Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 6 (1924)
- Issue
- Heft 2050 (1.11.1924)
- Date
- 1924-11-01
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Men^ Samstag Söicncf MövstenrettÜng. 1. November 1924 v y.'..T* '- /*v4r ■' xiv*Li\ \m Preise Unser Hau6 war, bekanntlich die. cr®te Fittiiu, welche den Beweis erbrachte, .- in Tausendern Jßr dass die,gesdiwädit.e IvauHugt des Publikums.;speziell des s hwergeprüften MitteliV;\ss:yJJf-Vv ' ■ / *" '■ .( >,•* . > sfsWs'-nKr durch ■ 4- - v». -ImtuiHt -• ■ . ■§[■■■: ■ - - .. -i : beit ersten Qualitäten, modernsten Aufmachungen und &berwäittgend(|rdsser Auswahl neu an beleben int. Wir batten durch unser eigenes System „Koasti greggen Kassa;1 ferner ».Grosser L xusatz, kleiner Nutzen“ Kämpfe auszulechten, doch vergrösserie sich, damit unser gutrr Hui und Knndenlareie vöri tag zu’^äg. Nachzügler werden unseren Vpr6j>ruhg nicht einholen. Wir bieten iuuner uoeh billig:erc Preise, ohne die Güte derWare im mindesten zu beeinträchtigen. aus triuterflauscb K 360. ■\r INiinttl IM £m«a| aas starkem Eskimo gefüttert, llltinitl arattellert, pdmrbrämt KßÖO. 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K 570 nus Crepe de chlne. reizende | Heute Feiertag »e öffnet! Fassons ... , K 690, 590, KIdifBef.^odelle Kr ^Nachmittag, C schaff und Abend K 1,950, Ke nützen Sieauch den l'oriuittau; zuin£inkaui! , 1,580, MODEN'PALAIS *TB, 2 A l S E R&Tfi, ASS E 1i1 iiS'11S PoMards iM *0 % ich habe schon etwas geloistet," We mlrr dieser TeusEevl vo Pomllard, als er W feinem oder siebenten Jchaunesbe-evenschnapS hielt: ,Do halbe ich im JLnner eine prächtige Idee gehabt. Asbri- AenS, womit habe ich mich denn dacinM sonst beschäfW?" . tßn hast Hunde -escho«n»" wagie ich emKUlwevfen, ^Md ihnen die Ohren -est-utzt " ,Hein, min! Im November HM ich, göstzrtzt « , ' ^«Äife Hast ' dn ab« nicht im Jänner die Marionetten an der Vcke . d« WEe de BOPeva iaGon lasse«?" ' «NM, Merchon. Das war im Dezember. DK Sache bt übrigens nicht von Dan«, denn wenn ich Dmst bvkam, ging ich meiner Wege und die Puppm liefen mir «aMÄich -wr großen Best-üi^nng der Zuschauer nach. Aber ßetzt fallt eS mir ein. Im Jäumr habe ich den Deputierten gespielt. Gin nettes Amt! Ein wackerer Mann ans dem Palais Bouvbon, dem ich, sagt man, fo ähnlich bin wie ein Tropfen Bitterschnaps dem andereir, hatte mich engagiert, immer hundert Schritte vor ihm herzugehen. Wem sich die Leute vorgenommen hatten, Hm eine Tracht PviigÄ »usommen -u laßen, habe ich sie eingestrichen . . ' ,Bin« behagliche Beschäftigung, das muß ich sagen." ,Mw>rß, aber davon wollte ich nicht sprechen. Ich habe etwas Besseres gefunden. Sm Geschäft, gang nach Meinem Geschmack Ich bin ZettelhäMer geworden," ,jawohl. Ich veickaufe Zettel, nicht größer als so, auf berven ein paar Worte gedruckt sind. Sie kosten mich eiinen Sott, ich derikause sie um zwo: Franken."- ,Lchne Uebertvekbung?" /Marte, ich UM einen vor dir vedkcmfön. Komm* M nvir." - Unfi> damit Kieht er mich schon zu dem nächsten Haus Und klopft an die Portierloge. ,Mten Tag" grüßt er. wie der Pförtner. evscheW. „Dachringe ich ihnen einen AnWagzetttl," „Einen Anschllagzettel?" ,^a. Sehen Sie ihn nur au.!Ist das nicht auSge^ich- Uet? „Hier- «ist nichts zu vermieten". Kostet nur zwei Franken." ■ ■r;:,V . „Danke sehr ., /- tßk haben Unrechk. Dieses Stückchen Papier beösuM stir Sie.Ruhe und Frieden. Für vierzig Souö iverden Sie alle Leute los, die, . „Halten Sie mich nicht aus." ' Ach g-rmste. Pouillards Trick schien auf die schönste Weise abzusalle«. Aber der Tmfelskerl, ergab sich nicht so schnell.. Die Dü« offen haltend, die der Portier Wehen wollte, fuhr er mit einem Lächeln des Hohnes fort: „Oh, ich verstehe, warum Sie dm Zettel nicht wMn. Sie haben MMch etivaZ zu vermieten. Eine Straßemvohnung? Oder nur eine HostvohuMg? Es ist übrigens gleichgültig. Nein,.nein, bemühen Sie sich Wt. Es lH-t.nrsr. nichts haray..die W-ohnung.zu-schett. Ich werH -Hüßü; nur paar. Freunde schi^ew'. -.dif gerade keim‘WoWÄg. haben. Ach kenne ein Mb!hüudert, die in dieser Lage siM'Gewiß, Sie können sich 'darauf verlassen. daß ich ihnen ihre Adresse gehe. Ich werde Ahnen doch rvicht in dwser Zett^eine Wohnung auf dem/Hals Den Portier muß nmn gesehen haben. Er ioar grün. ,-Schon recht," knurrte er, ,/geben Sie mir einen von den Wischen." ' /.. \s t ■* '< „Mit Bergnügen. Aöer das >Hau's hat zwei'GiilgaNgSi 'Sie brauchen also zwei Stück vielleicht sogar ein drittes zu-m AuSwechsM. Gltt! Ich lasse Mnen also' für die drei Stück .zwei Sous nach. Haben Sie Kleingeld? ÜebevMsiig, -die Zettel -eiMPackM/s OW^wäHr?'