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Wiener Morgenzeitung · 1924-10-25 · Heft 2043 (25.10.1924) · p. Seite 4

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 2043 (25.10.1924)
Date
1924-10-25
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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irwspv'v^ Geite 4 Wien, SamStag Mlteilmaen aus dem VuMum. kisiime., Ulster, Anzüge nach Maß zu mftüte» tt Pr»rlen»i,d1n »adklloker Auri'üiirung /, GroxeS Lager feinftec Stoffe 185 Schneidermeister Nudolf Gold st ein Gkgr. 1«« Wien, n., Lodorfiraste 54 rel. PELZWAREN JEDER ART IN FEINSTER AUSFÜHRUNG BILLIGST BE» GEBRÜDER BRAININ WIEN, II. GLOCKENGASSE 8 / TEL. 45-4-33 EPOCHALEM“ HFIHDDHS! gibt jede Wasserleitung fließendes, heißes Wasser A.Hantiak&Co., 1., Bauernmarkt 11. Tel. 67-7*65 Q an z Europa trinkt Tee MissotM Moskau Gegr. 1849 KohlenkflMi'Vorsetzer SR* ÄSBEAIUIV^ I. Wipplingerstrasse Nr. 18 Wiener Blut. Walzer; Ager: Spieldosen, Foxtrott. — 8 Uhr: Humor und Musik: Nikolai: Lustige Weiber van Windsor; Lortzing: Waffenschmied; Flotow: Martha; Strauß Johann: Zigeunerbaron; Offenbach: Schöne Helena; Walzerguartett: An der schönen blauen Donau, und Weinzierl: Weinlied. * Das Wetter. Trotz des Wettersturzes sind die Nieder« schlagsmciwen in den nördlichen Alpen gering geblieben. Die südlichen Alpen blieben mederschlägssrei. die- Abkühlung war aber beträchtlich. Deutschland und-Böhmen hatten kaltes und wolkenloses' Melier. In Oesterreich ist der Himmel noch bedeckt. Mittags. regnete es in den östlichen Alpen stellenweise Voraussage: Bewölkung, unsicher. Talt. östliche;Winde. * Die Lebensmittelmarkte. Die Preise für die wichtigsten Gemnsearten und Eier steigen jetzt nahezu täglich. Spinat, Paradeiser, Kipflerkartoffeln und Karfiol mußten wieder etwas teurer bezahlt werden. Eier kvftelen, obwohl kein 'tOitm-cjcC herrscht und die Nachfrage, -auf . allen Marktgebi'ten außerordentlich schwach ist, bis 2000 K. pro Stück. Auch bei Obst besteht die Tendenz, die Preise zu «erhöhen, Sommeräpfel und Birnen gehen zn Ende und die haltbare Winterware wird eingelagert. Die Preise für Fisch: siitd derart hoch, das; selbst Freitag der Absatz sehr gering ist. Seefische kosten' 14.000 bis 20.000 K., lebende Karpfen 30.000 bis 50.000 K., tote Hechte. 28.000 bis 30.000 K. pro Kilogramm. In der Großmarkthalle waren die Kleinhandelspreise für Fleisch ziemlich unverändert, der Absatz stockt infolge der hohen "Preise. . ■ v Die Lebensmüden. Tie 01jährige verwitwete Therese Z. hat aus Grant über den Tod ihres Bruders Lysol genommen und tvurde in ihrer Wohnung tot ausgesunden. — In einer,t Hotel im 2. Bezirk wurde ein Gast in seinem Zimmer erhängt aufgefunden. — Bei der Waldandacht hinter ^almaunsdorf wurde ein vorn 21. d. datierter Zettel gefunden, der die Worte enthält: Betet für mich! Verzeihet ntir meine Tat! Denn: es geschah aus Verzweiflung! Martin Simkowitsch." Ob tatsächlich ein Selbstmord vorliestt, ist nicht bekannt. —- Im Augarten hat sich der 35.jährrge Netsende August H. aus unbekartnter Ursache init Aether und Opittm zu vergiften versucht und mit einen: Rasiermesser Schnittwunden am linken Handgelenk beigebracht. Er wurde von der Rettmigsgesellschast ins Spital der Barmherzigen Brüder gebracht. . ' * Attentate gegen Bilder. In zwei Wiener Kunstausstellungen wurden Akte von Vandalismus verübt. In der Sezession wurde ein Bild von Beckmann durch einen ungefähr 10 Zentimeter langen Messerschnitt verstümmelt. In der Neuen Galerie in der Grünangergasse wurde ein Bild des Malers Kokoschka durch einen Messerstich beschädigt. Beide Anschläge gegen die Bilder rühren offenbar von demselben Täter her. ö Bibclvortriige. Heute Samstag, 3 Uhr nachmistiapS, bea.'