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Wiener Morgenzeitung · 1924-11-06 · Heft 2054 (6.11.1924) · page 1

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 2054 (6.11.1924)
Date
1924-11-06
Page
– (sequence 1)
Language
German
Belongs to
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N iPolen: 2Pgroszy| Wien: Zum Abholen in der;. 1 Expedition, II. Taborstr. 1*3,! oder in einerVerschleisstelle STrafik) monatl. K 40.000 trassenverkauf in Wien ' durch die Kolporteure der i Firma Goldschmied, 1. Bcz., Wollzeile 11 i Mit Postversand für Wien d. | Oesterr. monatL. K 40.000 | Tschech o-Slowakei: j Mon. K20. Jugoslawien: Mon. Dinar60. Polen: Mon. 3*/* Zloty, Deutschland: Mon. Goldmark 4, F r a n 1c r., Belgien: Mon. Fres, 15 teuer Ifa-Palast-Kino //. Taborstrasse t-3 I Peels K 1400* V' ■.. ... N.ii.1. i 1 Eng-land: Mon,4 Schilling-, II a 1 i e n: Monatl. 15 Lire, Puma» i.e n Mon. 150 Lei, Bulgarien Mon. 80 Lewa, Schweiz und das übrige Ausland monatlich Pres. 4. Redaktion u. Administration Wien, II., Taborstr. 1—3 Telephone: 44-0*38,43*3-19, A'oßUhr abds. 21402,25-282 IX. Universitätsstrasse 6—8 (Druckerei Steinmann) IV Nnehsahl unsren . _ bei PraiterH3hunjreB Vorbehalten m «r. 2054 Wien. Ionnerstag. 0. November 1024 Oestcureichisches Postsparkassen-Konto Mr. 150.698 8. Jahrgang Großer Mo der amerikanischen i Zoolidge wiedersewM. (Mgendienst der „Wiener Morzenzeitung".) New -?) orr, 8. November. Der Nachfolger Hardlngs, Eoolidge, ist mit überwältigender Mehrheit zum Präsideuten wiedergewählt worden. Seine Arvertsmehrheit in Lex nächsten Session des Repräsentantenhauses wird mehr als 2v Stimmen betragen. Außer Coolidge wurde auch General D a w e s als Vizepräsident gewählt. * t&o%e ist 52, Daiwes 59 Jahre alt. Coolidge wurde MMärz 1921 zum Vizepräsidenten gewählt -und trat nach HardmgZ plötzlichem Tode am 2. Auigust 1923 an die Spitze der Geschäfte. Dawes war als Generaloberst Leiter der CiMufsAommrission des amerikanischen Heeres M Europa. Nach dem Kriege reformierte er das amerikanische Budget. Berühmt wurde er als Vorsitzender des. Expertenaiusschusses für die deutschen Reparationen, Niederlage des Pogromantisemitismus. New-Aork, 5. November. Nach dem bisherigen Ausgang der Wahlen hat der Ku-Klux-Klan überall stark an Bedeutung verloren. Qs& ist Hm dis jetzt n i rgends gelungen, seine KMdWöen durchtzusetzen. Äi! Wahluranöver. ‘ New-Aork, 8. November. Für Co. oli d g e stimmten &T5, für Davis (den Kandidaten der Demokraten) 149, für Lafollette 13 WaPmäpner. Letzterer gewann lediglich seinen sicheren Staat Wisconsin. Von den ausstchenden Resultaten aus sechs Staaten erwartet man 24 für Coolidge, so daß er über eine Majorität von 339 Stimmen verfügen werde. Gouverneur Smith hatte eine Mehrheit von 100.000, Coolidge im Staate New-Aort eins solche von 800.000 Stimmen, - - 7- Amerika und Em.'vpa. New-Iork, 5. Nobomber. Im Weißen Hause wird erklärt, man werde die Europa zwm Zweck der Verbesserung seiner Währungsverhältnisse und zur Wiederherstellung der Wirts ch a s t l i ch e n Lage gewährten Anleihen auch weiterhin begünstigen. Dagegen wird man sich gegenüber Anleihen für militärische Zwecke ablehnend verhalten. ' ■ \ 90 Prozent -er Wähler. New-Iork, 5. November. Die WahlibeLMgung war im ganzen Lande eine nng-che-ure. Zirka 90 Prozent der Wähler beteiligten sich an der Wahl. Eine UelbervaschM-g gibt es nur insofern, als die Demokraten nach schwächer erscheinen und Lasollettes -Partei etwas starker ist, als man erivartet hatte. „New-Aorck Herald" meldet!, daß es im Verlause der Wahlen verschiedenMch zu außerordentlichen