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Wiener Morgenzeitung · 1924-11-30 · Heft 2077 (30.11.1924) · p. Seite 10

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 2077 (30.11.1924)
Date
1924-11-30
Page
Seite 10 (sequence 12)
Language
German
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Eelk 10 35M«ii Sonntag RADIO-SALON der ,Wiener Morgenzeitung* im HAUS DER DAME ERGON A. G. I. fCHWEDENPLATZ 1 ■Vorführung der Wiener Sendung täglich von H' bis 1 mittags und 4 bis 6 Uhr nachmittags Elntrltftfre! Kein Kaufzwang aam n M A11C erstklassiger RADIO- WEKImMwn Apparate u. -Bestandteile Radiopropramm für heute: 11 bis 1 Uhr: Matinee Silvingr Grieg: «Hochzeitszug auf Troldhaugen"; Kalman: «Der gute Kamerad", Walzer; Wagner: Vorspiel zu „Lohengrin"; Nevin: „IiarzisiuS", Intermezzo; Silvingr Altwiener Ständchen (Violinfolo); Doebberr Phantasie aus dem Singspiel .Fahrende Musikanten" (nach Motiven von Robert Schumann); Stuhlmüller: ' „Die Silbermyrte" (Wiener Lied); Löwe: „Heinrich der Vogler". Ballade l Gelang Herr Silving); TranSlateurr „Wenn Blumen träumen"; Steffan r „Leb' wohl geliebte Puvpe". aus der Operette „Hoheit Franz!", tt 4 bis b Uhr Teekonzert Silvingr Strauß: Ouvertüre zur Operette „Der Zigeunerbaron"; Lehar: „Rote Rosen". Walzer; Rubinstein: Melodie (Cellosolo Herr Horak); Toosti: „Vorei morste" (Violinsolo Herr Silving); Pnccinir Phantasie aus der Over „Madame Butterfly": Helmesberger; Intermezzo aus „Perle von Jberien". — 5 Uhr 40 Min. bis 7 Uhr: Peer Ghnt. —- 8 Uhr: Kammermusikadend. Montag den 1. Dezember: 11 bis l Uhr: Matinee Silving. — 4 bis 6 Uhr: Berliner Operetten. — 7*7 Uhr: Bortrag Pfeuffer r Ueber den Bau von Amateurantennen. — 8 bis 10 Uhr: Konzert des Wiener Lehrer-a-capella-Chores. Bühne und Kunst. Giacoma Puccini gestorben. Aus Brüssel kommt die Nachricht, daß Giawmv Puc- 14 n i gestern dort gestorben P. Mit chm ist einer der erfokgveichften OpernLomponisten der GeMwant dahingsschickden, dessen Wecke durch einschmeichelnde Melodik nnd cmFichende JU-- stvumeirbation sich einen ersten Platz üm Repertoire aller Opernbuhnen errangen. Puccini, der am 22. Juni 1S56 in Lu c ca in Italien geboren wmde, brachte als SechsundMllNKvWhviger die Oper ,ß)ic Wilis" cmif die Mailänder Bühne. Weder dieses noch auch das.fofögerfbe, fünf Jahve später in Mailand Mchgchührte OpevnwerE ,-Ldgar" machte t-ieferen Eickwuck und «vit seiner nächsten Oper „Manon Lesearrt", welche 1893 entstand, mußte der italienische Komponist nach Hamburg gehen. Die zuletzt genannte Oper, durch Delibes Keichnamiges gßerf verdmÄÄte, P erst viel später Repertorvastück ge-vmden. Dm Wölbvuhiy des Komponisten begründete die im Jahre 1897 in Tumn znm ersten Male aufgeführte Oper „Die Boheme", weiche bald den Siegeslauf durch alle Opevnlbühnen der WeL antvat. Die beiden nu>n folgenden Werke „Tose a" (Erstaufführung in Rom 1900) und .Madame Butterfly" (Mai- Land 1904) steigerten noch die Popularität PucülNischer Musil. Bis heute zählen die gemmmten drei Werke zum eisernen Bestand des Qperufpielplanes diesseits und jenseits des