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Wiener Morgenzeitung · 1924-12-12 · Heft 2088 (12.12.1924) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 2088 (12.12.1924)
Date
1924-12-12
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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Nr. SOS« Men. ffwftafl * Dje >i>shdndl»rnse« mH den Apoihekeraffkstenten. Der x gestern erwartete SMchluß der Verhandlungen mit den pharmazonten ist nicht znstan>de gekommen. Die Vertreter der Apot.l>elenl'esitzer erklärten sich in der gestrigen AnSspr^e be« reit, behiisr Bermciidung eines Streiks blc verlebte Gchcrltstcpfutwntttfi ohne Erhöhung der Arzneitaxen zu gewahren. Dieser Vorschlag fand zwar die Austmtmuna^ der Pharmazeuten, nrcht a>ber die des Bnndssmlnisterr Dr. fssesch, der auf die Wirkungen hiwwieS. die einsolche lAehaltSreginlitzenng ans die Angestellten der BuwdeSapotheken auSüben würde. Die Pharmazeuten haben für heme abends sine PerseMimütNst ein- < berufen, in der sie zu dem Bescheid des Bundss,mmlsterS Doktor Rasch Stellung nehmen und ihre endgültigen Beschlüsse fassen worden. * Brand in Floridsdorf. Mittwoch nachts geriet sin Holz« schuppen de- Gärtners Rudolf Holzhacker in der Leopoldanerftraße aus bisher unbekannter Ursache in Brand. DaS Feuer wurde in kurzer Zelt gelöscht. Der Schaden beträgt etwa 80 Millionen Kronen. * Die Autoraserei. Der kissährige Agent Max Kohn '' wurde gestern auf d.'.m Parkring von einem Auto yiedergestoren. Er erlitt schwere Verletzungen und wurde au* dh Unfallstation gebracht. * Eine gefährliche Verso». Die SSiAhrkge HanSgeMn Marie Steiner aus Eiisenbevgevanrt hat dem Konditor AdoHf Scheuer in GarS «inen Barbetrag von 260 Millionen und Schmuck "gestohlen. Sie ist geflüchtet. * Selbstmord. Der 46jährige Bauunternehmer Sh r owatka har sich gestern aus unbekannter Ursache erschossen. Wiodner Hauptstraße 87, entfernt batten, sind mi 9. d. wieder zurückgekehrt. Sie halten sich zu Fuß bis nach Gdlach durchgeschlagen und wollten dort bei einem Bauer in den Dienst treten. * Rabbinerwahl. Rabbiner Dr. P. Keller in Pozega <S. H. S.) wurde einstirnnriq zum Oberravb'kirer für Baeka- Topola und 6)enleu^ekveiL getväihlt. Herr Dr. P. Keffer ist unter seinem Pseudonym „Maichef" anch schriftstellerisch viel tätig. Demnächst wird auch von ihm das bekannte hebräische Sprachbuch MofeS Rach in secko-kroat sicher UsbevsetzuM erscheinen. * Schändungen siidischer heMger Stätten. Die StaatSvnwosischaft Kassel erklärt gogenüber den Mitteilungen, dvß die Schänder der Synanoae zu Hers seid mrr wegen und Sachöeschadignna angeiklagt sind, folgendes: „Cs ist unrichtig, bah wegen der Beschädigungen und Zerstönin,«« in der Hers- Ifolder Snnagoge ein« Anklage lediglich wegen Unfugs und SachboschÄdignng erhoben worden ist. Vielmehr werden sich die Beteiligten auch wegen Vergehens gegen % 1G6 St.-G.