Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 6 (1924)
- Issue
- Heft 2070 (23.11.1924)
- Date
- 1924-11-23
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 2070 Wen, GvMtag tzev, während über den Zustand des Bräutigams noch Uri* gewlßheit herrscht. DaS Äichenbegangms der Braut hat unter der Teilnahme fast der gesamten südischen Bevölkerung der um- Kegenden Städte stattgefunden, DK Eltern der Braut sind jetzt schweren Verfolgungen seitens des Vaters des verschmähten Liebhabers aus^etzt, der behauptet, sein Sohn ssi durch die Zauberkünste ihrer Tochter in den Tod getrieben worden. SBblfdier Unfall im Hauntzollam». Gestern früh hat sich im Hau-Ptzoll«mt et« schwerer ftttifo« ereignet. Ein Aufzug, in dem sich drei Personen befanden, stürzte infolge eines Defektes am Seile itt die Tiefe. Die drei Personen wurden schwer verletzt, rin M a n n, der unten den Aufzug erwartete, wurde g etLtet. Der Getötete ist der 40jährige Postbed'eustete Jaroslav Zahradnik. Die Verletzten sind der 27iahrige Magaginaur Otto L u s ch n y. Postbeamter August S o m m e r e r nach der 85jährige HrlfsbedKnstete Karl Freuden-- fprung. Der Aufzug, bei dem sich das Unglück ereignete, ist ein L a st e n a u f z u g, der t*m dient, Zollgüter aus den im Kellergeschoß gellegenen Räumen in die Zollamtsab Heilung fot den ersten Stock zu befördern. Set SrdinationssKwindler. In Wien treibt sich in letzter Zeit ein Gauner herum, oer unter Vorwänden aller Art bei beschäftigten Aerzten eindringt. Er verlangt meistens den Arzt zu sprechen, mtfc während bi^ Hausgchilfin ins Zimmer gcht, bemächtigt sich der Gast eines Mantels, Hutes oder sonstigen begchrenswerten Gegenstaades und verschwindet. Die Heimigesuchten sind sicherlich nicht begeistert. Aber ich schne mich nach ihm. Denn dieses hat sich ln einem , der letzten Feiertage bei uns Zugetragen: Der Herr Doktor.hatte sich nach einem ziemlich anstrengenden Bormilbag und' anschließendem, bedeutend weniger anstrengenden Mittagessen zum Genuß einer Zeitung und Zigarette aufs Sopha gestreckt Mir Mag die dankenswerte Ausgabe, etlichen Patienten Kar zu machen, daß auch der Arzt Feiertagsruhe beanspruchen darf, und sie, obwohl sie ihn „nur einen Moment" sprechen wollten (ich kenne diese Momente, sie dauern 26 Minuten), zum Verzicht zu. bewogen. Die meisten waren ja der Ansicht, der Herr Doktor sollte sie doch vornehmen, weil sie ^schon da sind" (die Mehrzahl der Patienten, die zu »ns kommen. sind „schon da", das liegt offenbar hier in der Luft), aber da es zu keiner größeren Szene kam, war ich zufrieden. Wir waren zu Verwandten eingeladen, wo meiner herrsche Indianerkrapfen, meines Mannes eine nicht minder herrliche Tarockpartie harrte, und ich wollte mich gerade ans Umkleidon , „wachen, als eS klingelte. Ein junger Bursche stand vor der Türe, ohne Ueberrock und Kragen, Aufregung markierend. Er möchte bitten^ daß der Herr Doktor nach der Ordination W seiner Mutter komme. Wer diese Mutter ist? „Die Frau Wottawka." murmüt der Bursche undeutlich. „Wottawka?" frage ich nochmals, worauf der Bote bestätigend nickt. leicht habe ich mir den Namen selbst zusammengestellt, weA ich rrn« Frau Wottawka