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Wiener Morgenzeitung · 1925-01-15 · Heft 2121 (15.1.1925) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
7 (1925)
Issue
Heft 2121 (15.1.1925)
Date
1925-01-15
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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Sette 6 Wien. Donnerstag Wiener Moraenzettmrs. 15. Jänner 1925 Nr. S1L1 » Bühne und Kunst. „Wenn wir Loten erwachen." Akademlethealer Dieses dichterische Vermächtnis Ibsens, rund hemm mit Symbolen behängt — vieim.hr, leider Gottes, mit einem einzigen Symbol in vller erdenklicher Varianten —, bewegt sich bleiern und keuche)^ über die Szene Die Bühnenbilder Harry Taubers, nach oben hin wild gezackt. Scharfe der Luft und das drauen.de Antlitz der nordischen GdbivgSwelt spiegelnd, ist nach unten Än eine kühne Kmnposition schiefer und gebuckelter Ebenen. De» Schritten der Akteure folgt man mit Besorgnis. Auch die fueie Bewegung der noch nicht Gestorbenen, jenes Menfchenpvares nämlich das mit beiden Füßen und frischen Sinnen im Loben ftrfrt, i;t gar sehr goh mutt. Reiner Zufall, daß uich noch vor den? Elementarereignis der Schlußszene ein Unglück ,geschah. Es ging gvab Nur als die frische Mrja oittf den harten, kahlen Gips »ioderklarscht-k und di« wc'che berauschende Alpen* wiese pries, in die m nach des Dichters Absicht und der eigenen Feststellung soöven verirrt, keimte Helle, gefährliche Heiterkeit im Publikum. Nicht nur in diesem AuMiMick neigte die Aufführung zur Travestie auf Ibsens dramatischen Ep,log. Auch die erzwungene Kraftmeierei Bilma Aknays (nicht zu rechtfertigen, daß man die strebsame Künstlerin auf diesen verlorenen Posten stellte) und die Haltung des Herrn Heine, der di« Maske des gottseligen Leo Feld trug und als maßlos wattierter Professor Rubel durch das Stück stolzierte, hatten mehr als einen Stich ins Ulkige, Parodistische. Für alles entschädigte reichlich Lotte Medelsky. Noch vielen Abenden des Unbehagens über ihre hysterischen Exzesse, Zerdehnungen, Verzerrungen eine vevchrungswürdige Leistung, eine wundervolle Gestaltung. Erschüttert hörte man die Drimm« ans dem Jenseits, und ihr erster Dialog mit Rubel bl-ibt unvergeßlich. Hans Marr verkörperte glaubwürdig und quicklich das stärker« Leben. Otto Abeles ^Br«»n Freie Jüdische Volksbühne I. R «merqasse 1! Hlefnkanstspiele „Die gildene Pawe‘ Heute Donnerstag den 15. Jänner, halb 8 Uhr abends Das neue Programm: Balh-Schewa von ü. Pinskf - Olf’n Pripetschik - Die drei Heliums - Schabbes bei Nacht - Be’m Robben II - Awremete Heiamad Kasry.'ewke von Sch. Alejchem Karten bei Löwit. Aida, Rotenturmbasar und an der ■_ Kasse.!. Rlemergasse 11 Aar Den Theatern. Burgtbeater. Morgen, 7 Uhr abend», ^Stimmen au» dem Dunkel". Dienstag, 7 Uhr abends, „SB i I 6 e I m % 111". A k a d e m.i e t h e a t e r. Morgen. yt8 Ubr. „Wenn w i r Toten erwachen". Mittwoch, 7,8 Uhr abends, „Man, a Nicole" , - Dolksoper. Heute, %8 Uhr abend», „D e r F r e is ch ü tz". Morgen. 7,8 Uhr abends, „C a in e n". Theater in derJosefstadt. Morgen, 7,8 Uhr abends, „MelnVat erbat re ch t g e h a b t" Sonntag, 7,8 Ubr abends. „Der Dienerzweier Herren" in der Premierenbesetzung Raimund-Tbeater. Morgen ist die österreichische Uraufführung von Jerome K. Jerome» Lustiviel „Lady Fanny und die Dienstbotenfrage" mit Tilla D u r i e u x in der Hauvtrolle. Inszenierung Karlheinz. Mar« t r n- Samstag und Sonntag abends wird diese Vorstellung wiederholt. Sonntag, nacl mittag» 3 Udr. findet eine Veranstaltung des C ä e i l i e-C e r r i-B a ll e t t 8 statt. Wiener B ü r g e.r t b e a t e r. Morgen. 