Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 6 (1924)
- Issue
- Heft 2032 (14.10.1924)
- Date
- 1924-10-14
- Page
- Seite 8 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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«dfcB M«. ®13kiÄa MeMe RütMkMWU.' Sie itMeuische Industrie. 1 Ans Mailand wird uns geschrieben: Unter den Inknftriegruppen, die in Italic/ den stärkster! Kapitalsbedarf haben, nimmt nach der alten Textilindustrie die elektrische I Industrie die erste Stelle ein. Im ersten Halbjahr 1924 allein haben nicht weniger als 37 Elektrizitätsgesellschaften ihr Kapital um zusammen 830 Millionen Lire erhöht und unter Einschluß her Neugründungen und nach Abzug der Liquidationen und Kapitalsrednktionen beträgt die Nettozunahme des Aktienkapitals der Elektrizitätsindustrie in diesen sechs .Monaten fast 358 Millionen Lire. Es handelt sich bei dieser Bewegung weniger um Aufwertung entsprechend der ans den sechsten Teil ihrer Vorkriegskanfkraft gesunkenen Lirawährung als um den systematischen Ausbau aller verfügbaren rentabeln Wasserkräfte. Gegenwärtig erhöht die Societa Adria^ trca di Elettricita fit Venedig, deren Zone vom Kamme der < Alpen bis nach Ravenna und Forli reicht, ihr Kapital von 100 auf 200 Millionen Lire, um die Mittel zum Ausbau der Riesenkräfte am See Santa Croce im Jricml zu beschaffen. Tie der Banca Commerciale nahestehenden Gruppen durchlaufen, nachdem durch die Zusammenfassung der Wasserkräfte der Nera nnd des Velino, die früher teilweise der Carbnro di Calcio gehörten, in die von einem Stahlwerk zu einem Elektrizitatstrust erweiterte Terni über Latium nnd Umbrien die Verbindung der süditalienischen mit den oberitalienischen Netzen hergestellt worden ist, ganz Italien von den Alpen bis Sizilien: Im Norden die Adametto mit den Seitenzweigen Societa Adriatica, Conti nnd Piemonte, weiter südlich die Baldrrno mit einigen kleineren Gesellschaften, daran anschließend die Terni, > und in Südircuien die Meri-- dioucrle sowie die im Ausbau begriffene Gesellschaft an den Lilafeen, wo in Kalabrien auch große Stiöstoffwerke erstellt werden, in Sizilien endlich die die ganze Insel bedeckende Societa Generale Elettrica della Sieilia. Die Societa di Monteponi, die auf Sardinien große Blei- und Zinkbergmxle betreibt, erhöht ihr Kapital von 12 auf 18 Millionen Lire, um zu verhindern, daß eine französische Gruppe, die jüngst starke Aktienkäufe vorgenommen hat, die Mehrheit erhalte. Infolge der erwähnten Aktienkäufe stiegen die Monteponj bei einem Nennwert von 500 Lire bis zu 4000 Lire. An der aufstrebenden und durch die Mode begünstigten K ri n st s e i d e n i n d u st r i e beteiligt sich nun auch die Societa Cascami Seta, die in Italien ein praktisches Monopol für die Schappespinnerei ausübt, indem sie einen Teil ihrer verfügbaren Mittel in der Soie de Chatillon anlegi. — Die auch in der Schweiz, in Belgien nnd in Frankreich interessierende Societa Jtaliana per il Gaz in Turin erhöht ihr Kapital von 20 aus 80 Millionen Lire. Die Erhöhung schließt die Ueberschreibung