Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 6 (1924)
- Issue
- Heft 2101 (25.12.1924)
- Date
- 1924-12-25
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 6 Men. Donnerstag Sammtz Steinmetz spendet lilr eine Kirche. Tic Budapester Blätter verzeichnen die iotgende Mel* düng. Der Direktor der Klcinpestcr Kor bflechtsabrit', Samuel StcinmeP, hat zugunsten der z» errichtenden. Kirche der Geflüchteten zehn'Millionen Kronen gespendete Die Budapester Blätter dürjen sich oarüver nicht innig machen. Aber in uns steigt der Verdacht auf. daß diesem Samuel Steinmetz, der noch irr keinem Ausweis über die Lvenden für die Opfer des Numerus riaufu* ober iiu Pogrom* flächt! inge je Urals als Spender figuriert hat, dick' Spende von. irgend einer der rafsenfchutzlerischen Organisationen e rpreßt wurde. Es handelt sich hier nämlich um die sogentinuten öle*; flüchteten aus den ehemaligen ungarischen Gebieten der Nachfolgestaaten, die nach dem Umsturz von der skrnppettosen »ui»: garischen Negierung aufgehetzt wurden, der ' neuen Staatscegierung den Treueid zu verweigern und in dad verkürzte Ungarn einzuwandern. Die Leichtgläubigen gingen der Neziernna aus den Leim, sind heute der größten Not ausgcsetzt, tofciti sie sich nicht vonden verschiedenen Pogrv ui sorMatronen anwerben ließen. Sie dürfen sich eine B tttkirche errichten und holen sich hiefür bei den Judctr das Geld. Samuel Steinmetz ist eines dieser Opfer. . Lndmvorff unv Hnlng. Geschäft ist Geschäft. Me M-gaer „Baltische Presse" schreib!: Die Or-> öensfvage ist eine Frage, die viele, ehrgeizig'; Meu;chrn m Unruhe versetzt. Nach einem Orden, streben viele mit einer Ausdauer, . die geradezu er.sdau-nl'ich ist. Diesen menschlichen Dharakterzug suchte sich unter anderem auch am Herr H e r t n gau sTeutschwehr ln Deutschlaud zunutze zu machen. Er stiftete zu den de stehenden Orden einen neuen, den er. geschästslücht-ig wie er war. zu einer regelrechten guten Erwerbsquelle ausZugestalten wußte. Herrn Herings Orden bekam d'e Bezeichurtug „D e u r s ch e Ehrenmünze für den Weltkrieg'^ Aber Hering war n-'cht un in toll wem und bar den General Ludendorff, doch das Elhren'mar'chaÜanll des Ordens zu übernehnren. Luden-dorfs ijt von semer Geeignetheit für Ehrenposten übet eugl. Er nahm solche Angebote in respekta-bicr Zahl und gerne a.n. Ein Dankschreiben Lu de ii- Dorffs an Hering war Herings wohlverdienter Lohn. In dem Schreibe.» äußerte Lu'drndorjf st n e u Dank für die Verleihung „des von seiner Majestät gebilligten Ordens". Außer Kaiser Wilhelm genehm uzten auch noch andere ehemalige Fürsten dort Hermgs-Ochen, der pro Stück 2 95 Mark kostete und jedem verliehen wurde, der ^en Krieg äußerlich oder inner! i ch mitgemacht hat". linier dtejen'gen, die den Krieg nach Herings Vorschrift äußerlich ^oder innerlich mitgemacht hatten, sielen viele. Es regnete so stark van Anträgen aus Verleihung der „Deutschen Ehrenmünze für den Weltkrieg", daß Hering sie in seiner. Villa kaum hat bewältigen können. 