Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 6 (1924)
- Issue
- Heft 2068 (21.11.1924)
- Date
- 1924-11-21
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. M8 Me«. Fre^ag Wiener Morftenzettun§. S1. NodewPer 1924 Seile 5 (Die nachstehenden Ankündigungen sind entgeltlich.) * Ja, gewiß meine Damen bokommen Sie de,n neuen Waschapparat „Reformator" 24 Stunden zur Probe, '«mit Sie sich *u Hause in aller Ruhe davon überzeugen können,?b er gut ist oder nicht. (Siehe heutige- Inserat. * Tanzknstitut Hermann Braun, 14. Bez.. Rein-yrfgaffe 48. Vereine. BortrSge und Bkksammlungen. Lese- und Redehalle jüdischer Hochf ch ü l e r. Sonntag den 28. d. Ausflug nach Eisenftadt, Burgenland. Treffpunkt r V,7 Uhr frjih in der Borhalle de- Sübbahn- Hofe«. Ankunft in Wien 21 Ubr. Anmeldungen im Lokale. S. Bez., Türkenstraße 9, von 6 bi- 8 Uhr abends. * Nadioproaramm ftt* h-uter tt Uhr bis 1 Uhr Matinee Silving. ~ 4 Uhr «» v M« rv Min. Konzert Silving t Offenbach! Ouvertüre zur Operette „Die 2 erlobung bei der Laterne » Lanner: Schönbrnnnerwalrer; KrerSlerr Liebe-leid (Cellosoko): Kreisler r Schön Rosmarin (Viollnfolo): Komzak: Aus der Leit der jungen Liebs, Altwiener Potpourri; Schubert: Mädl die Stunde der Liebe ist da. an« dem Singspiel „Lenz und Liebe"; Schubert: Horch, horch, die Lerchl; Jetras: Erinnerungen an Josef Strauß; Fall: Brüderlein feto, Walzer; Schubert: Deutsche Tänze. - »/,? Ubr bi, 7 Uhrr Vortrag Professor Dr. Ettrnreich über Radio auf Starkstromleitungen. - 8 Uhr bis 10 Uhr Volksliederabend. Eine Warnung der Telegraphendirektion Men, Die Telegraphendirektion teilt uns mit: Seit der Aufnahme de« Radiobetriebesind imWienerTelevhpnnetzStörun- Sender normalenBerstitndignng aufgetreten, die auf eine u n st a t t h a f t e, eigenmächtige Inanspruchnahme der staatlichen Telephonanlagen zu radiotechnischen Zwecken zurückzufübren sind. Es werden daher die Bestimmungen in Erinnerung gebracht, wonach an den technischen Einrichtungen bet Teleptwnanlagen ohne Wissen und Genehmigung der Telegrapbenverwaltung keinerlei Abänderungen vorgenommen, insbesondere keine Apparate zugeschaltet werden dürfen. Bühne und Kunst. Mareasak - Gastdirigent an der Staatsoper. Zwischen Pietro Mascagni «und der Direktion des Opern-thea-ters ist ein liebere inkomm-eu gewoffen Morden, wach welchem Mascagni sich bereit erklärt hat, während der nächsten zwei Monate eine Reihe von italienischen Werken, darunter „Travi-a>w", „Aida", Ochrllv", „Tvmvbatzaur" usw., zn dirigieren. In derstvben Zoll wird umter Maseagn-is eigener Leil'wnig eine Neuer nst.udie-rung von „Freund Fritz" ftaittfiuden. Die erste Aufführung, die Mascagn i leitet, ist „Travi-ada" am 27. d., in der Eomm-a-ndatvre Mattia Battistin.i» Frau Kurz uind Herr Tauber m den Hauptrollen -au-ftreten. Aus den Theatern. Burgtheater. Morgen,- 7 Ubr. „WallensteinsLager", „Die Piccolomini*. Akademieth eater. Morgen, V,8 Uhr, „M s m a Nicole". Volksoper. S S k k i n g e n". — v o n N ü r n b e r g". Heute „Der Trompeter von Morgen „Die Meistersinger ZmDeutschenBolkStheater wurde die Erstaufführung des dreiaktigen Lustspiels ,D i e Z w i H i n g Ss ch w e st e r" von Ludwig Fulda für den 37. d. augesetzt. Spielleiter: Friedrich Rosenthal. Raimund-Theater. Morgen, .