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Wiener Morgenzeitung · 1925-01-11 · Heft 2117 (11.1.1925) · p. Seite 10

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
7 (1925)
Issue
Heft 2117 (11.1.1925)
Date
1925-01-11
Page
Seite 10 (sequence 10)
Language
German
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Seitz 10 Wen. Sonntag Wiener MorAenzeltrr«-. 11. $anmt 1925 Nr. 2117 Niemand wird behaupten können, daß die wirtschaftliche Lage in Oesterreich befriedigend ist, wenn man zum Beispiel die Zahl der Arbeitslosen, die gegenwärtig etwa 130.000 erreicht, in Betracht zieht. Die unbefc'e^igende Wirtschaftlich- Oesterreichs hat verschiedene Ursachen, von denen ich nur &k* Datsche erwähnen möchte, daß Oesterreich an einem M a n g e l a n wirtschaftlichen Absatzgebieten leidet. Die österreichische Industrie, die auf die Bedürfnisse eines größeren Staates ein^stellt ist, stößt auf allen Seiten ans Zollschranken und Einfuhrverbote, imb Märkte, die früher chr natürliches Absatzgebiet bildeten, sind für die österreichische Industrie jetzt verschlossen. Die Beseitigung dieser Erschwerungen und die Einführung eines freien Handelsregimes werden zu den größten Problemen gehören, denen dieser Teil Europas sich in der allernächsten Zeit gegenüber gestellt sehen wird." Generalkommifsär Dr. Zimmerman schloß: „Bei Erwägung all dieser Umstände darf nicht vergessen «werden, daß, ganz abgesehen von den erschwerten Handelsbeziehungen mit fremden Staaten, noch ein Faktor existiert, der auf die wirtschaftliche Lage einen ungünstigen Einfluß ausübt. Diesen Faktor hat allerdings Oesterreich selbst vollkommen in der Hand. Ich meine die schwere Belastung des. Berwaltungsapparats deS Staates, der Länder und Gemeinden, die durch die verschiedenen Steuern, Gebühren und Tarife eine direkte Rückwirkung aus die Produktionskosten und mithin auf die Konkurrenzfähigkeit der österreichischen Wirtschaft ausübt. Ter größte Dienst, der der österreichischen Volkswirtschaft geleistet werden kann, besteht wohl darin, die xowaltung so sparsam als möglich zu gestalten." Ae Liquidierung der Austria Bank A.«S. Durchführung durch die Treuga Bank A.-G. Wir erhalten das folgende Comunique: Dieser Tage ist ent Hebere inkommen der Treuga Bank A.-G.- und der Austria Bank A.-G. zustande gekommen, demzufolge die Treuga A-G. die Liquidierung der Austvia Bank-Ä-G. übenwmmen hat. Nach dem Ergebnisse der Liquidation wird die Trouga Bank A.-G. darüber beschließen, üb die Austria Bank Ä.-G. im Wege der Fusion in Treuga Bank A.-G. aufgchen soll. (Entgeltlich.) , Dazu hören wir, daß die Beamten der Austria' Bank' A.-G. abgefertigt und von der Treuga Bank A.-G. bis aus ganz wenige Ausnahmen nicht übernommen werden. Wir vernehmen weiter, daß der Glaub iger-ausschuß der Allgemeinen Industisbank die Treuga Bank A.-G. einstimmig als jene Bank nominiert hat, die die Liquidation der Allgemeinen Industrie- Lank übernehmen' soll,' und daß die Treuga Ban? A.-G. ihr Einverständnis hiezu bekmmtgegeben hat. - Wiener Börsekammer. In der am 10. d. unter dem Vorsitz des Präsidenten Bernhard P o p p e r - A r t b e r g «und in Anwesenheit des Bövsekommissär-Stellvertwters, Ministerialrat Dr. Franz Zorn, abgchalronen Plenarsitzung der Wiener Börsskammer begrüßteder Vorsitzende zunächst die neugewählten'Bövseräre. Bei der hierauf vorgönomm-snen Wahl, des Präsidiums für dH Fahr 1925 wurde Bernhard Popper-Artberg zum Präsidenten, Samuel Steinhübl zum ersten Vizepräsidenten nnd Julius'Stern zum zweiten Vizepräsidenten gewählt. In der anschließenden Geschäftssitzung wurde der Geschäftsbericht de-r