kenne. Aber wenn ich bei jedem undeutlich gesprochenen Namen Schwierigkeiten machen wollte, Knute sch von zchn Visiten neun nicht „aufnchmen". Ich erkundige Mich, wa8 es denn. gebe. „Hall das Gewöhnliche," sagt der Sohn etwas zögernd, „mit der Lungen". Die Frau Wottawcka Ift tatsächlich lungenkrank. Ich frage der Sicherheit halber nach der Adresse, und der Bursche nennt eine nicht allzu weit entfernte Gasse. (Die Familie W. wohnt kn dieser Gaffe.) Nmn-, «er? „Auf neune." Er spricht noch den Wunsch aus, der Herr Doktor möchte eine Injektion (Atchhan oder sonst was) mitdringen und zicht sich zurück. Ich benachrichtige meinen Mann. Er langt mit einer Hand nach der immer gesattelten Tasche, mit der anderen nach hem Rock, rennt einen Herrn über den Hausen, der >,schon da ist" (siche oben), und klappert die Treppe hinunter. Und kehrt nach einer Viertelstunde mit langem , Gesicht, beunruhigt, erregt zurück. Die Frau Wottawka erfreut sich besten Wohlbefindens. Sie wohnt aber nicht „auf neunes, well es eine Nummer neun in dieser Gasse nicht gilbt. Mo werde ich ins Gebet genommen, rekapituliere den Bericht mit jeder Nuance. Es ist klar, ich habe mich beim Namen verhört. Und jetzt wartet die Kranke auf den Arzt, wartet ungeduldig, angstvoll, von Schmerzen geplagt. Ob sie nur bald die GchM verliert und nochmals herauisischickt? Der Herr Doktor läuft wie ein mit Brille, Aerztetasche und Winterrock ausgostattetpr Tiger rm Zimmer herum. An ein Fortgehen öst nicht zu denken. Die Indianerkrapfen und die Tarochrartner sinken von Viertelstunde zu Biertelstmcke immer mchr zusammen. Der Doktor zappelt. So warten wir drei Stunden und fluchen nach bewahrtem Muster der Geduld. Dann scheu wir ein, daß ^s uur „eine Hetz" war. Eine Hetz, nicht mehr. Es war kein Einschlerchungsversuch. Der junge Mann trachtete nicht darrach, einzutreten, er blieb artig und, freiwillig vor der Türe stehen. Er sandte mich auch nicht ins Zimmer, um sich eines Mantels zu bemachtigen. Es war nur das Vergnügen, einem geplagten Arzt die Feiertagsruhe zu stören, zu sehen, wie er auf den Ruf nach Hilfe eilig über die Straße lief. Hätte der Besucher den Wmterrock mitgchen Lassen, so hätte ich die Genugtuung gehabt, einem zweckbewußten Anschlag unterlegen zu sein. Aber es war nur l'art pour l'art. Peine, unverfälschte, urwienerisch-igemüMHe Bosheit. Was hilft-eS, daß man sich hinterher tröstet.dieJrre- Dhvttng stehe' rufdemselben Niveau, wie jene des Mannes, der „ganz Prag zum Narren gehalten hat", indem ev erzählte, er heiße NecheleS, während er in Wirklichkeit Fleckeles heißt— der Lag ist doch verdorben. Und hätte man sich ihn nicht vevderbon lassen, so wäre der Wottawka sicherlich in der Wwesen-- hert deS Arztes wiedergekommen und hätte Zetermorvio übet die WichtvergesieuLeit cheichrie«. f Wiener aRotftetttfttmtft. TGPP1CHHAUS , MÖBELHAUS S. SCHEIN W IE N, I. BAU ERN M AR KT 12—14 BEVOR SIE IHREN EINKAUF von Teppichen, Vorhängen. BettundTischdecken. Ueberwürfen etc. . BESORGEN BESIC-HTIGEN SIE UMSERE22 SCHAUFENSTER damit. Sie sich von unserer enormen Auswahl und von unserer Leistung» Fähigkeit überzeugen! IM SOUTERRAIN: Mtrtm TEPPICHE Bll WcftMtm und