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Wiener Morgenzeitung · 1924-12-30 · Heft 2105 (30.12.1924) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 2105 (30.12.1924)
Date
1924-12-30
Page
Seite 6 (sequence 5)
Language
German
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/ I 6fto S Dien. T'ieMag * Bon einem Schulkameraden erschossen. Am 26 d. wurde nachmittags der 14jährige Johann Dörfler aus St. Andra-Wchrdern mit der Fra:tz-Josefs-Bahn nach Wien; gebracht mnd mit einer Schüßverletzurtg auf die 2. chirurgische Klinik des Allgemeinen Krankenhauses überfüürt. Tort ist er am nächsten Tqge seiner Verletzung erlegen. Wie sich nun- . mehr heransstellte, soll Dörfler im Spiele mit einen! Käme-' raden von diesem aus Unvorsichtigkeit durch einen Schutz aus einer Flaustertvistole Verletzt worden sein. * Ein MiMardeneinLruch in Graz. Gestern nachts w'wde das Wiener McherheitSbureau teSephonisch von der Poff/eidirektron in Graz m Kenntnis gesetzt, datz dort in der Wch- , mrng der Familie PaMel-Rammingen ein Einbruchs verübt worden ist. bei dem den Tatern Wertsachen in der Hohe . von einer Mi l l r a r d e Kronen in die Hände fielen. Ge-- stvlhlen wurde unteranderem eine sÄmreiihi^ PevlenHaiLkette mit msaesamt 666 Stuck Perlen. * Diebstahl eines Perlenkolliers. Am vergangenen Samswg. gegen halib 9 HBr abends, wurde der Privaten Helene Schreiber in Pretzburg beim Besuche einer Kinovorstellung eine wertvolle Pevlenhalskette im Werte von zirka 100.000 tschech. K. gestohlen. Verhaftung eines Betrügers. Der Whrige David Glucksmann. der seit Juli wegen verschiedener Betrügereien, darunter auch an dem Zirkusunternehmen Ga a ende ck, gesucht wird, wurde in Zürich verhaftet. Die Kammersängerin Roeder zahlt ihrem Opker elf Millionen. Wie die Budapests Blätter mitteilen. bat die StaatsanwaNchc^t die Anklage gagen di- Käniwersangerin Marlotte Roeder wegen sadift'icher Mißhandkmoe-n der Näherin Mathilde Meszler fallen gelassen. J>m Bechanid- Lmgswege hat der Verteidiger des jungen Mädchens, Mg. Dr. Fmnz U la i n, mit der Kammevsan^erin einen Ausgleich geschlossen, wonach Frau Rorder der Rächerin, die stanaebbw drei Monate lana im Hotel Riz gefangen h'elt, eine Ent-- fchadigung von e l s - M i l l i o n e n' Kronen bezahlt. * Betharenvergnügen. Aus Budapest wird becichwr: Der gewesene - Abgeordnete und Großgrundbesitzer. Graf Andreas Jan ko dich-Bes an unterhielt sich in der Nacht w u Samstag auf Sonntag mit mehreren Aristokraten in eurer Bndavester Bar. Ms die Sperrstunde heranruckt» ersuchte der diensthabende Polizeiinspektor die Gesellschaft, das Lokal zu verlosten. Graf Jankovich-Besan geriet wegen dieser Mahnung an die Sperrstunde in große Wut, beschimpfte zuerst den Polrzeimspektor und traf auch Anstalten, sich tätlich an dem Amtsorgan zu vergreifen. Ter Polizeiinspektor führte Me bezechte Magnatengesellschaft auf die OberstadthauptmannscÄast. wo em Protokoll ausgenommen wurde. Gegen den erzedie'enden Grafen Jankovich-Besan und mehrere seiner Standesgenoflen wurde