Börsskammer, die Berichte der beiden Schiedsgerichte,, der Tätigkeitsbericht des Jnspektionsarztes sowie die Jahresberichte der Stiftungskuratorien entgegengenomrnen und den Beteiligten der Dank der Kammer ausgesprochen. Ueber Antrag des Börscrates SobotLa wurde beschlossen, bereits von allernächster Zeit an, auch am Samstag, regelmäßige Börse- Versammlungen der Effektensektion abzuhalten. Börserat Simon richtete neuerlich den Appell an den Böüsükammissär, der Wiederaufnahme des Prämien- und Termingeschäftes kein Hindernis entgegenzusetzen. Der Antrag des Gremiums der Efsektensenfale auf Erhöhung der Minimalcouvtagen wurde einem Speziaikomitee zugewieftn. Privatverkehr und Geldmarkt. Im gestrigen privaten Effektenhandel herrschte fast vollständige Geschäfts stille. Einiges Interesse fanden ungarische Avbitragewerte, die zu unveränderten Kursen umgesetzt wurden. Bon den Schranken-. werten wurden einzelne deutsche Papiere angsboten. Die Prolongation vollzog sich glatt, Der Zinsfuß zu 16 Prozent pro anno blieb unverändert. Kurssenkuug des Schweizer Franke«. Der Schweizer Franken hat heute seinen Kurs von Mitte November 1924 erreicht. Er stand seit diesem Zeitpunkte höher als die Goldparität und hat nunmchr dieselbe wieder erreicht. Im Zusammenhang mit dem Schlußkurse des Schweizer Francken find säst alle übrigen Devisen in Zürich höher gegangen. Nur die Lira ist infolge der innerpolitischen Konflikte schwächer. Das englische Pfund erhöhte sich von 24,65 aus 24,755, der Dollar von 514,35 aus 517,13. Die Devise Belgrad blieb bei 9,15 unverändert. Die Oesterreichische Nationalbank zu Jahresende. Der gestern veröffentlichte Ausweis der Nauonalbank vom 31. Dezember 1924 bringt di« weitere günstige Entwicklung des Noteninstitutes zum Ausdruck. Der Barschatz weist eine weitere Steigerung um 147 Milliarden auf und beträgt jetzt 4381 Milliarden. Das Wechselportefeuille hat wohl eine für das Jahresende erklärliche Steigerung von 74 Milliarden erfahren, doch ist noch immer das Gssamt- «t der Höhe von 1880 Milliarde^ als «laOr niedrig zu bezeichnen. Der Notcimmlauf tot dementsprechend eine Zunahme von 658 Milliarden erfahren nnd beträgt jetzt 8387 Milliarden. Insolvenzen. Der Kreditoveirverem meldet folgende Insolvenzen: Fcrd. Grundier, Wien. 12. Bez., Nemvallgasse 27. Wladimir Ciesla, Wien. 5. Be;., Wiebner Hauptstraße 132. teinrich Rostuheck, Wien, 7. Bez.. Mariabilferstraße^ 110. ndreas Pilnit, Kaufmann in Sauerbvunn. Joses Stöß«l, Mühl- und Sägewerk in Licbenau bei Graz. Ivhalm Zuber, Händler, in Feldbach. Andreas Radi. Kaufmann, in Knittelfeld. Karl Gwßmami, Schneider in Knittelsold. Michael Wirrkler in Meran. Eduard Cerl)ak, Tuchfabrik m Iagerndors. — Das Ausgleich sv er fahre n wurde eröffnet über Max und Dora Markus als öksellschafier der Fivnra Mar Maüus u. Eo., 1. Boz., Rabercheig 3. Ueberschuldunq 2,7 Milliarden, lieber Rudolf Bauer, Alleininhaber der Firma Johann Strobls Wittve, Herrenschnoiderei. 1. Bez., Kohlmarkt 7. Ueborschulduirg 350 Millionen. Ueber Eugen Klein, Handelsagent, 6. Bez., Mariahilferstraße 79. Ueoer S. Gvüngwcig, Kappenfabrrk, 12. Ben., Dunlklergasse 18. Uoberschnldurg 350 Millimveir. Ueber Heinrich Roseicheck, 6. Bo;., Mariahilferstraße 110. Ueber Artur Haas, 2. Bez.. Hammer-Purgstall-Gasse 7. lieber Heinrich Grüneller. 