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Wiener Morgenzeitung · 1924-12-16 · Heft 2092 (16.12.1924) · p. Seite 2

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 2092 (16.12.1924)
Date
1924-12-16
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
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GM f Dien, DsinSkag theoris und schafMLWn Mssivnsmeierei, vom „Berliner Tageblatt^ bis zur „Neuen Freien Presse", mühten sich ab. simbeM) juristisch rmchzuweisin, daß die Juden doch gewissermaßen auch ein Recht besitzen und das; eS dock» ein« Bevlekuna ihrer begründeten Anwrüche wäre, wenn usw. Die wissenpoch nicht, daß ein Hakenkrauser sich den Teufel um Gesetz und Recht schert, und daß eit einsam ein« Machtfrage ist. Me bähen, wie v" da zeigt, die Mehrheit und machen von ihr Gebrauch. To war es im Jahre 1914, als sie sich in der Velbevrnocht glarb'eri und die Menschheit ansielen. Die halben jetzt di« Mehrheit in der deutschen führenden Schicht, und sie wendend sie an. Die Juden, nämlich die vom Schlage des „Berliner Tageblatt" bis zur „Neuen Freien Press«"» laufen ihnen, weiter irach, besorgen ihre politischen Geschäfte und lassen sich durch keinen Fußtritt verscheuchen. Nordau. hat einmal dem Assimilations» judentzmn vorgehalten, daß öS den Kosaken für ihre Po, grow« Getd M. Daran hat sich, weiß Gott, wenig geändert. ■ Hitler bleibt in Hast. MilNche», 15. Dezember. GegeMer den Gerüchten, wonach Ldoff Hitler Mittwoch aus der Haft entlassen werden sollte, erfahrt das Süddeutsche Korresp ndcnzbureau mi zuverläfliaer Quelle, daß d'e Borunterfuchurg in der FronthanneEntzelegenheit, von deren Ergebnis die Entscheidung über die VeovährzmMrst Hitlers a^ängt, noch nicht abgeschlossen ist, ft daß' eine Haftentlassung HitLerz nicht in Frage kommen kann. In Jtoltattonwf in Soyem. München, 15. Dezember. (Südd. Korr.-Bur.) Der HerftssungSauSschuß des LaMageS hat die Verhandlkingrn über -a- Ko n k o r d a t v e r t a g t, der Aestchemat wird den Zeitpunkt für die Fortsetzung besti-mmen. »er Kapv'Pv<sch'8a«ow wird ftegtmtygt. Rach dem ^Tieg" -ex „Republik". -eitzzig. iS. flL-R.) Die di« „Veipziger Neuesten Sta^« Ächten erfahren. hat der ReichSprDden-t dem ehemaligen Re« gievüngSpräsidenten Jagow, der wagen seiner Beteiligung am Kapp-Putsch vom Reichsgericht zu fünf Jahren Festung verurteilt worden war und am 18. d. drei Jahr« verbüßt HLtts. dm Rest der Ettasi t» Gnadenwege erlassen. JtniMu frJwlen »m de» Feinde» Lentschlanvs. Die Geschäfte einer Ueberpairioten. London. 15. Dezember. Di« englisch« und di« deutsche Presst besprechen den bevorstehenden Prozeß zwischen Krupp mrd BickerS bezüglich der Tantiemen für einen Eeschsßauftrag von mehveren Millionen Pfund. Die Der- - Handlung wich im Marz vor einem «riMch-deutschen Schiedsgericht swÄsinden. Krupp verlangt auf Gmrch eines Barkriegsvertrayes von Vickers «ine Entschädigung von einem Schilling und zwei Pence pro kleinerem Zünder und 1 Schilling 6 Pence plu» ö Prozent Zinsen für gvötzeve Zünder. Vickers hat während des Krieges viele Millionen solcher Zünder hergestellt. Der Anspruch d:r Firma Krupp geht auf den Vertrag vom 1. Oktober IMS zurück. Vis zum Ausbruch des Krieges hat Vickers di« Prämien pünktlich bezahlt. Dieser Prozeß ist der deutschen Presst sthr peinlich, weil er dartut, daß deutscher Kapital aus der Erzeugung von