Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 7 (1925)
- Issue
- Heft 2131 (25.1.1925)
- Date
- 1925-01-25
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
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Mm f> Wen, f f> PELZWAREN , JEDt'tR ART IN FEINSTER 1 VtenjHRUNG BILL'QST BEI GEBRÜDER BRAININ WIEH.II. GLOCKENSASSE 8 / TEL 45.4:3» ] 99 Soft« ravdftvmmeninflllut. Um 1. November 1844 nahm der Kaufmann Hirsch Kollisch tu NikolSburg. Mähren, die ersten fünf \M* scht« gehöö» und daher auch sprachlosen Knaben im Alter von 7, 8 und 9 Jahren bei sich auf und lieh sie von dem jungen Lehrer Joel Deutsch unterrichten. Im Alter VS« 64 Iahten unternahm Hirsch Kollisch, der mit Man- «ern, wie Dilbcrforce und Bernarda» verglichen werden kann, und der schon früher in seiner Vaterstadt für Bildung und Aufklärung seiner Glaubensgenossen erfolgreich gewirkt hatte, das große Werk der Neugründung einer jüdischen Taubstummenanstalt. Die Anregung gab ihm der Piaristenpriester und gewesene katholische Religions- Professor Hermann Czech vom kaiserlichen Taubstummen- InfHttit in Wien. Der Mönch und der Jude waren in Baden bei Wien bekannt geworden, als sie beide im Sommer 1844 dort zur Kur waren. Aus diesem Anfang entstand daS Wiener israelitische Taubstummeninstitut, das 1852 von NikolSburg nach Unter-Meidling und 1868 in das neue große Gebäude, in dem es noch ist, in den 9. Bezirk,'Juchgasse 92. übersiedelte. Tort wurde am 18. d. im Beisein zahlreicher Gäste der 80. Geburtstag des Humanitätsinstitutes gefeiert. DaS Walten und Wirken Kollisch' und Joel Deutsch' stand im Mittelpunkt der Darstellung durch den Direktor der Anstalt, Dr. S. K r e n b e r g e r, der vor allem auf die weit ausgreifende Tätigkeit von Deutsch hinwies. der mit Fleiß und Energie die reine Lautsprachmethodo pflegte und ausbaute, der schon Kurse über den Taubstummenunterricht für Lehramtskandidaten abhielt und schon 1854 für TauLstummenschulen in Wien cintrat. Auch dyrauf konnte Direktor Dr. Krenberger Hinweisen, daß vom Wiener israelitischen Taubstummeninstitut Adalbert Lehfeld, der erste Direktor der Döblinger Taubstummenanstalt, ausging, ' der wieder der Lehrer der Wiener- Neustädter und der Wiener Taubstummenschulen gewesen ist. Der Präsident des Jnstitutsvorsiandes, Rechtsanwalt Dt. Moritz Ludwig Weiß, war mit allen Damen und Herren des Vorstandes erschienen und begrüßte die zahlreichen Ehrengäste, so Minister a. D. Dr. Leih, Seltionschef a. D. Franz Heinz, Sektionschef Dr. Karl Helly und Oberinspektor Strobl vom Bundesministerium für soziale Verwaltung, Hosrat Tr. Schönauer vom VundeSministerlUm für Unterricht, Polizeidirektor Hofrat Dr. Pichler für den Polizeipräsidenten, Hosrat Dr. Franz Wvllmann vom Stadtschulrat, Hofrat Dr. Lasch (Rudolfsspital), die Präsidenten der Kultusgemeinde, Generaloberstabsarzt Prof. Dr. Pick und Dr. Josef Löwenherz, Oberrabbiner Dr. Lhajes und Rabbiner Dr. Mandl (Wien, 10. Bez.), die Direktoren der Taubstummenanstalten Linz, Wiener- Neustadt, Wien, 13., und Wien, 19., der Blindenanstalten Hohe Warte und Wien, 2.» und viele andere. Dr. Weiß