Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 6 (1924)
- Issue
- Heft 2035 (17.10.1924)
- Date
- 1924-10-17
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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mtn, FreMvg OäieiS LSfener Morgenzeskung. von Alle Arien Bankgeschäften Kommandite der Kroatischen Eskomptebank, Agram WIEN, I. SEITZERGASSE 4 Telephon: 22*544Serie (ECKE BOONERGASSE BEIM ORABEN) TehpmMltMe: fRAfOBANK Kredit* and - Warengeschäfte Volkswirt. Andauernde Lanksnsionkernngsbeftredungra. Gestern wurde bekannt, daß die Tresga Bank A.-G. nur ver Allgemeinen österreichischen Kreditbank fusioniert worden sei. Im Zusammenhang damit sind auch Gerüchte verbreitet, daß nunmehr die Treuga auch mit anderen Banken vereinigt werden soll und so in gewisser Hinsicht sich zu einem Fusionszentrum entwickeln solle. Man muß diesen Nachrichten avwartend gogenüberstehen. Die Treuga A.-G. hat schon seit längerer Zeit Anlchnungsversuche an ein größeres Institut gemacht. Doch sind damals diese Versuche mißlungen. Es verlautete, daß die Ursache dieses Mißlingens darin gelegen sei, daß die Treuga A.-G., welche seinerzeit mit dem Zwecke ge-' gründet worden war, ausländisches Kapital nach Oesterreich zu bringen und damals der Regierung nahe stand, in den Letzten Jahren nicht immer erfolgreich operiert habe. Namentlich im Kredit- und Exportgeschäft soll sie Verluste «litten haben. Es wurde eine Tochtergesellschaft in München, di« Domruilänidische Bant, gegründet, welche die Operationen der Treuga einerseits in Deutschland selbst durchführen sollte, andererseits den einzelnen österreichische Kreditoperationen einen gttvifsen exterritorialen Charakter verleihen sollte. Die Bank scheint auch bei diesen Geschäfte« nicht immer eine glückliche Hand gehabt zu haben. Einzelne industrielle Bestrebungen haben nicht immer den gewünschten Erfolg gebracht. Mit der Zeit ist es wohl gelungen, den Einfluß des Staates aus der Bank vollkommen zu eliminieren. Die ausländischen Gelder, namentlich holländische, haben sich in der Letzten Zeit fern geh alten. Die Geschäftsbasis der Bank ist keine ausgedehnte und so ist es kein Wunder, daß sie sich schon seit einiger Zeit nach einer Fusion Umsicht. Zweifellos wird die Fusion mit der Oefterreichischen Kreditbank nicht als Lösung des Problems angesehen werden können, da diese Bank, die dem Körner-Konzern entsprungen ist, aus dom Wiener Platz fast gar keine Bedeutung hatte. Ob durch diese Transaktion die Treuga A.-G. aus eine breitere Grundlage wird kommen können, ist vorläufig noch abzuwarten. Auf alle Fälle ist diese Fusionierung ein Ausdruck des Wunsches der Finanzverwaltung, die die Neinen, schwachen Institute zu einem Zusammenschlüsse zu veranlassen sucht, um aus diese Weise das Problemder Aeinen Banken, soweit es sich auf 'lebensschwache Institute bezieht, «Mich zu losen. tragen. Dagegen wird von der Zenlral-Bodenkreditbank diese Nachricht entschieden dementiert und