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Wiener Morgenzeitung · 1924-09-14 · Heft 2005 (14.9.1924) · page 1

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 2005 (14.9.1924)
Date
1924-09-14
Page
– (sequence 1)
Language
German
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IPol8ii zicrowyi Wien: Zürn Abholen in dar Expedition, II. T aborstr. 1-3, •der in einerVerschleisatelle (Trafik) monatl. K 40.000 Straasenverkauf in Wien dnrch. Ae Kolporteure der Finna Goldschmied, 1. 8er., Wollteile 11 Mk Postrersand für Wien n, Onaterr. monatl. K 40.000 T« ehe eh o-Slowalcei: Mou. IC 18. Jugoslawien: Mon. DfnaröO. Polen: Mon. $Vt Zloty, Deutschland: Mon. Goldmark 4, F.r ankrn Belgien: Mon. Fres. 12 MT N « b «,• li 1 o ■ % e *W Inr Pr*l»«riS1,ulir«n Vorbehalte* Kt. ZOOS | Preis K 1800 England: Mon,4 Schilling Italien:' Monatl. 12 Uri Rn m a n i n Mon. 150 bei Bnlf arien Mon. 80 Low« Schweix und das Sbrig Ausland monatlich, Fres. > Wir«. fonittaa, 14. gt|rtew>et 1924 Redaktion u. Admhtistratioi Wien, IL, Tahorstrassal—I Telephone: 44-0-38,43-3-19, ab 6 Uhr afaids.21-102,25-28* IX. Unlver*ltit««tr. 6—8 (Druckerei Stelhmann) Oesterreichiaehes Postspar' kaasen-Konto Nr. 150.695 6. Sk&rßong 8cnf bewilligt ei» »udget vo» rund 500 Millionen iamt ZnveWouen. — Keine Verwendung ber -reditrefte. — Nie Aivanöontrolle dauert fort. («ßEmft bar Meier Rerße^ettn»«".) Senf, 13. September. Die Sitzung de» Finanz« komitees, an der die Mitglieder der österreichischen Regierung teilnahmen, dauerte di» 2 Uhr nachmittag». Später trat das Finanzkomitee neuerlich zu einer intimen Beratung zusammen, die bi» 7 Uhr abends dauerte. Wie Ihr Korrespondent erfahrt, hat sich das Finanzkomitoe des Völkerbundes mit den nach Wien entsandten Bölkerdunddeleigierten auf einen Bericht geeinigt, der noch mit. der österreichischen Delegation durchgefprochen werde« wird. Man hofft, noch vor den Verhandlungen des österreichischen Komitee», des Rates auch hier za einer Einigung zu gelangen. Der Bericht des Finanzkomitees betont, daß die Ber- HLltnisie in Oesterreich sich sehr gebessert hechen und daß die Sanierung Oesterreichs große Fortschritte gemacht hat. Das Finanzkomiter LeabsichtUhder österreichischen Regierung in der Erweiterung des AusgabenbudgietS ziemlich weit entgesenztrkommen, inyechstnrsesvon vsoauf ^^bSUv MiMlwGoldkronen erhöht 'werden soll, worin allerdings gewifse ÄNVeftitionen inbegriffen sein werden.- ''^^ ..;■ ./,;; In der Frage der Verwendung der ^reditreste kann dagegen nach Ansicht des Finan^omitees der Sster- 'Nichifchen Regierung kein weiteres ZugestSndnis - , gemacht werde». Doch ist da» Finanzkomitee bereit, die bereits bisher i« Oesterreich zur Milderung der Finanzkrise verwendeten'Fonds aus der Anleihe, von denen eine wohltätige Wirkung auf di« österreichi'chen Finanzen und di« österreichische Wirtschaft erwartet werden kann, stehen zu lasten. . * . . von einem «ufhören der Finanzkontrolle kann nach Ansicht des Finanzkomitees einstweilen noch nicht die Rede fein. Doch wird , der österreichischen Regierung in Aussicht gestellt, daß nach Erfüllung gewisser Voraussetzungen wirtschaftlicher und finanzieller Art mit einem alsbaldigen Abbau der Finanzkontrolle gerechnet werden kann. Montag, vormittags um 10 Uhr werden die Beratnnge» fortgesetzt. Am. Nachmittag dürste ein« Sitzung des Kontrollkomiters stattfinden. Für morgen Sonntag ist keine offizielle Sitzung anbetanmt. Die Zeit wird zu Besprechungen zwischen drn einzelnen Dtttgliedern des FinanzkomiterS und der Delegation beuützt weKMHas österreichische^Komitee des vöttekH bnndrates wlWMmuMch am. Dienstag tagen, Lefterreich tritt tzev ZspllkOuDeution Vei. ' Die" österreichische Regievung hat-durch ihren ständigen Vertreter 'beim Völkerbund, den-Gesandten Pflüg l, d!e Raii'fikgtion Su.r'ku,nde °ber /Jn ternationa len K o n v e-n t i o n über