Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 6 (1924)
- Issue
- Heft 2037 (19.10.1924)
- Date
- 1924-10-19
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 2037 . Men, S-orlniag W-M^WEknzeWW. MMKber M AM 7 Verlsngen 8ie unseren Ka's!v8 i,|LiiLz3lir Ä if Hl <> tum ms uh film„funi Höchsts ttisrtit/6 «It UAKOLb LQYO « tf -' |:;V’ wurde• duröh uhspre u/$ eichte, iseistungsfähigkeli frei' weitem überi/roffen , 11 uM zwingt uns der gewaltige Andrang tfur bei gleich niedrigen Preisen unserer ISIS : i MMss.' lg ,XJtAs, I § t R S T RASSE 111-113- B Ban&tean Sie auch den Vormittag zum Einkauf, denn unser a Betrieb Ist nicht so sehr auff Massenatoffertigung eingestellt 4 NertörNche ErHöHckig der Studiengebühren au den Hochschulen. Wie in akademischen Kremen verlautet, werden an den Österreich ischm Hochschulen vym nächsten Sormnersemefter ad die Gebühren für Inskriptionen, Rigoroserl und Promotmteü abermals erhöht werden. Da die Frequenz der österreichischen Hakenkreuchochschulen ständig zicrückgeht . und auch weiter zurnckgcheu wird, sucht ma.n den Ausfall an J>n.skriptionsgeldern usw. durch Erhöhung dieser Taxen wettzumachen. Dazu ist weiters zu bemerken, daß die Studien- 'gebühren au den österreichischen Hochschulen, an denen heute .zumeist Haöenkreu Missenschaft getrieben wird, schon setzt höher siild als in anderen Ländern.) 4 Cast Sacher in Zahlungsschwierigkeiten. Der Besitzer des Care Sacher, Eduard Sache r, hat beim Handelsgericht awit^bic Eröffnung des Ausgleichsverfahrens aiigcsucht. Die Passiven betragen 2,8 Milbi-arden. An Aktiven sind vorhanden: das Cafe Sacher sowie die Sacher-Bar dem Opernring und ein Drittelanteii des Hotels Eduard Sacher. Es wird eine Quote von 25 Prrozent geboten. Die Gründe der Insolvcnu sind, wie der Besitzer angibt, darin zu suchen, daß ilnfolge der 40prozeniigsn Lustbärkeitsstener ein Arbeiten ohne Verlust nicht möglich war. Obgleich das Cafe Sacher nur abends Konzert hat, mußte es die ganze 40prozeckige Lustbarkeitssteaer bezahlen, während die anderen Wiener Ringtaffechä'lser. die kein Konzert haben, nur 13 Prozent Lnstibarkeitssteuer zu bezahlen haben. Der StMgeinein.de Wien hat Herr Sacher vom Juni dieses Jahres an 700 Millionen Kronen äbaeführt. Dazu ist er noch ungefähr eine halbe Milliarde .schuldig. Das Ctablisfsment beschäftig 63 Angestellte. , * Große Seidendiebstahle. In dev letzten Monaten wurden bei der Seidenwarorrfirma I. Singer, 1. Bez., Roteuturmltraße 17, fortgesetzt Seidendiebstähle verübt. Soweit bisher festgestellt, sind etwa 700 bis 1000 Meter Crepe de Chine mr Werte von 260 bis 300 Millionen Kronen gestohlen worden. Nunmehr wurde als der Dieb der 18jährige Verkäufer Rudolf T u r t e 1 t a u b verhaftet. der zusammen mit einem Chaufseun und zwei anderm Burschen das ge-' stöhle ne Gart arr Schneiderinnen und klei-ne Geschäftsfrauen verkauft hat. * Ein kriminalistisches