Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 6 (1924)
- Issue
- Heft 2090 (14.12.1924)
- Date
- 1924-12-14
- Page
- Seite 13 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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S09fl _Aien. " Gebiet aüszunehmen und für Effekten an der Wiener Börse fein Geld zu placieren. ES wären dies Utopien, vor denen nicht genug gewarnt werden kann. Daß aber die Wiener Börse sich aus eigenem aufraffen könnte, um durch einen festen Impuls eine kräftige Aufwärtsbcwegung zu erreichen, ist ausgeschlossen. SS fehlen ihre einfach die Mittel hierzu. Der Großteil der Börsenbesucher ist zufrieden, wenn e, seine Engagements, die er am Anfang der Woche eingegangen ist, zu Wochenende realisieren kann, damit er nW gezwungen ist, den Reportlredit für feine Geschäfte in Anspruch zu nehmen. Denn er verfügt nicht einmal über die Mittel, um die entsprechende Unterlage für diese Kredite zur Verfügung zu stellen. DaS Publikum ist alles eher denn kauflustig. Es ist in den früheren Jahren oft genug durch die mannigfachen Emissionen, durch schlechte Beratung, durch Mißachtung seiner Rechte als Aktionär irregeführt worden, als daß eS sich jetzt wieder zu größeren Käufen entschließen könnte. Da muß sich die Börse eine gewisse Bewährungsfrist auferlegen, innerhalb welcher sie das Publikum überzeugen kann, daß die vorjährigen Methoden nicht mehr gang und gäbe.sind. Vielleicht wird dieses dann wieder den Weg zur Börse finden. Ein solcher Genesungsprozeß benötigt Zeit und wieder Zeit. Von einem Tag auf den anderen kann die Rekonvaleszenz nicht eintreten. Es ist möglich, daß di« Wendung auf dem Prager Platze, welche durch die erfolgreichen amerikanischen Kredit- Verhandlungen dort verursacht wurde, auch ihre Rückwirkung auf Wien üben wird, sie kann sich aber nur auf «in beschränktes Gebiet beschränken. Prag hat nur selten den Versauf der Wiener Börse entschieden beeinflußt. Es konnte nur dann aus Erfolg rechnen, wenn auch in Wien gewisse Energien gebunden, doch zur Entfaltung reif wäre... Heut« ist von solchen Energien nichts zu merken. Sollen etwa die Goldbilanzen eine solchen Antrieb bilden, die vielmehr geeignet sind,.wenn,nicht scharfe Kautelen gegen die Beschneidung der Rechte des KletnaktionarS geschaffen Werden, wieder einen schweren Aderlaß für den Aktienbesitzer zu bedeuten. Die Erfahrungen in Deutschland haben gezeigt, daß hier der Pessimismus volle Berechtigung hat. Es ist schwer zu glauben, daß sich die Majoritätsbesitzer, ob sie nun in einem Syndikat oder in einer Großbank sitzen, tatsächlich zur vollen Würdigung der Rechte des außenstehenden Aktienbesitzers entschließen werden. An ihren Werken sollen sie erkannt werden. Wenn sie tatsächlich ihre Umwertung unter Wahrung der Rechte der Aktionäre objektiv vornehmen werden, dann werden'sie.bielleicht das Vertrauen wiedergewinnen. Solange sie bicä, aber nicht durch die Tat beweisen, ist jeder Pessimismus am Platze. Dr. Michael Suff an. Ausländische Kotierung der Ocsterrcichlschen Nationalbank. Aktien. Der Präsident der NatinM«! Dr. Reisch ist nach feinem Londoner AnftmühÄt für einige Zeit nach Paris gereist. Wie wir erfahren, ist der. Zweck dieser Reise, abgesehen von den DerhaM-lmgen über die Hevaibsetzung. der Diskontrate, die Ko.rievu.rvg der Oosterroichischen NatioeiaGank-Miien an der Pariser und Londoner Börse dmchzu,führen. Dies Sonnte früher infolge der noch .wwgeklärten Lage der östevreichffchen VerhAtmsse ivicht durchgeHührt werden. Jetzt aber, »vo die Währung durch die Maßnahmen der NatimEbänk DbWevt