das Verfahren wegen Gewalttäriakeit pgen drr Behörden emgelertet. ' in * Die fremden Sprachen im polnischen Postvetkehr. Aus Warschau wird uns berichtet: Eine weben erlassen. Verordnung des^ Handessm-kin-'sterlnms letzt die fremden Sprachen fest, die im Post- und Tel-egravhenverkchr -ailässia sind. In te» östlichen Woiwodschaften sind sämstiche ortsüblichen SprachenMgelasten. bloß der Ort muß polnisch angegeben werden. Bon. fremden Sprächen sind gestattet: lateinisch.' hebräisch m,d japanisch, doch muß im Tölegraphrnoerkchr oder bei offenen Pesbsenid-ungen eine Transkription in lat^n'nch'r Schrift er- U«en. Im Telephon-Verkehr ist keine Einschränkung erfolgt. Dre fr-d is ch e Sprach ist nicht Mgelasten. ö «WMMMiMMMS. Z i o n ist i s che Frauenorganisati'on Brigitten am Heute, %8 Ubr abends, im Lokale der zionistischen Sektion BnMenau, 20. Bez., Karl-Meißl-Straße 5. Vortrag Dr. Cbaim a rst a kow e r r - ,Was sollen wir Juden fiir Palästina tun? Gaste, willkommen. »:W.MWhf^kr. ber:hebräi?chrn Schule 20. Die hchräffche Schwle.M' Pez., Mm-argaffe- 46, -vev-Erettet' am 38. d.eine ChMEchkerer..Dw. Ä;iieri.n. Frau'Ejcher schwarz, .hat es veMaEN, den ganzen. küMeriWn Teiil -des Pwarmmnes von bm ZWnGm dieser SchiÄe in einem fließenden Hckbrärsch dmch.'Uhren zu lassen. Dsklam-ation, Gesang Schrus-viel, ein Bortrog über die Bsdvu.tu-ng.des Chanukkahfestes, selibstverstandlrch alles in hebräischer Sprache, begeisterten die jungen mrd^ dw Een Zuibörer. welche den Neinen Kü'üstlevn reichen Bengü zollten. Die Festrede hielt Herr Dr. Wald mann, Präsident der Sektion 20. Er wandte 'sich besonders' an die Kinder, die er glücklich pries, daß sie seht offen sich ihres Festes, freuen dürfenwährend die AeMren ihre Feste heimrrch und versteckt feiern' mußten. Reicher Bei roll lohnte seine AuspÄhruinoen. Als er der Frau Schwarz für ihre 'Lecstumg dm Dank aussprach, wollte der JE gar kein. Ende nchmen. Es Ware Mt, wenn die Oeffen-Ärchkert der genannt-» Schale mehr AsHmerHamkert schenken würde' als sie es bislang getan hat. hei Gericht. Gestern hatten sich vor einem Schoffensenat unter Vorsitz des Hofvat.es W ü st i Niger die MaWyelfer Karl Rank! und Eduard Weber wegen Diebstahls einer Aktentasche mit 22' Millionen Inhalt, die der Sel« chermeister Ferdinand Karl u-nd sein Schwiegersohn Turetschek m einem Gasirhmls vergeffen hatten, zu verantworten. Die Anklage stützte sich lediglich aus Jndv'.ien, da die Angeklagten entschieden leugneten. Mährend der Verhrindbung kam es wiedtpholt zu lärmenden Kundaob'>,ng2n im Auditorium, ^ks hauptsächlich aus Frs-unden der ÄngekÄsten bestand. Die Geliebte Webers gab an. dqß dieser es nicht notwendig gehabt Hobe, zu stchle'rt. da sie monatlich v-^r.bis fihrf Millionen verwene. Nach -urchgeführtem Bewc-isdersahren sällie der Gerichtshof einen Freispruch, der mit lauten Bravorufen ausgenommen wurde. „ Das Wohnungsrecht der geschiedenen Frau. Eme intsresiowte Ewscherdung fällte gestern der Oberste Gerichtshof mit vinem Urteil. wodurch die gegenteilige Ansicht der unteren Instanzen aufgehoben wurde. Nach dieser En-schekdunq steht der Ehegattm auch nach' durchge'ührter Scheidung das Recht auf Mitibenutzung der geme-insamen Wohnung zu. In der B?