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Wiener Morgenzeitung · 1924-09-23 · Heft 2014 (23.9.1924) · page 1

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 2014 (23.9.1924)
Date
1924-09-23
Page
– (sequence 1)
Language
German
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r" v w, - »1. , «7-», ' "' '\t j;, ju ,y *r<r»Ar,;.i>> - ,r$.\-y—^Frj't,; r,...... 1,77--^- Ifnxen: jOnrmzyl Wien: Zum Abholen in der Expedition, II. Taborstr. 1-3, ^I^f|§nä!^4o!opO Stnss^nytirkauf in'rWieri AmJi die KoIporteure der Finna Goldschmied, 1» Bez„ WoIIzeile 11 Mit Postversand für Wien n. Oesterr. monatl. K 40.000 « ,M i» ’• % r * ., - J; . *'• f-, •<; ■ * . fr i; :«.'*>> .'S-- <> .-■•;■ * ' - ' 1 , -lener ■* ' >•; n r- . >5v . ■;.‘j Ts'ohe c h brS 1 owakei: Mon. K 20. Jugoslawien: Mrw. Dinar 60. Pole n: Mon. SJ/j Zloty, Dentsehland: Mon.Gofdmark4, Frankr., Belgien: Mon. Fron. 15 MF* Naebtahlaafea *SM W PreiaerliSKimren *orWi»lter Hr. 2014 Oesterreichisches Poatspar hassen‘Konto Nr. 150.693 E—M———■—nni«»«mMiiinnwM Preis K 1400 Eng land: Mpn;4 Schilling 11 a;l i.e n: 'Monav. .l5’.|jrej Ru m ü,n i'.en Mon< 150 Lei, Bulgarien Mon.80 Lew». S e K w e i z and das übrige ' Ausländ monatlich: Frcs. 4 Redaktion u. Al/h.inistratior Wien, II., Taborstr. 1-2 ü'elephone: 44-!)-3B,43-3-19, mm WW«. rz. SWeml.er 1984 A-6tJhr ahd*.21-102,25-2SV2 IX. Universitätsstrasse 6—8 (Druckerei Steinmann) 0; Aahrsaug 3m Sienflc des Awbme» des WWe« RaüoMWmer in Palästina. Gestern nm 4 Uhr Sy NNnuten traf Professor Albert Einste in von Wels» auf dem Westbahuhos in Wien ein. Er wurde von VenMrireteru^ soudS, Blume nfeld «nd Lnrnofsky, empfangen nnd stDetie («£*«« dem Präsidenten des Ssterreichischen Paläfttua-Aus-aüfouVs, Oherraikviuet L^r. C h a j e s, und dem Präsidenten der SsterrerKschen Zionistischen MgantWon, tzbertanrat Jnsenreur Rodert Ptricker, seine« Besuch ab. Profeffor Ginster» ist l ediglich zu dem Zwecke nach Wien iekommeu> um für den Ausva'u des jii-ische« Natioualheimes in P inL äst in ä tätig zu fein. Älle anderen von einem Teile der Wiener Presse an seinenMenerÄufentMt geknüpften Vermutungen find Kombinationen »«frentfJJtcdjett »!<%*^ Professor Einstein dürste dis Mttwoch seine Mission beendet haben und beabsichtigt dann «ach Innsbruck zu reisen, um an dem dort stattstnd^nden Naturfoiescherkougresi tellrunobmen. Che mm liiiMultmmHMttiui«i ia «iliti». CQ5isen&l^'n^^> bev Zemsakrn, W. Schtember. Zu hiesigen:, Art unterrichteten A«^ verlaut^ daß in den nächsten Lagen eine 4 neue RegiEngAevochm^ - zur Re g e l n n g d e r I ml yr i tz xa t i&tö erscheinen wird. DieBervchrmug soll' eine Reihe van Erleichterungen enthcMn, Lve eme viel intevsiveee Ammigration ermSKiche»' frufom * SieMMatevor h«s»WWM>r ' ' GMeW.,DGjWWMr.) ©4e heutige DoMechMMÄMg des VMeMMs. die vom NrSfldonbon M o tLo getleitet wurde, brachte'zunächst die N n n a h Meder von der WoÄ^chen 'DÄegstion omgeh«chiM nnd von dar jwWheu Komwiffum