.unt Lektor Dr. S- R u -b i tt im Wiener Be'hamidrasch, 2. Bc,-.., Ferdina-ndsstraße 23, fsi-ne di-esiahrlgen Bi'deiivortraae. Erc-s'finfivgsvor!«w«g: Moses und Hammurabi oder di-e Be-dcutung mrs-erer Bibel!. Feslakavemie. Heute Samstag, 8 Uhr abends, findet im Festsaal des Hotel Continental eine von der Union de"tsch« österreichischer Inden veranstaltete Festakademie mit anschließerdem Tanz statt. Mitwirtende: Robert Goldsand, fugend» sicher Klaviervirtuose; Klara Musil, ehemaliges Mitglied der B'stksoper; Frau Leina Andersen, Gast vom Darmstädter ehemaligen Hoftheater; Blanka Glossy. Mitglied des Bnrgtheaters: Sigi Hofer, Mitglied der Rolandbühne; Lydia Brand - Reiper von der königlichen Oper in Stock» hol,,'.; Ivser Wadal, Siftomaneu. Ballmusik: Direktor Berthold Ullmann (der Kursalonkapelle). Kartenverkauf: Theat-'rb'ire.iu. Rotaasse ü; Aida. Taborstrabe 5. Elfte österreichische Klassenlotterie. Bei der gestern Li-d^'!-L'it«n.2N ZichU-ng des 8. Ta-ges der 5. Klasse AÄVSNKM: 3.0"MÜli'.mcn Kronen das Los Nr. 05.795; 20 Millionen Kronen das Los Nr. 91111; 6 Millionen Kronen das Los Nr. 88.795;.'5 Millionen Kronen das Los Nr. 92.923; 4 Millionen Kronen das Los Nr. 37.476; ie 3 Millionen Kronen die Lole Nr. 15.405. 23.465, 23.900, 25.903, 81.511 und 88.408} je 2 Millionen Kronen die Lose Nr. 9010, 10.476, 13.010, 25 212, 50 220, 46 262, 09.511 und 89.600; außerdem wurden 1981 Gewinne zwischen 1 Million und 690.000 Kronen ausgelost. Taufliisiltut Hermann Braun, 14. Bez., Neindorsgafle 42. (Eut^ltlich.) Wiener Morflen^itunK. 26. Stöber 1924 Nr. mt Brrelne, Bortröge Mb Betsammkuirzen. Zivntstische B e t ir k 8 s e kti v tt f ü k den 1. Bezirk. Morgen, 11 Uhr. im Casö Siller Gnieralversa-iimlung m t der Tagesordnung : Rechenschaftsbericht, Wahl der neuen Leitung. Eventuelles. Die Mitglieder werden hierzu auf diesem Wege eingeladen. - Verein z i o u i st i f ch e r H o ch s ch tt l e r £ M o b os ® e t & L Heute. 8 Uhr. Generalversammlung im Heim, 6. Be»i. Liechteufteiustraße 11, Tür 13, mit folgender Tagesordnung r 1. Bericht des Ausschusses« 2. Neuwahlen; 3. Zwanzigiähriger Bestand unseres Vereine«: 4. Eventuelles. ^Zionistische K u l t u r g r u v v e 20. Heute, 4 11hr> imVereinslokaie, 20. Bez., Karl-Meißl»Straße 5/1, Vortrag des Herrn Dr.'Klaber. Gäste willkommen!' Anmeldung fiir den Kebräischkurs und für die Schachsektiou. Morgen um 9 Uhr Bttchsenleerung. Um 6 Uhr abends Eröffnung der Schachsektion. — Lese- und N e d e k, a l l e jüdischer Hochschüler. Heule, ‘Aß Uhr abends, im VereinSlokale Generalkouvent. Anschließend Alter-Htrren-Avend. - Humanitärer G e s e 1 l.i g k e i t S v e r e i n Gegenseitige H i l f e. Heute, 8 Ubr abends, Eröffnungsfeier im Vereinslokal, Cafö und Restaurant Rosenberg, 7. Bez., Kciiseistraße 87. Programm: ErömningSrede durch den Obmann Herrn Schneider. Vortrag Doktor Israel Taubes