-. avündung hsißt es, daß. der Anspruch der Ebefvau auf MitvenützuW W'.'. gemeinsamen Wohnung ein -die Alimenltati"nspsl'icht des Mannes unrsastender Vern^ägersonspmch.der Frau sei, der nur durch ausdrücklichen Vcrz'chl verloren fl-'h'N 'k'nne. v Klage» vnd Forderungen der Richter. In der ' fängst stÄttge.fun>d:nen' Hauptver'ammlnng der Bereinigu g. österreichisch.'r Richter wurde vornehnr-lch'über das neue Gehaltsge sech' Klage geführt und der GaupLanssäu^ be^uftrag^. d n Kamp^ M eine den Be-vürfn ssen der R'v'ter entsprechende Beiol-dulüg fortzusehen. Weiters wird -g'gen böswillige und terd'nzicse Angx'ffe Stellung g-enommeu, die ^eg n die Rechtsprechung 'n jüngster Ze't vielfach erhoben worden sind. He Richt-erscha't werde'jeden Versuch, sie von dem str n-tzst.r Pflichterfüllung NM unbeiMainster Lbickciv'.tät äbzudrängen, ,n,i> tir'iniflh iü r«> v nji'xtXZM fli » n S .•» aftirifthr-j Wiener Morgenzelinnft. 77-—1--— --- UnrafffiUnma vm 9RoMs Aus Budap e, st wivä Ms bmch^-t: Am '21. Jänner 1925, dein 101. Geburtstage des Verfassers der .„Tragödie des Menschen" ' Gmanerich M ad a ch, wird das Mite - große'-Äühnenw rk . des-Dichters,-' „Moses", im National-theatsr zur Uraufführung gelangen. Mau sieht dWr/.ÄMhWU schon dLshälbmitgroßem Jnteresse entgegen, weil um das Stück, das bisher noch aus keiner Bühne gegeben wurde/ schon zu L-hzei:en des'Mtnrs eine Ihest-M Diskussion entstanden war. M idach bemühte sich viele JÄhve ohne.Erfolg,, dieses.ssin LiMingsstück auf die Bühne. zu bring:».. M ist sicher, daß be-i dem gvgenwärtigen politischen - Kurs „Mofes" Dir mit stäW, tetidMKi''fe«/Zensuvstrichen für die AuffichMniZ-durchgesetzt GerdrN'koäute.: -- Aor de« Theater«. B u r g t b e a t e r. Mrgen, 7 Uhr abends, „8 u m-; V.F c i vag a b u n hu 8". - - - A < a d e m t e t h e a t e r. Morgen, lU& Uhr, „D e t Tokaier'. - - ' ' ■ - Volksoper. Morgen, 7 Ubr abends. i e s ch ö » t H e 11» a\ — In Aenderung des Sprelplanes wird Donnerstag den 1. Jänner 19°5 llt3 Uhr nachmittag-, „La T r a v i a t a" uvd Tienstag den b.. Jauner 1si2b, ljs3 Uhr nachmittags, „M ahm m e B u t te r fl h" gegehen/ Raimnnd-Tb e a t e r. Morgen, 7 Ubr abends. „Dr a n z i 8 k a" mit Tissa D « r i e u r. Um 10 Ubr abends folgt eine Nachtvorstellung unter dem Gesamttitel: „E t w a s z u m 8 a ch e n*. . Tbeater i« der I o s e f st a d t. In Abänderung des Spielvlanes wird? die Erstaufführung von ,D. e r W e g » äch Doverauf Freitag den 2. Jänner 192», */,8 Ubr abends, verschoben. Heute. */,8 Uhr abends morgen, 7 Uhr abends, und Donnerstag den 1. Jänner 1825, 8 Ubr . abends, wird „M e i n Bat er. hat recht ge b ab t" aufg^übrt. Sträußlsale. Am 31. d. findet eine S i l v e st erf e i e r m i t B u n t e m A b e n d. in ganz großem mondänen Stil statt, veranstaltet von den Schauspielern des Theaters in der Josefstadt für ibren F er