Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 6 (1924)
- Issue
- Heft 2054 (6.11.1924)
- Date
- 1924-11-06
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 2054 Men, DonnerSkag Wiener Morgenzeil'ung. 6. November 1924 Seite L Im D e u t s ch en Volkstheater tritt Leopoldine Konstantin, am ' 11.. d. in. der Titelrolle des Trauerspiels Maria S t n a r das zur Feier dort Schillers Geburtstag von Direktor Dr. Beer neu inszeniert wird, ihr Engagement an dieser Bühne att. — Shaws „D 1 e h e i l i a e I o h a n n a" wird heute, ferner Samstag und Sonntag Schönthans Komödie ^ZirknSleut e" mit Dr. Rudolf Tyrolt. morgen und Montag aegeben. Für Sonntag den 9. d.. yä3 Uhr nachmittags, wurde „D erFeldherri, Hügel" attgesetzt. K a m m tz r s p i e l e. Heute, 7 Uhr,, zweite und letzte Vorstellung von August StrindbergS Schauspiel e r Vater". Morgen tritt Paul W e g e n e r zum ersten Male als Kershenzew in Leonid Andrejews Schauspiel „D e r G e d a n k e" auf. Neues Wiener S t a d t t h e a t e r. Morgen, >/,8 Uhr. Uraufführung des Schwankes ,.M o r i tz d e r G u t r von Armin Frredmonn und Julius Horst mit Ludwig Stark als Souffleur eines Operettentheaters in der Titelrolle statt. Der Lritte Akt der Novität spielt auf der Bübrie und im Zuschüuerraum Lei der Generalprobe einer neuen Operette. Theater Inder Josef st a dt. Heute, V, 8 Uhr abend», „E i n u n m ö g l i ch e r M e n s ch", welches bisher unter dem Titel „P r v 1 h e r o s H i l s e" gewtelt wurde. — Frestag, */,8 Uhr: „D u s o l l st n i ch t t 8 t e n"; Samstag, 7 Uhr r „Schöne Frauen"; 10 Uhr. Nachtvorstellung r „C l a i r e B a u r o f f - T L n z e"; Sonntag, x/a3 Ubr nachmittags, zu ermäßigten Preisen: „K a b a l e u n d L i e b e": V,6 Uhr abends: „Der Myrtenkranz". Neue Wiener Bühne. Heute, 7 Uhr, „D i e Großfürstin und d e r Z i m m e r k e l l n e r". Morgen, 7 Uhr, Arnold K o r f f als Teddy KimLerley in Andrs Rivoires und Lucien BeSnardS Lustspiel „Mein Freund 2/ j) Raimund-Theater. Allabendlich, V,8 Uhr. „Pension Schüller". Samstag, y,4 Uhr nachmittags, wird das lustige Märchen „K Ü n i g D r o s s e l b a r t" gegeben. Carl-Theater. Heute, wegen Vorbereitung der Operelter Novität „H o h e i t F r a n * I", geschloffen Premiere morgen Freitag. 7 Uhr abends. Sonntag, 3 Uhr nachmittags, bei ermäßigten Preisen, „DerRastelbinder". KomödienhauS (Erl-Bühne). Heute zum ersten Male die vieraktige Komödie „Das Jungferuw e h" von Rudolf Brix. Morgen „D e r W e i b 8 t e u f e l". Zwei bunte jüdische Abende. Samstag den 8l und Sonntag den 9. November finden in der „Scholle", 2. Beq., Lilienbrunmgasse, bunte jüdische Abende mit reichhaltigem Programm statt. Unter anderem gelangen neu inszenierte' jüdische 'Volkslieder zur Aufführung. Es wirken mit: Die Herren Bulow, Sigall und Nestel, die Damen Kadifon, Dulitzkajo und Weißberg. Die „Medea" des Euripides in der Bearbeitung von Johmmes Tralow gelangte