Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 6 (1924)
- Issue
- Heft 2011 (20.9.1924)
- Date
- 1924-09-20
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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v. -NM Mm, SamSiag MeWr MoLgenzeMlng. 90. September 1M4 «sw r Vereine. BorlrSge und Veisammlungen. Zionistische Be - irkSsek t io n B r i g i t- Saal ll, statt. Für Anfänger und Fortgeschrittene. — Kultur- «rupve der Zionismen BezirkSsektion Brigittenau. Heute um 6 Uhr im kleinen Saal der Tohnbeehalle, 20Bs»., Denisgaffe 93, 2. Stock, interne Abschiedsfeier anläßlich der Abreise eine» Freundes nach Erez Israel. Erscheinen aller Mitglieder Pflicht: Sonntag um 7,2 Uhr bei Schönwetter Ausflug. A nnte ld un gen für benhebräische t R u t s, werden noch entgegengenommen. Ab nächster W o ch e befindet sich unser neues Heim in der hebräischen Schule, 20. Bez., Othmargaffe 46, Saal H. — Zio nifti s ch e B ezirk ss ektion L andstra.ß e. Heute, 4 Uhr nachmittag». Ausschußsitzung im Cafe Lovrcina. - I u a e u d o r g an i s a t i o n der Zionistischen< Sektion Zwischen b r ü ck v n. Heute im Cafe Part Bortrag Dr. Tartakower. Nachher Vorlesung de» Herrn Schwager. Erscheinen Pflicht. Gäste willkommen. - Die Z i o n i ft t s ch e S e t t i o n Prater veranstaltet Dienstag den 23. d., 8 Uhr abends, in ihrem. Heim, 2. Bez., Jungstraße 8, anläßlich des zehnjährigen Todestages" David W olffohnS eine Gedenkfehr, bei der der Vizepräsident des Zionistischen LandeskomiteeS, Herr Doktor L ö w e n h e r z, die GedenWe halten wird. - Z e i r o t h MiSrachi. Der Kurs ftir hebräische Literatur Leitung H. Herzberg) beginnt SamStäg den 4. Oktober, der hebräische Sprechkurs (Leitung H. Daft) am 2. Oktober. Einschreibungen im Vereinslokal, 2. Bez., Obere Augartenstraße 93, Sonntag den 21. d. von 11 bi» 1 Uhr und Donnerstag den 25. d. von 3 bis 5 Uhr. Urania: Heute 5 Uhr (Großer Saal): Indien. 7,8 Uhr (Kleiner Saal): Hofrat Dr. Karl G i a n n o n i: Eindrücke auf Spaziergängen in der Wiener Umgebung. 6 Uhr (Kurssaal): Kurs: Dr. Otto Neurath: Wirtschaftskrisen. „ ihr Ursprung und ihre Bedeutung. I 7*8 Uhr (Großer Saal) r G'Wcht'n auS n Wienerwald. 7,8 Uhr (Kleiner Saal): Kustos Dr. F. M a i b l: New-Nork und um New-Nork. 7*8 Uhr (Kurssaal): KurS: Bundesfürsorgerätin Ilse Arlt: Planmäßige HauSführuna. IH. 7,8 Uhr (Klubsaal): Schriftsteller Arnold Aleksandrow i ez: Prentiee Mulford, feine Lehre und seine Gemeinde. Leopold st äbterVolkSheim. 2. Bez., ZtrkuSgasse 48. 7 Uhr: Italienisch für Anfänger, Englisch III für Vorgeschrittene. Tschechisch für Anfänger. 8 Uhr: Ztattenisch ll für Vorgeschrittene, Tschechisch II für Vorgeschrittene. Jüdische Kttidersrmnde. 1 In MchsteheE t devzeichneten Heimstätten und Kindergärten des Vereins „Jüdische Kinderfreunde" werden noch Kinder (Knaben und Mädche«) in: Alter von 3 bis 18 Jahren ausgenommen. Einschreibungen finden täglich mit Ausnahme von Samstag und Sormtag in der , Zeit von 4 bis 5 Uhr statt: Heimstätte 16. Bez., Wurlttzergasie 11; Heimstätte Obere Donanstraße 21, H. Stiege, 1. Stock; Kinder garten Prater, Gasthaus „zur goldenen Rose" (nächst Tegetthoff Kino.) — Der Verein veranstaltet gemeinsam mit Herrn Rab. biner Edelstein in seiner Tagesheimstatte, 2. Btz., Obere Donaustraße 61, U. Sttege, 1. Stock, anläßlich der hohen Feiertage ein Minjan. Karten sind im Sekretariat des Vereins mit Ausnahme von Samstag in der Zeit von 9 bt» 1 Uhr und von 3 ms 6 Uhr erhältlich. Zionistische Sektton l« Hietzing.