wird, dürste Rest Durchsühru>n.g «leichter vor sich gehen. - Der Privatverkehr und Geldmarkt. Im gestrigen Privmverkoh'r von Geschäft zu Geschäft zeigte sich weiter lebhaftes Interesse für böhmische Werte. In «den Fällen, wo Abschlüsse' zustande kanren, «bliöben die vovgestMgen SchlnPu-rise -uinvorändert. Poldi, Skoda.iumd Ncstomihor Zucker standen m Nachfvage, — Trotz des reichlichen Geldaabotes Meb-der in den «letzten Tagen erhöhte Goldsatz unverändert. Die Nachfrage war infolge' dar schwachen Börsen gering. Mmimts-gölid wurde zu 1b bis 17 Prozent aGgriboten. Der Zinssatz «für Wochengeld bkidb bei' drei Achtal Prozent nWvevöndort. Kommerzialrat Zirner und das österreichische Modege. werbe. Don einem österreichischen Kaufmann wird uns geschrieben: Mrt «dem Dahinscheiiden des Chess des Hauses Zwieback, deS Kommerzialrates Alexander Zirner, hat nicht mrr das weltberühmte Wiener Modenhaus Zwitzback, sondern auch das Modengsivevbe und «der Modenwarenexpori ^Österreichs einen schweren, schier unersetzlichen Verlust erlitten. War es doch Kommerzialrat Zirner, «der gerade nach -dom Kriege *dnrch «seine ungeheure Tatkraft, seine kaufmännische Tüchtigkeit und feine rastlose Energie «dem österreichischen Modemexport wieder den Wag in «das Ausland g.-obnet hat. Selten hat es ein Kaufmann so gut verstanden, sich dom Geschmack und -den De-dürf» nisien deS Auslandes so anzupassen und mit dem Ausländer, so geschickt und «dabei doch so vornehm zu verhandeln, wie Kommerzialrat Zirner. Wenn heute die Mark« Zwicdack internationalen Rus als StanidardmarHe der Mode genießt, -ist eS nicht zu-m geringsten d«8 Verdienst dieses leider allzu früh verschiedenen österreichischen KanfmannuS. Daboi muß ihm aber auch daS gesamte österreichische Modegewer.be ein dankbares And.'nken 'bewahren, da Hm durch die kaufmännische Pioniertätvgkeit Alexander Zirners «der Weg ins Ausländ ermöglicht wurde. Jeder österroichische -Kaufmann, der im AnÄand mit den Abnehmern des österreichischen ModegswerbcS zu tun hatte, halst Geiegeicheit, aus dem Munde kompetenter Fachleute daS uneingeschränkte Lob des Kommerzienrates -und der Firma Zwieback, seine Kulanz und sein jederzeit streng solides Gebaren zu hören. Niemand bedauert rnehr feinen Heimgang als M österreichische Modcgewevbe. Mkenee V--V mmm SCHOTT S COMIH O., m. b. H. III. Heumarkt 9 Telephon 18-79 WSTTe i 1 za h!ungtn1M I Die Nachwahlen an der Wiener Börse. SamStag fand eine vom Wiener Börsenverein embcrufene PlenaNiersammlung statt, in welcher Vizepräsident Borstnrat Steinhübl über die bish.-r vergeblichen BemtWngen des K-ammerpräsidiüms we.g:n Äbschasfung der Goldäbgabe Bericht erstattete. Alts Grund eines einstimmig gesoßten Borstands>b,"schlusses des Wiener Böri'envereins erklärte Vörsenvqt Ernst. Straß er,, bei den am-17. d. statlfmdenden Nachwahlen in.die Börsenkam« mer -neuerlich kandidberen zu wollen. Die Kandidatur des Börfenvalcs Str:ßer wurde von fast allen weiteren Rodnern aus «das wärmste unterstützt. Als Äe-Mkandidat des H-'rrn Straßer fttzllte sich.Herr Dezso Spielberger vor. Drr Bankendienst z« Weihnachten. Die Banken werden Mittwoch «den 24. d. geschlossen sein. Für Wechsel Zahlungen ws7d an diesem Tage m te* .Hauptanstalt jeder Bank in 'der , Zeit von 9 bis 11 Uhr vormittags ein Schalter geöffnet sein., S a rnStäg den 27. d. ist normaler Dienst wie an jrdem Sa-mStag. Erdöl A.-G. Am 30. d. findet eine «mßevordeMiche GenevÄvers-a>mm:l.ung dsr GrdA A.-G. statt. Diese GaneraLversammscling hÄ seinen Grund in der Jn^eresiennahme der französischen Gesellschaft an der Erdöl A.