wies vor allem darauf hin, daß der heutige' Festtag gleichzeitig bestimmt sei, um das neu errichtete psycho-physiologische Institut zu eröffnen. ES ist eine Schöpfung des Vbrstandsmitgliedes Universi-- tStsprofessors Dr. Gustav Alexander, die erste derartige Institution überhaupt. Dieses Institut besitzt die wertvollsten Apparate zur Prüfung des Gehörs und ein großes Kymographion zur feinsten Messung jeder AuSdrucksdcwegung im Atmen und Artikulieren wie Sprechen. Tie Apparate wurden zum Teil durch den Wiener Verein für fromme und wohltätige Zwecke (Präsident Dr. Wilhelm Pappenheim). erworben. Die Assistenten des Herrn Professors Dr. Alexander, die Herren Dr. OSkar Benesi, Dr... Hans Brunner, Dr. Josef Fischer und Dr- Früh- Wald, demonstrierten die Apparate und hielten in deutscher und englischer Sprache,-da auch amerikanische Aerzte,zugegen waren. Vortrage. Die Lehrerschaft des Instituts hat durch drei Jahre Jntelligenzprüfungen bei Taubstummen vorgenommen,, konnte sie aber , nicht als Festschrift vorlegen, weil die Mittel zum Drücke fehlen. Cs ist dies auch die erste derartige wissenschaftliche Arbeit an deutschen Taubstummenanstalten. 1'eberall klang, der Ruf durch, dem arg bedrängten, alten HumanitätsinstitUt zu helfen, das ein StiftungS-- vermögen von eineinhalb Millionen Friedenstronen besitzt, die jetzt aber 105 Kronen wert sind, während der Monatsgebrauch 100 Millionen beträgt, um 70 Zöglinge mit dem. Lehrerpersonal und den anderen Angestellten zu erhalten. Ein Quartett de- Tempelchores leitete den Festtag /in und beschloß ihn. Am 18. d. waren die Zöglinge des Instituts im obengenannten Tempel bei einem Fcstgottesöienst versammelt. Am 19. d.. war das Kinderfest des Instituts,.zu dem auch die Schicksalsgenossen der Kinder non Speising und Döbling geladen waren. Heller Jubel begleitete, den Tanz der Zöglinge, die Vorführungen de- Zauberers" und deS SkioptikonS. Eine Festjause an schön geschmückten Tischen vereinte Schüler und Lehrer. I Dine WeUftätte zm Fälschung von Kkevltattieu. Vor mehreren Tagen erschien bei einem Lithographen im 13. Bezirk ein elegant gekleideter Mann, der sich N ow a k nannte und bvt dem zurzeit Arbeitslosen Arbeit für z c h n T ck g e g.g^n ein Entgelt Von 15 M i ls i o ü d n Kronen on. Es sollten, erklärte der Mann ursprünglich, pornographische Zeichnungen a-tkf Stein hergestellt werden. Der Lithcgraph müsse sich verpflichten, seinen Tienstort während der Arbeit nicht .zu verlassen, er werde reichlich vevpflagt werden. Der Whvs Mph, dem die Sache bedenklich mfm, fragte bei der Arbeitslosen stelle für graphische G;werbe an und ersichr dort» daß tagsvorher ein M'nn. ans den die Personen-veschreibüng des angeblichen Nowak paßte, sich die Adressen arbeitsloser Lithographen geholt habe. Bei einer zweiten Zusammenkunft, die der Lithograph mit dem angeblichen Nowak hatte, teilte ihm dieser mit» daß es sich um A k t i e n f ä l s ch u n g e n handle; fein« Arbeit rverde benötigt, um di« fertiggestellten Steinplatten zu retuchiercn. Der AustWgtzober machte den Lithographen mit einem angeblichen Techniker, der ln der