r KultuSwablen. Musikalische Vorträge: Geschwister Gol.werg. Humoristisch« Vorträge: Herr Ehrenreich. — DerOesterretchischeBerufSstenographenv erb and veranstaltet morgen Sonntag, Punkt * */,10 Uhr vormittags, im Rittersaals des niederöfterreichischen LandtagSstenögraphenamteS Direktors W i t 1 m a n n über die in Deutschland amtlich eingesübrte deutsche ReichSkurzichrift (Einigungssystem GabelSberger-Stolze-Schrey), zu dent jedermann freien Zutritt hat. — S e n i o r e n v e r b a n d d e r Z M. V. Der erste S. M. findet Montag um V*B Uhr abends auf der. Zedidäabude, 9. Bet., Nußdorferstraße 61. statt. Tagesordnung: Rechenschaftsberichte, Neuwahlen. ArbeitSprogramm. Sämtliche Kdrvorationen mögen ibre Vertreter entsenden. — Z e i r e M t L r a ch i (Aiisrachi Jugendbnnd), 2. Bez.. Praterst.aße 33. Morgen; 7 Uhr abends, Vortrag des Hem: Rabbiner I. L. Fischman aus Jerusalem im Saale des Hotel Barichak, L Bez., Große Schiffgasse 3, über die Pflichten der nnsrachiftischen Jugend. Junq-Juda-Jugeudbund. Morgen., Sonntag, GaNztagsaurflu'g. Treffpunkt: %8 Ubr früh beim Scho'ttentor. — Jüdische Bolksbibliotbek Z io n. 2. Bez., Glockengasse 80. Heute. 7 Uhr abends. Generalversammlung. Tagesordnung: 1. Rechenschaftsbericht. 2. Erteilung des Absolutoriüms. 3. Statutenänderung. 4. Wahlen. 5. Eventuelles. Böse Buben Bühne . Direktion: Rolf Reinhart-Hais Kaiser II. PraterstraQe 60 T«tcphon 43 6-89 Motto: n reii iig. J tätlich 8 Uhr aktuelle satlrEsche Szene» Eintrittspreise v o n 15 OOU bis 40 000 K Bühne und Kunst. ÄerpWnng des SDnimnnrr Schloßtheaters. Die Direktion dos Burgtheaters schreibt uns: Dnvch das Ergebnis der setzten L<l>nveyhMißlungen hcvbm sich die T«2^:skosten des Schönbritnner Schloh ihoLters, au dem voreinbarungAAemäß zu d»n Spiel'hon-o-raren noch eine Sondertzula^« in der Höhe einer halben Ta-gestzage kommt, um ntochere M'llioiten gesteuert, so daß, abgeisohm von der ieHiyon, allgemein schlochlrn Theatierla-ge der seinerzeit vLMnschiaFte Erlrag nicht la-n-nähernd erreicht -word.m kann. JNsdlgedessen wird das Schönbruinner Schloßthoater vorläu'flg.aiö 3. November L I. aus dem Bu rscheaterbewieb a n sgeschaltet und voraussichtlich auf einige Zeit v c rpachtet werden,, jedoch in oin-cr Ior-m, die dem Burg che ater jederzeit die Wivderansn'chme ermöglicht. Die diesdeAcsiichen V-erharidl-ungen schwoben noch. Rndols rurolt. wrtrden gestern -im Raimund-Theater aus dem PrWikum Rosen zngeworsen. Seilt ZawLd.il tu der „Familie Schimek" ist eine außerordentliche Leistung. Bezwingend die Frische und Elastizität des Altmeisters, herzerquickend sein Humor, Verchvungswüvdig seine Gostaltmtgskuust ohne Mätzchen, ohne das übliche karikiereitde Beiwerk, steifte Wirkung übend. Eine prächtige Aufführung, au deren Erfolg auch die .Damen Keller, Fässer und Föry, die Herren China nn, Kutischera «nd -ganz besonders Herr Loibncr Anteil halben. A. Au« den Meater». Volksoper. Heute „Fledermaus". Morgen sSonntag) nachmittags „Die verlauite Braut", abends „L o h e n g r i n". « Wochenspielp'lan des B u rg l h>ea te rs.: Sonntag, halb 3 Uhr nachmittaas, „De^r Zerrissene", 7 Uhr abends „Die süuf Frankfur 1 er". Montag „Der Älpenkönig und der Menschenfeinb". Dienstag omödie der Verführung". Mittwoch „Die Katakomben". Donncrs:a>g „Einen. Inx w ill er st ch m ach e n".