Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 7 (1925)
- Issue
- Heft 2115 (9.1.1925)
- Date
- 1925-01-09
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
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StifeB _«kn. Fr»W, BoNswitt. Polnische Mrtschaftrwoche. Bestermg de, Staatswirtschaft. — Ruhige Börse«. (Bon unserem polnischen M. S. Korrcspondcnten.) Gor.iide vor einemt Jahre wur>o-e an .pvci schweren Werken 5U arbeiten begonnen. Hcitte kann nran bereits mit Zuifri.'denheit feststellen, daß es gelungen ist. beide Werke durchznführen. Bor ei nein Jahre deckten die Ei nun ahmen t'amn em Drittel der Ausgaben, heute ist das BirdM bereits seit einer Reihe von Monaten ansbalanciert. Es 'ist Ovar richtiy, daß dies mit schwerem Schaden der gesamten Wirtschaft geschehen ist. doch mnß von zwei Nebeln das mindere getvählt werden. Das Budget ist auch im nächsten Jahre mtf d-ie Stauern gestützt. Die oberschlesische -Schwerindustrie beginnt schon fehlt zu protestieren, verlangt Steuererinäßigungen und Erleichterungen bei deren Abzahlung. Daß sie mit Pro!asten nichts ausrichten wird, scheint sicher zu sein. Um das Budget im Gleich-' gewicht zu erhalten, wird ziekbcwußt vorgegarvgen. Noch im Jänner 1934 war die Inflation der Iviark in vollem Lauf. Heut»', geht der Staatshaushalt mit 40 Millionen Zloty Kassa-!bestand ms rraue Jahr, hat dabei seine Schuld bei der Bank P o l s k i amortisiert und den ihm bei dieser Bairk zur Verfügung gestellten Kredit von -50 Millionen Zloty n ich! aus, genützt. Der Wert des Goldschatzes stieg im letzten Jahre von 67,8 ans 103, der des Valuten- und Deviseiworraies von 12,3 auf 242,8 Millionen Zloty. Der Barrknotcn'umla-uf, der Ende 1923 nur niehr den Wert von 102 Millionen Zloty hatte, erreichte heute den Wert von 610 Millionen Zloty, wobei er noch ' ruhig vevm.ihrt werden könnte. Die Geldnot dauert mit unoerminderler Stärke an Es bestcht noch nicht die igeringste Aussicht, daß eine Besserung evntreten wind. Im Gegenteil. Alle Anbote von Anleihen aus dom Auslände, welches in d."r letzten Zeit zu Polen größeres Vertrauen hat und viel Gold offeriert, erfolgen zu viel zu hohen Zinsen, die die Unternohnuingen ans sich uicht rchmen können. Die Verhandlungen der Regierung mit Amerika wegen einer öO^MÜronen-Dollär-Anloihe haben bisher' noch keinen Erfolg gehabt. Die Royal D u t ch Company, mit welcher die Regierung verhandelt, verlangt als Gegenleistung Konzessionen in der polnischen Petroleumindustrie. Sb die Negierung die-« selben jedoch gewähren wird, ist s.hr fraglich. Von der Privat- Industrie erhielten die Zawiercie-W-erk« eine größere Anleihe, die es ihnen ermöglicht, ab 15. d. den Betrieb in -ihren Fabriken wieder aufzunehmen. Dadurch' werden wipaor 4000 Arbeiter Beschäftigung finden. Der Effektenmarkt war ganz vernachläffi-gt, wobei die Tendenz ungleichmäßig war. Fast alle Effekten weisen weitere Kurseinbußen auf. Nur einzelne Arbitrugewerte konnten ihre Notiem-ngen der Vorwoche behaupten. Gegenüber uliinto