12 Bez., Neuwallgasse 27. Ueber Paul Brod, Antiquitätenhändler, i. De;., Fnyr'ichigasse 10, In der Provinz über Andreas Pilnik in Sauerbrnnn, BuraeNland. Der Konkurs wurde eröffnet über -Ferdinand Zourelka, 13. Bez., Amalienstraße 25. Die Goldmark an der Pariser Börse. Aus Paris, 10. d., wird gemeldet: Heute wurde zum ersten Male an der Börse die neue deutsche Reichsmark notiert. Der Kurs für 100 Reichsmark bcGsf sich auf 444,60 Franken zu Beginn der Börse, bei Schluß auf 444,76. Der Kurs halt sich etwas unter der Goldparität der neuen deutschen Währung. Berliner Börse, Den Realisationsbestrebungelt der Spekulation standen im heutigen Verkehre fast obensoviele Auslandsaufträge gegenüber, so daß nur sehr geringe Schtvankungen zu verzeichnen tvareu. Es notierten: Oestevr. Kronenroute 7,5, Ung. Kronenrente 1,4, Ung. Goldrente 9,62, Oesterr. Kredit 10,25, Wiener Bankverein 6,5, A. E.-G. 1212, Siemens Schnckcrt 66, Dynamit Nobel 12,8, Daimler 4,5 Felton und Guilleaume 34,37, Devlmer Telephon 6A1. Samstagbörse in Prag. Aus Prag, 10. d., wird gemeldet: Nach einem Beichlttsse der Börsekammer wurden von Samstag den 17. d. an auch an Samstagen regelmäßig Bönsenverfammluugon statt,inden. Bonl gleichen Tage an wird an der Prager Börse die Notiz für Privat-Eslompte eingeführt werden. Notierung der österreichischen Lölkerbundanleihe in Prag. Aus Prag wird uns gemeldet: Tie Prager Börse hat beschlossen, vom Montag den 12. d. an die tschechoslowakische Emission der 6pvozentigen garantierten österreichischen Staatsanleihe im amtlichen Börsenverkehr einzufüh.en. Wie amtlich mitgeteilt wird, können Sparkassen- und Versicherungsanstalten Fonds und Prmniemeservon ebenso wie in heimischen auch in dieser international gaVantierten Anleihe an logen. Vollbetrieb der Witkowitzer Eisenwerke. Aus Prag meldet „Narodni Listy", daß die Witkowitzer Eisenwerke in der letzten Zeit so zahlreiche Bestellungen aus Rumänien, Jugoslawien und Rußland insbesondere für Walzwaven erhielten, daß sie nach lägerer Zeit schlechter Beschäftigung nimmchr fast mit vollem Betrieb arbeiten. Die für Oesterreich wichtigsten Neuerungen auf der Leipziger Frühjahrsmesse. Mustermesse vom 1. bis 7. März. — Technische und Banmesse vom 1. bis 11. März. — Von den zahlreichen Neuerungen und Ausgestaltungen wollen wir nur jene an führen, welche für uns Oesterreicher von besonderen volkswirtschaftlichen Interessen sind. Die Mesie für I a g du n d F i s ch e r e i b e d ar s, Waldwirtschaft- und Waldverwertung. Dieselbe wird in 25 Abteilungen alle einschlägigen Gebiete umfassen. Diese Detailm'esse ist nicht nwc für Einkäufer und Aussteller, sondern auch für alle, welche sich aus diesen Gebieten die neuesten Fortschritte zu eigen machen wollen, von besonders großer Wichtigkeit. Sie Levisenlurse. Zürich» 10. Jänner. (Devttenkurie von 12 Uhr. Von der Schweizerischen Kreditanstalt mitgeteilte Mittelkurfe.) Berlin pro Billion 1.2310 11.2275), Holland 209.76 (209.30,, New-Uork 517.18 (514.251 London 24.75'/, (?4 65). Paris 27.73 (27.70), MaNand 21.67'/, (21.70-, Brüssel 25 75 (25.65-, Kopenhagen 92.C8 (91.50-, Stockholm 13925 (139.—-, Oslo 79.12 », Madrid 73.50 (73.30), Buenos Aires 205.- (205.-). .5.66 (15.527»/, Budapest 0.007150 (0.007125), Bukarest 2.66 (2.65), Belgrad 9.15 (9.15), Sofia 3.75 (8.75), Warschau 99.50 (98.50), Wien 0.007*75 (0.007225). ZsitungsreKlam« In Polnnl Ksufleute und Industrielle, die für ihre Ware in Polen Ab« satz haben wollen, sollen im eigensten Interesse in dem in Lemberg . inserieren, erscheinenden K W» »MM >M^MMP wobei dar- T a g b l a 11 e > > 1» > auf aufmerksam gemacht wird, dass dieses Blatt infolge seiner grossen Auflage und Verbreitung in ganz Polen eine ungemein grosse Reklamekraft darstellt. Die Generalvertretung für Annoncenaufnahme Ober nahm für Oesterreich die S„- M. DUKES Mf., Wien. I...flr. 16 Das Interesse, welches seitens der jüdischen Bevölkerung Wiens