ialfonds. Die in der Nachtvorstellung im Tbeater auftretenden Künstler werden alle Mch in den Etraußlsälen Mitwirken. Neues Wiener S t a d t t b e a t e r. Am Neujabrstag, 3 Ubr nachmittags. Wieherbolung des Lustspieles „Nur ern Traum". Allabendlich „Sanatorium G. u. ®A Renaissaucebübne. Die morgige Vorstellung beginnt ausnahmsweise um 9 Uhr abends. Gegeben wird „E i ng u a r t i t i u »fl- (MLe trittst de Ingement*), Schwank von Antony Mars. Das Publikum tanzt Mf der Bühne, in den Foyers darf geraucht werden Das Theater bleibt bis in, die Morgenstunden geöffnet. Gewöhnliche > Äbendpreife. Kunstmaler Worms gestorben. Der Pariser jüdstche Maler Worms, Ritter der Chrrvtlesion.. ist in hohem Mer geswrben. Die/ WeÄe dieses hervorrc-^iden BertreÄ«rs der alten guten Schju^ schmückeu die Mänüe vffler S.l.Loffer uW Paläste von Paris.' Em Gemäldevon Wor .s w-nrbe.vom Luxemburger Museuan erworben uud ist jetzt in e ne n Privatgchnach Sen''1sprästb?n'ten un ergvbvacht. Mit besonderer Kunst hat Worms spanische Volkstypen auf der Leimwand scstgehaitrn. Eines seiner besten Bilder ist sein Seid'Porträt, t it herrlicher Patrkrrchmkopf, besten Augen des Meisters jüdische Seele wi-derspiegeln. - Karl Spitteler gestorben. Wie aus.Bern ^emM>et w'wd, ist-der bekannte Schlweizer Dichter' Karl S v.itteler nicht lange vor srr Bollentung-seines 80.-Lebrus-jahres., aestorben. Spitt-Äer.. der sich, durch seine in - nÄAast-ifftIchem Geiste gehaltenen Dichtungen „Llhmpi'cher Frühkng", „Pro.iio.hrüs und Epimeiheus" und andore be annt mochde, galt a's r presenta-rw-men dcutsch-schweiMischer-Dichtamg. Im Jahre 1919 erhielt er den Nchel-Preis für Litevatiur. Goldmark-Feier des Hakoah-Orchesters. Anlgtzlich des zehnten Todestages Karl Goldmarks vercmstaNt' das Haköcch- Orchestor am 3. Jürmer im Saale dor Hofburg eim Goldmark- Feier. Die Gedentvede hält Dr. Leopold Schwarz. Untier Braslawskhs Leitung g.ilangen zur Aufführung: Die Swkuntala-Ouvertüre, .das Biolinkonzert A-Moll (Solist Doktor Rudolf L a m p e l) und dde Symphonie „LäMiche Hochzeit". Beginn 7 Uhr. Erna Rnbinstein in der Metropolitanoper. Die aais Ungarn stamm nce fu-nge jüdische Ge.genlimst-enn Erna Rust in sie in ist nach -einer erfolgr-e'chen Tournee in Holland und Spanien mit ihrem Pärtnrr. dem Klaviere rvlü.sen N.-.olaus S ch tofl Ist, unst ö»-im 'bekannten Mengel'b erg - Quar ett w Rew-Äork angakbmmen, wo sie am 3 Jänner im Metvopol-itain'Opeva hcmse ihr erstes Konzert geben we.den. Die Künstler des Ensembles, sind durckw gs "Juden, die zum T Ä infolge des an\isemnischercoristischen Kurses in U'wg-'rn f«- zwuniM tvaren. ihre lüMerische Tät-igkeit ins Ausland zu verlegen, wo sie zu 'internationalem Ruhm gelangten. ' Eine Lesser-Ury-Ausstellung in der Berliner Nationalgalerie. In der. Berliner Natzionalgalene findet gogonw 'rtig eine Sorweraiusstellüwa der Werke Lester Urys statt. Z uei große Raume im. ehemaligen Kronprinzen Palais sind für die Smchorausstellung der' letzten Aroeiten llrhs yergerichtot worden. Der Direktor der