Ozeans. Mit feinen späteren Werben („Das Mädchen aus dem goldenen Westen", „8<i Rand ine" u. a.) konnte Puceini auch nicht annähernd die Erfolge des populären Operndveigeistirnes Boheme—Tosca—Butterfly erreichen. Au bemerken ist, daß der Komponist der Erstaufführung von ,Za Rondme" in Wien persönlich beiwohnte; er war auch in den letzten Jahren bei seinen Besuchen in Wien ein geschätzter Gastdirigent seiner Opern an der Wiener Staatsoper. Puccini ist fern seiner italienischen Heimat m Brüssel gestorben, wo er sich vor kurzem einer Nasmoperation untergiehen mußte. Er hat in der letzten Zeit an einer neuen Oper „Lurandot" geavbertet, die mm unvollendet bleibt Der Eindruck der Todesnachricht in Italien. Rom, 29. November. (Stefani.) Die Nachricht von dem Tode Puccinis hat in allen Kreisen den tiefsten Eindruck hervorgerufen. Der Präsident des Senates, dessen Mitglied Puccini seit wenigen Tagen war, hat beschlossen, daß eine Abordnung von Senatoren sich zur Teilnahme an dem Begräbnis nach Brüssel begebe. Zu Ehren des großen Komponisten, der in allen Schichten des italienischen Volkes sich großer Beliebtheit erfreute, werden nationale K.rndgebungen stattfinden. BMWi und Maskagni i« der Staatsover. Die Staatsoper hatte wieder einmal euren großen Übend. Cm festlich beleuchtetes Hans, das trcch 'der enormen Preife — bis zu einer lhabben Million für einen Parkettsitz — ausverkauft war, eine Heerschau von schönen Frauen, von Toiletten und Juwelen, denen man nichts von Wirtschaftskrise anmerkte. Alles wie im schönsten Frieden! Man merkte auch nichts von Opernkrise, von Strauß- und Schalk-Affären, da sich das PMikuim einmütig für den GaiMrigenten Pietro M a s e a g n i entschied, d.w mit jugerMchem Glan Verdis „Traviata" dirigierte. Er ist kein typischer Kapellmeister, der die großen Posen Hebt, keiner, der es um jeden Preis anders machen «will, wH'l aber ein Vollbluitmufiker, ein heiß blutiger KÄnstler, der nicht nur den Verismo, sondern auch d'e Verdische Kantilene zärtlich liebt Md auch für gesunde Sentimentalität etwa in der wundervollen SteMszene — 'das Herz am Wiener Moraenzettttnft. »—>____ 30. November 1924 Nr. 2077 DOROTHEUM Pretiosen täglich; jeden Di Silber und Chinasilber; lasten Ml Brillanten« und Pcrlenschnmck Im Franz-Saal. Verfallene Pretiosenpfänder des Spar, und Vorschuss-Vereines ..Landstrasse“. III., Hintz^r« Strasse 2, am 4. XII., desgleichen. 1.. Wollzeile 27, am 5. XII., der Prandleüiaostalt Cerhold und Weirlch Lf Wipplingerstras« 24, am II. ti. 12. XII im Franz-Saal. Qebrauohsaegenstfinde lägi-oh tm Ludwlgstorff-, Rössler- und Kolowrat-Saal; ferner irden Di, Do u. 