- Freitag „M a I l e n st e i n s Lage r", „P ieeolomini". Samstag, halb 3 Uhr nachmitlaos, „Der Alpenkönig und der Menschenfeind, 7 Uhr ckbeuds .Jomödie 1> ■ v Verführun g" Wochenstzielp'lcim der Staaisoper: Sonntag „G ö t te rd ä m m e r u u g". Montag ,I: g o l e t t o", (Rtgoletto—-Commendaiore Carlo Gal es fr a. G.). Dienstag „Tristan und Isolde". Mittwoch „Der Troubadour". Do-nnorstag „Die. Fledermaus". Freitag „Fidelio". Samstag „Parsisal". Die Krise der VolkSoper. Wir erhallen folgende Zuschrift: D.'r G e s a m i b e t r i e b s r a t der Bolksoper hat in cmert gestern nachts statt-Achabieu Sitzung zu den Erklärungen des Verwaltungsrates der VolksoP-ern-A.-A. Stellung genommen. Das E^MIMonritce ivu-rde beauftragt, in-Anbetracht des günzltch -unbcsr iedigendeu Inhaltes der Mitteiluü-geit des Berwaltungsraies n.merdiugs und drnt-glich eine dezidierte Deklaration über die Zukunft der Volksoper seitens .des Bcrwaliuiw'Zrai.es der Volkäopernbetriebs-A.-G. zu erlau-^n. WIENER SCHRIFTSTELLERVEREIN „DIE SCHOLLE** WIEN, II. LILtENBRUNNQAf*E Nr. 1 v^ransialtet unter dem Titel ar » m ■ '■ M. m » » ■ M » m m 0 «' E 9 S m m 0 » « ■ Bunte Abende i lif. Kuniof,.a. Mnslk Heule Samstag den 25. Oktober Morgen Sonntag deri 26. Oktober Beginn 8 Uhr abends vKlap Hämer! Klau“....... OErtner „Der Datsch“ von Scholem Alejchetn . St palt „Der Tunkler“: Humoristische Szene . Rulow Chassidische Oesänge . . . . . Dultekafa Violln-Konzert (JÜd. Kompositionen) . Konzertmeister J. ZimbUr „Myssow“, Dialog von Perez, ... Fr. Natan* 7 Fr. Weiasberg „Die erste Nacht“ .Bulow, Fr. Kadlson, Pr. Natan, Fr. Weissberg ■; .. ■ . ... . — 5 Karten zu haben R. LÖwit. I. Rotenturmstr. 22, Kerlenn n buteau Aida Tl.Taborstr. 8. Rath & Prager. II. Taborm Strasse 20 a, und an der Kassa der „Scholle“ Erich Mann lieft Somstog den SS. d.. 7 Uhr abends, t-m Rütt-ersaoile der Burg einige Grotesken von Hans Schwarz. Wenige Siste au der Abendkasse in der Burg. , Urgeschichte der .Sliinft. Im Rahmen der volksdüinlichcn Kurse ber Musik-akadem ie Mt M-ulsrllchrrflsteller Dccktor Erwin Felder eiuon Vortr-agszvklus über „U r g e sch ich t e der Musik" (Ursprung und Enlwicklmtg utusiknuichen Elvmen am Gerichtssaal. Eine bestialische Mordtat. Bald erweitert sein Geständnis. Zrt Beginn des gestrigen dvitben Bechan.dlrmgswgos (der Prozeß wird he-ut-e zu Ende geführt) gaib der Veri«ldtge>r Walds dir Erklärung «ö, daß dieser «m G est ändn-is äblogon wolle. ' Sodann erklärte Wo>?d: ,-Was bisher gosaigt wurde, Ä Mcht richtig, weder das, was ich, noch -das, was Fuchs gesagt har. Ich will ein reumütiges Gyständuis Megan, denn ich habe schon taust'ndmÄ lbereut, daß w i r das begangen." Wald gibt daun an, daß zur Zeit, -als Fran Koch zu, eiurr Operation ins Spital -ging arnd chnr 36 MiMonen Kronen 3'iir Unf-bewahmng übevgalv, Fuchs Gesagt halbe: „Das gibst «ihr nicht zurück, wir! werden s ä e g äarz er ti f« ch - umbringen und die Sache ist erledigt. Wald bchauptiet, sich gegen dieffon Pücm gesträubt - zu halben, doch habe Fuchs aus einen Br ies der Koch veywiesen, m wcbchsm sie mit S e ild st m o r d drahte, wenn^ Wald ste nicht mchr auifuehiüe. Der Plan zur Evinorduug söl der gewesen, daß Fuchs unbemerkt von rückwärts ernen Schuß a-uf die Frau abgeiben sollte.! Fuchs habe mich