Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 6 (1924)
- Issue
- Heft 2026 (7.10.1924)
- Date
- 1924-10-07
- Page
- Seite 10 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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fcettelö Wien, DKMay Wiener VlorgeNzeitunK. 7. Okioher 1924 Nr. AM Alle Arien Banks e schäften “ Kommandite der Kroatischen Eskomptebank, Agram "" WIEN, I. SEITZERGASSE 4 BO?“SE *BM Telephon: 22-5-90 Serie GRABEN) Telegrammadresse: FRAPOBANK Kredit- und Warengeschäfte Volkswirt. Polens Handelsvertrag mit Lentlchland. Bon Dirsktor Jan Mars cm Schaff. Die Handelsverträge sichern dem Staat die günstigsten Bedingungen für den Export und Import von Waren. Somit sc ein rationeller Ausbau der Verträge ein wichtiges Moment iir jeden Staat. Polen fchlen noch immer Kvei wichtige Verträge, und Zwar mit Den tf ch l and urvd der Tsche chvölowakei. Die polnisch-deutschen WirtschaftsverhaMnngen vuvden schon öfters begonnen, sind jedoch immer wieder aihge- »rochen worden, so daß bis heute die wichtigsten Mirtschastsragen zwischen diesen 'beiden Landern noch offen sind. Ohne Zweifel sind gerade bei diesen DerhaMungen politische Geiensätze auszugleichen, jedoch das Bewußtsein der Notwendigleit günstiger Wirtschastsbesichungen sollte die Quelle der lrast sein, welche .zur Uvberwindung dieser Gegensätze' führen ollte. Sowohl die polnische wie auch letztens die deutsche »ffentliche Meinung verlangt von den Regierungen, durch die Wirtschaftskrise in beiden Ländern dazu ^genötigt, die Ebnung m Wege für einen entsprechenden Ex- oder Import. Das merkwürdigste dabei ist, daß, obwohl Polen keimn Handelsvertrag mit Deutschland abgeschlossen hat, gerade Deutschland Der größte und 'der enrzige nattirliche Abnehmer )cr landwirtschaftlichen Produkte Polens ist. Getreide wie siartoffeln und Erzeugnisse aus diesen Produkten kann Polen täbil im Westen nur in Deutschland absetzen. Gleichzeitig sei iestgestellt, daß über 50 Prozent des polnischen Exportes noch Deutschland geht. Umgekehrt bezieht Polen aus Deutschland iber 50 Prozent der nach Polen eingesiührten Metalliwaren. jsm Jahre 1923 kamen von 190.000 Tonnen Metallwaren lll.000 aus Deutschland. Auch das polnische Hotz findet im putschen Reich seinen größten Abnehmer. Es ist also kein Wunder, wenn alle interessierten Kreise ruf den Abschluß eines Handelsvertrages drängen. Die beiden Negierungen tun gut, wenn sie bereits das bcs$a notwendige Material vorbereiten, um in der Kürze definitiven Verhandlungen zusammenzutreten. Polen hat ^bereits eine gange Reihe von Handelsverträgen abgeschlossen. So mit Rumänien im Jahre 1931, mit Frankreich, Italien, der Schweiz, Oesterreich, Jugoslawien, Japan, Belgien im Jahve 1902, mit der Türkei, Finnland im Jahre 1923, weiter mit England, Dänemark, Norwegen ufw. Auch mit der Tschecho-Glowakei wurde im Jahre 1931 verhandelt, die Verträge wurden jedoch aus politischen Gründen nicht ratifiziert. Cs ist also auch die höchste Zeit, den bedeutenden Warenverkehr mit der Mchecho- Slowakei durch einen Vertrag zu regeln, und das rum so mehr, als die polnischen Produkte in eine ganze Reihe von Ländern über die Tschecho-Slowakei transito geführt worden müssen, wobei man so oft auf SchwieriBeiten stoßt. Selbstverständlich wird Deutschland nicht der Abnehmer polnischer Produkte bleiben, ohne für sich Konzessionen zu beanspruchen. Deutschland wird in erster Linie einen freien Transitverkehr nach dem Osten verlangen, und da Polen dabei an Eisenbcchntarisen selbst sehr viel