erklärt, daß Präsident Lustig schon seit längerer Zeit diese aus g^chäftlichen Gründen notwendig gewordene Reise Vorhobe und nach Deutschland zur Regelung von" geschäftlichen Angelegenheiten abgereist sei. »er österreichische Hmwelrminifter üb« die Wirtschaftskrise «ab üb« dir -a»beliv«ttassvnhimblangen. Im Metallmduftttellenderband hielt der HandelsiMnifter Dr. Schür ff einen Borboag über dieses Thema, in welchem er in zusamnrenfassender WeHe die Gründe der Krise besprach, wobei er ansdnücklich betonte, daß wicht die FvcmkeNspekulatian die allgemeine Wirtschaftskrise hervovgerufen habe, sonder« vielmehr diese schon latente, in der Entwicklung bchindliche Krise nur ansgÄvst habe. Die Ursache der Krise selbst ist die Falge der Valukavischen Inflation, die sich zuerst in einer Kred'itkrise und nachher m der Produk- Livnskrise äuhonte. Die abnormen GeLdverhältn«risse hätten die ProduLckmsfäWveÄ Oesterreichs sehr <ge* schwächt und es müsse min daran gegangen werden, durch JndustrieobÜigätionen ansläMsches 5d<ch>iM »rach Oesterreich zu bringen, andeversetts durch die schon geplante Aktion des FmcmFMiinisteMmrs den Zinsfuß hevMzusetzen. Zwm Schluß äußerte sich der.Minister Äber die Handelsverträge, wobei er erNärte, daß, nachdem die Ta>rdfverträge mit Deutschland und der Tschecho-Slowa kei a>bgefchwssen seien, nunmehr in der nächsten Zeit mit Jugoslawien über die Modellierung des geltenden Meistbegünstigungsvertvages Verhandlungen eingoga-ngen werden. Später werden dann TarifverhandLungsn mit Polen soilgen. Für die Tarifoerhandlungen mit Ungarn -ist vorläufig noch kein -fester Termin in Aussicht .genommen und ist der Berkehr mit Ungarn unbefriedigend. Diese Verträge werden eine wichtige Etappe auf dem Wege der Kofolidberung der österreichischen Wirtschaft und der österreichischen Industrie sein. Großer Zollschwindel in der Schuhwarenbranche. Die österreichischen Zollbehörden sind einem großen Zollschwindel aus die Spur gekommen. Der Schuhhändler Schächter hat, wie dir „Wiener Bank- und Börsenzeituiug" meldet, sin Zollfte-ilager errichtet, aus dem er 31.000 Paar Schuhe ohne Entrichtung des Zolles in den Verkehr gesetzt hat. Da das Aerär Jevisen- und Balutenkurse. Vi8ta Kmster^arn t. l voll. Oulden Agram 1 iu?. Kronen . . , . Bclprad I Dinar .. Berlin* 1 deutsche Relchstnailc . Brüssel I belgische Francs . . Budapest-* 1 ungarische Kronen. Bukarest 1 Lei ...... Chrlstianfa 3 norweg. Kronen Kopenhagen 1 dänische Kronor London t Pfund Sterling 16. Oktober 15. Oktober Geld Ware Oeld Ware 27800.- .27900.- 27870.- 27970.- 904'.- 996!— 997!- 1679\— 1689".- 16760.- 15670.— 3404. 3416 — 3414.- 3426.- 91.85 92.65 91.85 92.65 A3.- 383.- 385.- 387.- «HO.— 1 7< 80.— 10020— 12120— 9980— 12280— IP02\- 12320.- Madrld 1 Pesetas ...... 8380.— Mailand 1 Lire. 3094.— New York 1 Dollar . ..... 70935— Paris 1 Francs.37o2,— Prag 1 tschecho-slov. Kronen . All.— •Sofia f Lewa. .. 514.— Stockholm 1 sehwedischeKronor . fp720,— Warschau*** 1 polnische Mark . 