Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 6 (1924)
- Issue
- Heft 2030 (12.10.1924)
- Date
- 1924-10-12
- Page
- Seite 14 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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- Haifa 2× ep/1047930
- Hebron 1× ep/1047559
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VE. Lmomr Itf» Ti Wien, SonMg Wiener Mors^nzeitung. - Die zweite Palästinareise der Hakoah. Anmeldungen: Hakoah, Wie«, 2. Bez., Schisiamtsgafse 15. Der große Erfolg, de»l die erste Palästinareise a-ufznweisen batte, veranlaßt die Hatoal). im kommenden Winter wieder das Land unserer Väter ansznsnchen. Die'Hcckoahwirdstlbstperständ-- lich auch diesmal, vyne jealiche Enischädianng 'in Palästina ispottlich tälip sein. Die erste Reise dürfte unseren Lösern noch in Erinnerung sein. Die Expedition verließ anr 26. Dezember 19-26 mit der Düdbahn Wien und vegci-b sich nach Triest, wo die Einschiffung erfolgte. Die Seereise führte üder Brindisi nach -AKrantormi. Das feste Land wurde,am^31. Dezember 1623 betreten. Am 1. Jänner fand das erste Wiel in 'Aegypten statt. Als Gegner stand den Wienern das Städtcieam von Alexandrien gegenüber. Die -Hakoahner waren von der Spielstarke der Einheimischen überrascht. Erstere mußten ihre ganze Kunst anfbieten, um mit 3:1 Toren die Oberhand zu dehalrcn. Am 4. Jänner spielten dir Wiener in Kairo gegen das olympische Tcani von Aegypten 1:1 unentschieden. dlm 6. Jänner gelangte das dritte Spiel im Lande Ser Pyramiden zur Austragung. Diesmal -stellte sich den Gästen ein englisches Team, das mi: 2:1 Toren geschlagen wurde. Bon Kairo begab sich die Reisegesellschaft nach Palästina, wo am 7. Jänner in Tel-Arviiv das erste Spiel siattsand. Die Hakoahner siegten gegen enic A>uswai!)IMannschaft der palästinensischen Äakkadi-Bereinc mit 5:1 Toren. Anr 11. Jänner besiegten die Wiener ein englisches Soldaten team mil,3:1. Die sportlich unangenehmste Erinnerung kn'üpft sich an Haifa, wo der jüdische Verein einer englischen Giijcnbahnerniannfchaft, die überaus roh fpiclce, entpegentrat. Das Treffen endete 1:1 unentschieden. Auf der Rückreise spielten die Wiener, die von den dnrchgemachtcn Strapazen empfindlich hergcnommen waren, -mochinals gegen das olympischen Team von Aegypten m Kairo. Die Einheimischen behielten mit 2:0 Toren die Oberhand. Dies war die einzige Niederlage, die die Hawahner auf ihrer ersten Orientreise erlitten hatten. Am 22. Jänner um 10 Uhr vormittags irnf dann die Reisegesellichapt wohlbehalten wieder in Wien ein. Die zweite Palästinareise ist so gut wie gesichert. .. die geldliche und fporiliche .Durchführung sorgt .diu ägyptische ^deratron. Das letzte Schreibendes ägyptischen VerbandeZ gedenkt der überaus herzlichen Ausnahme, die das olympische Team in Wien bei der Hakoah gefunden hat. Dabei wurde der Hoffnung Ausdruck verliehen, daß die Hakoah sämtliche Vorschläge gutheißen -und bestimmt nach Aegypten kommen werde. Die Borschläge erscheinen der Leitung -der Hakoah als äosoliit annehmbar, so daß die Reise als gesichert bezeichnet werden kann. Die Organisation obliegt wieder dem Leitungsmitglied der Hakoah, Herrn Földes, der sich bereits mit dem .Oesterreichischcn Berkehrsöureau ins Einvernehmen.gesetzt hat. Letzteres erklärte, in der Lage zu