verdienen wird, sollt« es nicht länger zögern, auch diesbezüglich mit Deutschland emvg -u werden. MnifteNiriifident SrabE üb« die WirtschaftrverhAtaiffe in Pole«. Warschau, 5. Oktober. <P. ZM.) Bei der Eröffnung des Winschasirates hielt Ministerpräsident und Finanzminister Grabski eine Rede über di: Folgen der durch die Währungsreform hervorgernsenen Krise. Diese Krise, erklärte der Ministerpräsident, dauert fort, nichtsdestoweniger kann man eine gewisse Besserung, was die Zahl der beschäftigten Arbeiter benfff;, fcststellcn. Die Verminderung drr Zahl der Arbeitslosen har in verschiedenen Woiwodschaften bereits Mitte Juli beg'.'itnen, in anderen erst anfangs September, doch gibt es keine Woiwodschasr, in der nicht eine bestimmte Besserung festgestellr werden könnte. Wir sehen auch eine gewisse Besserung in der Beschäftigung der Industrie, insbesondere wächst die Zcchl drr Arbriksschichren pro Arbeiter. Dagegen tragen die Veränderungen, die das wirtschaftliche Leben des Landes unter dem Einfluß der Erhöhung der Preise erfahren hat, einen ernsteren Charakter an sich. Tie entscheidende Ursache, die diese Preiserhöhung heroorgernfen hat, liegt in .den schlechten Ernten, von denen Polen auch nicht verschont geblieben ist. Diese Preiserhöhung dauert fort. Ein ungünstiger Um siand für uns liegt darin, daß die schlechten Ernten in Polen parallel eiuhergeheu mit 5er Not in dem uns benachbarten Deutschland, wohin wir unser Getreide ausführen. Wir der stlchen es, diesem Export Einhalt zu tun, um eine Herabsetzung des Kornui» Brotpreis.es herbeizuMhren. Die Regierung hat bereits ziveimal die Aussuhrtaxen ans Korn erhöht, aber gleich zeitig sind aus dem iniernationalen Markt die Preise gestiegen, . nnb es ist unmöglich, daß wir in dem. Aeichen Maße mit der Erhöhung der Taxen der Preissteigerung folgen. GlÄck-lich^rweise ist dank unserer stabilisierten'.Währung der Gcneraliudex der Preise nicht mit der gleichen Schnelligkeit gestiegen wie der Kornpreis. Ueberdies weist das Verhältnis zwischen den Preisen der Jil^tvi^vodukte und der Gohstofse eine Besserung auf. Man muß beständig gegen die Preissteigerung ankämpfen, bemt sonst könnte die Kau-skrafl der BevöMrung erla'hmwn, woraus sich eine viel schwerere 'Krise im der Industrie -ergeben würde, während andererseits unser: Ausfuhrsähigkeit, diese GruMage der StabWerung der Währung, äbnchnie. ßin Mrsrntrach k« »«da»«. Ein schwärzer Tag. — Ungenügende Intervention der Banken. Budichest, 6. Oktober. (Tel. 'der ^Wiener Mdovgen- Keitun^.) Die Budapester Börse erlebte heute einen schwänzen Montag. Sämtliche fühvercken Wertpapiere erlitten. Kurseinbußert van 16 bis 20 Protzewt. Dev Markt stand An Zeichen allgemeiner Kopflosigkeit wnd .KatastWphenstimmtNtg und hatte jede Widerstamdssähigke it verloren. In seriösen Bötsouckreisen kann man sich die Ursache der heutigen 'beispiellosen Dero-ute nicht anders evkäre-n, oft daß seitens der Banken Exekutionen m großem Umfang vorgenommeu worden sind. Dir Ba-nkon nahmen erst gegen Schluß JnterventionMufe vor, worauf das Sinken der Kurse zum Stillstand kam. Gegen 'die Banken werden aus diesem Amlaß schwere Angriffe gerichtet «und es wird ihnen dorgeworfen, daß sie die Börse absolut im Stiche lassen, ja daß sie sogar, wenn sie ausländische BefteNrngen ibekommen, diese nicht an der Börse ausführen, sondern aus dem eigvnsn Depot. Im Zusammenhang mit dieser neuerlichen Senkung der Kurse find offenbar in Wien Gerüchte verbreitet über eine Exekution. Hiev «weiß man davon nichts, wie denn