Institut bei der Polizei-irektion. In Ansehung der außerordentlichen Wichtigkeit einer zeitgemäßen hochschulmäßigen sachlichelr Aus- und Weiterbtldung der zur kriminalistischen Betätigung berufenen leitenden Polize'ibe.amt.en wurde bei der Polizeidirektion unter der Bezeichnung „Kriminalistisches Institut" eine.Anstalt für hochschu lmäßige« Unterricht und die wissenschaftliche Forschung aus dem Gebiete der -K r i m i n v l o g i e errichtet. Dieses Institut soll in erster Linie der wiswnschaftllchvn Aus-und Fortbildung der im österreichischen PoliAewiewste stehenden Akademiker, dann aber auch der Vermittlung dieser Kenntnisse au sonstige beruflich interessierte, akademisch gebildete Kreise dienen. Am 10. November l. I. wird mit _J>cit Vorlesungen des ersten Semesters begonnen werden. Nähere Auskünfte erteilt mündlich sowie auch schriftlich die J.nstitutsleitnng, 9. Bez.,'Noßanerlände 7 (Polrzeidivektion), 1. Stock, Tür 88-89. * * Der Wiener Fremdenverkehr im September. Im Sepember sind iusgesmnt 62.698 F r e m d e nach Wien gekommen^ von denen 51.197 in Hotels, 7946 in Vrivatwobmmgen, i02 in Peusioneu und 163 in Sanatorien abstiegen. Von den Fremden waren: 17.464 Oesterreicher, dann 24 Aegypter, 148 A frikane r, 1225 Amerikaner, 264 Asiat e u, 38. A n st r a 1 t e r, 604 B u l g a r i n, 6795 Deutsche, 490 F ranz a s e n, 944 G r o s; b r i t a n u i e r. 1331 I t aliener, 2658 Jugoslawen, 3981 Polen, 8003 R u m ä n e n, 11.759 T s ch e ch o - S l o w a k e n. 10.000 11 u o a t u. Von den Hotelpassagieren waren 20,968 Passanten, die nur eine Nacht im Hotel weilten. — Im September sind in Wien insgesamt 90.717 An- und Abmeldungen «rfolgt, und zwar 68.029 bei In- und 22.688 bei Ausländem. (Die nachstehenden Ankündigungen sind entgeltlich.) Tepvich-LNafion Aendi. Zu außerordentlich billigen Preisen werden Teppiche für Speisezimmer, Schlafzimmer, Kinderzimmer und Vorzimmer, im Teppichhaus Orendi. Wien, 1. 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(H.) — Die Vorträge finden in unserem Heime („UnitaS"-Bude), 8. Bez., Auerspergstraße 21, um 8 Udr abends, statt. L e o p o l d st ä d te r Vo l k sh e t m, 2. Bez., Zirkusgasie 48. 7 Uhx:' Feststal: Konzertmäßige Opernaufführunz , ^R1 g o l e tto". Oper in 3 Akten von Giuseppi Verdi. Mufi- ' kalische Leitung r Dr. Leo Fllchner. Karten bis 10.000 Kronen, . . I li d i s ch e V o l t s b i b l i o t h e k ,,Z i o n". Montag den 20. und Dienstag den 21. d. findet im Vrreinslokale, 2. Bez., GloÄeNgasse 30, eine Cimchath-Thora-Feier mit folgendem Programm statt; Montag, 4 Uhr nachmittags- Vereinsaben r 1. Vorlesung: H. Schräger. 2. Rezitation t H. Kadciry. , 3. GesMg: H. Margulies, H. Abrawowitsch. 7 Uhr „Hakufoth". s Dienstag vorrnittags- Gottesdienst „Hakufoth".!