-B. zu verantworten haben. Nach dieser GcsetzesbestiMmmg wird mit Gefängnis bis zu drei Jahren bestraft, wer zu einem zu -religiösen Bersenumlungen bestimmten Orte beschimpfenden Unfug verübt. — Aus Kotvno meldet I. T. A.: In dem Städtchen Ranowe in der Nähe von Wilkomir h.rben litauische Lumpen den jüdischen Frtadhof geschändet. Sie zerstörten die Grabdenkmäler, durchwühlten Md vcrnnremrgten die Gräber. Die jüdische Sejnlfvaktivn hat beschlossen, im Sejm darüber zu rmevyellieren. * Jüdische Abgeordnete im deutsche» Reichstag. Im neuen Reichstag werden folgende Juden sitzen: Der Demokrat Dr. Ludwig Haas, der BoASpartevler Rieimer. die Sö-irlde-> mokraten Hugo Hermann, Dr. Julius Moses, Eduard Bern« stoin, Dr. .Rosenfeld.- Dr.' Paul Levh. Dr. Rudolf HikfevdinA Dr. Hertz und Dr. varchSbergr die Konvlnuuistsn Ruth Fischer» sDr. Rosenberg, Schokem und Katz. * Siebenmal vo« demselben Mau« geschieden, Einen ftigenarbvgen Scheidungsprozeh hat Frau Ledermann auS Holhwood aufgostellt. Sie war mü dem Impresario Ledevmann verbeiratet, der «me so bvutal« Ader h.saß. daß eS sein« besser« Hälft« nicht mehr bei chm auShralt uitfo auf Scheidung klagte. Rach erfolgter Trennung indessen machte der ffvtchiodene Gatt« wieder Annäherungsversuche und legte eine solche R>m« an den Dag. daß Frau Lodermann- Heri weich wurde und zum zweit«» MÄh Ja sagte. Aber die Bcffermng hielt nicht lange an. Die Tragikomödie begann von neuem und wiederholt« sich noch sechsmal. Als die beiden Gemütsmenschen zum siebenten Male vor dem Standesbeamten erschienen, zu rück gl kehren. Ob damit endgültig der Vorhang über dissem merkwürdigen Ehscffück gefallen ist, wird di« Zukunft lchren. * Geographie beim Toast, Kopenhagen«* Blätter melden: N i t t i. der -italienische Staatsmann, besucht« vor krtrWn-Skandinavien. In Kopenhagen, in Stockholm, in Ehrtstvama, Überall wurde «r sehr gefeiert. In Thristiama war er Gast der Stuldemenveve'miflung. Bei dem Diner hielt er ein« Rode, di« er mit dem begeisterten Ruf schloß: „Bive 5a Suade!" Seine Lss5>daiwe zupfte, ihn hastig am strack und Nitti, der natürlich sofort begriff, verbessert« schnell seinen Ruf. noch um eine Nuance bogeifterter: ,Mkve l« Dan«narc!" Ms seine Tischdame ihn von neuem zupfte, wurde er doch etwas bedenklich tmij vorsichtig rief er zum dritten Ma-l>e das mußt« ja auf olle Fälle stimmen: „Bive la Scandinavie!" * Tanzinstitut Hermann Braun, 14. Be;., Reindorfgalle 42. Tel. 83*4*01. (EutgMich.) . Lereine. Sotftüae und Bersammluugeu. Lese- und Rebehalke jüdischer Hochs ch tt l e r. Hebräisch-Kms für Anfänger Diontag und Donnerstag von 7 bis 6 Mir, für Vorgeschrittene Dienstag und Donnerstag von 8 bis 9 Ubr. Neuanmeldungen noch in beschränkter Zahl iin Sekretariat, 9. Bez., Türkenstraße 9. Nadiostrsstramm fLt: lieuler 9llhr fnikir Marktberichte. 11 bis 1 Ubrr Matinee Silvin«. - 1 Uhr 6 Mim; UraniaM — 1 Uhr LO Mn.t Wetterbericht. ^,4 Uhrr Wiener Kurse. — 4 bis 6 Über Unsere Meister ^Kapelle Silvkna>. V*7 Ulir t Borträg Professor Schwaiger: Die^ötener Sendestütio»-. — 8 bis 10 Uhrr Volks- Jeberafcettb. Wiener MoxaemeltunK. 12. Dezember 190*4 Zum Schutze petzen Ansteckungen Bestes Schutz- und Dcs'nfektionsrniuel für Frauen Beseitigt üble Oe* röche Selbe 8 Gegen fiberm&ssigi Schweissbiidung ] Als Zusatz zu! Bädern i Angenehm riechencj Nur in edelgrüneti Originalflaschen; $ßbio• Salon der „Wiener MorgenMuns" r m „H a n s der Dame" Evgon A.