*/,8 Ubr, österreichische Uraufführung von Wedekinds Tanzdichtung „D1 e Kaiserin von. Neufundland" mit Blondine -E b i n g e r als Gast. Jnszenieruna: Renata Mordo. Musikalische Leitung: Komponist Friedrich Holländer. Neue Wiener Bühne. Heute, 7 Uhr, Hebbel« „Judith" mit Maria Fein als Judith und Paul W e g e n e r als Holofernes. Diese Vorstellung kann nur einmal, und zwar Samstag wiederholt werden. Im Lustspieltheater gelangt heute die Komödie „P a r i s!" von Giuseppe Adami mit Charlotte A n d e r als Gast zur 25. Aufführung. Urania. SamStag den 22. d., 7*8 Ubr, liest Hilde W e g n e r im Kleinen Saal das noch unausgeführte Drama p f e r" von Oskar B e n d i e n e r. Ein neues Werk von Pirandello. In Mailand gebongte -das i-ün>g,ste Dmma Pir-andellos, „Der -andere Sah n", ein Emabter. zur UrauffühvN'Ny umd erzielte Men große« Erfolg. Der Di-chler gosta'l'-et in seinem n-e-u-estrn Werk das Schicksal Witwe, di-e sich von zwei SÄHnen schmählich veMss-on si-cstt und sich oilei-chwohl nech ihnen schrtt, wähnend sie die llut-erstütuiig d>cs dr'-'-ton toohlhabenden Sohnes schroff zurückweist. (£§ stellt sich heraei-s, daß dieser dritte Sohn der Ver- Jb-er Fra-u durch Banditen Miifpriimgen ist, die ihren Gattein entführt und emn-ordct hatten. Ehrung für einen jüdischen Dramatiker in Paris. Der berühmte fra-nzöfffche Dram-atilker. Mtl-glied der Acadontte Franvnise, M. Georges de Porto Riehe, ist zum.Großoffizier hör Chv.'nile.gi-on evnannt worden. Von der Musikschule Sulamith in Tel - Awiw. Wir werden von kompetenter S>e1-te daraus -auisinoukisaim gemacht, daß $od (Suine'I n>d>( noch P-crl-ästina -bvmffen wurde, um an der Miffikschuile Sliw'iu i-ih als Lc-Hrkroft zu winken, daß er «der nicht, wie -wir g-Ocvn mvldet-en, die Lesung dcS Instituts ■jti&erniMttmrt, die wach wie vor in von Händen des Mgmwärtig-en Direktors Hopenko verbleibt. New-Aorker Theaterstreik um Wiener Gagen. An dem unter der Leitung von Morris Schwark stchewden Iüdiichvn Kunsttheater in New-Nork traten -'kürzlich, wie uns berichtet wird, die Schauspieler in den Streik, so daß du ch mehrere Tage keine Vorstellungen stattfindon konnten. Die Ursache dieses Streiks sind Forderungen der Schauspieler aus rückständige Gagen. hauptsächuch jedoch auf die Gcpgen, zn deren Zahlnng sich Morris Schwarh gegenüber den Mitgliedern des GniseiMles verpflichtet hatte, mit denen er seine europäische Tourn -e-e unternahm. Diese Tournee führte das EnseniÄ-e bekanntlich auch nach Wien, wo daS Kunstthsater im Gegens-atz zu London und Paris, wo es vorher gastiert hatte, nicht nitr Umstlerisch, sondern auch materiell große Evfoisg-e erzielte. Bei dieser Gel-sgenheit kam. auch dierbauliche Tatsache zutage, daß in Rew-Bwk ein Theaterdiroktor seinen Schauspielern auch für die reguläre Saison Wochen- und monatelang Gagen schuldig bleiben kann. Das Ensemble des KunstHeäters halbe sich nicht nur wegen der Gastspic>!'