sein, -ans den österreichischen und -italienischen Bahnen wesentliche Ermäßigungen erwirken zu können. Das Österreichische Verkchrsburean '-unterhandelt nun -auch mir, der Sitmar-Lme, um Fahrlpreisevmäßigunaen pli die Tvereye durchzusetzen. Der Hakoah werden vom Berrehrsoureau Räumlichkeiten zur Eröffnung eines Reisobureaus zur Verfügung gestellt. Die Hakoah machte der ägyptischen .,5Hoerait0n den Vorschlag, die Reise am 8. Jänner 1625 anzurreten, so daß die Ankunft in Alexandrien am 12. Jänner erfolgt. Der ägyptische Verband stellte aber das Ersuchen, daß dw Hakoahner wieder, wie iin Vorjahre, am 26. Dezember .1621 von Warn abfohren. Voraussichtlich wird'diesem Antuch-en nachgekommen, so daß die Reisegesellschaft am 26. Dezember 1921 Wien verlassen dürfte. Die Fußballmannschaft wird aber bereits um einige Tage früher abdanipfen, da sie sich über Mailand nach Genua begibt, um in letztgenannter Stadt ein Wettspiel -auszut-ragen. In Genna trifft 'die übrige Reisegesellschaft mit -den Fußballern zusailirneii. Die Route führ: diesmal von Genna nach Neapel, wo ein siebenstün-diger A-nfenchalt, der für, die Besichtigung der Stadt und von Sorrent -ausgemitzt wird, vorgesehen 'ist. Don Neapel führt der Weg nach Syrakus, wo das Schiff fünf Stunden verbleiben wird. , Bon Syrakus geht e-s dann -direkt nach Alexandrien. .Jet dieser Stadt .gelangt das erste Spiel auf ägyptischem Boden zur Austragung. Das zweite Tressen wird in Kairo vor sich -gehen. Don Kairo reisen die Hakoahner au-f dem Landweg über den Sm-zkM-al -und durch' die Wüste Sinai nach Palästina. Obtvvhl in Erez Israel ein Aufenthalt von zwölf Tagen vorgesehen ist, wird -dorr nur ein Spiel bestritten we-rderl. Im Gegensatz zum letzten Besuch soll diesmal die ganze Zeit des Aufenthaltes ausschließlich der Besichtigung des Landes -gewidmet sein. Palästina wird von Norden nach Süden und von Osten nach Westen mit Autos durchquert werden, wobei unter anderem Tel-A-w'no. Jerusalem, Haifa, Liberias, Jericho, Hebron, das Totp Meer, die Ebene Emek mit den Kolonien Nahalcrl, Nuris und Beth-Alfa besichtigt werden. A-uf der Rückfahrt gelangt in Port-Said ein ®pvel zur Austragung und in Kairo findet dann das letzte Tressen statt. Die Rückreise führt wieder über Alexandren, Syrakus, Neapel „nach Genua und dann auf .dem Landwege nach Wien. Die Reise wird ungefähr 30 Tage in Anspruch nehmen. Die genauen Bestimmungen über Kosten, Tag der Abreise und Heimkehr und,über^ Besichtigungen werden in -den nächsten Tagen au dieser Stelle bekantttgegeben. . Die Oesfentlichkeil ist schon lei: längerer Zeit davon m Ke-nlürtis gesetzt, daß die Hakoah auch in diesem Winter das Land unserer Väter -aufsuchen will. Welches Interesse für diese Fahrt vorherrscht, beweist -der Umstand, daß bis fetzt schon über 50 Anrncldnngen von Reiseteilnehmern zu verzeichnen sind. Die Hakoah wendet sich wieder an alle Freunde unseres Ausbau-Werkes und lädt sie zur Teilnahme an der Reise ein. Anmeldungen sind cm das Klubhrim der Hakoah, Wien, 2. Bez., Schiffamtsgaffe 18, zu Händen des Herrn Földes zu richten. Um diese denkwürdige Reise auch im Bilde festzuhalten, wir di-e-sm-al ein Kinovperateur an der Fährt teilnchmen. Die Hakoah entsendet 15 Spieler, zu denen sich drei Herren der Klubl-eitung ttub zwei Herren