-G., 1. Bez., Schüvedrnplatz 1. Vorführung der Wiener Sendung täglich von 11 bis 1 Uhr mittags und von 4 bis 6 Uhr nachmittags. Eintritt frei. Kein Kauigwang. D«rk a « f erstklassiger Radio-Apparate und -Bestandteile. Amtritte aus dem Fudentum. Blumenthal Martha, geb. 22. Jauner 1S88, Wien, 8. Bez.. Schlöstelgasie28. Blnmentbal Lydia, geb. Id.Februar 1918. Wien. 8. Bez.. Schlösselgaffe 18. G e r st m a n » Hermitte, geb. 18. März 1903, 3. Bez., Retmwea 17. G u t tm a n n Oskar, geb. 11. Avril 1880, Tabor. S. Am Heumarkr 17. Lederer Moritz, geb. 18. Dezember 1668, Nachod, Spediteur, 18. Bez., Abt-Karl-Gasse 15. Kämpf Siegfried, geb. 19. März 1884. Bisenr, Nlchdorferstraße-50. Bort stieb er. geb. 13. Februar 1901, Wien, VerkLusertn, 14. Bez.. Pfeiffer-- gasse 6. A 11111 & c i m Mich., geb. 20 Oktober 1895, Wien, 8. Bez.. Taborstraße 52 a. Dr. S ch a r f Bernbard. geb. 11. AvriL 1880, Mareyporeda, Galizien, Zahnarzt. 3. Bez., Ne^linggasse 28. Schul Helene, geb. 22. Okt. 1884, Naab, Privat, 3 Bez.,Rochu8gasse 3. S v t h Alfred, geb. 27. Juni 1865, Brünn, Juwelier. 1. Bez., Fichtegasse 3. Signa Niarqareta, geb. 28. Februar 1894, Bielitz, £ Bez., Mserstraße 26 Weiß Karl. geb. 29. Dezember 1893, Wien, 31. Bez., Stcheckaaise 6. Hoffmann di Baac yhely Marianne, geb. Halpern, geb. 4. Dezember 1898, Smichow. ohne Beschäftigung. 1. Bez.. Urcmiasttaße 2. H i>r s ch Alfred, geb. 1». Juli 1883. Olmütz. Reisender, 8. Bez., Laudongaffe 28. W i l n er Pgpl, geb. 29. Juni 1901, PerchtoldSdorf. 9. Bez., Berggaffe 8. W o l f Emma, grb. 16. Oktober 1900, Wien, Studentin, 8. Bez., Langeaaffe 68. Riest Hilda, geb. Schleißner, geb. 26. November 1900, Wien, 9. Bez., Widerbofergassr 7. K o p st e t n Alexander, geb. 5.. Oktober 1897, Wien, 17. Bez, Kanitzgaffe 20. H eß l e i n Elisabeth, 18. Jänner 1903, Wien, Schneiderin, 6. Bez., Theobaldgaffe 20. Roubiee 5 Siegfried, geb. 4. Sevtember 1890, Wien. Kansmann, 6 Bez., Stumvergasse 28. Stern Margareta,, geb. 15. September 1897, Wien, 2. Bez., Hohngaffe 3. Schwarz Paul Stephan, geb. 13. Juli 1900, Wien. 2. Bez., Praterstraße 16. Deutsch Stephanie, geb. Vyborny, geb. 9. Mai, 1898, Wien, 16. Bez.. Hippaaffe 33. Fischer Bernhard,.geb. 86. Juni 1643, Vokany, Wetnhändler, 4. Bez., Trankenberggaffe S. _ Mhne und Liederabende. Gin Konzert SMm. K u r -' sopdert imimr wieder M, VevMichvn mit dem Theater heraus. DaS „elegante" Pu.M-. bum m AbondNew und Smoking spielt hier öbenso mit wie daS' Prüwatzonnen-L-ächeln der Sängerin und der Glanz ihrer Ge-- schmeide. Wie vor einem Biertelsahrhundert bveitet' sie vor ihre-m StäwmpDblAum di« Juwelen ihres Zievgelanges aus^ die m mrvermuchertem Glanze leuchten. Und möge« auch die Tone mitunter bchutfamer angefaßt werden, der Kurz-Trillec HAt ebenso lange durch wie jemals zuvor. Bon der Staatsoper: Hai auch der Ruhm Berta KiurinaS fernen Ausgang genommen, di« sang- und klanglos daS Kunftinftitur verließ und sich auch im Kortzertfaal immer.seltener Höven läßt, obwchl' sich gerade m der letzten Zeit ihr schwübender Sopran mächtig «mfLltet hat. tadelloser Reine" glanzt er hell und stvah-- lend, mitunter auch kalt wi« ei» funkelndes Nordlicht. Marie Ranzenbe rg, welche früher an der Bollsoper wirkte, soll domnächst in Dayvench die Kundry fi-ngvn, für welche sie elbensowohl