220.000 Mann, erne Armee Ehrgeiz'grr, wurden auf diese Weise von -Hering mit einem derartigen Orden 'bedacht. ' Dem Gerecht gefiel Her wachsende Reichtum Herings weniger. Man rief ihn vors Tribunal. Das Schöffengericht strrach ihn frei. Wegen Tevisenschiebung und Aufforderung z u r, Abtreibung dagegen verurteilte ihn sodann das Schöffengericht in Memmigen. Aber tver den Orden Herings hat. der hat ihn. als Siwug bestimmt ist. Auch Ziperl wird mir ihre Hand reichen, denn sie m-uß es, wie ich. fühlen, daß wir zu einander gehören, daß ich sie liebe, so wie sie ist, wie sie kein anderer zu lieben und zu schätzen vermöchte," Ter rote' Lämel brach in Tränen aus. In der Stube herrschte mit einem Male feierliche stille. In Malk-e war die Mutier erwacht. Lämel war sicherlich kein schöner Mann, aber welcher schöne Mann würde auch die „schwärze Hexe" heiraten wollen, wenn er dazu noch ni e Lgmel. „Unterm Bergel" einen offenen Trodlerladen mit einer Geschirrwarenabteiluug besäßet Die drei Schwestern Z-iperls tauschten miteinander verständnisvolle Bl cke aus. Es war ein Gemisch von Neid und Rache, las sich in d/esen Blicken ausdrückte. Zipert, gerade ZiPerl, soll früher als sie einen Mann bekommen! Aber dieser Mann durfte nur Lämel sein. Aiperl sah und hörte fast diese Augensprache. Die wartete nicht erst, bis die Mutter ihre Meinung sagte. Sie maß Lämel mit Kennerblick. Sie überschätzte sich nicht und unterschätzte nicht den Wert seines Trödlerladens; das nnir Üt Mann, cm dessen Seite sie endlich' würde Herrin sein können. Sie freute sich auf diese ihre Herrschaft genau so wie Lämel..In diesem Augenblick empfand Ziperl ehrliche, aufrichtige Liebe für Lämel, der sich ihr als Opfer dar« brachte. Die erhob sich, schritt 'auf. den roten Lämel zu, der noch immer wie ein seines Urteils harrender Sünder bei der Tür stand, streckte ihm die .Hand entgegen und sagte nischlcssen: ,-Lämel. ich will Ihr Weib werden!" Und Malle fügte hinzu: ,M srll von Golt sein!" Lämel zog sich in seine Kamnver zurück. In der großen Stube wurde über die soeben vollzogene Verlobung Zip-'rls nicht viel gesprochen. Sie war zu plötzlich gekommen. Man ging früher a.ls fernst zu Bett. Jede der Frauen wollte m:t ihren Gedanken allein bleiben. Von den fünf Nachtlagern stieg das Nach'gebet, das „Schema", zum Schöpfer des 7 „Dlwug" empor. Nur der iöict-.ft Malles entrang sich nach Ächlntz/dr8 Ädbetes der Stoßseufzer: ' „Armer'Lämel/ du sannst schach heul^ ä.ül de in ein Besicht liegen'und-weinen!" Wiener Moraenzeilunq._ ÄrriMste Theaterttise. [ Feiertagsstrett an einzelnen Bühnen? Die Krise der Wiener Theater ist in ein ctlutes S t a ö i u nt getvetou: Der Konflikt zwischen dem Äühnenveve.n ttud -dem Direktorenvevband hat sich verschifft. Wie der Bühnenverein m:tteilt, hat der Dircktorenverbaud seilte Forderung, den Kollektivversrag zu prolongierelt, abgelehnt'. Am 16. d. ging ein Schreiben an drn DtrettoreUvervand ab. in dem dem Wunsche der Schatt-sp'.eler.ctzast Ausdruck gegeilt wurde, bu Küuektivvertragsvevhaatdluugen mögen des längstens 24. d. beendet tverden. .Als Lmiwort aus dieses Schrewen stellte Dc. Beer d.e Atlsnahrue d.eser Dvfprechtni,Zen nug.sähr irt rteim Wochen tn Aussicht. Daraufhin! wurde der Divektörenver« bartd wie d.e einzelttert TireUoren davon verstäudigt, daß am 23. d. der Vorstand des Büh-lteltiveretns und am 24. d. die Betri.bsrätekonserettz - zu der - gegebenett- Sirttation Stellung nchNten Zverdeu, Mlltlerweile haben.acht T h e a t 11 u u t e t n c ty «tu nge n mit dem Bi'chitenvereiit om Sepa ra tabkommen getroffen, in tvelchem wer.