^ Im IS. BiMkk besteht fest ungefähr eurem Jahre eine zionistische Sektion, welche bisher verhältnismäßig schöne Erfolge ekelte. In erster Linie wären die von ihr errichtete und erhaltene hebräische Schule und die Reaktivierung des jüdischen Sportklubs Hakoah Hietzing zu erwähnen. Selbstverständlich wäre noch viel mehr zu erreichen, wen» eine genügende Anzahl .von Mitarbeitern heraNWogen werden könnten. Zionisten, die im 19. Bezirk wohnen und Jmereffe an einer geregelten zionistischen Tätigkett m diesem Bezirk haben, werben gebeten, ihre Adresse an den Obmann der Sektion Herrn Vorstand Max S p r i n z e l t S, IS. Bez., Reinlgaffe 44‘ unverzüglich bekmmtzugeben. 1 Bühne und Kunst. „Me goldene Sva.- ' KomSdienhauS. Vor 20 Jahren entzückte mlich auswärts sine gsgenwarttg ln Wien tätige Künstlerin als HeWin dieses LuWieleS der Herren Schönthan und Koppel-Eilfeld. Ich mnne ihren Namen nicht, denn sie ist noch immer so charmant und anmutig wie damals. Das Stück hingegen... Muß denn alles wieder auSgegraben werden? Das Pikante dieser Reprise: Die Wäre trägt sich m Augsburg um die Mite des 16. Jahrhunderts im Hause der reichen Goldschmieds- Witwe Eva zu. Me Stube dev „goldenen' Eva" ist nun im KonMenhaus so eingerichtet, daß man ohne Szenenwechsel m» verHglich ein bürgerliches Stück der jüngsten Vergangenheit vom Stapel lassen könnte. Im Hintergrund prangt sogar ei« Spetsetzimjmevsessel des letzten AllerweltMS. Ei« böser Mtz, diese BünheneinvichtMlig, eim bitter« Geringschätzung des Bühnenwerkes, indem man die HcmdliMg innerhalb dieser um einige Jahrhunderte jüngerer Möbel vor sich gehen läßt. Aber der gastierende Künstler, der vom Burgthewter herkommt, verdimt es denn doch nichts daß die Bühne, die mit seinem Namen paradiert, sich durch solche StilwidvigLett Aeich beim Aufgchen des Vorhangs als Schmiere erweist. Herr G era sch gab diesmal den allerliebsten, feschen Goldschmiedgesellen, der in flüssigen, allzu flüssigen Versen spricht und die widerspenstige nach dem Mel schiebende Büvgersfrau Cva zähmt. Lili Fahrt ist seine jPartmrin und schneidet nicht schlecht ab. Von den übrigen Mitwirvenlden tut sich besorchvrs der. tüchtige und kernige Karl Kneidinger hervor. - O. A, Mußt- und Theaterseft. Da» erste Orchesterkonzert. Am Anfänge des von Rudolf Nil ins geleiteten Kon» ßtttes stand eine C-Dur-Shmphonie von Michael Haydn (dem Bruder des großen Joses Haydn), der in der Mozart .Stadt Salzburg als Kapellmeister, Organist und Konzertmeister wirkt«. In der Wärme und ln der Anmut ihrer melodischen Bewegung ist diese i« den „Denkmälern der Tonkunst in Oesterreicht evschienem Symphonie ein frohes Kind der hellen Mozart-Äadt, welche mit der ,Jfupitevsymphonve" nicht nur die Tonart gememsam hat. Leuchtet das Wer! im hellen ' Glanze der Jugend, fl singen die ^Ünf Orchestevlieder" von ' »«, »».MW.WWW