des F-ußballa-nsschusses gesellen. Wir sind überzeugt, daß auch diese Fährt -sich des regen Zuspruches der zahl-losen Palästinafrennde erfreuen wird. Witt der W. F. B. daßi Unrecht wieder Ml nwcfyen? Bor der Entscheidung. Unsere Veröffentlichung über die eigenartige Einteilung der Amatcurklassen hat ihre Wirkung nicht verfehlt. Der Wiener Fußballverband war gezwungen, eine außerordentliche VorstandssiHung einzüberu-fen und sich mit den zutage getretenen Mißständen zu befassen. Nun find pvei Wochen verstrichen, ohne daß der Verband irgend welche Entscheidung getroffen hätte. Dem aus den Herren Dr. Schwarz, Baumgarten und Jleischlitann gebildeten Komitee wurde die Aufgabe übertragen, tote Klasseneinteilung zu revidieren. In der letzten Sitzung des Vor- 777- Hakoah — Sportplatz Krieau --neben der Meierei Krieaa- Strassenbnhnlinien A, Ak, 11, 5, C bis zum Sportplatz Heute Sonntag den 12. Lktober 192.4, Vs3 Uhr Meisterschaft Vorher: Kndkmllh-Hakoah-Neserven standes des Wiener Fußbattverbaudes erklärte das Komitee, daß es noch feinen Bericht erstatten könne. Zu den drei gewählten Herren kann man Vertrauen haben. Wir zweifeln nicht daran, baß sie vom besten Willen beseelt sind, begangenes Unrecht wieder gut zu machen. Verschiedene Quertreibereien erschweren aber die Arbeit des Komitees. Begreiflicherweise herrscht bei den benachteiligten. Vereinen große Aufregung. Tie Mannschaft des Sportklubs Ha8» monea weigert sich, so lange Meisterschaftsspiele zu-betreiben, bis sie zu ihrem Reckte foiitmi. Für die Hasmonea - ist die Dritt» slassigkeit eine Existenzfrage. Die Spieler,der ersten Mannschaft' wollen unter -gar keiner Bedingung noch ein Jahr in-der vierten Klasse spielen. Es ist aber zu hoffen, daß der Wiener Fußball» verband -dein Sportklub Hasmonea nicht aus dem Grunde unrecht tun wird, -weil er ein jüdischer Verein ist. Wir geben dem Wiener Fußballverband' zu bedenken, daß die Hasmonea mit ihrer in -der vergangenen Meisterschaft -erbrachten sportlichen Qualifikation, noch durch den Besitz des Subpachtrechtes am Straßenbähnerplatz rmd -durch die günstige finanzielle Loge es nicht verdient, hinter anderen Vereinen, die in jeder Beziehung weit tveniger Erssir-ießliches geleistet haben, zuvückgestellt M' werden. Auch die anderen benachteiligten Vereine, so der zweitklassige Sportklub Vorwärts 11. die Leopobdau-er Spovtfveunde -und die Sieveringer Fortuna nehmen bis zur ' Regelung der Klasseneinteilung an reinem Meisterschaftsspiele teil. Morgen Montag wird irr -der Dorst-andsisitzrm-g des Wierrer- Fußballver» bandes' das letzte Wor-t in dieser Angelegenheit gesprochen werden. Man darf gespannt seiir, ob sich das Recht durchsetzen wird. E. F i sc ns. Fünf Jahre Sportklub ^adimah. Anläßlich des fünfjährigen Bestandes des Sportklubs Kadimah finden folgende Dera'nstaltungen statt: Heute Sonntag vor dem MeisterschastAspiel Hakoäh—M» mira um 1 Uhr auf dem Krieauer Sportplatz Kadimah—Ha» koah kombiniert. Samstag den 18. d., prsizise halb 9 Uhr abends, im neuen Klubheim, Cafe Zentrum,^. Bez., Roten'löwengasse 7, Meeting, zu welchem alle Mitglieder und Freunde sowie -die Vertreter aller jüdischen Veroine eingeladen sind. Sonntag den 19. d. Ping-Pong-Klübkampf gegen Aonng Jewish Sporting Club. Samstag den 