am Frankfurter Schauspielhaus mit großem Erfolge zur Aufführung. Es handelt sich um eine wertvolle Nachdichtung, die Tralow seBst in Szene setzte. Besonders eindrucksvoll wirkte das leidenschastliche, packende Spiel des Chors. - Erstes gemeinsames Auftreten Leopold Kramers und Maria Orskas im Modernen Theater. Im Modernen Theater wird morgen um 7 Uhr abends das dveialtige Lustsipiel „Der Illusionist" Von Sascha G u i t r y, deutsch van Benno Vignv, mit Leopold Kramer in der Trtolrolle zuan ersten Male aufgofühvt. Das Dovspies dieser originellen Kamödie wird Las Publikum in das Dariete MhamDw, dessm Programm sich vor den Augen a-bwickölt und. von den Figuren des nachfolgenden Stückes bestritten wird, versehen. Die Hauptrollen des Programms sind: „Der Illusionist" Teddy Brooks — Leopold Kramer, dessen Produktionen auf dem -Gebiete der modernen Salonmagie den Ausgangspunkt der anschließenden Komödie bilden und Miß Hopkms — Maria Orska, englische T-anzsängevin. Es treten weiters auf: Maria 2ltsti (rnssische Tänze), Karl Farkas (Improvisator); die weiblichen Hauptrollen spielen Maria Orska und Traute Carlsen. Regie Oberrogisseur Max Liebl. « Gerichlssael. Pf«ndnote«fAscher. Aufangs dieses Jahres tauchte!: in Wien und andere:: Städten falsche Füuspfuudnoten. aus, dir täuschend machteahmt waren und nur nianchnMl durch, kleine Fehler in der Zeichmmg erkennbar waren. Die potizoAichm ErhÄbnmgen ergaben, daß sich in Triest eine Bautnotenisäffcheovande niodorgelassen hatte. Die fal-jchen Noten wurde!,! dann für ein Fün-stol des wahren Wertes an Agenten woiwMHe-ben. Einer dieser Agenten war der -in W>oto%U'0 wohlthaifte vsterlreichiisü-e Sdaiatsianigehör-iige "Franz Bien k. , Mit ihm waren, der Mjährige Gärtnorgehiilse Eugen Klink und dar Schährvge Privatboamte Otto Hasbaner bebamit geworden, and es galang dam Blenik, die beiden zun UabomMlne van soilsch.'n M-aten zu boivegen. Auch der 86j8hri.ge Agent Edmund Sza las und der 96jährige RawnhäMer Herinann Weitz ü-bevnahmen solche Noten und sollen versucht haiben, sie in Wien, zu verkamst!!-. Gestern hatten sich vor eiiiiom ,Schöifsen>ien-at unidor Vorsitz des Hosvates Dr. Hotter Klink und Hojibvilror wagen Dcpbrechens des Betruges, Waitz und Szeilay -wagen versuchen Betruges za verantworten. Die AngMaigten Kii-nik, Hofbauer und Szalai Hoben gu, daß sie von Blenk in Triest falsche Noten enhÄten haben, stellen aber -in Abrede, daß sie diese Noten Weiii'wgcgcben halben. Weitz erklärt sich nichtsthuldig >md stellte überhaupt in Abrede, Falsifikate an sich gebracht zu haben. Bstnk wurde bei der Ausgabe von falschen Noten in AiMverpen vochalste't und von der belgischen Behörde nach Trie.st auÄgelieferit, wo das VMisahren geg:n ihr im Zuge ist. Woher Blenk die falschen Noten bezooen hat, ist nicht bekauidt. 