M o rdin ft t u tn e n t e n gegen deutsche Soldaten geschäftlichen Nutzen ziehen wollte. Sine Fudendelmtte ia der Prag« Gtadtverordlletenversammlnng. Prag, 14. Dezember. (I. T. A.) In der letzten Sitzung der Prager Stadtverordnetenverammknng führte der jüdische Stadtverordnete Dr. Emil Kafka zum BuidgewcMnschlag aus. daß die jüdischen sozialen Institutionen im Budget gegenüber den anderen sehr schlecht bedacht sind. Die jüdisch« Für so raezentrale in Prag erfüllt bedeutende ftgia*« AÜf<wk«n, die sonst die Gemeinde belasten würden. Die jüdische Gemeinde Mist erbAt eine ReG« humanitärer Anstalt««, wie Knabenwaisenhaus. SiecheEaerS m'w. Demgegenüber ist der Betrag von >280.000 tschech. K., der sin BuLget als Subvention ou^gesiht ist, viel zu aeriug. Eines der ÄtOerr und bskmmtesten Prager Denkmäler ist d'e Altneusynagoge. Diesem Densmal dreht der Zerfall, und die jüdrcke Gemeinde sah sich gezwungen, zu einer koftspietiaen Rekcmstvukst'on zu schrei'en. Die K-cstm werden etwa 380.000 tschech. K. betragen. Das Gesuch, da'S die jüdisch« Gemeinde an die Prager Gemeinde gerichtet hat. damit ste auch zu diesen Auslagen in irgend einer Weise beisteuere, ist a b g e l« h n t worden. Der Redner pvotchierte schließlich gegen das Berlbot des jüdisch«» Gymnasiums in MunkaeS durch das tschechoficwakische Kultusmmlsterium. Nach Dr. Kafka ergriff der Deutschnationale Professor Jütthner das Wort und legte zunächst Verwahrung dagegen ein, daß man w dem Antisemitikimr'S eine spezifische deutsche Erscheinung sehe, erging sich aiber spater Mst in antisemitischen Auslassungen. J'm erwiderte Stadtrat Dr. Ludwig Singer, d'r sein Erstaun«» darüber ausdrückte. daß Prof. Jütthner seinen Antisemitismus nicht einbe-keinnen will. (Prof. Mt lhner: Ich bin ANtrsomit und bestreite, es nicht!) Dr. Singer schloß: Es läßt sich nicht ^streiten, daß der m»£ere Antisemit'-smus deutschen Ursprunges ist, ditz er in den Achtzigerjaihren von Deutschland'nach Wien und von dort hicher verschleppt wurde. Wiener MorKenreiturrH. Dl« „Reichspost", das Organ der christlichsozialen Regrernng und des österreichischen Klerus, bvingt von . Zeit z» Zeit Briefe t^rcJ ^cu^aT^i?icr iI??.^ox:rört»on» deuten, welche, wie das .in der Natur der Sache liegt, zogen die zioniM« Arbeit in Palästina gerlM sind. Mnmal wird über dle.Bsvge'EMng der kathokMn" Kirche, ein anderes NN über dgs Glend des auögebeuteten arabistken VoLft.T bitter geklagt. Nie werden Tatsachen angeführt, immci nur Sdimnmngen mrd Meinungen. Der Korrespondent der „Neichspost" weiß genau, daß mit Berichten dieser Art nur bei kathyMM Mächten und Faktoren gewisse WiMnge.lt zu erzielen sind, und er weiß auch, daß man den nichtkacholischen Faktoren, welche in der vaMflnenW'en Frage ein gewichtiges Wort dreinzureocn hoben, vor allem der prytestantiscken Mrmdatannacht GnWnd. Mt anderen Dinge» kommen muß, wenn inan den Zionismus bei ihnen peMchtigen will. . In seinem letzten' Berits trägt er diesem Umstand Nechmmg und spricht von dev bolschewikischen Gefahx in Palästim. Nach, den- Wahlen in England, tvelche -m Zejch«n dtzg Kampfes gegen den BolschÄvisinus geführt, und gewonnen tvurden, ein schlauer Schachtzug. Aber wieder wirb Mr von Stimmungen grsp.rochcn. Wieder wkr einziges Faktum, welches den Bestand einer zionisM-bolscl)ewiLisch-en Bewegung in Palästina beweisen könnte. Der M.