von 12 Millionen Lire aus der außerordentlichen Reserve ein; der Rest dient zur Erwerbung fast des ganzen Kapitals der Gaswerke von Florenz und Venedig sowie der Mehrheit-der Gaz e Coke non Mailand und endlich zum Aktientausch mit der bereit» von der Societa Gaz kontrollierten Lavorazione Carboni Fossili von Savona, Me in Novi Ligure Koksösen betreibt, i Die italienische Zuckerindnftrie, die angesichts des erwarteten großen Quantums der Rübenernte damit gerechnet hatte, rund 800.000 Tonnen ausznführen, sieht sich jetzt einer ganz veränderten Lage gegenüber. Sie muß seststellen, daß Italien nicht nur unter normalen Ber« hältniffen kein Exportland von Zucker ist, sondern daß es bei ungünstigen Umständen mit der Einfuhr von ausländischem Zucker rechnen muß. Der Zuckergehalt der diesjährigen Rübe ist in Italien außerordentlich niedrig und dürfte acht Prozent kaum übersteigen, so daß nach den Abschlüssen mit den Rübenbauern die Fabriken mit einem Gestehungspreis von gegen 250 Lire pro Doppelzentner rechnen müssen. Nun ist der Weltmarktpreis des Zuckers entschieden zurückgegangen, so daß böhmische Fabriken in Italien bedeutende Menge» zu rund 200 Lire verkaufen konnten, indem sie mit Leichtigkeit die einheimische Industrie unterboten. Daher schreit die italienische Industrie' nach Wiedereinführung des alten Schutzzolles, der fteilich bei einer effektiven Höhe von 19 Goldfmufeit' pro Doppelzentner ganz prohibitiv wirken würde, und drohen damit, das diesjährige Produkt nicht auf den Markt zu bringen, sondern es einzulagern, so daß alsdann die starken Anslandskänfe verschärfend aus die Wechselkurse wirken müßten. So . weit wird es voraussichtlich nicht kommen. Vielmehr können die großen Gesellschaften, die in den letzten Jahren reichlich verdient und zurückgeletzt haben, ganz gut ein schlechtes Jahr aushalten. Bedenklich ist die Lage siir die kleineren und insbesondere das Dutzend neu gegründeter und noch im Bau befindlicher Fabriken. Diese werden wohl die Verluste nicht vertragen können und sich entschließe'-. müssen, in die größeren Konzerne aufzugchen, so daß voraussichtlich die beginnende Krise mit einer noch größeren Konzentration der italienischen Zuckerindustrie abschließen wird. . Austritt ans dem Börsenarrangement. Die Firma Oskrr L rejcher nnd das Banknnd Wechselhaus der allgemsmen Depositenbank sind aus dem Börfenanangement ausgetreten. Der Austritt des Wechselhauses ist eine Formalität, da diese Filiale der Depositenbank eine eigene Vertretung an »er Börse hatte. Zusammenbruch einer Textilfirma. Die' im 1. Bezirk, Ss-rnigasse 18, bestehende Webwarensirnia Friedrich Philipp ist in Zahlun-gsstockunaen geraten und wird'um das gerichtliche dlusglöichsverf-ahren ausuchen. In Äedwarenkreisen schätzt inan die Schulden dieses Unternehmens auf elf Milliarden Kronen. Ein Status liegt noch nicht vor. Die Firma 'besteht [eit März 1922 und Philipp ist auch Gesellschafter der in der W-ankengasie 4 bestehenden Serdenwarensirma Phui-pp nnd M.iretschek. Der internationale Beckutemnackt. Die