MÄS»M « Mitteilungen aus dem WMum. i. in den mannigfaltigsten Aüilfütirungen erhalten 8fe vötriltlg und nach Maas bei billigsten Preisen beim Spezialisten RUDOLF GOLDSTEINf WIEN,!l. TABORSTRASSE 84 Telephon 45-6*29 Oeßdlndet imjahre 1856 Telephon 4S-Ü-W Lieferant vieler lnu. ausländischer Kultu»gemeinden! Zahlreiche belobende Anerkennungsschreiben! vorm. I 57-305 57-310 eo&r Geschäftsbücherfabrik H. lut tgarten. e. m. b , VII. Neubaugasse 4/Tel. 33-4 Wien .H. 23 Qfrossss Lnxsr euer gangbaren SsaobLtts-» bftoher f .Seaatn(*Danerr&inb&nde(ges. gesch.) für loses Blatt-System / Spdatalverlag: sämtlicher r Baukon Stenerbüohar und Begister kür Separatanfertignngen raaohast Jeglloher Boreanbedarf 5049 Q a n s Europa trinkt Tee MtssotZkv Moskau Gegr. 1849 Karten erhältlich. Sonntag nachmittags ^D«s Meere Sund derLiebeWellen*. — Montag Schnitzlers »Liedel et" und Ab s chteb sso up er". - AlS nächste Neuhett wirb Georg KaisrrS Komödie „Kolportage" zur österreichischest Uraufführmig vorbereitet. {i... R aimum b-D h»at t r. Heute, 7Uhr^aSmdS, „D et Feldherr nhüa e l". — Morgen nachmittags .Da», vierte Gebot, abends „Das Lschavperl". — Mittwoch österreichische Uraufführung von HanS Jose Rehfisch' Tragikomödie „W e r w e 1 n t u m I U ck e u a ck". Neues Wiener Stadttheater. Heute „Die CaUsaKatser". Theater tn der Zosefstadt. Heute, 7,8 Uhr abends, „A i M fc e*. — Sonntag „Der Myrtenkranz". Lufpieltheater. Mörgest, 7»^ Uhr nachmittags, Gastspiel Hansi N i e s e „D i e W e l t o h U e Männer". Abends, %8 Uhr, „T in D o p p e l leb eAuftreten Josef Jarnos. IohaNu - St rau ß - Theat e r. Raöul A S l a n und Erika Wagner gastieren bloß bi» 30. d. in der Kontödie mit Musik „Phantom". - 4 Vesta«« sreigestzroche«. , Richtigleitsbeschwerde des Staatsanwaltes. Mstsvn wurde der Pvazeß gegen Hugo Bot tan er in gchüimev WchoMung sorlbgsstührt. Der Aussch-Iuß der Oosftntlichdeiit galt auch für, die Plädoyers. Nach nahezu dreistündiger Beratung Verne inten, die Geschwornen alle ihnen vovgelegE Schuldfragen mit sechs (von Kvöls) Stimmen, woraus der Vorsitzende den Freispruch Bettauers verkündete. Der Staatsanwalt meldete gegen die Freisprechuna die MchtWitSbeschwerde an. JugMdwerL, das machtraKich durch orchestrale Gewandung reicher hevcmSgeiputzt wurde. Nun Kitzert möd .flimmert das Orchester aus gut Schvekerisch, d« Singstimme hingegen ist matt, und süßlich baml; man sehnt sich nach empfundener Lyrik und empfängt frostige konstruierte Thsatermustk, welche erst durch de» warmen Vertrag und die blühende Stimme von Fräulein Rosette Anday die richtige Dempevatm echielt. Auch die von Karl Sa fite für Melodram, Chor, Baritvnsolo, Orchester und Ovgel vertonte ruffische Volkslegende- MiS Lied vom Kaufherr« KalaschnUoffl' von Michael Lermantoff ist irgendwie mit dem Dheater verwachsen. Der echt^ wienerische Tondichter ist mit aller Sorgfalt auf.slawisches Lokälkoilortt bedacht; in den prmBvollen Choren und «n spannungsvollen Melodram herrscht der voASÄMiche Ton vor und der schlichte herkömmliche Ausdruck der Musik Wrrd der grwvsMnen Geschichte, die mit Brunst, wiDrr Gier, Totschlag und Hinrichtung gespickt ist, nicht immer gerecht. Opernsänger