NovoMber habenjedoch die Notierungen weitere Rückgänge auf* zuweisen, wie aus den folgenden Ziffern in Klammern zu ersehen ist: Warschauer Diskmr'obank 4,70 (5,40), Hypolhokenbank 0,55 (0,60), Malopolskibank 0,31 (0,31), ChtMe 5,60 (6,70j, Chodorow 4,60 (5,25), Lombevger Brau 8IZ <9,45), Ratszawa 1,80 (2,45), Zieloniowski 9,15 in Krakau, 8,85 in Warschau (10,25), Galizische Montan 4,30 (4,90). Auif dom Warenmarkt sind infol-g> des Streiks in Lodz die Preise für Textilien ein wenig gestiegen. Der Schnhwarenhandel leidet beträchtlich unter der Konkurrenz des Auslandes, welche'billiger ist und bessere Mare liefert. Schwach waren die Zuck^rpreise in olge der großen Vorräte. Der Eievexport ist in ständigem Steigen begriffen. tzaftiglümi und die MaMuder Vanca ßommerriaie. Commendatore Töplitz in Men. Seit einigen Togen weilt der leitende Direktor der Mailänder Banca Commerciale, Commendatore Töplitz, wie die „Wiener Bank- und Börsenzeitung" meldet, in Wien., Töplitz verhandelt mit dem Bankhause C a st i g l i o u i wegen der Bereinigung einzelner Fragen. Umgestaltung der Rederlandsche» Rekonftrurtke. baut in Amsterdam durch die Amfterdamiche Bank und die Sesterreichlsche Boden-Kredit- Anstalt. In der am 7. d. rm Haag abgehältenen Generalversammlung der Nederlanldschen Rccvnstructielbank wurde die Bilanz für das Jahr 1923 genehmigt und der Beschluß gefaßt, von dom erzielten Reingewinn 100.000 holländische Güöden dem Rrservesonlos zuzuweisen und -den Rest von 403.473 holländische Gulden auf neu« Rechnung vorzulragen. Infolge Uckberganges der Aktiemnajorität an die Amsterdamsche Bairk und die Allgemeine österreichische Boden-Credii-Anstalt sind die Vertreter der bisherigen Majoritätsgruppe aus 'ber Verwaltung ausgefchieden, wogegen die Direktoren der Amsterdamschen Bank, Doktor H. A. van Nierop und Dr. P. Hofstede >de Groot, ferner die Direktoren der Allgemeinen österreichischen Boden-Crcdii- Anstalt, Rudolf Steiner und Ernst Garr, sowie der Präsident der S-esterreichischen Getreide-A.-G., Hermann Reis, in den Aufsichtsrat nerig.wählt wurden. Gleichzeitig wurde Herr Doktor H. A. van Nierop zum Präsidenten und die Herren Dr. P. Hofst.de de Groot und Rudolf Steiner zu Vizepräsidenten geitxifyU. (Entgeltlich.) ggfcwtr 9. ftSttit« 1928 9)1.9118 Devisen Amsterdam t. i holl. Guldeo . Belgrad l Dinar ...... Berlin. Brüssel t heljtlsdier Frank. . Budapest ton ttngar. Kronen . H»*are*t i i.et. London I Pfund Sterling . . Mailand t Lire. New-York 1 Dollar . . . . . Paris I Frank. Pr«<- t taehrchr-stow, Krone. Sendenand Balutenknrse vom 8. gönner 1828. Veld Vars 281-30.- 28930.- 117».— 1174.- 16859.- 16950. ■ 3354.— 3866.- 67.90 98.60 364.- 3*6.- 33«» 339*00.- 2969.- 3101.- 709 H.- 7|I8».- 3842.- m. 2139.- •>149 - Geld Ware Sofia 1 Leer«. ... .... 514.- 518,- Stockholm I tehtted. Krone . torno.- 19« w. - Warsekmu.13 10.- 13710.- Zfirlch l aetiwele. Frank. . . 13625.- 13875,- Vafoten Ameriftat. fache Noten ... 7C460.— 70860.- Belalsche Noten lou Pranken. 35to,- 3540.