durch Roltn Heilgiech reftvrerten Resolution über di«' Entwicklung de5 Wternationalen Rechtes, in welcher der MtM Zum Ausdruck gebracht wird, die Mtarlbeit des' Bölkerb'UKdeiS bei der Kodifitzierung internntionalen Rechte Z zu verstäÄen; es Wich darin verlangt, daß der Vunidvat ein ExPertmSoiMite» einberuist, welches 1. eine progressiv« Löste fax Materien des ichorMionalen Rechtes mchuistellen hat, deren Lölsüng müs dem Wrge der ' i nterncckonalen Verständigung wüMchvnÄN^ Md veÄüsiechar erscheint, 2. nach MrtbMmg' der Lvste 'a» die Regierungen dev Mttgjlieidmrd Nichtmägliedstaateu des Völkerbundes sie zu pHsn und 3. 'dam^ Rat über -jene^ Fvazen, - welche eine genügeM Zustimmung erlangt haM, einen Bericht miSMcheitmchat/ eibenso über die Art des BörgehsnS, das bÄ der Bocheveitumig edsntlieller künlstiger Konjevenzen, die diese ^vaKe -zu lösen ^^häÜm, M folgen P.' Bou^^ stackem BeiM^^ begrüßt, besteigt Dr. Nansen, der Berichterstatter für. dm. zweiten Punkt der Dagesoch^ rvung, die Mandate, die Tribüne.. Er erstattet. einen kurzen Beri-cht^und eMrtert sodann die. von der - dritten zdommisii-M (politische. Fragen) -eingebrachte MMtwn4 Diese - gibt der HoffnMg AuÄdvuch, ^dcch "die Fragen der. An leih e n, V o rs chüsse und Kap -rtal Z an lag e n Mit den Mter. Mandat stehenden Mbivten raschest gelost' werden und besWigt.nMechiugs.unter anderem, daß die E i n g e lb o r n e n der. unter Wandatstchonldsn .Gchiete das Recht haben, gemäß.dem Mtgäliegten.. Verfahren Petrtionen an. den Rat.zu Ächten. Nansen verweist nachdvüMch aus'die Bedeutung der MpitManlage in den WmbatsgMeten. Auch.der Frage des- Veckaufts alkohMscher GetrÄNks rnüsie vsvmchrte Beachtung McheM werden. Mt besonders/ warm anenckem^Nden! Woüen gedenkt Dr. Nansen -dev wertvollsn Dienste, . welche Professor R a pp a r.d dom: BWchund als -Divestyr deir-. Mandats-- Lommissivn.gelefftet habe. - /' - -- i. i Vu xton f (England) stellt fest, welche.-McKwrÄung die.Arbeit-der:Kommission' hiinsiMich'>W. S'chM tz es d e r' Ein.geborneu Kck..-^-.W^iMr!8Ä'düH nicht em- Mkig ach^bie Eingebo.vnen angeivendet werden wegm des guten Beispiels, das die Weißen zu geben hätten. Auch in de» Kolonien müßte eine Art Minderheitsschutz ' 'Z^^ResÄiüüon 'wich.'Mvaus' ckm'gen o m me n. Hierauf ergreift Dr. Nansen .«MtW das. Wort, um im Auftrags de^ seMen Kommissi!yv«eWö)S t lade r e i -u referieren. - Her Berichi'. MiK-MgenHrme n nnd die SitzunaaeWlÄ^ t- .:-V.’vv” ' ’'t *ts .; Mf, Ä. September. Die' Ächn«g .'der dritten KMmrssionwurhe um 4 Mr MchiMags:eryffiieti - ' -- - Der -tsMcho-^lowakische Mßenmntister' Dr.- Be« e sch berichtete-G.er^die'Mbei1«n E dmHöagen/ dexMi ch e^r h e ick/: WOan'ktivst e» und.dw Äb?r-mst-u^.hü, beschüfchM' hatte.