7,8 Uhr. abends, findet die 400. Aufführung de» Singspieles „A u f Befehl derKaiserin statt. Apollotheater. Trotz des guten Besuche» bat die neue Direktion fick entschlossen. ihre Eintrittspreise um ein Beträchtliches Hera'zusetzen. Bon beute ab kostet eine Loge mit vier Plätzen 481000 ft., Cerclesitz 110.000 K. bis 120.000 K., Orchestersitze 70.000 bis 100 000 K.. die übrigen Plätze 15.000 bis 60.000 K. Ermäßigungskarten werden wie bisher nicht ausgegeben. „Die gildene Pawe." Die nächsten Vorstellungen von „Die gildene Pa w e" (Verein Freie Jüdische Volksbühne) in den Kunstspielen, 1 Bez., Riemergasse 11. finden heute um halb 8 Uhr abends, Sonntag um. halb 3 Uhr nachmittag- und Donnerstag den 22. d. um halb 8 Ubr abends statt. Grock im Ronacher. Seit Wochen hält das gange kunstliebende Wien ein Phänomen in Atem, das seinen Ruf voll und ganz rechtfertigt: Grock, wohl der urluftigste Mann dieser Erde, Diesen vollendeten Künstler ans mchreven Instrumenten, diesen unbeschreiblichen Naturkomiker kann man niemals als Mmsikalelown bezeichnen, er sprengt jede Tradition und ist eben der unnachahmliche Grock, der mit einer Mundaber Handbewegung Tausende zu unauslöschlichen Lachstürmen zwingt. Dieser gedrung.'ne Mann mit seinem eleganten Künstlerassistenten hat förmlich das große, befreiende Lachen in Erbpacht genommen, verschmäht dabei alle abgespielten, sicheren Mätzchen und Griffe, er wirkt wie ein Meteor, bloß durch sich aus sich heraus, mit einer komischen Zündkraft, die beispiellos einschlägt. Mehr als eine halbe Stunde meistert er, von' komischen, die geflohenen Szonen unterbrochen, eine Reihe von Musikinstvumenten zum hellen Entzücken der Kenner und des lauschenden Publikums. Sa hat man einen Cxzentrikelown noch niemals spielen gehört. Leider hat die Ronacher-Diroktion. der dieser Wurf gelang, eine Prolongation Grocks nicht durchsetzen können, nur mehr zwei Wochen wird man über diesen Fürsten des HnmorS vor Lachen weinen und schreien können. Das ist ewig schade. Grock muß man gesehen hoben, wenn man so recht wissen will, was Lachen Kr eine Großmacht ist. Serichtrsaal. Ae EeNebte erschossen. Der Täter freigesprochen. Gestern hatte sich der Zssährup: Rudolf R a ck, der in der Fabrik Alder Portier war, wagen Mordes vor dou ©«* schlvornen zu verantworten. Die Frau feines Betriebsleiters, Aloisia Keck, hatte den verheirateten Mann durch allerlei BerführungMinste an sich gelockt. Es kam Mischen den beiden im Jahre 1920 zu einem Liebesverhältnis. Die Keck war anspruchsvoll und Rack geriet in immer größere finanzielle Bedrängnis. Da es mich mit seiner eigenen Fra» zu Zwistigfetten kam, dachte Rock iimner mehr an Selbstmord. Er teilte diele Absicht auch der Geliebten mit, der er drehte, er werde sic mttnehmcn. Am 13. Juli hatte Rack bis in die Nacht hinein Echt und Karten gespielt und dabei auch den gau-.en Erlös seiner vorjährigen Heuernte, 350.000 K., t>crfncn. Auch den nächsten Vormittag verbrachte er im lasti- Nach dem Esten steckte er einen Revolver zu sich uiio ü-i' Frau Keck durch ihren Sohn in das Gartenhaus ihrer E:r:ru rufen. In der Zwischenzeit schrieb er .zwei Briefe, der eine war an Frau Keck selbst gerichtet, der andere an Hreu Gatten. In diesem enthüllte er dem