Nationalgalerie, Geheimrat I n st i, hatte schon vor einiger Zeit drei Werke'Urys für die Staatsgalerie erworben Nnn-ntehr hat die N-atianalgaileme eines der neuesten Werke Urys angstaüst. Ein Schalom-Aleichcm-Klub Hatz sich in Berlin gebildet. Diese Bereinigung jüdischer Schr-rftsteller u-nd Künstler, welche den Namen des großen jüdischen Huanoristen -und Erzählers trägt, soll' ein SainnvelPuE aller aktiven Fmnrde der lüdischen Kultur sciin. - «Mo-Salon der „Wiener Morgenzeitung^ i m „Haus der Dam e" Ergon A.-G., 1. Bez., Schwedenplatz 1. BorsübrunL der Wiener Sendung täglich von 11 bis 1 Uhr mittags und von 4* bis 6 Uhr nachmittags. Eintritt frei. Kein Kaufzwang. Verkauf nstklasiiaerRadio- Apvarate und -Bestandteile. Nadioprogramm für heute: 9 Uhr: Marktbericht. - 11 Ubr bis l Uhr r Konzert, Silving. - 1 Uhr b Min.r Uraniazeit. - 1 Ubr 2V Min. r Wetterbericht. — Vs4 Uhr: Wiener Börse. — 4 bis 6 Uhr: Konzert Silving. — ^7 Uhr r Aufführung der Rsdiobühne für Kinder: Nestroy, „Die schlimmen Buben.^ — 8 Uhr: „Die FledarmLUs". 30. DezEr,1924 Nr. 9105 Ile ruffkschen Warenmörkte. Aus Moskau wivd gemeldet: Au der Moskauer Börse verringerten sich die Umsätze ln der ersten Dezeinberhälfte um 17^-aus 93,3 Millionen Rubel. Die Urjachen sind einerseits in der geringen Nachfrage se'tens'der Prov'-nz, andererseits in den georderten Zahl»ngsverhältnissen sowie m emom gowisten Warenmangel zu erblicken. GrößtenLeils wurde Barzahlung gefordert, nur «in enMnen Fällen wirrsten kürzere Kredite akzeptiert. Am. deutlichsten kam diese Erscheinungauf dem TeMwaremnaritt zmn Ausdruck, der Umsatz belies sich auf diesem Gebiet auf 23,231.000 Rubel, gegen 39,181.000 Rubel in der zweiten. November-Hä'lfte. Aus dem Ziuckerma-rkt herrschte eine große Verschiedenheit der Preise. Die inländischen Detailpreise sind fchr mannigfach, in der Ukraine schwanken sie zwischen 920 und 12 55 Rubel Pw Pud, in. anderen Gebieten betragen sie etwa 16 'Rubel, im nördlichen Kaukasus stellen, sie sich sogar auf 28 bis 40 Rubel» in Moskan betragt der Verkaufspreis 32 Kopeken pw Pfund Zucker. - In der vergangenen Periode wurden vom Naphthasyndikat 3,662.000 Pn>d Petroleum auf dem Jnle-n6>smavkt verbaust. Hiervon realisierten die staaffichen Handelsorgan 15 Prozent, die Henostenschoiften 49.9 Prozent, der private Handel, 26.9 Prozent und durch eigene Transaktionen des Svndikats wurden 8,2 Prozent verkauft. Durchschnittlich wurde ein Pud zum Preise von 2,08 Rubel, im Großhandel um 1,61 Rustel verkamst. Nohhäute und Felle wurden in den verschied'neu Zentren Geichfalls zu schr verschiedenen Preisen gehandelt.' Eichhorn, gute Qualität, stellte sich ln .Karsnojarsk ans 80 Kopeken, in Vjatca 55, Permi 65, Vologda 55, Toms! 90, Irkutsk 10g, Ufa 60, Tjumeni 70 Kopeken. Wolsfelle in Tomsk 9 Rubel, Omsk 10, Kustan-asa 6, Rotfuchs in. Omsk 16 Rubel, Vologda 14, Permi 14, Vjatca 13, Bamaule 11, Petropavwvsk 6, Minusinsk 10 RM'l. Die Getreidepreise zeigen in ganz Rußland eine steigende Tendenz. In - Moskau stieg' znm Beispiel Weizen von 1,70 