- Nach dem von dieser Kommiffron vordereiteten Protokoll gäbe-es nur zvei FLlle, m denen der Krieg ni'cht verboten sei, erstens^beim Miderftand gegen einem Amgrisf, -Atveiteirs -bei der BekämPsung des ' Antzreifers^.seW. Zur wirklichen Bermetdung vvn 'Kriege« .sei ein völlstandiges Syst e m - i d e r S ch.i e d s g er ich ts Ü a r k e i t für alle Politischen und rechtlichen Konflikte u n e-r lä ßl i ch. Mhe ech' hier eine Lücke,/dann breche das ganze System Mammen.' ,v ‘ :; :• . i; ’ . Bei dem Mr wahrscheinlichen Falle, daß'beide Streitteile sich gegenseitig beschuldigen, Angreifer zu sein, soll der BöAevb-uM^die. beiden Parteien- ^GHordern> die begonnenen Feinds-elsgl eitenei-nzuHell en. Er hat das Recht, vorläufige Maßnahnien Mr friedlichen Reg-elUM d^'KoMMs zu ergrMn.'Wenü Mn: einer der beiden Tekle der'Auffotdemug . zur-Einstellung . der'FeinbseWeiten-n rcht' 'g eh o r ch t, ' dann ist' er der Ä ng-reiser. -, - . ■ : -' •:; fiDlqn: wollte, sagte Benesch zum Schlüsse, ein' nach menschlichem Exmessen it n s e h l b .a re s S h st e m schaffe«, Lei, dem dex Krieg-auch nicht durch die kleinste Hintertür-Einlaß; fände, Wir wollen/die Erwartungen nicht anMeitWn,: ^a-her wir hoffen doch-. daß l die Regierungen den-Millionen, die heute nach Geyf blicken? ' keine-Etttltäuischnngbereiten werden--Und' diese Mill'r nett haben nur ei«Mort aitif:®44>en*-QfrtebcJ.:-.>r-■:■:- *< ' ein starkes Erdbeben In Germa. Fünf Erdstöße. — Keitt Schien. . . Aus Genu ä wird uns berichtet: Im Laufe des gestrigen Nachmittags wurd.en ..h i e r und st der. P r.o vs n» f il n.f E rd b eb e« st öbst e verzeichnet. Während :die ersten^Stäße schr leicht waren, haüeste ein Erdstoß'. um' 9' Uhr abeützs mehrere' Seknndew^Dle-'MvhÜttiM^Mzte vou-P^a'ns k^befüslen äüf die Straßen. Theater-.' Äinos und sonstige NergnügmgSlokale wären in wenigen 'Augenblicken leer.- Diä^.Bevölkerung ' übMachtsi'im Freien. No«sH,-e'rl'd'Ps-'er-'« n d S.a chscha d e'n werden nicht g e m e ld et.- > - ' ry. W i e ri, 28. September. Im November des Borjahres hatte sich die. Hauptmacht Hitlers im Raume'vyn K'vbürg Versammelt Sie sollte von dort aus' den Mavsch'- nach - Betlin - unter» nehinen. Das Signal sollte die Erhebung rn- München geben. Beides mißlang.- Gegenü'ber den Hitler-Truppen marschierte Reichswehr dus/ in München geriet' die Revolutton aus dem, Bürgerbräu ins Maschineng'ewehrfeuer und endete mit der Flucht' Hitlers.Seine Mannen zerstreuten sich, die Jenaer Studenten' kehrten wieder auf' den Paukboden zurück.: Einfge 'Wochen lang hätte man Krieg gespielt. Es gab Stabe, Ginquartierungen, Regimentsadjutanten, Requisitionen; - im. - ganzen ', die sinngemäße. Anwendung der -Felddienstordnung' mit allem, wasdazu gehört. Landsknechte müssen shren Spaß haben. Im Krieg konnten sie ihn-an belMchen'Falbritsmädchen, an polnischen Panses,-an moslimischen Teehändlern' üben; die.jugerchlichen Frontkämpftx; diedoch auch erfahren mußten, was - Krieg sei und' die gegen die JudenrchubM zu Felde - zogen, erhielten>-? den-, Diestst- Lefehl, aus dem Dorf Altenhausen südisches Eigentum zu holen und der . Bataillynsbesehlsstelle abzulresern. Man nennt das Plündern. Vorher worendie Besitzer der Judenhäuser mißhandelt worden. Die^^ Een.ließen sie liegen. Getreu dem Gesetze. Bekanntlich ist-de« Fortsetzung der Polittk mit andere« MitteH.