Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 6 (1924)
- Issue
- Heft 2050 (1.11.1924)
- Date
- 1924-11-01
- Page
- Seite 12 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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E' Wk IS Wen, SomMg Wiettdr MoMnzettünA. t. No^LMibex 1924 M/A«0 . » . kl 0 P f 6 f I ( Oie Ltrickmode beim Modetee. Me wir bereits in unserem vovwöchigen Mvdebericht ikmftatieren kmmtm, hat bk Wiener Stvickmode aMUich der BorWhrmMn beim Modetetz -im ,^Labarm" einen erordentttchen Gvfoikg davon,getragen. Es gab eine ganze )e gestrickter Modelle, die dadurch auffi-elen, daß sie von den bisherigen WollmodeschöMngen abwichen. Wäyw«b bisher die gestrickte Kleidung nur als Art Zweck- Me.ibu-ng ivW für Sport, teils als Kälteschutz angesehen ^wnrde, hckben die jüngst ckdgchaltemn Vorführungen den EÄdruck einer neue« Strick mode gebracht, die über -dev Praktischen Zweck hinaus auch für die Gesellschaft taug- Kch fft, ohne däbei auch nur irgendwie an Eleganz und iRsDWM gegEer den WWgev Loüetten aus Seide Unter Pen zahlreichen Modellen fielen gestrickte braune WoNmantel mit QmrdessinS in Gold, mit Pelz verbrämt und besetzt, auf, ferner, ein gestricktes Kostüm Mit Doppelkaros in > Havanna und Beige, des weiteren ein gestrickter schwarzer Seidemnarttel, ganz mit weißer Kreuzeln» »i »lr ß>,»» » »I» vT » Ke» Me MKMt Ser Eckmode ist ein weiterer Vorteil der« dadurch kann die Dame AbweWnng Sp^^ jWM^ chve W BudgÄ wchEch zn stickerer bedeckt, mit dveißem Mufflon besetzt, ein prächtiges Unchüllenstück, das das in Wien geschaffene Schwarz-Weiß in neuer Art dokumentiert.- Sehr lebendig war die Gruppe S p o rt.'Man^ <ün smärtes Kostüm, schwarz mit weißen Unterckarös, Kügelverschluß und einer dazu stilecht Passenden Sportmütze, besonders reizend «in aus Kamelhaar gestricktes RvdMostürm bestehend aus Sweater, Bvoech^-- höfe, Mütze arHnoM^ durchwegs mit Ledereinfassi^,^ diversebnnte Sportausrüstungen, beifplelsweis« rot in blau gemusterter Jumper, .Schal und Mütze otttb rot gestrickter Hock. Das elegarrte gestrickte Modell präsentierte sich in der. GruppeH a l l. §Bot allem fiel «In schwarzes, mit HermÄin verbrämtes Seidenkostum mit langer, moderner Jacke auf, 5>o3 iitt Dpsieck herrlich gestickte bunte Blumenmuster ausivi-es, ferner ein entzückendes Complet, bestehend aus einem braunen Seidenkleid und neuartigem Cape, nicht zu vergessen ein von der Filmschauspielerin' Grit Haid vorgeführtes Complet, bestehend aus einem weißen, gestrickten, ärmellosen Hänger mit eleganter Jacke, bis zur halben Höhe mit aparten Phantasieblumen bestickt, sozusagen -eine Frühlingsblume im Winter. Die hier in drei Gruppen abgebildeten und zum Dell auch 'beschriebenen Modelle entstammen dem Strickmodenhaus „S o d y", Wien, 7. Bez., Mariahifferftraße 114, einer Firma, die in kurzer Zeit sich, zum führenden Haus dieser echt österreichischen Branche entwickelt 'hat. Besonders nn- Monierend die unechörte Reichhaltigkeit der Mlo-desie, m-ben i aukgesprochöner Zweckkleiduug, feschen Trotteurkostümen, -schicken Wollwesten und aparten Strickwesten auch das gestrickte elegante Fünsichrteekleid, wobei selbstverständlich au -die Welt.der Kinder nicht vergessen ist. T aufeh/ib ILLIQ/T IH TABOR/Ti HS 16 iwn. x«rioK)ot> numon«4-» Wirderkrhr des Grrmakrnschmucks. GMAtznkommen' jetzt