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Wiener Morgenzeitung · 1924-09-25 · Heft 2016 (25.9.1924) · p. Seite 8

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 2016 (25.9.1924)
Date
1924-09-25
Page
Seite 8 (sequence 8)
Language
German
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ES Wiest, Donnerstag WieM^ W-MeMeMW S5."AeMEer E Nr. Mmewts. Auch l)iev oan.at Movin’ofD noch dem Lumniuugskoniplex xder „Toten. Stadt" nach, der. eben s.eiueutTeutperchneust-'euti'ßir.lcht. Eiuf stärker'^öximpille,' der dässtchlte^ Wt>sche..^n-satzrge!'Klavierkottzert mit.iikueit Zügen Jjdcjfjl'. und tut „Reigeu". au s Stelle des alten Scherzo einen reizvollen Tanz cinslicht, das I prachtvolle Orchestevkolorit und allerlei persönliche Züge in den ' Episoden Heiden das Werk weit über das Niveau ähnlicher 'Ke« i legercheitston-dichtungen empor. Und schließlich Mb es noch eine drcisätzige A-Moll-Sympihonie des Wieners Hugo Kand-er. Hastet auch diesem i JugendwerL wie den meisten Symphonien unserer auss Kurze! und Gedrängte gerichteten Zeit etwas Zwiespältiges an, so ver- - mag uns doch die edle, stark empsturdene Komposition in der; Schwermut ihrer slatvisierenben Melodik viel zu sagen. Namentlich im Finale, in welchem sich der Komponist, gerade in der Anlehnung an die feste Form der Passacaglia,., freier bewe-gen kann! Verrät er hier allerlei kontrapunktisches Geschick, so leibt sich im Adagio trotz mancher An klänge an Mahler und an Bvucknersche Choralfeierlichkeit Kanders eigene lyrische , Seele aus. Gerne stellen wir den starken Erfolg des überbescheidenen Tondichters fest, der unverdiente Zuvücksetzung erifnhr und drei Jahre ans die Ausführung seiner Symphonie warten mußte. Und noch, ein Wort des Lobes für den ansge- . > zeichneten Dirigenten Leopold R e i ch w e i u, der sich immer ,!wieder für unbelamue Tondichter oinsetzt und selbst lange , igemig als Veilchen ini Verborgenen blühen mußte. 0 i Erwin Felder Bottsoper. Kammersänger Joses S ch w a r z, der einst an der, Volksvper seinen Ausstieg begonnen hatte, ist Nun als reifer Meister zu einem kurzen Gastspiel dorthin zurückgekehrt. Er singt die. hohe Schule des Belkanto, und so begreift man sein-Bedürfnis, den „Rigoletto", der ganz ans der sinnlichen Glut der Musik des Südens geboren ist, in italienischer Sprache zu singen. Musterhaft ist seine Aussprache, packend sein dramatisch bewegtes Rezitativ und in 'seiner mächtigen Baritonstimmc fließt die Berdische Kamilene breit uttfo wuchtig und die Sinne betörend dahin. -Ein echter Künstler, der, mit einer reichen Stimme begnadet, in nimmermüder Arbeit die steilen Höhen der Gesan-gskuirst erklommen hat und auch als Schauspieler in j die dramatischen Tisjeit der BerÄischen Musik einzndringen' vermag. Herr Kammersänger Dimitri S m i r n of s bleibt wie sein Herzog von Mantua mehr an üer Oberfläche haften. Der bulgarische Sänger, der lange Zeit in Petersburg wirkte und! nunmehr mit seinem italienischen Kunstgefang auch in Mittelen roPaErsolge einheimst, ist ein muisikalischer Weltbürger, der keine Probleme kennt, sondern stets heiter unk liebenswürdig seine weiche, geschmeidige Stimme ausbreitet. Gerne hört man das Helle Piano und das weiche „MozzovocL" des schmucken Tenors, der über den Glanz. der ersten