- rttiicarlsche Noten zu 1000Leva 498.- 5- 6, Deutsche Noten ...... 1666/.— 16780.— ’-nr lsehe Noten ..... 3367(0.— -3830^. Franefislsche Noten. Holländische Noten . « . . . Hall nlsehe Noten ...... tagosiavrische Noten. Polnisch * Noten ....... Kumfintsche Noten...... Russische Noten tRoman.7. . Schweizer Noten IM Franken Tschecho-stow. Noten . . . Türkische Pfund-Noten .... ' n»:nrlsche Noten. Geld 3825. 28501.- 295). 1165. 1383*. 358.- Ware 3855,- 28700,— 2980.- 1171.- 13670.- 362.- 136»'.- 2121- 3670).- °5.40 13760.- »138.- 38300.- ' 8.6C Die Tätigkeit des Wiener BSrsenschiedSgerichteS. In der am 8. d. unter idem Vorsitz des Präsidenten Sainnel Steinh ü b l abgehaltenen Versammlung >des Schiedsrichierkolldumö der E f f e k t e n b r a n ch e an der Wiener Börse erstatteten die Sekretäre des Schiedsgerichtes den B.Ticht über die Tätigkeit des Schiedsgerichtes im Jahre 1924. Es wnaden in dirsem Jahre 138 Klagen gegen 121 Kbagen im Jahre 1923 eiligebracht. Hierbei sind Streitigkeiten über Valuten- und Devisen güschäfte nicht berücksichtigt, weil das Schiedsgericht wegen des Mangels einer formellen Notiz im KibrAblat't für diese Streitigkeiten nicht zuständig ist. Diese Strcttigkeiten kamen vor das Devisenjchiedsgericht, das in 49 Fällen angerufen wurde. Das Jahr 1924 war eines der unglücklichsten in der Geschichte der Wiener Börse. Die Hochkonfunktiur >der verflossenen Jahre nahm jählings ihr Ende; das ganze Wirtscha'tsleben Oesterreichs, aber auch des Auslandes wurde durch schwere Krisen erschüttert. Wenn diese Verhältnisse berücksichtigt werden, erscheint die Zähl der vor dem Schiedsgericht zur Austragung gelaugten Streitfälle derart verschtvindend, daß damü der Geschäftsmoral cm der Börse nach wie vor das ehrendste Zeugnis ausgestellt wird. In das Präsidium wurden einhellig wieder gewählt: Herr Samuel S^inhübl als Präsident, Herr Rudolf Bistocchi als erster Vizepräsident, Herr Gustav Söbotka als ziveircr Vizepräsident. . .Ein Ocsterreichisch-Schweizer Handelsvertrag. Wie die Polinsche Korrespondenz erfährt, boginnen am 15. d. in Bern Verhandlungen über ein Handelsübereinkcmmen zwischen Oesterreich und der Schweiz, wobei msbosondere die Frage der beiderseitigen Einfuhrverbote erörtert loevoen wird. Voraussichtlich werden bei den Verhandlungen auch einzelne Zollisragen geregelt tverdcn. Dic österreichische Delegation, die am 14. d. nach Bern abgehr, wird aus den Sektionschefs Dr. S ch ü lle r, Dr. Henne t und Dr. Mö rth bestehen. Jnsolvenzeu. Ter Kreditorenverein meldet folgende Insolvenzen : RudofskyL Co.. Wien, 1. Bez., Wildpretmarkt 15. Siegmund K o h n, Tnchwaren, Wien, 1. Bez., Werdertorgasse 15. (Die Firma Siegm. K o h n, Wien, 1. Bez., Werdertorgasse 15, ist mit der Firma S. K o ki n (Seidenkohn), Wien, 1. Bez., W e r d e r t o r g a s s e 14, weder identisch noch zu verwechseln.) T o m 8 & Co., Holzkiandelsges. m. b. H., Wien, 3. Bez., Gerlgasse 22. G e r b e r L K i r s ch, Inh. Joi. Gerber & Kath. Niegelbauer, Wien. 20. WaSneraasie 