Renner und Maria Gutmann mit ihrem Nangvollen» meLLMNiatische« Vortrag waren dem Werke wertvolle Förderer. Das Ereignis des Abends war die UwuWhvung einer Orchestevsuit« von Joses Matthias Hauer. Man weiß, daß bei diesem falschen Propheten der AtonaAtät einer radikalen Theorie eine recht zchme Praxis gegerMerstckht. Er versichert ^rricht in Dur und Moll, sondew in den KvMf der OAave zu komponieren, nicht in absoluten Tönen, sondern in Tropen (Wendungen) zu denke« und zu hören", eiben „rein melisch" und meint, die praktische Lösung dieser Theorie wäre sein „SchulgeheimNis". Trotz dieser mystischen Ankündigirng hörte man eine ganz gerade gewachsem, ungehobelte vierschrötige Mnstk, bei der wohl alle 13 Wne der Oktave mitspieLm mögen, die aber gleichwohl dem guten alten Dm-DvrMMtz und dem so verpönten To^-Domimmte-VechUtnliZ nicht aus dem Wege geht. Die urwüchsig primitive Tonwelt der sieben volkStüm lichen nnpolyphonen Sätzchen ist melodisch und chhchmisch laicht beWmmlich und 'verrät keine .GchÄmaiiisie Und Ent deckungen aus dem Geisterreiche der MÄoScheovie", sondem die starke Gläubigkeit eines österreichischen Musikanten. M Aufträge der AM Wie« an einen russischjüdischen Bildhauer. Der jetzt h Wie-nweilende jüdische BWdhMer MS Mffland, Max FarbmMN, der nnläntzst durch feine Werke, mter anderen durch seine ModeMiernngen des Bürgermeisters Ssitz und des Schriftstellers Karl Kraus in der Wiener Gesellschast bekannt geworden isll erhielt von der MnstMeÄung des Wiener Stadirates den Auftrag, sine Reihe Büsten 'bedeutender oster« veichischer Staatsmänner zu schaffen. Faribman«, hat ein größere Anzahl KunftweÄe Nach jüdischen Motiven geschaffen; fchr schätzt werden feine Ddodellierungen von Typen aus dön'Werken des jüdischen Dichter» Humoristen Schalom WejHem. Au» de« Aeatern. StaatSopor. Boheme". Morgen, 7,8 Uhr abends, „D i e aal. Morgen, 7 Uhr abends, „F igaroS Redouten H o ch z e 11". Volksoper. Heute „Carmen*. — Morgen «ach mittags „DerTroubadonr", abends „Die schöne Helen a". . Wt&v, Für daS im Deutschen V o l k S t 5re ii t i r heute SamStag und morgen Sonntag im Rahmen , des Musik- und Tbeaterfestes stattfindende M o i s s i - Gastspiel in Grillparzers „D i e I ü d i n v o n T o l e d o" und Gerhart HauptmannS „D e r w e i ß v H e i l a n b" ist nur mehr ein kleiner Rest von Ser Prozeß Mach. In deir BechaMung wurden gestern nBueM>ngs die Bor- - gange beim ArÄaujf und BeMmf der SreÄlungsgründe in Stvaßhos besprochen. Durch ZeugmauZsagen wuM schgeMt, daß sich Mlcoch beim Ankauf isawie beim WchtiorverlkaUs der Gründe Provffwmn beychlen ließ. Für NachuMqg find die letzten Zsugen geladen. Heute dürfte das BeweiSveivfaihven geschloffen werden. Im Lause des Bewe>isvechchVenS halben sich drei Zeugen, wrewohl sie vom Bonsitzenden auf die Folgen «ußmeMam gemacht wurden, m WidechpvLche verwübeA. Schließlich wurde der Zeuge FvÄimmd KuttaLek, «an Mitglied des ZentrcklalusschuffsS, <mnf Antrag des GtaatsanwaLws wegen Verdachtes dev salschem Zeugeutviussage Äm Gerichtssaale v ruh astet. Die Berhandbung'war deshalb ai$ kur^e m VuiKDyHM ttyoMn. 