9ioch weniger ist mit Sicherheit ernoeisen, daß Klink, Hof bauen, Szalai und Weitz wußten, woher die Falsifikate stammen. Der Gerichtshof erkannte die AnigeLloigten Mink und Hofbauar des Verbrechens des vollbrachten Vc- L'NMs, den B-efchu'ldiMten Szal-ai des versuchten Betr»vgieS schuildig n.n,d vevurtvikte die dru zu ja 18 M o n a t e n s ch w e r e n K e r k -e r s. Gegen Klink und Szalai wurde auch die AustvÄsulUH.ausgesprochen. Der vieirt.e Tlin>^loHt.e Weitz wurde / r >e i -g e s p r o ch -e n, weil seine Schuld riicht eii'w-aadsmi -erwiesen wurde. Ileiber seinen woitoven MfentWt entscheidet -die Polizvi. Mitteilungen aus dem Publikum. HOTELRESTAURANT 21. GUTH II. HOLLANüSTRASSE Nr. 14 NERKANNTBESTE KÜCHE! Speiseservice IS» ÜR&UIV9 I. Wipplingerstrasse Nr. 18 Reue knthMingr« im Fall Kadiver? Die in St. PAten ihre fünisjährige Strafhaft vsvbüßende Frau Kadivec hat am 21. S-cptiemiber, am Id., 15. und 22. Ok-tbbr vior Eingaben an die Wietwr Staialts,aMalt.schaft Grichtot, in denen sie den Sachverhalt der ihr zur Last qel-rsren K'indevm-ißhandkuingcn wesenMch - anders darstellt -als fein erzeÄ im Prozesse. Diese Einigaüen sind sehr unnisanigr'elch und ein Antrag ans Wi>eidvvauifn>ahinie des Verfahrens wvrd t-cennächst durch den Nechtsibeistand der VevurteDrn, Dr. Ernst Jelilinek, emgcbracht w-evden. Nach dm neuen.Darleguingen der Kadivec sind fünf ihrer sechs M i >t >b e s ch u l d i p ta n,' von denen vier sveigespr-ochen und einer bedingt ver-nrueillt worden ist, an den m eisten Dol'i'kllön nicht w en i-g er schu-ld als sieschdst. Auch noch eine siebente Pevfön-lich'kedt, die in ihrem Prozeß Mar genannt wurde, aber nicht anigeklagt war,- wird besch-nlldigt. Ein Siebenmilliardenbankrott. Der Prozeß Men die -Inhaber der Textil'fimna Ungarn. N e u rn a n n und Konsorten wurde gestern beendet. Der Staatsanwalt trat bei acht Angeklagten von der Anklage zurück. Der Prozeß gegen die anderen vier Beschuldigten, und zwar gegen Josef N e u m a n n, Wolf. Ungar, Josef Kahn und Leo Berger wurde vertagt. Eine antisemitische Rüpelei. Aus Berlin wird uns berichtet: Am 7. Juli d. I. fand tit Dleichervde das Vogelschießen ans -dem BogÄberg statt. Ws der Bankier Dr. Frsihberg, ein angesehener jüdischer Bürger Bleichercdes, den Berg hinunterkam, begegnete er dem Rittergutsbüsitzer Bnvberg. Im Vorbei- . gehen sagte Burberg die Worte: „Ick . gehe in Ankunft nur wieder auf den Vogekberg, um Juden von Bleicherüde den Berg hinunterzusagen." Dr. Fr-ühberg stellte Burberg deshaH zur Rede, wurde aber von ihm tätlich angcgrissen. Das Amtsgericht Bleicherod-e -hat Burberg jetzt wegen 'wörtlicher und tätlicher Beleidigung und Körpervevletzu-nä zu einer Strafe von 509 Golidnravi verurteilt. Das Gericht erklärte in der Urtei-lsbegvündung, daß durch die Aeußerung des Ang-Magten jeder Bleichevodvr Jude beleidigt sei. Die Höhe der Strafe sei deshalb ger-echtfer.tigt, weil der Angeklagte sich von einer -rüpelhaften Seite gezeigt habe. Badebedürfnis und Gemeindesteuer. Der Bevwaltungsgerichtshof verhandelte gestern