-G. und der infolge dieser Fusio.nievung vevbundcm,:n Neuwahl von BerwLlbtMgsräten nn«d von Sta-tzrtenä-ndevNTM.n. Trisailer A>G. Am 89. d. findet eine ÄrßerordeMiche Gsnet7cilveri'a,'nim«l>!ing der TrMIer A.-G. statt, in «der die Erhöhung des Nominales der Aktien aus 20o Dinar beschlossen werden soll. Schlesische Eskomptebank. Am 29. d. findet eine außerovden-t'li-che GoneralvevsammÄmg der Schlesischen Eskvmpte- 'bcmk (Brel'ih) statt, m der die Hohe des Mienikaprtals in Zloty fksigelegt werden soll. ' Insolvenzen. Das AuWeichsverycihren wunde eröffnet Äbsr die Trieur- und Ma-fch'inenfab-rr5 G. m. b. H.,/ GwnwoldÄirchen umd Wien. 9. Baz.. Nußdovstrstraße 69. 591-ciöt; 10o Prozent. ~ U6ber Ing. Echte Andres) Gtzörfsy, Ha-ndesl mit techntschn und ole-ktvotechnischrn B-edavsSartikeltt, 1. Bez., W'säbat-hstvaße 9. UebevschnM-ng 159 Millionen. Relchsmarkzahlvng durch die Nationalbank. Die Ocsterreichische^Nationälbank t-citt mit, daß alb Montag 'den 15. d. bei ihrer Münz- und ValateMsse in Wien und bei ihreu Zw^ganMten auch' ans -Reichsmark" lcrütervde'Frachtenzadlnnasbestäti-Mwgen erhältlrch sind, welche von den Ba-Hnkassm der Bun- «dcSbahUn sowie von den Schiissstätionskassen -der Donan- DampfschiffahrtSgesellschast zur BazqWng von Frachten entgegcno'inmen werden. , . . . ,V : Erledigung der Kriegsanlekhefrage in der Tkch:cho-Slo» wakei. Aus Prag wird gemeldet: Nach den Blättern wird in den nächsten Tagen die Durchsührunasvcrördnung zum Krieasanleiheges-etz erscheinen. Sie enthält rm wesentlichen keine neuen Bestilnmnngen. Sie setzt unter, anderem die An'.ueldung des Anspruches auf Auswechslung beim kompetenten Steueramt fest, fordert den Nachweis der StaatsM.chöri'gl.'i' und des-Aufen'thalt-cs in der Republik und eine schristbiche eidlich.- Erklärung über lden eigenen Vermögens- und Krieasanleihebeiitz. DaS Privatkapital in der russischen Industrie. Aus Moskau wird gemeldet: Nach Mtteriuugen der Leiter der HHercn Wirtschaftsämter halten diese ein; iebhafiere Beteiligung fcc§; inländisären PrivaÄaplwlS ivn Znneilh.Tiwel für möglich als es 'bisher der Fall w'.r. Ter staatlichen Indnstri: solleir größere Möglichkeiten und Rechte mit Absatz ihrer st einenden-Produktion durch Vermittlung des PvSrmtkcrp'tals gewährt werden. Hierbei wird aus die immer mehr steige: de Kaufkraft der Bauernschaft, di« nnvollkomm-rne BefviMa.'twg dieser t)'ach*ra?,'r durch den staatlichen und den Genossenschaftshandel trotz deren Wort gidicchenen Ausbau und aus die steigende, industrielle Tr-- zengung. die eine rasche Abwicklung des Absatzes der Markte infolge der ivachftr-den Bedürfnis^ «der JMtstrie an Berrie-bsk-apital erfordere, verwiesen. Sequestration russischen Kapitals in Frankreich. Ans Paris wird gemeldet: Auf B:rlan-T7n des InstiMntsters wurde kürzlich das in Frawlreich bvfi-ndlrche Vermögen rnssischer Aktiengesellschaften, insibefondere rnss-ischcr Bankert, die ihren Sitz in Moskau -haben und in Frankreich Filialen unterhalten, unter Sequester gestfüt, nachdem dieseAst Maßnahme gegen das rnsstsche Staatsrigent-mn in Frankreich bereits einige Tag-e noch der Arrevkennuing der 'Sowpetregrorung «durch Frankreich' erfolgt war. Zum Sequost-ervertvalter wurde Jcmdin ernannt. Ue-ö'cr die Gri'm«de für dios-e Mas nähme wird in amtlichen Kreisen erklärt, man habe befürchten müssen, daß bk Sowieiregierung nach ihrer Ancvkentmng -durch di-e französische Regiertntg sich für ber"cht-!gt halten würde, den mlssi-schen St-äa-tsbesitz in ldr-ankreich für sich zu fordern. B:i den unter Sequester gestellten Än Banken handelt es sich tmt die Russisch-asiatische Bank. jsische Bank für Außenbandes, die Im'ernationale Bank ki Petersburg, «bi« llni>on«bank in Moskau und die Russische Bank für Industrie und Handel. ■ Frankfurter Frühjahrsmesse 1925. Die 12. Fronksttrter Mesic sirvdct nicht, wie mrsprüttglich geplant, Ende März, sondern, eimm allgemeinen Wunsche euispr.