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Wiener Morgenzeitung · 1924-12-13 · Heft 2089 (13.12.1924) · p. Seite 7

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 2089 (13.12.1924)
Date
1924-12-13
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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Nr. 8088 «men, wütet«# iw. ■&c$ctnvtt iiTZ’i Sette T Krschiint jeden Samstag Erscheint jeden Samstag Das Radioauae. Will wollen ein Märchen erzählen. Es tvar einmal ein Mensch, der hatte ein drittes Auge uckten auf dem Kopfe und wenn er leine natürliclM Au^n jtftloft, da sah er mir dein Dtirrmuge die Welt der elektrischen Wellen. Cr war oben ein moderner Radiomensch. Ein wunderbares, neues Land tot .sich vor ihm awf, ein Land, so ga>n>z verschieden von unserem Dasein. und doch ein8' mir ihm. Denn alles Wesen ist Schein. Hoch über ihm sah er li« Sonne sichen. Sie schätz Strahlen aus bk Erde herab, ganz andere, als sie der Zauber d-s Lichts enthüllte; mächÄg. kräs- Ha und in nOerlMten n.-uen Fachen.schimmernd. Und doch mar der Himmel wie eine leuchtende, schwere Kuphsl über ihm. Denn dort oben $<«& es unerdlich dmme Schichten, die alle- Strahlelche a>bhleiten und Aurückwarfen. Von allen Seiton zitierten Farben daher, Regembög % die enistan»d:n und schtvanden, Blitze und Nardlicht>er. Und ein eigenes Äouchten ging wm Nortzen aus,' spielte um alles Eisen und verlor sich gegen Tilden: der Magneki sm u S. Und wie sah die Erde ans! Das HauS, in der« er wohnte, r>ar unwirklich geworden. Wände ans klarer GalV.rte umgaben ihn. Stühle and Tische waren ans Glas, deutlich schimmevikn die 3%:| und Sckra>loben ans Metall durch. Dort, wo früher Drähte in den Wänden gezogen waren, sah er breit« Bänder schwarz schimmern. Alles Metall, all-es. was elektrisch leitfährz >st, war unnatürlich aMeschtoollen und kohlmbenschwav|. Ältwr waren urvdilrchsich'i^e Wände geworden, icideS Sieb sah rns wie ein schwarzes Blech. Und di« Menschen! Ihre Kleider waren verschwunden. Sein Radioauge blickte durch sie hin- .Nrrch. Er sah nur, wo sie ihren Schlüsselbund, ihr Metall- M> tmgen. Und bk Menschen selbst waren dumkolgrane Zchomen geworden, verschieden H.N in ihren Tönungen. DaS Auto auf -der Straße: ein gläserner Kasten aus schwarz-.wr Thassis. Schrecklich, wie die Insassen seinen Blicken preis» ^ben waren. Ebenso wie dir Bewohner der Häuser! Durch Pi« Wände ging sein Blick, wie durch Glas. Erst als es plötzlich ,)u wcmen begann, da fwl schwarze Btrie vom Himmel. Das Wasser war schwarz. Sein Blick war vorhin lief in die Evde gkidrungen- Er hatte Wasserleitungen, .Kcrbel und Gasrohr« erblickt, hatte sogar Erze durch ten gallertartig schlier.^« Goden durchschimmern getschm. Kun, als das Ratz niedervieselte.- sah er. wie di« Wege sich immer dunkler belegten, wie schwarze, rieselnde Wasserbäche dahin tosti'n. wie die schwarzen Tropfen alles, mit ihrem Tintenklerde umhüllten. Er Mg /durch die Straßen der Stadt. Durch die durch» «chtigen Mauern hindurch aewohrt« er hoch -über einem Dach!in riesiges, bleudendes Licht: di« Antenne einer Radiosendi'- inlag.'. ' Ihr Licht hatte ein« klare, ausgesprochen« Farbe, kirch-rang die ganze Stadt u-nd verlor sich in der Ferne. Bon allen Scitan leuchteten solche Fanal«, toher von weit, weit her, Ms in anderem Licht. Dies waren die' fremden RadiosvM.