ütbart wurde, daß für d es« Unternehmungen der Kallektivvertrag unter allen Umständelt als Prolongiert anzusthert i-st. Ein Versuch der Betriebsräte, mit dorn T-irektovenverbawd Fühlung zu nchmen, ist nach Llnga'be der Artgestelltenovgantsation g escheiteLt. -.. Die Betriebsräte wie atlch das ExekusivSolnitec des Bi'chltetweretns habett daher beschlvssett, die Verantwortung für den ungestörten Betrieb im Deuhchen Volksth.ater, int Theater in der Josefstadt und mt Raimund- Theater a b z n l e h n c n. Es ist daher nicht ansgeschlossen, daß in bat genannten drei Theatern, wenn nicht inzwischen der Konflikt betgelegt wird, die Feiertagsvorstell ungen uttterbleiben. Die Darstellung des Därcktorenverbandes. Der B.rband der österreichischen Theaterdirektoreu hat bei der Beendigung der.Lohitverhoudl-urrgeir am 9. d. mit dem Vertreter des österrenchisä)en Bühneuvereuts, Herrn Sekretär E i s l e r, be.j'prochen, daß d^e Verhandlungen über die Ern.uermt-g des am 31. August lontmenden Jahres ab- | laufen bat Zkollektw-vertrages in acht Wochen beginmn sollen. .Trotz dieser Abmachung kant au das Präsidium des Berbandes am Dienstag beit 16. d. ein Schreiben des österreich-scheu Bühnenvereins, worin verlangt wird, daß die Erttetterung des Köll.kttvvertrages sitvontöglich aus nwhvere Jahre) noch vor den Feiertagen chve Erledigsttug fiudett möge. Gestern folgte eine ultimative Forderung des Buhneu-Veveins bis 11 Uhr vormittags. Ter Vevbaud muß d-e V-rantwortung dafür ad lehnen, wenn durch die Taktik der A n g e st e l l t e n o r g a n! fa t i o u e n die für den Fortbestand der Theater undedinyt nottverwige Grundlage der Feiertagseinnahmen Verlören g^hen sollte.. Mit Rücksicht auf die ungeklärte Lage in der VolkLoPer, im Carl-Theater und tu der Renmssancebühne hat der Dtrektorenverband sein. Desiuterestement an der Entscheidung dieser Bühnen in der gegenwärtigen Frage mitsteteilt. Wie uns - die Ttrektton det E x l - B ü h n e m'itkeilt, finden im Falle des Ausbruches eines Th.aterstrstks die im Komödterthaus für die beiden Feiertage ailszesetzten Vorstellungen unbedingt statt. verbreche« a« ffdlschm Auswanderer«. - Die Polizei in Beuthen hat den LOrährigen amerikanischen StaatsExüvger Josef R a b i n s k i, zu Kiow geboren, mir senrer 23jLhrigen Gattin Rifka mtter dem Verdachte des Mgdchen- und Menschenhandels festgenotmitett. So weit bisher festgestellt ist, hat er sich mit einer ganzen Bande von Mitschujdiigen dcnntt besiißt, pol n i sch-jüdische Auswanderer, die nach Amerika wollten, attS Polen quer durch Deutschland \m Frankreich zu bringen» von wo er ihnen die Uebersährt zu evtnögllchen versprach. Diese Entführungen verfolgen nur den Zweck, sich in den Besitz der Halbe und des Bargeldes der Auswandever zu st'tzen. ' N-^ch den Erhebungen follett allein in Paris 180 Persoiten von den Mitgliedern der Bande sitzen gelassen worden sein. Die Gauner beschaffen den Auswanderern auch auf ihre Passe amerikanische Visa; doch stellte sich immer heraus, daß die Visa voll den Betrügern täuschend gefälscht wordat sind. Dus Ehepaar