geschossen. „Fva-u Koch hat nach rechts gogrislfen und tvÄlte mich bei der Hatch fasi-rn. Ich bin Mr Seite grsiprungm und eilt Siück golaufen. Dann bin ich znm Ufer gekommen rutd habe gcseihen. daß Frau Koch mt Wasser ist. Fuchs ist bis an die Knöchel hmoina<watet und äk*wi ans Ufer gekommen. Ich war cntsAere>gt und Hahr mich hinrcißen lassen, zwei oder drei Stein: ins Wasser zu werfe«. Warum, kann ich nicht sagen. Bickleicht aus Angst, daß die Frait uoch ledt. Ob ich sie gettoff-rn habe, weiß ich nicht. Das Geständnis, zu dem auch das nachfolgende Kreuzverhör nichts wesertllich Neues beiträgt, außer der Tatsache, daß die beiden Angekluat-n währeud der wri>orsuchu>l^shafl miteinander sprechen konnten, weicht von b:r ftimeren darin ab. daß Wald zngibt, daß er Steine nach Frau Koch geworfen hat u-ttd daß so:ne Angabe, Fuchs hätte das Güld der Koch gestoh'lirn, unrichtig -Ivar. Der AngeikMbe Fuchs, dem die Vsrautwor-.nng Walds vorgchallen wird, erklärt: „Dm' alles ist unwahr. Er verleumdet mich -toester. Alles ist Lüge. Wie ich es geschildert habe, rst-es richstg. Er hat die Frau, ins ' Wasser geworfen." 1 Auf die Frage eines Geschworenen, warum.Fuchs kerne Anzeige erstattete, antwortet der B>uir!che: „Weil ich fürchtete, mit Hnhoingezogeit -u werden. Denn Wald hat mir geschworen, nt ich auch h iueinzureißen. wsun ich estvas verrate." Zwei Zeugen, welche sodann eirwernommen werd:n, Berichten von Streitigkeiten zwischen Fuchs und Wald, de-i denen Bemerku-ngen fielen, aus denen geschlossert werden konnte, daß Waild etwas Schweres au-f dem Gewissen hade. Der «ls Zeuge einvernommene Forumechianiker Rwdoilf Brau n, -der sich freiwillig bei der Polizei erboten hatte, auszusagrn, weil er. Wichtiges anzugsbrn ivisse. erzählt, daß Wa'ld.uind Fuchs einmal wvgrn der Reparatur eines Karabiners bei ihm waren; dabei, tauchte die Fra^e au>f. ob Wald q\v schießen könne. Da bemerkte Fuchs sipöttiisch in Gegrtstvart des Wald: „Wenn der schießt, rennt sie davon." Lier Zvu,ge erklärt, daß Wald nach dieiser Bemerkung gana erschrocken war und dem Fuchs iw mp „Pst, .was redest du -wun da, O.hmar?" Darauf habe -Fuchs geschwiegen. Der beleidigte Eiscnbabnschaffiter. Vor' dem Bezirksrichter Dr Slr-aßner (DwasoeMsge-ticht 1) war -gestern der Privalbeamte Kstrl G u t 1 m a n n we,ge>n A m t s e h r e ubeteidigung gtttzeKagt. Der Beschuldigte halte kürzlich vor A'bschlrt eines Porsonenzu'ges ans der Franz-Iasefs'Bahlt den dk:.sthabmd.'n Schasruer Karl Berger ausgefordvrt. ihm den lv!cit uoch a>bg:s>perrstir . Wagen des Zuges LU öffnen. Der Schaffnier mvid-rris, daß de>r letzte abgewe-rrte Wagrü urtr irrt Bedarifsfall-e^ mit Zustiurntnaiig des Führoeiiribbsleiters geöffnet werden. tö-mu-v, worauf Herr Gnttm-auu bentevlte: „Wett-n ich Ihnen ein T rsst k a eld gegeben hä'ttte, hät'den Die den Wagen geöffmt." In der Äerdächtig-una, TrmkgÄd atmtuchrtren, erblickte die Stiaatsanwal'schafl eine AmtSehre-n>beleidi° gunq. Bar Gericht arklärte heA>e der Ang-eklagte, daß er die Bemerkuuig vom Trinkgeld ganz allgomein. gemacht habe, ohne damit dein dimsthabrnoen Schaiffner troffen M wollen. -Der Richten veruri-eilte -Sn- Angsklaigteii zu einer Geldstrafe von 3 6 0.0 0 0 K r o n e n. pvonsttAl zu -18 Sdunden Arresti 8 6 2709

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