die' Be reinfach üng de r Z ollfö rmal it ät e n dem Bölkerbundfekretanat übermittelt. Die Konvention tritt am 23. November d. I. iy Kraft. «eia Kun in Sudavest und Belgrad. Eine Aeroplanfahrt nach Paris. (Eigendiertst der „Wiener Morgenzeitnng^). Belgrad, 13. September. Der. Gewesen« volkswmmiffär der seinerzeitigen ungarische» Rateregierung vela Kun traf, voll Budapest lammend, im Xeroplan gestern nachmittags in Belgrad ei«'und weilt« hier bis heute mittags. Er hatte hier verschriene Besprechungen, Hauptsächlich in kommunistischen Kreise«, «nd fuhr dann nach Paris weiter. Tr' erWrte einem Journalisten gegenüber, in Ungarn sei wohl das. I « d e ntnm unterdrückt, vielleicht aber noch mehr das Prolet a r i a t. Das Elend der Int ellertue Neu spotte jeder Befchrttbung. Franlrelchs EÄvlde» «« NmrrNs. . ' Mn- RückzahlMMcka^ London, 18. September. Das Reutersche BÄ?emr meldet auS Wachmgton: - Edward H nrley,; ein - MiWied;t>er Schuldenkonfolidierungskommission, hak 5 dem ..SchaWkretär Mellon einen -MM5-ur/.Fe^tsetzuM:deri.r-anxäfische«' Schuld an Amerika vorgelegt. Huvley tMeMellon mit, er Hab« die französische öffentliche.Memu-ng.hem Vorschlag, «wes Planer günstig gefunden, der auf der Abzahlung der Schuld k 67 Jahresraten zu htrnder t MitIio- «««: Dö Ha teinschließlich der - Zinsen' beruht,'' wöibei' bestimmt ist, bah die Bereinigte«’St»awühie-Hälfte-der Jahres-, zcchlnngen in franzosssch-en Jnd'ustrreöblig.atio- «e« investieren solleu. Die anderen Bestimmu-ygen^ sind nvch nicht veröffentlicht. ' . , ' . ' . - In, Besprechung ,tzer . Melldimg betrGeich^ den'.Plan. HuMyS' sagt der.,'Mnips", die Zahlungen aüf.hie-stauzöftche-^ SchnW.an AmeMl' würden>l>mne^'f.ü'n^ J'ah-re.n-von"her^ vollen.Wirksamkeit {des Da'we s -Pn,t angefangen^beginnen, .der ,es^ Frankreichs ermöglichen würde^ regelmäh.ig>von^. Deutschland die vorgefehenien, Swmnren; auf - Rrparations-' - reck'Nttng zu echalten. > . - . . ,'n j., . >——3—-— Ler kommende Inder positiv. Montagtritt die paritätische Kommission zusammen, um den Kndex für die Zeit vom 15. Äugust bis 15.-September zu errechnen. Bon Lebensm itteln sind Mlch um 300, Zucker um 300 K. pro Kilogramm, Brot. um 240 K. pro Laib im Preise gestiegen, die Fleischprcise sind za Beginn der in Betracht kommenden Periode g e st i e g e n, in den letzten Tagen um 2000 K. pro Kilogramm gefallen, die Fettpreise haben leicht angez^oen. Die Kohl« N p rei s e sind um 80 K.. pro Kilogramm z u r ü ckgegan g'e n, die Preise für. die Wohnung, unverändert. geblieben, ebenso, im'.großen und ganzen die Preise für 'BekleDuikg. Unier diesen Umständen ist 'Mit - einem positive « I n de x in der mutmaßlichen Hohe von 2 bis 3 Prozent (gegen 6 Prozent im Vormonat) zu rechnen. -Es. ist klar^ - daßder zu erwartende, positive^ Index.auch bei den.im.Zuge^befindlichen Verhandlungen.zur' Beilegung 'de8-'M'tällarbei'te.rstreiks und der' für die allernächste Zeit zu erlrartenden^ Lohnverhandlungenmit den Jndustriean- ''Mstellt«r-emeMolle-spielen wird.- - i ' A«r dem Anhalt der hratige« Nummer. Moritz Lazarus. (Anläßlich seines 100. Geburtstages.) Von Dr. M. Rosensrld. , - - Licht und Schatten. Von Dr. Heinrich S ch r e i b e r. Die Jahreswende. Von Franz V i r t e r. Das Nationalitätenproblem in der Schweiz und in - Palästina. Von Dr. Edmund G oetfchel (Basel). Joghurt und Lebensdauer^ Von Walter Finkler. Festabend im Leopoldstädter Tempel. Von Kr a u s z. Die zehn Gebote. Von Fred h. Slowakische Notizen. Von Eugen Hoeflich. Unsepe. Mo-rtassnttinMer, , welche morgeA um 11 Uhr v o r m itt u gS ers«^iut,7eutMt^Mp.ayderemr . Politische- Welttheater (Die weifte Nasse als Kulturfaktor. — Ein neuer katholischer Heiliger). Hand e l u u d W a u d e l sKa? Werk des BuudeSprSsideuteu H a i u i sch über die Laudflucht). chie^^Stimme deß Leser- (Millkür- Ischkeiteu' der^MLsseleitüng.