Jntsvvention der Bank Le Franoe, die schon vor einigen Tagen intfolige des sinkenden Frankenkurfes cmgeWndigt war, hatte an der gestrigen Züricher Börse vollen Erfolg. Es stieg der französische Fransen von 36,97 auf 27,30. Auch das englische Pfund zeigte -eine öftere Tendenz >mch stieg von 28ß& auf 23,40. Der Dollar und der holläMsche Gulden bröckelten etwas ab. Auch auf dem Londoner und Parffer ValAtenmaE war eine ähnliche Tendenz zu verzeichne«. Insolvenzen. Die WeÄzvug- und Maschinerchandlung Ganglo u. Tr oft Ter, Mustiftgasse 131, hat um Eröffnung des Ausgleichsverfahrens anigesncht. Die Passiven betragen ungefähr ebne halbe Milliarde Kronen. Ueber die Apparatenbaugefellfchaft, BerziMerai, Kupfer- und Metallwarenfabrik G. m. b. H. M o r o b e, v o r m. Georg B Ü h r e in Wiener- Neustadt, wurde das Ausgleichsversahen eröffnet. Zum Ansaleichskommissär wurde Dr. Schefcrk, zum AusHteichsverwalter Dr. Viktor Ddomck bestellt. Die insolvente Firma Samuel Moldau hat «ihr AuSFleichsanbot auf 40 Prozent erhöht. Die AusgleichstaiAatzurrg wurde deswegen auf den 22. d. erstreckt. Der Ausgleich der Schreibwaren -Engrosfimva Josef Wolf. 1. Bez., Landesgerichtsstvaße 14, wuvde bestätigt. Preisabbanaktiou in Deutschland. Die „Bossische Zeitung" meldet, daß am Donnerstag in Berlin zwischen den zuständigen Stellen Beratungen über weitere Maßnahmen in der Frage der Preisabbauaktion staltgefunden hatten. Man gehe mit dem Plan. imt, mit Hilfe einer Lockerung verschiedener Einfuhrverbote Einfluß auf die Preisbildung ausprüben. Des weiteren wird ein Vorgehen auf dem Kredit- und Kartellgebiet ins Apge. gefaßt. In Oesterreich denkt man nicht einmal an Beratungen. (Anm. der Red.) Die Auswanderung der französischen Kapitalien. Der „Frankfurter Zeitung" wird aus Paris berichtet: Die Rede des Arbeitsministers Raynaldh In der ersten Sitzung der Handelsabteilung des „Comite consultarff superieur &it Commerce et de l'Jndustrie" hat beträchtliches Aufsehen erregt und wird vielfach als Auftakt zu eitler umfassenden Aktion betrachtet, die dahin zielt, die Bewegungen des srarizösischen Kapitals genauer zu kontrollieren und im besonderen einer Auswanderung. großen Stils zu begegnen Es erregt allseiliges Befrernden, daß trotz der stark aktiven Handelsbilanz die Nachfrage der Wirtschaftskreise nach hochwertigen Devisen dauernd großer ist als die Abgabe durch ExpWrrcise. Rechnet man den überaus starken Fremdenzustrom und die sogenannten „unsichtbaren Einnahmen" hinzu, so müßte die Bernrehrchrg des in Devisen altsgedrückten französischen Kapitals in den ersten neun Monaten dieses Jahres rnirrdeüens drei Milliarden Papierfranken betragen, wovon di- Hälfte etwa von dem Ausfuhrüberschuß herkäme. Stitt dessen laßt sich rechnerisch Nachweisen, haß allein in der Zerr vom 31. März bis zum 31. Juli, also in vier Monaten, für 71js Milliarden Papierfranken mehr Devisen gekauft als verkauft wurden; der gesamte Devisenbedarf während dieser Periode belief sich auf 13. Milliarden 320 Millionen Frauken. Es kann somit keinem Zweifel