Johnstraße wohnte, bekannt und wollte durch Erl:g einer Kaution von 500.000 .ft., die der Schwester des Lithographen zu Übergaben wären, mit diesem das Geschäft ab'chließen. Da aber der Lithograph inzwiifchen die Police! verständigt hatte, wurde der angebliche Nowak, als et zuisiamirien mit dem Lithographen sich kn dessen Wohnung begeben wollte, verhaftet. Durch die Erhebungen wurde festgeftellt. daß der Verhaftete der Lithograph Albert K r o t t e n m a y e r ist. der durch einige Jahre im gemeinsamen Haushalt mit einer geschiedenen Frau und später mit deren Schwester in der Sevvitengasse 7 gewohnt hatte und sich als Zeichner ansgab, der seine Zeichnungen in Italien absetze. Bor einiger Zeit hatte er unter dem Namen Kavl Hauser unter der Adresse Johnstraße 59 ein Zimmer gemietet Und dort wurde bei einer Hausdurchsuchung eine in ihrer Art vor.; ü glichausgestaitete Werkstätte zur Fälschung von Aktien entdeckt. Die Mehrzahl der Apparate und Ma'chinen waren zerlegt untb verpackt, um fovtgeschafft zu tverden. Man fand u. a. aus großen KcWeimer Plattet! die Zeichnungen von K u m u 1 a t i v a k t i e n der Qesterreichischen Kreditanstalt zu 25 Stück. Abzüge der Z i n s e n e o u p o n s. der Details der Ornamente ustv. Aus dem gefundenen Material geht mit Bestimmtheit hervor, daß Fälschungen von Aktien der Kreditanstalt beabsichtigt waren. Krottemnayer und sein Freund, der in der Johnstraße eine Zeitlang mit 'chm wohnte, haben wie die Erhebungen evgMn. Tage und Nächte lang in dem Mietraum gearbeitet. Sie haben bei der Vermieterin eine ansehnliche Mietschuld auflaufen lassen und sich noch 2,5 Millionen bei ihr.aufgeborgt, Krottenmayer wurde in Haft behallten, nach seinem Komplicen wird gefahndet. * Ein großer Scheckbetrua in Bratislava. Zn Bratislava wurde mit gefälschte» Postfparkasssnschecks ein Betrag von annähernd 700.000 tschechoslowakischen Kronen entlockt. Nachdem der Botrua ausgekommen »vor, wurde einer der Fälscher in der.Person des Wolf Richard Schiefer verhaftet. Auch seine Helfershelfer, der Slsährige Karl Koranyi und der 31 jährige Ladislaus Baray wurden sestgenom-men. DOROTHEUM | Versteigerung: . Pret'oaen tSglich r Jeden M Silber und Chlnasllher; Jeden II SN,innen, und Perletuchmuck im l rans*Saal Verfallene PretiosenpfBilder der Pfand leihanalalt lierho d & We - rren. f. Wlppiinpersiratae V4—2öam Do den 3. und I r den 6 Pebruar. Im Franz 9aat. Bebrauchtgeoeastlnda lüg loh im Ludwigstortf-. Rössler- und Kolowrat-Saal; ferner jeden Di. Do und Sa Im Hoch-Saal. laden Dl Pa'de, ffe'le, tchOna Wfcaeli* K'eider. Antflee. atofla jaden it Pfeotoapparnte. Objekt va, •Einteilung nsV Mikroskope ReU«ieuge Operngilaer. * PeldaiecHer, Sehre’hmaschtnen, Fahrrlder and NKHmaaohnea (m Ludwig« orfusaa*. Jeden Di und Pr Mobil Bilder, Beleuchtungekftrner. Oefen und. Hauahaiiungegajenstlnde Im Qia<-hof. Jeden Ml und Pr aowie Mo den $8 Jänner k< ■ttgew'Tba. 0e mälde, Antquiitt en Und Perserteppirhe ,m Hoch-Saal. wüten Da lohla*« ioblllar. Parie t*ppiohe Gemälde, Luster, Kuhstgewerbe •aal. Im Frans 3*1. Kunitauktfoni M* den 28. Urner und Do de» 2- Jlnner Oelgemklde, Miniaturen. Handatichnunven alter Mela'er, Aquara le, Antiquitäten. Oobellaa Htibersehmledea*bel en das IT und Id. Jah'hundcna, Blodermelerg Isar, NVaflen, Harnisch« usw, im Kteimann<<eg".Saa Sobaiiitallurg i Noch Me Dienetag den!