die impasante G-ostalt wie die schrille Höhe der Wagnerischen Heldinnen mitbringt. Manche Schwankungen in der Mittellage der evglob^en Stimme taten dem Aedgesang Abdvuch, zumal die Auswahl des Progmuvmes — amslschlieWch Lieder von Wex. Burg stall er, die bald die Sprach« Hugo Wolfs reden, bald übermäßig sentimental anmuten -*• feilte glückliche war. Maria O l s z e w s! a, der Orpheus der Staatsoper, erschüttert auch a-wf dem Podium durch die priesteÄiche Eiudrin-glrchkvit, mit welcher sie ihre satt«, samtweiche Altstimme hanidhM. Nur bisweilen scheint es, als o>b in ihrer Brust neben einer rief empfindenden See'le zwei verschiedene Register wchnten, di« ihren vollen Ausgleich noch nicht gsfundeit haben. Gleich ihr erzielte ihre Rivalin an der Staatsoper, Bella Paalen, einen stürmischen Erfolg. Eine noch immer nicht nach Gebühr geschätzte Künstlevin, di« an sich selbst die höchsten Anfoffdernnaen stellt und im Livd-KSsan-g nicht mr durch den Brustton der UsberMgung, sondern auch durch die Kopftöne einer musterhaften Technik und durch echte Herztöne des GoftrhlL siagrM) besteht. * Während Krau Pgalen uvit der überquellonden Wärm« ihres üppigün Organes den Höver sogleich gefangen nimmt, muß man sich an die Eigenart der berühmten Konzertsängeri^ Juüia Culp-Ginzkey erst allmählich gewöhnen. Die Jahre find an ihrer Stimme nicht spurlos vorübevgegangm. und mehr als je herrscht das Geistige in ihrer Kunst vor, die von Willkür und Mamriertheit nicht frei ist. Di« geistroichQ ssrau, di« mit dem spärlichen Kapital ihrer Stinmne wohl hauszuhalten weiß, kümmert sich wenig um die EiMnart der Koinponisten und der einzelnen Lieder. Sie bringt vielmehr. Temperament, Stimmungen, eigenwillige Dboment- Bitter, freie Analysen und Synchesen, die mit der GefW?" errsgung im einzelnen Liede nur recht lose zusammenhänigen. Kraftvolle Bekenntnisse einer interessanten Künstlerin, die wii khrarn giftigen Fluidum über den Mangel an sinnlicher Ur kraft für Augenblicke hinweMtäuschen vermag. flb. Aus den rheatern. B n r a t b e tt t e r. Morgen, 7 Uhr, „8 u m p c c x vagttbundus". A k a d em t e tb e a t e r. Morgen. V28 lUn-, »um erf e •; Mal«, die drelaktkge Komödie ,$ et Tokaier", von Hans Müller. BolkSover. Heute KtenllS .Kuhreigen" n't Anton Ludwig als Gast. Morgen „G 8 11 e t b 5 nun e t it n o" Sonntag ,D e r D e t t e l st u d e n t". D e u t l ck> e s V o l k s t h e a t e r. Heute 25. An'- Mrung von SdawZ .D i e h e i l i g e I o b a n n a". Neues Wiener Stadttbeater. HeniL V48 Uhr, Uraufführung von „Sanatorium G. n G." von! L»dwlg Stärk und Adolf Eisler. Sonntag, 3 Uhr nackmittags. ,M o r i tz d e r G u t e*. Raimund-Tbeater. In der Erstaufführung von! Frank Wedekinds Mvsterium „Franziska" tritt in völlig! neuartiaen Tanzchören die Tanzaruvve von Eiertrub Bodentviest^- unter der Leitung ibrer Meisterin auf. Die Tanzrolle der Karominkä bat Claire Bauroff übernommen. Earl-Tb eater. Heute, i/iS Uhr. -um ersten Mal',' neu einstudiert, ,DieTtvvmams eil". Sonntag.' 3 lU):: nachmittags, „Die Königinder Nacht". . In der N e n a i s s a n c e b ü h n e wird der französische! Schwank ,Etnqartierunq" (,lle , biliet de löge.; ment') von Antoilh Mars vorbereitet. Komödienhaus (Exl-Bühneh Heute ,U>^ aufführung „Die Probenacht" von Julius Pohl. Richard Romanovskh, einer der hervorragenidsten Cham!