der in Lemberg in polnischer Sprache erscheinenden Tageszeitung „CHWIUt“ entgegengebracht wird, legt uns die Pflicht auf, den Ankauf der Zeitune womöglich zu erleichtern. Zu diesem Zwecke hat die Administration der „Chwila“ die Vertretung für die Stadt Wien der Firma Hermann doMsdimledt, Wien, i. Wonzeiie Nr. 11 übergeben, welche an den unten genannten Verkehrspunkten Wiens die Zeitung zum Verkaufe bringt t HaliestcUeSchotientoriRettungs- Hotel Bristol Insel) Grand* Hotel Kärntnrrstrasse, Bösendorferair, Neuer Markt Slrkecke (Kärnlnerstraise, i reiqns , Kärntuerrnte) oz-ssion (2er Linie) Caf4 Opera (Ecke Opcrngftßse) .'■<.> se ... , Oraben (Ecke Kohl markt) . - Karutnerstrasse, Walfisch* Rolentufmstraske, Caii Mendel , , Habsburi; im Eisen . Revolutionsplalz (Albrechis* i'Wflitädterstrasse (2er Linie) lampe)!<a>. Ecke acboitenrlug Bellarla iVat rsten» , „. Wolticde, Psrkriiif Wr. Bank-Verein, Schottenring Der „Wiener hi Siotfletiaeituiio" Fußball. per dritte Sieg der Hakimh. Die jüdische Mannschaft siegt in Port Said 8:0. Die .Hakoah vermochte auch das dritte Wettspiel auf ägyptrschen Boden überaus erfolgreich zu gestalten. Die Mannschaft fpiolte am 6. d. gegen ein Städteteam in Port Said, in dem hauptsächlich Engländer mitwirkten. Die B.äu- Weißen führten ein prächtiges Spiel vor, das die zahlreichen Zuschauer zu großen Beifallskundgebungen veranlaßte. Nach einem Treffer Grünwalds in der ersten Halbzeit schoß Schwarz zwei Tore, woraus Häusler erfolgreich war. Das Endresultat von 5:0 stellte Eisenhoser mit Bombenschuß her. Heute spielt die Niannschaft in Jerusalem. Ist das Fustballsprel einseitig? , Der bekannte Schiedsrichter Karl Koppohel schreibt in der „Bofsischen Zeitung": Ueberdenkl man den Begriff „Fußballspiel", so hat man fürs erste nur den einfachen Spielvoraang im Auge: der Lall wird mit dem Fuße aus irgenv ein Ziel gestoßen. Bei obereinflusse, daß man ruhig von einer Mißgestalt ung der Beine sprechen könne. Zur Bekräsügung führt man dann noch dte körperliche Beschaffenheit einer Reihe oekamuer ^ußballspteler Ml und der Ring des Berveises ist geschlossen. . So kommt es dann, dag sich ein bekannter Mrlttav,portlehver ln einem Buche über den Werl der verschiedenen Sportarten zu der Behauptung versteigert konnte: „Den Fußballer erkennt man schon von weiiein an seinen o-förmig gebogenen Beinen." Nichts von dem ist wahr. rr . , .,L v. Ein weiteres Argument gegen das Fußballspiol ist dte angeblich e R o h e i t, Die im,Fußball liegt. Das Fußballfptel tst eirr Lkampfmittel, und gerade in dieser Tatsache, liegt seine Anziehungstrast für die Jugend. Das Fußballspiel zwingt aber o.nt Kampf in Regeln. Der über dem Spiel stehende Schiedsrichter hat nach den Spielregeln die Pflicht, strafend mp greifen, sofern einzelne Mannichaftsglieder die Regeln des Anstandes und der Sportlichkeit verletzen. Im Wiederholungsfälle muß der Schiedsrichter sogar den betroffenen. Spieler von der Fortsetzung des Kampfes ausschließen. Die Fairneß des Fußaallspieles ist durch solche Maßnahnien gepcheri. Daran ändern auch gegenteilige Behauptungen nichts. Eine Statistik des Vevbandez Braudeirburgllcher Ballspielvereine hat ergeben, daß im Zeitraum von zwölf Wochen bei 115.520 Spietteilnehmern nur 107 Unfälle zu verzeichnen waren, das sind aus 1000 Spieler immer 0,92 Unfälle. Wer angesichts solcher Zahlen noch von einer Roheit des Fußball- Ipiöles redet, beweist, daß er sich niemals mit dem Weien und den Erfahrungen dieses Sportes beschäftigt hat. Das einundeinhalbstündige We-ttspte-l pro Woche bedeutet im Vergleich zu den erforderlichen vorbereitenden