45. Josef Grünwald, Kaufmann in Pichling. Joses D o r n a u e r, Bad Aussee. Hermann Schwab, Kaufmann, Ad-nont, Steiermark. — Die „K r o n o s", Jntemationcüe Bau- und Handelsgesellschaft m. b. H., Alleegafse 29hat heute um die E r S f f n u n g des Ausgleichsverfahrens angesucht. Die Gesellschafter dieses UntemehmenS sind zumeist bekan,ite Adelige. Passiven 2 Milliarden. — Das Ausgleichsverfabren wurde eröffnet über August D w o r z a k, Speditionsbureau. 4. Bez., Fovoritenplatz . 3. Passiven 1'5 Milliarden; über Julius Frei, 2. Bez.. Taborstraße 7, und Olga Deutsch, 9. Bez., Servitengasse 6, registrierf unter der Firma Deutsch & Frei, 1. Bez., Kleeblattgasse 11 Ueberschuldung 17 Milliarden; über Reistnger & Rausch, tech«. BureM-Ges. m. b. H., 16. Bez., Schopenhauerstraße 37. Ueberschuldung 320 Millionen; über Goldberg LErbeu, Setdenband- und. Modewaren-. EngroS, 1. Bez., Kohlmessergasse 8. Ueberschuldung 250 .Millionen; über Karl W e i g u n y, 11. Bez., Zinnergaffe 6, Alletninhaber der Firma Weilguny. Bauk L Co, Herrenwäschefabrik, 6. Bez., Windmühlgaffe 16. Ueberschuldung 100 Millionen; über Joachim Siele t & C o., 11. Bez., Zweite Landengasse 8. Ueberschuldung 200 Millionen; über Aladar Frankl, 1. Bez., SalzgrieS 18. Ueberschuldung 100 Millioi'en. — Die K u n stgewerblicheWerkstätte Anton Lutsch (Ueberschuldung 500 Millionen) bietet 300/« in zwei Jahren. -7- Die „B 1 s 0 n"-Motorradfabrik-G m. b. H. (Ueberschuldung 500 Millionen) biefet 2>"/s in 18 Monatsraten. — Die Firma Max Ungethüm, 5. Bez, Obere Amtshavsgasse 27 lAktiven 7845 Millionen, Passiven 9350 Nlillionen) bietet «0°/« in sechs Vierteljahrsraten. Der Viehmarkt. Rinder. Bei einem Auftrieb von 212 Stück' blieben. Ochse np reife fest, wahrend Stiere um 1000 K. anzogen. — Schwei n e. Aufgetrieben wurden 1095 Schweine. Fleischschweine sind um 1000 K., geistiogm, Fettschweme blieben unverändert. — S t e ch v i e h m a r 11. Auiftrieb 2438 Kälber und 648 Weidneyschweine. Kälber hüben um 1000 K. höher notiert. Die Gründung des tfchecho-sowakischeu Noteninstituts. Aus Prag, 8. d., wird gomeldet: Me die „Tviibuwa" erfährt, hat sich die Rsgrevnng entschlossen, das Bankamt in eine Noterbank nmEUiwainde'ln. Die Gvn>nldung der Notentbawk weüde ans Grund der derzei^tigen tschecho-sowakischen Wähning und 'keimswags auf GoldgrmMage erfolgen. Einziehung der griechischen halben Banknoten. Ein in der griechischen Regiemngszeilung veröffentlichtes Dekret vom 5. Dezember, „Uelber Unidansch der in Zivkulatron befiMichon HMvn Banknoten der Nationälbank gegen neue Banknoten", verfügt, daß die jetzt kursierenden halben Banknoten (Georgias Stavros) bis 31. Dezember 1925 eingezogvn und vopt 1. Jänner 1926 bis 31. Desomber 1931' nur mchr bei den Kassan der griechischen illationallbanE und deren Filialen in Zählung genommen werden. Die Lage der Erdölförderung in Baku. Die sowjetnnionistiischon amtlichen Angäben stellen ein« weitere Besserung der Erdölförderung tu Baku fest. Im Jahre 1920 machte das Erträgnis der Bäkuer Petröleumigruiben katM wmmmKmmammmmmmsmmmmmmaBBSsmmmm SnschMe« an die Redaltion Vowlc «nvarlavg« etRlangenVan 9Roimlfiript«tt wollt man stet» tttiefiporto bttlegt», öa foitft «tnc Btantw»nwn0, bt-iehu«ü«»tilt Nstckjtnd«ng nicht erfolgen r«,». 