.qagen, sondern auch wegen solcher Mitteilungen aus dem Publikum. Sie schönste Fra» gewinnt noch an Reiz, wenn fle ihren Gästen eine Schale duftenden Dees harbietet. Im Tee liegt das Geheimnis angeregter Unterhaltung. F u l i u s M e l n l Äegr. iS«». SchirmstSncier R# j. WippHngerstrasse Nr. 1$ pogrMren Gagenrückstände an die Schauspieleropga-nisation gewendet. Die Fordewngau der Schauspieler 'detrcpgen zirka 10.M Dollar. Die Intervention der Schauspiellerovgaulisatioln beantwortete Morr!« Schwartz mit einer «roßen Pveßkampa-pne, in der er sich darüiber Heklcrgte. daß die Schauspieler zu hohe Gagen blichen, und dem von ihm vertretenen Ideal eines Kunsttheaters nicht auhÄ-nglich genug seien. Davanhin trat die Schauspiolevschast m den Streik und erst dieser veraulaßbe Morris Schwarü, die Zahlung der rückständigen Gagen in der Weise durchzuWr-en, daß die Bruttoeinnahme zweier Vorstellungen des Theaters zu diesem Zwecke von der OMnisgtion eingeüogen wucke. Ein Samuel-Hir-zenberg-Denkmal in Jerusalem. Die Veveinigiüing jüdMor Künstler in Palästina hnt beschlosson, dem beMhmtM Maler Samlül HirsMbeva, her IM als Lehrer an der Bezailelschule verstarb, ein Denkmal in Jerusalem zu setzen. Die bevühinlejten Bilder Hirszenbergs sind „Gol-us", „Jeschi'vah" und „Spinoza". Eine Bronzedüste HirSzenbergs von icentfteln ist im Besitz des Kra-kau-er Naiw- M>iUW.s«UiMs. Serichtssaal. Sie Geliebte ermordet. Vor dem Schwurgericht unter Vorsitz des Hofvat-eS Dörr hatt-e sich gestern der 83iährige Bäckevgohilse Walter Miller wegni Mordes zu vevamWorten. Er hat seine Gel-iebie, die 19jährige Marie Dietrich, erschossen. Millers Beziehungelt zu dem Mädchen wurden anfangs auch von den Eltern der Dietrich gebilligt. Mil der Zeit kam es zwffchen beiden häufig zu Zwistigkeiten, die soweit gmgen, daß Miller die Dietrich prügelte. In'Medessen mußte er aus Wunsch deS Paters der Dietvich das Verhältnis lösen. Mller versuchte mit allen Mitteln, seine Gelieibte zur Wiederaufnahme der Beziehungen zu bewogen, was ihm aber nicht gelang. Am 27. Juni wollte er sich von seinem Freunde cfaw Pistol« auSl-eihen, und a!S ihm dieser die Bitte abschlng, setzt« er stäst heimlich in den Besitz der Waffe. Er lauerte am Abend dom Mädchen, das mit ftimr Mutter heimkchri-e, auf, folgte -ihr in die Wohnung und schloß sich mit ihr in einom Zimmer ein. Pbötzlich krachten drer Schüsse, von denen zwoi die Dietrich töteten, während er sich selbst durch einen Kopfschuß so schwer verwundete, daß er aus einem Auge vollständig ervlindede. Auf die Fra« des Vorsitzenden erklärte sich Miller schuldig und schlldevt die Tat genau so wie vor dem Urne* suchunigsrichter. In dem Protokoll heißt «S, daß er die Schüffe, nachdem er dem Mädchen den