-cheud, getrennt als Technische Messe vom 17. bis 22. April 1925 und als Allgemeine Messe voin 19. bis 22. April 1825 statt. Die Wkerrer Geschäftsstelle drs Frankfurter Messeamtes befindet sich seit kurzen: Wien, 8. B-z., PerMingasje 1. Tel. 18-1-17. Sie SetJiftnfurfe. Zürich, 13. Dezember. ($et>ifenlutfe von 12. Mir. Vor der Cciuveizeriichen Kreditanstalt mitqeteilte Mittelturse.) Berlü pro vkllion 1.8299 <1?>290>, .fwllaud 208.89 (208.50-. Rew-Aoi 516.75 «516.89- London 24.23 iL4.24-. Pari- 27.63 (27.55 Mailand 22.85 (82.28), Brüfsel' 25.40 (25.85-, Äovenbaae 99.75 (69.95). Stockbolm 189.40 (189.25-, vbriMonia 77.9 (78.80). Madrid 72.8» (72.25), Bueuos Aires 198.- (198.- Prag 15.57»/, (15.57'/,), Budapest- 0.0970 f0.no70i’ß), Biikare 2.58 (2.62 7a-, Belg mV 7.75 (7.75), Sofia 8.75 (8.75) Warfcha 99 50 (09.-^, Wie» 0.007280 (0,007270). Lakschan» 13.Dezember (Tevileu.) Berlin-..- 5t«-,- London 24.27 bi? 24.51, Aetv-S-'ork 5.16'DiS 5.21. Prag 16.63 bi 15.77, Wien 7.29 bis 7.36. . 1(1. DezeMer 1921 Selle 18 n ksm»cn»*nfv«» i'»iiiW«< wm1 >tmii 2ns heutige Sirsrtprogrumm. Fuskball. Hakoah gegen Admira (Venesiz Hunters), 2 Uhr, Hakoah« Platz, Schiedsrichter Schebek. Lienna gegen Rapid (Meisterschaft), 2 Uhr, Hohe Wartls Schiedsrichter Werner. Amateure gegen Wacker (Meisterschaft), 2 Uhr, Amateur» Platz, Schiedsrichter Paul. Svori klub gegen Slovan (Meisterschaft), 2 Uhr,^ Sportklub« Platz, Schiedsrichter Preßler. Schwimmen. ZnternationaleS Meeting des I. 2 Jörgerbad. . A. S. E.. */»7 Uhr. Alpenvere^n und Arierparagraph. Heute Abstimmung über den Ausschluß von ^Do«auland'7 Heute gelangt in der hiezu einberufenen außerordentlichen Generalversammlung de§ Deut, schon und Oesterreichischen Alpenvereins in München der Antrag auf zwangsweise Ausschei« düng der Sektion „Donanland" zur Abstnmuung. (Siehe auch Tagesbericht.) Der Antrag hat folgende Vorgeschichte: ... Im Jahre 1931 ist in der Sektion „Austrra" in Wien beantragt worden, den Arierparagraphen emzufuhren. Die Sektionsversammlung hat das abgelchnt, trotzdem hat der Vorstand praktisch, entgegen dem. Sektionsbeschluß, den. Arierparagraphen angewandt. Daraufhin smd Mitglieder des Alpenvereins aus der Sektion „Austria", auSgeschieden rmd haben eine neue Sektion gebildet, die als „Donauland" eine hervorragende alpine Tätigkeit entwickelt hat. Von allen Seiten ist anerkannt worden, daß an dieser alpinen Tätigkeit der Sektion „Donanland" nicht das geringste auszusetzcn ist. Trotzdem ist die Frage des Arier« Paragraphen von der „Austria" mit besonderer Spitze gegen „Donanland" aufgeworfen worden. Bei den Hauptversammlungen des Alpenvereius har man sich auf Grund der Anträge.. der völkisch eingestellten Sektionen mit der Frage befaßt, hat nit Jahre 1922 mit 64 Prozent der Stimmen dre Einführung abgelehnt, hat im" Jahre 1923 das gleiche mit' „2)onauranv unu.iuiuw^u wwn ,«.v«^»- lig au§tritt, andererseits aber die völkischen Antra g st e l l e r sich verpflichten sollten, acht Jahre lang de» Arierparagraphen nicht wieder auf das Programm zu bringen. Die „Austria" und ihre Gesinnungsgenossen haben sich Arierparagraph nicht von einer mweren Sektion von neuem in die Debatte geworfen, werden dürfe. Die