^. lind überall fluoreszierten schwach leuchtende Drähto, die LnrpfangSrnlagen der Amateure. W-l« diese vor ihren Ahpara» ten saßen und an den Knöpfen drehttn. da änderten die Antennen ihre mattleuchtende Farbe; es war, a>lS ab sie sich mt Lichte der verschiedenfarbigen Sender spiegeln würden. Doch als er sein Radioauge schloß und seine Menschenark-gen öffnete, da war die Welt so wie zuvor. Und so Mrden aiilch wer stehen, wenn wir das Reich der eWtrischen Wellen schauen könnten. Jenes Reich, dessen Wlm'der-nns unser Radio-apparak Erschließt. Zng. P. B e l l a k. RADIOWERK E. SCHRACK WIEN, XVIII. SCHÜMANNGASSE Ni. 31 Audionröhren Lange Lebensdauer, erslklass. Entgasung, beste Vers Srküng StromsporentSe Spezialtypen “mT£h Hochwertige Empfangsgeräte wri Lizenz: TELEFUNKEN // Patente: SCHRACK OTTO SOMMER A. <3. WiEN, VII. RICHTERGASSE Nr. 12 Präzisions-Radio- Apparate und Einzelteile Telefunkenbauerlaubnis Letektore». Heute weiß -jedes Kind, was M Detektor ist Er Echt aus einer Kombinat ihn zwei« Kristalle ober ein«- Kristalls mit einer Metollspitz«, welche die ans de>m Aether ausgktängenen Mirischen EchwiiMn-gen in Gleichstrom verwandelt, d> r im Telephon des <^npfanasa-ppcrvak8 hörbar wird. Früher wurde' fast ausschließlich. Bldiglantz .gegen vin« Silberspitze benützt. Auch hsute wird dieses Mineral sehr häufig Qtrvnttn* bet, da cS fchrlcmistart .ist. Doch.Wirb, es unter dem Ein-, flntz der «lektrvschm Wellen' schnell zerstört, so daß ander« Kombinationen LinpfahleirsMi-tsr scheinen. Häufig )vcib:n künstliche oder - künstlich verbessert« natürliche W''iglanzkrista1se w _.... gegen _... ____ . .. . ... erfordert jedoch erneu' Anschluß an eine elektrische Batterie, oie einen Hilfsstrom liefert. Aus diesom Gründe ist dies« Detektortombinatwu zb.mlich selten zu finden. Auch Tellur und Silizium wevdrn «nrp'ohlen. doch rst darauvs zu achten, daß letzteveS Mcht. explodiert. Besonders botvöhrt, weil lautstark und bei guter einmaliger Einftellun>ti von mono erlanger Empfindlichkeit, evw-Sist sich das seltene. Rot-Merz. welches eine Feingoldspitze, Kupferkies oder Tellur gestellt wird. Immer «st dara-us zu achten, die, DetiZtormmerale sehr sauber und seilfrei zu halten, s« nicht mit der Hand zu berühren. Dockten sie durch Berührung' schacht vmpfanaen,. so müssen sie m»t Schw^felaMr gersiniat werden. tDen,;in ist.für diesen Zweck, weim auch häufig empM)leu,. sehr oft unperwenhhar. Bon Wickf,. t'igkeit ist es, 'den Druck der 'fyibcn' Detektormimrale _ einander gering zu halten, da stärkerer Druck häufig die Detektonwirkung verringert oder erlöschen läßt. ESNROHRENARPARATE für ln* und Auslands empfang sowie sämtliches Radiozubehör Gesellschaft ffrr Elektrotechnik 5wo INO. KOPPL, ECLUÖ & Co. Wien, VI. Haydngasse 3. Telephon 44*32 Radioprogramm für heute: S Uhr früh: Marktberichte. 11 bi« 1 Ubrr Matinee Gilvingt - I Mr b Min.: Uraniazeit. - 1 Uhr 20 Min.r Wetterbericht.. — '/,4 Uhr: Wiener Börse. — 4 Uhrr Nachrichtendienst. — 4 Uhr 10 Min. bis 6 Uhr: Ernst-heiterer Nachmittag (CilvInF) — Vj? Uhr: FortunntüS, ein deutfcheS BollSbuch. Vortrag: Dr. Kindermann. Mozart: Ouvertüre zu »Entführung aus dem Serail. FortnnätuS: Gesprochen von Fra« Anna Kainz-Schrötter. Mozart: Türkischer Marsch. — 8 Uhr: Konzrrtabend. 