Traininasübungen, die den Körper für den Wettkampf wwerstandsfäbig machen ivllen, eine nur geringe Spanne Zeit. Der Wert hoher Leistungen liegt auch im Fußball nur darin, daß die heutigen Spitzenleistungen den Durclischnttt von morgen ergebe,t sollen. Mas Traming soll bezwecken, daß alle Spieler berufen sind, diese Gipselletsttmgen zu vollbringen. Um aber Höchstletstungen zu erreichen, ist gerade beim Fußball eine völligeKörperdurchbi'ldun'g und -beherrschuilg erforderlich, dte nicht schon mit wenigen Uebungen hervorgezaubert werden kann, sondern ein. ernstes, sich immer wkbevholendes Ueben nach bestimmten Methoden zur Voraussetzung hat. 'Diese Usbungszeit wird wie schon oben angeführt, die eigentliche Wevtkampfzett um ein beträchtliches überragen, so daß von einer etniseltigen Beeinflussung der Körpergestaltung durch das einundeinhalbstim'dige Wettspiel pro Woche allen Ernstes niemals gesprochen werden kann. . In England, dom Muttevlande des Sports, rst das Fußballspiel ziun Nationalsport geworden. Wenn die Thesen der deutschen Schulverwaltungen richtig wären, daß das Fußballspiöi die Beine verunstalte, dann müßte in England ieder Mann krumme Beine haben. Vertiefen wir uns nun noch kurz einmal in das System des Fllßballtrainings. Neben der selbstverständlichen theoretischen Ausbildung in bezug auf. Rögelkemrtnis, Spieltechnik nnd -taklik ist die Uebungsarbeit auf Erreichung einer gewissen Ausdauer, Schnelligkeit und Beaveglichkeit in allen Körperteilen, namentlich in den Hüften, gerichtet. Die Tvainingsubungen ähneln in mancher Beziehung der sogenannten schwedischen G Y m n a st i k. da nur , der Spieler zu Höchstleistungen auflaufen kann, der seinen Körper einer Allgemeinbildung unterzogen hat. Fußball ist ein Gomeinschaftsspiel. Zu einer Dtannschaft gchören elf Spieler, die, wollen sie erfolgreich sein, zusammen wirken müssen und eine stark in die Erscheinung tretende Unterordnung auszubringen haben. Darin allein liegt aber schon eins starke erzieherische Ausgabe des Fußballsportes. Hinzu kontmt, daß das Fußballspiel nt seinen wesentlichen Spielphasen durch die ausübenden Mannschaftsmitglieder eine blitzschnelle,Entschlußfähigkeit, ein Herausarbeiten von günstigen Positionen für die anderen Mannschaftstei'le und eine gewisse eigene Selbständigkeit bei der Verwertung gegebener Chancen erfordert. so daß man niemals von einer einseitigen Aufgabenevfüllung des Fußballsportes reden kann. Jüdischer Turn- und Sportverband gegen Hakoah-Reserve. Das für heute angesetzte Spiel findet nicht st a t t. Die heutigen Freuudschafisspiele. Admira Wen Sportklnlb, halb 3 Uhr. Admira-Platz. Wacker gegen Vienna, halb 3 Uhr. Wacker-Platz. W. A. C gegen International, 2 Uk>r, W. A. C.-Platz. Rndolsshügol gegen Vorwärts 06, 3 Uhr, Rudolfshügel-Platz. Heute Voxpropagatidakämpfe des Uonng Jewish Sporting Clubs int Cafe Schlösse.hof, Alsersttaße. Eugen Eisler, das langiähriqr Äusschußmitglied der Hakoah, hat durch das Ableben lerner Mutter einen schweren Verlust erlitten. Das Begräbnis >auo in Graz statt. Donauparl—Sozialistischer S. V. 6:2 (1:2). Donaupark sehr überlegeil. Die besten Leute bei dem jüdischen Verein waren Kerzner, Dodl. Engl und Tobert. Die Tore erziesten Kerzner (3), ZaMbery, Engel und Debrrt. Nachher sp.elte Donau park in verstärkter Aufsiellung gegen Taubstununen komb. 3:3 (0:3). Taübstmnmen bis zehn Minuten vor Schluß,8:0 in der Führung. Dann erziclten Lierzner und TM je einen Treffer uud eine Minute vor Schluß erzielte Debert das ausgleicheude Top» D?x beD Mal»» m Felde war Proß, C:6D 1758

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