über eine Beschwerde der Hotsls Me i ß l u. S ch a d n und M e t r o p o l gegen die Gemeinde Wien.wegen Einbez-iehung-der Badebenützun-g in vie'Fremd-enzmunerabaabc. Der Beschwerdevertreter bestritt nicht die Be-, rechtigung der Abgabe , in jenen Fällen, in welchm es-sich-u.nl eili m-it üeul Hotelzimmer in Verbindung sichendes Badezimmer handelt, denn dann sei dieses ein Nobenraum des Hotelzimmers. Bei den beiden Leschwewes-ührenden Hotels handle es sich aber luu eine i-m Stockwerk nutergebrachte. nri-t feinem Hotelzimmer 'in Verbindung stehende Badecinrichinng, die von den Hotelgästen nach Belieben -benützt werden kann oder nicht. Diese Einrichtung unterliege ebensowenig der Fremdenzimmer,abg-äbe wie das Diktcrphon, Stenoar-aphiezimmer, Gesellschaftsran-m. Massage, Pediküre, Nnndsahrten nsw., die von» Hotel den Gästen geboten werden. Würde man von allen diesen Einrichtungen die Fre-mdenzimmerabg-äbe einheben, s-o müßte man den Fremden derartige Beträge abue-hmcn. die für sie einfach unerfchwi-nglich sind. Der Vertreter der Gemeind^ Wien erwiderte, es gehöre,, zu den kult ure-l-l en B edü rfuiss en d-e r Hotelgäste, ein Bad zu nehmen und ihnen Gelegenheit hier.-n zu griben. Dabei spiele es keine Ralle, ob eine" ckbgesano-ert^ Badeanlage im Hotel errichtet ist. andernsälls wäre diese Anlage ein nn-b-esngler Gewerbebetrieb, gegen den die Gewerbcbehörde ein-s'chreiten müßte. Der Verwaltnng-sgerichtshoj erkannte ans Abweisung der Beschwerde Mit der Begründung, daß alle mit der modernen Entwicklung des Hotel- Wesens in Znsanrmenhang stchenden Hotoleinrichtungen der Fremdenzimmtcrabgabe unterliegen. Politik und Paukboden. Eine Säibelajfäre bildete gestern beim Strafbezirksgerichte 1 den Gegenstand einer Ve-rhandktng, in welcher der Geueralse-kretä-r der großdentscheu Partei, Rudolf Ebr-lich, wegen vorsätzlicher'leichter Körperverletzung, und der Ehchredakteur der „Deutsch-'österreichrschen Tageszeitung", Dr. Hans Hart m aye r, tv-egen versuchter leichter Kbrpevderl-etzung angeklagt wvr-en. Beide-gaben die Tatsache, daß zwischen ihnen ein Säbeldnell stattgchznben habe zu, weigerten sich jedoch, über alle anderen Umstände des Duells, über Zeit und Ort, sowie über die bcig-ez-ogenen Sekundanten, irgendwelche Angaben zu machen. Nckbereinstinmlcnd erklärten' beide bei der Polizei, daß der, Grund zu dein Duell du rein privater und keineswegs politisch er gdv-esrn sei. Der Polizciarzt ko-nftätierte bei Dr. Hartan-ayer leichte Berletz-nn-gen. Zlt der gestern vor dem Lmtdesgerichlsrat Dr. K n t s ch a stattg-chabien Berihaudlnn-g waren beide Angaklagten i-nf-ckge dienstlicher Verhinderung persönlich nicht ers-chienön. Ihr Verteidiger trat für den Freispr-nch -beider Angeklagten ein, indem er darauf hi.twies, daß es' sich rm Vovlivgmiden Falle um eine Pank-erei. ähnlich einer SPlägermenisur gehande-lt habe, und daß derartige Packereien gewöhnlich weder gerichtlich.noch