Betriebsleiter die ehebrecherischen Stegehun-gen zur Fron und teilte auch den Entschluß mit. die Geliebte zn töten und dann sich selbst das Leiben zu nehmen. Die Frau kam zu doni Stelldichein, «und er gab ihr den an sie gerichtelen Brief zu lesen. Während sie ihn las. seht« er ihr den Revolver an die rechte Schlafe' an und drückte zweimÄ ab. Da die Waffe schadhaft war. ging der Schuß nicht los. Die Fvau, di« in den Brios vertieft war, hatte gar nichts davon wahrgenommen. Erst beim dritten Abdrücken ging der Schuß los und die Frau sank auf die Dank. Durch die Schliffe aufigeschreckt. eilten die Eltern der getöteten Frau und eine Nachbarin herbei. Sie fanden Rack aus der Bank sitzend vor. Er rauchte eine Zigarette. Die Herankommenlden bedrohte er mit vorgehaltenem Revolver, feuerte auch einen Schuß ab. der gegen die Wand des Gartenhauses osirg, setzte dann die Waffe .an den Kopf und drückte zwoimall los. Schwer verletzt wurde er nach Wiener-Neustadt ms Spital gebracht. Am 12. August wurde er als geheilt »ns Untersuchungsgefängnis gebracht. Präs.: Bekennen Die sich schuldig? — Angekl.: Ja, «ich habe Schüsse abgegeben, ich konnte mir nickst anders helfen. Im Jahre 1919 kam er - er war damals schon acht Jahr« verheiratet als Portier nach Neusvld in die Zünd- 'taPfeffabriE, in der Keck Betriebsleiter war. Präs.: Keck hat Sie dann noch zu Hausarbeiten in seiner Wohnung verwendet und Sie sind so mit seiner Frau bekannt geworden. Wie ist es zu dom Verhältnis gekommen? Angell.' Eines Tages hat mich die Fvau, als ich Hinaufkam, um Kohlen zu tragen, gefragt, warum ich deim so mißgestimmt sei. Ich halbe ihr gesagt, daß ich mit der Frau Streit gehabt hätte. Frau Keck hat mich an-gefangen zu streicholn und hat gesagt: Macht nichts, es wird schon wieder gut werden. Und ans einmal ist sie auHgeruischt, und ist auf meinem Schoß gesessen. Dann hat sie zurückgeschaut, hat gelackt und hat gesagt: „Sie Schlimmer!" Ich war ganz paff, ich hob' schon vor längerer Zeit bemerkt, daß sie Annäherungsversuche macht. Na und dann ist es zu einer Umarmung gekonrmen und ich bab' ihr einen Kuß gegeben. Und dann i|t sie meine Geliebte geworden. Präs.: Wie konnten Sie sich zu dieser schrecklichen Tat entschließen? — Angekl.: (unter Tränen): Ich kann nicht sagen, was ich wogen meiner Frau Hab« leiden müssen. Ich habe gesehen, daß sie dabei zugrunde geht. Die Gerichtspsychiater betonten, daß der Angeklagte in einem nicht zu unterschätzeichen Horigkeitsverhältuis zur Frau stand, schaß er sich von ihr nicht losreißen konnte. Im übrigen bezeichneten sie den Angeklagten als mit Jähzorn und Trunksucht erblich belastet, willenäschwach, aber geisttg gesund und nicht sinneSverwirrt. Eine krankhafte Bewußtseinsstörung zur Zeit der Tat sei ausgefchloffem Die Geschwornen verneinten die ans tückischen Mord lautende Hauptfrage mit 8 gegen 4 Stimmen, erkannten den Angeklagten dagegen der Uobertvetnng des Waffenpatentes einstimmig schuldig.. Im Sinne dieses Verdiktes vdrsündete der Präsident, OberlandeLgerichtsoat Dr. Wilhelm, zunächst den Freispruch des Ängell-agten vom Morde und verurteilte ihn nur wegen Ueberrrettrng des Waffenpalentes zu drei Wochen Arrest. . Die Strafe wurde durch die Untersuchungshaft für verbüßt erklärt. . Die Gattin des Angeklagten wurde bei der Urteilsverkündung von Weinkrämpfen befallen und mußte aus dom Saale getragen werden. Der notariell beglaubigte Liebesbrief. Bor dem,Stvyfrichter