Wider in Aufnahme. Der dmckelrgte Halbedelstein, der so kleWNn ist Mb den unsere Großmütter %o gern ckvugen,' wird, jetzt als 'der,, eleganteste Schmuck .bei. allen möglichen GaMerungen verwendet. Eine Hu^chnall«. aus.GraW^I : -^^ÄegMeftesSch»Mck. Kr -Vrn -den$§•: Mbt: -MMöM wDeft Ach ^ift. -HWft.tzM. f NMln.KMen.De kst.' eine Granafichnälle das Feinste M die Verzierung des Tanzschuhes. DiesevunkeHeuchtenden Steifte "stehen besonders Brünetten vorKMch. Natürlich dringt mau auch.wieder eine Meng« von Granatschmuck, der in den letzten Zähren ganz aus butt ZuweliergsschÄsten verschwunden ■ war. Man bevorzugt solchey^Gränatschwuck in alten Fassungen, die noch etwas von der Smmnuftg der Grohmüttetzeit hüben. Gra-natarmdänder and GranÄmodaillonS werden viel -gslaufft, zum Teil sind sie mit Saphiren'verarbeitet, wodurch die Farbenpracht erhöht wird. Auch die Bügel ÄeganterThea-terbeutel find mit Granaten besetzt. _ PELZE AULER ART VEREmSMUNOSFEUE BEIM SELBSTERZEUQER ÜT zu konkurrenzlosen kreisen l ./WM , . Besuch lohntniii PBlilni Stefinsalz, Wien, I. B-Hfengassß 3 MtWinmm s> MM QondchiSSKbT Nach im»« MrtoüR, «ÄtsaEt. Z?.9ovt[m««gt M StM M der Moldau. Roma«. ' Vm Auguste Hmfchmr. ,MK H vom Hradschm marschiert bin, HM Hb. mir die weiße Mute, auf die Mütze auf- ' ' ' - gesteckt." Durch Dur uach Moll. H der Weg nach Rußlands Erbe, 'tzvchs HE ich in der. Welt verbrochen, > ' mich Gott so strafen muß." W. 'zum.Ärchchret falscher Quinten, dem Pizzicato- 'der SchtoapPneLS. Mberraschend cM-rechewdeS ^E»de, iu einem Septimenakkord, der sich nicht mehr D« - Ratlosigkeit der verblüfften Hörer bestimmte HlR Händeklatschen Zahradils die Richtung. Er fand Nach« ch»er, frommer, der auftauchte, als sei er von Beginn M. d^ gespeseu,. drückte Eduards Hände, einige ältere Damer^ glücklich aus dem Nichts zu tauchen, umringten und -pellten sachwidrige Fragen. Hatte nur nicht im eöenztmmer ein Amusischer das Grammophon aufgezogen, nach dessen Krächzen schon die Füße schleiften, Satot las in Eduards schweitzbedeckten, von GetbvrtKwehen seiner Schöpfung dürchschüttelten blutleeren Mgen die unsicher« Frage: War es ein Erfolg? Habe ich jßWaS. Bleibendes gezeugt? und die Empsindlichreit gegen HU Verständnislosigkeit des Lobes. Das Mißtrauen, daß ^«r eö nur dem Mitleid danke. Was mag er sich nur wieder?rm^lbstderkleinerung und Torheit leisten, dachte Jakob. :Er dächte: Dem Werk habe ich gedient. Der Mensch muß 'ßH nun allem behelfen. Er nahm sich das Recht, die StäÜe seiner Prüfung zu verlassen. Die Gesellschaft hattsich gelichtet. Ein Teil der Jugend hielt, -noch hartnäckig am Tm^vergnügen fesf. Di« Bridgepartie, an der auch Krommer terlnahm, war -noch nicht beendet. Therese durfte, ftubeschadet \ hrer. hausfrau- Nchrn PMchten,, i sich in> den vom jJapcmschvvm emgeschrosfenen Winkel siüchken. Ihr war, als habe sie schwere Lasten gwße Stveckm weit getragen. - Ihre Um- Aebung schien. M Was für eim- Zusammenhang. war zwischen ihr mÜ» all den Wbeln-mch Geraten, i Sie deichte: Mai«! seicht schlafen, Mit Mühe - koamte sie sich wach erhalten. V „Gnädige Frau fühlen sich sicher sehr erschöpft?" Sie hob di«' schweren Lider. Vor ihr, auf - dem Platz, Wn .dem vor emer Stunde Erich van Mlmtze'lüpo aufgestanden war. saß Aosrf Zahmd-l, Sie Awang ein Lächeln auf . die Lippen . ‘ - „Fa,, ich dm^ettvas müde." ' Er beharrte in Crnsthaftv^kert der Rede.. ' .