13570— Zürich I schweizerische Francs . 13620.— 3j85oO,_ 3J95M— 31850«.- 319500— 9420— 3106.— 9380,- 31194— 71185.— 709'«5— 3718,— 3712.- 212,.- 518.- 18780.— 2113«— 514.- 1R720— 13670.— 13600.- 13670.- 13610— 942».- 3106.- 71185.- 3728.- 2123.- 518.- 18780.- 13700- 13660.- dkvten Amerikas. Noten v.5 Dollar anlw, „ „ kleinere . . . Belgische Noten 100 Francs . , Bulgarische Noten zu 1000 Leva , „ „ „ ICO „ . „ „ kleinere. . . Dänische Noten 100 Kroner , . Deutsche Noten*. , , * 100 ... , „ kleinere* . . . Engl. Noten von 5 Livrest. aufw. „ „ kleinere. Französische Noten 100 Francs , Holländische Noten 100 Gulden . Italienische Noten v. 100 Lire aufw, „ „ kleinere . . . JugosI.Noien «ngest, zu 1000 Dinar , „ , , 100 . „ . B kleinere . . Norwegische Noten 100 Kroner . Polnische Noten *** - . . . . „ „ kleinere . . . Rumänische Noten zulOOO u. 500Lei . . kleinere . . . Kuss. Noten (Roman,) zu 500 Rubel . „ , . 100 . „ n « kleinere . . Schwedische Noten ICO Kronor . Schweizerische Nc«en 100 Francs. Spanische Noten 100 Pesetas . . I schecho-slow. Not. v.lOOOaufw, „ „ kleinere Türkische Pfund-Noten. Ungar, Noten**(n. Eni.) zulOOOKr. . . zu 10.000 Kr. . . . . . kleinere. 70466.- 76860,— 70460.- 70860.- 70360.— 70760.— 70360.- 70760— 3365.- 3395.— 3385.- 3395— 501.- 509.- 501.- 509— 481!— 4891— 48L- 489.- 11910.— 1199L- 12110.- 12196.- 16640.— 16760.— 16640.— 16760— 16540— 16660— I6M0- 1668«!- 316700.- 318300.- 316700.- 318300.- 316500.- 318100.- 316500.- 318100.- 3675.- 3705.- 3685.- 3715.- 27507.- 27700.- 27560.— 27700.- 3075.- Z»S5.- 3075.- 3095.- 3'45.- 3665.- 3045.- M5.- 987.- 9S3.- 087.- 993-- 977.- 983.- 977.- 983.- 9860.- 9940.- 9860.- 9940.- 13480.- 13620.— 13450.- 13590.- 13280.- 13420.- 13250.- 13390— 3<8.- 382.- 330.- 384— 368.- 372.- 370.- 374— —— 18550*.- 18650.— 18550,- 18650- 13460.- 13540.- 13460.- 13540— 9260,- 9340.- 9260.- 9340— 2100.- 2U6.- 2102.- 2118. 2095.- 2097.- 2113— 36150.— 36930.- 36150.- 36950— 89M 9o!80 89!60 oo!ao 87.60 88.80 87.00 88.80 * Für eine Billion Mark, ** für 100 imgartsche Kronen, *** fiir 1 Zloty aufwärts. Gerüchte über be« PrWente» Lnftig. An der Heutigen Börse wurde lebhaft ein Artikel der „Arbeiterzeitung" besprochen, in welchem dem Präsidenten L u st i g der Zentral-Bodenkreditbank vorgeworfen wird, daß er absichtlich fein Vermögen in Wien liquidiere, um Wien endgültig Zu verlassen. Er habe zu diesem Bchuse schon seine Autos von Wien äbdirigiert und versuche auch, das chm gehörige Hans grundbücherlich aus seinen Lchiviegervater zu überum eine Mlliarde grschädi>Kt ist. wurde Schächter zu einer Gefällsstrase von Vier Milliarden verurteilt, toelcherr Betrag aus einige dem Schächter sshövige Häuser im 2. Bezirk intabuliM! wurde. Dir Wiener Bankfirme« und das geplante Depotgesetz. Der Ausschuß des Verbandes der Wiener Bank- und Kommissionsfirmen hielt heute eine außerordentliche Sitzung ab, welche sich mit dem dein Nationalrat vorzuilegenden Depotgesetz