R-evolver gezeigt und sie geäußert hahe: „Tu. wag du willst!" ahgefeuevt habe. Nach halbstündiger Beratung bejahten die Gcschwornen die Schuldfra-ge auf Mord mit -acht gegen vier Stimmen, die zweite Frage auf Uobertretung des Waffenpatents einstimmig. Der Gerichtshof verurteilte den Angeklagten Miller zu viereinhalb Jahren schweren Kerkers, verschärft mit Dunkelhaft am 27. Juni jedes JahreS sowie zu 120.000 K. Geldstrafe wegen Uobertr-etung des WaffenpatentS.- Nach der Uvte-ilsvertündigu-ng wandte sich der Vater deS Angeklagten zn den Mtem des erschossenen Mädchens Dietrich und rief ihnen zu: „Sie werden Ihren Dank schon noch kriegen." Der Angeklagte hob die geballte Faust und schrie den EUevn zu: „Das war sür das Opfer, das ich Ihrer Tochter getbracht ha'oe." Der Vater des Verurteilten rvcif noch beim Verlassen des Saales: „Die Meidlinger Bezirkstvatschen werden hossentlich auf -ihre Rechnung gÄ-ommen sein." Der Movdprozetz Brzobohaty. Heute beymM vor dM Schwurgericht der Prozeß ge,ge>n den Schusterlehrlmg Johann B r z o b o h a t h, der anigsvlagt st't, an: 11. April d. I. den Mechaniker Ichainn Pacholik -in der Floria-nigaffe erm-ordat «und tbevanibt m haben. Er hait'te zuenst erzähltt, er -halbe mit seinem Freund, döm LchÄing Eduard Top-in-ka, gomei-ws-am den Mechaniker Pachoilik gstbtel. Topiwka wunde verhaftet, später aiber fvsiaelaffen. Brzobohaith, -der wockMnde Gcständniff« albgel-egt hat, wurde nun auch wegen des Be-ribvechens der Verleumdung angeklagt; eibenso des Diebstahls in mehreren . Fällen. Die Derhandlung leitet Hofvcrt R am sau er. Ms Staatsanwalt fungievt Dr. Händler, Borte-idigeir ist Dr. Kurt R o s e n f e l d. Nachklange zu Hakenkreuzlew:rsammlungen.^ Bor dem Vorstände des StLcvfbWinksgsmhtes 1, Hofpat Hoflmaher, gvlanigle gestem ein -gegen zwei R-odÄt-ym« der ,F! o t e n Fahne" -m der Richtung der Bennachlässigumg der pflichtgemäßen Obsorge gerichteter Pr-ehprozeß -wm Abs-chilnsse. Gegentsta-nd -der durch den Presseista-atsa-nwall-t Dr. Schwanz vertredrMn. Klage hNdeten 12 Airtikel, die nn Borfahve in der ,/Roben Fahne" veröffentlicht worden waren, und vie in ihrem Jrchallt schwere Angriff« gegen die Wiener Polizei im ollguMMM, wie auch gvM den Präsidenten Schober im lb-Lsondeven, weiivrs auch Angriffe gegen die, Wehrmacht onithielten. Insbesondere wurde in mehreren Artikeln unter Hinweis aus die lbebanton ErÄgniss-e, die sich im Vors-ahre anläßlich der ÄblMung von B e r s a m m l'u n -g e n der Hakenkreüz-ler in mehreren W-ienor Arlbeiterlbvzivken albgchpielt haben, der Polizei ein parteiisches Bovaehen vorgeworifen und die VBizer beschuldilgt, daß sie die Hakmikreuzler -'begün-st:,gt halbe, während sie. gegen die Avbeitar, insbesondere gegen die Komimristen, mit bMtal-er Gewalt vorMHanigen sei. Es Wwrde in wch-veren.Artikeln oiuif die bekannten Ereign-isse bei Zusammrnstößm in den Bezirken Hernals, Msidling und Favoriten hirvgowi«sen. Die beidm g-sSlagton Redakteure hatten für die