des Bezirksgerichtes Favoriten, Landesgerichtsvat Dr. Donau, stand gestern ein Ehepaar: Stephanie und Ladislaus Kopetzky, die Gattin als Klägerin. Stephanie Kopetzky ist eine junge Frau von 23 Jahren, sie ist in Russisch- Polen geboren und ist ihrem Gatten nach dem Kriege hierher gefolgt; der Ehe ist ein Kind, das jetzt 6 Jahre alt ist, entsprossen. Die Che ist unglücklich. Die Frau erzählt, daß ihr Gatte sie mißhandelt, schlcßzt und ihr droht: „Ich werde Krenfleisch aus dir machen, ich werde dich zu Krervsheisch zerhacken." Er sagt, wenn sie nicht geht, schmeißt er sie hinaus. Bor einiger Zeit habe er sie gewürgt, geschlagen und sie ans Fenster geworfen. Das Fenster ist in Trümmer gegangen und sie habe sich an der Hand und am Auge verletzt. „Herr Richter, wo soll ich hingechen, ich stehe allein in der Weit, ich habe niemanden, der mich schützt; nun ist auch meine Mutter gestorben." — Der Gatte, von Berus Musiker, stellt in Abrede, daß er seine Gattin mißhandle. Es sei richtig, daß es ost Streit gegeben habe; jetzt aber sprechen sie überhaupt nichts miteinander. Der Grund der Zwistigkeiten sei der gotveson, daß seine Gattin hinter seinem Rücken ein Liebesverhältnis mit einem anderen Manne begonnen habe. Er l?gt dem Richter die notariell beglaubigte Abschrift eines Liebesbriefies vor. ES heißt darin unter anderem: „Mit Regenbogenikorben will sch dich umgeben," „gleich Sonnenstrahlen dich innig umtlsten" usw. Richter (zu der Klägerin): Wie kommen Sie M dieser poetischen und blumenreichen Sprache? Der Inhalt' des Briefes ist so gchalten, daß ich von der Verlesung abseyen muß. — Frau Stephanie: Herr Richter, der Brief ist abgeschrieben, ans einem in polnischer Spraye abgesaßtvn Briefsteller, er ist in polnischer Sprache geschvisben und an meinen Schwager gerichtet. Der Zweck des Briefs war, meinen Gatten, der unch mit anderen Frauen wiederholt hintevgangen hat, eifersüchtig zu nvachen und ihn zu mir. in meine Arme zuvückzu-sühren. Ich schwöre, daß es nicht ernst war, was ich getan, nur eine Frauenikist. — Richter: Jedenfalls waren Sie sehr unvorsichtig. — Die Frau weint: Er hat mich verraten, betrogen, und ich wollte ihn bloß eisersüchtig machen. — Der Beschuldigte sagt, er Hab« den von seiner Gattin geschriebenen Liebesbrief sich verschafft und eine von einem Notar übersetzte Abschrift dem Gerichte doraelegt. — Das Beweisverfahren hat die Angciben der Gattin bezüglich der Mißhandlungen und Bedrohungen als richtig ergeben und der Richter verurteilte den BefchuDigten zur Strafe des strengen Verweises: Wenn Sie Ihre Gattin noch einmal mißhandeln, werden Sie eingesperrt. Volkswirt. Ser W'Mer Bankverein und die H hrüder Snttmann. V > ... ietter Seite wird uns mitgeteilt: Der ' / :nlyerciiisnktien, welcher vor zwei Tagen Beständen des Jnterventionskomitees an die! 'vUrne Ephrussi verkauft wurde, hat seinen Weg wohl nach Amerika genommen. Die Aktien sind aber nicht in amerikanischen Besitz übergangen, sondern in den der New-Yorker Nlederkaffung der Gebrüder Gu:» mann, welche bekanntlich den bedeutendsten und reich,.en Kohlenkonzern der Tschecho-Slowakei besitzen und neben Rothschild an den Witkowitzer Eisenwerken hervorrageltd beteiligt sind. Das Hau-s Guttmann, welches von nun ab am Wiener Bankverein Interesse nimmt, beschrankt sich natürlich nicht nur auf den Besitz dieses Aktienpakets allein, sondern wird a''ch als Geldgeber für den Wiener Bankverein