Generalversammlung in Rosenheml beschloß im Juli die Aufforderung zum freiwilligen Anstritt an „Donauland" mit 1547 gegen 119 Stimmen bei 72 Enthaltungen. „Donauland" bat a b g e l e b n t. Die S e k 1 i o n B e r l i n hat kürzlich folgenden Bieschlutz gefaßt: „Die Sektion Berlin erkennt kerne statutenmäßigen Gründe an, die dem Gesanüverein das Recht geben, den Ausschluß der. Sektion Donanland" zu vollziehen. Sie sicht in dem Ausschluß der Sektion „Donanland" eine, erhebliche Schwächung des Gesamtvereines, wenn nicht seinen' gänzlichen Auseinaudersall. Die Sektion Berlin behält sich im Falle des Ausschlusses von „Donanland" alle weiteren Maßnabmen hinsichtlich ihres Verhältnisses zum Gesamtverern vor." Admira-—W. A. <?. 6:0 <2:N). Der Teamlandidat Puschner versagt. Abmira: Franzl; Bozi. Jonda: Schnmibelt, Führkrttger, Wostrak; Fia-'a, Schiorl. Klima. Runge, Siegol. W A C.: Frieds; Dech.'r, tzeikenwAläer; Schneider, - H^deh; Wallner, Dürschmidt, Kozeluh, Zwolensky,- Brezmy - Ait W. A. C. mußte gestern auf seinem eigenen Platze im Proter von der horten Admira-Man-nschaft eine ebenso überraschende als unevvartethohe Niederlage einstecken. Die Pratermannschast bereitete den 19.909 Zuschauern, di-e in Er« Wartung eines interessanten Kampfes gekommen waren, eine arge Enttänschnng. Trotz :r guten Leistungen A^miras in «der letzten Zeit würde der W. A. C. als Favorit für dieses Treffen betrachtet, um so mehr, als er bestreibt' sein mußte die Pmckte'-a.hl der führenden Hakoah zu erreichen und sie durch eine größere Anzahl von Siegen zu überholen. Die Mon.rschast jedoch versagte in allen ihren Tellen bis auf den Ersatzmann Brezä-ny; der.für die Auswahlmannschaft namtnre-rte Pnsch» ner fi-ol total um. was dem Dundcskapitän MeiSl nene Sorgen «bereiten dürfte?«ch der viel gerühmte ZwolmSkv enttäuschte getvaltig i'ct nur durch rohes Spwl auf Der Sieg der Admira ist umso bemerkenswerter» als si; 25 Minuten der ersten Hal-lneit infolge einer Ber.'etznnq JandaS nur mit zehn Mann spielen mußte. Die Fl-oridsdorfer lieferten ihr gaivohnt schnelles ranmgreifendes Spiel. In ausgezeichneter' Verfassung zeigte sich der gesamte Angriff, in dem Kl'"'a, Schier! und Frala dominierten. Admira hat sich durch diesen Sieg mit - zwölf Punkten vorläufig an zweiter Stell« hinter Hakoah placiert. Bereits m der 9. Minute ist Klima nach einem Sololauf Fialas erfolgreich. In der L9. Minute wird Jan-da verletzt und verläßt bis zur Pause das Feld. In der 39 Minute erzielt Runge nach einem Korner das ziveite Tor. Bei dauernder ll-ebe/iegenbei-t Gdmöras es >i-n die Pa-n'e. Die 13. Minute der Meiten Halbzeit bringt der Admira wieder ein Tor. Schnaubelt hatte «inen von Zwolensky verschuldeten Elfmeter verwandelt. In der 23. Minute skort Fia^g, an der uatätig zu sch Menden W. A. D-Verteidigung vorbei. In der 33 Minute bringt ein Vrachlschuß Schierls das lninte Tor, der auch eine Minute später daS Endresultat herstellt. Das Spiel wurde.vom Schiedsrichter Braun im allgeureinen in fairem Ziahmen gehalten. Schwke.igkcike« Für die Spanienreise unseres Teams, Ter Spanienrcise der österreichischen An§wahln«annschast, die morgen nachts beginnen soll, werden , seitens der spanischen Gesandtschaft große Schwierigkeiten cntgcgengestellt. Jetzt ist eine neue Schikane dazrkgekomnwn. Morgen früh sollen sich alle Rcisetcilnebmer in der Gesandtschaft vorstellen, was durch die Kürze der Zeit sehr erschwert ist. Direktor Hugo Schwarz wird die Intervention des Außenministers Dr. Mataja in Anspruch nehmen. An Stelle Cnttis wird Wondrak die Steife mitmachen.