— Gäste willkommen/' - D i e F'r a u e n g r u p p e der zionistischen D e zü x k s s i l t i o n . L a n d st r a ß e veranstaltet heilte, 3 Uhr nachmittags rm Cafä Lovrana, 8. Bez., Löwengasse 36, eine K i « b et] auf e. Alle Kinder herzlich willkommen. - I ü d t s ch e T i s ch g e s e l l s ch a f t L a n L st r a ß e: Mittwoch den 22. d., um V«9 Uhr abends, im Cast Lovrana Vortrag Professor Viktor 5k e l ln er: Mstlik und die hebräische'Sprache". Gäste willkommen. * ' '■ . : . Der Verein der Schaffaer in Wien vevanstaltet heute'um 11 Uhr vormittags eine Trauerfeier zum Andenken an fehlen kürzlich verstorbenen langjährigen Obmann Magistratsrat Da. L ö w p. Die Feier findet im stiestauraiit Grüner, >2. Bez. Große Pfarrgafse.. statt. ' , Äaskirandachten am Schemini-Azereth-Feste. Zur Ber« metbuug des großen Andranges in den Gemeindetempeln zur „Haskarah" veranstaltet der-Vorstand' der Israelitischen KultnS- .gemeinde Wien am diesjährigen Schemini-Azereth-Feste M ö ua g d e n 2 0. d. u m 6 U h r f r ü h i m S t a d t* t e m p e l, 1. B e«z.,. S e i t e n st et t e it g af 1 e-4. und Im L e-o p oll d st ä d t e r T e m p e l> 2. B e z., T e m p e l» .g ä f f p. 3, . sowie u nl */49. U h r v. o r m i t t a g S i m Ql h m p i a--.S a a l'e, 1.. Be-z.,/N.o tga-f.se 9^ - gnläß-! lick)' der ' '& f it *%n d' a ch r e n feierliche Gottesdienste, der ' am 12. d. stattgefundenen Generalversammlung wurde die Wähl des nweu Vorstandes voraenommeu. Gewählt wurden;/ MIllbbinevAt Oiv.'ä d i a, Präsident.Dir.Isaak Ah r a h am, jVizepräsident. ' JoseflDavitscho. ' Dackel Kabllio, N. RodrigueS, Robert Rosa, Raphael SSmlom, Moni I. Demo, David Simon, sZüttst-Beratz'a/Känetta Kebilso-nnd Mafhilba SNHa, Vorstands-- MiWeder.-? Mut. ''Äercha,' 'Leon'.D. Halm, RevMten. S>t; E h r e n in i't g li e d e ru wurden ernannt r D. Cttenca, Sack. Bebaha, Alberto Baruch. Dr. Vita Cävon, Dr. N. Aenaffe nnd' .David VardA „Theater der Komiker." Nolandbühne. — Zwei Possen und ein Sketch. Das erste Stück, ,Milla Steinhof", ist «wir durch v.'u- Humor Hans Mosers erträglich. Solange er nämlich auf der SMe.sicht und durch sehr p-rätzNEtes Mve«nspicL v?n Text auslöscht. Zeuge zu sein, wie er mit übelogearenl Stumpssinn alle Fährlichkie-ibLN des Lebens belächelt und schließlich quitschverFnü'gt närcksch wird, ist eine groß-e' Freude. Nur darf matt -nicht daran denken, in wckchsr knltuvlasen, v^eu, mch den ältesten Zoten riechenden M'chnenatniofphäre sich diese Kunst ESleiben muß. ... Der zweite Stern des EnstmAes, wirklich Mßewrld'n-t-" -bich in semÄin Genre, ist SigilHofer.. Man umß nicht stur ' : hörig sein, «.m den McherschreL zwischen seiner niWsenhaftetl Art,. ^niit Mischer Färbung M sprechen und Äemr völlig, amwestu-tlicherr -MsPevlMgon der Herren Berg wnd Gliw-ger zu eutsnchrwen. Wbvr Sigi Hofers behäbiger Körperfülle, die jeder überflüssigen Bewegung-aVhM ist, Wachen zwei weit goöfsnete, vevgnüglich-ischläfvige AnHen, die mit seinem böhmisch-iMischen j Idiom in