1. GesaugSvortröae der Opernläugerin veita Äiunna; 2. KlaviervortrSge der Konzertvianistiu Angela Engtl- Weschler; 3. GesängSvortrSge des Kammersängers Ludwig; 4. Ge? langSvorträ-e der.OpErnsLngeriu Befall«; b..Duett Kammersänger Ludwig-Frau Besalla. — AL 7*10 Uhr: Heitere ALendmustk (Kapelle Eisenprobst). I Zlttach«' ÄkllnaÄte» 9 seschenk: SOM HINERWA RADIOAPPARATE Lautsprecher I-UMivIfS und GOUmOüt WIEN, I. OPERNRING 8 ' tots Idealst » stz rhvacht^ Wund r KNUIV Sensation Sh« scharet«« MkumMat«. ahne skpaiaie «nsdchdattene, Sh«e Hochtmt»««,, fabelhaft laut, kl<mg»in, schb». ünveiwüstitch. rragbar Broadcasting Volksapparat Broadcasting Radio-Gesellschaft, Wien 4. *e»* **«M^«**m*m : b. « ifiM«mt»ni«n M3? an lLMMMPKMÄ ist Lle ^ele des LrlshisosppsckLtsd LLVUm ckemvenäei. MAOICUS KKTSTAUC Zu haben In allen Radiogeschäften! ACHTUNG!l; QuaiiCita Kopfhörer, Ia-Fabrikate L-i Dctektor-Appnrale and I*-De »ktoren mit DonpelMeln Banans eckcr, «Sensen und Klemmen, Hochfein vernickelt Händler erhalten hoh« Rabatte! Engros Rad o-Hochfrequens En detail Dietrich. Gattinger ft Co. Wiens VIII. Stroxxigassa Nr. 2 Ecke Lerchenfelderstrajse Mo mrnmmrmmp* ..... LUDWIG FRISCH» Radio-Geräte-Verk.-Ges. Wien XUl. Detoilonkonf hei R. iimn Md. Hüller) Wien. I. Graben 30/31 St47 in allen P r e i a 1 ag e u lSmtlllbe Bestandteile n ' Täglich Vorführung iiji Radiosalon der „Wiener §3 Morgenzeitung" Snßball. Das morgig« B«n«fi,spiel Hakoah—»tmrira. Hunter wirft mit. Der erfobflreiche Haikoah-Tvainer Hunter voolLtzt m kurzem endM^to Mon, um sich m ftme engMche Hemrat zu bcgsbrn. Ihn FvuHphr dürfte er eine Tvainevstelle in Konft ast tutoi|m «mbreton, wo er schon im hewriasn FMsommer die olhinpische Mannschaft der Düvkm Vovbeveitet bat. In mm m fernen 'Gunsten veronstofiteben BenchMiÄ gegen Mimva wi'Ä ix sich morgen als Zentersturmer der Haikocch-Mannschaft seinen Wwnor Frsllnden zeigm und W pon fhwn. verabschieden. Ms Gegner wurde die tochtvge AdNttra-MMm>scha.ft «uSwwahbt, vor der sich die Hakoch »m letzten MechenschaftSshiÄe «ach einem imMMchon Ge- Mte deWen mußten Beide Monm<scha>ften haben iseitdsm eme Reche schöner Erfolge erzM. Admiva komrte evst jüngst die Amateure überru.mvÄn imd Ho.foah hat sich bis «m die Spitze emporgeardeitet. D« Mau-Weißivn weichen aller daran sehen, nm <m den Florbdsdorfem, denen allendmqs das heutige schwere Sp:Ä gegen den W. A. E. vn den Gliedern timn buchte, Revanche m nahmen. .Hakoch -tritt mti folgender Mannschaft an:' Dar; Wogner. Pollak; Fried. Guttzmamn. Heß; NeusÄd. Häusler, Huintor, Eqerchoser. Kak. SchndSricht« Schvbeck. DaS WettjyieL deginm-t mx 2 Uhr awf dem Halkrah-Hatz, vorher spielen zwei kombinierte Mmnischgsiten der hei'lden' Bevern« gegrue'vlMrde-rj wobei die Ha>koch Agende Aufftellu-ng <ms° weipen wird: Beer;.Scheuer, BogcWnger; Kraus. GrünsM, Deutsch; Ledeirschuß, Schwanz. SludSky. GnünwÄd, Weiß. ' . I I « HEute JB. IU E.--Admira-Mristerschast. SchiüdSricht« Bramm. W. A. C-Platz, 2 Uhr. Hatadur—Adirim 1:0. Hakcwur mit Ersatzleuten. Der I. A. E..veranstartet holte Sam8tag-um 8 Uhr abends m den Olvmpia--PmMa!on d:S L. W., 1. Ben., Ratyasse 5, seine dieLjährige Aademie mit Tanz. Schwimmen. Die Hakoah beim Brünner Gchwimmfest. Di« HaSoah hat beim letzten Schwimnchest deS Brünnee DunlveremeS. dessen Ergebnisse wir bereits gebracht haben, sehr gut ahgeschnitten. Die kleine Expedition der Hakoaih-Schwrmmer konnte sechs er st«, drei zweite und drei dritte Preise einheimsen. Am ersten Ta« wurde Hvdi Bienenfeld im 210-Meter-Gruslischwi.mmen hinter Fräulein Fuchs dom