unterliegen, daß der größte Teil der durch die Ausfuhr in die Wirtschaft Frankreichs strömenden Devism entweder gar nicht ins Land. hereingebracht werden, oder daß zn SpekulationHwecken eine großzügige Dedisenhamsterei betrieben wird. I» der letzten Zeit ist von den vereinigten Ministerien der Finanzen und des Handels eine Untersuchung darüber angestellt worden, welche Höhe die ins Ausland geschafften oder nie hereingevrachten französischen Kapitalien erreichten. Das Ergebnis ist nicht bekannt gemacht worden, doch versichern Kenner, daß der Betrag nicht unter 26 Milliarden Papierfranke« oder 7 Milliarden 300 Millionen Goldfranken errechnet wurde. Der Ertrag der «fstfchm Pelzaktto« in Deutfchkand. Aus Moskau, 8. d., wird Gereichtet: Wie die >Mmomitschesöcha Schisns" a«s Berlin berichtet, hat die Bevsteigsm-ng «uffffcher Rauchwaren in Lvitztzig eine» Erlös von W5.000 Dollar erzielt. Die Vorfteigemmg war von Vertreter« aus fast allen «rvopäischen Staaten .sowie argentinische» nnd amerikanischen Firmen besucht. Die stärkste Nachfrage zeigte sich nach Mrifcheu Eichhörnchen, HermÄin und Rotfüchsen. Billigere Sorten waren wenig begehrt. Ei« englische Jndustriekredit für Polen. Warschau, 13. Oktober. (P. T. A.) Die Bolkswbrtschaftsbank arbeitet gegenwärtig an der Durchführung zweier Kreditvperaäiionen, von denen die eine im Betrage von -fünf Millionen Dollar für die Bedürfnisse der Industrie bestimmt ist, während die Zweite städtischen Mebivrationsarbeiten zugute kommen soll. ^Textll-Jovrnal." Die erste Nummer des ,Irxtil-Jonrnals", Wien, 3. Bez., Kollergasie 9, ist am 10. d. erschienen. Dieses FachAatt hat einen mlernatlonalen Charakter und befaßt sich ausführlich mit den Begebenheiten der Textikmärkte der Nachfolgestaaten und des Westens Dimer Börse. Anfangs freundlicher, dann abgeschwächt. Die Nachrichten über die Verständigung der Depositenbank und des Hauses Castiglioni verliehen der gestrigen Börse ein freundlicheres Gepräge. Dazu kam noch, daß PMikumsauifträge m: Gogensatz zur Freitagsbörse, wo nur -Lösmugsbestrebungen sich zeigten, im größeren Matze vorhanden waren, so 'daß. dieseiben nur mit erhöhten Kuchen erledigt werden iffcmnten. Es gewannen vor allem die Papiere, die in den letzten Tagen die größten Einbußen erlitten haben. Alpine, Staatsbahn und Krupp eröffneten mit behütend höheren Kursen, doch Nutzten sie diese Erhöhungen im weiteren Laufe des Berkehves zum Teile wieder »in. Es langten nämlich migünstige Nachrichten über den Bürsenverlauf von Prag, und Budapest ein. In Prag Zeigte die Kontermme wieder eine lebhaftere Tätigkeit, während in Budapest die fteuMiche TentzenH, die nach Eingreifen des Interventionsstzudikats emsetztc, fast ganz geschwunden war. Unter diesem Eindruck . bröckelten die Kurse langsam wieder äb. Schließlich, blie-ben viele Notievungen unverändert, während andere wieder mit geringen Steigevunlgen abschlossen. Einige Är-bitragewerte tschechischer nnd ungarischer Provenienz wurden niedriger taxiert. A. Oktober 1924 Nr. MS In der Kn liss t sind Staatsibahn um 