LAUFTEPPICHRESTE Gewiß ist das nicht das erste Mal geschehen, -daß ein Arzt das Opfer einer Lausbüberei geworden. Aüch bei uns war es nicht das erste Mal. Aber ^die Fälle häufen sich in letzter Zeit bedenklich. Der eine Kollege erzählt, daß er bei. grimmiger Kalte telephonisch auf die Hänge des Kahlenbergs „um Gottes Himmels willen" zitiert wird, dort herumirrt und das Haus sucht, der andere wird um 3 Uhr nachts in ein 'bestimmtes Haus und bestimmte Türnmnmer gerufen — dort wchnt ein anderer Arzt und Konkurrent. Allerdings war man sv rücksichtsvoll, gewesen, noch einen dritten hinzubeordern. Mitunter werden Aerztc aus das dringendste aus chrer Sprechstunde, zu einen: Unfall gerufen oder zu einem Herzmrsall, zu einer Beronalvergiiftung, einem Erstickungsansall. Der Arzt läßt alles im Stich und hastet davon. Und wird es immer wieder tun, auch wenn er Zehnmal genarrt wurde. Werl es das elstemal doch um ein Menschenleben gehen kann. Erzählt tjwm solche Erlebnisse Nichtärzten» so sagen sie wchl ''mit vovgeschrichener Entrüstung: „Solch eine Gsmeinheit." Aber sie schmunzeln doch ein bißchen. Und in aller Stille finden sie die Sache lustig. Sie wissen genau, d e r Schäfer wird «mner hevbeieilen, wenn es heißt: der Wolf! Also warum den Leuten die Hetz nicht gönnen? Wir leben in Wien. Und dos is halt weanarflch... Klara Mautner. Abzll^!0Adi TAILORS «rtder Soch Ges. m.b. H. ' l‘.‘«.?«' Ltci. fflttrioJjUftrteoße ti ÄJÄ Erstklasfige Maß-Schneiderei für Herren t Reiche AuSwichl in feine« englischen Stoffen / Elegante Ausführung / BWe Preise Ae neurs Strrcheiümhiifahrvreise. Me bereits mitgeteilt, wird der beim Schaffner gelöste Togeöfchrschein von 170V auf 2000 U . (im Vorverkauf aus 1900 K.) erhöht. Ferner werden erhöht: Der Äbendfahrschein von 2200 auf 3600 K., der Nachtfahrschein von 4400 vom 2. Dezember ab auf H200 K., Sondertariffahrschcine Von 700 auf 1000 K., Schülerfahrscheine von 300'auf 400 K., Frühfahrscheine von 1100 auf 1300 K.. Hin- und Rückfahrscheine von L450 auf 2900 K. Wochenkarten auf 13.500 K. ab 8. Dezember. Zeitkarten für Dezember: Halbjahresnetzkarte 1.060.000 K., bisher 900.000 K.. Monotsnetzkarte 212000 K.. bisher 180.000 K., Streckenkarte bis zu. zwei Teilstrecken 83.000 K., bisher 72.000 K., bis zu fünf Teilstrecken 140 000 K., bisher 92 OOO K., und über fünf Teilstrecken 130.000 Ä., bisher 110.000 K. : .; Eine entsprechende Neuregelung erfahren auch die gemeinsamen Fahrkarten für die Straßenbahn und den Kraststellwagen. 2er Skanin-Rkm. ' ' Bor einigen Tagen wurde in unsersm Blatte ein gchprüflchter Protest des Regisseurs Fritz Feh er ohne Koinmentar VerWenilicht, m dem er bittere Klage über die ' Bevstümmel-ung, seines Fvüns führt. Nun, das Publikunr kEnte sich aber überzeugen, daß der Film die Schnitte — die übrigens sehr geschickt, und von geübter, fachmännischer Hand angobvacht wurden.'—^ sHp gut vertragen konnte, er schleppt sich auch so noch inUnem sehr gemäßigten Tempo hin. Herr Feher, der die achtungsvollen Verbeugungen der Krrti-k vor Artzibaschew absolut auf feine persönliche Leistung bezogen haben wollte, hat.in selnein Protest unbedingt übertrieben. 