-Korrespondent schreibt: Wie bekannt. niE tot jüdiscknational« WkLdereroberuNq des Heiligen Landes chn« Panije, svu>sLn.weche, aber ihren Fortgang.'.. W^e sotten sich die Avaiber d'cher Metzmäßig ovqarchierteu mcd vou d«r H achsinanz d«r aanzen W«tt silbventwn^wrn Bedrr^ung ihrer notiorialeu SolibstandiMit itufe SeDhstvertvMuniff des eigenen Lanhrs erwehren? Als im Oktober Dir Herbert Samuol. der bisherig c« Oberkommrllar m .PalLsiina, nach -Gens fuhr, um der Mandatskommrsslon stm-en Bericht zu überreick^en. ivbermitWe auch der apMsche vollziehende Ausschuß der» MLevbunde em Do- MMent' mchLltWd ewe Bitte mn Schrrtz gagen die zionistische BokkM. Der Aubchuß schetttt Mr nicht gerade viel erreicht M yaben. denn Mn rn dies-nr Danen derasfentticht er neuerdiMs (Siehe „Wiener Mongenzeltnnq^ Varn 29 November 1984. -— Red.) dnrch die ^itun« „EI-Carme!" van Haifa Ü, worin er ^n Hei-li'csen Vater amlsht, PalasttnaS sttzz« Lage unter der immerfort brdvoh- «schkr sich steigernden »!onl,st.schen Govahr zu beachten und rar BevAlevunst deS Heuigen Landes zu Hilfe zu kormnsn.... Wir können uns aber von diesem fÜMsten Schnitte der avaveschen Kcmnt^s ebensowenig wie von dvn frühevvt oin«n Evftlg vevsprechm und ha-lj-vn den flanken Widerstand flogen btc ludiische Larwwahme für 'aussichtslos, wett ihm die wäyre GruMM sthlt: die GmiMit der ^heimischen, nach ReiligionM., Konfessionen und Parteien zevKüftetvn BsvöMevung »mstr srch. Die innere AneinWört ist die strauette alles nationalen IlnOückS deS arabischen GälchlechteS, Vielleicht. Über Mt oaS Mche -uch von den he b rä i s ch e n T i nwnn» verern. Auch do^-Mfen.schon allerorts SpaltUvKvn. Der Gagschatz Mischen d«n fvonnnen und Men Orthl-d^xen und den mcdern-libsvÄen Zionisten ist aroß, Mr nicht so aMhrlich wce dir deutlichen Ansätze, einer bolschew'tkasch ovientierten Partei, die nur mit arsmmrgem Murren das harte Arbeit-joch v«r neugegründeten Kolonien tragt und den millioneureichen Gründern und den wortreichen sführern wenig Dank im Herzen tragt. Auch der ZwniSnllns ift lmirzcltvank." DisseDbe bequeme Taktik wendet ein Wiener Mitariboiler desselben Mattes, namens F. R. v. Lama, an, der in einem, di« Stelluivg der Kurie referierend darstellenden Artikel die svligende, übrigens mich historisch unwahre Bemerkung verflicht: »Rom forderte, der Völkei^und niäge sich, ehe «r eine «chaAtige Regelun-a vonrchme. die Sache nochmals gründ- Vich übevlogen und nahm damit offen Stellung aoflon das bri- Mche Mandat. Churchills Bafuch in Palastma triÄb die Din-q« schlretzlich auf den Gipfel (?) und es kam M gewaltstrmen Ansbrüchen der Dolkswut über dr^ PalästinaPolitiL Eine Abordmmig der BevöAevuna, bestehend aus Christen «und MchiLMnedanevn, boqab sich über Rom nach London, svm mit allem Nachdruck Daran zu erinnern, daß Pa-lästma denn doch keine britqche Kvlonve ist und nicht an ein Fremd- Volk, wie es die Mgereiste-n Ittdon, vielfach borsch"«- wikisch anaefaulteS Balr, sind, ausM'iefert fein wolle. Aber todber England, noch der jüdilsche Qoerkvmmissär bekümmerten sich darum." Die Von dem M.