42,7 Prozent im Vergleich mit dom vom Jahre 1913 ails, welches 8,976.000 Tonn-cu erreichte. Im Jahre 1922-1923 stieg diese Zahl aus 5,040.000 Tonnen ober 66,2 Prozent, im Jahre 1923-1924 auf 5,808.000 Tonnen oder 66,5 Prozent. Die Besserung der Lage in Baku ist auf das Ausnchmen neuer Bohrmrgen znvückMführen. Dementisprechond vevgrößerte sich auch die Arbeiterzähl. Im Oktober 1922 betrug sie 14.160, rin Jauner 1924 29.830 und im Juli 1924 31.210. Die Ab sa tzkr ise bastcht aber weiterhin infolge der Verminderung der SchifffahrtsleistungWhi-gikeit aus dem Kaspischen Meere und aus der Wolga sowie infolge des allzu teuren Eisenbahntransports nach den Schwarzen-Meer-HäfHn. Die Rohrleitung nach Datum aber kann nicht eher als in zweieüchallb bis drei Jahren wieder iirstemdgesetzt werden. Die Angaben der. amtlichm Sowjetstetten — ebenso auch diese — sind im allgemeinen recht optimistisch gchailton. Wiener Börse. Abgeschwächt. Die Ainragungm, die dem vorletzten Bövsentäge ein ansaesprocheit frenndl-iches Gepräge verliehen, fehlten gestern vollständig. Die Ansiandsausträge lagen in äußerst geringem Maße vor. Der schwache Verlauf der Nationalistaäts>börsen bewirkte ebenso wie die in nmsangreicbom Maße vovgencmmenen Gew'nstreälisationcin der Spekulation, daß die Börse mit zum größten Teile tieferen Kursen er öffnete. Nur für einzelne Werte herrschte reges Interesse. Bon den Bankaktien waren bloß die Werte der Auglbbauk ge,s»cht. Ein- «zelne Jndnstrielverte, wie Siemens und Brünuer Maschinen, zogen infolge g.ünstiger Gosch äst sabschlüssc im Kurse an, während Trifailer Kohlen infolge der forlgeisetzten Steigerung des Dinars profitierten. Alle übrigen Werte der Kttlisse ermäßigten sich. Nach Festsetzung der evston Kurse änderte sich in keinerlei Hinsicht das Eröffnungsbild der Börse. Die srtcher Mnannten bevorzugten Papiere zagen Weiler an, tvährend alle übrigen Werte sich weiter äbschwächton. Die verminderte Goschäftslust kam im S ch r a n k e n ebenso zum Ausdruck wie in der Kulisse. Die meisten Papier^ erh'ellten nur nominelle 5kurse, einige erhöhten sich, während die Mehrzahl sich evmäßvgten. Es besserten sich unter anderen Veitscher Magnesit um 1M000 K., Tarbouches um 50 000 K., Brüxer Koblen um 30 000 K und Perlmooser um 60 0)0 K. Prager Eisen verloren 35.009 K., Oesterreichische Nationalbank 100) K.. Holzverkohlung 70.000 K.. Nobel Dynamit 100.000 K, Berg und Hütten 20.000 K. und Ungarische Allgemeine Koblen 50.000 K. Von den K u I i s s e w e r t e n gingen nur Anglobank um 4500 K.. Ungarische Hofherr um 5000 K., Waagner um 2000 K:, Festen und Trifailer um je 5000 K und Brünner Maschinen um 3000 K. h ö h e r. Alle übrigen Werte e r m ä ß i g t e n sich, und zwar verloren Oesterreich sche Kredit 3000 K.. Ungarische Kredit 18.000 K.. Bankverein 2000 K., Länderbank 5500 K., StaatSbahu 7000 K., Alpine 8000 K.. Salgo^Kohlen 3000 K., Poldihütte 7000 K, Timber 10.000 K. und Karpathen Petroleum 9000 K. Auf dem Anlagemarkt war die Stimmung etwas bester. Von den Exoten not!erten: Mraznica 51.000 bis 53.000 K., Tepege 31.000 K.. Universale 17.250 bis 18.000 K. «uslöndlsche Börsen. (Eigendienst der „Wiener Morgenzeitung".) Berlin. 