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XII. u. Fr. den 5. XII., Einzelstöcke u. Sammlungen, Di, den 9. u. Mi, den 10. XII., Spezialauktion. VI.. Mariahilferetrasse 71. Bücher: Do, den 4. bis Sa, den 6. XII., ausserdem: Spez'alauktlon der BUoherabtellung, 10. bis 13. XII. Klassiker, Gesamtwerke, Luxusdrucke, Prachtwerke, Kunst, Literatur. Belletristik, Bilderbücher, lugendschriften. Besichtigung: So, den 7. XII., von 10 bis t Uhr. Mo, den 8. XII. (Feiertag) von 10 bis 5 Uhr. Di. den 9 u. Mi, den 10. XII., von 10 bis V.6 Uhr. Im Emlnger-Saal. Musikinstrumente: Violinen. Zithern, Mandolinen, Harmonikas, Grammophone u. Platten Musikalien, Fr, den 5. XII, im Ludwigstörff-Saal. Splelwaren-Sonderauktion: Mo, den 1., tm Ludwtesdotffu. Fr den 12. XII., im Hoch-Saal. WafTan: Jagdgewehre, Sportausrüstungen, Schlittschuhe, Reit-und Sattelzeuge, Pelze, Uniformen, Fr. den 12. XII. im Ludwigstorff-Saal. Technische Auktion: Maschinen, Werkzeuge, Armaturen, Altmaterial jeden Mi, VIII., Feldgasse 6. Täglich an Werktagen Schau Stellungen von t Uhr an. Montag, den 8.XII. (Feiertag) tm Franz-Iisef- und Eminger-Saa! von 10 bis 5 Uhr (siehe oben), sonst geschlossen. Beginn der Versteigerungen, wo nicht anders vermerkt, um 3 Uhr. Näheres durch die .Mitteilungen* und .Nachrichtenblätter*. Das Dorotheum gewährt Darlehen in jeder Höhe aat Juwelen, Gold, Silber. Kunstgegenstände, Automobile, Bücher, Briefmarken, Pelze, Teppiche, techn. Artikel and Gegenstände aller Art rechten Meck hat. An der Spitze der PhtlhavmonÄer «wurde ihm der ErfcLg leichter als kürzlich im Konzertfaale, da er mit einem aus allerlei Ersatzmustkern ' notdürftig zusammengestellten Orchester Tschaiikowskys „Pathetique" improvisieren mußte nutz gleichwohl mit >dem -loderndon Feuer -seiner öl rJähve da's Publikum m Helle Begeisterung versetzte. . Mit -dem Klangr-eichtum der Philharmoniker durste der Maestro, der, sichtlich erfreut, immer wieder — mit >denr Ta'ktstock in der Hand — Hervorrufen Folge leistete, Ebenso zufrieden gewe-^n sein -wie mit der Strmmpvacht der Solisten. Selma Kurz sang die Bioletta, noch heute eine ihrer -besten Rollen. Wie Perl-m an einer Schnur reihte sie ihre funkelnden Koloraturen aneinander, die mit ihrem Diadem an Glanz ^wetteiferten, und vermochte überdies „in Schönheit" zu sterben. Freilich mit der GrandeM einer Dame von Welt, ohne die starke seelische Hingabe, mit der «inst Lilli Lehmann d'e Gestalt -der Bioletta be Märte. Frau Kurz gab die Rolle — ein allzuviel an Couvtoisie — in zwei Sprachen: Fm Zusammenspiel mit Herrn Tauber sang sie 'deutsch, Battistrni zu Ehren italienisch! Herr Tauber, ein bildhübscher Lielbhaiber in tadellosem Sportanzug, war vorzüglich disponiert, sreilich übernahm er sich gelegentlich und legte mit der Vehemenz eines Operettenstars los. Wie anders dagegen Ba tt-isti n t, der jugendliche Siebziger, dessen Stimme ider zweite oder gar der dritte Frühling besichieden fft. Er versteht sich ans edelstes Maßhalten im Singen wie -im Spiele. U.nd doch, wenn er mit fuvsUcheiM Anstande die Bühne betritt, beherrscht er sie sogleich mit de« Macht seiner Persönlichkeit, mit dem Genie seiner Kunst, mit dem Göheimnisie seiner schier ewigen Jugend. In diesem eleganten Kavalier mit Zylinder und weißen Glacehandschuhen wirkt nichts Konventionelles, keine billige DheatvaM. sondern vornehmstes gütiges Menschentum, und ob er in hingehauchtem Piano zärtlich kost oder mit ungeheurer Lungellkraft gleich einem FrühlinMturm über die Bühne ftgt, er beschämt unsere Jüngsten