25. d. Schweratihletikklubkaurpf gegen Flurschütz sowie Schauturnen . einer Makkabi--Ricge. Die - letztgenannten zwei Veranstaltungen finden im neuen - Klubheim statt. Sonntag den 26.. dl. große Fcstakadem-ie fm. Cafe La«Ät*. mann, anschließend Tanz'. Jniernationttl—W. A. F.1: 0 <1:0). Die überraschende Niederlage des W. A. F. kann insvferne als berechtigt bezeichnet werden, als die weniger zahlreichen Angriffe der Ottakringer bedeutend gefähtzlich-er waren. Das einzige Tore erzielte. Aicheuer in der 17. Minute. Die besten Leute -der Sieger waren: Anhen-er, Siegs und SMaozok. Bei den Unterlegenen war Janezik sehr amficher. Das Spiel wurde zeitweise von Jntern-ati-onail sehr scharf gespielt. C opyrisht 1924 Ly Deutsche BerlagSanstatt, Stuttgart. - Nachdrlnk verboten. 10. Fortsetzung. Die Stadt an der Moldau. R o IN 6 11. Von Auguste Hauschner. Äceidlos dachte er: Wie glücklich sind doch diese Men scheu. Therese . . . seltsam, sie glich einem Schauzpiel, von der Ferne zu betrachten. Er war nicht mit sich im klaren, verletzte es ihn mehr, daß -andere mit chnr jede L'-nü', jede Form ihrer Gestalt verfolgen konnten, bei der rücksichstlofen Pveisgabe der Glieder, i-m Sprung, in Drehung, im Schwung. Oder über-wog der Reiz, ihr Jn-die-Orffe-ntLichkeit-Mtrllr.sün, die Bewunderung ihrer Sicherheit und Kühnheit. „Eine Libelle, ein abasschnellter Pfeil." Kein Ende des Veraleichens. Allmählichbegann Verstimmung an seiner Unbefangenheit zu nagen. Die Gierigkeit des Willens, die -Härte in Theresens weiche Füge prägte, j\d ihm auf. Aus eigener schmerzlicher Erfahrung kam ihm A-hnnng vom Gleichnishaften ihres Kampfes. Am weiteren Verlaufe des Well-bewerbes innerlich nicht mehr beieiligt, nälZirie er sich der Gruppe, in deren Milte Therese sich von den anderen abgesondert hatte. Ehe er sie erreichen konnte, trat sie auf ihn zu. Erhitzt, wie der Anstrengung gealtert, -unruhig schien sie ihm unter der -Maske glatter Höflichkeit. „Sie gehen schon? Wie schadet Hat es Ihnen nicht g-efatten? Wie nett, daß Sie gekommen sind! Bitte erzählen Sie Papa gleich, daß ich gewonnen habe." Stein Händedruck, eine Verbeugung. „Tie Tür vor der Nase zngeschlagen." , Bitter trat ihm die Galtx ans die Zunge. Er glaubte, krank zu werden. Mut, daß ich eine Lateinftuwde bei dem Esel, dem jungen Katz, zu geben habe. Eine Demütigung wird miy helfen, die andere zu ertragen." 10. „Störe ich?" fragie Josef Zahradil. Jätob saß im Zwielicht. Er schob das Buch beiseite, das er zum Schein vor sich ct'.'S'T-'y'iiw „Ich werde Licht machen." „Nein, laß nur." Schweigend saßen sie einige Minuten lang, bis Joses nervös auffprang und sich auf die Schreibtischlante hockte. „Ich spür' schon lange, daß du mir mißtraust. Hgbe ich dir nicht oft genug versichert, wie widerwärtig mir „ die.Ausschreiturrgen des Pöbels sind? Soll ich es immer -wiederholen: wäre ich der Hetzer, für den -ich a-nsgeschrien' werde, hätte ich doch nicht am Grabe gesprochen. Ich bin doch kein Lump." „Ich weiß nicht . . kam es wie aus tiefer-Müdigkeit hervor. „Also erlaube mir ..." Schon griff Jakobs Rechte abbittend nach des Auffahrenden widerwillig überlassener Hand. „Verzeihe mir, lieber Freund, du weißt, wie ich dich' schätze. Ich habe nur sagen wollen, dn hast so -vielerlei Naturen. Ich kenne mich nicht immer