Zwischenfällen gekommen ist.' Aus mehreren! SiaMn' wird über MörnUgen.her berichtet. üIb 'Wcdep 'bei emeim Zusammenstoß ein e ZI v >ilp e r s ö n g etöt et und ein Polizeimann verletzt. In Lexington -hat' dev die Abstiimmung überwachende Richter zwei seiner Hilssörgane im Lause einer A^einändersetzWg durch Revolvers ch nss e tödlich verwundet. Davis beglückwünscht Coolrdge. ' Washington, 5. November Davis hat an Coolidge ein Telegramm gerichtet, worin er ihn zu Wem Sieg SitMotff* AmeebeW. Juden als Geiseln. Leipzig, 8. November. Die „Chemnitzer Vottsstimme" veröffentlicht Urkunden, die einen Regimentsbefehl des von Lud e « dor f f begründeten großdeutschen Frontverbandes, genannt „R egiment Ar minius", enthalten. In diesem Regimentsbefehl wird die mill» t L r i s ch e A u s r ü st u n g der Verbandsangehörigen vorgeschrieben. Jede Kompagnie hat eine Liste der in ihrem Bereich wohnhaften und im Ernstfall als Geiseln in Betracht kommenden bekannten Juden sowie der Führer der Linksparteien und der Redakteure der linksgerichteten Zeitungen mti Personen anzulegen. Es heißt in dem Befehle: „Ich erwarte von jedem Angehörigen -es Regiments, -aß er sich voll nnd ganz unter seine Führer stellt, und falls der Tag hereinbricht, wo endlich die Abrechnung mit den November- Verbrechern erfolgen kmm, sich mit Leib und Seele für die heilige Bewegung einsetzt." Die Putschenthülturrgen. M ü n ch e n, 5. November. General L n d e n d o r s f hat bekanntlich angckündigt, daß er über die Rolle des früheren bayrischen Kronprinzen Ruprecht Enthüllnngen bringen werde. Die Korrespondenz der bayrischen Volkspartei erklärt nun, daß Lndendorff in der v e r t r a u l i ch e n S i tz u n g -es Hitler-Prozesses von diesen gingen Kenntnis bekommen habe und daß er sich strafbar machen lyiirdh wenn er das Schweigegebot brechen sollte. Diese.Mitteilung steht; in merkwürdigem Gegensatz zn den anfänglichen Meugnungen der bayrischen Volkspartei bezüglich per Tätigkeit des' Kronprinzen, der noch vorgestern Lndendorff als Lügner nntz Schwindler bezeichnete. MlÄwins Kabinettsbildung. London, 5. November. Der. neue Premierminister B a l b w i n empfing im Lause des heutigen Vormittag im konservativen Hauptquartier . die Staatsmänner, di< gestern abends schriftlich und telephonisch zur Teilnahme an seinem Kabinett eingeladen wurden. Es befanden sich darunter Lord Curzon, Lord Ponger, Sir Robert. Horns, Churchill, Mville Chaanb erlain unandere. In konservativen Kreisen wird betont, daß Baldwrn entschlossen sei, diejenigen Männer ausKUwählen, die -nach seiner Ansicht am besten -fiir die verschiedenen Posten geeignet wären. ' ' ' \ i Die feierliche Eröffnung, des Unterhauses wird äm ■’t oder 2. MMiVer-MtfiM«.^ i - 3«s»Mmms einer MentekonttollksmmWon in Badern. München, 5. November. Die Kvrrchponven!) Hoffman« meldet ihMä-mtlich: Bei einer Ko-ntrolle der B e r- ' b a n d s st a a t l i ch e n D i ft r i.k t s I o int m i if s t o n in der Waffenmeisterei von Ingolstadt am 5. ld. kam es bei der Abfahrt der Kontrollko'MMisfion zu einem bedauerlichen Zwifchenf a l l. Eine e r r e g 1 e Volks m e n. g e drängte au der Domubvircke unter D roh rufen am einen Kraftwagen Anläßlich der am Sonntag den 9. Novemver stattfindenden Neuwahlen in den Vorstand der Wiener jüdischen Kultus» gemeinde gibt die „Wiener Morgenzeit^ng" eine Wahlnummer heraus, die allen Kultuswählern gratis zugestelll wird. Diese Spezialausgabe liegt heute auch der g e s a m t e n W i e n e r A u f l a g e unser es Blatt es bei und wird an unsere ständigen Trasikabonnenten und Einzelhäuser zusammen mit der regulären