W. A. C. Zweite, was aber auf die irregulär« Beschaffenheit der Schwimmbahn zurück^uDhren ist Denn di« Zeit deS M. Fuchs ist wicht besonders; hat doch Frl. Brenenseld echt neulich über diese Strecke in Wien den Rekord gchchcMen. Schvu am Merten So« konnte sie über di« kurze 62,5*Meter^trecke ihre Gegnerin M. Fuchs um drei Sekunden hinter sich lassen. Die dabei geschaffene Zeit von 46 SeSunden wäre Rekordtmüpo. Großen Beifall ernteten die Iugendlschwimmer der Hakoah für chr« Leistungen. Die Zeit Lichten stein 8, der rin 166-Meter-Gchwimmen Dritter würde, ist nur um zwei AchnteWrmden schlechter als di« des Siegers, -es österreichrschen Rekordmannes Staudinger. Uober 52L Meter tmtt&e Lichtenstein Dritter, nachdem er von Schrepfer stark behindert worden war. Di« Hakooch wurde in Brünn sehr gut archaenosmnen und namentlich Präsident Huber der Brünner Bar-Kochba übevbot sich in FreuMichkeiten gogsnüber dem jüdischen Verein. Er war voll des Lobes über die Fortschritte der Hakoah- Schwimmer, die er zum letzten Mal« vor zwei Jahren m Brunn gesehen hat. _ Arne Bora schlägt Weitzmiiller. Die Sportsensation am Sonntag war in Stockholm der Zweikampf im 800-Met«r- Schwimmen zwischen Arn-e Bora und dem bisherigen Weltrekoedirchaver Weißmüller, der mit der Aufftellung eines nmen Weltvekovdr durch Avne Borg endete. Anfangs übernahm Weißmüller di« FÄhrung, wuvde aber -bei SW Meter von Arne Borg eingcholt und.bald überholt. Arne Bora behauptete die Führung bis zum Schluß.mrd erzielte folgende Zeiten: 100 Meter: 1:04. 200 Meter: 8:80,5, 400 Meter: 5:01, 500 Meter: 6:19,6. Waißmüller legte die Strecke in 6:24,2 zurück. Aus formalen Gründen ist eö Mei-felhaft, ob die Jett Bovgs als Weltrekord anerkannt wind. Der Kölner S. C. Rhenus muß als der erfolgreichste Schwimmverein Deutschlands m diesem Iah« bezeichnet wer» den, wenn er auch zahlenmäßig nicht so viele Siege errungen hat wie Hellas Magdeburg). Jedoch gibt di« Qualität der Erfolge den Ausschlag. Der Kölner S. C. Poseidon besetzte den dritten Platz. _ Hockey. Der Ne««Sl<mf der Hakm»h-H»ckeym«n«schaft Di« HockeyfeVion d<Ä großen dem, am betztm Smrntog errungenen M Vereines hrt^ mit __ ___ _f> ..... ,ieHe gegon die öster.- «ichische LchrorsportveremiHung" di« so erfolgreiche Herbstfaifon aeschloffkn. Das Fahr 19S4 war Dr die Sektion em. Acht deS AMieaeS und der Triumphe. Dre erste Kampf- Her- .. ... ....... ch w F'rerWdlfchaf'Sspiolen wurden stets nur Siege errungen. Die oi-nziae Niederlage mutzte die Mannschaft im.Gvip-SemMnale gegen den W. A. C. hmmtzmen. D,ch ging dieses Spiel auch nur unter sehr rvnylücklichm N-mstünden verloren, da das «nfc scheidende Tor ist den letzten SÄunden enrielt wurde. Don den Spielern der „Ersten" haben Max, Landeimann, Wald «md Ingenieur E. Nofsia alle Mmpf« mitgemacht. In den meisten Spielen waren Weinwurm, Reumann, Ingenieur A. Nossig, Steiner 3 und Gottlieb, Rosenfeld, Dr. Kurzmann, Lehr, feld, Klimt, Wengraf und Diamant tokig. Don 11 zu vergebendon Puacktw wurden 17 erreicht, was einen Rokorl dtzdvntet, der in sruhsren Fahren nur dem W. A. C. gsliagev konnte. Die Hcckoah erzielte w der Meisterschaft Bi Tore «nt «rhiebt nur 4. Radio-Volksapparat komple t. mit Kopfhörer u. Antennenmot-rial, Type 1 K 300 000 // Type 2 K 420000 solange der V „TECHNICAL orrat reicht! Wien, IX. Porxellang. 14—11 C/^^ 693

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