- „Rur die Frau kann si» seWloS große Opfer brAgen." Sie dächte: Was will der -Mensch van> mir? und fand die Antwart: „Halten Sie das AbhÄlen enW-'NachnÄtassteeS für vi-n großes Opfer?" i / - Seine Blicke waren nachdenMich auf ste^gevichtet, „ES kommt, nicht auf. di« Art.des Opfers »an,, nur auf di« Kraft, die es der Seele nimmt. Ich Äwn i das täglich deMchten bÄ immer Mutter." . - Noch immer lag em. Schleier über ihrem Deniken. Noch immer war ihr das Gegenüber ei« Gast, .den mi-t glevchgUtiKen Redensarten M tzewirtien sie verpflichtet war. ,/Die sind ein guter Sohn?" Er benahm sich, als begegne ereinem WiMchen Fntovefse. . - >Äch MßMiM,-GitDgste. .-An <Gütz --- in^hepgeikvach- -tem Sinke glau-be ich nicht, nur an Notwendigjke.it. Ich kann mir Mein Leben nicht ohne -meine Mutti«: dercken, so wenig wir ich mich selbst denken .kann ohne Lunge, oder Hetz.' Das kommt wahrscheinlich, weil ich-ein Teil von-ihr brn und damit zugleich ein Teil .des grüßen Mysteriums, aus dem ich komme, und in das ich wieder einmal gehen werde." .. FEINSTE Herren ga rd e ro ben nach M a $ s u n d ko n f « k t l o nie r t - . sowie sämtliche HE RR E N M O D E A R T SK EL (Herrenwäsche, Krawatten etc.) „ . su mässlgan Preisen I H EBB EMDSLyg echt oposeuh in jeder Orösse und Ausführung flEF* zu besonders billigen Einfühmngsprelseti! "1^ HerfenmodstHDsÄeiorensfein, Wien, il. Hollandstr.lO^ Er bövücksichttM nicht di« Ungeduld einer nnwill« kurlichen Gebärde der jungen Frau. „NM -Wundern Sie sich, Gnädigste: Was nnterWt sich dieser Mann. Er geholt sticht in meinen Kreis, mcht in -mein Haus, meinem liebsten Menschen , ist er so. verhaßt, daß er mir ihn weggesagt hat 'durch sein Kommen. Und <mm, da ich vor Herzwch ganz ' zermürbt bin und nichts, anderes -deniken kann: ich-'möchte' mich verstecken, uyr mich .«M-ich auszüweinen, pflanzt er sich vor'.mich hin,-, miimmt sich heraus, -mir Vorträge über sich und feine Weltanschauung K hal-ten." ' / Aius ihrem Dämmern ansMvLttelt, beM Theresen nicht die-Empö-rung, mit der sie di-esen Unverschämten hätte aus ihrer Nähe .Misen müssen, 'nur etwas wie Angst vor diesem Fremden,' der - sich so erkühnte. Woher -wußte er von ihr, was würde sie von ihm noch über sich erfahren? Sie gviftnach ihrem Petzchrn, als furche sie, er werde ihr das KlÄd vom Leibe reißen. .Er schüttelte den Kopf.-- „Hüllen Sie sich nicht vor mir ein, Frau Therese. ES geht mir jetzt «nicht, um Ihren Körper, so bsgchvenswert er ist. Es gilt -den Fähigkeiten, die in Ihnen ver- WrmM-n, es gilt den Weg zu Ihrem Höchsten." Wieder -suchte sievergeWch nach SpM und Hochmut Jeder Wverstand eittgM - M vor der sanften und doch ge-bitterischen Beredisanckeit, wie ihr noch tnlic eine M Gehör gekommen war. . .' „Ich. bin bei Ihnen eingedimnlgen, ich ' weiß es, gegen Ihren.Willen, weil es für mich eine de-r vielleicht ümge nicht wisderkehvenden iAeletzeichLtten!. wür, "SLe^.älledr zu sprechen und für mich zu gewinnen. Es war meine Sehn«fucht fett dem Tage, an dem Sie mir auf dem Bahnhof begegnet sind. An demselben Abend hat mir einer ttwTtiÄet besten Kameraden gestanden, daß er Sie liebt. Ich glaube,-nicht, -daß er Ihnen etwas- 'bedeutet, 'aber ich möchte es von Ihnen doch bestätigt Höven." (Forisetzu-ng folgt.)'