Jugend bereits hinaus ist, Kraft und JrriterlichkrÄ vermissen läßt und so neben Herrn Schwarz ein wenig ins - Hintertressen geriet. Euren noch schwereren Stand hatte die anscheinend ntdispomertL Frau Frisst Böhm als Gilda, recht brav sang HerrK-aplan den .Sparasucile und Herr Fride'ri'ch, der neue vortreffliche Kapellmeister- .sorgte''.Dc dramatisches .Leben im . Orchester. >n äen inrnnißsoltixsten ^upkütiruaxoa erhalten Sie vorrätig und nach Mass bei billigsten Preisen beim Spezialisten RUDOLF GOLD8TIIH, WIEN, II. 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' Das Interesse an dieser Kunstgoweribescha-u ist um so größer, als das österreichische Kunstgewestbe in seiner Gesamtheit bei der großen Pariser Ausstellung im Füuhljahr 1625 vertreten sein wird und somit die Ausgabe übernommen hat, die Leistungen Oesterreichs ans tunstgewevblichem Gebiete im Ausland gebührend zu repräsentieren. Aus den Theatern. Burgtheater. Morgen, 7 Uhr> „W eh' d e m, d e r l ü g t." Akademieih eater. Morgen, Uhr, a r Glas Wasser". Schönbrunner Schloßtheater. Morgen, Uhr, „Unsere kleine Frau". Volksoper. Heute tritt Kammersänger I. Schwarz als Renöe in Verdis „Maskenball" ans. Deut-schesVolkstheater. Freitag österreichische Uraufführung von Georg Kaisers- Komödie ^Kolportage". Montag den 29. d. wird Melchior L en g h el japanisches Drama „T a i s u n" in teilweiser Neubesetzung wieder in den Spielplan ausgenommen. Im Reuen WienerStadttheater gelangtheute, 1/iS Uhr, im Rahmen des Theater- und Musikseftes der Stadt Wien das Schauspiel „S i e ben Jah'reund.ein T a g" von Hedwig R o s s i zur Uraufführung. Im Wiener Bürgertheater gelaugt Moytag den 29. d. die Vaudeville-Operette „D e r F ü r st v o u P a pvenheim" zum f ü n f u n d z w a n z i g st e n Male zur Aufführung. . ' Zm L u st s v i e l t h e a t e r findet heute der e r st e Literarische Abend statt.. Zur Darstellung gelangt „Totentanz" von August S t r i n d b e r g. Iw I o h a n n - Strauß-Theater findet heute mit. Naoul A s l a n und'Erika W ä git 11 die fünf ü n dzwanzigste A u f s ü h r u n g der Komödie mit Musik „P h a n t -o m" statt. . Die reichsdeutschc Uraufführung Von. „S ch I a g o b e r §" findet am 5. Oktober in -Breslau stattl Die Premiere wird Strauß seWst dirigieren.. . , . Der Mißerfolg der Äse in Berlin. Die Diwktion der Kilt a,. Konzert , und Theater-agentur G. m. b. ,H., ersucht uns um die Feststellimg,' daß die Kuta an der „Aida"-Stagioue in Ber-lin in keiner Weise finanziell beteiligt war. Herr'Generaldirektor Max Weber ist Mar Gefellischaster, jedoch nicht Geschäistsführer der. Kuta und Hai seine. Verträge boMlich der „AiLa"-2tagione daher auch nicht namens der Kuta, die sonach auch keinen finanz-iellen Schaden erleiden konnte, sondern namens der ^Künstlerbühne Ronacher crbgeschlossen. Herr''Dichktor Dr. Rosner stcht mit der Kuta in keinmt Zusammenhantig. Die Kuta hatte keine Möglichkeit zit einer Jngerenz aus die Entwicklung der Berliner Ereignisse und hat naturgemäß auch nicht versucht, irgend eine Jngerenz auszuilbeu. Misch« Elmau und Jascha Chefez für das hebräische Konservatorium. Aus Ääew-Norl.wird uns berichtet:. .Seit kurzem weilt der junge Gelehrte Dr. Mordechai Sandberg aus Jernsallem. in New-Aort, wo er im Rockeseller-Jnstitut