befaßte. Es wurde einhellig der Ansicht Ausdruck gegeben, daß es vom Standpunkt des praktischen Bankbetriebes verfehlt wäre, Bestimmungen in das Gesetz anszunehmen, welche geeignet wären, arge Störungen im Bankgewerbe hervorzurufen. Eine der empfindlichsten Nebenwirkungen wäre die unvermeidliche Erhöhung der Betriebskosten, welche eine bedeutende Verteuerung der Bankkonditionen zur Folge haben' müßte. Der Verband ist an das Bundesminsiterinm für Finanzen mit.dem Ersuchen herangetreten, die betreffenden Entwürfe ihm noch vor der parlamentarischen. Dshrndlung zur Begutachtung und Stellungnahme zu übermitteln. Mit Rücksicht auf die , Bedeutung dieses Gesetzes für die gesamte VoAswirtschaft, insbesondere im Hinblick auf die Wirkungen des Gesetzes vom Standpunkt der Bedeutung Wiens , als Baivkplatz wurde beschlossen, mit allen anderen wirtschaftlichen Korporationen in dieser wichtigen Angelegenheit Fühlung zu nehmen. Ein Ersatz für das Preistreibereigesetz. Wie in ciiner gestern. im Hamptvordand .der Kauimcm.nscha,ft äb.gehäl'tenLn Beratung erklärt wuade, plant die Re-üsierung an Stelle des Preistreibereigesetzes amen EnÄmws gegen Ausibeutung dem Nationa>l>rat vortzulegen. Dieser Gesetzentwurs soll sich in erster Röihe gegen Auswüchse des Ka.rtellwe>se>ns richten und die Preistrvilbereiigesetze suspendieren. Bon seiten bet Kaufmannschaft wird gegen die neue Form der Regelung der Preise *wt Form des neuen Gesetzes Stellung genommen, und erklärt, daß auch das geplante Ausbeuitnngsgesetz nicht den tcottiächlichen Bedürfnissen -der Wirtschaft entspveche. Die Kaufmamffchaft gegen die Hotelabgabe. In der gestrigen Beratung des Houptverbandes der österreichischen Kauftnanlnfchaft wurde entschieden gegen die Hotelabgabe, die nur den Fremdenverkehr hemme, Stellung genommen. Es werden sowohl Wien als alle anderen Lcm>desvegievu>nigen auWfovdevt, die Hotelaibgabe auf das im Ausland, übliche Maß hercobzusetzen üm>d gleichzeitig durch Mfind-uug der Mzelueu Betriebe die Berwaltmtgsarbeit wirtschaftlich zu gestcolten. Allgemein« Depositenbank. Im Namen einer Gläubigergruppe brachte Rechtsanwalt Dr. Stein beim HandelAgericht einen Antrag auf Anshebu>ng der Geschäftsaüfsicht de-r Allgemeinen Dchositenbanck ein. Es wird uns mitgetM, daß Qberlcmdesgevichtsrar Biber m diesem Sinne eine Taasatzung -für den 24. d. aus-chveiben wird, in der die Mäipbiger der Depositenbank zu diesem Antwge Stellung nehmen werden. £f. Äittoöet Tim M. 2öj§5 Gegen die deutsche Wirtschastbetätigung in Rußland. Der amerikanische Großunternchmer W. A. H ä r r i m a n hat nach langen Verhandlungen mit der georgischen Re-gierung einen Vertrag über die Gewinnung und das Bevkaufsrecht der Manganerze Georgiens abgeschlossen. Der Manga-nhandel Tag bis jetzt vor allem m den Händen deutscher und auch emKekver' englischer und französischer Firmen. Durch den Abschluß dieses Vertrages ist die Herstellung des Ferromangans, welches zur Stahlerzeugung unentbchrlich