10,000 K., Alpmtz um 5000 K. gestiegen. Güdbahn-Mtien gewannen 2600 St., Rimamuranyer 4000 K>, Kvupp 1000 K., ungarische Hoshevv 5000 K., östvvreichische Hofherr 20W K., Siemens besserte sich um 4800 K., Salgo-Kohlen um 9900 K., Südbahn-Priorrtätelc um 7400 K.» Waagner um 9000 K., Felten mu 8000 K., iKoburg um 1100 K., Semperit und Karpathen Pelroleunt um je 9000 K. Eine namhafte Steigerung erzielten unter den Baniwerteir Zeutral-Boden'kredit, die gegen Freitag «um 7000 K. höher gingen, Länderbank profitierten 5000 K>, Ganwerein 1000 K. Im Schranken waren Bauwerte besonders gesucht. Kölligshoser Zement sind um 55.000 K., M^emeine Bau-- gesellschasi um 15.000 >K. höher lgegangen. Es gewannmr ferner Braubauk 8000 K., Grazer Brauerei 20.000 K. Einen Kursgewinn von 20.000 K. erzielten' weiters Dynamit- und Mun-- dus-Aktien. Nestonntzer Zucker stiegen unl 35.000 K., Oesterreichischer Eisenbahmevkchr um 30.000 K., Ungarischer Eisen- 'bahnverkchr um 12.000 K., Waggonleihe und Färberei um je 10.000 K., Meinl um 8000 K., Junglbunzlauer um 16.000 K., Brown-Boveri um 5000 K., Obernngar. Hütten um 9000 St., Leykam und Neusiedler gewarrnen gleichfalls je 6000 St., tvährend Galicia um 20.000 K., Naphtha um 7000 K., Brüxei Kohlen sowie Stölfle um je 20.0M K. zurückgmgen. -Der Anlage'mar kt war heute geschäftslos. Bon den Exoten notierten: Mrazniea 27.000 bis 36.000, Tcpege 45.000 bis 47.000, Universale ld.000 bis 11.000. Die Warevmiirkte. (Ggenbericht der „Wiener Morgenzeitung".) Zucker. Gleichwie auf den: Hiesigen Platze die Zuckerpreise in der letzten Zeit rückgängig waren, so verzeichnet auch das Ausland schtvächere Tendenz? So wurde die Lage des Berliner Zuckermarktes selbst durch die nunmehr bekannt gewordene Entschließung der deutschen Regierung, die Ausfuhr von Wernzucker völlig freizugeiven, nicht beeinflu.ßt. Die Preise für prompten Zucker sanken aus 22 Mark ohne Sack nnd ohne Steuer pro Zentner, ab Raffimrie, Lieferung zweite Halste Oktober war zu 26,50 Mark, Lieferung Novcn^ber mit 18^0 Mark ohne Steuer pro Zentner erhältlich. In Schlesien machte sich ganz besonders gwtzes Angebot tschecho-slowalischen Zuckers bemerkbar, der auf 17,59 Mark franko deutscher Grenze prompt greifbar stark angeboten wurde, was die Käufer, vor allem Schlösien, zu größter Zitrückhaltung veranl-aßte. Aus Hamburg wird berichtet, daß drS Interesse für prompten Äuslandszncker stark wachgelassen hock-e. Auf Grund der Ernteschätzlmg (Sicht) zeigte der Zuckermarkt rückgängige Tendenz. Die Witterung blieb im allgemeinen ohne merklichen Einfluß auf das Wachstum der M>ben, wenu. auch aus verschiedenen Gegenden bessere Berichte Vorlagen. Der Melaffemarbt zeigte wenig Veränderung. NodeucheMefevuntz wurde mit 8,80 Mark bezahlt. In Magdeburg ist gleichfalls ruhige TerSdenz. Der Preis für Weinzucker (ausschließlich BerbrauchÄteuer und Sack) fiir SO Mlögramm netto ab Verladestelle Magdeburg ist 21 GolÄmarik probte Lieferung. Birhmäche i» St. Aarx. Mgenberrcht der ..Wiener Morgenzeitung".) R i tt i e t m c x 11 Der gestrige Auftrieb belief sich 1078 Stück inländisches, Stück ungarisches, 98 Stück tschecho-slowakisches, 686 Stück jugoslawisches. 