wissensch'aftiiche Forschungsarbeiten durchführt. Dr. Saudberg bleibt einige Monate in Amerika und' wird während dieser Zeit auch im Interesse des in Jerusalem zum Andenken an die auf allen Schlachffelder.n des großen WMrieges gefalleneu jüdischen Soldaten zu gründenden Mwsikkonservatormms tätig sein. Die in Palästina vor kurzem gegrü-ndete Gesellschaft zur Errichtung und Förderung des hebräischen Konservatoriums in JerusÄeui hat. wie Dr. - Sa-nÄbeyg berichtet, bereits schöne Erfolge au-szuweff-efi.'Auch in Amerika hat sich ein Komitee. der <Gesellschaft, gebildet, toelcheni die bedeutendsteu.jüdischen Musiker und Tonküjistlcr augehören. Die beiden gegenwärtig von den Amerikanern so /stark vechälschelieu jüdischen Künstler Mischa Elman lutd Jascha Eheiez sind dem Komitee gleichfalls beigetreten und wollen auch ihre Kunst in den Dienst der Schaffung des geplanten hebräischen Konfervatoriums in Jerusalem stellen.. . __ , . absichtigte Deutung zu gcheu. Das/BMDveWhren » gegen den Beschuildigten. Der. R-Mex..erAaMtite den MeWmal« rat Dr. Nudoikf Beck der Ghrenlbelleidigtmg schulld-ig Md der. urtÄilte ihn zu einer GeWrüffe' von - güvei Mliilli'rö-ne» K r o n e n eventuell zu vier Tagen Arrest! Das Bewdisverfahreu hübe ergeben, daß die istkriminierte Aeußeruwg mit Beziehung ans die Klägevimien gefallen ist; sie stellt sich als Be» schimpsung dar. Nie Frau aus kisersucht getötet. Nach 36jähriger Che. In dem kleinen bnrgcnilänldilschen Doris >RHee bei Neu« siedl am See spielte sich am 13. Tbpril'eme blutige Tragödie ab. Ter sechziMhrige Landwirt Jaikoib Leskowitz tötete.seine Gattin wegen vernteiMicher Untreue. -Gegen-den Mann wuvde die Anklage wegen Vovbrechens des Totschlages -echolbeu, weiil ihirt die Mordabsicht nicht nachzuweiisen war; Leskawitz behauptete, daß ex seine Fmn bei einer vüchchwiegeuen Ztisammenk.liaiist ertappt .und daß sie ihm nachher ein hälhes Getständ- >nis abgelegt hatte. , Leskowitz war mit seiner Fvan 86 Jahre verheiratet. Nach Darftellun'ä 'der Anklage haßte der Manu seit Jahren seine Gattin, die er der Untreue bezichtigte, obgleich nicht der ileiseste Grund hievstir vorlag. Am Abend dos 13. April gab es wieder Streit. Leskowitz glaubte wahrzunehmeu, daß seine'Frau im -Stall mit einem Manu flüstere Der eifersüchtige Manu sagte nichts, er ging zu Bett und auch 'feine Frmr begaib sich alsbald zur Rühe. Nach einer Sbiutde erhob sich der.Mauu, ging in die Kammer, wo Die Frau ihre Schlafstelle hatte und begann mit ihr ein. scharfes Verhör über die Ztiisammeulkniif.l im Stall. Die Frau beteuerte weinend, es fei nichts gewesen. Ta schlug er sie unutenschlich so lange, bis die Mißhandelte ein halbes Geständnis alblegie und zngäb, daß sie mit eili-em Nachbar -im Stall zrtsaulmen geüvbsen -war. Ofsenibar hatte'die Frau, dies nur Wgestaudeu, damit der Mamr sie nicht, weiter mißhandle, denn der Nachbar stellte daun erttschieden «in 'Abrede, überhaupt im Hanse des Leskowitz gewesen zu sein. Am. anderen Morgen wurldc die Frau b l u t lü b e r st r b m t als Leiche aasgesunden. Ter Angeklagte erklärte vor Gericht, er habe in sin«- loser Wut über die Untreue soiner Frau auf diese 'lvSgeschlageu. ' - Die Geschtvorenen erkannten -t»cn Angeklagten mir 'der s a h r l ä s s i g e n T ö t >u >t g schuldig. L e s k o w i tz wurde zv einem Jahre strengen Arrests verurteilt. Als erschwerend wurden die sortgchetzten Mißhandlungen und die ung-lawbliche Roheit aitgenommen. FSr „polnische »n«'" -? Millionen SelSitknfe. ' In den 'letzten Tagen hgtte sich der Msdiizmalvät Doktor Rudolf B € ck, Hernals, Progreuadengasse 56,. Wegen. Ehren- Lel-oiÄigung. der Gckttin be§ i| ißtünn "wotzsteiHett.'