schönster Harmonie leben. Ans das PMik-wm G'richter, Erzwingen, diese. Augen Zwerchfellerschüt-erndes Gelächter,- wein? - -sie über .ein Ungemach — ckcht vovausgeschen und -nicht ein- 'kiMMert — wchmütig werden. Mit dieser Miene greuz-urloser Bestürzung, tragt Sigi Hofer lden Sketch „Sechs DiEoren jsnchen vinew Kocktler" vvr,-brvtzde-m die Pointe mM ist. Er' . kam, nnr die DückständiKe KiMus!steA>er ernzuikaGoren »md -imn jhselt ihn für einen Dheaterdirektor, der Künstler engagiert. Aber 'dieser KMnsstenereinwnber >rst Sagt Hofer und das Mnnz:. ^(Eine Varieteeinlage wird übrigens tonnt Armin Berg tMfssich -bestritten.) s Das Schklutzstück „Der OnM von Prag" hat eine lustige - Goundidor. 'Eineruinssres GtamitmsMtdatoml, daß erbet uo-blrn -Mischen Hochzeiten erscheint, und er lebt gut. Ms Auvevioandre'r ' aus der Fremde gibt er sich ans -imd keiner wagt es, ihn nickt zu evkenmen. Er ißt und trinkt herrlich und zieht - ans «den Wirren des Hochzeitstrnll'v'ls noch mairchen nmwri-ellLU Vorteil. Leider verrät er -den Trick, - sich im Hochzeitsfeste „hinein zuchrchen" und allerlei herauszuholeit, oin-em ziveiten lJüden, der Hm geschickt den Wind -eint» den Segeln nimmt. Es genügt di« Feststellung, daß dieser gelehrige Schmarotzer wieder Sigi Hofer ist.' N Mmdbem.srklng: In dieser Posse tritt - tin Jnden-kncib« -ans, der sch Ms allerlei vsrstcht. So steckt er dem iKoUk-nrrenirri des Vaters, um ihn des Dielbiftalhles verdächtig zu machen, Silbevlöffcl in die Fvcrcktasche, die der Bub von der Hochzeirsi taf-cC nimmt. Traurig,, daß vor -dem PMiknm des Inden-. bezkrkes solche Veuuittg'limpfung des südischeu- Kindes g-eioagt wevden darf. O. A. Für lia» jüdische Konservatorium in 8rez Fsrael. Ein Aufruf au die jüdische Ocsfentlichkeit. ' Fn Tel-Awiw, der jungen jüdischen Stadt -packstsnas, soll ein Konsirvaiori um fiir Mitf tk und Ge« sang gegründet werden. Professor Artur Wo'Ls, der wäh. rend seines mehrmonatigen Aufenthaltes in Palästina dort- -selbst eim Gesellschaft der Musikfreunde gegründet hat, tomfo« w einem ausfühvlichen Schreiben des Bürgermeisters von Tel. Awiw ersucht, snr die Möglichkeit der Errichtung des geplanten Konservatorimns in der jüdischen Oosfentlichke!! zu wirken.' s ' Professor Wolf kommt diesem Ersuchen nach und beginnt seine Aktion mit einem Aufruf, welcher uns vorliegt imd -der von prominenten Kdifchen Persönlichkeiten Wiens, Schriftstellern, Künstlern und Gelehrten mituntersertigt ist. In die - - fern...Aschruf-, wirk insbesondere azch die K ul turö-ed ü r f- :nis-se der jüdischen Arbeiterschaft Palästinas hiGgewiesen, vo» der M großer.' Teil früher JutelligenKerufeu ««-gehörte mrö sdie näch schwerer Tägesarbeit, insbesondere das Bedürfnis hat, 'gute Musik zu hören. Auch die NötAendigkei-t.-'drn ob li g.a-te« musikalischen Unterricht in den Schulen Palästinas in Eicklang zn-tt den Fordernden her neueren WdaEi.k L«