Nummer unseres Blattes gratis abgegeben. Abbau md Gtzmen. —d. W i e n, 6. November. Mit der Konferenz der Negierung und der LandesfinanZreferenten, in der gleichlaufende Maßnahmen zur Herabsetzung der auf Brot und. Mehl lastenden Bundesiutö Landesfteuerit im Prinzip beschlossen wurden, ist erst ein sehr schüchterner llnfang zur Senkung der Preise jener Artikel geschehen, die weit über die Friedensparität hinainfgewirbelt wordensind. Nicht. Brot und Aichl allein, sondern auch Fleisch und viele andere Bedarfs» : arMl--kosten-heute weit mehr als vyrdem Kriege. Boi.-- nchmlich 'Bekleidung und Voschnhunig sind viel kostfpieliger als vor dem Dage, äa ein alter.Herr in Schönbrunn akles-reiflich erwogen-hat. Diese Preissteigerungen werden durchaus nicht wettgemacht durch die niedrigen Mieten, da hertte ein großer Teil der Bevölkerung, der in Submiete wohnt, voll ValorPerten Zins bezahlt und die glücklichen Besitzer von Wohnungen zu deren Erhaltung .Beträge aufwenden muffen, die gleichfalls die Vorkxiegshöhe weit überschritten.haben. Der Versuch, beim Brot den Anfang nrit dem Preisabbau zu machen, geht von der ganz Munden Ansicht aus, daß der Brotpreis als Maßstab für alle Löhne und Gehälter dienten kann. Ob diese-Bestrebungen das richtige Verständnis bei der Bevölkerung finden werd^ ist jedoch zweifelhaft, da die Not der vier Kriegsjahre -und der Mangel der Nachkriegsjahre eine Geistesverfassung erzeu-gt haben, aus der heraus sehr viele Erwerbende nicht mehr nach dem Preis der Ware fragten, wenn sie sie nur überhaicht bekommen konnten; überdies wurde viel zu lange von den Gewerkschaften eine Lvhnpolilik befolgt, die es dem Aribeitiwhmer haltungskosten sich mehr Päpiergeld auf die Hand zahlen zu lassen. Nun scheint es sich der Regierung, die der wachsenden Tertevungswelle nicht Herr werden kann, -vor allenr darum zu handeln, den Index nicht weiter ansteigen zu lassen. Km laufenden Monat wirkt auf die Lebenshaltungskoften die Erhöhung der - Wohnbausteuer sehr beträchtlich ein. Diese Steigerungsgu-ote des Index kann nicht wegeskamoticrt werden, aus welchen: Grunde der Re-gierrmg sehr viel daran gelegen sein muß, weuigsteics heranohne - daß Mes von" der Polizei - hatte, vechi-ndert, werden können.,Nach poMufigenEBerichte'N «wurden zwei Eutenteoffiziere.insn'lLiert.i - - Die ' ibäyvifche -Staatsregierümg 'hat sofort -die st re n g st e XX u ters ü ch u n g eingeleitet. Der an Ort' ltmd Stelle befehlende ‘ Polizeibeamte ist vorlänsig von seinem Dienst enchobon iworden* vorgelMagene Bernri nderung der Warenunrsahsteuer auf Meihl. und Brot und den - Verzicht der Länder auf die Fürsovg-eabgabe der nrehl-.und broierzeugenden Gewerbe wäre immerhin eine Herabsetzung des Bvotpreises um 300 bis 400 K. möglich, aber bald nach Unterzeichnurig des Ha.udelsvertrages mit der Dschecho-Slowakei sie ist für den 17. d.-,' den Tag der Ankunft des Doktor Benesch, in Aussicht'genommen — wird die Regierung -den-.neuen Zolltarif in Kraft setzen müssen. Mehl und .Brot,die bisher zollfrei waren, werden nun auch bei den: neuen-System der gleitenden Zollsätze mit einer Akzise belegt ^werden, welche den /durch, den Verzicht der Gemeinden auf die Füvsorgeabgabe und die .Herabsetzung der Waren'umsatzste-ner erzielten Effekt glatt anfhebt. Mint es Dr. Kienböck wirklich ernst mit seiner Aktion: VIEL GELD ersparen Sie beim Einkauf von Stoffen für'Herbst und Winter, Damen» und Herrenwäsche, Leinenwaren, Strick* und Wirkwaren, Teppichen, Vorhängen usw. gjjiV* Im Warenhaus II. TaborstraBe 48 Tetaphon 47-I-79 Engros En detail

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