a^igen dis Polizei enhobemn Beschu'lLigu.n,gen emen umfangreichen WchcheitSbeweis anigetvöten, während die Staatsanwaltschaft n-amons der Polizei n>msangreiche Gegendeweitw -anigeibotirn hatte Gr dor Richduuig, daß das Dovgchen der Polizei ovdM'nBgomäß und durch die Situ-atlon umibedinstj geboten war-Nach Durchfühvn-ng aller von beiden Parteien de-« «mtragten Beweise zog in der gestern stattgchabt-en Schluß^ Verhandlung Siaalsamoall't Dr. Schwarz die Anklage de« züglich des Inhaltes dreier Artikel zurück, während -er bvstiglich deS Inhaltes -der anderen n-oun Artikel die Verurteiliunig m dsv Rich'una des Vergeh.'ns der Ausveizung und der Beleidigung von Behörden verla-ngte. Der Richter sprach die R-edakt-mre -bezüglich des zurückgezogenen Teiles der Anklage frei, verurteilte 'bezüglich der auffecht-echailtenen Anklage den der« antwortllichen Rchaff-our Franz Rote wegen des Inhaffes von acht Artikeln zu e-i-ner Geldstrafe von st 60.000 K. bezüglich ein-eS jedem Artikels -den früheren Ve-ra-ntwovlffchen Redakteur MoiS Ketzsig bezüglich «in-es Arlitkeils W einer Geldstrafe von 50.000 K. In der llrtejilsibegründung hoib der Rechter hervor, haß nach Ansicht des Gerichtes der angeborene WahcheitsbeweiS gän-zkich mißlungen sei. Die Bemateillten u-nd der St-aalsamvalt hickben sich zur Ergreifung von Rechtsmitteln Bedenkzeit offen. Bolksmirt. Polnische Wirtichattswoche. Don m-ervm polnischem M.-S.-Korrespondemiem.) Aus den pos-nische-u Etfstktenplätzen war die Tendenz in der «lbgeilarffenen Woche -ungleichmäßig. Der Geldmangel rastet mit UNvMniMrter Stärke nnf dein Börsen, aus der -ganzen Industrie u-ich dem Hundes, Ton Tag zu Ta-g schrumpft das Geschäft zusammen nnd m-rnchmäl werden in -den gangbarsten Papieren NM zwei bis vier Schlüsse getätigt. Der Wiener Platz hot letztens keine Anregung, st daß mch die Aribi-tvagewerte ganz vernachlläsfitzt sind. In der Berichts-Woche verharrten polmsche Effykten aaff ihre-uz Tstf-stande, in Wien notierte Mien konnton erst nach BeendWing de« EistBahnerstreiks um eine KlÄnigkeit Hry Notievu-Ng bessern. Auch die Herabsetzung der Bmkvaie der Dank Mskki von 12 aus 10 Prozent. welche endlich nach tlangem Zögern durchgeschrt wrwde, konnte Keinen entscheidenden Einifluß auf di-e Effsktenplätze ausübcn. Dagc-gen erwartet man von der beabsichtiHlvn Ermäßigung des gesetzlich festgesetzten Zinsfüßebei Kvedit-operÄiiynen von 86 auf 24 Prozent im Jahre, welche Urschrift auch in dvr ZBunfr vom Finanzmmist-ermmr streng Kontrolliert werden soll, eine Befferung in der Kreditsrage, da die Allgemeinheit unter dvn Wwck)-orzinsM stark i-n Mitlstidewichaft Magen ist. Die Fma-nzkre'ise bemühen sich auch beim Fi'Mnzmmist-er eine Erinäßigung der B-örs-en« steuer durchsusetzep. Eine Entscheidu-ng % dirser Frage ist jedoch noch nicht getroffen worden. Trotz des günstigen Derlauses der Ve-rhandlumgeu betreffend des Petivoloum'kcrxtells, welche, noch -im La-use dieseir Woche günstig zn Ewde geführt