^^--7- Der Alkohol- -rMutzt v^im Meltrekordstemmer). - : Neruer ' die humoristische Nubrik „H Lr'en. S ie mich a nl", sowie die Nubri- >keu ,,'D ch a ch" und „D e L Haus a r z t". Kunstpflege uub k!b. W i ss n, 14. September. Mit den Klängen einer. Richard Sirautzschen Fansarenmusik von der Höhe des RathaustuvMes herab wird heute das „Musik- und Theaterfest der Stadt Wien" eröffnet. Eine Feier,, gewaltig in ihren Dnnen-. fronen, wie sie die europäische Kultur kaum jemals zuvor erlebt hat. Einen ganzen.Monat lang.wird Wien im Zeichen dieses Festes stehen, welches so ziemlich alle Zweige der Musik- und Theaterkunst umfaßt und eine Uebevsicht über die schier unerschöpflichen künstlerischen Kräfte zu gebest vermag, welche der. Wiener-Boden hervorgebracht hat und trotz, der-Ungunst der Zeiten noch immer hervorbringt. Eine große Anzahl vvn Theatern Erd sich ist.den Dienst pes Festes.stellen, welches Oper ÄM Mrerette,. Tragödie, Scl-astspiel.und- Posse, in glei- , "cher- Wtife, E 'Oper werden in der Aufftchrung von Molieres „Burger-als Cdelmann- 7— - mit der Musik von NlchardstStrauß.— einträchtig zusämmenwirken; alte- und -neueste Konzertmnsit unter Mitwirkung unserer hervorragendsten Kunstinstitirte wird mit Kirchenkonzerten und mit Arbeitersymphonietonzerien abwechseln. Ein buntes Bilderbuch des österreichischen Theaters von. Nestroy und Anzengruber bis zu Schnitzler und Werfel wird aüsgeschlagen werden, von . Mozart, Beethoven und. Schubert über Johann Strauß bis zu Kienzl und Bittner und dariiber hinaus bis zu dem noch immer heiß umstrittenen Arnold Schönberg und dessen SMlern wird die österreichische Musikgeschichte von mehr als einem. Jahrhundert voriiberziehen und mit der Uraufführung der zwei - nachgelassenen Sätze.von Mahlers zehnter Symphonie wird. die Staatsoper ihres größten ' schaffenden' Künstlers, ihres bedeute.ndsten Theaterfachmannes und zugleich des Begründers der österreichisck>en Musikmoderne gedenken. Ausstellungen von Manuskripten - unserer Tondichter sollen Einblick in die Werkstätte der Schaffenden geben, eine internationale -AuSstell-üÄg. neuer Theatertechnik wich die Probleme der modernen Bühne attfrollen und gleichzeitig wird eine von der-Gesellschaft zur Föcherung Moderner Kunst in Wien VeranstMete-. internationale Kunstausstellung willkommenes^' Vergleichsmaterial bieten und demkonservativen Kunstfreunde därtun, daß.die moderne Kunststeine Luftschlösser baut, sondern fest , auf dem Boden der Bergangestbeit steht und auf allen Kunstgebieten ailf gleichem Wege mit analogen Mitteln dem gleicl^en Ziele zustvebt. Sv hat dieses von der Gemeinde Wien t>eränstaltete überdimensionierte Knnstfest ein gigantiscksts Programm zu erledigen; es wird vieles und damit jedem eüvas bringen. Manä)er ängstÜche' Staatsbürger wird wohl die Frage auswerfen,' ob die -Stadti Wien .geaem wärtig keine dringeMren Sorgen habe, als in dem sauren Wochen der Wirtschaftskrise frohe Kunstfeste zu veranstalten. Vielfältig sind die Ursachen und Vcranlassunaen des Festes und ebenso mannigfach mögen dessen' Wirkungen und Ausstrahlungen sein. MusPeste hüben einst im industriell weit vorgeschrittenen England im 18. Jahrhundert ihren Anfang genommen, bald haben sie in DeutMand Nachahmung gesunden und ifinfo mit wachsendem Wohlstand allmählich auch in den jüngeren und' kleineren Knltnrstääten -BrMlch'' geworden; Sie waren' seit jeher micht nur von wirtschaftlicher Bedeutung 'stir Kunst^ und Künstler, indem sie eine -Uebersicht über den Kunstmarkt'boten und das Verhältlns voll Angebot und Nachfrage unter-den Schaffenden und Ausübeädeü irgendwie regelten, sondern sie waren Kaulen Sie tJahcr Stoffe.Wäsche, Regfcnmäntei. Strickwtren.Teppiche, Vorhanjge etc., in feinster Qualität ■zu bi 11ik.steiit Preisen —nur >m Warenhaus [ II. Taborstraße 48. Tolenhnn 47-1 «7U ■n froi In dttill

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