-Korrospo»denten verbreitete Kunde,daßdieHochfinanz der ganzen Welt den Aufbau des jüdischen Palästina. subventioniert, ist neu, aber leider falsch. Movaan, Rockefeller, Ford und ihre Pariser und Londoner Standesgenosien haben bisher von ihrer Liebe für die Ziomstert nichts verlauten lassen, noch weniger dieser Liebe klingenden Ausdruck verliehen. Auch die jüdische Hochfinanz steht heilte dem zionistischen Ideal teils gleiäHÜltig, teils ausgesprochen - feindlich gegenüber. Das jüdische Kapital, tvelches derzeit in Palästina arbeitet, ist von kleinen nnb mittleren Leuten gegeben, mühstlig unter ihnen aufgebracht. Was der „Reichspoft"-Korrespondent darüber sagt, ist Legende. Originell ist nur die Art, wie er das Bestehen einer bolschewikischen Tendenz in Palästina motiviert. Seine antisemitischen deutschnationalen und sonstigen Kollegen mr AntizivrriSmus machen es sich leicht. Sie identifizieren einfach Bolsckewisnrus mit Judentmn und folgern daraus, daß der Zionisrnus bolsckMviikisch sein muß, weil er jüdisch ist. Der. „R-eichspost"-KorresPondent rneidet disserr ausgetretenen Pfad und spricht von einem BolschotviLnms in Palästina, der als Follgeerscheinuirg der sozialen Gegensätze i n n e r h a l b o e s F u d^ n t u m S entstanden ist, in der Fovin der Nsbellion der armen, ausgebesttetenjüdischen Arbeiter gegen den jüdischen Kapitalismus. Nichtig i[t; daß der Mische Arbeiter in Palästina hart, unsäglich Hartz nnd gegen minimalen Lvhn Arbeiten muß. Aber er weiß, für wen er arbeitet. Für 16. Dezernber Mi Nr. WS sein Volk, für sein Land, für seine Kim der. Nicht für private, reiche, schwelgerische Kapitalisten, welche aus seinein Schweiß und Mut Nutzen' ziehen. CS gibt in Palästina keine Klasse jüdischer Groß» mlternehmer, deren Paläste neben proletarischen ElettdÄvo-hnungen aufreizend stehen, es gibt keine Mieschen kapitalistischen Zwingherren, welche den Nacken pes Arbeiters mit einem schtveren Joch belasten, und deren Gervaltzherrschast den jüdischem Arbeiter in die Ber» pveislung, in den Botschewisnnls treiben könnte. F!t* bischen Großbesitz gibt es in Palästina nur in Fornr von P>olksbesitz, Besitz des Nationalsonds, Besitz des Aufbaufonds (Keren Hajesiod). und auch in dieser Form lei-der sehr tvenig. Die Prämisse füt die seinen . Folgerungen des „Relchspost"-Korrespondenteir fehlt. Gegen den Bolschetvismus ist keine Nation und kein Land absolut gefeit. Auch Palästina nicht. Mer nirgends hat eik einen schlechteren Nährboden als gerade im jü- di scheu Palästina, das nicht das Merk einer bevorMgten Klasse, sondern das Produkt der gemviinsamen Achen eines ganzen Polles ist. Bei seinen G>la,rbensgenvssen. bei dm katholischen Arabern in Palästina, könnte der „Reichspost"-Korrespotldent bessere GruMagerr fiti* seine Theorie von der Entstehrlng des Bckschetvismns aus der Verzweiflung finden. Da haust der versklavte, htrngernde, ausgesaugte Fellache neben dem steinreicl^en, trägen, in Vuyrs versunkrnen Großgrundbesitzer, neben dein übermütigen ^wingherrn. Jüdisch« Arbeitssklaven. im Dienste aroßkapitallstischer jüdischer Ausbeuter gibt eS in Palästina nicht. Mchr uutsonst hat Moskau den ZioinKnms in Acht und Bann getan. Dir bolschewikischen Machthaber seherl mit Recht rm Zionis-nms und seinen Avbe'ltsrnetboden eine Gefahr siir ihre Plane. Der „Neichspost"-Korrsfpondertt aber sieht Gespenster, oder gibt vor, sie zu sehou. st. tzhamberlai» beim Vavst. „Vertrauensvoll und herzlich.