und Besten. Ganz gleichgültig, wo er singt — ob auf der Bühne oder im Konzertsaal, wo er mit souveräner Freigebiokeit Arie auf Arie wie^derholt, ohne eine Spur von Ermüduna zu zeigen —, er rührt mit.seiner vollendeten Gesangskunft, die letzten Endes nicht im Technischen, sondern im Seelischen .wurzelt, au die Tiefe des Herzens. Tas Publikum rast, die sachverständigen Gesaugsmeister bekommen rote Köpfe und Her Ba-ttistini- Rummel, der das ganze musikalische Wien ersaßt zu haben scheint, ist kein leerer Wahn. Denn Ba-ttistini, «der lesite überragende saszinievende Vertreter des allmählich versinkenden Belcanto. trotzt wie eine Ninon de Lenclos des Gesanae's dem Gesetz der Zeit. Alle seine Rivalen hat er geschlagen und überdauert und ragt einsam empor, in der geistigen Kraft und in der blühenden Schönheit seiner Kunst ein Wunder, das nicht «wiedertshrt! „Irr Gong." Die neue Figureubllhne. An sichtbaren Schnüren gezogen, bewegen sich Figuren über das Szenchen. Beim Himmel, sie sind lebendiger als Akteure von Fleisch und Blut, an unsichtbaren Schnüren vom Spielleiter über die Bühne gezogen. Die Puppen an sich sind künstlerisch bedeutende Schöpfungen. Die melancholische Wurschtigkeit eines wersofienen Pädagogen, die gemütliche Frechheit des Teufels mit dem fettglänzenden Pfaffengesicht, der hochfahrende, blöde Dünkel des Pedanten, das selbstgefällige Unvermögen des Dichterlings — diese Charaktereigenschaften der auftretenden Figuren, sind durch ein auffallendes, köstliches Detail (die Form der Hand, die Frisur, die Visage, die Brille, die Körperhaltung) bezwingend deutlich genracht. Das übrige tut die Menschenstimme, die der Marionette Leben einblöst, und die Menschenstimme tut in diesem Falle ganze Arbeit. So ist tatsächlich erreicht, was die junge Künstleroereinigung mit ihrem Marionettentheater beabsichtigt. Die von Künstlerhand entworfene Puppe wird — von diesen Händen bewegt und mit diese« Stimmen begleitet „beseeltes Material". Es ist Geist in dieser jrurgen Gemeinschaft. Wille zur Kunst und — eine seltene Qualität in diesen Zeitläufen — ein starkes, ein heiliges Gefühl der Verantwortung. Wie sie Grabbes „Scherz, Satire, Jroni.e und tiefere Bedeutung" gerecht werden, wie sie diese spassigen, satirischen, ironischen Szenen und Dialoge eigenherrirch mit ven Augen der Jugend foruren und der ganzen Aufführung die tiefere Bedeutung geben: seht, was wir belachi-n, verspotten, verdammen müssen (am erquicklichsten toben sicb die Drahtzieher und Textsprecher natürlich in den Projessoren- und Teufelsszenen aus), das. hat bei der Generalprobe ungemein erfreut und darüber hinaus — gerührt. , „Der Gong" (der im RobertStolz-Theatkr seine Vorstellungen gibt)'wird alle wirklichen Kunstfreunde um sich versammeln. Otto Abel es. Von X. F. Fmkelstein Ein kulturpsychologiches Werk ersten Rängest Die hervorragendsten Juden als Spiegelbild der jüdischen Gegeimart ioms Ans dem Inhalt: Bialik,Nordan, Achad Haam, Perez, An—ski, Herzl, Zangwill, Smolenski und andere Preis gebt 60.000 Kronen, geh. 49.000 Kronen Zu beziehen durch die