'Nebenbei, sein Schönerzensschrei über die . acht Monate htnge Herstellungsdauer dieses Werkes ist eine erstaunlich naive SeWarrklage, denn bedeutend größere und auch viel bessere HHre wurden und werden zumeist in einem bis anderthalb Monaten sertvggestellt. Außerdem berichtet „Der Filmbote", daß der Sstmin-Film, der -mit 806 Millionen verahlschkvgt wurde, bis zu seiner Beendigung drei Milliardär Vt^chlawg, von denen allein 400 Milli o n e n a n M'a g d ä Sonja, die Gattin Fehers, al8 Gage ausbech m 9t ♦ 33. November 1934 ®äte 5 zahlt wurden. Daß das genannt Blatt unter diesen Um» ständen vor dissem Produzenten die- Osffentlichkeit -en-rgSsch warnt, kann kaum wundernchmen. - Letzten Freitag erschien im „Tag" ein Artikel, den Bela Palasz zeichnet und der sich dem Protest FcherS anschließt, sogar so weit gcht, zu erklären, daß die Frlmkritiker dieses Blattes den Ssanin-Film nicht sehen wollten, weil sie Arbeit einer Schere" nicht interessiere. Ooffentlichkeit - und. Fachkreise dürften sich darüber bestimmt zu trösten wissen. Weiters schreibt dieser Herr, der sich o>b seiner jeder praktischen Sachkenntnis baren Artikel in Fachkreisen den ironischen Spitznamen „Der. Vorgesetzte der Filmbranche" erworben hat, weiter: „Ob der Mm ursprünglich gut oder schlecht war. kommt hier gar nicht in Frage. War er schlecht, so brauchten die Herren chn ja nicht zu kaufen? Es ist aber ein vollkommen unmöglicher Zustand, daß man einem Künstler sein Werk abka-ust, dann verstümmelt und so dem Publikum vor fuhrt und damit, den Namen des Künstlers kompromittiererrd, ihn moralisch und materiell schwer schädigt." Es gelange dom in Filmangelegenheiten so verster«W Autor dieser Zeilen hiermit zur' Kenntnis, daß man auch Filme vor ihrer Fertigstellung kauft. So hat auch die hier angogriffene Berl-eihfirma im Vertrauen .aus - Artzidaschews Werk diesen Film, während er noch m Arbeit war, gekauft, und mußte diesen . Schritt mit einer Enttäuschung und erheblichen Bearbertungskosten büßen, denn so wie sie ihn von seinem Erzeuger, geliefert bekam, war er unter, allen Umständen nicht LuffÄhrun-gsmöglich. Was'-hatte nun Herr Balasz dem Verleiher geraten, wenn dieser auf die absurde Fdee gekommm wäre, sich an ihn um Rat zu wenden? Hätte er-'vielileicht geraten, auf die bereits bezahlte Kauffumme zu verstkht^n und den Film liegen zu lassen? .Doch.kaum! Wozu^ dannLaVo wieder ein derartiger. Brandartikel.?- - ''Was weiter sein Phantastisches Verlangen. nach einem „UvhsbeHchUtz auf diesem Gebiete" aubelangt, erfahre er,'daß ein Film' zwar ein Kunschogenstaud, ober nurdas, Produkt einer Kunstindüstrie, daher' eine W ä r e ift. Uüd jche Ware muß, um marktgängig zu sein (Md dies, ist ja.chr Urzweck), dem Geschmack des Käufers, in diesem Falle des Publikums, entsprechen. Und.diesen kennen. Filmverledher und Kinpbesitzer besser als Filmerzvuger und kritisierende Aostheten, die vevgtzbttch. der. großen Masse ihren'Geschmack oktroyieren Wollen. Usbri-gens, wie bann Herr Balasz. wenn er den Film wcher vor noch nach seiner Kürzung zu Gesicht bekyurmen hat, konstatf-eren, daß Herr Feher'eine, so erhebliche Schädigüng erlitt?. Döan weiß dort, wo man den Verfasser des.ArtÄsls rm ,Ia>g" kennt, daß er.hier..nur seiner Sensationssucht gsfröhnt hat und die Befriedigung, dieser, weniger das nicht zu. kor^ta-. tierende „Unrecht",, das Herrn Fcher zugestoßen sein soll, ihm. am Herzen lag. . ..... , Es wäre daher an der Zeit, daß diese Artikel, die der Filmbranche nicht nützen, sondern , nur, sollte sich das PuÄi- Lmn einmal nach chnen richten, die gesamt« Industrie schädigen müssen, auWren. Framz P.ollaL Sie Lohvv«ha«dI»n8kE ml den AelUrn». Das Lohnkomitee des Direktorenverbandes, hat die Forderung desdarstellenden ' und technischen Personals, ihnen die 7 Prozent, die die Musiker als. Jnstrumentenpaüschale erhalten haben, zuzugestehen, empfehlend an das Plenum der Direktoren weitergeleitet.' Es handelt sich nur mchr um die Spannung von 8 Prozent, über die man vermutlich sich einigen wird. * Die. Angestellten vom Burg.theal.er und der Staatsoper, deren Forderungen bereits bewilligt wurdcn/nehmen an den derzeitigen Lohnverhandlungen nicht teil Dar Werk Auitta MMer». Zehn Jahre Arbeit des Vereines „Soziale Hilfsgemeinschast Auitta Müller" ' Im Herbst 1914', als zwangsweise Evakuierung die Juden aus den östlichen Teilen der' ehemaligen Monarch^ nach Wien brachte, begann unter dem Nanren „Wchllahrtsaktivn-für' die Flüchtlinge aus Galizien und der Bukochiüä" das Wexk dieser Frau, unter deren Leitung nunmehr zehn Jahre vorbi>ldliche soziale Fürsorge geleistet wird.. Ein Aeines' bescheidenes Büchlein, das aus Anlaß dieses Jubiläums erschiene» ift, gibt in einer kurzen Uebersicht «nd mit trockenen Ziffern Auskunft über die erstaunlich großen und wahchaft sszchsreichen Leistungen, welche der Begabung, Energie und echten Menschensreundlichkeit dieser ganz hervorragenden Frau zu danken sind. Auf-dem Gebiete der Flüchtlingsfürsorge, der Rettung ukraini scher Po g r omopf er,'der Kr an ke n- und Wöchnerinnenfürsorge, der produktiven Hilfe, der Beratung Verzweifelnder, ganz besonders ober ans dem Gebiete der Kinderfürsorge ist vorbildlich und fruchtbar gearbeitet worden.. Entsprechend der Vielfalt und dem Äatastroyhencharakter jüdrschel. lliot mußte die „Soziale Hilfsgemeinschast Anitta Müller" ihre Institutionen immer wieder ümformen und plötzlich.eingetretenen neuen! PrMemen anpassen. . ' „Wir mußten dem.eitlen. Bestreben, widerstehen, für du Ewigkeit zu bauen, den Ehrgeiz unterdrücken? Bleibendes zu schaffen, dort, wo Augenblicksenergie nottat. Aber auch in der Hast des Augenblicks spannten sich unmerölich Fäden zwischen uns und der Ganzheit der sozialen Hisse. Unsere Arbeit galt letzten Endes auch in ihren feinsten Verästelungen der Gesamtheit des jüdischen. Bolkes".''Daß der Rechen- , schastSberichi. Anitta Müllers über'die zchnjWrige. WiMamkeit . ter von ihr geführten Institutionen mit dies?» .Sätzen schließen 'darf, ist ein Beweis dafür, wie'wichtig dieses Werk jüdsscher Nächstenliebe ist, welches seinen Sitz en 'DBt, dem Tor des Ostens, hat. Man kann im Interesse des Judentums, dem sie dient, dieser großen Frau nur wünschen, daß auch weiterhin ihre' segensreiche Arbeit daS volle VcrstäMduis aller Besitzenden findet und materiell so gefördert wild, wie eS die soziale Hitst« glicht erheischt,