ist, zum größten Teil für Amerika gesichert, während Europa von diesem Monopol ausgeschlossen ist. Von den Regierungen der geschädigten Firmen wurde ein scharfer Protest in Moskau erhoben. Insolvenzen. Vom Handelsgericht Wien wurde da-, Ausgleichsverfahren eröffnet über: Ernst Hahn in Wien 19. Bez., Pantzergasse 30, registriert unter der Firma Oesterreichisch-amerikanischeSchleifmatertalien- Gesellschaft Ernst HahnLCo. tu Wien. 7. Bez.» Neubaugaffe 21. Arnold Herr sen., Fahrzeugerzeugung 16. Bez., Thaliastraße 114. Wilhelm S i e g m u n d, Eisenhandlung m Petrifeld. Thomas K r i e r e r, FleischerzeugungSfirma, 18. Bez., Kreuzgaffe 4. Eingestellt wurden die Ausgleichsverfahren über Emanuel Weinberg L Co., Helene Kober, Holzhandel, Bendigaffe 13, wegen Zurückziehung LeS Antrages und über die Metropole, Warenhan'dlungsgesellschaft itt. b. H., 1 Bez., Bankgaffe 3, wegen Nichterscheinens der AuSgleichSschuldneriv W der Lagsatzinig. Wiener Börse. s«». An der gestrigen Börse kamen umfangreiche Kaufaufträge von seiten des Budapests JnterventionSkomiteeS zur Ausführung, was zu einer bedeutenden Kurssteigerung fast aller ungarischen Arbitragwerle führte. Die AnfangSknrse zeigten in diesen Papieren Steigenmgen von 10.000 bis 30.000 K. Auch die Meldung über bevorstehende günstige Verfügungen von seilen der 'Bundesregierung zwecks Förderung des FinanzverkehreS wittte anregend auf den Verkehr. Infolge dieser Kurssteigerungen sah sich die Kontermine zu Rückkäufen veranlaßt, ein Umstand, der zu einer weiteren Kursfestigung führte. Auch die andere« Papiere der Kmiffe gewannen, doch find deren Gewinne bei weitem nicht so hoch als die der ungarischen Arbitragewerte. <58 wird als gutes Zeichen der Rekonvaleszenz der Börse vermerkt, Laß daS Wiener Stützungskomitee gar keinen Anlaß zu Interventionen mehr hatte. Es gewannen in der Kulisse von den ungarischen Wetten Salgo- Rimamurany, Hofherr und Kredit. Von den anderen Wette» waren Staatsbahn, Alpine, Krupp, A.-E.-G. Union und Sempetttattieu begehtt. Die fteundliche Stimmung übertrug fich auch auf die Gesamtbiirse. Im Schranken waren, abgesehen von ungarischen Wetten, einzelne Zucker-, Bau- Md Petroleumwerte besonders gesucht. Die Börse schloß in fester und belebter Stimmung. Die Effekten der K u l i s s e behielten meistens die höchste« Tageskurse. Auf dem Anlagemarkt waren die Umsätze gering. BiehmSMe in st. Staig. (Eigenbericht der ,Mener Morgenzeitung".) Ri ndermarkt. Der gestttge Austrieb belief sich auf 80 Stück inländisches, 262 Sttick ungarisches, — Stück Ischecho-flowakisches, 157 Stück jugoslawisches. 