9os LodesntteU »egen Frau Hautta beftättgt. Wie rmS Prag gemeldet wird, fand vor dem Obersten Gerichtshöfe fa* Brünn die Entscheidung über die Revision des Prozesses Hantta statt. Hilda Hanika, die von den Geschworenen wegen Anstistmug ihres Vetters zur Ermortmng ihres Gatten, des Kapitäns Harrrka, während der Manöver zum Lode verurteilt wurde, hatte gegen dieses UrtoL Berufung eingelegt. DaS VE wurde heute vom Oürsten GMtshofe LestLÜG . _' y. Die erste Klage nach dem Banchaftungsgesetz. Beim Han» delSaerrcht fand vorgestern die erste Tagfährt über eine bemerkenswerte Klage statt, welche die Burgenländische Bank gegen mehrere ihrer früheren Berwaltungsräte und Direktoren auf Zahlung eines Betrages von 40 0 Milli o n e n Kronen auf Grund des neuen BankhäftungsgesetzeS angestrengt hatte. Seitens der Beklagten wurden keine prozetzhindernden Einwendungen echoben. worauf den Vertretern eine Frist zur Magebeantwortung eingeräumt und die erste Lagsatzung geschloffen-wurde. Küsse kn der Elektrischen. Am 15. Juni wurde der Fleffchbauergehrlje Lager während der Fahrt auf der Elektrischen in der Kcnserstraßr aus dem Wagen gewiesen, weil er in offenbar angeheitertem Zustande, ein in seiner Begleitung befindüches Mädchen im W.agen wiederholt umarmt und abgekübt hatte. Da er überdies mit seiner GeMterin Liebesgäspräche führte, die unter einzelnen FchraÄten Aergernis erregten forderte chn der Schaffner auf, den Wagen zu verlassen. Hager erwvderte dem Schaffner, es gehe ihn einen Schmarren an, was er in der Elektrischen mache.- Gleichzeitig belegte Hager dm Schaffner mit einer Reihe von Schimpfworten, wie Trottel, blöder Kerl und dergleichen. In der Kaiserstraße mußte Hager den Wagen verlassen und einem Wachmann sein Nationale äbaelben. Gegen Hager wurde du* Anklage wegen AmtsehrenoeleidiMrq erhoben. Zu der gestern stattgehäbten Verhandlung war der Angeklagte nicht erschienen. Er hatte aus dem Burgenland eine Eingabe an das Gericht geschickt, in welcher er sein Fernbleiben entschuldigt und dann wörtlich schreibt: ,i\d) hatte, Herr Richter, Ihnen gerne meine Frau geschickt, aber sie ist alle Tage zum „Entbinden". Ich bitte. Herr Richter, nur das Urteil schriftlich zu schicken, ich glaube vesttmmt, daß «s ein Freispruch kein wird, denn ich glaube, daß man in der Aektrischen noch seine Schwester wird küssen dürfen." Bei seiner polizeilichen Einvernahme hatte nämlich Haaer angegeben, daß er 4Ugeklagte hatte auch dem Gerichte ein Lichtbist» seiner Schwej'ter geschickt, und hatte dann in der Eingabe wefterS erklärt, daß er als öOjähriger verheirateter.Mann und Vater von dvri Kmdern ein innges Möd« t» der Elekttttchen n'cht Müssen werde. Der als Zeuge vernommene Karl Wwer ssb an, daß das Benehmen des Angeklagten in der Wert-^h-n, id^-devr das Abrüssen deS Madch.mS, Aeraerr*i «r-egt habe ytä ^«erigne: war, auf die lugeMichen Fahrg^te in siM Bezeug schädlich einzmvtÄen. Der Zeuge a^S Richter chm die vom AnMagten «in'«sandte P-rt7g2.»Hie seiner Schwester vorwieS, dag das, M5dcheu, sie wj»' Be^leitu^ d« Angeklagte toat; vM tzkugier «ewestm jr und Krr nicht wie sebr« Schwüler «ägesiye« habe Der Richter verurteilt« den AngeKagten wdM -«st-eMabÄ^q^^i» «ne, GeWvaft vou SVchVV Goto er.:, ni 709808