^ Der römische „Popolo", das Organ der iialie» nvfdjcu katholisch«« Bolkspartei (Popolari), schreibt zu - Chamberlains Besuch (anr 10. Dezember) im Vatikan: „EnAandhat a l l e 8 a a gewinne «, wenN es sich m don Stande sitzt, sin Bereiche rckiglose» EkchÄlssesi an BodenMgöwtnn«>n,undzwardu.rchdLnporitischeuRes i! e x, Len d e r B a t i k a n init Orimt auSübt. Der Patriarch von fl-eru!s<rl«m, B a r l a s s i n o, befindet sich sitzt in Rom; er kommt aus Palästina nach dem Feldzug Äegen die Invasion deS Zionismus, der m der evssin Zeit zuviel Kvaft aus der Austürmmn-a nach drr Gunst der englischer Pchorden goschöpst hatte Dsi u n z w e i d e n t igen Proteste des Patriarchen halbem eine gewisse Spann »fl# in dem Bezichun-gvn der baideu Autoritätm bewirkt. Diese Beüchum^tzn sind, nachdam die uum* meMtchen Mßvevstandnisse und dsi wechsasieitlgen Stellungnahnren eine Klarrmg erfahren haben, und die Spann-unfl ,mM großen Toll fortgofallen ist, wie mmr sitzt wcihf sagen «vtnr. vertrauensvoll und herzlich. Zum Beweis dafür ist es nicht uibevflllsfvft, a«n die Emettnuna des Mens. Kean, der englischer Nastönalität ist. Mst WÄhbsich»s des Patriarchen zu erinnern. Außerdem hat Ervgland ein besonderes Inter' csse daran, mich auL Gründen seiner inneren Politik mit dom ÄachotizlÄnus sich m gutem Cinv:rnchmen äu halten, haben doch bereits dte Konservativen rn der Wahlsckhde einem Pvogrammpunkt an-gsnommen. der für die Kavho- Liken beftnders günstiig lautet: Anerkennung deS Rechtes se nach dom religiösen BskeuntniS der Estern, ihren KiEw in dm Dchrilen Religionsunterricht erteilen M lassen. Auch die Arbeitsrogievung legte bereits dem Unterhaus einen Gasetzeutwurf vor. der cnrf die Mbschcvsistmg der venschwdenen. Ausnahmegesetze gegen die Katholiken hmzisl-te. Ferner sei daran erinnert, daß ^er mue Loüdmayor von London, Är Mfvcd Bvwer, ein Katholik ist und daß er wmi-e Tage nach seiner Ernennmrg in siierüchean Ausipdg, bGleitct von zwei Schervfen und van der berittenen Wache, dem Er?Mchof von Wesimmster, Karidinsl B v u r n e, «inen offiziellen Besuch aibgesdattet hat. ES Ä also sitzt sicher ein günstige r Augenblick für die katholische Kirche in England und diese. Tatsache wivd bekräftigt durch daS gsgensiitige herzlich« Entgegenkommen des KardinÄ-StaatSselvctärs unfc des Ministers Vhamtbevlain, sowie durch das aufrichtige Wohlwollen, mit dem dieser dom Heiligen Vat"r empfangen worden ist." . . * Wie der diplomatische Korrespondcut des „Daily Telegraph" aus Nom berichtet, trug die Unterredung zwischen Chamberlain und Papst einen drplomatiswen Charakter und bezog sich aus die gegenwärtigen Berhültnifle in Palästina unter-dem enjfllschen Mandat. Laut oinern Bericht der „Vossiscl-ett Z?i1>ung" verlautet in römischen enMrben KrÄsen, daß der Papst sich zunächst beeilte, an Hand der vovgelegten Dokumente die schwierige Lageder Katholik e n i n Pa l q st i n a zu schildern. Es habe sich nach der Ansicht des Papstes dort das Paradoxon hevausgebildet, daß in Palästina d i e z u v e r l a s s i g st e n Freunde der Katholiken die Muselmannen seien. Der Papst soll die Bereitschaft der kathoHschen Kirche erklärt haben, in den englischen Kolonien die Unterstützung der katholischen Organisationen der englischen Verwaltung Hur Verfügung zu stellen. Ueber den Völkerbund soll nach der gleichen Quelle nicht gesprochen worden sein. ' für die etttmte Indttttrle »nü R«ktameweie». >* Al'«iw«<ügoiig:. . CZERNY ft BAZANT, Wien, III. Arenbergring Nr. 7

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