Rnbmski sitzt in Warschau in Untersuchungshaft. Nach den bisherigen Feststellungen gehörett noch drei amerikamsche Staatsbürger der Bande, die sich auch mit MLdchenlhandel befaßt, an: der 36jährige M.:x Green, angchlich Kauifmatm, zu Gumbinnen geboren, der 20jährig» Paul Weißstein, angeblich Kaufntann aus Brzezanh tmd ein gewisser Abraham Kaga n. Die Bande hat auch einen gut organisierten und weitverzweigten Nachvichtendknst. Ae Presse Im Mode«tzaus Krusinik. Anläßlich eines beim Gewcrbegcricht anhängigen Prozesses, welchen . eintge entlassene Angestellte mit dcnt M o d e « h a u 8 K r u p ri i k führen, sind in eittzclnen Blättern Angriffe gegen das Modenhaus Krupnik erschienen, welche 'm wesentlichen besagen, daß die Angestellten der Firma eine zehnprozenttge Umsatzprovision erhalten, wuö die Preise ungebührlich erhöhe. .Wir haben nun über dw Preise beider Firma Krupnik Erhcbungcn gepflogen und dürch Vergleiche fcstgestellt/ daß die Ptcije in l^ine nt Falle l-.öher sind als bet anderen Modenfiruten; stWer hat uns flamens dös gtstnulen Perchüäls der Firma Krupnik Direlivv l B ö j cy nt a n n uacüociutcfcit, daß Stic oben erwähnten An- 85. Dezember LSS4 «r. AVI I! ... . ..- .. 1 .... ...I gaben über die Umsatzprovision der Angestellt« n n r i ch t i g sind. Die Umsatzprovision der Angestellten betragt nicht zehtt, sondern ein Prozent von den auf den PreiSvigttetten auch für den Käufer ut Ziffern ersichtlich gemachten Preisen. Nur bei einzelnen, wegen vorgerückter Saisvtt zurückgebliebenen, oder aus sonstigen Gründen schwerer zu vertausenden Modellen, bet denen eben die Kunst der Bertünserin eine besondere Rolle spielt, ivird, obwohl die>elben schon unter dem SelbsttoslenpreiS abgcgebert werden, eine höhere Umsatzprovision. bis zu fünf Prozent, bezahlt. Daß gegen diesen Vorgang, der tu zahlreichen Geschäften gang und gäbe ist, vom kausmanuischen Standpunkte nicht das gerlNgste einzuwenden ist, liegt auf der Hand. Diese Berkaufsprovision wird jehoch, wte sestgesteüt wurde, n i ch t v o m P u b l i k u m getragen, vielmehr begnügt sich die Firma Krupnik mit einem besch.'ideneren Nutzen. Dafür ist auch der starke Zustrom des PublitumS tu das Krupniksche Modenhaus ein treffender Beweis, da die Kunden der Firma Krupnik, welche vielfach auch dem bescheidenen Mittelstände angehören, sicher nicht ein Modenhaus favorisieren würden, wo übermäßtge Preise gefördert werden. Uebrigens hat das überaus starke Fetertagsgeschäft im Modenhaus Krupnik den Betveis geliefert, daß der Versuch,-gegen die Firma Tiimmnng zu machen, mißlungen ist. Internationale Konferenzen. Bon Ramon Gomez d« la Serna. Es gibt m jedem Lande würdige Männer mA Vollbärten, die eigens zu dem Zweck geboren scheinen, um ihr Vaterland bei internatioalen Konferenzen 'zu repräsentieren. Das Geheimnis, weshalb so viele junge Männer um ihre Bügelfalten ängstlich besorgt sind und ihre Valer mit Krawattenvechnungen dem Ruin in die Arme treiben, liegt darin begründet, daß sie alle ausersehen sind, dereinst au einent i-itternationalen Kongreß teilzunehmen. Alle hatten ursprüglich andere Berufe: sie malten, schrieten, ja sie strickten — alles vergeblich! Am Ende landeten sie democh in den internationalen