werden stllen, konnten Petroleumwerde keine Kursgewinne erzivlen und haben sogar wetitzere Einbuffen erlitten. Bon den Artbitraigeiwovt-en erholten sich -ZiÄAniswski-Mien ans 9,70, Warschauer Dis>kMto>bantk aus 6,20, Tepege aus 8,70, Lemberger Brau aus 8,05 Zloty, wogegen sich Rakfftzawa auf 2,10, Hypothvkanibctink aus 0,56, MaloPolNLbauk aus 0^5, Galizische Montau aus 4 25, Chodorow aus 5,20 Zloty evinäßigt-eu. Aus dom V-aluten-lwarffe -war". eine stärkore Nachfrage nach wcistlkichen Devis-em zu verzeichn-en. Die HarrdÄ^erL-MM^andlu-ngen Mit Dauitschband wu-r-, den mff Ansuchen der dou-tschen Rogstvnng um einige Tage der- . schothen, dagegen stllen dst Bechcmdktngm -mit der Ds-checho- Slowcvkei dieser Tage beginnen. Don polnischer Seite wird. die BerhatMrngen der früher« Wiener u-nd jetzige Gesandte v Polens in Prag, Gva>f Pasocki, führen. Auch mit Ungarn sollen n-och im November Beifprechungen betreifstnd eines Hau-- delsvertrages ausgenommen werden, um den Export Polens, und zwar von Kohle uud TexWerzsugniffen, und den Import - aus Ungarn, Wein und Gstreide, entsprechend zu regeln. Das Fi-nanzminist-erum beabsichtigt, die poln-ischem Geld-/ und Warenbörsen zu roorgauffieven, die betrefstniden 8Sw> arbeiten scAan demnächst albgeschloffen werden. Sefterreichische Naliomlbank. Weitere Abnahme des Banknotemrmlaufes um 229 Milliarden. Der letzte TbuSweiS der Ocsterreichifchen Nahionalibank zeigt wieder eine Erhöhimg des Barfchatzes um 10,7 Milliardm Kronen. Es sind dies zum größten Teil die fremiden Valuten, die als auMndische Anleihen für die einzel-nen Jndustri-euutern-chnmM'gen dem Bankn-otvninstitute zugeflossen stnd. Trotz HevÄbsttziu>n>g des offiziellen Zinsfußes hat sich das Wechselportefeu-ille nur weitere 163 M-lliarden vermindert. Es beträgt ziM zwei Billionen. Der Bainiknotenumllaiwf zeigt ebenfalls eine Abnahme u>m 229 Milliarden. Er beträgt jetzt 7603 Milliarden Kronen. Die VevbiMi-chkeiten aus dom Giroverkok"' haben eine Steigevuing u>m 76 Milliarden ers-cchren. Jas Ausgleichsverfahren der Jepofitenbask. Ausgleichsverwalter — das Kreditinstitut für öffentliche Unternehmungen. , Der Bu'ndeHwinister sür Finanzen hat aus Grund des Bundesges-etzos vom 29. Juni 1924 beim Haiwolsgericht Wien den Antrag gestellt, daß im Ausgleichsverfahren der Allgem-eineu Dep-ositenbau k - das Oesterreichiische 'Kreditinftiitut für össentltche Unternehmungen und Arbeiten .als AuHgloichs- Vevwalter bestellt werden. Die Geschäfte der Ausgleichsverwällung werden beim Kreditinstitut von den Herren Soktionschef i. R. Dr. Karl P o l l a k und Dr. Felix Maye'" Mainau gmeiirsam geführt werden. Botschafter Meardorft-PoMh - Bantvriifideal Mv wir evfcchvrn, dürste der ehe-mallige Londoner Botschafter -der österreichischen MoMirchir, Mensdorff-PouWy, der jetzt Oesterreich im Vdlikevbu-nd vertritt, in das Wiener Ba-nklleben «intreten. Er soll Präsident der Kompaßbank werden, welche gerade in der letzten Zeit auf dom Wiener Matze