poli>zeil-ich verfolgt werden. Der Richter verurteilte den Angeklagten Dr. Hartmayer wegen vorsätzlicher -leichter Kör-perverletzu-ng im Naufhande'l, den Än-Magten Ehrlich wegen B-ersücheS dieser Uebertreäung zu einer G-eld-- strase von je 100.000 K., eventuell z-u je 24 St-undvn Arrest. In d-er Urteilslbogvündun-g hgb -der Richter hervor, daß es sich hier um ein Säbelduell, wenn auch mit Riiclisicht aus die geträufenen Srhntzmaßrrahmcrt nicht um ein. Duell im richtigen Sinne des Wortes,, gehandelt habe und daß -bei beiden eine fei-ndsölige iiu'ö vorsätzliche Absicht, sich oveMmÜ. im Dn-ell zu verletzen, von vornchcrein vorhanden -war. Der Berteidig-erchic'lt sich zur Ergreifung eines Rechtsmittels Bedenkzeit affen. Bolkswirt. HerabsetzkW der Werrelchischen Wkontrate. Ein Kompromißzinsfuß von 13 ProzM. — DemkffionS« absichlen des Präsidenten Reisch. In der gestrigen Sitzung des Generalrates ist die Herabsetzung der österveichischen Diskontrate von 15 auf 13 Prozent geschlossen w-o-rden. Dies entspricht wohl nicht den Erwartungen, «welche m .'öeHugauf. die- Ermäßigin-ng der Rate gehegt wurden. Scho-n seil «cirem Monat hieß es. daß der DiKkontsatz auf 12 Prozent erniedrigt werden würde. Es verlautete dcvmals, daß ein Generalangriff amf das hohe ZinsgeVSude, welches die osterrdchische Wirtschaft bedrücke, gemacht wer» den würde. Gemein saun mi-t der Heradsetzimg der Bankkvmditio'N'en, 'welche durch die Erniedrigung bsr ValuteniU-Nld Bankemmtfatzsteuer erzielt werden sollte, war auch geplant worden, -den offiziellen Zinssatz empfindlich herabzudrücken, um' so die AuSwiMug dieservereinigten Maß- . nahmen auf den Geldmarlkt einPsiMicher -n machen. Zlvar iist im Privatverlchr der' Zinssatz schcM evheb- ' lich gesunken. Im Schoße der Natwmchanik haben sich aber' im letzten Moment vevschisdeue Strömungen gcltenL gemach-tz wvlche. diesen Plan nicht vollik-omMn zur Durch-- firihvimg kommen ließen. Während' Präsident R e i s ch unbedingt für einett entschiedenen Abbau der höhen Zinssätze ist und von seiner Absicht, vorläufig eine drei-prozentiäe Heraibsetztt'Ng der Zinssätze eiirtveten gu lassen, feit langetz - kein Sehl -machte, war der ausländische Berater der Rationalbank für ein V-eMeiben'des jetzigen: 'hölhew Zi-nUatzeS von 16 Prozent. In demfelben. Sinne hat sich auch' die'. Londoner „Times" ausgesprochen, welche erklärte, daß die lFma-nzkri-se Oesterreichs noch lange nicht überwunden fei, als daß schon die hohen Zinssätze. aLgebauit -werden'kön-n-. ten. Es müsse durch dem hohen Zinsfuß weiter das fremde Kapital nach.Oesterreich gezogen imrden. So 'hat sich ein .gewisser -Gegensatz zwischen der Leitung der Nationalbauk und dopt a-nsländischen Berater ausgebilidet, der auch' in-' der Oeffentlichkeit lebiha-sten Widerhall fand,'wobei die. Wiener Presie zugunsten des Präsidenten Rei-s ch /Sicl- -lung nahm. Es verlaultete, -daß die Gegensätze so schar? geworden seien, -daß . . Präsident Reisch ernstlich an seine Mdankung denke,- - im Falle die Zinsfußfrage nicht in seinem Sinne gslöst. werden -würde. Die geftrsge.' Sitzung des Generalvates hatnun ein - Kompromiß geschlossen. Der Zinsfuß wurde mtm zirka die Hälfte der Höhr, die beabsichtigt war,.herabgesetzt. Damit smd vo-rläus-ig die Gegensätze gemildert Wochen. Cs ist . das letzte mal, daß der G enerÄvat die Hohe de's Zins- , süßes festgesetzt hat. Tie nächste ZMsfntzlbesti'Mlmuug w>ird bereits d>ürch ein Exekntivkomiltee bestimmt werden. BoriläiNsig darf noch, bis ans w-eiteves Oesterreich für sich den Rekord in Anspruch nehmen, die . höchste offizielle Diskontrate Europas | W haben.. Nachistchettd das offizielle CoemMnigue: « Der Ge-neralrat der OesterveiäMchen Nailionaböan)' hat heuw unter dem Vorsitz säines Präsidenitien Bnudesrninisters a. D. Dr. Richach» Reisch -die regehnäßige Monatsisitzung abgohalten. ' Der Generassrät hatte Ler-eits in seiner letzten Sitzung in Anbetracht der günstigen Gnrwick- - lang des Standes der Notenbank eine Horrvbsetzumg der. Bankrare in Aussicht genommen, von eiiwer so-lcherr aber damals Umgang genommen, u>m Wch die Gntwickiwng^der ' Nächsten Wochen zu -beobachten. Da nun aber der Mo-nat Ok-. teber eine weitere na-mhasite V-ermindernng des Eskoinripteporteffemllestandes, gleich zeitig auch eine entspwchendr Bermehru-ng des Banschatzes brachte, dvr 'PriiivaGnssus; u-m -mehr als-2 Prozent -unter die ge-gen>wärt>:ge Baukrate gesunken ist, endlich die Börseamd Wirtschaftslage eihie zu- Vevsichtlicheve Beurteilung zuläßt, so Sö-mtt* mmmehr der Frage der Herabsetzung des Bankzinsfußes näher getreten werden. Aus Gründen der Vorsicht und mn den «in ausländischen Krsisen rege gelvordenen "Bedenken nröglichst Rechniü>n,g zu tragen, glaubte die Baukleiitung jedoch, das Ausmaß dieser Hewbsetzmvg mit nur 2 Prozent in Vorschlag bringen zu sollen. Diesem Anträge wurde aus der Mitte des Gencralrates ein Gegenantrag auf Hsrabsetzu-ng des Bankzinssatzesauf 12 Prozent entgegenge-stcllt. Nach eingel>LN-d-.w Erörterung des Für.und Wider wurde der Antrag der Ba-nl!oitung bei Sörm-menglaichhe-it durch die SüiUttne des Vorsitzenden zum Beschluß erhoben; hiLNtvach -erscheint der Bankzinsfuß mn Csko-mpte um 2 Prozent,-d. i. von 15 auf 13 Prozent, mit Wlirksamkeit vom' 6. November dieses Jahves augefangen, hera>bgesetz-t. J-n der Debatte lv-urde a-nerkannt,- daß ungeachtet der Herabsetzimg der Baukral-e an der -strengen Beurteilung aller an der Bank herani-vetendetr Ansprüche stftgehalbeu iwerden müssel Der in einigen Zeitungeu^ersch'eneuen Mitteilung, -der uu-n-mchr hembgesetzte Zin-sfußwerde in naher Zeit v-on ciin-cm nenn - prozentigen äbgelöst werden, Mt jede Grundlage. Leber 2M0 EhaluM MM ZumMKeren Kajemeth l'Fsrael Nr WL'ü Mische LM nach Palästina Palästinawoche des Keren Kalemeth nisrael irom «5®t ES«. Ufoirembei? GggaiEra^cwiragiaasBgggiigaBBnBroBaMgiGraa^ _