auf 1,90 Rastel pro Pud, während Kow eine noch stärkere Sleigevung a-usznweisen hatte, da sich di« .Korwzufuhr in den beiden letzten. Wochen verringert hat-. An. «der Moskauer Börse haben die Umsätze in . Getreide und Mehl um 30 Prozent abgenMmen, die drirchschnittlrche Echöhung der Preise beträgt fü-r Getreide und Mühl etwa 7 stis 10 Prozent. Vom ges-amtstaatlichm Gesichtspunkt aus gesehen, ergibt sich, für die PreiNöwegung bei Getreide fol-gLn<d:L Bild: Korn Dllte sich von 60 KösMn pro Pud m Ueljahmsk und 80 'Kopeken in Zapor^zi-stis ans 1,35 Rubel in Archangelsk und Astrachan, Weizen von 10Ö Kopeken -im westlichen Sibirien und im nördlichen Kaukasus bis auf 230 in Zitowir und Cernigov. Gerste von 80 Kopeken in Zaporizi und rm nördlichen Kau4afus bis aus 1,60 Rubel in Kursk. Kornmehl war am billigsten in Weftsistivien, Minsk und Uljanovsk, der Preis stellte:sich.'in diesen Gebieteln-auf 80 -bis'M.Kopeken ^vo Püd, am tsuersten'. in. Qdesta, wp er 2,10 Rubel pro Pud'Ertrug. Weizenmchli war am^ billWen in Meftfrsti-rien (150 ' Kopeken), an:'tenerfwn -in 'BlahiMir Kursk und Moskau .tziÄa 500 Kopeken pro Pud).- . Die .Kleinhandelspreise waren in Moskau für-die einzelnen Waren-gattungen foitgeMk B-rot, bMuncs, 7 Kopetken pro Pud, weißes 10 Kopeken, Mchlgries 17, Gerstengraupen.10, ra-ffmievtcr Zucker 32, Kristallzucker 26, Tafolsailz 5. Sonm-eNbliuimen'ör 22, Tvestutjer 130, Kochbutter 88, g.salzene Butter 88, . Fleisch. Prima 26, zweite Qualität 22, dritte Qualität 15,' 10 Eier stellten sich aus 70 Kopeken. Austritt aus dem Börsenarrangemrnt. Die Zahl der Austritte aus dem Börselrarran-gement nimmt noch immer zu. Diese Bewegung ist zwn großen Teil aus die hohe Golda'b.g ast.e und . den. flauen Bcrkchr -an der Börse .zurückz-uführen, der in. vielen Fallen die hohen Steuerlasten unerträglich gemacht. BZie gesternkun-dgem-acht wurde,sindD.Stolper und S.. Frantsiurr aus dem Ar-rangenrent ausgeschieden. Der mitteleuropäische Eisentrnst. Aus Prag wird gemeldet: Wie „Ceske Slovo" erfähr:, hat eine deutschstslg isch-fran,)ösilsche Geselltschaft die Eisenwerke K r o m p a ch in. der Tschecho-Slowaikei um 28 Millionen Kronen gekauft. Mit der Erzeugung wird schon in der allernächsten Zeit begonnen werden. — Trotz der Schwierigkeiten der in Paris geführten Verhandlungen der Eisen industriellen scheint es doch, wie die. obige Meldung zeigt, zu kleinen Abschlüssen schon gekommen zu sein. Rindermarkt. Bei einem Auftrieb von 2320 Rindern er- .Lifftwie der Markt, in flauer Stvm-mmvg. Jnjoiae der reservierten Kaütflust ermöüiawn sich die Preis--' um 500 K. pro Kilogramm. Stiere echöihten sich um 1500. K. . Insolventen. Das Aus-ckeichsverjähren wurde eröffnet über AuMt Fischer.- 13. Bez., Cdu-ard-Jäger-Straße 6. Ne!berischulduni 1,4 Milliarden. Ueber die Ban- und Holzindustrie-G m. b. H., 4. Bez.. Möffwaldplatz 3. vcstcrschuldung 2 'Milliarden.' Ueiber Adolf Weiß, Textiliwaren, 2. - Bez., Hollandstraße 10. Uosterschulduna 1,2 Milliarden.

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