äkadsmischert. Malers B r u nne r, ^ran Frieda B r u it.it e r, und «deren'Schwieigertochter. FvM LeopMine B r u u n e.r^ zu .ver- -cmtwovteü. Die VefihanÄunH. fand vor dem 'B^irksgericht Füwshcms statt, Berihandlu-wgslleiter war 'Obevlaitckesgerichtsrat Dr. Nehoda. JnLviinlimert waren die Worte: „Und es kommst immer eiu«e gange poilnische'Rass' d ah er und lo>gäe.r.t sich ein". DerGhreu!belMgnn-gs- Aage lag folgender Datlbestvind . Zugrunde: Die Klägerinnen Frau Frieda und Frau Leopoilidine Brunner Milten im Frühjahr zu Besuch bei ihrem Schwiegerlschn, bezichungsWÄse Schwager Herrn Eduard Widrich, der als Partei im Hause des büschuildigten Med'vzinälraies Dr. Be.ck wohnte. Infolge., der unleÄLichen WohwungAverhältinsse - ztvdschen Ident Hausherrn und der - Päritehwar letztere' bemiüht, einen Wohnungstausch einiKugeihen. Die Gelegenheit ergab sich, inhem. der^R-ahonsmifpMor Wenldelin Za.pjletäl'. ans' den Wöhnnngstäusch ornychen woM. Frau Zapletäl be>gob..slch nun Kt Dr. B«eck, um seine Einwtlligugn. gum Tautsche zu eÄ-auger,. Frau Zapletäl gäb als Zeugim >cm, baß Dr. Beck für die Zu- - stimnmng zu dem Wahnungstansch 20 Millionen sowie Abtrestuavg eines 'Teiles der 'Wohnung^ bei- ÄluifrechtthMung des Nishe^lgen Mie-ttzinses von monatlich 500.000 K. Täsi hMn Wir' »aW«Rch nicht zahllen könrnen." ' Richter: „Hat der BeschuWijgte sich Wer die bürden Damen Brunner in absäMgeir Weise gjeäußevt?" — „'Jawohl, er hat sich in verschiedene Beschüsttzigunigen ergangen und schlüchlich geisayt: es kommt immer eine ganze pMffche Rcrss' daher' und logiert sich' ein." — '.Der Vertreter der bsideü PrivataMägerwnen. Dr. Ernst ' Brunner bemeM hierzu: /Vieser, ipkviminierten 'Aeußerung muß ich hinzusügen, daß die Wie-ge des' Herrn -Doktor Pndoff Beck in Tarnow stand und daß es noch nicht albzu bange ZE-it her .ist, daß.er katholisch gelworden ist. Aus hech Wunde eines solchen Mannes wiegt eine solche BeschmMmg schwerer." . >' - Wm bezeichnender Zug, den der Baschuildigte als Haus- A'esitzer sich leistet«, ist sälgender: -Er hast >büi>m Mwtamt einen Betrag von 350.E K. von Herrn Widrich anigüspr-ochen. -und Kvar für die Anschaffunig eines Gartenschlaiuches. Diesen Betrag begründete er damit, daß der R os endnst auch ihm-zugtlite honmte', da er bis MNl BaMn steige und er ihn geniveiße. . Mfo :fi>r. das Schnüppern' des.. RÄsendufies' '3M.VV0 $:/8)h -. GLsti-it des -Beschuchigtey, cheH'o der i BckschUchigte- - qÄbst,'..' -M. das. Wor-r ,-Rass'" ülberlhaupt.i-n Abrede stellten, suchten dem initrimtiniierten Ausdruck „Politisch" eine harmlose, Mpz -unbe-. „La Garconne" vor Gericht. Eine Urhe'berrechtMage, die der Pariser ' Vorleger Ernest Flamntar-ion gegen den Jühalber des Jntersterritoriäien Werilages „Renaissance^ in Wien David Erdträcht angestrengt hatte, wurde .gestern vor dont Schöffernsenat -unter Vorsitz des Hosrates Dr. H otter verhandÄt. Die Streitsache betrifft