. Der nächste Rindermarkt findet infolge des Feiertages Dienstag den 3. Februar st a t t. B or stenv i ehm a r k t. Laut vorliegenden Ausladungen und dlmnoldungen dürfte sich der Auftrieb auf dem heutigen Schweinemarkt auf zirka 11.000 Schweine belairstn. Wiener Börse. Behauptet. Bon Ausi'andskäiust»,, die sich besonders an? Sta-a^sbahn, Südbahupvioritäten und ffchecho-flowökischen Effekten erstreckvevlsen Atji4fcr<Jnm;. i noll, Outden . Helprad I Dinar. l'erlln. frilar-ei i belRiacher Frank . . t'udapest ton „ni-ar. Kronen . 1 ubareat I tkl...... . London t Pfund Sterling . . /Mailand l Lire ........ New.York » Doller. Parle l Prink .. Pr»f i iKlwdif»»l»w. Kmw. Setoifett« «nd Balutenkurfe vom SS. gSnner 1825. Oeld LNM... ,6850.- .6 fl. <8.40 369- 34'8 rsi2.- 700 5... 38 3.^ 31,3^- War« i8750. U6Ö. ,f95i 621 9.2k 371 - :'4i8oo 2924. (1185. 3848 3133,- '»ofla , Lewa . stockliolm , echvred, Krone \Varacheu. Zürich > «chwelz Prank. Valuten Amerlüai lache Noten . delgiache Noten 100 Frank« ulparloclie Noten au tOUUl >eutB>*|ie Noten .... * o«"-' Ware 516.- Französische Noten ..... Oeld 3815. Were 3855»- 1007». - 1013*1, loll lndlsche Noten. 28307.— >8500.- . 13590.• 1369.,.- *ln* e ilanhe Noten .».».« 287 *010.. . 13705. 13755. >o>r»^ awische Noten ..... 1141 1151.- . 7C4«k!.- 'olnlacn 1 Noten.. (umüntsie Noten ...... •ussiache Noten (Ro nan.l. . 11531. - 13670.- 303.- 367.- . 35'S.- 3395. Schweizer Noten 1*)> Franken 1346'.- 13640. - va 496. - 5 4. l'schechn.'dow. Note,.... 4l01» — Uli.- . «866-.- 16760,— I'ürklsche Pfuod.Noten .... 3670). - 3830).- 34««»,- Uogaitacue Noten. 97.60 98.87