Konferenzen. Diese Menschen sind olle dazu, geboren, photographiert! zu werden. Man sieht ihre Bilder,'vereint zu exotischen Gruppen; wte etwa: Herr v. Soundso, Delegierter von Liberia» im Gespräch mit den Delegierte» von Mexiko und Paraguay. Männer von verschiedener Gestatt, aber alle gleich in der verbrüderttdrn AehMchkett ihrer gestreiften Hosen und den ZyliNderhüten« die so sehr an die Kopfbedeckungen schmerzgebeugter Leidtragender bei Einsegnungen gemahnen. i Sie gleichen gewissen Zeichnungen, ehe sie diesen , chrert, endgültfgen Bemf ergreifen; Zeichnungen, die «iw ans Scherz beginnt, ohne zu wissen. waS aps ihnew wixd, die hie Neugier wachvnfen und allerhand Vermutungen er-! wecken, biL am Ende etwas so JLmmerliches und Bedauernswürdiges herauskommt wie ein Vertreter deö Vaterlandes auf einem mternatio-nalen Kongreß. Sobald sie zu echten, ausgeprägten potttischon PerjönSichkeUen geworden sind, versammeln sich diese Herren an den grünen Konferenztischen, die mich immer an große Billard tische erinmern. Meistens wird hier auch ein sehr interessantes Billard gespielt, ohne daß übereisr.'ge Spieler das Tuch zu zerreißen vermögen. Der Konferenzsaal b'.etet das Bild einer wahnsinnig gewordenen Landkarte. Alle j Erdtoi-le. Inseln und Halbinseln haben ihre Plätze wer-> schoben, und an der Seite Chinas befindet sich Dänemark. Die seltsamsten Dinge spielen sich hier ab. Nordamerika und Südafrika stecken die Köpfe zusammen und unterhan-' Leln in Freundschaft über Telephonangelegeuheiten. Die Eilbeförderung geschieht hier, indem der Delegierte von Dänemark dem D^leg'erttn von Ce^bes eine Z'garre retchl tittd dabei ge wüngen ist. über de gleich einem Hochgebirge ausgetürmten Schultern des Schweizer Abgesandten hinwogzu^reisen. Bei diesen Konferenzen werden di« ernstesten Dttrge mit spielerischer Leichtigkeit erledigt. Eine ganze Ration ist in Gefahr, wenn jener Delegierte mit stiner Nagelfeile wie mit einem Schlachbpserd spielt, und jener andere hält den Federstiel in Händen, als fei er ein Speer, der jeden Augenblick dem Feind ins Herz geschleudert werden solle. Der Briefbeschwerer in der Hand de- Deutschen scheint wie eine versteckte Kanonenkugel, und der schmächtige, nervöse Inder hält sein Hörrohr wie einen vergifteten Pfeil. . Die internationalen Konferenzen tragen eine nngehntre Macht in sich,-die in der Vielheit und in der Gewrlt der einzelnen Völker begründet ist. Das Schicksal jedes Landes liegt m der Hand feiner Vertreter» und jeder mag sich hüten, daß fein Nachbar nicht über feine Achsel hinweg die wichtigsten NotiM kopiert. - Die kleinste Bewegung gewinnt symbolische Bedeutung; und wenn der Delegierte von Afghatt-istan in; der Rase bohrt, so ist dies kein einfaches Nasenbohren, sondern der afghanische Staat beschäftigt sich mit Bohr« und Schürst gerechtsämen. Dieser Husten- Der Husten eines ganzen Balles^ nein, mehr: ein Sturmwind, der aus den schneeigen Gletscher« seldern jeiner Heimat bläst. Warum stteicht sich der sesterreicher mit der Hand überS Haar? ES Ist. der Wind seiner Heimat, der über die sanften Hange des WienertyaldeS streicht.^ :; Aber bet Höhepttstll de'S Ganzen, jener AirMbkk. auf den sich die allgemeine Erwartung konzentriert, tst der,