das Saisonibuch .,^a Gärconue" von Wiktor Märgueriitte, welches -David-- Erdtracht nach Darstellung der Klage -ohne Zustmtmung des Pariser Verlages in die deutsche Spvache übersetzeir ließ mud. om-er Reihe von. Buchhändlern und Vorlegern ftuw Weiterverkäufe übermi'ttelt hat. Crdtvacht habe sohin unbefugt wissettstl-ich die ausschließlich dem Pariser Bevlag vorlbehailsten-en Verfügmtigeu ülbor das Westk gekroißfen und einen Eirrgrifs i n das Urheberrecht begangen. Cs wird 'boantraitzt, aus den Verfall der noch vorhamdemn Exe>mipl'are Mt erikenneit, sowi-e dem Pariser Verlage eine angemessene Entschädigungssumme zuzusprechen. - Dev Tbwgüllagte gibt den Eingriff zu, bchaiuptet.-aber, idaß er in gutem G'tlauben--gelhamdvlt hübe. Die Klage lbestveitet dies uind legt dein Gericht Ms Beweisstück verschiedene Briese des GükmFten vor, weiter der-' weist sie. aus die Tatsache, daß der Pariser Bevmig nach den: Erscheinen der erlsten Aulflaigie in Wien dagegen heftigen Protest echoiben hübe.. Drotzdew stieß Eridlrach'.' eine Weite Aujffage drucken, bei welcher er die äußere Auifm-achung des Buches änderte urtd den Dmckort woggellassen hat. Der AngÄlagte Erdtracht wurde des bewußten und unbefugten. Ein.grfff-es in - das Urhelberrecht s chuldi-g evlannt unld zu vier Millionen Geldstrafe, im RlchtleiNbrinigungsfalle zu,.Mn Tagen Arvq't veäuvtiM. 'Der Gevichstshof -«Almute' <mKes»Ät nuif den Be-vsall der Bücher, wo' imimor'ste aufgchuuden werden. Außerdem wurde der Angekbagte zu einer. tGielldbuße von vier . MiMmten Kronen und zur Entrichtung eines Schadenechatz- . betvay von 2 O.Milstionem an den Pariser Verlag verurteilt. Mt den ■ weiteren Anspriüchen irwtribe der gognerische Verlag aus den 'ZiviElrechtsweig verwiesen. ' „Haderlump" durch das Telephon .reine öffeulliche Beleidigung. Der Kaufmann' Bela D. trat gestern, beim Strcff- IbeßipkAgevicht 1 als Prchatkläger gegen den Ingenieur Äeopobd K. auf. Nach Inhalt der Klage, hatte der Belschulldigte im iLause einer geschasmchen Ariseinanderlsetzung mit dom Kläger eine t-slephonische Unterredung, in deren Verlaus er ihm das Schimpfwort „H ad e r lump" zuries. Als am nächsten Tag der Wäger einen Angestollteri za. dem JWonieur K* schickte, -um von ihm Genu,gtuung. zu verlangen, lehnte der Jngomeur jede Genugtuung ab nnt dom BemeÄer, er halbe den Herrn durchs Telephon einen Haderlump, gen-aE -und er werde ihm beweisen, daß -er e-in Häde-rlump sei. Sowohl wegen der OÄeidigung durchs Telephon M auch wogen, der yw nächsten Tage vor dom Angestellten Wiederh-Men Beichimpfuwg e-cholb'D.- gegen K. die GhrenIbeleidiguNasklcW: >Jn. der gestern durchjjeführten Verha-Muug ibot der Augeiklaiate durch seinen Vert-eidi.ge-r einen WühcheiMAvois sü-r die Gxizeichnuinig .des Klägers als Häderilump au. Der Richter lchnte die augeboton-en Betveise als unechoblich ab, sprach den AngMagten^ von ider. -im. -telephonischen Woge ■ begangenen - ■ Beste idigirng frei mit der Be-grünldnng, 'daß Dolvplhongofpräche. hon Pepson zu i Perijon.- als nichtösseuMch «atzußchen stich,. - v'.e r-u.r t eil'tvc. ihn dagegen wegen der'am nächsten Tage wiederih.Mn GeleidiMuq M einer Geldstrafe, von 600.000 .Kronen', eveütnell -M ' 4L - Stunden- Arrest. tir. 702.rjfi*

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