Buchhandlung Ldwit I.. Rotenturmstrasse, und Bücherstube Rath & Präger, 3 Be?., Tabor* Soeben erschienen! " Ans den Theatern. Burgtheater. Morgen, 7 Uhr abends, „De r WiderspenstigenZähmung". Akademietheater^ Dienstag, Uhr, „Die Dame mit.dem Schetdungsgrurrd". BolkSoper. Heute abends diraiert Pietro Maseagni Leoneavallos „D e r B a j a z z o" und seine Oper „Cavalleria r u st i c a n a". Gleichzeitig beginnt der italienische Bariton Borghese als Tonio und Alsio sein mehrabendliches Gastspiel. Nachmittagsvorstellung „Der f l i e gen de Holländer". Morgen „L o y e « g r i n". Deutsches Volkstheater. I» nächster Zeit wird daS Lustspiel „C y p r i e n n e" von Sardou mit Leovoldine Konstantin in der Titelrolle in den Spielplan anfgenommeu. Im Raimund-Theater beginnt am 6. Dezember Tilladurieux ihr Gastspiel als Jedora in Sardous gleichnamigem Schauspiel. Theater in der Josef st ad t. - Donnerstag den 4. Dezember Erstaufführung des Schauspiele? „Der Herr s e t n e s H e r z e n s". Theater an der Wien. Heute Nachmittagsvorstellung „PeusionSchöller", dargestellt von den Mitgliedern des Deutschen Volks iheaterS mit Franz Glawatsch in der Hauptrolle. Modernes Theater. Mittwochden- 3. Dezember Uraufführung des dreiaktigen Lustspiels „D e t" Saphir rrin g" von Ladislaus Lakatos. Die nächsten Novitäten des Burg- und Äkademietheaiers. Im Buvgtiheater gobcvirgt Doumrsta^ den 11. Dezember Nestroys „Lumpaetvagabuudus" iü vollstänorger Neueinstudierung und Neuinszenierung zur Aufführung. Hierauf folgt als nächste Novität dos Don-Juan»Spiel von H. A. Lenorniand ^StimmenausdemDunkel" mit Aslan und den Damen Bleibtreu, Mayer, Pünkösdy, Senders, Wagener mid Wall. Regie Haus Brahm, dekorative Ausstattung Professor Strnad. — Jm Akademietheaater findet die erste Aufführung von Müllers „Der Tokaver" am 12. Dezember statt. Hierauf folgt Jbüns „Wenn w i r T o t en e r wachen mit Heine als Professor Rubeck. Frau Aknay als Frau Maja, Marr als Ulfheim, Frau Medelsky als Irene. Regie Heine. Ehrenabend für Noemi Nathan. Zu Ehren der in W-ven lweMenlden jüldilschen Schaiilispieilevin Noemii Nathan,, die von Hvvr WiMamIbert au der Freien Mischen V>o>l'ksbüibne heim TheMerpMttuim wohl noch in 'bester Erinnevunig steht, fmdot Svrmbcvg Iden 7. Dezem!ber, 8 Uhr abends, im. Saale der,-Scholle", 2. Beg-, Wienlbivunnigasse 1, ein Ehren abend stach, hei welchem eine Reiche Ihevvoriva,gende.r jiüdiischer Kwnistlkräste mitwiribt. Unter anderem gvwngt ein« einaktige Komödie zur Auistührnng. Was verboten wird. Aus einer im Pollnischen, Sejm eingelbvachten Interpellation geht hervor, daß der Bürgermeister von Miolec in Gachzien einem 'jüdischen Verein die Auchülhrung des Dranras „Der Dorifsjing" von Leon Kobrün untersagt hat, da er jüdiisches Theater nicht gestattet. Ern soilches Verbot stellt, wie die Interpellation besagt, eine Verletzung des derfassuN'gAmäßig gewAhvleisteten Rechtes auf den Gebrauch der Umgangssprache dar. Diese Ver'bote der lokalen Behörden haben sich m den letzten Monaten m Galizien gehänft,.

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