fungieren. Der Bankverein wird nunmehr für daS Haus Guttmann das bedeuten, was für das Haus Roths ch«l d die Kreditanstalt. Bei der großen Kapitalskraft des Hauses Guttmann bedeutet diese Transaktion eine bedeutungsvolle Wendung in der weiteren Entwicklung deS Mcner Bankvereins. Bei der Ucbernahme des Aktienpakets hat sich das Haus Guttmann der Vermittlung des bekannten Bankhauses Ephrussi, welches früher dem Hause Rothschild nahestand, bedient. Mitchef dieses Bankhauses ist der frühere Generaldirektor der Bodenkredttanstaft Weiner. Es scheint nicht ausgeschlossen, daß Generaldirektor Weiner zum Bankverein ebenfalls in nähere Beziehungen treten dürfte. Die Börse und die Goldbilanzen. Der Sonidovcmsschuß für die GolÄbkkmM hat m feinor mtter dem Vorsitze deS Kam'nrevpräsidenlen Popper-Artberg u,n>d in Gegenwart des Börfskommissär-Slellvertr-ei!'ers Dr. Nusko aibgeh alte men Sitziu«n>g am 13. d. die erste Lesung des Gefetzentwuvfes beendet und die Richtlinien für die Verfassung bcÄ Guitachtens feistgelegt. Diefe ^be-ziclhrn'' sich i-n den Hauptpunkten auf die Erhöhung der zwlässigen Umftell>u,w7svücklage!N. die Festsetzung des Mindeftneunw ertes dar Mienmrt 10 Schillingen (wogegen gegen die Mi-ndostlhÄhe des nmgeftellten GvumidSapitales vo>n 90.000 Schillingen. vom Bövscftandpnnkte aus keine Einwendung gemacht wurde), die Abä-ndernng der Beftimimuingen über den Verfall des Eigentumsrechtes an der Aktie mach zehn Jahren und der Anteilscheine nach dve>r Jahren, die Art der TiurchiDhru-ng des Mtienumtaufches, den Handel mit Anteilscheinen (worüber ein besonderes Gutachten erstattet werden wird), das Schiedsverfahren, die Mmd.si- Kapitalien neuer Aktiengesellschaften und bei den Steuerumd Ge^bühvenvovschviften insbüsondere auf die gefetzliche Festlegung von Ueibevgc'ngsbsstimmuingrn. Die neuen Besitzer Gasteins. Berlin, 14. Jänner. Wie das Wölfische Bureau erfährt, hat ein Kvn,sortiu>m unter der Mhvnng des Bancha:lfes E. L Friedmann u. Co., dem auch das Mitteleuropäische Reisebureau, die Bayrische Berkehrsbank und die -Bank für Oberösterre'ch und Salzburg angehören, den gesamten Bositz: der Badgalsteiner Hotel- und Kuranstalten, Hotel Kaiserhof. Habsburgerhof usiv., übernommen. Ansgleichstagsatzungen. Gestern fand die AuSgleichstagsatzuing der Wiener Fleischhanervereinignng statt. Es ist dies die dritte Tagfatzamg. da die früheren zweimal verschoben wurden. Au^ dem Berichte des ArlSgleichsverwa-kters ist zu enbilehinen, daß bei 16 Milliarden Passiven Mld 3 Milliarden Aktiven sich eine An 8 gl e i ch 8 qn o t e von 13,8 Prozent eraibt. Der Ausgleich kann nicht duvchgeführt werden, da die Firma nicht imstande ist, die Mindestguo!« zu garantieren. Der Vertreter des Hauptaläubigers, der Deutschen Bodenibank, hat den Antrag eingebracht, die gcm>;e Masse donGläubigern W übergeben. — In der Tagsatzung des Häuforspekülanten Spiegel kam es zu stürmischen Krmdgelbungen von sevton der Gläubiger. Die Ueiberschulldurtg >beträgt zirka drei Milliarden. Da die Mäuibiger mit der Ausgleichsguote nicht zufrieden sind, dürfte über die Firma der Konkurs eröffnet werden. Ieder JAHRES ABONNENT der »Wiener Morgenzeftung», der die Bezuesgeböhr für ein Jahr im vorhinein bezahlt, ERKÄLT GRATIS in 3 eleganten Halbleinenbänden Oraetz* / GESCHICHTE DER JUDEN Ausser der JahressehUlir sind Ifir Versandspesen noch ö. K 25.000 ru bezahlen

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