620 Sttick rumänisches und 115 Stück deutsches, zusammen 8«6 Stück Schlachtvieh, worunter sich 2757 Stück Mast« und 678 Stück Beinlvieh befanden. Der Gattung «ach waren 1988 Ochsen, 732 Stiere, 794 Kühe rmd 7 Büffeln. Bei fast gleichem Austriebe wie in der Vorwoche baden sämtliche Qualitäten regulärer Ware neuerlich bi» zu 1000 K. pro Kilogramm im Preise nachgegebe«. Angesichts der großen Riudfleischvorräte in der GroßmarHalle wickelte sich der Verkehr in ruhig-er Sttmmung ab. Sttere sind abermals rwr 506 K. pro Kilogramm im Preise gestiegen. Beinvieh blleb gut behauptet. ES notierten; Ochse« püma 17.009 bis 20.000 St., extrem 22.500 bis 24.000 K., sekunda 15.000 H» 16.500 ft., tertia 12.000 RS 14.000 K., Stiere 14.000 bis 18,500 (19.000) ft., Kühe 12.500 LtS 17,000 (20.000) ft., Beinlvieh 8500 bi» 12.500 St. und Büffel 10.500. bis 12.000 K. pro Kilogramm - Lebendgewicht. B o r st e n v i e h m a r k t. Laut, vorliegenden AuSladm»- ae» nud Anmeldungen dürste sich der Auftrieb mff de« heutioe» Schweinemartt auf zirka 10.000 Schweine belwtfen. Nimmwvllmam. Lew-Borb» 11. Oktober. Bauniwoll»uftchrm in den atlant. mb Golfhäftn 48.000, im Innern 42.000. Ausfuhr nach Grüßbritannie« 2000, nach dem Kontinent 1000. LokalmarÜ wickäUng: 24.45 (letzt. Kurs 34.Y0). Tendenz: Flau. — Termine r September —, Oktober 24-20, November —, Dezember 23.32, Jänner 28.40, Februar —. März 28.78, April 23.78, Mai 28.90, Imst All: 23.50. August 22.79. BerNaer Mrse. Berlin, 18. Oktober. Bei u-nverMmdert aus alle» limsatz-gsbiet-e-n vochevrischender Geschästsstill« Wau die Grundstimmunitz im all'g«me'imn fest, doch äntzeirüm »'ich die Kurse mi wemg. Aus dem Montawarktienmarikte wuudsn bei, Knrserh-öhnngen von X bis 2 Billionen Prozent Happener- und Stinneswerte bevorzugt. Canada-Älktien stellten sich nach ihrem Strur; vom FWito-g aus 30 M 28 Pvozent. Anilvihen zeigten «sin« feste HaitUlUig. Boi govingen Umsätzen war der Geldmarkt: unv-orändert Iricht. (Alles in Billionen von Mark.) S ch l nßk u r s e: Türkische' Lose 24,4, Oesterr. StaatSbahn 21.5, Nordd. Lloyd 4.78, Ber. Elbeschiffahrt 2.25, Berliner Handelsgesellschaft 23.7v, Kommerz. Privatbank 4.62, Darmstädter Bmrk 9.—, Deutsche Bank 10.12, DiSkonch- Kommandit 12.12, Dresdner Bank 6.87. Nationalbank für Deutschland —, Oesterr. Kredit 0.278, Oesterr. Länderbank —NeichSbank 51.25, Wiener Bankverein 0.2, Wr. Uniondank 0.2, Allg. Elektrizitäts-Gesellschaft 8.—, Äochumev Gußstahl —, Daimler Motoren 2.9, Deutsch-Luxembmger 52,75, . Deutsche Maschinen 5.62, Dynamit Nobel 9.—, Felten u. Guilleaume 83.—, Gelsenkirchener Berg 66.—, Th. Goldschmidt 12.1, Harpener Bergbau 80.60, Hirsch Kupfer 18.6, Höchster Farben 16.75. Hohenlohe-Wecke 18.—, Lanrahütte 6.—, ManneSmannröhren 41.--, Phönix Bergbau 40.—, Schuckert u. Co. 39.—, Siemen» u. Halske 44.8, Telephon Berliner 8.87. Goldanleihe große 94.76, Goldauleihe kleine 100.—, Dollarschatzanwrisikngen 87.—.