überhaupt feit dem Salami-iR-uminel von keinerlei Schwierigkeiten die Rede ist, gmnal für alle Faktvvsn der Börse selbst solche Wendungen wie die heutige keine Ueberraschung waren, und jeder, der größere Engagements' hatte, diese bereits eskomptierrn konnte. Unter den Ersenwird MeiMtvertsn erlitten Ganz- DanMus-Mien einen Rückgang von 300.000 Kronen. Waffenfabriksaktien sielen um 600.000 Kronen, Ganz- Elektrizität um 200.000 Kronen. Zuckevaktteu derzeichneten Diefkurs«, die seit Jahren nicht Mm Vorschein gekommen sind. Gegen Schluß der Börse fanden Interveittionskaufe der Banken statt, die aber keine Besser mag hevbeiWvufen dermochien. „Az Est" ihebt die Tatsache hervor, daß die -ungarische Kreditaktie r-imerhM vier Wochen 63 Prozent ihres Wertes verloren hat und gibt der Meinung Ausdruck, daß die verantwortlichen Faktoren e-iuer derartigen Verwüstung des nationalen Effektenbesttzes nicht länger mriätig können. revisen- «ad Salutrnkvrse. (Mgrteitt vm der Oesterwichffchen Nattonalbmik.) Vista Amsterdam f, i hol). Ouldfn Agram 1 In». Kronen , .; . Belgrad 1 Dfiur . Berlin* 1 deutsche Reichsmark . BrUssel 1 belgische Frans . . Budapest** 1 ungarische Kronen. Bukarest l I.el. Christian!« I rorweg. Kronen . Kopenbann 1 dBnisehe Kronor . London i Pfand Steril«? . . . INadrld 1 Peseta« . » .« « . . Mattend 1 Lire . , . . New York 1 Dollar. . . Paria I Francs . . . . . . Prag I tachecho-elow, Kronen . sofia l Lewa . Stockholm 1 achwedtaebeKronor . Warschau*** 1 polnische Mark . Zfirfeh i selmelcerlaehe Francs . 92.90 381.- SSW.- 12320.— 90.80 370.- 9930,- 316510*,— 317530. 9330.- 9370, 3096.- 70935.- 3732.— 2119.- 515,- 12270.- 13600.— 136»,- 31«.- 71185.- 3748— 2129,— 519.- 18830— 13701).- 13650,~ SvZV 92.» 388.- 370,— 9880.— 9920. t 12280.- 12320.- 316500— 317500— 9330— 9370— 3117— 71185— 3748— 2125— 519— 18810— 13700— 13626— W- 7Ö035— 3732— 21 IS— 515— 18770,- 13800— 13575— Noten Amerika«, Noten v. 5 Dollar aufw, 7C480— 70660.» * „ kleinere ... 70300.- 7W60.» Belgische Noten 100 Francs . . 3385.— 3415,- Bnlgarlsche Noten au 1000 Leva . 30t.- 509,- t. „ » 100 , , —i „ , kleinere, . . 481.— 489.» Dänische Noten 100 Kroner . . 12130.- 12213.» Deutsche Noten*....... 16690.- 16B10— . . . 100 . . . . „ kleinere* . . . 16590.- 10710.- Engl, Noten van 5 LIvrest, aufw, 3147».— 316300.» » . kleinere. 314500,- 316100.» PrnnzSslsehe Noten 100 Franes . 3713.— 3740,- HollKndlsche Noten 100 Gulden . 27200— 27430.- Ifsllenlsche Noten V. 100 Lire aufw. 3060.— 3100,- „ , kleinere . . . 3050.— 30M,- Jogosl. Noten ungest. zu 1000 Dinar »9. _ ioo5.- * » » kleinere ' . - 989.— 995.- Norweglsche Noten 100 Kroner . 98H>,— 9890.- Polnische Noten *•*.13480.- 13620.» . , kleinere . . . 13280.- 1)420.- Rumänlsclie Noten zu1000 ti. 500Le! 373.- 377.- , kleinere ... 363.- 367.- Russ, Noten (Roman,) zu 500 Rubel —. »- t * 100 » , , . kleinere . . Schwedische Noten lOOKronor . Schweizerische Noten 100 Franca. Spanische Noten 100 Pesetas . . Tschecho-alow. Not. v.lOOOaufw. „ . kleinere . Türkische Pfand-Noten ..... UifganNoten**(n. Eni.) zu lOOOKr. : : . zu 10.000 Kr. . . . 88.Sl, 91.56 . . kleinere. 86.50 89 50 7O460,- 7t06O.~ 3385.- 501,- 481*.- 12130,- 16690.- 16590*.- 314700.» 314500.» 3715.- 27150.- 3088.- 3058.- 978.- 9760.- 13490. 13290.. S63. 353. 70860*- 70700.» 3415.» 509.- 489!- 12210.» 16810,- 16710% 316300.- 316100.» 3745- 27350- 3108- 3078- 984— 974*.- . 6840- ■ 13630.- ■ 13430- 367- ■ 357- 8. Oktober 3. Oktober Veld Ware Oeld wäre 21808.- 27600.- 27475,— 27»».- 1003!- 10G7.’