8. Jänner, Infolge der Schwierigkeiten bei der Regierungsbildung verhielt sich die Spekulation und das Publikum zurückhaltend. Bei ruhigem Verkehr waren die Anleihen schwächer. Es notierten r Ungarische Goldrente 9,8. Oesterreichische Kredit 11, Wiener Bankverein 7.25. Lombarden II 8.3, N.'anneS* mann 67 bis 65/ 75, A. E. G. 12,875, Siemens-Schuckert 67, Dynamit Nobel 19,125, Daimler 4. Prag. 8. Jänner. Die umfangreichen Gewinnrealisationen bewirkten, daß die Kurse meistens abbröckelten. Es notierten r Anglobank 94.5. Verkehrsbank 23.37, OesterreichischeKredtt 85.5, Merkurbank 53, Wiener Union 68.5, Wiener Bankverein 54,76, Schoe' er Zucker 2390, Pilsner Brau 2400, Königshofer Zement 1142,5, Nordböhm. Koble1810. Alpine 184.5, Prager Eisen 2415. Berg und Hütten 97, Zivno 405, Brünner Maschinen 484. Poldihütte 386. Skoda 639. Budapest, 8. Jänner. Die ausgedehnten Abgaben für Wiener Rechnung ermäßigten die Notierungen aller Effekten. Es notierten! Ungarische Kredit 611, Oesterreichische Kredit 182, ESkomptebank 68. Kommerzialbank 1210, Salgo Koblen 516, Rtmamuranher 151, Südbahn 59, Staatsbahn 460, Oberungarische Berg und Hünen 430, Ungarische Allgemeine Kohlen 3475. Oesterreichtsche Gas 600. Gutmann 850. Klotilde 36, Ungarische Hofherr 198. Bodenkredit 260, Ungarische Zucker 2490, Bankverein 117. eie Levlsenkurse. Zürich, 8. Jänner. (Devisenkurse von 12 Uhr. Bor. ber Schweizerischen Kreditanstalt mitgeteilte Mlttelkurse.) Berlin pro Billion 1.2210 11.8220), Holland 208.46 (208.40,. New-Aork 518.60 (518YA London 24.50V, 124.46'/,). Baris 27.75 (27.67), Mailand 21 70 (21.65), Brüssel 25.65 (25.60-, Kovenhagen 91.25 (90.75), Stockholm 13880 <13825-, Oslo 78.25 (78.-), Madrid 72.25 <71.80-, Buenos Aires 205.- <205.-). Prag 16.477* (15.477,Budapest 0.0071 (0.007075), Bukarest 2.65 (2.65-, Belgrad 8.477, >8.20). Sosta 8.75 (8.75,. Warschau 99.— (99.-), Wien 0.007225 <0.007290). , Prag, 8. Jänner. (Devisenkurse. — Mitgeteilt vom Bankamte de» tschecho-slowakiscken Fiiianzministertnm».) — Berlin*) 8.07 (8.07-, Zürich 662.25 (662.25-, Pari» 183.50 (188.127,-. London 181.90 «161.70-, Netv-Aork 83.90 (88.90), Belgrad 66.- (54.50,, Bukarest 17.16 (17.25), Wien 4.68 (4.68), Warschau-ß' 652.50 (652.50), Aaram Budapest 4.62 (4.61V,Jugoslawische 55.76 <54 25), Oesterreichische gestemvelte Krone 4 677, (4.677,), Polnische P) 649.75 (650.-). Ungarische 4.61 (4.61». *) per Billion. +) für 100 polnische Gulden. Marschau» 8. Jänner. (Devisen.) Berlin —bis —.— London 2».79 bi» 24.85, Nelv-Bork 517.— hi» 520.—, Prag 15.6/ -iS 15.72, Wien 7.30 bis 7.34.