. Huf - Wkedorsehen^ KMrcHerri aufEedersohen!" . \r.’/ MS wir am Ende der Straße waren, lachte er kurz auf. ./--V,/ ,...K .;; „Nun, was Nfntßjt du Ä2M?' Wenn ich - also täglich vierhundert Portiers besuche, verdi-ene ich vierzig Louis." Mir'lief das Wasser i-m Munde zusammen.- - Meißt du," setzte e-r hiM/ ,Mnn du dabei bist, so könnten wir die Solche zusammen niachem" MrAich?" Du nmßt nur mit mir kommen und y das Paket tragen. Daun bekommst /du für - jeden ^veBmstrn -Zettel vier" Sous." Ach -rechnete tm. stillen; vierhundert rnal vier Sous Franken täglich / Daraufhin We -sch im MnWOüm üm meine Entlassung einger-eicht. Aus -dem Französischen des G o m G ü t. Große lleberschwemmMsm in ßnstön. Biele Ortschafteir unter Wasser. Aus 2o nd-o n wird uns berichtet: Ans allen Teilen Landes werden große U eberschwent »nt uge 11 infolge der u n g e w o h n l i ch Heft i g e n N e g e ngüsse gemeldet. Zahlreiche Flüsse sind anS ihren Ufern getreten, viele Ortschaften stehen unter Wasser. Die Themse ist im einer Stunde wm zirka 33 Zentimeter gestiegen..' mr Sine Wische Mlgmigstonferenj in RamSmen. -Aus Bukarest berichtet I. T. A.: In -kurzem/hsird eine Konferenz stattfinden, in der die Judenschaft al-.ler Teile Rumäniens (des alten Königreiches, Transsylvaniens, iBeßärMeus uivddex Bukowina) vertreten sei« wird. In erster Reihe wirb das wichtige Problem des Zusammen schlusses der rumänischen Aude'uhrtt^Gr Sirrache' kömmen." Der - Zusammenschluß soll auf fb d e* rativer Grundlage geschehen. Jedes Land soll seine autonome Organisation behalten. Jedoch sollen diese Orgamsationen einem Z e n 11 a I & ü t eau, das seinen Sitz in B u k.arest haben wird, unterstehen. Die Angelegenheiten der Föderation werden von einem föderativen Komitee geleitet'werden, das sich ans einem Vorsitzenden und drei Delegierten eines jeden Landesteilez zusammensetzr. Die Föderation wirb alle drei Monate Sitzungen abhalten, die abwechselnd in den Hauptstädten der betreffenden LaNdeswile stattzufinden haben werden. Das Bukarester Zentvalbuveau wird die re ch t li ch e n A ng e l e g e n h e i te n der Judenschaft ganz Rumäniens führen.- Die Föderation wwd ein W o ch e n b l a t r in rumämscher- und französischer Sprache' herausgeben. Llllliil Hüll Herrenmodehaus i ES m TrattnerHof am Graben fllquidierH; Verkauf a b 4. N o v e m d e r za sen&atleneSI re§?sis!Igr£en PreSsejs! BESONDERE ANGEBOTE; Raglans und Wititerröckc aus orig, engl. Stoffen wegen gänzllfcher Auflassung der Schnelderabtlg. K Hüte in allen Modefarben . i . .-. l< Seidenkräwatten in neuesten Dessins . ,K Wollw.esten aus bestem.Material . . I< Engl. 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Heute seien wieder 500 ■ Wachleute ausgeboten, aber die Nanonal-? sozialisten werden nicht demonstrieren, sondern erst dann wieder auf die Sttraße gehen, wenn es ihnen beliebt und wenn die Polizei nicht vorbereitet ist. Die Nationalsozialisten . loerde-n sich stets verletzt fühlen durch die jndifche H ack e n i> a s e, /wenn, das'deutsche Empfinden vevketzst wird durch da§ Bordrangen der Inderr nyfr' dürch das freche Änftrefeu unsittlicher Frauenzimmer." .. Die .PolizLidirektion hat augeordnet, »)aß mit R-ück« sicht aus die in der letzten Zeit sich wiederholenden rvnd Hffmba-r organisiert^ Strajzenüverfätle durch H-a l.e u- Grettzle rba'nd en m allen Bezirken inden Abendstunden<ein tzerschärster Sicherheitsdienst eingesührt werde. schriktftelkrt. „Erinnerungen an Korsn " .Aus.Berlin ivird uns berichtet: Der Exka ise r hat» wie. der „Lokalanzeiger^ meldet, ein neues Buch ge- 'schrkbelt: das Mitte November in eineni Berliner Perms itutic dem-Titel „Er in wer um gen an Korfu" erftMiucu w!rd.