- 983.- 9W|- 16830.— 14950,— 18820.- 18920.- 3429.- 3441.- 3429.- 3441.- Vertreter der Börse beim Finanzminister. Gestern vovmittags wurde eine Abordnung des Wiener BörsevereineL und der Bank- und Kommissionsfirmen vom Finanzmtnister Dr. Kienböck empfangen. Die Deptttation betonte in einer längeren Ansprache die Schwierigkeiten der Börse, die infolge der hohen Goldavyabe und infolge des unerträglichen Steuerdruckes noch gesteigert werden. Auch die St euer strafen, die einzelnen Bankfirmen infolge der unechten Taggäder, vorgeschrieben wurden, wurden zm Erörterung gebracht. Dos Auskunftsverfahren oer Steuerbchorden würde einer entsprechenden Krittk unterzogen. Der Finanzminister versicherte den Vertretern in der Taggeldfrage einer Ermäßigung zu'zustimmen; ebenso sei er bereit, auch in den anderen Wünschen bis auf die Rentensteuer Entgegenkommen zu zeigen. Insolvenz des Bankhauses Taussig u. Co. Das Bank- und Kommissionsgeschäft Joses Taussrg n. Co., Jasomirgottstraße Nr. 6, hat beim Wiener Handelsgerichte um die Eröffnung des Ausgleichsverfahrens ansuchen müssen. Zum Ausgleichsverwalter wurde Professor Karl Rado, Hetzgasse Nr. 7, bestimmt. Die Ausgleichstagsatzung findet am 25. Dezember statt, die Anmeldungsfrist lmrft bis zum 9. Dezember. Zusammenbruch eines Bndapester Spekulanten. An der Wiener Börse kam es gesterit M großen ExLkut>iVverkäwfen «meS Budapester Spekulanten, welcher auch Direktor der Warenab-teilung eines ersten Budapester Kreditinstituts ist und sich als Faiseur schon seit einigen Jahren heröwrgetcm hat. Infolge der Finanz-krise in Budapest wurden s-sme Engagements exekutiv gelöst. Es sollen gestern zirka 10.000 Aktien aus breife Weise verkauft worden sein. Es handelte sich nicht nur um tem ungarische Papiere, sondern auch Atm einige österreichische und Exotenwerte. Die Folge davon war eme bedsutenlde Kurs!* senkung der betreffenden Wtken. Auflösung des ungarischen Zuckerkartells. Aus Budapest wird gemeldet: Der Ende Schtentber äbgelaufen« Kartellvertrag der ungarischen Zuckersaibriken wurde nicht mehr, erneuert, so daß die einsÄnen- Fabriken setzt den ZuckevverVauf seMständig besorgen. Erhöhung des Zollagios in Jugoslawien. Rach einer amtlichen Mttteilung wurde mit 2. d. das jugoslawische Zollagio von 900 auf 1000 Prozent (das ist elffacher Zoll) erhöht. Jnteresftnahme englischen Kapitals in Jngoflawiem Aus Belgrad wird gemeldet: Eine engMche WnanMuWe ist mit der jugoslawischen Regierung in Fdchmng getreten^ um den Bau einer Rormalspurbcchn Mischen Belgrm»-SaraMo—, Split—Silbenik zu finanzieren und ebenso den Ausbau der Häsen von Split und Sibenik. Die neue türkische Bank. Ans London wird uns gemeldet: Die „Times" berichten aus Konstantinopel: Der frühere Khedive von Aeghp^' Wbas Hilmi Pascha, der dorchm zuvuck* gekehrt ist, erklärte, daß das Kapital der neu gegründeten türkischen Bank in Konstantinovel, das jetzt.eine Million türkische Pfund beträgt, mit der Zeit ans 30 Millionen türkische Pfund erhöht werde, wenn die DerhaMungen mit der ttalienischen, der österreichischen und Ischecho-slowakischen Gruppe vollendet sein würdm. Die Bewertung der ruffischen Ernte. Nach einem Bericht des Volkskommissariats für Landwirtschaft (,,©&>& SchLry" Nr. 295)< ist die Anbaufläche LW4 gegenüber 1933 um 36 Progent tzchnegen, gleichtzeitia mmtz aber ein erheblicher Rückgang der PvodMivität festgestellt werden. Jnr laufenden Jahre v»ar sie um U Pvogent niedvvger als 1688, um 1-5 Prozent niedriger als 1/838. In den Bezirken der Mißernte wurden 7 Pud