in dir aus." Er ließ sich in den Sessel sinken. „Du hast ihn gern gehabt. Er war eben dein Schutzjitde." . Nervös lief Josef in dem engen Zimmer auf und nre-der. „Ich will nicht mit dir rechten, du bist -krank. Du hast zu viel Aufregungen gehabt. U-nd feit ein paar Tagen," er faßte Jakobs Gelenk, als wolle er mit seinen.Fingerspitzen Geheimnisse des Blutes belauschen, „trägst du etwas in dir. herum. Ein Erlebnis . . ." zuckend entzog sich ihm der Puls, den er befragte. ■ Ohne dringender zu. werden, fuhr Josef fort: „Ich habe ihn gern gehabt, -weil er gerecht war. Du bist ungerecht.",- - Vor Jakob aufgepflanzt, blitzte er ihn durch die Brillenglä V'„Du bist kein Deutscher." „Lest. . .ui-ch vielleicht für einen Tschechen gelten?" „Du hist ein Mensch- und hängst mit MettM-ichem zu-- summen." Er Mnsaßte. des Kauernden Schulter. ,Jn Böhmen hat deine Mutter dich geboren, eine Tschechenamim hat dich mtt ihrer Milch gesäugt. Tschechische Gedanken hast du aus ihr getrunken, in ihrer Muttersprache hast.du den ersten Laut gelallt. Me^Aeschichie unseres B-Ms «weckt in dir -den Dichter, unsere MW Vmgt in deiner Seele wieder. In unserer Landschaft, viele nennen sie arm ujtb schätzen sie gering, -liebst du jeden Berg -und jeden Bcru-m." Wie von Magie 'berührt vernahm Jakobs Ohr DoWmelodien, zogen Bilder heimi scher Natur an seinem iwnern Blick vorbei. Es befrenrdete ihn nicht, «daß Josef, als -er weitersprach, sich -des tschechischen Idiom-s bediente. „Du gehörst uns, mit deinem Herzen." Sein brüchiges Organ gewann ei-ue ungewohnte Stärke. „Nur dein Verstand ist deutschaber sagt er dir nicht, daß es widersinnig ist, wie ihr alle zu euren Feinden haltet, die euch verachten und nur dulden, -wenn sie euer Geld für ihre Zwecke brauchen. Freilich, sie haben die Macht, ihr könnt öffentlichen Rang und Ansehen durch sie haben. Me lange noch? Ihr solltet klug sein- und euch zu uns 'bekennen. Unsere Zeit ist bald da. Uw uns herum stehen Brüder, die uns die Hände reichen. Mr wissen, was es heißt, versolgt sein. Wir werden euch Recht und Freiheit geben, nicht nur auf dom Papier. Aber schnell müßt ihr euch besinnen» bald ist er zu spät." ' Das Dunkle, aus dem die Beschwörung tauchte, gab ihr eine unheimliche Wirkung: „Das alles soll dir gehören, wenn -du hinfällst und mich anbetest,"-ging es durch Jakobs Hirn. Ihm -war zu Mute, als müsse er um seinen Willen kämpfen. Schwer war seine Zunge, als er sagte: ,Josef, was ist -mit dir? M-oher nimmst du -die Gabe, Menschenseeleu einzufangen, -daß sie sich wie verzaubert fühlen?" - - - Er sah Josts wanken, wie Linen, der, im Schlaf wandelnd, angerüfen wird. ,Das fragst du," iV‘- er sehr leist, als sinne er rätselhaft dem nach, „und vor dir liegt das -Buch, das i» Verborgenheiten dringt." „Aber es findet in -der Tiefe -nur -die Liebe." „Auch bei mir ist es die Liebe, freilich eine . . « brach.<ch.. . .. .. - Jakob, wieder Herr seiner - Gedan-ken, suchte nach Streichhölzern,'um -die Lampe anzustecken. Ihr Acht der-, 'brette-te Alltäglichkeit. - > ,Zch war eigentlich gekommen, um dir-etwas mitWteilen, " sagte Josef. „Wir geben unsere Gaiftwirtschaft indiesem Haust ,F)h," die aufrichtige Trauer in JakolS Ausruf' überbrückte, was an Zwiespalt noch die Freunde' trennte. (Fortsetzung folgt.) 489539