-, terkomiker und Menschenaestalter, wirkt gegonwärttg an doni Getzer-Bühnen. Als „Mnstitvga.tte" und als „Mann ohne Mo-' ral" bot . er stanz außerordentliche Leistun-aen, die fsder Kenner!, als Gipfelpunkte der Bühn kunst schätzt. Leider ist es zu «iircr, Disferenz zwischen dem Künstler und Direktor Geyer >\ kommen. Romanovskh weigene sich, diis Hauptrolle in Armin Frrtzdprcmns neuem >Schwank „Susanne im Bade" M über-! nohmen. Das Stück ist uns uwbe'kannt und wir wissen nicht, oty für diese Entschließung RomonovSkys berechtigt knEb?rist!i^ Ginwände maßacibend waren. Die Direktion bat chm den <£ n M lassunstsbrief ins HcmS flöschickr. Es ist m hoffen, doß! die Differenq beioeliwl wird und der Künstler do>n Wwuer Theater erhalten Aekbt. „Gräfin Mariz^, die erfolgreiche Operette Kalman s, orlM« gestern das seltene Jubiläum der 300. Anf'ührmna im Theater an der Wien. Die Qpervtt« soll demnäch't in das Corl°sThea1«r ülbersiedsln. Irr Femsalemer GottesiMerunochrozch. Das Urteil gegen „Doar Hatzom". — Geldstrafen für de» Chefredakteur und den Verfasser des inkriminierten Artikels. Aus Jerusalem meldet I. T. A.: Das Urteil iin Gottes- Wevün.fl-Sprozeß gepen „Dome.Hahom" wurde am 4, d. be-.j kanniaiitieben. Herr B e n - A v i, >der ver-antmoEche N cdaktLlrr' der Zoitiün,g „Doar Hayom" wurde zu einer Geldstrafe von 5 Pfund devurteilt. Der Berfasser des mkriminiertcn Artikels,> Herr Karn.l el. wurde zu 25 P,un>d.Geldstrafe verurtee-It. , Uebcr den Verlaus des Prozesses ist noch zu berichten:' Der öffentliche Ankläger, Herr HatchweN, begründete zu; Docffnn der V-erhaMunlg die Anklage gegen die Herren Ben- Avi uwh Karui-el und hob hervor, daß die im Feuilleton über/ Hans Henls Tauf« enthaltene Anspielung, über „Gottes ©oftn": a^S citte GotteAastevurtg aufgesaß: werden kann. Er führte Kur' Bchn'iwdnny den Artikel 55 des Stvasgesetzes und Artikel 16 des Preßgefetzes an. Der erste Artikel befaßt sich mit Gottes^ lästevung und Hembsetzunh von Propheten und'sieht als böchste Strafe drei Jahre Gesängnis vor; der zweite öezieht sich auf Veröffentlichungen, die geemnet sind. Erb it te r.u n g zwischen vevschiAdenen velistiöien GemoM-ch^ten zu erregen. Der Ankläger forderte eine strenge Destrasung der Angeklagten. Dr..Schmetterling, der als erster zur D?rjeidWmg das Mart evoriff, gaH ein« genaue Analyse deS hebräischen Textes des inkrimimerten Feuilletons und führ e aus, daß^dfir Artikel nichts enthalte, worauf sich ein« Gotteslästerung stützen könnte, da über Christus gar nichts «erwähnt sei. Herr Horace B. Samuel hob herwor. daß Herr Ben- Avi zur Zeit der Berösfentlichnna des Artikels nicht in Palästina war. Das in Frage kommende Fouille'vn wurde von einem Juden für Juden geschrieben. Es kennte aber kei-nesw.'-sZ das ZiA Mv.sen sein, Jwietmcht zwh'ä>en den verschie-d'm'n Gomeirvschästen zu erregen. C f? <3 0 N R, Q. Sb£k<M% fäatr B e ft « h t e u s ie « it »■* r Sonn ta gsi »s erat! mn mm MM .. WlWWM»WM»W,»tWW»M1,sUrNMrrM7WffU-N-^rN1^1E^^'^'°^——

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