pro DeHatine geerntet, bei einer Aussaat von 5,6 Pud. Durch-, schmttlich ist in .diesen BessiMn 2 Pud pro Kops der BevöUernng geerntet wvrden bei 10 Pud NvrmaWedursm-. Russische Baumwollkäuse. Aus London wird gsmckldckc Rußland führt mit seinen beträchtlichen BmrmdwlleäMuEen fori. Alle Käufe werden durch das Äll-Rnssian Tezstil Syrv-- idikate, Jnc. getätigt und durch hreisiye BanDvedite ftnangtert. Die tatsächlichen Verschis-fungen amerckanischer Baumwolle für russische Rechnung seit Wmar dieses Jahres haben jetzt nxchezu 200.0M Ballen erreicht und die ruMche Gesellschaft gbmwch daß weitere bis Jchrechchkrß hierher gelegte Orde» dte Summe von 100 Millionen Dollar erreichen werden. Die rumäuische Zackerindustrie. Aus Bukarest Mpd gemeldet: Der franMische wirtschastliche Nachrichtendienst m Rumänien weist in semem letzten Bulletin aus das Wachsen der rumänischen Zuckerindustrie hin, der mau wachsender Interesse entgetzenbringi. Im emem Jahr« stieg > die Anba»'. fläche für ZuckervWen von 37 XXX) ans 54,000 Hektar oder trat 46 Prozent. Gegenwärtig Dann Rrunänien sich ohne a«Owärttgen Zucker behelsen nwd es ist mägjlich, daß er ihn i» kurzer Zuürnst egportieren wird. ti Polnisch-tSrkische Haudelsbezichmrgen. Aus Warschau wird Mneldet: Die pomischen Handels- und JndustrEroDe iuterMeren sich in letzter Zeit besonders Dr die Düttkvi. Ae Beteidivg Polens cm der Messe in Gvspoli war sehr rege, ein ad hoc gegründeter Ausschuß hat zchlreiche BerbinduME» awgebchnt. Der Ghrendopsitzende des Skisschuffe» Äroff Ostrovsky sagte dem Vertreter der ,Mx$tar, Pole» Iliönne m Eder Durkei, die soeiben an die lldeuovganffievuna ihres Marktes schreitet, ausgiebiges Terrain gewinnen. Die Kredit- Verbindung, sthle einstweilen -und Polen sei genötigt, gygen Garzahlunc, zu verikausen, aber der polnische Handel vönrve auf dem Wege' der oinifachen PveiÄkoMrrrenz folgende ArtM verdrängen: schwedische i^ündhölser, tschecho^wwcckischen Zuck«, Papier, Mohol, Drefttmodore, ZuckervAbensamen, Hoka« industriemaschinen, MWlewernrichtu ngen. WaggonteAe, Zt« garettemn aschmen, Meisttste und SPrenAoffe. 188M.»». t«?V2.- 18600.— 18700.-. >3459.- 13340.- ,3440.- 13520.- 9210.-. 9290.- 92,0.— 9280.- 2107.— 3123.- 2102.- 2118.- 2,02.- 2118.- 2007.- 2123.- 36050.- 36950.- 3605,0.- 368Do.- 88.50 86.50 91.50 89.50 * Für eine Billion Mark, ** für 100 Mgarische Kronen, *** für 1 Zloty aufwärts. Wiener Börse. Flau. Die gestrige Börse e-riffsnete in -geöviickter Stvmnmnig infolge der Ungetvißheit über die AngÄegenhöit ^dsr Depoisitvabanlk und des Hauses Castigkonii. Die Zwaugsvevkäuse, die i» großem Maße infolge des Zusammemibvilches der NoMech«, Oesteirreichischen Bank vougenomman wurden, waren von aiuSschlaggebender Bedeutung für das Sinken der Kurse. Zu der Lustlosigkeit, die infolge der Vorgänge wwf dem Wiener Platz herrschte, kamen noch die Nachrichten ufe die SchwieriMrteN l des Budapester BaMirektors K., welche einen bedeutend«« Kursistu>r-z der nngarlischvn Arbitvc»gepapie.re hervorriesen/ Auch die Dementis, die kurz daamns aus Budapest dinWfen, konnten dem ll>nffichgreifen der slauen Stimmu-wg .nicht Einlhalt breite«. Es büßten desweigen vor allem-Mgarische Werte, und qstvar: Ungarische Kreditbanik 30.000 K., Satzo 37.000 K. und Uw gavische Hosheirr 9000 K. ein. Auch' einzelne tschechische Papiere litten unter den großen Budapester Abgaben. Das Stsitzungskomitee nahm zwar e>r»en beträchtlichen Teli'l der ausgebot^wn ßtzäpiere aus, doch war >es ißcht imstande. M allgemEN dtzr 5981299829483971