-7. llnnar. An Wochenlagen von 10 bis 6 Uhr. am >onn<»g von 10 bi« I Uhr Bridfmarfcen* Di. den 27 . und Mi. den 28 jlnner. ßfl. Snezlalauktion Aii-Luropa, Alt-Oesterreich ^Seltenheiten Zlhimnuaaber en). Oeal erreich, (Fehldr ek«, Probedrucke n. v a.', Lomha'delu?w. Pr, den .iß. |flnnar. Dl, den 3 Februar, und Fr. den n. Pebtuar. Hrlehuarken in Samm'unaen, Seren und Pinsel» »tacken-VL Maii hi frratr. 7L •Ookar t Aus al'en Wtsienageb'atep U aratur riagen.MIreheu, Oeschlchte, Oe'letrlstik. nsw, jaden Do, Fr und Sa im Emmlnger- Saal * . Waffen: Pr den IO. Jlnner Gewehr*, Sportausrad ngen. Scldit schuh«. Reh« und SattcK teure Pelse, Uniformen im Ludwluatonf-saal Teoha sehe Qagenstiadet Jeden Mir Maschinen. Wrrkaeug«, Ar mauren, AltraatenaJ, VIII. PeidgZsse 0. Auktion t V Strebaeliraaiee 8. Mobiliar, Perser- und Knifpftepp che lli'dt-r alter und moderner Meister. 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Die Echavftttdler wollen unter seiner Direktion nicht mehr weiter spielen. Geftevn hals Jarno, der auch heute tn der Renalssaneabühne splstt. mkt fttnem LnfeEe. ans. M morgen bkewt das Theater biß auf wettere» geschlossen. Die Schuldenlast Fsher», der mit Geldgebern ergobniSl«» vachaiwÄle. soll ungösälhr 690 Millionen betra,zcn. Es verlautet, baß Jarno mit dem Eigentümer sei Bühne, Direktor Robert, in Verhandlungen steht. Eine Anzeige an die TtaatSanwaltsthaft. Ossiern wurde Direktor Jeher über Anzeige seines Financiers Spinnrad poltzeilich vorgefuhrt, um sich wegen Weiterveräußernng und Wcitervevpfändnng bereits gerichtlich verpfändeter Gogen-stäntze zu verantworten. Er wurde nach einem längeren Verhör entlassen. Feher behauptet, daß Spinnrad seinen kontrakt lichen Verpflichtungen nicht nachgekommen sei, wodurch er großen Schaven erlitten habe. Die Anzeige wegen Cxe kutionsvereitlung wurde an die StaatSanwaktschaft erstattet. Sie Barometerka-e. Wie sich Präsident Csolidge die Zeit dertrelbt. New-Aork, 24. Jänner. (Tel.-Komp.) Wie die New, Yorker Blätter melden, erfährt die Privatmeng. g e r i e des Präsidewken C o o l i d g e, der bekannblich ein großer Tierfreund und namentlich ein .Katzenfreund ist, demnächst eine interessante Bereicherung. Mr. Louis James, ein Großgrundbesitzer im Staate Connecticut, hat dem Präsidenten seinen Kater „Weathervane" geschenkt. der weit und brei,t unter dem Nanren „Die Baro meterkatze" eine gewisse Berühmtheit erlangt hat. Der Kater des Mr. James soll die Eigenschaft besitzen, daß er ein Unwetter oder einen großen Stu rm, 24 Stunden früher durch sein auffälliges Benehmen mit größter Bestimmtheit vorauszusagen versteht. Die „Bavometerkatze" des Mr. James hat daher durch ihre meteorologischen Talente unter den Farmern im Staate Connecticut eine wahre Popularität erworben, da die .Metterpvognosen" , des Katers angeblich unfehlbar sind. Präsident Coolidge hat „Weathervane" jedenfalls mti verbindlichem Dank angenommen. Sind zuviel Menschen auf der Welt? In den Zeiten wirtschaftlicher Not hört man oft sagen: cs sind zu viel Menschen ans der Welt. ES zeigt sich Mangel an Lebensmitteln, es zeigt sich Arbeitslosigkeit, und es scheint, als köime dom allen schnell und einfach abgcholsrn werden durch Bevinmdentng der BevAkerung. Auch die Wissenschaft har sich: dieses Gedankens bemächtigt. Der englische DolkSwirkschaftlor Thomas MalchuS hat im vorigen Jahchmrdert eine Rechimng angestelli, wonach sich die Bevölkerung sehr viel schneller \>cv mahn als die Nahrungsmittelmenge. Daraus gründete or seinc Lehre von der Beschränkung der VobksvermeheMg, die nach ihm aller wirtschafulichen Not ein Ende machen würde. Und doch ist diese Ansicht falsch. Man erkennt dies {dwit, allein aus den Lehren, die uns die Geschichte gibt. Um das Jahr' 1700 rechnete der VorikSwirtschastler Gregor King aus, daß England im Jahre 3600 an 83 Millionen Einwohner zählen würde, und darin sah er die Höchstgrenze dessen, was England ernähren könne. Heute hat England 40 Millionen Einwohner, und die vorgesagt« ErnähvungSnot ist indincr noch nicht eilige treten. Ebenso führte man eine Wirtschaftskrise, die Irland um 1760 durchsulinachrn hatte, ans Usbervölkernng zurück, obtvohl Irland damals nur zwei Millionen Einwohner hatte. Und wenn die BolkSwirtschastler des vorig;» Jahrhunderts vorausgosohen hätten, daß Deutschland nach 100 Jahren 60 biS 70 Millionen Einwohner haben würde, so hätten sie ihm wahr^ schein!ich einen Dauerzustand von Elend und. Hu-ngersnot prophezeit. Nichts von apedem ist eingetroffen. Im Gogeutell,' wenn mir von den vorübergehenden Störungen absehrn. die der We-Mieg gebracht hat, dann hahrn sich die LsbenSverhältnisse. auch der umeren Klassen, gegen früher nicht verschlechtert, sondern gebessert. Es liegt ke-ineSmegS so, daß zuviel Menschen da sind und wir, besonders hier in Europa, an Uobevbevölkorimg leiden. Man hat ausgerechnet, daß bei voller Ausnutzung de» Bodens ein Morgen kgleich 2600 Quadratmeter) Ackerland ge migt, mn den Lobensbedars eines Manschen zu decken. Selbst wenn man die unvermeidlichen Abgänge mit veranschlagt, und jedem M-ensckjen -das Doppelte zndilligt, würde Deutschland, das gegenwärtig etwa 60 Millionen Einwohner hat. 100 Millionen ernähren können. Und wenn wir ganz Europa intzluge fassen, so konvinen «ms jeden Bewohner zchn Morgen Ackerfläche, d. h. Europa könnte die fünffache Einwohnerzahl ernähren. Und we»m wir endlich -die ganze T'berfläche in Betracht zirhrn, so entfallen ans jeden Erdenhewohner 86 Morgen Landfläche, was beden'ten würde, daß die Erde der zchnfachen bis fiMzchnsachen Menschenmenge Nahrung bieten könnte. Nim ist natürlich unsere heutige Anbautechnik solchen Ansorderung-'n nicht ge wachsen. Es ist aber gar kein Zweisiff, daß sie im steten Fort schreiten begriffen ist und sich den an ste gestellten Fordenrngen anpassen wird. E'n ganz gewaltiger Fortschritt wäre $t»m Beispiel mit einem Schlage gemacht, wenn die Frage der. künstlichen Bewässeru-ng, die augenUlcklich im Bordorgrnnde des Inter