- Mese- Mittel - sind das' .Stählbad, der SWnEchMlV,-. die Bv?. KtM«T)h^höEw'ustd,-^MW.WPsiM«gen.':sM' MWü^che>R«GDnL, das - in Kobürg M den BesD ^um Vormarsch wartete und - siW die JÄcEMhchv'. pNDMWveüM,Ä^MMH«ieüoWr-.^'^ Als diä Sache vyr.däs^ Wricht: kam -7dän.Bam-.' berM-SchössL« M diese hochst^^ peinliche Affäre zu — war schon mehr als -ein habbeß Jahr verflossen. Es war. nur der nacke TatbeftaÄd sfestzustellen. Die Angeklagten waren geständig.. Im Bewußtsein ihres guten Rechtes ecklärten sie, einem DienstbefAl gehorcht zu' haben. Das ärspsM 8le beim lllükäuk vyn' 8tokkeU kür Nerbtt.und Winter, Damen- und Herrenwäsche, ■ Leirienwäreh, Strick- und Wirkwaren, Teppichen,1 Vorhängeniuswi Warenh«-us geweser M machen und den oder die ,Auftraggeber. nach der Befugnis, zu ftagen. Aber das sp nur für jMschdemokra-: tische-Ärrstyiegler von MchtiKesi. Es wäre auch.für die Richter mit einiger' Hefahr verbunden gewesen, ihrer Neugierde zu fvühnen. Der Befehlsgeber von dat Ianze war jader Herr Mrhqrdt, >in grr großer Mann. Einer der feinsten. ÄPfe dieses jungen Deutschland, ein in die subtMerr Pläne Lrchendörffs und. Kitters Eingeweihter, Frekscharler, Mmpfer, Organisätor der Consul-Brigade,' die sich schon m zahlreichen Kämpfen gegen Juden rühmlichhervorgetan. Dieser -GhrhaM, den Hie RePubN, nachdem sie ihn schanderchal!ber hatte-gefangen setzen' müssen, oms der LeipMger Hast wieder enttommen ließ, führt den Krieg gegen Berlin. Das ist ein Ruhmestitel. Er hat Lubendorff mit den neidischen norddeutschen Generalen ausgesöhnt unp den glorreichen Wahlfeldzug vorbereitet. Das ist fern zweites Verdienst. Er hat noch ein Dutzend andere. Weshalb also einen so guten, prächsigen, vöÄischen Mann «rid indiskreter Fragerei bchelligen? Seine jungdeutschen Genossenwürden das übel nehmen und Hitler könnte .den großen Bann ausfprechen. - WoM sich dieser Friedhofseventualität aussetzen? Wegen der Paar-Juden in Altenhausen?.Also wurden ein paar Jungdeutsche wegen Landfriedensbruch verdonnert; eine Rückversobgung der Sache stndet nicht statt. , .Das ganze, gehört.in das Kapitel vom. jüdischen Terror, dieser schönen völttsch-antisemitischen Erfindung, die das Rückgrat der internattonalen Mordpropaganda Mdet. In der Wissenschaft?von der jüdischen. Unterdrücküngslüft wird die.' Jugend'erzogen und. es ist kein - Wunder, 'wenn, sie 'sich solchen Lehren zugänglich erweist, i die. an ihre kriegerischen' Instinkte appelliert und. ihr die i Sympathie 'tzw^Mtwett sMchvSs..kst.'.danri-ecklärlA. '!;äß .zum Beispiel in Wien -— wie dies in der Macht vpm ' Freitag auf .Samstags geschah Hakeykreuzler em? Heim Mischer Pogromwaisen überfallen,urch dyrch die Isdor^Ke 48 . T*>®nhon 47«l-78 In gros En detall

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