87 Stück-rumänisches Md 2 Stück deutsches, zusammen 588 Stück Schlachtvieh, worunter sich 369 Stück Mast- und 219 Stück Beinlvich befanden' Der Gattung nach waren 364 Ochsen, 108 Stiere, 116 Kühe und — Büffeln.. Bei langsamem Verkehr konnten sich die Montagpreise schwach behaupten. Sttere tendierten unverändert. Schweinemarkt. Anfgetttrben Wmden2257 Schweine, darunter 2006 Fleisch- und 251 Fettschweine. Der Verkehr wickelte sich auf Basis der DienStaa-Notierungen ab. ES notierten: Fettschweine, je nach Qualität, 25.000 biS 28.000 K und Fleischschweine 19.000 bis 26.500 K. pro Kilogramm Lebendgewicht. S t e ch v i e h m a r k t. Die Gesamtzustrhr belief fich auf 2378 Stück Kälber, darunter 179 lebende, 1204 Weidnerschweine, 762 Weidnerschafe, 87 lebende, 64 Ziege« und 12 Kitze und Lämmer. Bei reger Nachftage blieben Kälber im Preise behauptet. Hingegen erlitten Fleischschweine einen Preisrückgang von 1000 K. und Fettschweine von 1000 bis 1500 K. pro Kilogramm.. Es notierten: Lebende Kälber 20.000 bis 26.000 ft., WeidnerkAber 23.000 bis 31.000 K., Fleischschweine 24.000 bis 31.000 5k... Fettschweine 30.000 bis 32.500 K., Weidnerschafe 10.000 bis 18.000 K., .lebende 8500 K., Ziegen 7000 bis 15.000 ft., Kitze und Lämmer 13.000 bis 22.000 K. pro Kilogramm. Berliner Börse. . Berlin, 16. Oktober. Bei unverändert hochgradiger Ge» schästsstille auf allen Marktgebieten unterlagen die Knrft au der heutigen Börse wieder nur geringfügigen Veränderungen. Etwas Interesse bestand zeitweilig für heimische Anleihen, die vorübergehend etwas' höher gingen und von denen Kriegsanleihe und 3,5prozentige Konsols bevorzugt waren. Von Dtvidendenwerten stiegen einige wenige Montanpapiere um ungefähr 1 Billion Prozent, ferner Hochbahnaktien um 4 Billionen Prozent. Auf flir Neichsbankanteile erhielt sich bei unveränderten Kursen Kauflust, sonst vertrieben sich die zumeist beschäftigungslosen Börsen besuch er die Zeit mit Kombination über die Regierungsneubildung auf Grund der darüber vor verschiedenen Seiten gebrachten Nachrichten. (Alles in Billionen von Niark.) Schlußkurse: Türkische Lose 23.50, £ cfl e.vx. Staatsbahn 23.50, Nordd. Lloyd 4.62, Ver. Elbeschisfahrt 2.3, Berliner Handelsgesellschaft 24.26, Kommerz. Privatbank 4.62, Darmstädter Bank 9.—, Deutsche Bank 10.12, Diskonto- Kommandit 12.2, Dresdner Bank 6.75. Nationalbank ° für Deutschland —, Lesterr. Kredit 0.3, Oesterr. LLnderbank —, Reich8ban! 54.5, Wiener Bankverein 0.225, Wr. Unionbank 0.225, Allg. Elektrizitäts-Gesellschaft 6.5, Bochums Gußstahl —, Daimler Motoren 3.2, Deutsch-Luxemburger 51.6, Deutsche Maschinen 5.87, Dynamit. Nobel 9.3. Felten u. Guilleaume 23.26, Gelsenkirchener Berg 55.62, Th. Owldschmidt 12.6, Harpener Bergbau 81.9, Hirsch Kupfer 17.6, Höchs'er Farben 16.75. Hobenlohe-Werke 17.8, Laurahütte 5.4, Mannesmanuröbren 40.75, Phönix Bergbau 39.75, Schuckett u. Co. 98.9, Sinnens u. HalSke 45.5, Telephon Berliner 4.—. Goldanlethe große /S4.75, Goldanleib« kleine 100.—, Dollarfchatzanweisungen 88.50. Prag« Börse. Prag, 16. Oktober. Die heutige Börse eröffnet« in unenv schie-dener und abgeschwächter Haltung. Arbitrage- und Lokalpapiere setzten zu tieferen Kursen ein. Später trat auf festere Wiener Berichte eine Befferunä zutage, von der aber die stark , gestiegenen Werte, wie Böhminch-mährische, Textilnnd Kvhidm*